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am 3. Juli 2013
Kaufte dieses Album und ließ es, ob der Erfahrungen mit Schall und Rauch 3 Wochen liegen, bevor ich es erstmals anhörte.
Denke, es wäre unmöglich und wenn doch dann peinlich, wenn Toco noch so klingen würde wie früher. Bei Schall und Rauch dachte ich, es wäre nun wirklich vorbei.
Mit "Wie wir leben wollen" aber ist ein für mich neues kleines Meisterwerk entstanden, das sehr, sehr besonders ist, mich mitreißt und begeistert und dem ich gerne und unbedingt 5 Sterne verpasse, da es für mich die neuen Tocotronics endlich in/mit entsprechender Reife verkörpert. Bin sicher, dass ich dieses Album auch gerne noch nach Jahren hören werde (auch wenn ich manche Texte nun wirklich auch nicht kapiere) und freue mich, dass es weitergeht........
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am 25. Januar 2013
Tocotronic hat IMHO drei "Sorten" von Fans: die ersten mögen nur die alten Sachen, die zweiten nur die neuen und schließlich drittens: diejenigen, die _alle_ Alben mögen. Ich habe erst mit der K.O.O.K. angefangen (!) und mich dann den vorangegangenen Alben zugewandt; das war schon ein echter Wechsel/Bruch... doch ich mochte sie alle, da ich bis dahin überwiegend harte Gitarrenmusik (in welcher Form auch immer) bevorzugt habe. Aber weil die K.O.O.K. mein erstes Toco-Album war, wurde ich neugierig auf das was noch kommen würde - und so wurde ich zum Fan, der die Band liebt und nach wie vor, je nach Stimmung, sich auf alle Alben einlassen kann. Die Limited Edition ist wunderschön und ihr Geld wert! Seid ihr Fans der Frühwerke: Finger weg. Aber alle anderen: KAUFEN und lauschen und freuen und nach Konzertterminen Ausschau halten :)
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am 19. November 2015
Inzwischen schon das "vorletzte Album" bzw. 10. Album der Hamburger Ausnahmeband, bin ich erst spät dazu gekommen, mir das Album mal in voller Länge bewusst anzuhören, das ja in der Kritik eher verhalten aufgenommen wurde, und wohl auch die kommerziellen Erwartungen im Vergleich zu den Vorgänger- Alben nicht ganz erfüllen konnte. - Zwar stieg das Album im Jahr 2013 gleich auf Platz 3 der deutschen Charts ein; doch innerhalb kürzester Zeit verschwand es wieder völlig aus den Charts und es wurde schnell still um das Album. Wer nicht rechtzeitig von der Veröffentlichung des Albums gehört hatte (wie ich), konnte schnell den Termin verpassen.
Tatsächlich scheint das Album nicht besonders beworben worden zu sein; aber das sind andere Alben der "Tocos" ja auch nicht übermäßig; großes Interesse in den Zeitungen, vor allem den musikalischen Fachzeitschriften konnte der Band jedoch schon seit vielen Jahren immer sicher sein; in dieser Hinsicht war den "Tocos" daher "Werbung" sicher; zumal sie ja längst einer breiten Hörerschaft bekannt waren; auch wenn sie nie richtig in den "SIngle- Charts" hierzulande Erfolge verbuchen konnten. Auffallend selten jedenfalls habe ich in jener Zeit die "Tocos" mal im Radio gehört (allerdings hört man sie da ja ohnehin immer (viel zu) selten).
Ein größeres Medienecho und überhaupt mehr Aufmerksamkeit unter den Musikfreunden hierzulande hätte das Album jedoch auf jeden Fall verdient gehabt: Klanglich mal wieder gewohnt souverän, professionell und routiniert kann der Band hier mal wieder kaum Jemand das Wasser reichen und beweist auch hier wieder ihren Ausnahmezustand in der deutschen Rockmusik- Szene, und setzt auch mit diesem Album weiter Maßstäbe. Doch muss die Band sich längst nichts mehr beweisen; sie beherrscht die Harmonien wie kaum eine andere Band; alles hört sich an "wie aus einem Guss"; kein Genre, an das sich die Band nicht mit Erfolg versucht hätte. Man hat es hier mit absoluten Profis zu tun. Sie sind dabei inzwischen längst zu einem "Markenartikel" geworden, der für Qualität bürgt, und bei denen man nichts Falsch machen kann, wenn man zu einem neuen Album der Band greift.
Und so bietet auch dieses Album wieder beste Unterhaltung; keiner der 17 Songs dieses Albums ist hier m.E. wirklich "schlecht"; dafür gibt es auch hier wieder einige "Sahnestücke": zu nennen wäre hier vor allem der Song "Ich will für Dich nüchtern bleiben", m.E. der beste Song hier, der auch die (2.) Single- Auskopplung dieses Albums war.
Die andere Single, "Auf dem Pfad der Dämmerung", war sicherlich kaum besser (wenn auch (wesentlich) bekannter). - Wäre dieser Song der beste auf diesem Album gewesen, so würde meine Rezension wesentlich schlechter ausfallen; ist er aber zum Glück nicht.
Der Opener "Im Keller" gibt ein wenig thematisch vor, um das es hier vor allem textlich geht bei diesem Album: um das älter werden - vor allem für einen Rockmusiker natürlich ein besonders sensibles Thema; spielt man doch vor allem bei Teenagern immer eine wichtige Rolle. - Die "Tocos" geben mit diesem Song aber einen selbstironischen "Rückblick" auf eine Karriere, die in Wirklichkeit natürlich (hoffentlich!) noch (lange) nicht zu Ende ist; hierbei provozieren sie die Gesellschaft dadurch, dass sie, die sich selbst ja immer als "außerordentlich faul" darstellen, nicht gerade im Leben mit einem idealen "Arbeitsethos" in Erinnerung bleiben würden - was ihnen aber offenbar egal ist; Hauptsache, sie hatten ilhren Spaß und ein "einfaches Leben"; dass sie aber "höchstens Mittelmaß" gewesen sind, ist glattes Understatement, und stimmt natürlich nicht! Musikalisch ist der Song aber nicht ganz der Bringer.
"Abschaffen" ist dafür schon besser und hat sogar wieder Ohrwurm- Qualitäten.
"Chloroform" kann auch noch gefallen.
"Neutrum" ist ein einfacherer Song, der an alte Songs (aus den 60er Jahren?) erinnert. Kein Highlight hier.
"Vulgäre Verse" schon besser. Wirkt natürlich (wieder mal) sehr ironisch.
"Warte auf mich auf dem Grund des Swimmingpools" ist zwar wieder nicht schlecht; wirkt aber auch wieder irgendwie arg selbstironisch.
"Die Verbesserung der Erde" ist wieder ein langsamerer Song, der an nordische Rocksongs à la Emiliana Torrini stark erinnert (und vermutlich von ihr beeinflusst), die ja auch mal Songs in diesem Stil früher gemacht hatte. Aber natürlich hier nicht das große Highlight.
"Exil": hier kommen endlich wieder die Rock- Fans mehr auf ihre Kosten. Die Post geht ab. Einer der besten Songs hier, meiner Meinung nach.
"Die Revolte ist in mir": schnellerer Song; nicht schlecht; aber so doll jetzt auch wieder nicht.
"Warm und grau": düstern wirkender, langsamer, (wieder) "psychedelischerer" Song; aber das war nur der Anfang; denn dann: der Song nimmt Wendungen und gewinnt an Geschwindigkeit, wodurch der Song wieder beeindruckt;
Der gefällige Midtempo- Song "Eine Theorie" hat immerhin so einige, originelle, zumindest lustige Sprachspiele zu bieten.
"Höllenfahrt am Nachmittag" ist wieder ein schneller Song in "alter Toco- Manier", mit altem, typischem, gitarrenlastigen "Grunge"- Rhythmus;
"Neue Zonen": langsamerer, dunklerer Song.
"Wie wir leben wollen". "Titel"- Song; Midtempo.
"Unter dem Sand": "psychedelischer" Schluss- Song; für das Ende dieser Scheibe natürlich sehr passend ("... bin ich am Ziel angelangt"...); der Vorhang fällt; die Show ist zu Ende ("aufbau- technisch" gut gemacht also, das Album).

Die "Tocos" bedienen sich bei diesem Album verschiedensten Einflüssen; und genau so unterschiedlich sind auch die Songs voneinander. Die Band spielt mit verschiedenen Stilen, und bedient sich dabei auch u.A. alten psychedelischen Klangmustern, wie auch Beatles-,vielleicht auch David- Bowie (?)- Einflüssen, u.A. Die Ergebnisse wirken dann aber (fast) immer beeindruckend. Klangtechnisch, bzw. klangästhetisch ist die Band sicherlich eine Klasse für sich: gekonnt der Einsatz von Hall- und anderen Effekten, der Chöre, "Orchestrales", "Sphärisches" (oder wie man das nennen soll), usw. Schnell entwickelt sich dabei ein "Mitsing- Effekt" beim Zuhörer; einige Songs sind wieder starke Ohrwürmer. Die Songs haben voneinander oft stark verschiedenen "Charakter"; der Rock- Fan vermisst hier vielleicht auch die echten Rock- Songs, die hier allerdings eher selten sind; aber immerhin vorkommen.
Man kann sich die Scheibe zumindest einige Male anhören, ohne sich zu langweilen.

Bei den TEXTEN ist es bei "Tocotronic" aber so eine Sache: durch die beeindruckende Musik erwartet der Zuhörer immer eine "besondere", "bedeutungsschwere" oder einfach nur "gute" Message, die aber meist kaum oder nur schwer, bzw. überhaupt nicht erkennbar ist; enttäuscht hat man hier gar das Gefühl, es zumeist gar mit Belanglosikgeiten zu tun zu haben. Zumindest sind die Texte immer sehr eigenwillig. Es fällt aber schwer, sich hier mit etwas zu identifizieren. - Was sehr schade ist; denn dadurch bleibt das "Gesamtkunstwerk" der Songs sehr unvollkommen (sehr gute Musik = leider keine entsprechend guten Texte). Es fällt nicht leicht, hier Aussagen zu "deuten"; Sänger (und wohl auch maßgeblicher Texter) Dirk von Lowtzow macht es Einem wirklich nicht leicht. Die Texte wirken oft schwer zugänglich; neigen oft ins Philosophische; sind voll mit (Insider-) Anspielungen; schwer enträtselbare Codierungen; der "Poetisch- Lyrische" Charakter kann zudem nicht ganz überzeugen. Die Musik würde zudem dazu einladen, auch die Texte thematisch "Romantischer" zu halten; was aber meist nicht so geschieht. Gefühl spielt keine so große Rolle; stattdessen wirkt der Sänger "umständlich- verkopft", und man fragt sich: musste das wirklich sein? Recht anstrengend, die Sache. Die (Rock-) Musik ist zwar oft recht eingängig; doch aufgrund der Themen und der "schwierigen Texte" nicht so ganz "Teenager- tauglich" (eher für "Twens" (oder ältere)). Die eigenwilligen Texte wirken dabei oft leider auch nur albern, und es fällt nicht leicht, die Texte ernst zu nehmen. - Zumindest ist man beim Hören verwirrt und verunsichert. - Man wird dabei das Gefühl einfach nicht los, dass der Sänger Einen hier ein ums andere Mal auf den Arm nehmen will. Doch Vieles wirkt weniger besonders "poetisch", "Intellektuell" oder "philosophisch", als viel mehr "pseudointellektiuell" oder albern. Stellenweise könnte man fast meinen, Helge Schneider hätte für die Texte Pate gestanden! Sprachspiele und Humor sind aber oft Bestandteile der Texte (fast "programmatisch" erinnert sich dabei der Hörer an die Zeile von "Eine Theorie": "... Wörter sind nur Wörter - und trotzdem nicht zu verachten..." - eine "Formel", die auf den Umgang und den "Wert" von Text bei dieser band hat?).
Auch haben die Texte - im Zusammenspiel mit der Musik - hier auch oft einen düsteren "Grundwert". "Politische Aussagen" fallen bei diesem Album zumindest kaum auf. Viele Texte wirken selbstironisch und sind wohl auch oft so gemeint; allerdings kann sich der Hörer da oft nicth so ganz sicher sein, weil Dirk v. Lowtzow ja in Interviews oft darauf besteht, dass die Texte durchaus ernst gemeint wären (!). - Auch wenn man das erst nicht so hätte glauben wollen.
Ein häufiges Thema dieses Albums ist der Tod, bzw. der Umgang damit.
Ich gebe gerne zu: ich mag diese Art der "Textgestaltung" nicht, und finde, die (sehr) gute Musik hätte bessere Texte verdient. Es wäre m.E. gar nicht schlecht, wenn man die Texte für diese schönen Songs mal "austauschen" würde.
Es würde mich jedenfalls nicht wundern, wenn für den relativ geringen Erfolg dieses Albums maßgeblich die Texte verantwortlich wären, von denen die Zuhörer inzwischen einfach "die Nase voll" hätten, weil man mit ihnen zu wenig anfangen kann.
Am auffallend schlechten, ideenlosen Cover-/ Artwork allein kann es jedenfallls nicht gelegen haben.

FAZIT: Mag sein, dass auch eine schlechte Vermarktung dieses Albums der "Tocotronic" mit Schuld an den relativ schwachen Verkäufen und der nur kurzen "Chart- Anwesenheit" dieser Scheibe war; in geringem Umfang könnte es auch das ideenlose Artwork/ Covergestaltung sein; hauptsächlich dürfte das aber an den eigenwilligen Texten liegen, mit denen der Hörer einfach nicht viel anfangen kann, und sich daher kaum damit identifizieren kann. - Die Songs "schreien" aber geradezu nach "höherer Bedeutung"; doch kommt diese nicht durch.
Die Songs an sich sind dabei z.T. sogar gut bis sehr gut. - Mit einigen Highlights, die wieder zu den besten Songs der Band überhaupt zu zählen wären (s.o.). Von den 17 Songs und ca. 70 Minuten Länge des Albums hat ein teil sicherlich wieder Klasse.
Das Album insgesamt erfüllt die Erwartungen vielleicht nicht ganz (im Hinblick auf die 2 wirklich "großen" "Vorgänger- Alben" der Band ("Schall und Wahn" und "Kapitulation"). Dennoch ist es m.E. noch eines der besseren Alben der Band; wenn natürlich auch nicht das Beste.
Wer sich aber vor allem an den z.T. wieder brillanten Sound- Strukturen "berauschen" will, und längst vom "Toco- Sound" "süchtig" geworden ist (was ja schnell passiert), der wird auch an diesem Album wieder seine Freude haben. Auf jeden Fall kann man sich das Album mehrfach anhören, ohne davon gelangweilt zu sein.
Man ist jedoch nach dem Genuss dieses Albums wieder gespannt auf das nächste Album, das ja bereits in diesem Jahr veröffentlicht wurde.

Meine Bewertung: 4,5 / 5 Sternen.
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am 29. Juli 2013
Ich schätze diese Scheibe sehr. Entgegen der Unkenrufe der konservativen Linksfraktion kann ich mit der Entwicklung ihrer Musik durchaus etwas anfangen. Mehr noch: ich finde mich sehr gut wieder, im Prozess des Abarbeitens auf der Leinwand des Lebens in den verschiedenen Lebensphasen.

Der Stillstand ist der Tod. Und somit wäre es für mich nicht nachvollziehbar, wenn Tocotronic in ihrem Alter noch in ihre ursprünglich laute Rotz-Mucke-Kerbe hacken würden.

Für mich höre ich ein sehr wertvolles Album, das den Nagel im Zeichen der Zeit wieder mal auf den Kopf getroffen hat. Neben "Pure Vernunft darf niemals siegen" und dem weißen Album jetzt schon mein Liebling unter den jüngeren Werken. Sauber!

Ich verneige mich in Dankbarkeit und wünsche allen Tocotronics ein erfülltes und aufrechtes Leben.
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am 8. Februar 2013
... tja.... da gehen auch die Tocos dahin.

Gleich vorweg:
Ja, ich bin Tocotronic Fan seit der ersten Platte.
Ja, auch ich habe damals, Palästinenserschals tragend ICH MÖCHTE TEIL EINER JUGENDBEWEGUNG SEIN mitgesungen und war dankbar dafür, das die HAmburger Schule endlich frischen Wind in die grösstenteils langweilige, deutschsprachige Rockmusik gebracht hat.
Der eine Stern kommt jedoch NICHT daher, dass ich von den mittlerweile älter gewordenen Herren immer wieder aufs neue Hymnen der Frustration und schlecht abgemischtes Geschrammel hören will.
Jeder Künstler darf, soll und muss sich weiterentwickeln und jede Band hat selbstverständlich das Recht, ihren Sound zu verändern. Gleichzeitig haben jedoch die Hörer ebenso das Recht, den Künstlern ins Gesicht zu sagen, wenn eine Entwicklung einfach Mist hervorbringt.
Nicht jede Veränderung ist allein schon deswegn toll und begrüssenswert, weil sie eine Veränderung ist.
Oft (man hat das ja auch schon bei den Sternen und Blumfeld erleben müssen) treibt diese Veränderung und Neuorientierung die Künstler in derart langweilige und sinnentleerte Gefilde, dass vom ehemalig frischen, kreativen Esprit einer BAnd nichts mehr übrig bleibt.
Das darf ja gerne jeder anders sehen, aber für mich ist diese letzte Tocotronic LP das definitive Ende meiner langjährigen Liebe zu dieser BAnd.

Der 'neue Sound' ist hierbei gar nicht das Problem.
Mit dem kann ich mich ja durchaus anfreunden, aber (sorry Dirk) die Texte sind absolut unerträglich geworden.
Während auf der vorherigen Alben immernoch zumindest 2 oder 3 richtig gute Songs waren (Im Zweifel für den Zweifel, MAcht es nicht selbst, Mein Ruin) so kann ich auf dieser LP auch nach mehrmaligem Hören keinen einzigen Song ertragen, ohne beinahe peinlich berührt den Kopf zu schütteln.

Reim dich oder ich schlag dich in höchster Perfektion mag ja vielleicht Kunst sein....aber eben nur Kunst um der Kunst willen.
Sinnloses Aneinandergereihe von lyrischen Totgeburten macht nicht automatisch einen guten Text, nur weil es nett und irgendwie abgehoben klingt.

Sucht jemand immernoch nach einer Aussage in den Songs ?
Wenn man mich fragt ist die einzige Aussage auf dem neuen Album, dass sich Dirk komplett vom Prinzip der Aussage verabschiedet hat und nur noch Wortkonstrukte zusammenbastelt, die irgendwie nett klingen.

Da ändern auch reißerische Titel wie DIE REVOLUTION IST IN MIR nichts daran.
Soll vielleicht der Text nur noch als weiteres Klangelement dienen und überhaupt nichts mehr transportieren ?
Soll mit diesen Klangkonstrukten nun auch das Publikum bedient werden, das ursprünglich Pur gehört hat und seit GRAUE WOLKEN auch eine Blumfeld LP besitzt ?

Wenn dem so ist: Bitte, euer gutes Recht, aber das muss ich mir nicht mehr antun.
Das berührt mich nicht mehr, gibt mir nichts mehr, löst nichts mehr aus ausser Resignation und Widerwillen, meinen Ohren das anzutun.

Deutschsprachige BAnds die nette Liedchen mit gefälligen Strukturen und eingängigen Refrains machen gibt es genug.... nur schmerzt es irgendwie, dass ich nun nach Blumfeld und den Sternen auch Tocotronic dazu zählen muss.

EIn Meisterwerk ?
Ich hoffe schwer, das Tocotronic nicht mit diesem Album als MEISTERWERK in die Geschichte eingehen, sondern mit Alben, die wirklich herausragend, kreativ und bewegend waren wie ES IST MIR EGAL, ABER oder sogar noch KOOK.

Dirks leider immer häufiger ins sphärische abdriftender Gesang macht für mich das Ganze noch unerträglicher, passt aber natürlich hervorragend zum Gesamtkonstrukt.

Ich gehöre nicht zu denen, die nach 20 JAhren immer wieder neue Songs wie Freiburg, Es ist einfach Rockmusik oder Ich verabscheue euch wegen eurer Kleinkunst zutiefst hören wollen.
Das war DAMALS gut, DAMALS grossartig.

Songs wie mein Ruin oder im Zweifel für den Zweifel haben auch auf späteren Alben gezeigt, dass da noch hervorragende Songs in neuem Stil, in einem neuen Gewand zu entdecken sind.

Auf dem neuen Album finde ich leider nichts mehr, was Tocotronic einmal ausgemacht hat oder sie von dutzenden anderen BAnds abhebt.

Ich wünsch euch alles Gute, geht den Weg, den ihr meint gehen zu müssen .... aber ab jetzt ohne mich :-)
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am 26. November 2013
Diese Scheibe hat derartig viele Ohrwürmer, kann es fast nicht glauben.
Ja und es ist Tocotronic, zwar nicht wie früher, aber wahrscheinlich ihre beste Platte.
Die Lieder sind zum Teil so wunderschön von der Melodie, vom Text und den Instrumenten, man ist hin und weg.
Zum "nur so mal" anhören ist sie allerdings nur bedingt geeignet, man muss sich reinhören, wird dann aber bestimmt zum Fan ;-)
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am 1. Februar 2013
.. und bei längerem Hören und rezipieren, durchaus das Meisterwerk sein kann, welches die Kritiker überwiegend sehen.

„Wie wir leben wollen“ kommt in der üppigen Limited Deluxe Edition in einer sehr aufwändigen und hochwertigen Version daher. Booklet, Aufmachung und das gesamte Erscheinungsbild wissen zu gefallen. Ähnlich verhält es sich auch mit der Vinyl-Edition, die mit der hochwertigen Verarbeitung dem 10. Studioalbum und dem 20. Jährigen Bandjubiläum gerecht wird.

Musikalisch kann das Album als konsequente Weiterentwicklung verstanden werden. Es dürfte jedem klar sein, der Tocotronic schon lange begleitet, dass die punkigen und sloganhaften Lieder – zumindest auf den Studioalben – der Vergangenheit angehören. „Wie wir leben wollen“ ist eine Mischung aus sanften, melodischen popartigen Songs und durchaus auch rockigen Stücken. Dabei ist auffallend, dass sich Dirks Stimme weiterentwickelt hat und wesentlich feiner und schöner klingt. Die Texte sind zum teil sehr lyrisch, kryptisch, (subtil) humorvoll und bieten dem Zuhörer viel Freiheit in der Interpretation der Texte. Zum Teil sind die Texte jedoch auch sehr eindeutig und die Analogien zum Albumtitel werden sehr deutlich.

Auf eine Einzelkritik der Lieder möchte ich an dieser Stelle verzichten, da sich die Lieder jedem aus seiner eigenen Perspektive erschließen sollten. Meine Favoriten sind jedoch „Abschaffen“, „die Revolte in mir“ und „Warte auf mich auf dem Grund..“.

Tocotronic gelingt das Kunststück, sowohl mit alten und auch neuen Songs zu fesseln und mit jedem Album einen Schritt weiterzugehen, ohne die Wurzeln außen vor zu lassen. Tocotronic ist stets Tocotronic und eine gewisse Handschrift lässt sich in allen Alben wiederfinden.

Dem 20. jährigen Jubiläum tragen sie, glaubt man den Konzerten in Berlin (27.01) und Hamburg (28.01), insofern Rechnung, als das sie aus jeder Schaffensperiode Songs spielen und das neue Album auf den anstehenden Konzerten keinesfalls als dominant anzusehen ist. Mir hat das Konzert in Berlin ausgesprochen gut gefallen. Generell ist Tocotronic meines Erachtens eher eine Liveband, die mit der kraftvollen liveinterpretation ihrer Lieder, einen nochmal ganz anders in den Bann ziehen.

Fazit: Ein würdiges, stilsicheres und lyrisch anspruchsvolles Album zum 20. Jubiläum, welches mit der Zeit wächst und in der Nachbetrachtung sicher als eines der besten Alben gelten wird.
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am 20. Dezember 2013
Die können machen was sie wollen.
Man kann sich über Musik nicht streiten.
Ich liebe Tocotronic.
Auch wenn ich meinem Freundeskreis alleine mit der Meinung darstehe.
Auch für dieses Album volle 5 Sterne!
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am 30. Juli 2015
Tocotronic sind Profis, kennen sich mit jeder Art von postmoderner Theorie und Kunst aus und machen Musi, dass die Lederhose kracht. Für mich eine der besten deutschen Rockbands der Zeit. Das Album ist klasse.
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am 23. Februar 2014
schön, dass sich bands heute noch so viel mühe mit layout machen. einen tocotronic tonträger zu öffnen ist ja oft so, als hätte man geburtstag. aufkleber, poster, t-shirt und...ach irgendwo sind auch cd's / platten.
keine rezension hier! einfach gut gelungen!
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