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TOP 500 REZENSENTam 22. November 2012
Die Autoren berichten zunächst von den Auswirkungen des Klimawandels an Hand von einigen speziellen Regionen u.a. von dem Amazonas, den Gletschern auf Spitzbergen, den Ereignissen auf den Inseln des Königreiches Tonga, es geht zu den Gipfeln des Himalayas und zu den Arbeitstruppen in Murmansk. Erläutert wird der Anstieg des Meeresspiegels, das Auftauen der Arktis und der Zunahme extremer Wetterereignisse.

Sehr gut wird ferner in dem Buch gezeigt wie die "Big Player" an sich selber denken und die globale Jagd auf die wichtigen Bodenschätze im vollen Gang ist. Moskau hat z.B. vorgesorgt in Spitzbergen, um sich so die Route durch das Polarmeer zu sichern. Durch den Klimawandel werden auf einmal neue Schiffsrouten interessant denn sowohl die Nordostpassage als auch die Nordwestpassage verkürzen die wichtigsten Handelswege um fast 5000 km.
China dagegen sieht die Existenzängste des eigenen Volkes und handelt entsprechend mit großer strategischer Weitsicht. Dort findet man schon die folgende Aussage in dem Buch: "Die Flüsse gehen über die Grenze, was für eine Verschwendung."(S.215), also werden ganz konsequent und mit enormen Aufwand ganze Flüsse umgeleitet um das Versorgungsproblem mit sauberem Trinkwasser zu lösen, die Menschen an dem ehemaligen Fluss hinter der Grenze werden dabei nicht beachtet. Die Autoren zeigen ferner China ist clever und gibt ungebundene Kredite an bestimmte schwache Länder um sich so ins Spiel zu bringen und dadurch Zugang zu den Bodenschätzen oder Häfen zu erhalten. Ein chinesischer Konzern hat z.B. inzwischen die Kontrolle über den Panama Kanal, andere sichern sich weltweit Häfen. Die beiden Autoren zeigen deutlich kein anderer Staat als China richtet sich strategisch und sehr geschickt auf den Klimawandel ein und besetzt immer mehr wichtige Schlüssel -Positionen. Gelungen fand ich die fiktive zweiseitige Agenda die die Autoren jetzt für China auf Seite 278f formuliert haben.

Ferner zeigen die Autoren dem Leser weiteres Konfliktpotential an anderen Stellen in der Welt und warum wir Europäer recht hilflos mit unseren derzeitigen politischen Möglichkeiten sind. Die Autoren machen dem Leser z.B. unsere europäische Haltung deutlich: "Der Schwarze Kontinent wird als Möglichkeit betrachtet, den Hunger nach Rohstoffen und Nahrungsmitteln zu stillen. Was Afrika exportiert geht hauptsächlich in den Westen und der Westen baut darauf, dass es so bleibt..." (S.235)

Diese Buch sollte man lesen!
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am 19. Februar 2013
Selten hat ein Sachbuch sich mit solch elementaren Problemen unseres Globus auseinander gesetzt, wie das Buch der beiden Autoren Claus Kleber und Cleo Paskal mit dem Titel „Spielball Erde“. Claus Kleber kennt der Nachrichten interessierte Fernsehzuschauer als Moderator des heute-journals. Daneben hat der engagierte Journalist immer wieder mit vielbeachteten Sachbüchern aktuelle Themen der amerikanischen Politik aufs Korn genommen, zumal er als Korrespondent der ARD in Washington tätig war. Parallel dazu wurden von ihm preisgekrönte Dokumentationen und Reportagen für das deutsche Fernsehen gedreht. Für das vorliegende Buch konnte er als Co-Autorin Cleo Paskal gewinnen, eine ausgewiesene Expertin für strategische Fragen, die westliche Regierungen und Unternehmen berät und deren Publikationen zahlreiche Auszeichnungen erhalten haben.

Schon der Titel zeigt auf, mit welcher Thematik man es hier zu tun hat. Es geht um unseren Planeten und was die Industrienationen damit in den letzten hundert Jahren angestellt haben, nämlich ihn zum Spielball zu degradieren, jedenfalls in den Augen der Macher dieses Werkes. Um eine Bestandsaufnahme des aktuellen Zustandes unseres Erdballes in Sachen Klimawandel, Wasserverknappung, Erderwärmung und Landraub durch multinationale Konzerne zu dokumentieren, hat sich Kleber mit seinem Fernsehteam mehrmals rund um den Globus auf Recherche begeben und dabei keinen Kontinent ausgelassen. Er hat Gespräche mit Politikern, Wissenschaftlern, Militärs und Unternehmern geführt, überall dort, wo die Folgen des Klimawandels schon eingetreten sind oder massive Anzeichen auf einen baldigen Wandel hinweisen.

Aber auch die politischen Folgen, die aus diesen elementaren Veränderungen sich ergeben, wurden weltweit bei den betroffenen Regierungen hinterfragt. Dabei hat sich gezeigt, dass kein Land auf der Erde diesem Wandel so viel Bedeutung beimisst wie China. Die Chinesen haben ihre gesamten geopolitischen Strategien auf die Folgen des Klimawandels ausgerichtet, zudem spannen sie ein globales Handels- und Logistiknetz mit großem Selbstbewusstsein.

Wasser, eigentlich ein menschliches Grundrecht, ist ein großes Thema in diesem Buch. Schon jetzt ist zu befürchten, dass bei fortschreitender Verknappung dieses lebensnotwendigen Gutes, es in vielen Teilen der Erde zu Aufständen und Kriegen kommen wird. Parallel dazu kann die Erderwärmung mit dem rasanten Anstieg des Meeresspiegels durch das Abschmelzen der Polkappen eine millionenfache Wanderbewegung in Gang bringen, die Menschen versuchen sich zu retten und flüchten aus den Überschwemmungsgebieten, die zukünftig keinen Lebensraum mehr bieten. Dabei sind kriegerische Auseinandersetzungen vorprogrammiert.

Auslöser dieser verheerenden Entwicklung ist der Raubbau an der Natur und die ungebremste Verschwendungssucht an den Ressourcen unserer Erde. Seit über einem Jahrhundert haben die Industriestaaten sich diese Praxis zu Eigen gemacht, um so ihren Wohlstand aufzubauen. Mit dem Eintritt der großen Schwellenländer, wie China, Indien und Brasilien ins Industriezeitalter hat diese Entwicklung rasant zugenommen, der Hunger nach Rohstoffen ist gigantisch, die Folgen, die aus der Verarbeitung entstehen, sind katastrophal.

Aber Kleber wäre als Journalist kein guter Analytiker, wenn er es in seinem Buch alleine bei einer Bestandsaufnahme des Zustandes unserer Erde belassen hätte. Immer wieder stellt er seinen Gesprächspartnern die Frage, was man gewillt ist zu unternehmen, um der globalen Zerstörung entgegen zu wirken. Es ist nicht verwunderlich, dass die betroffenen Länder hierbei am konsequentesten nach Auswegen suchen, während viele andere immer noch auf ungebremstes Wachstum setzen, trotz ihrer fortschreitenden Umweltzerstörung, wie etwa in Russland. „Spielball Erde“ ist ein außergewöhnliches Buch und wie anfangs erwähnt von elementarer Bedeutung.

Hier geht es nicht um einen regionalen Konflikt oder um die Konkurrenz unterschiedlicher politischer Systeme. Nein, hier geht es um die Grundsatzfrage: Wie gehen wir Menschen zukünftig mit unserem Planeten um? Sind wir bereit, in einem völkerrechtlichen Konsens den Raubbau zu beenden und in einem friedlichen Miteinander, die selbstverschuldeten Probleme zu lösen?

Kleber jedenfalls hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben. Das Buch enthält eine Fülle von Informationen, die spannend vorgetragen, einen globalen Überblick in dieser uns alle betreffenden Thematik vermittelt. Wenn man bedenkt, welche Anstrengungen Kleber und sein Team unternommen haben, um die hier vermittelten Erkenntnisse zu erlangen, dann ist als Fazit festzustellen, es hat sich gelohnt, denn das Ergebnis ist ein besonders wichtiges Buch geworden, dass jeden Leser in den Bann zieht.

Sehr empfehlenswert.
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am 26. Januar 2016
Längst haben die Auswirkungen des Klimawandels auch geostrategische Belange erreicht. Wassermangel, die Angst vor leeren Kornkammern oder steigende Wasserspiegel sind längst in der Agenda von Politikern und Militärs angekommen. Klaus Kleber zeigt in seiner weltumspannenden Reportage wie sich die Folgen der klimatischen Veränderungen weltweit in bisher ungeahnte Bereiche ausdehnen.

Mächtige Staaten haben ihre Tentakel schon längst zu Lasten der Schwächeren ausgestreckt, um ihren Status langfristig halten zu können. Kleber zeigt in diesem Buch auf interessante und nachvollziehbare Weise, wie Staaten sich gegenseitig Wasser entziehen oder riesige Hektarzahlen in Afrika kaufen. Von Indien, über China bis zum Polarmeer - Kleber legt dem dem Leser die vielen interessanten und oft auch überraschenden Zusammenhänge, die Sicherheitspolitik, Ressourcen und Knappheiten in einen Topf werfen. Und am Ende scheint es so, dass es für viele Auseinandersetzungen leider nur eine Lösung geben wird'

Unterlegt ist die Reportage mit vielen aufschlussreichen Bildern.

Ein kleiner Kritikpunkt bleibt am Ende trotzdem. Mag der Klimawandel, aus wessen Händen auch immer, am Ende unbestritten sein ' Klebers Ausführungen, auch zwischen den Zeilen, wirken leider oft zu vorwurfsvoll, mit dem Zeigefinger ausgeführt.
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am 27. Juni 2016
Claus Kleber ist ein Transatlantiker der die Interessen der US Politik und auch des IPCC vertritt, und deshalb für mich nicht relevant ist, da alles was er sagt und dokumentiert, von dieser Sichtweise bestimmt wird. Ich will auch nicht näher auf seine Belege und Ansichten eingehen. Zu den Fakten: Klimaveränderungen hat es, mit oder ohne menschliches Zutun, schon immer geben und wird es auch immer geben. Dazu muss man nur die Geschichtlichen Aufzeichnungen verfolgen. Zur Zeit Karls IV im 14. Jhdt. gab es Überschwemmungen, Hagel, Schneestürme und das Wetter spielte einfach verrückt. Aufzeichnungen belegen, dass man in Köln mit Booten über die Stadtmauer fahren konnte. Das ist nur ein kleiner geschichtlicher Abschnitt in Sachen Wetter, es gibt sehr viel mehr davon.
Der CO2 Anteil in der Atmosphäre liegt bei 0,039 %, CO2 ist schwerer als Luft, und lagert sich am Abend bis zum Morgen in bodennahen Schichten, bis es durch die von der Sonne aktivierten Prozesse von der Pflanzenwelt absorbiert wird. Es kann nicht zum Treibhauseffekt beitragen, da es physikalisch dazu nicht in der Lage ist. Einen Treibhauseffekt gibt es nur im Glashaus, unsere Erde ist kein Glashaus, Wärmestrahlung kann nach wie vor ins Weltall entweichen. Siehe auch Dr. Helmut Böttiger, Dr. Ralf D.Teuschner, Dr. Prof Gerhard Gerlich und viele andere Meteeorologen und Klimaforscher.
Warum geht es? Es geht darum weltweit einen riesigen finanziellen Bedarf zu schaffen, der vom Steuerzahler bedient werden muss.
Wer steht dahinter: Großfinanz, Politik, Wirtschaft.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. November 2012
Claus Kleber und Cleo Paskal haben ein sehr interessantes Buch vorgelegt, das ausgezeichnet dokumentiert, wie die Auswirkungen des Klimawandels, der unter anderem mit einer zunehmenden Verknappung kritischer Ressourcen einhergeht, weltweit zum Teil schon jetzt in aller Deutlichkeit zu spüren ist, und zwar viel stärker als bei uns in Europa. Überzeugend wird argumentiert, dass wir in absehbarer Zeit dennoch nicht von ihm verschont bleiben werden.

Ganz besonders aufschlussreich fand ich die Darstellungen über den bereits jetzt stattfindenden Machtkampf um die knapper werdenden Ressourcen und die sich eventuell als Folge des Klimawandels ergebenden zusätzlichen Ressourcenquellen.

Hier störte mich allerdings ein wenig die zu politische Ausrichtung des Buches und bzw. die fehlende evolutionstheoretische Fundierung. Wandel hat immer etwas mit Evolution zu tun. Eine Frage, die sich dann sofort aufdrängt, lautet: Wer sind die Hauptakteure in diesem Spiel? Sind es die USA, Europa, China, Russland, also die üblichen politischen Größen, oder sind es eher die unternehmerischen Superorganismen im Sinne der Systemischen Evolutionstheorie. Letztere (beispielsweise Apple und Samsung) stehen im unmittelbaren Wettbewerb um den Erfolg auf den Märkten und damit natürlich auch um den möglichst günstigen und ungehinderten Zugriff auf die Ressourcen. Zurückstecken wird in Marktwirtschaften niemand können und wollen, denn das könnte schließlich das Aus für das gesamte Unternehmen bedeuten. Wie man wettbewerbsorientierte und damit letztlich auch wachstumsorientierte Marktwirtschaften (in denen nicht so sehr die Menschen, sondern vor allem Milliarden-schwere Unternehmen gegeneinander konkurrieren) in einer Zeit, in der die Grenzen des Wachstums längst erreicht oder gar überschritten wurden, organisieren kann, sodass es nicht mehr zu einer sich fortwährend beschleunigenden Plünderung aller Ressourcen und Lebensgrundlagen kommt, ist trotz einiger interessanter Versuche und Konzeptionen ein bis heute völlig ungelöstes Problem.

Erschwerend kommt hinzu, dass man in einer globalisierten Welt entschleunigende Maßnahmen kaum lokal wird umsetzen können, ohne die heimische, auf globalen Märkten agierende Wirtschaft (und damit schlussendlich die eigene Bevölkerung) massiv zu benachteiligen und zu schädigen. Kurz: Selbst wenn man die eigenen Interessen für einen Augenblick einmal außen vor lassen würde, wüsste man bis heute nicht, wie man den eigendynamischen Evolutionsprozess von Marktwirtschaften wieder halbwegs zügeln könnte. Es gibt nach meiner Kenntnis bislang nicht die Spur eines Konzeptes, das mich in dieser Hinsicht überzeugen könnte.

Zu den Ursachen und der weiteren Entwicklung des Klimawandels wäre ebenfalls einiges anzumerken. Beispielsweise gibt es das meiner Meinung nach nicht leicht von der Hand zu weisende Argument Robert B. Laughlins in Der Letzte macht das Licht aus: Die Zukunft der Energie, dass bevor die von Klimaschützern anvisierten Maßnahmen zur Eindämmung eines von Menschen gemachten Klimawandels überhaupt greifen können, die allseits ausgemachten Verursacher - nämlich die fossilen Brennstoffe - weitestgehend verbraucht sind.

Und damit komme ich zur letzten Anmerkung zu diesem sehr lesenswerten Buch, die keineswegs als Kritik verstanden werden sollte, sondern eher als eine alternative (spekulative) Voraussicht auf eine mögliche zukünftige Entwicklung der Menschheit: Einige Stimmen (z. B. in Warum die Welt immer kleiner wird: Öl und das Ende der Globalisierung) haben prognostiziert, dass mit dem Ende des Ölzeitalters auch das Ende der Globalisierung eingeläutet werden würde. Unter solchen Voraussetzungen dürfte es dann aber gerade nicht zu dem kommen, was sich die beiden Autoren für die Zukunft in vielleicht 100 Jahren erträumen, dass nämlich spätere Generationen einmal über die nationalen Grenzen hinaus und im Interesse der gesamten Welt handeln werden. Wenn alles Wirtschaften primär lokal ist, wird man vermutlich vor allem wieder lokal denken.
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am 2. Juni 2014
Durch seine guten Kontakte und seine viele Erlebnisse als Journalist ist Claus Kleber ein sehr interessantes Buch gelungen, welches einige Ausblicke bietet, wohin sich das Machtgleichgewicht der Welt hinbewegt und wer zu den großen Verlierern dieser Entwicklung gehören wird im Kampf um die wichtigsten natürlichen Ressourcen der Erde.
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am 18. August 2014
Klaus Kleber und seine mit-Autorin Cleo Paskal beschreiben sehr auschaulich und ungeschminkt viele erschreckende Entwicklungen im Spannungsfeld zwischen Umweltzerstörung und Machtpolitik. Am Beispiel Trinkwasser wird plastisch, wie brutale Erpressung und Nötigung mit dieser lebenswichtigsten Ressource betrieben wird und was noch droht. Man sollte das gelesen haben, dann kann keiner mehr sagen, er hätte es nicht gewusst. In zwei Punkten geht das Buch über den eigenen Anspruch und das Geschäft des Reporters hinaus, und beide Male wird es schräg:
Zum einen werden im Beispiel China die antikommunistischen Vorurteile bedient, die Mao Tsetung und die chinesischen Kommunisten als Naturzerstörer darstellen. Ich habe mich zu diesem Thema sehr ausführlich informiert und spreche dem Reporter hier die Kompetenz ab, ein historisch angemessenes Urteil über die Leistungen des Chinesischen Sozialismus im Umweltschutz zu fällen.
Zum anderen der Schluss. Ich habe Verständnis, dass man den Leser nach den drastischen Schilderungen nicht ratlos entlassen will. Aber besser keinepolitische Aussage über Lösungsmöglichkeiten als dieser doch etwas seichte und illusionäre Appell an das Umweltbewusstsein der nächsten Generation. Mit Appellen ist diesen eiskalten Machtpoltikern und Machthabern nicht beizukommen, denn sie wissen, was sie tun.
Mein Vorschlag: Weiterlesen bei Stefan Engel: "Katastrophenalarm". Ein Buch, das nicht nur einige Auswüchse, sondern die gesamte Bedrohung analysiert und zwingend-überzeugend die Überwindung des Kapitalismus fordert.
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am 5. November 2014
Hoffe sehr, dass der bekannte Autor ebenso gut schreibt, wie Petr Scholl-Latour es konnte, dass auch er mir zu einer Wissenserweiterung verhelfen kann?§
Buch ist in sehr gutem Zustand, vielen Dank,
mfg.E.G.
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am 29. April 2016
0 Uhr
Der Planet Erde 4 Milliarden Jahre in der Vergangenheit gleicht einer Hölle. Für die Existenz einer Atmosphäre ist es zu heiß. Erst durch eine langsam herbeigeführte Abkühlung hüllt sich die Erde in Gase. Dann wird sie großflächig von Wasser in Form eines Urozeans bedeckt. Die Grundlage für erste Lebensformen ist geschaffen.
1 Uhr
Vor 3 Milliarden Jahren entstanden Cyanobakterien, die 2 ½ Milliarden Jahre lang Fotosynthese durchführten. So konnte die Ozonschicht entstehen und durch den Schutz vor UV-Strahlung und den Gehalt von Sauerstoff wichtige Lebensvoraussetzungen schaffen.
Es folgte ein Wechsel von Wärme- und Kälteperioden, durch einen Mangel oder Überschuss an Kohlenstoffdioxid herbeigeführt.
6 Uhr
Vor 150 Jahren begann der Mensch mit der Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Kohle. Seien wir einmal ehrlich: Wir alle wissen über die Indikatoren des Klimawandels bestens Bescheid. Die Treibhausgase nehmen zu. Ein Ozonloch entsteht und breitet sich aus. Das Polareis schmilzt. Der Meeresspiegel steigt. Inselstaaten droht der Untergang.
8 Uhr
Der Permafrostboden, der bislang ¼ der nördlichen Hemisphäre bedeckte, beginnt zu tauen. Das in ihm gefrorene organische Material wird beweglicher. Permafrost enthält doppelt so viel Kohlenstoff wie unsere Atmosphäre. Schon ein geringer Temperaturanstieg würde genug davon freisetzen, um die Klimaerwärmung mehr als drastisch zu beschleunigen.
10 Uhr
Wetterextremen häufen sich. Der Planet wird heimgesucht von Dürren und Überschwemmungen. Stürme zerstören große Teile des Landes.
11 Uhr
Klimasünder bevölkern die Erde. Sie sind abhängig von der schwarzen Droge, dem schwarzen Gold, das billigen Strom bringt. Verträge werden beschlossen und nicht umgesetzt. Bei derzeitigem Stand steht uns Ende dieses Jahrhunderts ein allgemeiner Temperaturanstieg von 5°C bevor.

12 Uhr
Zweifel werden erfunden. Die Welt zögert. Verantwortung wird verleugnet und abgeschoben. Verdrängung bildet den Schlüssel.

Es ist Viertel nach zwölf.

Oder etwa doch nicht?
Physikalisch gesehen ist das Ziel noch erreichbar. Wie es lautet? Die Durchschnittstemperatur darf in keinem Fall um mehr als 2°C steigen!
Auf Nimmerwiedersehen fossile Brennstoffe, herzlich willkommen im Zeitalter der erneuerbaren Energien!
Die Pariser Weltklimakonferenz im Dezember 2015 bildete einen historischen Durchbruch. Eingeständnisse von Verantwortung und Pflicht.
196 Nationen und ein Spiel, das alle angeht. Gepokert wird um alles oder nichts. Unser Himmel ist keine Müllkippe!
Was können wir tun?
Eine Kette ist nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Deutschland gilt seit 20 Jahren als Vorreiter in Sachen erneuerbare Energien. Wir müssen es als unsere Pflicht ansehen, Entwicklungsländer in der Einhaltung der verbindlichen Rahmenbedingungen zu unterstützen!
Der Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen muss sinken! Viele kleine Veränderungen bilden eine einzige große Chance. Wie wir heizen, uns ernähren, uns fortbewegen, ist nicht zu unterschätzen. Das Geheimnis liegt in der Reduktion von allem nur Möglichen, um die Grenzen des scheinbar Unmöglichen zu sprengen.
Wir sind die Generation, die das schaffen kann, das schaffen muss. Denn - Vermutlich sind wir die letzte Chance auf den Sieg.

Wagen wir es und drehen wir die Zeit zurück!
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am 2. Dezember 2012
Wer sich fragt, welche zentralen Herausforderungen in den nächsten Jahrzehnten anstehen und wie sich bereits jetzt Nationen wie China positionieren, dem kann ich dieses Buch nur nahe legen. Herrn Kleber und seinem Team gelingt es in herausragender Weise, den Zusammenhang zwischen Klimawandel, Wirtschaft und Politik lebendig und anhand fundierter Hintergründe darzulegen. Im Vergleich zu anderen mir bekannten Büchern in diesem Themenfeld fand ich dieses Werk bisher mit deutlichen Abstand am besten.

Wie bereits in einer anderen Rezension geschrieben ist es erschreckend, dass viele der bereits stattfindenden Veränderungen in den Medien kaum thematisiert werden. Mit ganz anderen Augen habe ich gestern eine Meldung zum angeblich abgeschlossenen Reisexportvertrag Thailands mit China wahrgenommen.

Ich hoffe, dass der Verlag die Übersetzung des Buches ins Englische in Erwägung zieht, um es auch ausländischen Lesern zugänglich zu machen.
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