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Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen
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3,9 von 5 Sternen


am 30. Dezember 2014
Mit den Thesen und der Argumentation des Verfassers bin ich prinzipiell einverstanden. Aber was (um Gottes Willen) soll dieser Schreibstil? Halb pastoral salbadernd - halb empört und geradezu verletzt von der Sturheit und Begriffstutzigkeit der Christen, die, glaube ich, zum größten Teil gar nicht anders können. Man braucht sich doch nur mal ein Kind vorzustellen, das - zunächst christlich erzogen - irgendwann bemerkt, dass in der christlichen Lehre so einiges nicht stimmen kann, wenn man bloß mal kurz einen Schritt nach außen macht und es einem tatsächlich gelingt, das Problem von einigermaßen neutraler Warte aus zu betrachten. Wer hat denn schon den Mut als Erwachsener ein eventuell wichtiges Stück seiner geistigen Lebensgrundlage in Frage zu stellen? Nach meiner Erfahrung haben das die wenigsten von denen geschafft, die während der Hitler -Diktatur geprägt wurden. Und die Lebenserfahrung sagt, daß Menschen nun mal perfekt darin sind, sich Dinge einzureden, die nachgewiesenermaßen einfach nicht wahr sein können. Man muß diese Menschen nicht bedauern, aber ein gewisses Verständnis wäre schon hilfreich.
Ein Religionskritiker hat frühkindliche religiöse Indoktrination mal mit dem Infizieren einer hilflosen Person durch einen Krankheitserreger verglichen. Ein brutaler Vergleich - aber in seinen Auswirkungen trifft er zu. Einen Kranken - der noch dazu überzeugt ist, von seiner Krankheit zu profitieren - kritisiert man doch auch nicht.
Also Herr Henkel, Distanz und Gelassenheit. Bedenken Sie bitte: Einen überzeugten Christen jagen Sie mit Ihrer Ausdrucksweise in die Opposition und die, die Wahrheit kennen (au weia) brauchen Sie nicht mehr zu überzeugen.
Eins noch zum Schluß: Mich nerft die Unverfrorenheit auch, mit der Christen argumentieren, daß es mit Wissenschaft ja wohl auch nicht weit her sein könne, wo sie doch so Vieles noch nicht herausfinden konnte, wenn man gleichzeitig bedenkt, daß Religionen zur Erkenntnissgewinnung praktisch nichts beigetragen haben. Und wenn eine Frau Käsmann so argumentiert und sich aus dem Theodizeeproblem auf die von Ihnen beschriebene Weise herauslügt, dann kann man daraus wohl mit Recht Schlüsse auf die geistige Leistungsfähigkeit ihrer Leserschaft schließen.
Aber das sollte uns nicht aufregen.Ein eingefleischter Bildzeitungsleser weiß in aller Regel auch, das er jeden Tag belogen wird. Hält ihn das vom Kauf seiner Lektüre ab?
MFG
Uwe Gries
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am 20. Dezember 2012
Der Autor Peter Henkel versteht es in hervorragender Weise, den bei diesem Thema stets schwierigen Spagat zwischen notwendiger Theorielastigkeit und Philosophieüberbau einerseits, sowie einem erfrischendem Pragmatismus in der Ausdrucksweise und seinen Argumentationsgebäuden andererseits zu meistern. Wo andere nur wild ums sich schießen ist er in der Lage, seine Ansichten abwechselnd (kirchen-) historisch, philosophisch, soziologisch in weiten Teilen naturwissenschaftlich sowie auch psychologisch zu begründen. Die sehr pointierte und angriffslustige, aber nie unfaire Sprache sorgt bei Atheisten für zustimmendes Nicken. Gläubige werden sicherlich hier und da vor den Kopf gestoßen sollten sie das Buch überhaupt ernsthaft durcharbeiten wollen.

Seine argumentative Stoßrichtung sind hauptsächlich die 3 großen monotheistischen Religionen und das wäre für mich schon mal ein kleiner Kritikpunkt. Wirklich alle bekommen ihr Fett ab. Auch die Agnostiker, also die die Frage nach Gott nicht interessiert und sich laut Henkel mittels dieser "listigen Strategie eine Hintertür offen halten" sowie "sich nicht naseweis festlegen". Henkel verurteilt diese "Position einer überparteilichen Neutralität" da diese denkfaul ist und "deutlich geringere Mühe erfordert". Der einem eigenen Kapitel gewidmete Vergleich mit der Astrologie als ebenfalls willkürliches und rückständiges Mythologiekonstrukt im Verlangen nach Sinn und Bedeutung ist zwar sehr schön und einfach anschaulich gelungen, damit macht man es sich aber zu einfach und kommt nicht zum Kern des Diskussion.

Sehr schön hingegen und profund argumentiert ist der Kontext von Religion und Psychoanalyse den Henkel gekonnt ausbreitet. Wie schon sein Vorgängerbuch ACH DER HIMMEL IST LEER lässt sich IRRTUM UNSER durch seine pragmatische Argumentationsweise sehr schön kapitelweise für entsprechende kontroverse Diskussionen nutzen. Auch Herr - wir sind Papst - Ratzinger wird mit einer Menge eigener Zitate aus seinem sehr produktiven literarischem Schaffen und einem guten Schuss Polemik und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen von Peter Henkel argumentativ in die Enge getrieben. Dazu bedient er sich der bekannten atheistischen Koryphäen wie Franz Buggle und Co.

Nicht fehlen darf in diesem Rundumschlag Käßmann deren Lebensfreude-Theologie mit wechselndem, oft personalisiertem Gottesbild weder konsistent noch sogar mit der eigenen reinen Lehre zu vereinbaren ist. Und auch Küng als Aushängeschild der reformerischen Theologen legt sich laut Henkel bei den wirklich wichtigen Fragen argumentativ genauso wenig fest wie die Kirchenvertreter. Über alle Argumenten Henkels schwebt die nachvollziehbare Dominanz von Rationalität und Vernunft versus einem Bild der Mythologie und Einschüchterung wie es die Religionen vorleben. Die 10 Gründe im letzten Kapitel sind in Ordnung, alles sind gut aufbereitet, allerdings reißt der Autor ca. 100 Gründe im Buch an wodurch diese Auswahl etwas willkürlich erscheint.

Die rund 200 Textseiten teilen sich in folgende Überkapitel die jeweils in eine Reihe von Unterkapiteln aufgeteilt sind:

I.....Warum der Mensch der Torheit des Glaubens erliegt
II....Wohin fromme Illusion sich verirrt
III...Vernunft und Wissenschaft – Feindbild der Gläubigen
IV....Sternenkunde als verwandtes Musterbeispiel spekulativer Projektion
V.....Wie Theologie am Neuen Atheismus scheitert
VI....Zehn Gründe, warum so etwas wie Gott nicht existiert

Literaturempfehlungen (ein gutes Kompendium der deutschsprachigen Literatur zum Thema)

4,5/5 Punkten
44 Kommentare| 57 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. November 2013
Hallo Herr Henkel (vielleicht lesen Sie das ja hier),

natürlich ist Ihrem Buch zuzustimmen, und Sie haben ja sicherlich, wie ich auch, das Gefühl, eigentlich hauptsächlich bloß sehr Klares und Offensichtliches darin zusammengetragen zu haben.

Der Irrtum, dem einige wenige, so auch Sie und ich, oft unterliegen, ist, daß "Wahrheit finden" für Menschen eine Motivation sein kann oder in einer besseren, religionsärmeren Zukunft für mehr Menschen eine sein könnte.

Dies scheint jedoch nicht so zu sein.

Hauptmotivationen für Handeln und Denken sind, wie bei allen Lebewesen, Überleben und Fortpflanzen. Damit zusammenhängend dann sekundäre Motivationen wie soziale Eingebundenheit und Wohlbefinden.

Wie dies erreicht wird, ob durch etwas "Wahres" (oder auch "Gutes") oder durch "Lüge", ist dem Menschen gewöhnlich überaus egal. Und das wird auch immer so bleiben, da das biologisch im Menschen "eingebaut" ist.

Daher wird er das Unwahre, das ihm Wohlbefinden und soziales Eingebundensein (oder auch Macht, Geld und Frauen...) verspricht, IMMER dem vorziehen, das "wahrer" ist, diese Vorteile jedoch nicht verspricht.

Laotse sagte: "Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr." Der Mensch ist programmiert, das Schöne zu wollen.

Wahrheit hat nur dann hohen Wert für den Menschen, wenn sie konkreten Vorteil verspricht - wie z.B. in Wissenschaft, Forschung, Technik, wo durch Finden von Wahrheit (bzw. Aussortieren von Unwahrheit) tolle Entwicklungen möglich sind, die das Leben angenehmer und interessanter machen.

Und es werden immer nur relativ wenige "Freaks" sein, die da anders drauf sind - bei näherer Betrachtung sind sie das häufig nicht mal, da sie sich vom "Wahrheitsfinden" ebenso einen Wohlbefindens- und Anerkennungsbonus versprechen, nur sozusagen ein wenig mehr "hintenrum". Und nicht wenige Agnostiker und Atheisten, die in jenem Bereich sehr kritisch sind, fallen gleichzeitig auf anderen Bulls*** rein (Alternativmedizin, politische Überzeugungen etc...).
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am 25. November 2012
Hier wird auf den Punkt gebracht, warum sich Menschen zum Glauben hingezogen fühlen und so schwer wieder von ihm loskommen.
Eindrucksvoll und sachlich wird aus verschiedenen Perspektiven der Irrwitz der Gottesfürchtigkeit beleuchtet. Es wird dargelegt, dass Wunschdenken nichts mit Wahrheit zu tun hat und Viele gerne Denkverzicht ab einem bestimmten Punkt betreiben, weil sie den Trost der Wahrheit vorziehen.
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am 24. März 2015
Die Kritik an den gängigen Religionen und der daran Glaubenden ist sehr fair, logisch und aufklärend.
Es kann helfen, das Menschen freier und furchtloser werden, ohne engstirnige Verneiner zu sein. Wissen wollen öffnet neue Horizonte, macht frei und gibt mehr Sicherheit im Leben .
Bitten um göttliche Hilfe ändert eben nicht die missliche Situation sondern schwächt den eigenen Einsatz und Mut etwas zu verändern.
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am 7. April 2013
Ein lesenswertes Buch, das aufzeigt, wie Religioten ticken und wie absurd im 21. Jhdt die Religionen, die sich immer noch, und sogar mit zunehmender Aggression gegen Säkularismus wehren, sind.
Ein Muss für alle, die zumindest skeptisch Mysterien, Horoskopen und ähnlichen Hirngespinsten gegenüberstehen.
22 Kommentare| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Mai 2013
Natürlich scheiden sich hier wieder die Geister. Wer an seinem Kinderglauben festhalten will, weil er der Realität selber keinen Sinn abgewinnen kann und alle seine Wünsche in ein Alpha-Männchen projiziert, wird sich nicht überzeugen oder bekehren lassen. Für Atheisten und Agnostiker aber ein ausgezeichnet aufbereitetes Buch, das viele weitere Denkanstöße und Argumentationshilfen bietet.
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am 29. November 2015
Peter Henkel bringt einiges an Argumenten, die gegen Christentum und Glauben in jedweder Form sprechen, und outet sich als Atheist. Aber - weder Theismus noch Atheismus sind mangels Überprüfbarkeit beweisbar, denn wären sie es, würde es sich um Wissen statt um Glauben han-deln. So ist Atheismus eben nur ein negativer Glaube. Das sollte man im Hinterkopf behalten. Wahrhaft schwierige Fragen dagegen erörtert Hen-
kel gar nicht: dass z. B. nach Aussagen namhafter Forscher (Leonard Shapiro, Sir Fred Hoyle, Paul Davies) die mathematische Wahrscheinlich-keitsrechnung eine Entstehung des Universums ex nihilo als unmöglich erweist! Der Bruch der Symmetrie zwischen Materie und Antimaterie, die erst die Existenz des Alls ermöglichte, ist für die Naturwissenschaft immer noch eines der großen Welträtsel. Die äußerst feine Abstimmung der Naturkonstanten, bei deren geringster Abweichung das All nicht hätte entstehen können, legen dagegen die Existenz einer schöpferischen Intel-
ligenz im All nahe. Woher diese stammt, bleibt im Unklaren, weil wir auch nicht wissen, woher das Plasma stammt, das im Urknall erst Materie
und Antimaterie, Raum und Zeit entstehen ließ. So ist auch die Natur, die in allem ihrem Trachten auf Existenzerhalt aus ist, nicht die prima cau-
sa, sondern sekundär. Dass man mit "Gläubigen" nicht vernünftig argumentieren kann, legt Peter Henkel dar, aber nichts, was seine Position des Atheismus stützt. Dabei stören ihn die Agnostiker etwas. Was soll man aber sagen, wenn keine der beiden Positionen beweisbar ist? Die Position des Agnostikers ist jedenfalls bis zu weiteren zielführenden Erkenntnissen wohl die ehrlichste - aber wann kam es bei Weltanschauung, (Politik, Wirtschaft usw.) schon auf Ehrlichkeit an? Sie sind getrieben von Sicherheitsbedürfnis, Macht, Geld und was weiß noch. So vermögen Wollen und Wünschen die Erkenntnis des Seins zu verdunkeln. Auch Peter Henkels Buch hat mir keine neuen Erkenntnisse gebracht, jedoch kann man ihm eine gute Darstellung der vorhandenen zugutehalten.
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am 17. Mai 2013
Und am Ende frage ich mich und fragt man sich immer wieder dieses eine: “ Wenn derart viel an Vernunft, Aufgeklärtheit und gesundem Menschenverstand gegen Bibel, Gottes- und Jesuslehre spricht, sie alle drei zur bloßen Delusion i.S. des britischen Evolutionstheorie-Biologen. Dawkins stempelt, warum existieren dann diese Lehren der Amts- und sonstigen Kirchen noch immer in unserem atlantischen Abendlandes ? “.

Und hier sollte man die logische Fortsetzung moderner religionsskeptischer Werke verfassen, etwa als Band 2 zu Dawkins =Gotteswahn= oder gleicher
maßen hier zu Henkels =Glaube=, ich formuliere meinen Vorschlag hier mal so:
>> Warum feiern unsere abendländischen Religionen und ihre Kirchen weiterhin ihre fröhlichen Urständ ?
Was hielt sie trotz alledem an ihrem zähen Leben. ? <<
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am 22. März 2013
"Eigentlich ist die Sache ganz einfach: Gott existiert nicht"
Bereits dieser erste Satz des Buches macht den ganzen Rest überflüssig - wozu dann noch auf den verblendeten Leugnern herumhacken, Salz in ihre Wunden streuen, ihnen ihre Ängste, ihr Mitläufertum und ihre Ignoranz vor Augen halten?

Die Frage lässt nur 2 Antworten zu: Da wollte sich jemand über andere Menschen erheben und/oder mit seiner Meinung Geld machen.

Wie auch immer: Überflüssig bleibt das Buch so oder so.

Mich, als Christ, trifft die Kritik, treffen die Verunglimpfungen nicht, bin ich schließlich nicht "natural born christ", sondern bin das nach einigen Jahren der spirituellen Entwicklung und des Nachdenkens (z.B. über das Theodizee-Problem) geworden. Daher (und als Wissenschaftler) weiß ich um die Grenzen des Glaubens, kenne die Diskussionen um Evolutionstheorie und Schöpfung(smythos) und vor allem: Ich weiß, dass ich durchaus Sinn-voll, moralisch-verantwortlich und auch völlig angstfrei (beim Blick auf den Tod) leben kann und insofern mein Glaube nicht, wie das Buch unterstellt, eine Flucht aus Angst und Eigenverantwortlichkeit ist oder ich mir ein Hintertürchen offen halten will (zumal ich nicht glaube, dass ich Jesus "als meinen Herrn annehmen muss" um errettet zu werden).
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