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Kundenrezensionen

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am 20. März 2014
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 20. März 2014
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 20. März 2014
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 11. Januar 2017
Bin durch den unglaublichen Song "Jubilee Street" drauf aufmerksam geworden. Hatte Cave sonst eher nebenbei gehört.
Dieses Album musste ich aber haben und wurde nicht enttäuscht! Schon jetzt ein Klassiker!!!!
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am 7. April 2013
Als ich hörte, dass Nick Cave ein Album mit "schönen" Songs abgeliefert hat, war ich skeptisch. Das letzte schöne Album, dass ich von ihm hörte, war Boatman's Call, und das hatte mich damals enttäuscht. Meiner Meinung nach passte diese Musik nicht zu ihm und er klang hörbar unsicher. Es war nichts mehr von der Klang gewordenen Raserei auf "Henry's Dream", dem Grusel auf "Murder Ballads" oder dem Fanatischen auf "Tender Prey" zu finden. Aber der Wandel ist sein gutes Recht als Künstler. Nun haben wir 2013.

"Push The Sky Away" ist anders "schön". Nicht durch Liebes-Balladen, sondern durch ruhige Songs, die zwar wenig dynamisch, aber voller Spannung und reich an kreativem Sound sind. "Jubilee Street" ist so ein spannendes Stück. Es bricht nie aus, aber man muss jederzeit damit rechnen, ebenso bei "Water's Edge" mit seinem kernigen Bass. Warren Ellis hat es verstanden, den Sound sparsam zu halten. Es ist nicht voll geladen wie "Dig Lazarus Dig". Die Schlussnummer "Push The Sky Away" erinnert mich enorm an "Stranger Than Kindness" von 1986. Beide Nummern gehören zu meinen absoluten Favoriten im Werk von Nick Cave. Sonst lädt das Album kaum dazu ein, im Backkatalog zu wühlen, und das ist auch OK. Nick Cave ist noch weit davon entfernt, sich selbst zu kopieren.
Obwohl kein Konzeptalbum macht Push The Sky Away doch am Stück zu hören Spaß. Mit unter 45 Minuten ist es nicht bemüht lang und hat (vielleicht auch dadurch) kein
Füllmaterial. Die Stück greifen wie völlig selbstversändlich ineinander.

Fazit: Klare Kaufempfehlung. Dass ich nur vier Punkte vergebe, liegt daran, dass mir eine Spur von der Aggressivität das alten Caves fehlt. Nummern wie "Tupelo" oder "Jack The Ripper" fehlen komplett. Liegt aber wohl mehr an meiner Erwartungshaltung. Das Album ist klasse.
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am 12. Juli 2013
Mir gefällt der sanfter gewordene Nick Cave. Die Songs erzeugen wohlige Gänsehaut.
Seit No More Shall We Part die Beste CD.
Die beste Cd dieses Jahres für mich, leider erst so spät entdeckt
Habe einmal beim hören an Leonhard Cohen gedacht u erst danach gelesen, dass Leonhard ein Vorbild für Nick Cave sein soll.
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am 6. September 2015
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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am 4. April 2013
Ich bin ein grosser Nick Cave Fan, seine Bücher, seine Drehbücher, seine Gedichte und nicht zu letzt auch und v.a. seine Musik. Roh, poetisch, minimalistisch, ein Gesamtkonzept, dass vollends seine Berechtigung im immer schneller und oberflächlicher werdenden Musikbuisiness hat. Nick Cave gehört heute zu den alten Eisen und ehrlich gesagt, hatte ich bedenken, was das neue Album angeht. Letztlich kamen irgendwie in wenigen Wochen viele Altmeister mit ihren neuen Alben auf den Markt, wovon nicht alle gelungen sind (Depeche Mode, David Bowie, Eric Clapton, u.a.).

Aber dann die Erleichterung. Ein typischer Nick Cave, neu aber dennoch nicht von seinem bewährten und geliebten Stiel abgewichen. Die Tracks auf der LP sind ganz grosser Rock... nur halt nicht fürs Stadion, oder in welchen wahnwitzigen Dimensionen man heute denken sollte. Die Platte macht Spass und wer Nick Cave mag, der wird seine Freude hieran haben, für alle die ihn nicht kennen, durchaus mal einen Versuch wert, die ihn nicht abkönnen... weiterhin Finger weg. Mainstream gibt es wo anders... aber nicht hier!

Musik: 10/10

Zur LP:

Pressqualität: 9/10

Klang: 9/10

Die LP ist sehr gut verarbeitet. Mehr kann ich dazu nicht sagen. Für all jene, die nicht ohne ihre MP3s für unterwegs auskommen... ich zähle dazu... Downloadcode liegt der LP bei. Zu Hause auflegen und geniessen und unterwegs auch mal gerne durchhören, wenn man durch die Stadt streift... man darf mich jetzt gerne anfeinden, aber die Platte funktioniert auch sehr gut draussen... Macht Laune!

Gesamteindruck: 9/10
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TOP 500 REZENSENTam 15. Februar 2013
Irgendwie hat es so klingen müssen. Nach der wuchtig, trotzigen Auflehnung der Grindermänner und ihrem jähen und viel zu frühen Ende (trotz einiger Livetermine in diesem Jahr) war klar, dass Cave mit den Bad Seeds trotz nahezu identischer Besetzung (Ellis, Casey und Sclavunos sind ja mit dem Meister selbst doppelt besetzt) einen Schwenk, einen harten Bruch würde vollführen müssen. Und so landet das aktuelle Bad-Seeds-Album stilistisch wieder weit näher bei den früheren Veröffentlichungen der Band als viele es ihm zugetraut und manche es sich gewünscht hätten. Keine laute Platte, keine unheilvoll hervorbrechenden Klangkaskaden, wenig auch vom knochenklappernden Teufelstanz, dessen Runden Cave ja nicht ungern dreht, sondern: Kammermusik, reduziert, bedächtig und konzentriert und in dieser Form wohl am ehesten dem Album „No More Shall We Part“ der Jahrtausenwende vergleichbar.

Dennoch: Die Themen, an denen sich Cave in Begleitung abarbeitet, unterscheiden sich nicht wesentlich von denen seines kürzlich verschiedenen Bluesrockquartetts, nur die Ausdrucksweisen haben sich gewandelt: Das Alter und das Altern treibt die Männer in eine Form von abgeklärter, milder Enttäuschung, wo laute Wut war, sind jetzt Bitterkeit und Sarkasmus. Einsamkeit und Unabänderlichkeit werden reell, was bleibt ist bestenfalls die Liebe und wenn die nicht zu haben ist, all die sehnsuchtsvollen Trug- und Traumbilder von ihr. Der Blick in die „Wide Lovely Eyes“ kündet ebenso davon wie der Klagegesang an die „Mermaids“, der käuflichen Liebe selbst beraubt ist für Hoffnung („Jubilee Street“) in der Tat nur noch wenig Platz. „You grow old and you grow cold“ heißt es in „Water’s Edge“, an anderer Stelle „... all the ones who come, all the ones who go, down to the water“ – die Dinge gehen ihren nicht eben erfreulichen Weg, die Dummheit schreitet voran („Wikipedia is heaven, when you don’t remember anymore“, We Real Cool), da kann man schon mal missmutig werden.

Musikalisch ist das alles wundervoll angerichtet, alles schimmert dunkel, kein Ton ist zuviel – die Bad Seeds in heutiger Zusammensetzung sind offenbar noch immer Männer von maximalem Fachverstand, auch Cave bezeugt ja nicht ohne Grund in den Linernotes: „Ask anyone who has seen them at work. They are unlike any other band on earth for pure, instinctive inventiveness.” Mal graviätisch mit Chor („Wide Lovely Eyes“), dann balladeskes Schunkeln („Water’s Edge“), für „Jubilee Street“ kurz die Gitarren etwas härter angefaßt, bevor bei „We Real Cool“ nur noch der dunkel dräuende Bass die Arbeit erledigt. „Higgs Boson Blues“ kratzt angenehm im Ohr, der Titelsong am Ende begnügt sich mit synthetischen Schleifen und dumpfem Grollen – fade out. Es sind große, wohlgeratene Songs geworden, allesamt, mit Bildern, die im Hirn gemächlich spazieren gehen und Melodien, die man so schnell nicht vergessen wird. „New in an old school kind of way“ sagt Cave selbst dazu, mehr war nun wirklich nicht zu erwarten. Jahresbestleistung, bis jetzt. mapambulo:blog
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am 20. März 2014
Es sieht wohl ganz danach aus, dass Nick Cave immer mehr das Privileg des Kritiker-Lieblings genießen darf. Wenn er es nicht schon längst tut. Er kann machen was er will. Und vor allem wann er will. Der Meister im Nadelstreifenanzug Cave und seine Bad Seeds haben mit „Push The Sky Away“ das nun mittlerweile schon fünfzehnte Album veröffentlicht und der kreative Gipfel scheint immer noch nicht erklommen. Man muss sich nicht immer völlig neu erfinden oder toppen, um den (gemessen an der enormen Künstler-Relevanz und langen Wartezeit) hohen Erwartungen gerecht zu werden. Erfahrung, Können und die Fähigkeit zur Selbstreflexion bringen einen Profi wie Cave so schnell nicht aus der Ruhe. Und deswegen vergingen diesmal gleich fünf Jahre nach dem für Cave-Verhältnisse relativ aufgedrehten „Dig!!! Lazerus, Dig!!!“. Wer sich eine Fortsetzung davon gewünscht hatte, der sollte lieber die Referenzalben seiner kurzlebigen, zweiten Band Grinderman für sich laufen lassen. Denn für „Push The Sky Away“ kehrt Cave zumindest formal wieder zu deutlich ruhigeren Tönen zurück. Zumindest klang die Musik der Bad Seeds wahrscheinlich noch nie so enthaltsam. Die rhythmische Grundlage von „We Know Who U R“, „Wide Lovely Eyes“, „Waters Edge“ und „We Real Cool“ bilden auf das Nötigste reduzierte Loops aus kratzenden Gitarren, murmelnden Bässen und Marimbas. Oder vielleicht doch Xylophone? Warren Ellis wird es am besten wissen. Die hier bewusst zur Schau gestellte Simplizität ist in jedem Fall alles andere als arm an Atmosphäre. Das merkt man besonders dann, wenn sich aus der scheinbaren Trägheit der Musik mit zunehmenden Streichern und Chören doch ein so wunderbar aufgehender Bluesrocker wie „Jubilee Street“ aufwiegelt. Und dann erkennt auch schon fast den alten Cave wieder. Aber der Neue auf „Push The Sky Away“ gefällt auch sehr. Manchmal liegt der Trick einfach darin, Details nicht zu ändern- oder hinzuzufügen, sondern sie einfach (fast) völlig zu streichen. Und plötzlich klingt wieder alles anders.
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