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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
138
4,7 von 5 Sternen
Push the Sky Away
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,34 €+ 3,00 € Versandkosten


am 17. Februar 2014
Habe schon so einiges von Cave gehört, eigentlich schon Alles was er in der letzten 15 Jahren veröffentlich hat.
Aber diese Musik haut mich wieder mal von den Socken. Das erste Stück sofort, erinnert atwas an ein Stück von Snow Patrol, ebenfalls ein Duett. Anspieltip 3, 4 ,6, und dann durchgehend bis Ende, Top Empfehlung, eine Scheibe mit viel Herzblut produziert und auch wieder Cave typisch geradezu mystisch. Kauft Sie einfach und hört zu. Und auf Vinyl ebenfalls, Gänsehautfaktor sehr hoch, leider z.Z nur noch in UK erhältlich.
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am 10. April 2013
aber dieses Album ist einfach mal in sich stimmig. Hab's mir auf Empfehlung geholt und kann jedem nur raten mal selbst reinzuhören. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Musik ist halt Geschmackssache.
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am 17. Februar 2013
Die Seeds sind zurück, Fünf Jahre ist es her und gefühlt wahrlich 15.
Push the Sky away schlägt dem großartigen letztem Werk "DIG, LAZARUS, DIG!!!" von vor fünf Jahren gegenüber völlig andere Pfade ein.
Es ist kein Rockalbum wie das Reinkarnationsalbum von 2008 aber es ist auch nicht so ein verklebter Schmonz wie es Nocturama aus heutiger Sicht ist.
Ich möchte reduziert sagen, doch ist die Idee falsch, Streicher und ein Chor widersprechen mir da. Verhalten und Zurückgenommen trifft es da schon eher. Nein, auch nicht No More Shall We Part, kaum Piano und weit femininer. Alterswerk klingt fast schon abwertend, trifft jedoch am ehesten den Punkt. Ruhig, meditativ und klar, mit einer unerwartet warmen Melancholie steht Caves Stimme in Vordergrund des Albums, es geht um ihn um seine Texte und seine Lyrik. Und so ist die limited Ausgabe ist in Form des Notebooks gehalten in welches Cave binnen 12 Monaten die Songtexte schrieb, veränderte, arrangierte und letztendlich für sich selbst absegnend stempelte.
Push the Sky away ist mehr das Album eines Dichters geworden, als das eines Musikers. Und wiedermal scheint Grinderman (Jewelcase) der Befreiungsschlag Caves zu sein, wo sie ihn seit Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus schon zum Rock zurückgeführt hatten ermöglichen sie ihm jetzt ein Seeds Album der Stille zu machen.
Push the Sky Away erinnert in seiner Schlichtheit an den späten Leonard Cohen, eben das Gegenteil von der Garage Rock inspirierten letzten Scheibe oder der erstklassigen Zweitband.
Schon der Opener We No Who U R" und zugleich die erste Single klingt nach den Ten New Songs und Cave bleibt bei diesem Klang. Grundsolide schwebt er durch das Internet als Zeitzeugnis und bildet alles erdenkliche in seinen Songs ab, von der Rotlichtgeschichte Jubilee Street bis zur Selbstmordattentäterstory Mermaids. Dabei muss ich sagen, dass Mermaids für mich den besten Track des Albums ausmacht, wo das Album jedoch in sich derart geschlossen wirkt, dass Anspieltips und Hervorhebungen über ein persönlichen Liebling hinaus unsinnig wären. Water Edge hat noch was bedrohlich Westernhaftes, dass dem Cave vertrautem Ohr unweigerlich der Jesse James Soundtrack ins Ohr stößt. Doch insgesamt ist der Cohenvergleich wohl die beste Art das neue Seedswerk zu beschreiben.
Denn insgesamt klingt hier ein gänzlich neuer, ein anderer, weicherer und sinnlicherer Sound entgegen und trägt die fast 50 Minuten den meditativen Klang des Albums.
Wer also ein zweites Dig! Lazarus, Dig! oder gar Tender Prey erwartet wird bitter enttäuscht werden. Grundsätzlich wird wohl jeder anerkennen, das Cave ein gutes Stück Arbeit geleistet hat. An Cohen kommt er dennoch (noch) nicht wirklich ran.
Nur ob diese neue Ausrichtung noch den Hörervorstellungen von einem Seeds Album entspricht, da werden sich wohl die Geister scheiden. Aber wie irre sind schon Erwartungshaltungen an ein Seedsalbum?
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am 5. Januar 2016
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Februar 2013
Wer hätte das gedacht? Wie aus dem Nichts zaubert Nick Cave mit seinen Bad Seeds ein Album aus dem Hut, das so überwältigend klingt und nichts gemein hat mit dem Vorgänger. Sie haben sich ja auch fünf Jahre Zeit gelassen.
„Push the sky away“ wurde im Vorfeld wirklich über den grünen Klee gelobt. Und bei so viel Vorschusslorbeeren bin ich immer ein wenig skeptisch, zumal mich „Dig Lazarus Dig“ alles andere als vom Hocker gehauen hat. Aber nach über einer Woche Dauerschleife kann ich sagen, Nick Cave hat den legitimen Nachfolger zu „No more shall we part“ erschaffen. „Push the sky away“ ist ein Album, bei dem fünf Punkte zu wenig sind und zugleich ist es ein Album, mit dem die Bad Seeds in Rente gehen könnten. Einen besseren Abschluss könnte es nicht geben.
„Push the sky away“ klingt so leicht und unbeschwert, als wäre es ein leichtes gewesen, ein solches Album aufzunehmen. Und keiner meckert herum, dass Nick Cave zu zahm klingt. Niemand vermisst irgendwelche musikalischen Wutausbrüche. Und doch sind diese dennoch auf dem Album vorhanden. Nur klingen sie reifer, man kann sagen, dem Alter angemessener, wenn man es so ausdrücken kann.
Schon mit „we no who u r“ ist im Grunde alles gesagt. Nur dieser eine Song hat mir gereicht, um dieses Album zu lieben. Und es geht weiter. Manchmal wird es ein wenig grummelig, wie bei „Waters Edge“. Das ist verhaltener Zorn, man könnte auch sagen, altersgerecht. Da macht jemand Musik, der alles schon erlebt hat. Da erzählt jemand Geschichten, dem man selbst keine mehr zu erzählen braucht. Und es klingt alles so unverbraucht, teilweise frisch und ein wenig heiter verspielt, so wie zum Beispiel „Finishing Jubilee Street“. Ganz entspannt hört sich das an. Was auf „No more shall we part“ melancholisch klingt, ist hier entspannter. Nick Cave spielt seinen eigenen Blues, er muss sich nichts mehr beweisen.
Je öfter ich mir dieses Album anhöre, umso öfter frage ich mich, was sein Reiz ausmacht. Es klingt alles nicht weltbewegend neu, jedenfalls nicht für jemanden, der seine Musik schon seit mehr als 25 Jahre kennt. Und doch fasziniert „Push the sky away“. Wahrscheinlich hat Nick Cave genau dieses getan. Und dabei ist ein Album herausgekommen, das ein sehr heißer Anwärter auf das Album des Jahres ist. Anspieltipp? Das komplette Album! Unbedingt kaufen. Wenn es sein letztes Album sein sollte, dann hätte sich Nick Cave einen würdigen Abgang geschaffen. Und mit „Push the sky away“ einen Albumabschluss, wie er besser nicht hätte sein können. Die verhaltenen Keyboardklänge schweben nur so im Raum und Nick Caves Stimme kommt zärtlich daher, fast wie aus dem Off. Für dieses Album kann man sich bei dem Künstler nur bedanken.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 30. Juli 2015
Ich wusste ja, was ich mir bestelle, also erübrigt sich die Frage... CD ist unbeschädigt, also alles gut^^ Und hier die restlichen Wörter ;-)
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am 20. März 2014
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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