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Kundenrezensionen

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"Americanah" ist die Geschichte der Nigerianerin Ifemelu, die ihrem durch Korruption und Streiks gelähmten Heimatland mit Hilfe eines Stipendiums in Richtung USA entflieht, dort unter größten Schwierigkeiten Fuß fasst, schließlich als Bloggerin zu Ansehen und Wohlstand kommt und fünfzehn Jahre später in ihre Heimat zurückkehrt.

"Americanah" ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das den Geliebten und Seelenverwandten ihres Lebens zurücklässt, den Kontakt zu ihm abreißen lässt, ohne sich innerlich von ihm lösen zu können, und ihn als seelischen Ballast durch ihre späteren Beziehungen schleppt.

"Americanah" ist eine bissige, stellenweise regelrecht verächtliche Kritik an der nigerianischen Gesellschaft, bei der es der Autorin gar nicht so sehr darum geht, dass in dem Land nichts funktioniert, weil die Herrschenden ausschließlich in die eigenen Tasche wirtschaften, sondern eher um das merkwürdige, von beinahe unterwürfiger Verehrung für alles Britische geprägte Verhältnis zur ehemaligen Kolonialmacht und die zwiespältige Sicht auf Amerika, das eigentliche Land der Träume, das man gleichzeitig für seine "Kulturlosigkeit" aber ein wenig verachten möchte.

"Americanah" ist eine Studie über die Rolle der Frau in so unterschiedlichen Gesellschaften wie denen Nigerias und der USA, über verschiedene Formen von Abhängigkeiten, und über die Zähmung widerspenstiger Haare, ein Kampf, den man eigentlich nur gewinnen kann, indem man ihn aufgibt - so spielt dann auch die Rahmenhandlung während einer vielstündige Sitzung in einem afrikanischen Frisiersalon in New Jersey.

Vor allen Dingen aber, und das ist das eigentliche Anliegen dieses Buches, ist "Americanah" eine intelligente Analyse der amerikanischen Gesellschaft, aus dem Blickwinkel einer nicht-amerikanischen Schwarzen, die in vielfältiger Weise zeigt, dass Sklaverei und Rassentrennung zwar der Vergangenheit angehören, ihre Nachwirkungen in Form von latentem bis offenem Rassismus auf der einen, überkompensierender politischer Korrektheit oder sonstigen Fettnäpfchen auf der anderen Seite aber noch lange nicht.

Und hier hat sich Chimamanda Adichie dann so viel vorgenommen, dass der Roman etwas aus den Fugen gerät. Damit sie alles unterbringen kann, was sie zum Thema zu sagen hat, und das ist ohne Zweifel eine Menge, entwickelt sich der Roman streckenweise zu einer ziemlich konstruiert erscheinende Abfolge von Situationen, in denen eine kaum noch überschaubare Anzahl von Personen (manchmal mehr Karikaturen als Personen) nur für einen kurzen Moment auf der Bildfläche erscheint, um das Stichwort zu geben für den nächsten, zugegebenermaßen brillanten Einblick in die Verhältnisse zwischen den Bevölkerungsgruppen, meist noch verdichtet in zitierte Passagen aus Ifemelus Blog. So aufschlussreich das alles ist, so wirkt es doch ein wenig synthetisch und hat letztlich zur Folge, dass sich die Lebens- und Liebesgeschichte dieser schon wegen ihrer etwas abrasiven und nicht immer nachvollziehbaren Art spannenden, wenn auch nicht immer sympathischen Persönlichkeit nicht so elegant entwickelt, wie man es ihr wünschen würde. Deswegen gibt's auch nicht die volle Punktzahl.
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am 26. November 2014
Ein sehr bemerkenswertes Buch! Angenehm zu lesen, unterhaltsam und unkompliziert. Was es für mich besonders lesenswert macht, sind die exakten Beobachtungen der Autorin, die aus ihnen auch plausible Schlussfolgerungen zieht. "Ah, so habe ich das noch gar nicht gesehen", fiel mir öfter ein. Und ich erfahre viel über die nigerianische Gesellschaft, über die amerikanische und über das Leben einer Nicht-Amerikanischen Schwarzen in den Staaten. Wow!
Einziger Wermutstropfen: Die Diskussion des Themas "Frisur" nimmt für mich zuviel Platz ein; vielleicht sehe ich das ein wenig aus der Perspektive eines Mannes, vielleicht unterschätze ich auch das Thema "Afro" in den USA; mir war's halt zu viel.
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am 2. Juni 2014
Das Buch ist sehr spannend zu lesen, es gibt gute Einblicke in Leben in einem afrikanischen Land, das für uns manchmal sehr weit Weg ist und beim Lesen vertrauter erscheint, als man geglaubt hatte. Wirklich überraschend aber ist der Blick einer nicht amerikanischen Schwarzen auf die amerikanische Gesellschaft.
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Dieses Buch könnte so gut sein, aber ich finde, in der Summe hat sich die Autorin zu viel vorgenommen: es geht um Rassismus in Amerika; es geht eine Frau und ihre Identitätsfindung; es geht um das politische, wirtschaftliche und kulturelle Nigeria; es geht um Auswanderung in das gelobte Land USA und in das verehrte Grossbrittanien; es geht um eine Studentenliebe, die nie erlischt;

Chimamamda Ngozi Adichie beschenkt den Leser Seite für Seite mit einer wunderbaren, reichen Sprache. Sie schafft es, einzelne Bilder ganz stark zu malen, so dass man viele Momente intensiv zu erleben scheint - in amerikanischen Black-Hair Saloons; in den Strassen Nigerias; im Bett mit einem schmierigen, fremden Mann; frische junge Liebe; Zerrissenheit zwischen den Kulturen;

Aber neben diesen ganzen wunderbaren Einzelelementen gibt es wirklich Längen und es fehlt die Dichte eines literarischen Opus. Das Liebesleben der Hauptperson überzeugt nicht im Kontext einer fremden Kultur, man erlebt eher eine komplizierte Frau, die sich oft selbst im weg steht. Die langjährige Bindung zwischen ihr und Obinze kann man glauben, aber man erlebt sie nicht mit. Das politische Nigeria bringt sie einem nah, aber die Versuche, ethische Themen aufzugreifen versacken in Andeutungen. Dem Blog rund um das Thema "Schwarz sein" wird im Buch disruptive Macht zugeschrieben, aber diese kommt zumindest bei mir nicht an. Last but not least wird im Klappentext auf 9/11 referenziert, der Hauptgrund, warum Obinze ihr nicht nachreisen kann. Das wird im Buch gar nicht mehr aufgegriffen.

Eine super Autorin, aber ich denke hier wäre vielleicht etwas weniger mehr gewesen.
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am 7. Mai 2014
Die beiden Hauptfiguren lassen einen nicht mehr los, auch wenn man den Roman längst zu Ende gelesen hat, so lebendig hat Adichie sie und ihre Probleme geschildert. Man bekommt auf ganz viele Aspekte des Leben eine ganz neue Sicht: Heimat, Familie, (Jugend-)Liebe, Treue, Rassendiskriminierung, Toleranz. Aber vor allen Dingen lernt man eine moderne Schwarze mit all ihren großen und kleinen Sorgen kennen, z.B. wie sie ihre Haare tragen soll: Afro oder nicht? Die Locken flechten oder glätten lassen wie Michelle Obama? Unbedingt lesen!!!
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am 5. Oktober 2014
Ich habe das Buch sehr gern gelesen, es zeigt uns Seiten, welche für einen hellhäutigen Europäer eher schwierig nachzuvollziehen sind. Allerdings habe ich mich manchmal geärgert, weil auch die besten Absichten dieser hellhäutigen Mitmenschen als unzureichend abgetan werden, man kann es sowieso nicht richtig machen und aufgrund der fehlenden Erfahrung die konstante Demütigung auch nie richtig nachvollziehen. Das wird wohl noch eine ganze Weile so bleiben, egal wie sehr wir uns anstrengen.
Das 3. Viertel des Buches flacht dann leider etwas ab und hat nur noch die Geschichte Ifemelu und Obindze im Blickpunkt, und hört für mich auch etwas unbefriedigend auf, erwartet, wenn auch etwas untypisch. Deshalb bin ich trotz grossem Lesegenuss nicht restlos zufrieden und würde 4.7 Sterne geben. Sicher ihr bestes Buch bisher und ein wichtiges Buch zur Verständigung. Letztlich bleibt aber dennoch eine Art Hilflosigkeit und Leere.
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am 26. September 2014
This novel may be a good read for English classes in years 10 to 12. Apart from its length of ca 600 pages (which is a clear drawback), it offers both a gripping story and a discussion of immigration and race relations mostly in the US, but also in Britain. From the perspectives of two educated middle-class Nigerians opting to migrate to America and the UK, respectively, the reader gets to take a vivid, analytical, sobering, unmasking and often also polemic look at the ways these societies deal with racial diversity and migrants. The narrative is interspersed with frequent blog posts on issues of race and cultural difference in which the main protagonist observes, and comments on, her experiences with American society. Should this tome of a novel turn out to be too voluminous for mandatory reading, various blogposts from "Americanah" may be worth discussing separately as controversial texts on race, gender, class and migration in general and US society and culture in particular.
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am 27. August 2016
I certainly can recommend this book. It is funny, sincire, educational and also - very important in this day of age for a bestseller - very romantic! Perhaps this book is not so much for critics of American culture, though, as this book is certainly pro American and pro Barrack Obama, which makes it the perfect poster book for the Home of the Brave. However, generally speaking I agree with all those numerous American critics who have pushed this book; it is truly a nice and enjoyable book to read. The blogs in the book are also very insightful of the Afro-American culture and the challenges that Black and coloured people face all over the world. (On that point I agree with the author, that many white people still judge people by their skin colour; as primitive as it is. However, I have also observed that the converse applies, regarding Black people judging White people on a collective level; which this book does not really get into)

Nigerian spiritual leaders and churches are also very much criticised in this book. There may be some truth in that; that religions, churches and spiritual leaders are mainly interested in money and brainwashing their followers - but from my experience America's Academia is also in a similar line of business, demanding horrendous sums of money from their followers - namely students - who make enormous financial and personal sacrifices to receive a higher education from an Ivy League university. Here again, the author is very critical of Nigerian culture, but not so much of American culture.

The book also contains some interesting and witty writing techniques which I have not seen before. However, in my opinion, the author's use of vocabulary is sometimes a bit over the top, unnecessary ostentatious. But perhaps this is just sympomatic of current American writing culture; and what is taught in Harvard, Princeton and all those other Ivy League universities. (A century ago England also had this phase, where all kinds of words were invented - most of them redundant - stifling rather than enhancing literature, and counter-productive to the evolution of the language). But that's just my opinion. Either way, the next time I'll bring a dictionary when embarking on another adventure with this fine author :)
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am 20. Oktober 2014
Ich habe es sehr genossen, dieses Buch zu lesen. Es eröffnet einem ein völlig anderen Blick in die für mich neue Welt Afrika, in die Gefühle und Hoffnungen und Sorgen von Menschen, zu deren Generation ich offenkundig gehöre, deren Startbedigungen aber so anders sind. Gerade vor dem Hintergrund der täglichen Tragödien die sich auf dem Mittelmeer abspielen umso eindrücklicher. Absolut empfehlenswert!
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A few years ago I discovered Chamamanda Ngozi Adichie, when her second novel was published. I read and enjoyed both 'Half of a Yellow Sun' and 'Purple Hibiscus' and was therefore delighted when I came across her new novel on my recent holiday in England.

The story of Ifemelu, her life in Nigeria and the US, and (to a lesser extent) the parallel story of Obinze and his experiences are fascinating to read about. What I liked best about the book, however, were the observations about society, both in Nigeria and in the USA. The easy approach to and exploration of matters great and small, from hair care to issues of race and nationality, were fascinating and also, for me at least, very interesting. Without becoming lecturing the author imparts a lot of information, also about relationship between people and how expectations and reactions are significantly different between black and white people, black Americans and Nigerians. But despite all the differences of origin, race, gender or age, there are also many similarities that we share no matter where we are from.

I really enjoyed reading "Americanah", a book both entertaining and informative.
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