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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
138
4,7 von 5 Sternen
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am 17. Februar 2014
Habe schon so einiges von Cave gehört, eigentlich schon Alles was er in der letzten 15 Jahren veröffentlich hat.
Aber diese Musik haut mich wieder mal von den Socken. Das erste Stück sofort, erinnert atwas an ein Stück von Snow Patrol, ebenfalls ein Duett. Anspieltip 3, 4 ,6, und dann durchgehend bis Ende, Top Empfehlung, eine Scheibe mit viel Herzblut produziert und auch wieder Cave typisch geradezu mystisch. Kauft Sie einfach und hört zu. Und auf Vinyl ebenfalls, Gänsehautfaktor sehr hoch, leider z.Z nur noch in UK erhältlich.
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Schon mit den ersten Tönen stellt sie sich ein, diese angenehme Schwere. Noch hat Nick Cave nicht ein Wort gesungen, aber die tiefe, dichte Melancholie seiner gleichsam satten und brüchigen Stimme füllt schon den Raum. Wer den Unterschied zwischen der Schönheit gedankenversunkener Melancholie und der Hässlichkeit zerstörerischer Depression nicht erfasst, nicht empfinden kann oder will, sollte die Musik von Nick Cave grundsätzlich meiden, insbesondere das neue Album "Push the sky away".

Nach 30 Sekunden raunt Cave die erste Zeile "The tree don't care what the little bird sings..." und die Ahnung wird mehr und mehr zur Gewissheit: "Push the sky away" markiert wieder einmal einen Wendepunkt im Schaffen des Australiers. Nick Cave setzt mit diesem Album am ehesten, wenn überhaupt, bei den Alben "The Boatman's call" (1997) und "No more shall we part" (2001) an, allerdings unter weitgehendem Klavierverzicht. Die tendenziell eher schroffe Phase der letzten Alben "Dig!!! Lazarus, dig!!!" und den beiden Grinderman-Platten davor und danach, mit zuweilen herrlichstem klanglichen Geschnodder, scheint erst einmal vorüber. Cave dunkelt das Raumlicht wieder ab, bittet den Hörer platz zunehmen und mit ihm in die tiefsten Tiefen der eigenen Seele hinabzusteigen und sich selbst so vielleicht ein wenig näher zu kommen - das Schwarze sehen, nicht schwarzsehen!

Er hat sein Klavier nicht verkauft, natürlich nicht. Nach Jahren völliger Abstinenz bei den Produktionen aber, hört man bei dem Stück "We real cool" tatsächlich endlich sein vor Jahren prägendstes Instrument wieder zaghaft ein paar Töne streuen. Inmitten des bedrohlich, monoton blubbernden Basslaufs des Stückes, setzt Cave so mit einigen zaghaften Berührungen der Tasten einen vertrauten Kontrast. Dennoch muß auch "Push the sky away" im Wesentlichen ohne Klavier auskommen, wie alle Alben der letzten Jahre. Doch gerade das verhilft der Platte zu einem ureigenen Klangbild. Denn anders als die jüngeren Alben, sind hier alle neun Stücke im Grunde wieder strukturell Piano-Balladen (jetzt bitte nicht an Elton John denken!), nur eben ohne Piano. Klang prägend sind der schon erwähnte knochentrocken knarrende und leicht verkratzte Bass und verschiedenste Violinen-Verzerrungen. Hinzu kommen jeweils ein paar Details, die Atmosphäre schaffen. Bei allen Liedern des Albums bleibt das Klangbild aber klar gegliedert und transparent, keine großen Effekt-Aufschichtungen. Wenn man den Querverweis zu bisherigen Cave-Alben sucht, dann findet man ihn, neben den oben genannten, klanglich am stärksten bei seinen rein instrumentalen Soundtrack-Alben wie "The proposition" oder "The road". Der ruhig-schroffe Charakter dieser mit Warren Ellis geschaffenen Alben prägt auch "Push the sky away".

Die Platte fordert volle Aufmerksamkeit und wenn man sie ihr schenkt, lohnt sie es mit einem tiefempfundenen Wohlgefühl. Wie ein Gespräch mit einem uralten, lebensweisen Mann, der einem mit knappen Worten, wie nebenbei, ein paar Gedanken mitgibt und leise wieder geht. Im Hinterherschauen spürt man plötzlich das unbeschreiblich beseelende Gefühl, soeben etwas unermesslich Wertvolles für sein Leben erkannt zu haben. So pathetisch das auch klingen mag, in etwa so empfinde ich das neue Album von Nick Cave. Das ist subjektiv, gewiss, übertrieben ist es nicht. Und ob es andere ebenso oder ähnlich empfinden mögen, kann ich nicht beurteilen. Finden Sie es heraus.

Die Deluxe-Edition lohnt sich allein der edlen, kunstvoll illustrierten Aufmachung in gebundener Buchform wegen. Die zusätzlich beigelegte DVD enthält zwei weitere Songs, die als Video die Musiker im Studio bei der Arbeit zeigen. An sich nichts so fürchterlich aufregendes, wenn es sich nicht eben um weitere Songs handeln würde. Also nicht zwei Songs vom Album mit Studio-Eindrücken garniert, sondern zwei eigenständige Nummern, die wohl extrahiert wurden, weil sie den roten Faden der neun Stücke des Albums durchschnitten hätten. Also nicht zu schlecht, sondern zu anders.

Intensiv sind Nick Cave Alben immer, ausnahmslos. "Push the sky away" ist geprägt von grober Sanftheit, von Caves im Älterwerden immer noch zunehmender Fähigkeit scheinbar Unvereinbares in Einklang zu bringen, in seinen eigenen Klang zu bringen. Nicht einfach nur ein guter Musiker, sondern ein wirklicher Künstler.
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am 10. April 2013
aber dieses Album ist einfach mal in sich stimmig. Hab's mir auf Empfehlung geholt und kann jedem nur raten mal selbst reinzuhören. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Musik ist halt Geschmackssache.
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am 17. Februar 2013
Die Seeds sind zurück, Fünf Jahre ist es her und gefühlt wahrlich 15.
Push the Sky away schlägt dem großartigen letztem Werk "DIG, LAZARUS, DIG!!!" von vor fünf Jahren gegenüber völlig andere Pfade ein.
Es ist kein Rockalbum wie das Reinkarnationsalbum von 2008 aber es ist auch nicht so ein verklebter Schmonz wie es Nocturama aus heutiger Sicht ist.
Ich möchte reduziert sagen, doch ist die Idee falsch, Streicher und ein Chor widersprechen mir da. Verhalten und Zurückgenommen trifft es da schon eher. Nein, auch nicht No More Shall We Part, kaum Piano und weit femininer. Alterswerk klingt fast schon abwertend, trifft jedoch am ehesten den Punkt. Ruhig, meditativ und klar, mit einer unerwartet warmen Melancholie steht Caves Stimme in Vordergrund des Albums, es geht um ihn um seine Texte und seine Lyrik. Und so ist die limited Ausgabe ist in Form des Notebooks gehalten in welches Cave binnen 12 Monaten die Songtexte schrieb, veränderte, arrangierte und letztendlich für sich selbst absegnend stempelte.
Push the Sky away ist mehr das Album eines Dichters geworden, als das eines Musikers. Und wiedermal scheint Grinderman (Jewelcase) der Befreiungsschlag Caves zu sein, wo sie ihn seit Abattoir Blues/The Lyre Of Orpheus schon zum Rock zurückgeführt hatten ermöglichen sie ihm jetzt ein Seeds Album der Stille zu machen.
Push the Sky Away erinnert in seiner Schlichtheit an den späten Leonard Cohen, eben das Gegenteil von der Garage Rock inspirierten letzten Scheibe oder der erstklassigen Zweitband.
Schon der Opener We No Who U R" und zugleich die erste Single klingt nach den Ten New Songs und Cave bleibt bei diesem Klang. Grundsolide schwebt er durch das Internet als Zeitzeugnis und bildet alles erdenkliche in seinen Songs ab, von der Rotlichtgeschichte Jubilee Street bis zur Selbstmordattentäterstory Mermaids. Dabei muss ich sagen, dass Mermaids für mich den besten Track des Albums ausmacht, wo das Album jedoch in sich derart geschlossen wirkt, dass Anspieltips und Hervorhebungen über ein persönlichen Liebling hinaus unsinnig wären. Water Edge hat noch was bedrohlich Westernhaftes, dass dem Cave vertrautem Ohr unweigerlich der Jesse James Soundtrack ins Ohr stößt. Doch insgesamt ist der Cohenvergleich wohl die beste Art das neue Seedswerk zu beschreiben.
Denn insgesamt klingt hier ein gänzlich neuer, ein anderer, weicherer und sinnlicherer Sound entgegen und trägt die fast 50 Minuten den meditativen Klang des Albums.
Wer also ein zweites Dig! Lazarus, Dig! oder gar Tender Prey erwartet wird bitter enttäuscht werden. Grundsätzlich wird wohl jeder anerkennen, das Cave ein gutes Stück Arbeit geleistet hat. An Cohen kommt er dennoch (noch) nicht wirklich ran.
Nur ob diese neue Ausrichtung noch den Hörervorstellungen von einem Seeds Album entspricht, da werden sich wohl die Geister scheiden. Aber wie irre sind schon Erwartungshaltungen an ein Seedsalbum?
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am 5. Januar 2016
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. Februar 2013
Wer hätte das gedacht? Wie aus dem Nichts zaubert Nick Cave mit seinen Bad Seeds ein Album aus dem Hut, das so überwältigend klingt und nichts gemein hat mit dem Vorgänger. Sie haben sich ja auch fünf Jahre Zeit gelassen.
„Push the sky away“ wurde im Vorfeld wirklich über den grünen Klee gelobt. Und bei so viel Vorschusslorbeeren bin ich immer ein wenig skeptisch, zumal mich „Dig Lazarus Dig“ alles andere als vom Hocker gehauen hat. Aber nach über einer Woche Dauerschleife kann ich sagen, Nick Cave hat den legitimen Nachfolger zu „No more shall we part“ erschaffen. „Push the sky away“ ist ein Album, bei dem fünf Punkte zu wenig sind und zugleich ist es ein Album, mit dem die Bad Seeds in Rente gehen könnten. Einen besseren Abschluss könnte es nicht geben.
„Push the sky away“ klingt so leicht und unbeschwert, als wäre es ein leichtes gewesen, ein solches Album aufzunehmen. Und keiner meckert herum, dass Nick Cave zu zahm klingt. Niemand vermisst irgendwelche musikalischen Wutausbrüche. Und doch sind diese dennoch auf dem Album vorhanden. Nur klingen sie reifer, man kann sagen, dem Alter angemessener, wenn man es so ausdrücken kann.
Schon mit „we no who u r“ ist im Grunde alles gesagt. Nur dieser eine Song hat mir gereicht, um dieses Album zu lieben. Und es geht weiter. Manchmal wird es ein wenig grummelig, wie bei „Waters Edge“. Das ist verhaltener Zorn, man könnte auch sagen, altersgerecht. Da macht jemand Musik, der alles schon erlebt hat. Da erzählt jemand Geschichten, dem man selbst keine mehr zu erzählen braucht. Und es klingt alles so unverbraucht, teilweise frisch und ein wenig heiter verspielt, so wie zum Beispiel „Finishing Jubilee Street“. Ganz entspannt hört sich das an. Was auf „No more shall we part“ melancholisch klingt, ist hier entspannter. Nick Cave spielt seinen eigenen Blues, er muss sich nichts mehr beweisen.
Je öfter ich mir dieses Album anhöre, umso öfter frage ich mich, was sein Reiz ausmacht. Es klingt alles nicht weltbewegend neu, jedenfalls nicht für jemanden, der seine Musik schon seit mehr als 25 Jahre kennt. Und doch fasziniert „Push the sky away“. Wahrscheinlich hat Nick Cave genau dieses getan. Und dabei ist ein Album herausgekommen, das ein sehr heißer Anwärter auf das Album des Jahres ist. Anspieltipp? Das komplette Album! Unbedingt kaufen. Wenn es sein letztes Album sein sollte, dann hätte sich Nick Cave einen würdigen Abgang geschaffen. Und mit „Push the sky away“ einen Albumabschluss, wie er besser nicht hätte sein können. Die verhaltenen Keyboardklänge schweben nur so im Raum und Nick Caves Stimme kommt zärtlich daher, fast wie aus dem Off. Für dieses Album kann man sich bei dem Künstler nur bedanken.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 30. Juli 2015
Ich wusste ja, was ich mir bestelle, also erübrigt sich die Frage... CD ist unbeschädigt, also alles gut^^ Und hier die restlichen Wörter ;-)
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