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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
256
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am 18. September 2015
...der Film erzählt über die Exzesse des Iran und den Verlust der Menschlichkeit. In wuchtigen und teilweise brutalen Bildern wird dieser Film (Beruht auf einer wahren Begebenheit) sehr Realistisch umgesetzt. Ich glaube ARGO ist einer der besten Filme der letzten Zeit. So bieder die Moral auch erscheint, wenn man sie auf ihre Kernaussage reduziert, so grandios ist sie in diesem Drama umgesetzt. Der Film bietet differenzierte Charaktere, die von grandiosen Schauspielern ergreifend dargestellt werden. Der Film ist dabei sehr gut besetzt und das bis in die Nebenrollen.

Dieser Film hat mich von der ersten bis zur letzten Minute total fasziniert. Hier wurde ein Meisterwerk mit Tiefgang geschaffen, dass völlig ohne Spezialeffekte auskommt. Bild und Ton können absolut überzeugen. Angesichts der Beschaffenheit des Films würde ich sogar so weit gehen und beides als sehr gut bezeichnen. Die vorliegende Collectors-Edition Box ist eine tolle Veröffentlichung. Allen dieses Filmgenres kann ich diese aufgrund der sehr guten technischen Umsetzung und der üppigen und sehenswerten Extras nur empfehlen.
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am 18. Juni 2017
Bei diesem Film bewahrheitet sich wieder die alte Weisheit, dass das Leben die interessantesten Geschichten schreibt.
Hätte man sich diese Handlung ausgedacht, wäre wohl nie und nimmer ein Film daraus entstanden, so absurd klingt die Geschichte über das geheime Herausschleusen von 6 US-Amerikanern aus dem Iran, die bei der Stürmung der US-Botschaft in Teheran Ende 1979 heimlich zum kanadischen Botschafter dort fliehen konnten, wo sie als "Hausgäste" über ein Jahr ausharren mussten, in ständiger Angst vor der Entdeckung.

Die Filmhandlung dürfte inzwischen bekannt sein, und die filmische Umsetzung des Drehbuchs ist fantastisch. Von Anfang bis Ende hat mich der Film gefesselt, der Spannungsbogen ist hervorragend aufgebaut und gipfelt natürlich gegen Ende in den Szenen am Flughafen.
Intelligente Dialoge, eine ausgezeichnete Besetzung bis in die kleinsten Rollen und ein Regisseur, der wieder einmal beweist, dass er Bestleistungen aus seinem Cast herauskitzeln kann, machen "Argo" wirklich zu einem großartigen Filmgenuss.

Zu Ben Affleck bleibt abschließend noch zu sagen, dass er ein guter Schauspieler ist, ein hervorragender Drehbuchautor und schon mit "Argo", seinem erst dritten Film, ein Meisterregisseur. In diesem Fach hat er wohl seine Berufung gefunden.
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am 9. April 2015
Ein Gruppe Amerikaner sitzt in einem tyrannischen Land im Nahen Osten fest, umzingelt von feindlichen Einheimischen. In den 80ern wäre das wohl ein Fall für Chuck Norris gewesen. Der rauscht dann mit Hubschrauber und Raketenwerfer an und räumt unter den Schurken auf. Aber die Zeiten haben sich geändert und immer mehr Amerikanern wird klar, dass die alten Söldner-Methoden mehr Probleme machen als lösen. So wie Ben Affleck und George Clooney, die mit „Argo“ ein anderes, bislang unbekanntes Bild der CIA zeigen. Ihr Thriller nach einer wahren Begebenheit erinnert damit an Filme wie „Syriana“ und „München“.

Nach Jahrzehnten der Unterdrückung stürzen die Anhänger von Ayatollah Khomeini 1979 den Schah von Persien und rufen die Islamische Republik Iran aus. Die USA sind als enger Verbündeter des früheren Regimes das Feindbild der religiösen Revolutionäre. Wenig später stürmt ein staatlich gelenkter Mob die US-Botschaft und nimmt 66 Amerikaner als Geiseln. Das neue Regime fordert im Austausch die Auslieferung des Schah, damit der vor Gericht gestellt und hingerichtet werden kann. Es ist der Beginn eines monatelangen diplomatischen Tauziehens zwischen USA und Iran.
Unbemerkt sind aber sechs Botschaftsmitarbeiter der Gefangennahme entkommen und verstecken sich seitdem in der Villa des kanadischen Botschafters. Eine Flucht aus dem Land ist unmöglich, ihnen fehlen für so eine Operation die Ausbildung und die Mittel. Auf der Straße würden sie sofort auffallen, das Land ist im Aufruhr und vermeintliche US-Spione werden schon mal ohne Prozeß aufgehängt.
Zur selben Zeit arbeitet man bei der CIA an einem Plan zur Befreiung der sechs Flüchtlinge. An dieser Stelle entwickelt „Argo“ sich allmählich zur Politsatire. Die Ideen der CIA sind hanebüchen: So sollen die Botschaftsmitarbeiter auf Fahrrädern bis in die Türkei fahren. Oder in die US-Botschaft zurückkehren und auf die Befreiung durch das US-Militär warten. Umgesetzt wird dann aber ein noch absurderer Plan:
„Das ist die beste blöde Idee die wir haben“
Der Spezialist Tony Mendez (Ben Affleck, „Company Men“) will als vermeintlicher Filmproduzent in den Iran reisen, um dort nach Locations für einen angeblich geplanten Science-Fiction-Film zu suchen. Auf dem Rückweg will er dann irgendwie die Flüchtlinge als Mitglieder seiner Crew außer Landes schleusen. Um die Tarnung zu perfektionieren wird tatsächlich in Hollywood ein Filmprojekt aus dem Boden gestampft. Experten wie der Maskenexperte John Chambers (John Goodman „Extrem Laut Und Unglaublich Nah“) der schon früher mit der CIA zusammengearbeitet hat und der Produzent Lester Siegel (Alan Arkin, „Sunshine Cleaning“) werden angeheuert. Sie fungieren als glaubwürdige Fassade des Fake-Films. Sie kaufen ein Drehbuch und kündigen die Produktionen mit Parties und Presseartikeln lautstark an. „Argo“ heißt auch der Film im Film, passend zur Zeit Ende der 70er,als der „Star-Wars“-Boom losging, ist es ein Science-Fiction-Abenteuer, das sich dreist aus der griechischen Mythologie bedient („Jason Und die Argonauten“). Hier wird aus dem Politthriller eine Zeitlang eine extrem unterhaltsame Hollywoodsatire, die es mit „Wag The Dog“ aufnehmen kann. Genüßlich weist Affleck auf die Gemeinsamkeiten der professionellen Lügner beim Geheimdienst und im Filmmekka Hollywood hin.
Als Mendez schließlich im Iran landet,wird „Argo“ aber wieder zum schnörkellosen Spionagethriller mit den gängigen Problemstellungen: Wem kann man trauen ? Halten die falschen Papiere eine Überprüfung stand ? Können die Amerikaner sich lange genug vor den Häschern des Regimes verstecken ? Und kommen sie unerkannt durch die brodelnde Stadt, in der ein wütender Mob an jeder Straßenecke US-Flaggen verbrennt und vermeintliche Kollaborateure an Baukränen aufhängt?
„Wenn nicht ein Wunder geschieht, kriegen wir sie nicht da raus“
Mit „Gone Baby Gone“ und „The Town“ hat Ben Affleck sich als überaus fähiger Regisseur bewiesen, Affleck der auch hier die Hauptrolle übernimmt, spielt ordentlich, aber seine Figur ist ambivalent. Das ist aber vor allem eine Folge des Drehbuchs. Viel Spaß machen Alan Arkin und John Goodman als Hollywoodinsider, die mit sichtbarer Lust die Traumfabrik auf die Schippe nehmen. Die untergetauchten Botschaftsflüchtlinge, um die sich alles dreht, bleiben dabenen blass und austauschbar, ihre Anspannung,monatelang in einem kleinen Haus eingesperrt zu sein, überträgt sich auf den Zuschauer.
Viel Mühe wurde bei der Austattung und der Rekonstruktion der historischen Optik aufgebracht. Dadurch sieht „Argo“ schon sehr überzeugend aus. wirklich Einige Computeranimationen sind allerdings auch deutlich als solche erkennbar. Die Bilder sind jedoch retromäßig grobkörnig und besonders die Straßenszenen in Teheran, gedreht in Istanbul, wirken sehr authentisch. Dazu kommt ein typischer Sountrack mit Rockklassikern der Ära ,von Van Halen und Aerosmith bis Led Zeppelin.
"Ich habe noch nie jemanden zurückgelassen"
„Argo“ ist ein Spionagethriller der aus dem Rahmen fällt. Die Macher bemühen sich sichtlich um ein ausgewogene Darstellung, auch wenn die Geiseln um ihr Leben fürchten werden die iranischen Gegner nicht dämonisiert. Der religiöse Extremismus spielt hier etwa gar keine Rolle. Im Vorspann erzählt Affleck ausführlich und etwas lehrerhaft die Vorgeschichte des Iran. Wer die Krise damals nicht selbst erlebt hat, wird wohl trotzdem dankbar für die kleine Lektion sein: Der gewählte Präsident Mottassadeq wird in den fünfzigern mit CIA-Hilfe gestürzt und durch den Schah ersetzt, der das Land ausplündert und die Opposition terrorisiert. Um die Objektität und Akribie der Filmemacher zu belegen werden im Abspann einzelne Filmszenen offiziellen Pressefotos von damals gegenübergestellt, mit Erhängten in den Straßen und Kopftuchträgerinnen mit MG. Aber die gab es damals eben auch. Die Atmosphäre von Angst, Gewalt und Willkür wird nicht verschwiegen, aber man sieht auch wie modern die iranische Gesellschaft damals war.Kopftücher waren noch die Ausnahme, der religiöse Fanatismus stand erst am Anfang. Die Konflikte zwischen Amerikanern und Iranern werden nicht für den dramatischen Effekt auf die Spitze getrieben, die Gegner nicht dämonisiert. Dadurch mangelt es dem Film aber auch ein bißchen an Spannung. Was aber auch ein bißchen an der zwar wahren aber absurden Situation liegt, dass zu Tode erschreckte Büromenschen sich als Kinokönner ausgeben müssen und ihr Überleben an einem lächerlichen (und imaginären) Science-Fiction-B-Movie hängt.
"Wir sind für diese Menschen verantwortlich"
Der Film mit seinem Mix aus „Syriana“ und „Wag The Dog“ intelligente, solide inszenierte Kino-Unterhaltung,
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am 26. Februar 2017
Spannender Thriller aus 2012, wirklich gut, Film kriegt von mir *****, ist aber absolut nicht UHD, HDR und damit den hohen Preis der UHD-bluray wert. Der Film rauscht außerdem...
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am 26. März 2017
Auch wenn der Film älter ist - er ist sehr packend gemacht und wir haben richtig bei der Rettung mitgefiebert. Und natürlich ich auch toll, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt. Kein Wunder das es für den Regisseur Ben Affleck einen Oscar gab - sehr gut inszeniert und erzählt - wir haben vor Spannung sogar die Rauchpause vergessen.
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am 5. Februar 2015
Nicht viel zu sagen, zu diesem Film. Er ist genau wie ich es erwartet hatte.

+ Gute Spannung
+ Interessante Geschichte (nicht unbedingt unglaublich komplex, aber originell)

- Spannung manchmal ein bisschen "überinszeniert" (man hätte manche Dinge nicht auf die wirklich allerletzte Sekunde treiben müssen)

Insgesamt bekommt man einen soliden Film, der nicht zu meinen Lieblingsfilmen gehören wird, mich aber keine Minute gelangweilt hat. Ich konnte in die Geschichte eintauchen und wurde insgesamt gut unterhalten.
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am 26. August 2017
Ich bin sehr überrascht. Ich hab Ben Affleck selten so gut gesehen. Der Film ist wirklich grandios. Mehr muss man da gar nicht sagen.Völlig zurecht zahlreiche Auszeichnungen erhalten.
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am 15. Juni 2015
eine wirklich günstige collectors edition mit überraschend viel Inhalt, jedoch hat mich der Film nicht sehr überzeugt.
Naja dennoch vier sterne für den Preis und was man erhält
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am 26. Juli 2017
Recht gut gemachter Politthriller mit guten Darstellern.
Bild und Ton sind in Ordnung..leider .kein True HD!
Handlung ist sehr spannend aufgebaut, allerdings mit Lücken.
Im großen Ganzen Empfehlenswert !
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am 4. März 2015
Dieses Review wurde von mir ursprünglich für ein Online-Magazin geschrieben.

1979 fand im Iran eine Revolution statt, bei der das Volk den seinerzeit von den USA und Großbritannien inthronisierten Machthaber Reza Pahlavi stürzte. Dieser Schah hatte mehr als 20 Jahre lang den Einfluss des Westens im rohstoffreichen Land gesichert. Gleichzeitig herrschte er mit diktatorischer Skrupellosigkeit und versuchte parallel, der Bevölkerung einen westlichen Lebensstil aufzuzwängen. Unterdrückung und kulturelle Ignoranz führten das Land und seine Menschen schließlich in eine streng religiös geprägte Gesellschaft.

Story

Iran, November 1979: Die Revolution wird auch vor die Tore der US-amerikanischen Botschaft getragen. Die erzürnte Menge fordert vehement die Auslieferung des sich im amerikanischen Asyl befindlichen Ex-Premiers Pahlavi. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, beginnen einige Demonstranten mit der Erstürmung des Gebäudes und nehmen 50 Menschen als Geiseln. Sechs Mitarbeitern der Botschaft gelingt derweil die Flucht aus der eskalierenden Situation. Kurzerhand erklärt sich die diplomatische Niederlassung Kanadas bereit, den vom Mob gejagten Amerikanern Zuflucht zu gewähren. Fernab von Straßenschlachten brüten in den USA inzwischen Spezialisten möglichst raffinierte Exfiltrationsmöglichkeiten aus. Dem renommierten Fluchthelfer Tony Mendez (B. Affleck) kommt da eine besondere Idee: Eine fingierte Filmproduktion soll nach geeigneten Drehorten im Iran Ausschau halten und so die verfolgten sechs Amerikaner unbehelligt außer Landes schaffen.

Viele Filme werben mit Authentizität. Zumeist geschieht dies mit einem Slogan wie „Nach einer wahren Geschichte“. Argo, so verkündet es das Cover der Blu-ray, „basiert auf einer freigegebenen Geheimakte“. Und der Einstieg in Ben Afflecks neueste Regie- und Schauspielkombination nährt gleich den Verdacht, es hier mit einem astreinen Polit-Drama zu tun zu haben. Doch erfreulicherweise wird die Geschichtsstunde mit einem guten Schuss Action aufgepeppt, was aber zu keiner Sekunde erzwungen oder aufgesetzt wirkt. Das überragend inszenierte Finale ist gar ein Lehrstück in puncto perfekt arrangierter Dramaturgie und der unbestrittene Höhepunkt eines insgesamt überraschend spannenden Streifens. Erstaunlich, dass Affleck schon zu diesem Zeitpunkt solch eine punktgenaue Gratwanderung meistert. Nachdem der Mann erst 2010 mit The Town einen der besten Gangster-Thriller der letzten Jahre stemmte, bewegt er sich nun auch auf anderem Terrain äußerst zielsicher. Weitaus zurückhaltender, nüchterner agiert dagegen sein Alter Ego vor der Kamera. Dieser Tony Mendez ist kein großspuriger Held, vielmehr ein kühler Denker und Stratege. Sein durchaus patriotisches Handeln wird aber hier nicht überstrapaziert – der befürchtete US-Pathos-Overkill bleibt dankenswerterweise aus. Neben der Hauptfigur gibt es gleich mehrere interessante, weil gut ausgearbeitete Charaktere zu entdecken. Der Cast präsentiert sich homogen und hochwertig zusammengesetzt. Da fällt es leicht, sich auch an den Leistungen der vielen eher unbekannteren Gesichter zu erfreuen. Dass Routiniers wie Bryan Cranston (Breaking Bad) oder Oscar-Preisträger Alan Arkin ihre Rollen problemlos stemmen, ist beinahe eine Selbstverständlichkeit.

Aus naheliegend erscheinenden Gründen wurden die Szenen, welche im Iran spielen, in der Türkei abgedreht. Dem Gros des westlichen Publikums wird dieser Umstand nicht auffallen, zumal die Kamera auch das Land am Bosporus in großartigen Bildern eingefangen hat. Höhepunkte des Bilderreigens sind sicherlich die Aufnahmen inner- und außerhalb der berühmten „Blauen Moschee“, die einige fantastische Einstellungen liefern. Auch die Ausstattung überzeugt voll und ganz. Kostüme und Frisuren wurden mit viel Detailliebe auf das Jahr 1979 getrimmt. Hier wäre sicherlich auch eine Auszeichnung für die beste Ausstattung denkbar gewesen. Argo musste sich aber mit drei Oscars „begnügen“: Jüngst errang Afflecks Werk prestigeträchtiges Gold in den Kategorien Film, Drehbuch und Schnitt.

Bildqualität

Full HD im Format 2.4:1

gute bis sehr gute Bildschärfe

gelungene, jedoch keineswegs perfekte Durchzeichnung des Bildes

kühle Farbgebung zu Beginn als auch bei diversen Szenen im „Iran“

dezentes Graining

sauberer Transfer ohne jedwede Bildfehler

Die Bildqualität von Argo ist dezenten Schwankungen unterworfen. Die Schärfe des Materials erlaubt vielfach eine sehr hohe Detailklarheit, passagenweise liegt aber auch „nur“ ein gutes Ergebnis vor. Die eine oder andere Bildsequenz sieht ein wenig weich aus, allerdings halten sich diese Eindrücke in Grenzen. Stilistisch bedingt ist die Farbgebung mitunter recht kühl geraten, so dass phasenweise eine beinahe dokumentarische Bildsprache erzielt wird. So wie man es von einem aktuellen Release erwartet, ist der Transfer absolut sauber geraten.

Tonqualität

Deutsch Dolby Digital 5.1; Englisch DTS-HD MA 5.1

gut gelungener räumlicher Klang

vollständig synchronisierter Extended Cut vorhanden

sehr gut verständliche Sprachausgabe

exzellent integrierter Soundtrack, der sowohl moderne als auch orientalische Elemente beinhaltet
Besonders der action- und temporeiche Einstieg als auch das furiose Finale glänzen mit wunderbarer räumlicher Soundkulisse. Der Löwenanteil des Films wird dagegen von dialoglastigen Szenen getragen. In beiden Fällen überzeugt die deutsche Tonspur, auch wenn man sich hierzulande erwartungsgemäß mit Dolby Digital zufriedengeben muss. Umso erfreulicher, dass auch der knapp neun Minuten längere Extended Cut vollständig synchronisiert vorliegt.

Ausstattung

um neun Minuten erweiterter Extended Cut (vollständig synchronisiert)

PiP-Funktion: Augenzeugenbericht

Aus Teheran gerettet: Wir waren dort

Absolute Authentizität

Die Verbindung zwischen CIA und Hollywood

Flucht aus dem Iran: Die Hollywood-Option

Audiokommentar (u.a. Ben Affleck)

Das Bonusmaterial ist nicht nur umfangreich, es bietet auch in qualitativer Hinsicht keine gravierenden Kritikpunkte. Absolut sinnvoll wird der Hauptfilm ergänzt. Diverse Augen- bzw. Zeitzeugen kommen zu Wort und rahmen den Film in seinen historischen Kontext ein. Darüber hinaus werden vielfältige Einblicke in die Dreharbeiten gewährt. Sämtliche Features liegen in gelungener HD-Qualität vor und sind (mit Ausnahme des Audiokommentars) deutsch untertitelt.

Fazit

Eine gute, über weite Strecken gar sehr gute Bildqualität zeichnet dieses Release aus. Auch die deutsche Tonspur gefällt – trotz der Warner-typischen Beschränkung auf deutschen Dolby Digital-Ton. Argo ist bestes Politkino und umschifft die genretypischen Risiken mühelos. Der Film ist keine trockene Abwicklung über ein historisches Ereignis, sondern ein mit exzellenter Dramaturgie und handfester Action aufgepeppter Thriller. Die Realität schreibt vielleicht doch die besten Drehbücher.
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