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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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am 3. Juni 2017
Von Cloud Atlas hat man noch länger etwas. Wer gut englisch spricht, dem empfehle ich die englische Variante, die auch ein paar Minuten länger ist. Trotz der tiefsinnigen Botschaften hat der Film meiner Meinung nach die Balance zwischen ausreichend Hinweisen und einer nicht zu offensichtlichen Darstellung wundervoll gemeistert. Mich hat die Geschichte noch länger beschäftigt und wirklich berührt, weshalb ich ihn mir auch gleich nochmal anschauen musste. Das kann ich nur empfehlen, da einem schnell viele Dinge auffallen, die einem vorher entgangen sind.

Man sollte Cloud Atlas allerdings mit genügend Aufmerksamkeit ansehen, da der Film trotz seiner Länge, genug Inhalt hat und wichtige Botschaften teilweise Schlag auf Schlag präsentiert. Andernfalls kann ich verstehen warum manche den Film als langweilig empfinden. Es ist jedoch keinesfalls anstrengend der Geschichte zu folgen.
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am 21. August 2017
Ein genialer Film, der zu der Art von Filmen gehört, die man öfter ansehen kann
und immer noch etwas Neues entdeckt! Bild und Ton sind durchgehend auf dem höchsten Niveau!
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am 11. Juni 2017
Wir haben den Film mit Leuten gesehen, die das Buch kannten, und Leuten, die das Buch nicht kannten. Glücklich war am Ende eigentlich keiner. Da haben die Wachowski Schwestern es nicht geschafft, die Atmosphäre der Vorlage einzufangen.

An sich ist es ärgerlich; gute Schauspieler, u.a. Tom Hanks, gute Ausstattung, das Budget für einen Film in dieser Überlänge, und dazu eine erstklassige Literaturvorlage mit teils extrem bewegenden,wunderschönen und berührenden Geschichten. Nur leider verpufft das Ganze zwischen Schnitten und Sprüngen teilweise alle paar Sekunden.

Zu komplex sind die einzelnen Stränge nicht, nur durch die zt. wesentlich häufigeren Sprünge als im Buch leidet der Erzählfluss und nimmt manchen Geschichten auch ihre Aussagekraft. Die Romantik, Poesie und Sinnlichkeit der 1930er Komponistengeschichte...geradezu in Einzelszenen zerhackt, die Unmenschlichkeit der Neu Seoul Welt...rauscht vorbei wie eine trashige, beliebige Science Fiction Story. Ein Einfühlen mit den Charakteren, ihren Träumen, Ängsten und Sehnsüchten ist kaum möglich, zu schnell springt der Film hin und her.

Ob es dem Film gut tat, das alle Hauptdarsteller meist mehrere Rollen in den verschiedenen Handlungssträngen spielen, ist fragwürdig. Eigentlich verkörpert nur Tom Hanks seine diversen Rollen überzeugend.

Wenn man die Literaturvorlage nicht kennt, wird man den Film auch verstehen, aber die einzelnen Handlungsstränge plätschern leider nur vor sich hin, und das nicht einmal sonderlich spannend. Wenn man die Literaturvorlage kennt, wird man sich möglicherweise mehr als einmal ärgern, wieso man ein derart tiefgründiges und komplexes Buch so übel durch unnötige, schnelle Schnitte und Sprünge seinem Zauber beraubt hat. Sehr, sehr schade.
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am 14. März 2017
Mir wurde der Film mit Tom Hanks empfohlen von einem Esoteriker. Inzwischen habe ich ihn schon drei mal angesehen, weil ich immer noch nicht alles durchschaut habe. Beim ersten mal habe ich der Handlung überhaupt nicht folgen können, weil ich derart von der Maske fasziniert war und immer wieder studiert habe, wer das nun sein könnte. Die schauspielerische Leistung ist echt genial und vielseitig. Unser Leben gehört uns nicht allein. Von der Wiege bis zur Bahre sind wir miteinander verbunden... Das ist die Kernaussage des Films und auch als Nichtesoteriker erkennt man einige Wahrheit darin.
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am 5. November 2013
dieser Film finde ich wunderschön und ich könnte ihn immer wieder ansehen. Ich bin begeistert, er zeigt auch die unterschiedlichen Seelenwege sehr gut.
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am 8. August 2014
...ja wenn man in der glücklichen Lage ist, sich in ihn hineinversetzen zu können. Ich habe diesen Film im Kino zweimal gesehen, auf BlueRay bisweilen 3 Male. Erwähnt sei hierzu, dass das erste Betrachten des Films für mich sehr anstrengend war. So brauchte es etwa die erste Filmstunde, bis ich langsam begriff, was zum Teufel da überhaupt los ist. Viele der tieferen Bedeutungen bzw. der Zusammenhänge verstand ich auch nach Verlassen des Kinos noch nicht. Aber Cloud Atlas wagt mit seiner Thematik und teilweise arg vorhandenen Hektik etwas, was zur Zeit so garnicht im Kino angesagt ist: Reflektions- und Epathie-Bereitschaft einzufordern. Leider hat der kursierende Trailer es nicht geschafft diese Grundvorraussetzungen zu vermitteln. Wie sollte er auch innnerhalb ein paar Minuten einen 3-Stunden-Brocken wie Cloud Atlas beschreiben?!
Nach dem ersten Kinobesuch verbrachten meine Frau und ich noch viele Stunden damit uns über unsere Eindrücke des Films auszutauschen. Gerade, wenn man es zulassen kann, dass die Figuren und ihr Schicksal einen persönlich berühren und man sich zwangsläufig fragen muss: "Wieviel von mir steckt dieser und jener Figur?" und "Wie hätte ich in dieser Sitation gehandelt und wie würde ich es mir wünschen?" Denn genau das bewirkt Cloud Atlas, wenn man sich in seiner persönlichen Lebenssituation bzw. seiner Persönlichenkeit darauf einlassen kann. Es war für mich eine wirklich bereichernde Erfahrung, etwas, dass ich äußerst selten durch einen Kinofilm angetriggert erlebt habe.
Allerdings liegt auch genau hier der Haken: Der Film nimmt keine Rücksicht auf Gemüter, die (in ihrer derzeitigen Lebenssituation) nicht bereit sind, sich und den Lauf der Welt zu hinterfragen. Es wird schon klar deutlich, dass die Grund-Eszenz des Films verheisst: "Es gibt keine Schwarz oder Weiss, es gibt keine Konvention auf dieser Welt, die nicht aufgehoben werden könnte. Das Leben ist NICHT entweder / oder!" Vielmehr entlarvt Cloud Atlas diejenigen, die blindlinks einer bestimmten "Weltordnung" folgen als Sklaven eben jener. Diese Figuren sind im Film oft Täter aus Angst, ohne sich selbst als solche zu empfinden. Angst gleichermaßen vor den (unbekannten) Schöpfern ihres Hamsterrades, als auch vor dennen, die aus diesem Hamsterrad abspringen könnten und sie allein zurücklassen könnten...
Dies macht der Film aber teils auf eine derart verschachtelte Weise kund, dass es bei vielen Menschen (so vermute ich) eher Verwirrung, Abneigung und eine diffuse Angst auslöst. Denn philosophisch liegt der Film voll in unserer Zeit. Hinzu kommt noch die bereits erwähnte erste Stunde, die beim ersten Betrachten eher Kopf-Arbeit, denn Entspannung erzwingt. So kam es auch wohl im Kino dazu, dass viele den Saal noch vor Ablauf der besagten Stunde verließen. Mit dem Gedanken "Meine Güte, was für ein absurd schlechter Film!" Schade, sehr, sehr schade!
Ich fürchte, Cloud Atlas wird niemals ein Film, den die Mehrheit der Menschen mag. Er ist auch überhauptnicht Massen-Kompatibel, obwohl seine optische und klangliche Orpulenz eben jenes vermuten lassen möchten. Es ist kein "Kopf aus und Entspannen"-Film wie genügend andere Blockbuster. Im Idealfall nistet er sich im Kopf und im Herzen ein und lässt einen auch nach dem dritten und vierten Mal des Betrachtens nicht los!

Für alle diejenigen, die gerne leicht und harmonisch unterhalten werden wollen: Finger weg von diesem Film! Für andere, die sich gerne dieser Herausforderung stellen möchten und auch bereit sind über sich und ihr Leben nachzudenken: Zugreifen!!! Es gibt wohl zur Zeit filmisch kaum vergleichbares.

Für alle, die bis hierhin gelesen haben: Vielen Dank! ;-)
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Nachdem ich »Cloud Atlas« im Kino gesehen hatte und dabei nur einen Teil der vielen Fäden, die mir in die Hand gespielt wurden, verknüpfen konnte, war ich ebenso verwirrt wie fasziniert. Deshalb habe ich mich der Sogwirkung des Streifens nach vielen Monaten erneut im Heimkino ergeben – und dies gleich zwei Mal hintereinander!

Fasziniert war und bin ich von dem Werk aufgrund seiner Vielschichtigkeit und der Neugierde, die bei mir geweckt wurde, wie denn die verschiedenen Figuren in Zeit und Raum zusammenhängen. Dies auf Anhieb zu verstehen, fällt schwer, denn durch diverse, teilweise harte Schnitte wird der Zuschauer immer wieder in ein gänzlich anderes Szenario katapultiert, statt sauber mit der Zeitmaschine von Stockwerk zu Stockwerk zu reisen. Recht schnell wird jedoch deutlich, dass der scheinbare Wahnwitz der Erzählung einer Methode folgt, über einen starken roten Faden verfügt und eine klare Struktur aufweist.

Phantastisches Puzzle

Gedanklicher Zusammenhalt des Filmepos ist eine Melodie – das »Wolkenatlas Sextett«, das von einem Komponisten in Gedanken an seine von ihm getrennt lebende große Liebe geschrieben wird. Es verkörpert die Vorstellung, dass Menschen sich in verschiedenen Leben und verschiedenen Epochen immer wieder begegnen – und sei es durch die Konsequenzen ihres Handelns. Im Film klingt diese Musik mal in einem diesseitigen Schallplattenladen, mal in einem futuristisch-alptraumhaften Café an, in der alle Kellnerinnen dasselbe Gesicht haben.

Der gesamte Film dreht sich nun um unsere Taten, seien sie gut oder schlecht und um die Auswirkungen, die jede einzelne von ihnen und damit jeder Einzelne von uns auf den Fortgang der Weltgeschichte bis hin zum Fortbestand unseres Planeten hat. Unsere Leben gehören uns nicht allein, wird in sechs verschachtelten Geschichten behauptet. Vielmehr seien wir alle miteinander verbunden mit anderen Menschen aus Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Glaube und Liebe seien maßgebliche Kräfte, die ihren Ursprung weit vor unserer Geburt nehmen und unser Leben bestimmen. Kurz: Was auch immer wir tun, es hat Auswirkungen auf das, was folgt, mag es auch noch so unbedeutend scheinen.

Um dies zu veranschaulichen, werden sechs Geschichten erzählt, die eng miteinander verwoben sind und immer wieder Bezug aufeinander nehmen.

Verwobene Geschichten

Da durchpflügt der amerikanische Anwalt Ewing 1849 im Auftrag von Sklavenhändlern den Pazifik, wo er mit der Unterdrückung der Maori konfrontiert und von einem geldgierigen Arzt mit Gift »behandelt« wird. Der Anwalt verfasst auf der Heimreise ein Tagebuch, dessen eine Hälfte dem Komponisten und späteren »Wolkenatlas-Sextett«-Schöpfer Robert Frobisher 1936 in die Hände fällt. Dieser wird durch die Lektüre des Berichts derart angeturnt, dass er seine verflossene große Liebe Rufus Sixsmith bittet, den zweiten Teil des Buches für ihn zu suchen.

Sixsmith wiederum begegnet Jahrzehnte später in einem steckengebliebenen Aufzug einer jungen Reporterin namens Luisa Rey, die einem Geheimnis um einen defekten Atom-Meiler auf der Spur ist. Er hinterlässt ihr die Briefe seiner Jugendliebe Frobisher. Nach einer spannenden Verfolgungsjagd trifft die Journalistin Sixsmiths Nichte und tauscht die Briefe gegen einen Hintergrundbericht über den defekten Reaktor.

Luisa Reys Reportage fällt 2012 dem Verleger Timothy Cavendish auf, der sie als Buch verlegt, nachdem er auf wundervolle Weise aus einem geschlossenen Altenheim flieht, in das ihn sein rachsüchtiger Bruder gesteckt hat. Bei seinem Ausbruch aus dem Seniorengefängnis erklärt er: »Das ist Verstoß gegen die Bestimmungen des Freiheitsschutzgesetzes. Ich werde diesen kriminellen Missbrauch nicht tolerieren.« Er schreibt sein Leben auf, es wird verfilmt.

Anno 2144 sieht diesen Spielfilm in einer futuristischen Welt ein Klonsklavin namens Sonmi-451, die von Rebellen vor der Verarbeitung zu Biomasse gerettet wird. Inspiriert durch den rebellischen Aufruf von Cavendish verfasst Somni selbst einen Appell zur Freiheit und klärt über die Verbrechen der Herrschenden auf. Noch während ihre Rede ausgestrahlt wird, stürmen Regierungssoldaten die Sendestation. Das Mädchen wird verhaftet und vor ihrer Hinrichtung von einem Archivar über ihre Erlebnisse befragt. Die Veröffentlichung der Wahrheit macht sie zu einer gottgleichen Heldin, an die viele Menschen glauben.

Im Jahr 106 nach der Apokalypse, mit der die Erde in die Eisenzeit zurückgebombt wurde, trifft der Ziegenhirte Zachary auf Meronym, eine der letzten Vertreterinnen der einstigen Hochkultur, die zu Handelszwecken mit seinem Volk Kontakt hält. Er führt sie auf ihr Bitten durch ein von Menschenfressern beherrschtes Gebiet auf die Spitze eines heiligen Berges. Dort steht die Kommunikationsstation, von der Somni einst ihren Freiheitsaufruf ins Weltall schickte. Mittels dieser Anlage gelingt es, Kontakt zu anderen bewohnten Planeten aufzunehmen, die Hilfe schicken, um die beiden von der verseuchten Erde abzuholen.

Der Film klingt aus, wie er begann: Ein alter Mann, eben der einstige Ziegenhirte Zachary, erzählt Kindern seine Geschichte und zeigt ihnen am Sternenhimmel, von welchem blauen Planeten er stammt. Eine anfangs scheinbar heillos verworrene Geschichte fügt und rundet sich auf wundervollste Weise.

Grandiose Schauspieler

Nach drei bisweilen verwirrenden Stunden wird im Abspann des Filmes verraten, welche unglaublichen Leistungen die Schauspieler samt ihrer Kostüm- und Maskenbildner in dem Opus geleistet haben. Denn alle Hauptdarsteller verkörpern jeweils sechs verschiedene Rollen und spielen in jedem der sechs Teile der Geschichte mit. Männer spielen Frauen und umgekehrt, sie schlüpfen in verschiedene Rassen, Klassen und Nationalitäten.

Hugh Grant ist einmal der Anführer der Kannibalen, dann der kriminelle Reaktorboss und auch der Bösewicht, der seinen eigenen Bruder in ein Altengefängnis sperrt. Halle Berry interpretiert mal Meronym, mal die Journalistin Luise Rey, mal einen sadistischen Doktor, dann eine deutsche Jüdin. Hugo Weaving brilliert als sadistische Oberschwester, Doona Bae verkörpert Somni. Tom Hanks spielt einen Hoteldirektor in einer Absteige in Edinburgh, aber auch den Eingeborene Zachary. Jim Broadbent, Hugh Weaving, Ben Wishaw – sie alle tragen dazu bei, ein vielschichtiges Kunstwerk zu entwerfen, das – ohne Übertreibung – seinesgleichen sucht.

Genretechnisch gibt es einen klassischen Krimi im Stil des Film Noir, ein Science-Fiction-Abenteuer, eine wundervolle Komödie, einen packenden Historienfilm. Es gib wilde Verfolgungsfahrten, Ballerszenen und furiose Kämpfe, Hetzjagden, Szenen voller Melancholie und Wehmut … Man könnte aus dem Film bequem mehrere Spielfilme schneiden.

Mein Fazit

»Cloud Atlas« ist nicht nur der teuerste deutsche Film aller Zeiten. Er ist auch einer der anspruchsvollsten und verschlungensten Streifen, den ich je gesehen habe. Schauspielerisch hochkarätig besetzt, meisterhaft inszeniert und in jedem Augenblick für eine Überraschung gut. Die Regisseure Andy und Lana Wachowski im Gespann mit Tom Tywker haben Unvergleichbares geleistet. Wer bereit ist, sich auf ein gänzlich neues Sehen einzulassen, der wird mit diesem Film reich beschenkt.
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am 4. April 2017
Nicht für jeden das richtige... entweder man liebt oder hasst ihn. Meiner Meinung nach ein viel zu wenig gewürdigten Film.
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am 15. August 2017
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, wie lange der Film schon in meiner (zugegebenermaßen) riesigen Privatvideothek unangesehen vor sich hin dümpelt, ich hab ihm meinem Sohn irgendwann mal in den Adventskalender getan und dann haben wir ihn vergessen. Und irgendwie war das gut, denn mein Sohn ist mittlerweile 15, eher kann man dieses Meisterwerk gar nicht erfassen. Gestern Abend haben wir ihn uns angeschaut, so nach dem Motto, der liegt da so rum, den müssten wir ja auch mal schauen .... und dann hat er uns völlig unerwartet geflasht, beide, 15 und 46, wir sind total begeistert. Wir schauen wirklich vieles, von Arthaus bis Hollywood, Französisches Kino, Marvel, sind da allem gegenüber sehr aufgeschlossen, so nach dem Motto, Hauptsache, man nimmt irgendwas mit, und wenn es "nur Spaß und Popcorn" ist. Und natürlich gefällt nicht alles, manches wird kritisiert. Dass der Film mehr oder weniger irgendwie untergegangen oder vorübergezogen ist, absolut unklar. Der Trailer hat es nicht geschafft, im Kopf zu bleiben. Aber der Film ist wirklich wirklich sehenswert!
Wundervolle Bilderwelten, eine Herausforderung, diese Episoden, ich hab immer schon gewartet, wann wechselt es wieder, fand es an keiner Stelle langweilig, trotz der langen Laufzeit. Hab mich diebisch gefreut, die Schauspieler wiederzuerkennen in ihren fantasievollen Masken und Kostümen, in den verschiedenen Epochen, Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft, einfach schön.
Ich muss das jetzt auch nicht alles hinterfragen, warum es immer dieselben Schauspieler waren, dafür eben alles Könner, man kann es als Wiedergeburt sehen, die Zitate, die wechselnden Zeitebenen, die wieder auftauchenden Gegenstände, Bücher, Geschichten, das Muttermal .... herrlich!
Diese wundervolle Liebe zum Detail! Und trotzdem nicht zu getragen, alles dabei, Liebe, Schmerz, Gewalt, Intrige, Hass, Hoffnung, und immer verständlich dargeboten in wundervollen Bildern. Mein heimlicher Liebling: Hugh Grant mal nicht nur als er selbst, in jeder Episode dabei .... dieser Film, bitte schaut ihn euch unvoreingenommen an, einfach drauf einlassen, ohne hinterfragen .... und mal ehrlich, die Verbindung Wachowski-Geschwister und Herr Tykwer, da kann doch eigentlich nur was Gutes bei rauskommen. Diese Leute lieben Kino, genau wie ich! Danke für dieses Meisterwerk!
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TOP 500 REZENSENTam 27. Januar 2017
Dieser Film erschlägt einen. Optisch eine Granate, inhaltlich ein komplexes Geflecht, das durch die Jahrhunderte fegt und dessen einzelne Komponenten eigentlich fast nichts miteinander zutun haben: angefangen in grauer Vorzeit mit einem Mystery Touch, geht es in den Sklavenhandel des 19. Jahrhunderts, bezieht einen Komponisten mit ein und ein paar Cops von heute und landet schließlich in der Science Fiction Etage im Jahre 2321 mit geklonten Wesen. Was es für den Zuschauer so anstrengend macht, ist die Tatsache, dass ständig in diese ganz unterschiedlichen Ebenen hineingewechselt wird.
Im Grunde ist es die Jagd nach einem Musikstück, dem Wolkenatlas Sextett, aber es geht dabei um Macht, Gewalt und Freiheit. Raum und Zeit werden überwunden.
Das Ganze vollzieht sich in einem atemberaubenden Tempo mit schwindelerregenden Bildern. Bei der inhaltlichen Fülle ist sogar Platz für Klamauk und Komik. Tom Tykwer und die Wachowskis haben sich noch einen zusätzlichen Gag ausgedacht: die Weltstars spielen zwischen vier und sieben Rollen und sind von den Maskenbildnern bis zur Unkenntlichkeit verfremdet. So beginnt bei den Zuschauern ein munteres Ratespiel darüber, wer wen zuerst erkennt.
Dadurch wurde die Einzigartigkeit des Individuums aufgehoben und seine Einmaligkeit beseitigt. Es ist alles möglich. Ziel und Absichten treten schon mal in den Hintergrund, weil man sie nicht mehr so ganz blickt, wegen der Vordergründigkeit von rasanter Action und immer wieder erneut sprudelnden Aspekten.
Der Roman von David Mitchell liest sich hingegen viel leichter. Hieraus der letzte Satz ‘Erst wenn du deinen letzten Atemzug getan hast, wirst du begreifen, dass dein Leben nicht mehr gewesen ist als ein Tropfen in einem grenzenlosen Ozean. Was aber ist ein Ozean anderes als eine Vielzahl von Tropfen.‘
Richtungsweisend für die Zukunft des Films. Der Zuschauer ist gefordert. Der Film ist hoch virtuell, äußerst anstrengend aber beeindruckend und unglaublich vielschichtig.
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