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am 11. September 2013
Mein französischer Arbeitskollege hatte mir das Buch empfohlen, und obwohl ich der franz. Sprache mächtig bin, entschied ich mich doch lieber für die deutsche Ausgabe. Alles in allem hat mir das Buch sehr gefallen, auch wenn ich dazu sagen muss: man muss es manchmal mit einem kleinen Zwinkern lesen. Ich persönliche bewundere Villani aufgrund seiner Leistungen im Bereich der Mathematik und Physik, er hat jedes Kompliment verdient. Trotzdem wirken einzelne Passagen etwas selbstverliebt ("..gewann ich unter tosendem Beifall ein Tischtennis-Turnier"...), jedoch tat es meinem begeisterten Lesefluß keinen Abbruch. Wer ein reines "Textbuch" erwartet, wird enttäuscht. Villani zeichnet den Weg zur Fields Medaille genau so auf, wie er es erlebt. Dazu gehören email-Passagen mit seinem Kollegen, tex-Formeln (d.h. "gesetzte" Formeln in LaTex) über eine Seite, Argumentationen über die Landau-Dämpfung die kein Mensch versteht, der nicht selbst in dem Metier arbeitet und schließlich auch Exzerpte seiner Veröffentlichungen mit gefühlt dem halben griechischen Alphabet zur Kennzeichnung von Variablen bzw. Parametern. Genau das soll aber auch keiner verstehen, denn letztlich zeigt Villani auch den inneren Kampf auf, Kränkungen der Eitelkeit aufgrund der ersten Ablehnung einer Veröffentlichung in einem populärem Mathematik-Journal und die Obsession, mit der er sein Ziel, die Fields Medaille, erreichen will.
Ich empfehle das Buch all jenen Lesern, die im Bereich Mathematik, Informatik und Physik arbeiten (und vielleicht sogar im universitären Forschungsgebiet). Ein Roman oder Autobiographie im klassischen Sinne ist es nicht.
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am 30. Juni 2013
Das Buch ist ansich sehr interessant, allerdings nicht wirklich ansprechend geschrieben. Wenn man sich mit der Materie ein winig auskennt, kommmt man schon gut mit, es ist trotzdem eine kleine Qual, da es sehr trocken geschrieben wird und die Leidenschaft nicht wirklich rüber kommt...
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am 3. Februar 2014
Gleich vorab: Das Buch ist auch für Laien geeignet. Es geht hier jedoch nicht darum dem Leser die Mathematik inhaltlich näher zu bringen, sondern viel mehr die Menschen, die hinter der Mathematik stehen.

Man bekommt einen guten Einblick darin wie heute in der Mathematik geforscht wird.
Der Schreibstil des Autors ist sehr angenehm und das Buch liest sich wunderbar in einem Rutsch weg.
Stellenweise wird es sogar richtig spannend. Der Autor versteht es den Leser mit seiner Begeisterung anzustecken.
Ich selber erkannte keinerlei Selbstbeweihräucherung des Autors. Da sind mir einige Rezensionen unverständlich.

Ich hätte 5 Sterne gegeben, wenn da nicht ein Teil der E-Mail Korrespondenz im LaTex-Quellcode abgedruckt wäre.
Das ist wohl aber eher dem Verlag zu verdanken.

Insgesamt ist das Buch sehr empfehlenswert. Man erhält einen umfassenden und persönlichen Eindruck von mathematischer Forschung.
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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am 14. Mai 2013
Das Buch gibt einen einblick in eine mögliche Arbeitsweise eines Mathematikers. Anfangs sehr interessant, später auch noch, mit vielen, für mich unverständlichen Formeln und Ausführungen. Dies habe ich aber so akzeptiert. Insgesamt sehr unterhaltsam.
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am 10. März 2014
Ich verstehe die teilweise sehr guten Kritiken des Buches nicht wirklich.
Obwohl mathematisch und naturwissenschaftlich gebildet und interessiert, sprang der Funke bei mir nicht über.
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am 20. Juni 2017
habe ich dieses Buch beim Besuch eines Flohmarktes und dacht mir, beim Preis von einem Euro macht man nix verkehrt. Den Hinweis des Verkäufers, das sei sowieso unverständliches Fachidiotenkauderwelsch habe ich ignoriert weil ich wissen wollte, wie ein zeitgenössischer Star der Wissenschaft an so ein ehrgeiziges Projekt wie den Gewinn der Fields-Medaille herangeht. Von Villiani hatte ich schon vor einiger Zeit gehört und so traf mich das Buch nicht ganz unvorbereitet.

Ich bin für ein Forschungsinstitut, welches sich im Rahmen der Umweltforschung u. a. mit den Strömungsverhalten unterschiedlicher Medien verschiedener Aggregatzustände in materialverschiedenen Räumen befasst tätig und von daher kein blutiger Laie oder Anfänger in den Naturwissenschaften.

So dachte ich.

Doch wenn hier der Autor über sein Fachgebiet schreibt und vor allem, wenn er zur Illustration (wessen auch immer???) seitenlang latexgespickte Mails abdrucken lässt, ist auch jemand mit guter Vorbildung sehr schnell überfordert und versteht dann nur noch den sprichwörtlichen Bahnhof.

Die Beschreibung seines persönlichen und beruflichen Umfeldes war leidlich interessant und ich dachte oftmals: " Der gute Cedric ist in seinen Momenten als Nichtwissenschaftler halt auch nur so'n Durchschnittstyp, vielleicht mit ein paar Macken mehr ausgestattet als der Rest der Menschheit."

Meine Meinung um Buch: als Momentaufnahme des Lebens des Wissenschaftlers Villiani kaum von großem Unterhaltungswert, als Lektüre für den fachlich Interessierten so gut wie nicht verständlich, vor allem deshalb, weil man einfach noch nicht mal feststellen kann, wo man seine Lücken hat oder wo es einem am nötigen Vorwissen mangelt. Der gute Cedric ist wie ein Olympiasieger im Reckturnen, der einer Riege Bundesjugendspieleturnern mal zeigt, wo der Hansl den Most holt.

Ist das nun nur gedankenloses Handeln eines Stars oder ist der Gute einfach ein Prahlhans, wenn auch ein genialer?
Gerecht wäre es hier 2,5 Punkte vergeben zu können. Da ich dem guten Cedric mal keine Prahlsucht unterstellen will, sondern hoffe, seine Begeisterung für sein Fachgebiet hat ihn einfach vergessen lassen, was Normalsterbliche zu verstehen in der Lage sind, runde ich hier mal auf drei Sterne auf.
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am 13. Mai 2013
Tja Cedric,
endlich mal einer, der vom alltäglichen Dasein des heutigen Mathematikers schreibt.
Das Buch ist für Spezialisten!!
Glückwunsch für die Fieldsmedaille!
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am 5. Mai 2013
Deutschland war einmal das Land von Carl Friedrich Gauß, Bernhard Riemann, Georg Cantor, David Hilbert, Felix Klein ... . Und heute ? Ein Land, in dem es einfach obergeil ist, von Mathe - freundlich ausgedrückt - keinen Schimmer zu haben. Gerade C- und D-Promis verkünden stets, in Mathe immer schlecht gewesen zu sein. Immerhin hat es dieses Land auf eine unerklärliche Weise geschafft, einen Fields-Preisträger hervor zu bringen (Gerd Faltings).

Aber auch dies täuscht nicht über ein Bildungssystem hinweg, dass auch bzgl. des Schulfaches Mathematik einfach nur noch zum Gotterbarmen ist. (Mathematische) Allgemeinbildung in der Breite der Bevölkerung - Fehlanzeige !!

Und jetzt dieses Buch und in diesem Lande ! Es ist schon mutig, in Deutschland ein solches Buch heraus zu bringen. Gratulation an den Verlag.

Es geht in diesem Buch um mathematische Physik, also um die Beschreibung physikalischer Vorgänge mittels mathematischer Strukturen. Und es geht reichlich rücksichtslos gegenüber dem Leser darum. Ein beigefügtes Glossar wäre hilfreich gewesen und hätte verhindert, dass man bei der Lektüre oft zu einem Physikbuch greifen muss, dass die Beschäftigung mit dem Stoff nicht von der Beherrschung des mathematischen Apparates abhängig macht (es gibt in der theoretischen Physik auch solche Bücher).

Es ist eine Selbstdarstellung in Tagebuchform; ein gewöhnungsbedürftiger Stil. Und es ist ein Psychogramm des Autors, der ein Ziel verfolgt: die Fields-Medaille, der "Nobelpreis für Mathematik". Gelegentlich fragt man sich, ob der Autor ein Problem lösen will, weil es ihn interessiert oder weil man damit Anerkennung erlangen kann. Was ist eigentlich schief gelaufen in seiner Kindheit, das er so nach Anerkennung hecheln muss ?!

Gerade das macht es auch so schwer, die Selbstverliebtheit in der Darstellung richtig zu bewerten.

Aber es geht nicht um Psychologie sondern um Mathematik. Und weil es darum geht, ist vorgezeichnet, dass es hierzulande eine relativ eingeschränkte Leserschaft haben wird und der Kreis derer, die das Buch tatsächlich in allen seinen Facetten verstehen werden, ist noch einmal eine echte Teilmenge davon.

Ich möchte dieses Buch der geneigten Leserschaft nicht abspenstig machen. Möge man es lesen. Es ist auf jeden Fall ein "Abenteuer der Erkenntnis" (Einstein): in der Mathematik, der Physik und - der Psychologie.

Und wenn man es beim ersten Mal nicht versteht (das ist ein Merkmal der Mathematik überhaupt) ? Es hat noch nie jemandem geschadet, etwas zweimal zu lesen - keinem Leser und keinem Buch.
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am 2. Dezember 2015
Es ist interessant, wie unterschiedlich die Meinungen zu diesem Buch sind. Das Buch wirkte auf mich sehr lebendig und spannend. Cedric Villani sagte in einem Interview, das Buch sollte so wirken wie auf seinen Sohn, wenn er ihn mit ins Büro nehmen würde. Dann könnte er die ganze Zeit zuschauen was der Papa macht --- das Kind würde natürlich nicht alles verstehen, aber trotzdem Gespräche über Mathematik hören; Formeln, Bilder und rätselhafte Symbole an der Tafel sehen, etc. - und dadurch ein Bild von dem bekommen, was Cedric treibt. Das Buch wirkt tatsächlich so. Im Buch ist aber man nicht nur in Cedrics Büro, sondern mit ihm auf der ganzen Welt und auf den Straßen und in den Metros und Zügen von Paris - viel zu reisen gehört dazu, wenn man Mathematik treibt.
Ganz interessant fand ich die lange Auflistung einiger seiner beliebtesten Musiktiteln.
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am 22. Juli 2013
Wenn Villani uns hier an seinen Gedankengängen teilhaben lässt, hängt er zumindest mich (Dipl.-Math. mit Schwerpunktfach Physik, Studium aber schon ~20 Jahre her) über weite Strecken derartig schnell ab, eigentlich schon ab der zweiten Seite in Kapitel 1, dass ich in einzelnen Passagen buchstäblich kein Wort verstehe. Er erklärt auch nicht allzuviel (vaD nicht die erklärungsbedürftigen Teile) und das didaktische Konzept, sofern es eins gibt, hat zumindest bei mir nicht gegriffen.

Damit sind sehr viele Seiten des Buches für einen Großteil der Leser schlicht unverständlich, so weit hänge ich mich dann doch aus dem Fenster. Das hat zum Beispiel Simon Singh mit "Fermats letzter Satz" erheblich besser hinbekommen, und der Beweis dazu ist auch schwere Kost.

Dennoch finde ich "Das lebendige Theorem" nicht schlecht: Man erhält einen Blick in den Kopf eines äußerst selbstbewussten Genies und seiner Denkprozesse und bekommt ein ganz gutes Gefühl dafür, auf welch verschlungenen Pfaden Fortschritte in einer derart weit entwickelten Wissenschaft heutzutage überhaupt erzielt werden können.

Ich fühlte mich an die Lektüre von Stephen Hawkings Klassiker "Eine kurze Geschichte der Zeit" erinnert: in vielen wichtigen Passagen unverständlich aber dennoch ziemlich unterhaltsam...
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