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am 25. Januar 2013
Die Canon EOS 6D ist auf den ersten Blick ein Mauerblümchen: Die Spezifikationen auf dem Datenblatt lesen sich (abgesehen von WLAN und GPS) so, als sei die Kamera in vielen Punkten nichts Halbes und nichts Ganzes. Ich habe diese Punkte hier einmal zusammengestellt und will Ihnen aus meiner Perspektive zeigen, ob Sie tatsächlich ins Gewicht fallen. Noch kurz zu meinem Profil: Ich arbeite hauptberuflich als Dozent an einer Universität, wo ich schwerpunktmäßig Theorie und Praxis der Fotografie unterrichte. Privat komme ich paradoxerweise meist nur noch im Urlaub zum Fotografieren. Die Kamera sollte daher möglichst reisetauglich sein, einen funktionalen Autofokus haben und natürlich über einen zeitgemäßen Sensor verfügen, der das Beste aus meinen (doch recht zahlreichen) Objektiven herausholt. Hier also meine Eindrücke zu besonders intensiv diskutierten Punkten:

- Sucher. Leider nur 97 Prozent, im Vergleich zur Canon EOS 5D II oder auch den direkten Nikon-Vollformatkonkurrenten ein Rückschritt. Weitaus praxisrelevanter ist jedoch, dass der Sucher sehr hell ausfällt und alle Informationen dort präsentiert, wo ich sie als Fotograf brauche. Der Unterschied zu professionellen Gehäusen ist nahezu irrelevant.

- Body. Das Gehäuse ist stark an die EOS 60D angelehnt, was ich persönlich begrüße. Es ist verhältnismäßig klein, dennoch mit großen Händen gut zu bedienen und wirkt von der Tastenanordnung wohl sortiert. Ich kann daher schnell mit der Kamera kommunizieren und werde nicht durch überflüssige Features abgelenkt. Die Haptik ist weitaus kunstofflastiger als beispielsweise bei meiner EOS 1Ds Mark II - aber deren Robustheit habe ich trotz Zehntausenden von Auslösungen noch nie gebraucht. Sie sollten sich also fragen, ob Sie tatsächlich die staubige Rally Paris Dakar fotografieren und ihre Kamera auf Kriegseinsätzen herumtragen. Sollte dies nicht der Fall sein, wird sie dieser Body bei normaler Beanspruchung jahrelang begleiten.

- Verschluss. Die Kamera packt nur 1/4000 Sekunde im Normalbetrieb und nur 1/180 Sekunde Blitzsynchronzeit. Auch hier ist die hausinterne und -externe Konkurrenz schneller - aber selbst im professionellen Einsatz reichen beide Werte meist völlig.

- Autofokus. Hier ist der erste Punkt, wo Sie tatsächlich Ihr Anwendungsziel unter die Lupe nehmen müssen. Nur 11 Autofokusfelder, und davon auch nur ein Kreuzsensor, der dafür besonders lichtempfindlich ist. Sollten Sie schwerpunktmäßig Rennwägen, Pferderennen, Fußballspiele oder Flugshows fotografieren, sind Sie vermutlich eine Leistungsklasse höher (5D III) besser aufgehoben. Bei mir kommen derartige Situationen relativ selten vor (und wenn weiß ich, wie man durch Vorfokussieren und Abblenden dennoch zum Ziel kommt). Für mich ist weitaus wichtiger, dass der AF sein Ziel zuverlässig trifft und leicht zu programmieren ist - was beides zutrifft.

- Videofunktion. Für Gelegenheitsnutzer hervorragend, etwa auf dem Level der Canon EOS 5D Mark II. Für Profis wegen stärkerer Neigung zu Moiré-Effekten und fehlender Kopfhörerbuchse eher ungeeignet. Da ich diese Funktion kaum nutze, kann ich mit den Einschränkungen des Sensors an dieser Stelle gut leben.

- Bildqualität. Deutlich besser als die 5D II, in einzelnen Testberichten im Lowlight-Bereich sogar eine halbe Blende besser als die 5D III. Dank relativ leisem Silent-Mode daher eine nahezu perfekte Lowlight-Maschine. Mit lichtstarken Festbrennweiten ein Traum.

- Speichermedium. Nur ein Kartenslot (SD-Karte) wird oft als Gegenargument genannt. In mittlerweile 15 Jahren Digitalfotografie habe ich es noch nicht ein Mal geschafft, eine Speicherkarte kaputtzumachen. Man muss also trotz fehlender zweiter Karte nicht in Angst und Schrecken leben. Sollten Sie jedoch überlebenswichtige Dinge fotografieren (dazu zählen bekanntlich auch Hochzeitsfotos, wo bei Datenverlust schnell Tränen fließen), könnte dies dennoch ein Killerargument gegen die 6D sein.

- WLAN und GPS. Weitaus weniger relevant als beim Kauf von mir gedacht. Nette Gimmicks, die sich vielleicht einmal als nützlich erweisen. Wegen (technikbedingter) Latenz zwischen Kamera und Eingabegerät (etwa Smartphone/Tablet) ist die WLAN-Funktion für mich vielleicht einmal interessant bei der Bildbetrachtung auf Reisen.

Unter dem Strich würde ich sagen: Eine unaufgeregte Kamera ohne zu viel Schnickschnack, die schnell reagiert und das tut, was ich möchte. Die Bildqualität ist mit Zoomobjektiven wie dem 16-35L II 2,8 oder dem 70-300L 4-5,6, aber auch mit Festbrennweiten wie dem 50 1,4 oder dem 85 1,8 absolut herausragend. Der Kauf dieser Kamera (in Kombination mit dem Pancake 40 2,8) gibt mir die Möglichkeit, endlich eine kompakte Vollformatkamera mit geringem Gewicht fast immer dabei zu haben. Von mir bekommt die Kamera daher eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

Sollten Sie Ihre Gedanken zur Canon EOS 6D mit mir teilen wollen, freue ich mich auf Ihre Kommentare!
5150+ kommentare| 1.338 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Februar 2016
Ich habe mir hier bei Amazon das obige Kit gekauft - eine klasse Kombination. Die EOS 6D ist eine (für Canon-Verhältnisse) leichte Reisekamera, das Kit-Objektiv perfekt für jeden Urlaub.
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am 14. August 2013
Umstieg von Crop auf Vollformat?
Bei der Entscheidung sollt im Vordergrund stehen für welche Zwecke man eine Kamera der gehobenen Preisklasse benötigt, denn die 5D MkIII und die 6D trennen knapp 1000 €. Ich bin ein ambitionierter Hobbyfotograf der hauptsächlich in der Natur unterwegs ist und selten mal auf Hochzeiten aushilft und natürlich auf Reisen gerne fotografiert.
Ich möchte nun nach mehreren 1000 Auslösungen berichten warum ich den Kauf nicht bereue.

Übersicht: (+ Top / o Ausreichend / - Negativ)

+ Bildqualität (Auflösung/Rauschen/dynamischer Umfang)
+ kompakt und leicht für einer Vollformatkamera
+ WLAN u. GPS
o Sucherbild und Autofokus
o Bilder/Sekunde
o Preis/Leistungsverhältnis

Bildqualität:

-Die 20.2 Megapixel machen mit dem richtigen Objektiv sehr scharfe Fotos und lassen bei der Nachbearbeitung viel Spielraum für das Beschneiden von Motiven.
-Das Rauschverhalten ist ebenfalls ein Genuss. Man muss schon genau hinschauen um bei ISO 1.600 ein leichtes Rauschen zu finden. Falls man mal gezwungen ist ISO 25.600 zu nutzen ist das bei kleinen Fotodrucks auch nicht zu erkennen.
-Der Dynamikumfang im RAW-Modus ist auch sehr gut. Bei der Nachbearbeitung am PC ist somit der Kreativität viel Freiraum gegeben.

Verarbeitung/Features:

-Die kompakte Bauweise gefällt mir sehr gut. Die Kamera liegt gut in der Hand und nach etwas Eingewöhnungszeit trifft man jeden Knopf während man durch den Sucher schaut (z.B.: ISO-Knopf).
-Das fehlende Schwenkdisplay kann durch die WLAN–Funktion ersetzt werden. Somit erspart man sich ein Verschleißteil mehr an der Kamera.
-97% Sucherbild? Warum man hier nicht 100% wie bei der 5D MkIII schafft kann ich auch nicht sagen. Nur so viel: Hätte ich das nicht irgendwo aufgeschnappt, dann wäre es mir wohl nie aufgefallen.
-Autofokus ist für meine Ansprüche ausreichend. Wer sehr viel Sport- u. Aktionfotografie betreibt ist mit der 5D MkIII besser bedient. Das gilt auch für die Bilder pro Sekunde.
-Der eine SD-Speicher-Slot kann natürlich mit SDXC-Karten bestückt werden.
-1/4000-30s kann bei der Belichtungszeit eingestellt werden. Der BULB-Modus hat einen eigenen Slot.

Gimmicks:
-Die WLAN-Funktion über Smartphone, Tablet, usw. funktioniert spielend leicht. Ich benutze gerne diese Funktion als Ersatz eines Klapp-Displays oder auch als Fernauslöser. Am Anfang hatte ich dies nur als Spielerei empfunden doch es biete ungeahnte Möglichkeiten. Gerade in Situationen wo es nicht mehr möglich ist durch den Sucher oder über LiveView die Bildgestaltung zu bestimmen, kann hier ein entscheidender Vorteil entstehen.
-Die GPS-Funktion funktioniert ohne Probleme und ist auch ausreichend genau. Ich benutze die nur auf Reisen und schalte sie auch aus wenn die Kamera nicht benötigt wird, denn sie frisst nun mal Strom.

Preis:
-Die Kamera ist nun mal für eine andere Zielgruppe konzipiert als die 5D MkIII, was ich auch sehr begrüße. Die knapp 1000€ Unterschied kann man lieber in ein nettes Objektiv stecken ;) . Man hat zwar einige Einbußen gegenüber der 5D MkIII aber auch zwei nette Spielereinen, wobei die WLAN-Funktion sich nun mal prima für das kreative fotografieren eignen. Das Preis/Leistungsverhältnis ist daher fair.

Fazit: Die perfekte Vollformatkamera für Einsteiger die es lieben kreativ zu fotografieren. Für Presse und Aktionfotografie lohnt sich die Investition für die 5D MkIII. Ich vergebe hier 5 Sterne, da diese Kamera mir einfach sehr viel Spaß macht und für meine Anwendungen optimal ist (Bildqualität ist für mich entscheidend).

Ich hoffe ich konnte bei Ihrer Entscheidung weiterhelfen. Bei Fragen und Kritik werde ich versuchen diese zu beantworten.
66 Kommentare| 518 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Februar 2017
Dies ist die momentan günstigste Vollformat-Kamera von Canon, die ich wärmstens empfehlen kann.

Ich beschränke mich hier nur kurz auf die Minuspunkte:

- Autofokus durch sehr wenige AF-Punkte nicht mehr zeitgemäß, daher nicht sehr gut geeignet für alles was sich schnell bewegt oder Videos.
- Kein Klappdisplay, also weniger gut für kreative Aufnahmen vom Boden her oder anderen speziellen Winkeln (jedoch gibt es eine App und man kann die Kamera vom Handy aus steuern).
- Kein integrierter Blitz (was mich nicht stört, aber zur Info)

Für wen ist die Kamera geeignet? Landschafts, Architektur, Portrait und Reisefotografen.
Für wen ist die Kamera nicht geeignet? Leute die hauptsächlich Videos drehen und sich schnell bewegende Dinge fotografieren, wie Sport, Tiere oder Kinder.
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am 1. Februar 2016
Tolle Kamera für den "kleinen" Geldbeutel, wenn es um den Einstieg ins Vollformat geht. Sonderfunktionen wie Wifi funktionieren einwandfrei, leise Auslösefunktion, den fehlende interne Blitz habe ich schnell vergessen, wenn man die Fotografie ernst nimmt, dann benötigt man diesen auch nicht, außerdem bekomme ich mit höherem ISO eine tolle Bilderqualität. Sie liegt gut in der Hand und die Tasten sind gut zu bedienen und mit den eigenen Wünschen der Funktionen zu programmieren. Absolute Kaufempfehlung
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am 7. November 2016
Hatte schon einige APS C Cameras,jetzt habe ich noch die Sony SLT A77-2,mit einer menge an Minolta Objektiven.Da ich gerne Street Fotos mache,dachte ich das Canon EOS 6D,genau das richtige für mich sein würde.Nachts durch Berlin,ISO 6400+12800.Prüfung bestanden,wenn man keine Lust hat mit einem Stativ durch die Stadt zu ziehen,oder aus anderen Gründen(Sicherheit),ist die Canon wohl in dieser Preisklasse unschlagbar.Nach Meinung vieler Experten,soll der Auto Focus,eine Lahme Ente sein,Pana GH3,Sony SLT A 77-2,nur um einige zu nennen,sind auch nicht Schneller oder Treffsicherer!Der Auto Focus ist selbst im Lichtschwachen bereich unglaublich Schnell,und Treffsicher!Ich war sehr Überrascht.
Bedienung-Wenn man sich mit der Materie ein bisschen Auskennt,dürfte die Bedienung keine Schwierigkeit sein.Sehr Handlich,Relativ leicht,und im Gegensatz zu Panasonic verstellt man aus Versehen keine Tasten.Trotzdem ist es möglich alles Individuell Einzustellen.Und was ganz Wichtig ist,durch die Relativ geringe Auflösung von 20,2 MP,(manche VF kommen auf 36+mehr MP)muß man nicht unbedingt,Hochleistungs Objektive nehmen.!Die Canon 6D+24-105 MM+das Tamron 70-300+noch ein Ersatzakku,weniger als 2500 Euro.Ein bisschen Geld ,ist sogar noch übrig.Hobbyfotografen,die auf Modernen Schnick Schnack gerne Verzichten-wie ZB 18 Fotos pro Sekunde,4 K Videos,Touch Display und was es noch so gibt,die sind meiner Meinung nach mit dieser Canon gut beraten.Altmodisch ist diese Canon schon etwas,aber--das was sie machen soll,macht sie sehr gut.Und das ist für mich das Wichtigste.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Februar 2016
Mein Profil: bin ambitionierter Hobbyfotograf und seit dem Jugendalter mit den damals noch analogen Spiegelreflexkameras groß geworden. Bei einer SLR sind mir zwei Dinge extrem wichtig: dass ich durch den Sucher genau das sehe, was ich hinterher aufnehme und dass die Auslöseverzögerung möglichst schnell ist. Dazu noch gute Aufnahmequalität auch bei schlechten Lichtverhältnissen und hohen ISO-Zahlen. Mein Einsatzgebiet ist vielfältig: von Naturaufnahmen im Fern- und Macrobereich, Tiere (bevorzugt meine Katzen drinnen und draußen) sowie Hallensport. Aus diesen Gründen lasse ich sowohl Live View als auch die Videofunktion bei meiner Bewertung weg, da ich beides nicht nutze.

Meine bisher genutzten digitalen SLRs waren: Canon EOS 300D, 400D, 550D sowie bis vor einem Jahr die 50D. In meinem Familienumfeld befanden/befinden sich noch eine 350D, eine 1100D, eine 700D sowie eine Sony Alpha 58, mit denen ich auch schon das eine oder andere Bild gemacht habe. Nach langen Überlegungen, Lesen von Tests und x-Rezensionen (danke auch den vielen Rezensenten hier auf Amazon) habe ich vor ca. einem Jahr die EOS 6D zugelegt (nur Gehäuse, ich hatte von meiner 50D noch das EF 28-135, aber dazu später mehr).

Nach dem einen Jahr Benutzung der 6D kann ich eines mit Überzeugung sagen: ja, ich würde sie wieder kaufen! Aber nun von Beginn an.

1. Erster Eindruck, Haptik/Ein- bzw. Umgewöhnung:
Von Gewicht und Haptik ist die 6D der 50D recht ähnlich, sprich auch ähnlich gut. Die 6D wirkt gut verarbeitet, der Kunststoff hochwertig. Im Vergleich zu den kleinen und leichten Gehäuse der dreistelligen Canon-Serie ist das Gehäuse etwas größer und schwerer, was ich für mich persönlich als klaren Vorteil sehe. Man hat "etwas in der Hand", ohne dass es aber ein Gewichtsmonster ist. Auch nach längeren Unternehmungen habe ich nicht das Gefühl, mit dem Foto um den Hals schlapp zu machen. Die Bedienknöpfe sind der 50D nicht unähnlich, nur dass der Joystick weggefallen ist, was viele bedauern. Ich nicht! Meiner Meinung nach ist die Lösung mit dem großen Drehrad (DAS möchte ich nicht mehr missen) mit den vier Wipptasten im Innern geschickter und schneller, aber das ist natürlich Ansichtssache. Lediglich diese vier Wipptasten wirken etwas klapperig und billig, sie funktionieren aber einwandfrei. Die Locktaste an der 6D benötige ich nicht, dass man das Drehrad zur Programmverstellung erst verstellen kann, wenn man auf den Innenknopf drückt, ist nach kurzer Zeit verinnerlicht.
Geschickt gelöst ist auch die Vertiefung auf der ISO-Taste. Diese ist leicht zu finden, beim Gedrückhalten wird der ISO-Wert dann über das vordere Drehrad vor dem Auslöser verstellt.
Und ja, es gibt keinen CF-Slot mehr. Wie schon ein anderer Rezensent bemerkte, die SD-Karten sind eher "verlieranfällig". Andererseits: SD/SDHC ist heutiger Standard, man bekommt diese Karten auch in den schnelleren Varianten zu günstigen Preisen. Außerdem benötigt man keinen Kartenleser mehr mit CF-Slot, der auch nicht mehr so verbreitet ist. Meine aktuell genutzte Karte: eine Samsung 32 GB Class 6 in besonders robuster Bauart. Auf diese passen über 4800 Bilder in der höchsten Auflösung (ohne RAW). Einen zweiten Kartenslot z.B. als Notfallbackup benötige ich nicht, bisher hatte ich noch nie einen Bilderverlust oder defekte Karten.

2. Menü/Akku/Display
Das Menü (Firmwarestand 1.1.6) ist sehr umfangreich, man kan die einzelnen Tasten recht individuell belegen. Mit der Q-Taste bewegt man sich in den Aufnahmeeinstellungen recht schnell hin- und her. Mit den Wipptasten springt man von Funktion zu Funktion, das äußere Drehrad verstellt diese im Einzelnen. Gewöhnt man sich schnell dran.
Das Display ist brilliant und zeigt einem (nach Vergrößerung über die Lupenfunktion) sofort, ob ein Bild scharf ist oder nicht. Natürlich ist es bei hellem Sonnenschein nicht mehr so gut ables- bzw. sichtbar. Geschützt wird das Display bei mir mit einem Echtglas, das man für 10-15 EUR bekommt. So kann keine Gürtelschnalle diesem etwas anhaben.
Der Sucher sowie das Suchergummi passen auch für mich als Brillenträger gut, endlich wird das Motiv überwiegend auch so dargestellt wie nachher aufgenommen. Die paar Prozente, die fehlen, spielen im Foto-Alltag selten eine Rolle.
Die Akkulaufzeit empfinde ich als überragend (GPS/WLAN ausgeschaltet). 800-900 Bilder, das ist klasse. Auch wenn der Foto mal eine Weile nicht benutzt ist, ist der Akku immer noch recht voll. Das konnte meine 50D lange nicht so gut, die hielt grad mal die Hälfte, wenn überhaupt.
Die WLAN-Funktion ist übrigens sehr geschickt, im mit der 6D gemachte Bilder in Kürze aufs Smartphone zu übertragen, um diese dann darüber weiterzusenden. Das Smartphone erkennt die 6D als separates WLAN, man muss auch ein Passwort eingeben, das die Kamera ausgibt, dann erhält man Zugriff. Wie gesagt, hinterher nicht vergessen, die Funktion wieder abzuschalten, um den Akku zu schonen.

3. Autofocus/Bildqualität/ISO-Einstellungen
Über den Autofocus der 6D mit nur einem Kreuzsensor wurde ja schon viel geschrieben bzw. darüber diskutiert. Klar ist: Canon definiert die 6D als Reisekamera, was auch dadurch verdeutlicht wird, dass die Serienbildgeschwindigkeit nicht die schnellste ist. Selbst meine 50D war ca. 1-1,5 Bilder/Sekunde schneller. Das muss man wissen und genau so akzeptieren! Hinterher lamentieren bringt relativ wenig. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es mehr Autofocuspunkte gäbe, wie es z.B. die (recht günstige) Sony Alpha 58 meiner Frau hat, bei der es nur recht wenig Ausschuß durch unscharfe Bilder gibt. Zurück zur Canon: mit dieser muss man mit verschiedenen Motiven, bevorzugt schnelle und bewegte, üben und probieren, man wird mit der Zeit besser bzw. der Auschuß geringer.
Ebenso muss einem klar sein, dass der Bokeh-Effekt mit dem Vollformatsensor der 6D relativ stark ist. Das ist an sich gut, aber aufgrund des nicht immer sitzenden Autofocus kommt es öfter vor, dass das gewünschte Motiv dann selbst bei halb geschlossener Blende leicht unscharf ist. Der Korridor, in dem das Motiv scharf ist, ist bei der 6D relativ klein, auf jeden Fall kleiner als an Crop-Kameras. Damit muss man auch leben bzw. sich daran gewöhnen.
Aber zum Glück ist die 6D ja das absolute ISO-Monster. Wo andere Kameras, z.B. bei > ISO 1600, schlappmachen, da läuft die 6D zu absoluter Hochform auf. Bilder auch in höheren ISO-Regionen noch absolut scharf, und dadurch kann man den Einsatz von offenen Blendeneinstellungen zugunsten von mehr Tiefenschärfe vermeiden. Ebenso gibt es einem die Möglichkeit, auch in Innenräumen ohne Blitz zu fotografieren. Ja, die 6D hat keinen integrierten Blitz, das sollte inzwischen bekannt sein. Ja, es gibt Momente, in dem man diesen mal kurz gebrauchen könnte. HIer hat die etwas teurere Konkurrenz (Nikon 750D) die Nase vorn.
Die Bildqualität empfinde ich als überragend. Beim Vergrößern von Bildern ist selbst bei größter Vergrößerung am PC kaum ein Treppeneffekt zu sehen. Hier kann das Crop-Format in keinem Fall mithalten, man erkennt einen deutlichen Unterschied. Alleine das ist mir die 6D wert!

Natürlich gehört zu einer guten Bildqualität auch das entsprechende Objektiv. Nachdem ich zu Beginn meiner "6D-Ära" mit dem EF 28-135 begonnen hatte, war ich nur einigermaßen zufrieden, konnte dann nach Kauf des L 24-105 nochmal eine spürbare Steigerung der Bilder feststellen. Dies ist mein absolutes Immerdrauf, mit dem ich so gut wie alle Situationen abbilden kann. Für besondere Innenaufnahmen nutze ich noch das Canon Pancake 2,8 40mm, eine nette kleine aber lichtstarke Linse.

Schlußfazit: der Umstieg von Crop auf Vollformat hat sich definitiv gelohnt, trotz des recht hohen Einstiegspreises für das 6D-Gehäuse. Selbst der mittelmäßige Autofocus kann dies nicht trüben, im Gegenzug dazu entpuppt sich die 6D als absolutes ISO-Monster, das einem vielfältige Möglichkeiten eröffnet. Somit vergebe ich 5 Sterne und kann die Kamera guten Gewissens empfehlen.

Abschließend noch folgende Bitte: sollten Sie in dieser Rezension einen Fehler oder einen Kritikpunkt finden, setzen Sie sich über die Kommentarfunktion mit mir in Verbindung, anstatt lediglich Nicht-hilfreich zu klicken. Nur über Feedback kann ich die Rezension verbessern, vielen Dank!
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am 13. Juni 2015
Auf dem Papier liest sich die 6D wenig spektakulär. Vor allem wenn man eine D750 dagegen hält. Aber in der Praxis ist sie eine überzeugende Kleinbildkamera, die ich jederzeit der D750 vorziehen würde. Zusammen mit dem 135mm F2 bekommt man eine Portraitkombi die out of cam oder direkt nach dem Öffnen in Lightroom kontrastreiche beinahe schon überscharfe Bilder liefert. Und zwar ab Offenblende. Ich habe die D750 parallel testen können und was von ihr bleibt, ist die faszinierende Möglichkeit 5 Blenden aufhellen zu können, ohne dass Farbrauschen in den Weg kommt. Allerdings ist das ein Feature, das ich noch nie gebraucht habe und zudem bezahlt man das mit sichtbar flacheren Bildern, denen es sichtbar an Kontrast mangelt. Manche mögen das für einen Vorteil halten, da man da nachträglich noch ganz viel an Kontrast und Klarheit schrauben kann. Mich stört das in meinem Workflow allerdings stark und ich bevorzuge die deutlich knackigeren Bilder aus der 6D, die zwar nicht mehr ganz so viel Nachbearbeitung vertragen aber mein Motto ist ohnehin: Fix it during shooting not in post. Belichtet man sauber, zeigt die 6D zudem bei ISO6400 und auch bei ISO12800 deutlich mehr Detail und Farbstabilität als die D750. Auch sind die Hauttöne für mich als Portraitfotografen sichtbar angenehmer als bei der D750, die wie alle Nikons einen leichten Grünstich hat. Die 6D hat zwar nur einen zentralen Kreuzsensor, der aber schneller und treffsicherer ist als das Nikon AF-System. Wenn man fokussieren und verschwenken ein paar mal geübt hat, ist das ohnehin schneller als ein AF-Feld manuell auszuwählen. Außermittige AF Auswahl gelingt am besten mit einem Touchscreen wie bei der E-M5 und Co.

Der Auslöser ist sehr leise, WiFi und GPS sind brauchbar implementiert. Nur die lahme Blitzsynchro nervt, vor allem wenn man von der E-M1 1/320 gewohnt ist. In meinen Augen ist die 6D eine überzeugende handliche Kleinbildkamera.
22 Kommentare| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2013
Von der Nixkon D90 über Nex5 und Nex7, der OM-D E-M5 jetzt endlich bei der Canon 6D.
Wieder eine richtige Kamera in der Hand zu haben - eine tolle Sache. Die 6D macht richtig Freude beim fotografieren.
Ich verwende ausschließlich den Sucher und das Top-Display. So hält ein Akku bei mir bis zu um die 1000 Auslösungen.
Meine Objektive liefern alle hervorragende Ergebnisse: das Sigma 35mm/f1.4, Canon 24-105/f4, Canon 135/f2. (Beispielbilder der Objektive in Kombi mit der 6D finden sich hier: [...])

Mehr als einen Kreuzsensor habe ich noch nie benötigt. Und der trifft mit einer Sicherheit - auch bei schlechten Lichtverhältnissen - dass es eine wahre Freude ist.

Ich fotografiere ausschließlich in RAW. JPGs kann ich später immer noch aus Lightroom generieren.
Die hohen ISO Bereiche sind eine wahre Freude - ich mache mir manchmal einen Spaß draus und verwende die 6D wie ein Nachtsichtgerät mit dem Sigma 35mm/f1.4.

Einziges Manko: GPS muss man immer extra ausschalten, wenn man die Kamera nicht verwendet, sonst saugts innerhalb eines Tages den Akku leer, auch wenn die Kamera ausgeschaltet ist.
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am 3. Dezember 2015
Die Kamera ist für mich genau richtig. Ich brauche sie für Nachtaufnahmen, bei denen sie eine sehr gute Detailzeichnung erreicht und zum Filmen. Dank des Vollformatchips hat man ein sehr gutes Verhältnis von Objektiv-Brennweite und Tiefenschärfe. Für Actionfotografie ist die 6D allerdings nicht zu empfehlen, da ist sie zu langsam. Ein schwenkbarer Monitor wäre die Krönung, aber dennoch 5 Sterne.
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