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TOP 1000 REZENSENTam 6. Dezember 2010
Schon das Cover dieses Taschenbuches ist ein wahrer Blickfang. Düster blickt den Leser eine Figur entgegen. Ein magisches Symbol ist hervorgehoben. Dazu ein unheimlicher Titel und ein vielversprechender Klappentext. Kurz gesagt, ich freute mich riesig auf ein spannendes Buch.

Der Prolog verursachte mir ein riesiges Fragezeichen auf dem Kopf. Nicht ganz zwei Seiten, die Angst aufkommen ließen. Danach ging es mit der eigentlichen Geschichte weiter. 1703 flieht Johann schwerverletzt von einem Bauern und kommt in das unheimliche Dorf mitten in Tirol. Elisabeth und ihr Großvater pflegen ihn gesund. Als Dank und aus Zuneigung zu Elisabeth verdingt er sich als Knecht bei Jakob, dem tyrannischen Vater von Elisabeth. Schnell merkt er, dass es nicht nur der kälteste Winter seit Jahren ist, sondern das im Dorf etwas unheimliches vor sich geht. Als eine Kuh verschwindet, erfährt Johann zum ersten Mal von den Ausgestoßenen. Um die Situation gefährlich zu zuspitzen kommt noch ein Trupp bayrischer Soldaten ins Dorf.

Während des gesamten Lesen stellte ich mir die Frage, in welches Genre ich diese Lektüre einteilen sollte. Es ist kein typisch, historischer Roman, aber als Horror oder Thriller kann man das Werk definitiv auch nicht bezeichnen. Es ist aber ein gelungener Mix, der von der ersten Minute den Leser packt. Ich wurde in eine Welt entführt, die nicht nur 300 Jahre zurück liegt, sondern düster, mystisch und voller Glaube steckt. Die historischen Fakten rund um das Leben in dieser Zeit wurden mir perfekt vermittelt. Ich konnte den Glauben an Gott und die harten Lebensbedingungen für ein kleines Dorf ohne Schwierigkeiten nachvollziehen. Alleine durch den harten Winter wirkt das Buch noch realistischer und spannender.

Nicht nur die Situation, sondern auch die Charaktere wurden vom Autoren-Duo authentisch, lebendig und voller eigener Charakterzüge beschrieben, dass ich jeden direkt vor meinem inneren Auge sehen konnte. Viele wurden sympathisch gestaltet, andere wiederum sind tyrannisch und eher unsympathisch.

Die beiden Autoren verwenden in allen Bereichen einen bildhaften und detaillierten Sprachstil. Dabei achten sie darauf den Leser in keiner Weise zu langweilen. Trotz der vielen Details wirkt es nie in die Länge gezogen, sondern die Spannung baut sich immer mehr auf bis sie am Ende in einem überraschenden Schluss aufgeht. Der Schluss lässt mich auf eine Fortsetzung hoffen.

Einmal angefangen, konnte ich dieses Werk nicht mehr aus der Hand legen. Das Böse, die düstere Umgebung und der verwirrende Prolog sind auf Grund der realistischen und historischen Rahmenbedingungen fesselnd. Ich habe das Buch an zwei Tagen durchgelesen.

Wer also auf der Suche nach einem Buch voller düsterer Atmosphäre ist, das historische Genre bevorzugt und dabei noch etwas zum Nachdenken mag, sollte sich dieses Buch kaufen.

===Bewertung===
Viele Bücher sind gut, aber nur wenige Bücher sind so gut. Düster, spannend, authentisch und detailliert. Dem Autoren-Duo ist ein grandioser Genre-Mix gelungen, der jeden Leser überzeugt. Dafür gibt es fünf Sterne.
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am 5. Dezember 2013
Ich falle direkt mit der Tür ins Haus:
Mich hat das Buch gelangweilt. Der Anfang beginnt ja noch recht spannend, aber dann passiert ewig lang nichts mehr.
Sage und schreibe die erste Hälfte des Buches besteht praktisch nur aus der Beschreibung des Bauernlebens zu dieser Zeit. Als "Höhepunkte" gibt es böse Blicke oder unfreundliche Worte zwischen den Anwohnern und dem Protagonisten, aber nie passiert wirklich was. Um das Geheimnis des Dorfes wird ein solcher Eiertanz veranstaltet, dass man nach der 100sten Erwähnung des Mysteriösen, die wieder nicht aufgelöst wird, am liebsten das Buch mit den Worten "Meine Güte, dann sags halt nicht" zuklappen würde.
Und als es dann schließlich aufgelöst wird... Na ja. Weder innovativ, noch wird es vernünftig erklärt (Wobei letzteres vielleicht in den Folgebänden noch stattfindet).
Irgendwann wird es (in der üblichen Gemächlichkeit) ein bisschen actionreicher, aber echte Spannung kommt nicht wirklich auf.
Für die Charaktere (teils sehr gut und tiefgründig, teils hoffnungslos eindimensional und überzogen) empfindet man nichts, außerdem geht einem die oft im Dialekt geschriebene Sprache auf die Nerven.
Eigentlich bin ich kein Spannungsjunkie und lese auch eher langweiliges gerne weiter, wenn alles gut be- und geschrieben ist (Das ist hier übrigens definitiv der Fall), aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt wirklich Lust, dieses Buch weiterzulesen, sondern habe es eher aus Pflichtgefühl (was man anfängt, bringt man auch zu Ende)getan.
Deshalb auch an dieser Stelle nur 2 Sterne.
Der Autor schreibt gut, anderen scheint das Buch ja auch zu gefallen - mir aber nicht.
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am 2. September 2010
Bastian Zach/Matthias Bauers Roman, Morbus Dei: Die Ankunft ist schwer einzuordnen. Es ist nicht historischer Roman, kein Roman aus dem Genre Horror und auch kein Thriller im herkömmlichen Sinne. Was er aber auf jeden Fall ist: er ist spannend. Aber der Reihe nach. 1703 kommt der Soldat Johann List, desertiert und schwerverletzt in ein namenloses Dorf in Tirol. Der kälteste und härteste Winter seit langem setzte den Bewohnern zu. Johann wird von barmherzigen Menschen aufgekommen und von einem alten Mann, Martin Karrer und seiner Enkeltochter Elisabeth gesund gepflegt. Beherrscht wird er Haushalt von dem despotischen Vater Elisabeths Jakob Karrer. Sie leidet unter ihm, der Mann führt ein strenges Regiment in seinem Haus. Dorthin gelangt Johann, vor der Tür zusammengebrochen in einem grausamen Winter. Der Großvater pflegt ihn und bald verdingt sich Johann als Knecht im Hause von Jakob Karrer. Doch auch schnell merkt, daß in diesem einsamen Tal etwas seltsames, unheimliches vor sich geht. Eine bedrückte Stimmung liegt über dem Tal. Tiere verschwinden und die Menschen tuscheln über die Ausgestoßenen und dem Flucht der das Dorf bedroht. Die Situation eskaliert, als ein versprengter Trupp bayerischer Soldaten in das Dorf kommt. Und bald beginnt eine verheerende Auseinandersetzung, die sich schon lange angedeutet hatte und von der der Leser schnell ahnt, daß es Gewinner nicht geben wird.
Zach/Bauers Buch ist nicht nur eine reißerische Geschichte über urmenschliche und uralte Ängste gegenüber den, so werden sie hier genannt, Ausgestoßenen. Dabei bleibt etwas im Dunkeln, was diese Ausgestoßenen denn nun sind, für die Geschichte ist dieses auch nicht so wichtig.
Zach/Bauers Buch ist auch eine Geschichte von Schuld und Sühne. Dergestalt, daß die Aktion von Menschen auch immer, irgendwo, eine Reaktion hervorruft. Eine Geschichte von Glaube und Unglaube in einer Zeit, auch das klingt an, die durch Kriege bestimmt war und durchaus auch als düster bezeichnet werden kann. Und auch eine Geschichte, die eingebettet ist in die Berglandschaft Tirols, dort führen die Menschen ein karges Leben. Ein Leben, das auch bestimmt ist durch die Natur und den Wechsel der Jahreszeiten. Der Winter als düstere Jahreszeit trägt dazu bei, daß die Geschichte auch bedrohlich und eindrucksvoll dem Leser gegenüber vorkommt. Sie erzeugt eine atemlose Spannung. Der Roman läßt den Leser nicht mehr los, er will irgendwann wissen, welches schreckliche Geheimnis dieses Tal und seine Bewohner birgt. Es gelingt dem Autorenduo diese Spannung aufzubauen und bis zum Ende durchzuhalten. Aber man täte dem Buch Unrecht, wenn es auf diese Spannung reduziert werden würde. Nein, es ist auch ein Buch über die Frage von Verantwortung für ein Handeln. Ein Buch über die Frage über Schuld und Sühne; gut eingebettet in eine historische Rahmenhandlung. Wer einen historischen Roman im klassischen Sinne sucht ist hier falsch. Der Leser, der eine rasante, mystische Geschichte lesen möchte, kommt völlig auf seine Kosten!
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am 13. Oktober 2010
Tyrol, 1703: Der Deserteur Johann flieht durch die kalten Tyroler Berge. Schwerverletzt und mit letzter Kraft gelangt er zu einem verschneiten Dorf und sackt bewusstlos zusammen. Die Bauerstochter Elisabeth pflegt ihn gegen den Willen ihres herrischen Vaters gesund. Bald nach seiner Genesung muss Johann jedoch feststellen, dass ihm nicht alle Menschen des Dorfes so freundlich gesonnen sind. Sie begegnen ihm mit Misstrauen und Stillschweigen.
Die Quelle ihrer Angst scheint im Wald zu liegen, dem die Dorfbewohner fernbleiben. Doch wovor fürchten sich die Menschen so, dass sie ihre Häuser mit seltsamen Symbolen versehen haben und im Gebet Gott bitten, sie vor "ihnen" zu schützen? Welches düstere Geheimnis verbergen die Dorfbewohner? Johann versucht, gegen ihren Aberglauben anzukommen, muss aber bald feststellen, dass die Gefahr doch realer ist als gedacht, als die erste Kuh gerissen wird. Als er mit Elisabeth, in der er seine große Liebe gefunden hat, aus dem Dorf fliehen will, überschlagen sich die Ereignisse. "Sie" haben den Wald verlassen...

Schon nach den ersten Seiten war ich in der Geschichte gefangen. Anfangs erinnerte mich die Geschichte um das unheimliche Dorf, in welchem sich die Menschen vor dem Wald fürchten, etwas an den Film "The Village", doch Zach und Bauer haben mit diesem Buch etwas ganz Eigenständiges geschaffen. Beim Lesen baute sich kontinuierlich Spannung auf, die Bedrohung durch "sie" ist anfangs nicht richtig greifbar, die Szenerie wirkt düster und unheimlich. Die Charaktere waren durchweg interessant gezeichnet, jeder trägt sich mit einer gewissen Schuld, so wie Johann, der im Krieg mehr als einmal den Tod gebracht hat.

Leider verlor sich das unterschwellige Gefühl der Gefahr, als das Mysterium geklärt wird und Johann endlich erfährt, was da genau im Wald haust. Ab da wurde das Buch ziemlich brutal. Trotzdem war die Handlung durchweg spannend. Und ich finde, man merkt, dass beide Autoren bereits zusammen Filme produziert haben. Das ganze Buch besteht aus prägnanten Szenen, die man ohne zu kürzen verfilmen könnte. Die Beschreibungen von Szenerie und Personen fand ich sehr plastisch, ich konnte mir das unheimliche Dorf inmitten der Berge bildlich vorstellen.

Mein Fazit: das Buch bietet gruselig spannende Unterhaltung vom Feinsten. Ich werde Ausschau nach weiteren Werken des Autoren-Duos halten.
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am 28. November 2010
Tirol, im Winter vor 300 Jahren: Johann List hat genug vom Krieg, von Mord und sinnloser Gewalt. Auf seiner Flucht durch tief verschneites Gebirge verirrt er sich in ein abgelegenes Bergdorf. Schwer verletzt und dem Tode näher als dem Leben wird er von der schönen Elisabeth und deren Großvater aufgenommen und gesund gepflegt. Zum Dank dafür leistet er Elisabeths tyrannischem Vater Jakob Karrer Dienste als Knecht auf dessen Gehöft. Die Tatsache, dass er sich in Elisabeth verliebt hat, versüßt ihm die harte Arbeit und die Entscheidung, im Dorf zu verweilen. Denn er merkt bald, dass dieses von einem mysteriösen Geheimnis umgeben ist, welches die Dorfbewohner nicht preisgeben wollen. In den Wäldern soll "das Böse" lauern...., soviel bekommt Johann mit. Wovor fürchten sich die Menschen in diesem Dorf ? Lassen sie sich nur von ihrem Aberglauben leiten oder gibt es "die Anderen" wirklich? Johann geht der Sache auf den Grund...

Dieses Buch, geschrieben vom Autorenteam Bastian Zach und Matthias Bauer, ist einmal etwas ganz anderes....und es lohnt absolut, sich darauf einzulassen!

Bereits nach wenigen Seiten befand ich mich im frühen 18. Jahrhundert und mittendrin in der Geschichte. Dies ist sicherlich zurückzuführen auf die einfache, aber sehr bildhafte Sprache und die Verwendung spezifischer Ausdrücke(auch wenn diese mir teilweise fremd waren).
Ich lief neben Johann her, sah die Schauplätze mit seinen Augen wie auch die Charaktere, mit denen er zu tun hat. Ich fühlte das Primitive der Zeit, zum einen durch die sehr gute Beschreibung der Lebensumstände, zum anderen aber auch aufgrund der Darstellung diverser, doch äusserst brutaler Gewaltszenen.

Die Geschichte ist spannend, vom Anfang bis zum Ende. Die Bedrohung des "Bösen" schwebt über dem Leser, der unbedingt wissen möchte, was dahintersteckt!
Die Auflösung ist in meinen Augen schlüssig und hat mich durchaus zufriedengestellt.

Dennoch ist dies kein Buch, das man ausliest und gleich ins Regal stellt....
Die Autoren haben es geschafft, einen Roman mit enormer Atmosphäre zu schreiben, welche den Leser noch eine ganze Weile gefangen hält...

Herr Zach und Herr Bauer, mehr davon bitteschön!!!
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am 26. Juli 2015
Trilogie - von Mahhtias Bauer

Das Cover finde ich gut, auch von den weiteren 2 Büchern, das passt toll.
Die Geschichte finde ich auch ganz gut, nur hat mich die Spannung in dem Buch nicht richtig erreichen können. Mich hat es nicht gefesselt.
Denke ich werde Band 2 und 3 nicht mehr lesen.

Johann List kommt in ein Dorf, in dem sich die Dorfbewohner vor irgendetwas fürchten. Ein dunkles Geheimnis überschattet das Dorf.
Johann verliebt sich in die Tochter des Bauern, der ihn überhaupt nicht mag. Bevor Johann mit Elisabeth abhauen kann kommt es zum Kampf.......
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am 21. Oktober 2015
'Morbus Die ' Die Ankunft' ist der erste Teil eines spannenden, mystischen und historischen Romans von Bastian Zach und Matthias Bauer. Der Einband bietet dem Leser schon einen Anreiz. Nach Beginn des Lesens, habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen, und war sehr spannend unterhalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und hält den Leser/In bei Laune, auch wenn der mittlere Teil des Buches fast nur vom dörflichen Leben handelt, wabert im Hintergrund immer die mystische Finsternis des Waldes und deren ungewöhnlichen Bewohner. Das Autorenpaar hat hin und wieder alte Schriftweisen und Wörter eingebaut.

Inhalt:
Tyrol 1703: Johann List wandert durch die Alpen, als er von einem Bauern ausgeraubt und schwer verletzt wird. Er kann sich in ein abgelegenes Dorf retten, wo er mit Hilfe von Elisabeth Karrer, gesund gepflegt wird. Johann integriert sich im Dorf und arbeitet als Knecht unter Elisabeth bösen Vater Jakob. Allmählich merkt Johann, dass mit dem naheliegenden Wald etwas Finsteres verbunden ist. Als eine Kuh gestohlen und abgeschlachtet gefunden wird, lüftet Johann so nach und nach das Geheimnis. Ausgestoßene, die anders aussehen und das Tageslicht scheuen, leben in einer ehemaligen Abtei im Wald. Als bayrische Soldaten im Dorf lagern, gehen diese mit den Dorfbewohnern zum Angriff auf die Ausgestoßenen über. Ein Gemetzel beginnt, und am Ende bleibt Johann und Elisabeth nur die Flucht.

Das Buch erhält von mir die Note: 'ausgezeichnet'! Werde mir gleich den 2. Und 3. Teil holen, damit ich weiß wie die Geschichte endet!
Morbus Dei:
1. Die Ankunft
2. Inferno
3. Im Zeichen des Aries
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am 31. Januar 2014
Johann ist auf der Flucht, er flieht vor dem Krieg und noch etwas, einem Geheimnis. Alles was er möchte ist wieder in seine Heimat zurück zu kehren. Schwer verletzt schleppt er sich durch Tirol, auf der Suche nach einem bewohnten Dorf, in dem er seine Wunden versorgen kann. Doch nicht nur in ihm stecken dunkle Geheimnisse, auch in dem Dorf, dass er in einem Tal entdeckt. In dem entlegenen Tiroler Bergdorf zu Beginn des 18. Jahrhunderts bleibt er schwer verletzt und am Ende seiner Kräfte vor der Tür eins Hauses liegen. Seine Sinne schwinden ihm und er erwartet schon seinen Tod, doch findet ihn Elisabeth, die Tochter eines der Bauern im Dorf, und pflegt ihn im Hause ihres Großvaters wieder gesund. Dass viel mehr hinter Elisabeths Familie steckt, als eine gewöhnliche Bauernfamilie, soll Johann bald erfahren. Er hat einen hohen Preis für seine Rettung zu zahlen. Der Bauer Jakob Karrer, Elisabeths Vater, verlangt von ihm seine Schuld bei ihm als Knecht abzuarbeiten. Dass in dem Dorf ungewöhnliches vor sich geht und die Dorfbewohner Angst haben, das bemerkt Johann schnell. Die Bewohner fürchten sich vor den "Ausgestoßenen" die in den alten Ruinen des Klosters im Wald leben. Sie sollen eine todbringende Krankheit haben, die äußerst ansteckend ist. Ist diese Krankheit eine Strafe Gottes? Doch Johann glaubt nicht an die Ammenmärchen der Dorfbewohner. Doch als immer wieder neue unerklärliche Geschenisse passieren und auch mehrere Menschen auf geheimnisvolle Weise verschwinden macht er sich auf die Suche nach dem Grund. Was er entdeckt bringt nicht nur ihn selbst in Gefahr.

Johann ist ein Flüchtling, und zudem kampferprobt. So ist die Vermutung nicht lange unbestätigt, dass er ein fahnenflüchtiger Soldat ist, der es nicht länger aushält in einem grausamen Krieg zu kämpfen. Seinen Mut und sein Ehrgefühl hat er jedoch nicht verloren. Und so ist es kein wunder, dass er beginnt im Dorf das Geheimnis zu lüften, nachdem ihm der "komische" Zusatz des Vater Unseres bei den Gebeten auffällt.

Elisabeth hat ein gutes Herz und ist eine liebenswerte, junge Frau. Trotz ihres herrschsüchtigen und bösartigen Vaters glaubt sie an das Gute. Ihr Großvater ist für sie der einzige in ihrer Familie bei dem sie sich wirklich wohl fühlt. Bis sie auf Johann trifft und sich nach und nach in ihn verliebt. Bei ihm fühlt sie sich auch sicher, doch hat sie Angst, dass ihr Vater oder jemand anderes im Dorf von ihnen beiden erfahren könnte. Jakob Karrer würde diese Liebe sofort unterbinden.

Auf dem Cover sieht man einen Mann, dessen Gesicht im Schatten seiner Kapuze liegt. Durch die Art der Kleidung tippe ich auf einen Priester oder auf einen Mönch. Dieser Eindruck wird durch den gewölbeartigen Gang im Hintergrund nur noch verstärkt. In seinen Händen hält er ein Buch, dass das Buch sein dürfte, das Elisabeth in der Kirche entdeckt und das auch im Prolog erwähnt wird. Die Farben sind komplett in düsteren Tönen gehalten, was die mysteriöse und geheimnisvolle Stimmung des Romanes unterstreichen. Somit passt das Cover gut zum historischen Krimi "Morbus Dei: Die Ankunft".

Der Schreibstil ist einfach gehalten und man fliegt über die Seiten. Manchmal hängt man kurz an Wörtern, die einem beim Lesen ein wenig ungewöhnlich vorkommen, aber eben in die zeit des 18. Jahrhunderts und die Tiroler Gegend passen. Es sind typische Ausdrücke wie etwa Kuchl für Küche. Doch bekommt man deren Bedeutung sehr schnell mit, oder kann sie sich sofort durch den ähnlichen Klang denken. Gerade diese typischen Begriffe sorgen noch mehr dafür, dass man sich nach Tirol versetzt fühlt. Die bildhaften Beschreibungen der Umgebung sorgen auch noch dafür, dass man sich als Leser die Umgebung und die Berge sehr gut vorstellen kann.

Das Buch beginnt mit einem wirklich spannenden Anfang in einer dichten und geheimnisvollen Atmosphäre. Gleich zu Anfang, wird Spannung aufgebaut und immer wieder erhöht. Die unheimliche und mysteriöse Stimmung im Dorf packt einen während des Lesens und man fiebert mit Johann und Elisabeth mit. Man trifft sehr schnell in der Handlung auf die wichtigsten Charaktere und bekommt auch deren Stand im Dorf mit. Manche Charaktere, die interessant sein könnten, werden nur am Rande erwähnt, was ein klein wenig schade ist. Als Leser hat man bei einigen Geschehnissen schnell eine Ahnung, was passieren kann, oder was genau dahinter steckt, doch schadet dies der Spannung keineswegs. Eher möchte man dann erst recht wissen, ob man mit seinen Vermutungen richtig liegt. Man hat immer den glichen Wissensstand als Leser, wie die Protagonisten. Durch dieses als Leser "im Dunkeln und Ungewissen gehalten" Werdens baut sich der Spannungsbogen immer weiter auf bis es in einem furiosen Finale mit einem Cliffhanger endet. Schuld, Sühne und Fragen über die Verantwortung für ein Handeln, bzw. seine eigenes Handeln tauchen in der Geschichte auf und regen zum Nachdenken an.

Eine fesselnde Handlung die einen zum Weiterlesen animiert und durch ihre düstere und mystische Stimmung. Empfehlenswert für alle, die eine mystische, rasante und düstere Story lesen möchten. Der zweite "Morbus Dei: Inferno" und dritte Teil "Morbus Dei: Im Zeichen des Aries" sind schon erschienen.
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am 29. Dezember 2013
Das erfahren wir nur Ansatzweise in diesem Teil, erhöht natürlich auch die Spannung auf die weiteren 2 Bände.

Das Buch, wie auch das Cover, verströmt eine düstere Atmosphäre passend zu der düsteren Zeit in der es
angesiedelt ist (1647-1703)

Den Sprach-,/Schreibstil empfinde als angenehm, lässt er doch das flüssige Lesen des Buches zu. Die gute, in die
Tiefe gehende Recherche der beiden Autoren kommt in den Beschreibungen des ländlichen Dorflebens, den
Werkzeugen, der Häuser etc. zum Vorschein. Die aufgebaute Spannung hält sich durch das gesamte Buch aufrecht
und hat sogar noch für das Ende einen wirklich fiesen Cliffhanger parat.
Die Beschreibungen sind nicht nur sehr gut für das Kopfkino geeignet, da man kann alles genau sehen kann, sondern
auch für die Emotionen, wir dürfen fühlen, riechen, schmecken, frieren, schwitzen…..
Die Zeichnung der einzelnen Charaktere ist unterschiedlich stark ausgeprägt und lässt somit auch der Phantasie noch
Spielraum.

Wir begleiten einen sehr sympathischen Protagonisten, den Deserteur Johann List, auf seiner Flucht durch Schnee und
Eis sowie finstere Wälder, bei der er leider auch noch schwer verletzt wird. Nehmen Anteil an seinem Leben in der
"ländlichen Idylle" bis hin zum erneuten Aufbruch in die Ungewissheit.

Eigentlich sucht er ja nur Ruhe vor seiner Vergangenheit, die er sehr lange geschickt vor uns verheimlicht. Er gibt sie
nur Bruchstückweise, aber immer noch nicht ganz, frei. Ich nenne das jetzt einfach mal den "Trilogie-Effekt".

In dem sehr abgelegenen und äußerst merkwürdigen Dörfchen in Tyrol, treffen wir zusammen mit Johann auf Bewohner,
die sich teilweise schon sehr skurril verhalten. Kleine Andeutungen über die "Anderen", die den Dörflern ab und zu aus
dem Mund fallen, erregen seine Aufmerksamkeit. Seine Nachfragen diesbezüglich werden fast bis zum Schluss vehement
abgeblockt, obwohl von dort eine nicht zu unterschätzende Gefahr droht.

Ausgerechnet in der Tochter des bösartigsten Bauern im ganzen Dorf, findet er die Liebe seines Lebens. Ihr bringt er auch
heimlich Lesen und Schreiben bei. Somit sind auch von dieser Seite Probleme vorprogrammiert.

Dann fallen auch noch die, von allen gehassten, bayrischen Soldaten in das Dörfchen ein. Eigentlich sind sie nicht nur vom
sondern auch zum Kämpfen zu müde. Sie wollen nur "ihre Wunden lecken", wieder zu Kräften kommen um dann den
beschwerlichen Weg (im Winter durch die Berge) nach Hause nehmen zu können. Doch das "Leben" hält eine Überraschung
der besonderen Art für sie bereit.

Aus Liebe muss Johann nun doch wieder den Kämpfer (wo und durch wen wurde er so gut ausgebildet? - "Trilogie-Effekt")
aus sich heraus lassen, obwohl er dies nie mehr zu lassen wollte.

Durch diese komplizierte Konstellation - Dorfbewohner, die "Anderen", die Soldaten, Morbus Dei - kommt es zu einer
Eskalation, die mir die Worte fehlen lassen.

Einen Hoffnungsschimmer lässt die winkende Hand eines Kindes aufblitzen.

Wer möchte kann sich dann zusammen mit drei Personen, einem Hund und einem Ochsen auf den Weg in ein neues Abenteuer,
im Teil 2, machen.

Ich mache das auf jeden Fall und beende mit einer klaren Leseempfehlung meine Rezension.
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am 24. Januar 2016
Ein historischer Roman? Unsinn! Eine nette Fantasy-Geschichte, die, je weiter sie voranschreitet, immer unsympathischer wird - aber darum kein schlechtes Buch. Nur eben nicht mein Geschmack. Zu düster, zuviel Religion, zuviel Gewalt (in dieser Hinsicht schon recht realistisch). Nur VIER Überlebende sehen das Ende des Buches: ein Mann, eine Frau, ein Schäferhund und ein Ochse - und die Monster, deren Geheimnis noch immer nicht ganz gelüftet ist, aber das ist okay bei einer Trilogie.

Erzählerisch gut umgesetzt, nur wird die Lösung zu lange hinausgezögert. Trotzdem fand ich es nicht langweilig. Sprachlich hätte man unbedingt noch dran feilen müssen, bzw einen engagierten Lektor in Anspruch nehmen. Und einige Fakten - die auch bei Fantasy stimmen müssen - besser recherchieren. Ein Beispiel, das mir gleich am Anfang aufgefallen ist: es wird behauptet, dass das Stoppen der Blutung Wundbrand verhindern würde - totaler Unsinn! Gerade durch nichtsterile Verbände wurde sowas unter anderem hervorgerufen. Außerdem hätte der Protagonist diese Bauchverletzung gar nicht überleben dürfen.

Aber auch sonst ist manches nicht ganz schlüssig. Wirklich übel genommen habe ich dem Protagonisten, dass er den Altknecht, der ihn sehr freundschaftlich aufgenommen hat, einfach in den Tod laufen lässt. Es war völlig überflüssig, den Pfarrer ein weiteres Mal zu verfolgen, man wusste, wohin er geht und es war kein weiterer Erkenntnisgewinn von der Beschattung zu erwarten. Aber die Todesgefahr war bekannt. *kopfschüttel* Wollte er ihn los sein, um mit der Bauerntochter ins Bett gehen zu können??

Fazit: Zu Ende gelesen, aber keine Lust auf die anderen Teile.
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