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Kundenrezensionen

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VINE-PRODUKTTESTERam 23. November 2012
ist dieser Film mit dem genialen Titel "Blaubeerblau" und was es damit auf sich hat, wird am Ende verraten.

Wenn ein krebskranker Mensch "austherapiert" ist, erzeugt das in seinem Umfeld meistens Unbehagen, denn wer will sich schon mit dem Tod auseinandersetzen. Vor allen Dingen ziehen sich dann oft leider auch nahe Freunde und Familienangehörige zurück, zum Teil aber auch aus Angst.

Dieser Film zeigt so wunderschön auf, wie wichtig es ist, mit Menschen, die den Tod vor Augen haben, normal umzugehen. Unter normal verstehe ich u. a., dass man auch mal streiten und anderer Meinung sein kann. Und wenn einer eine Kuh nochmals streicheln möchte, dann sollte er das auch tun dürfen.

Ich habe vor einigen Wochen meinen Vater auf seinen Weg in den Tod begleitet. Er wollte zwar keine Kuh, aber seine Zigarillos zwischendurch und genau die habe ich ihm beschafft!

P.S. Devid Striesow ist unübertrefflich! Ich liebe ihn seit er in Der Job seines Lebens mitgespielt hat!
P.P.S Die Musik ist genial!
22 Kommentare| 25 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Dezember 2012
... gefallen hat mir Rainer Kaufmanns Film -Blaubeerblau-. Im Lauf des Films erfährt man, wie passend und wunderbar der Filmtitel gewählt ist. Ich habe den Film eher zufällig gesehen und war von Anfang an begeistert. Kaufmanns Umgang mit dem heiklen Thema Tod ist berührend, nachdenklich, warm und gefühlvoll. Zur starken Story gesellt sich ein Darstellertrio in den Hauptrollen, das aus einer "kleinen Geschichte" ganz großes Kino macht.

Fritjof Huber(Devid Striesow) arbeitet in einem Architekturbüro. Das Verhältnis zur Chefin ist so lala und Huber ist alles andere als locker und gesellig. Als er jetzt den Auftrag erhält, ein Aufmaß in einem Sterbehospiz zu erstellen, kriegt Huber Schweißausbrüche. Mit dem Tod will und kann er gar nicht umgehen. Aber Huber nimmt den Auftrag an. Im Hospiz trifft er den alten Schulkameraden Hannes(Stipe Erceg) wieder. Der ist gerade dabei die Schwelle vom Leben in den Tod zu überschreiten. Hannes war der Tausendsassa auf der Schule; Fritjof der Außenseiter und Loser. Aber Hannes weiß noch, dass Fritjof in seine Schwester Sabine(Nina Kunzendorf) verknallt war. Fritjof kommt mit der neuen Situation überhaupt nicht klar. Doch Hannes weiß, was es bedeuten kann, Kindheitswünsche zu erfüllen. Er ahnt jedoch nicht, dass auch Fritjof sich besinnt und einen Versuch startet, die Vergangenheit in die Gegenwart zu transformieren...

Es geht um das Leben, den Tod, die Liebe, das Schicksal und... eine Kuh. Kann da filmtechnisch noch etwas schiefgehen? In Kaufmanns Film jedenfalls nicht. Toll gespielt, wunderbar ausgedacht, musikalisch fein unterlegt und mit soviel Herzblut versehen, wie eine Filmproduktion verkraften kann. Ich habe mich exquisit unterhalten lassen und war vor allem von den schauspielerischen Leistungen Stipe Ercegs, Devid Striesows und Nina Kunzendorfs begeistert. -Blaubeerblau- ist ein perfekt passendes Puzzleteil für den neuen, deutschen Film! Absolut empfehlenswert!
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am 24. Januar 2013
Ein ausgegrenztes Thema unserer Gesellschaft wird be-greifbar gemacht, indem die Geschichte eines introvertierten Mannes Anfang der zweiten Lebenshälfte erzählt wird. Pointierte Bildsprache, ästhetische Metaphern trotz der ständigen Präsenz des Themas Sterben. Kann ich meinen Übergang auch selbst gestalten?! Antworten auf spannende Fragen...
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am 10. Oktober 2016
kommt erst im Laufe der Handlung klar heraus. Devid Striesow spielt den Huber derartig gut, dass man meint, er sei der schüchterne Introvertierte, von denen wir so viele zu kennen glauben und doch nicht kennen. Der Film zeigt die innere Reifung zur Persönlichkeit, die noch längst nicht abgeschlossen ist, wenn wir uns im Leben meinen zurechtgefunden zu haben. Ich wollte ihn eigentlich mit Schülern zum Thema Hospiz anschauen, hab mich dann aber entschieden, das Hospiz lieber direkt zu besuchen. Geblieben ist mir einer der Filme, die mir am meisten zu Herzen gehen. Unbedingt anschauen!
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am 26. Dezember 2012
Ein sehr schöner Film der Wiederspigelt, daß was wir teils übersehen im Leben.
Was ist Reichtum und Geld, wenn es bei uns im Leben an der Zwischenmenschlichen Beziehung fehlt.
Der Mensch hat vergessen was wichtig ist, und was zählt. Man braucht doch gar nicht so viel um Glücklich zu sein!
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am 2. März 2013
Schön, wie mit Bildern, Gesten und recht wenigen Worten die ganze Komplexität von Leben, Streben, Sehnsucht und Unvollkommenheit so dargestellt werden kann. Großartige Schauspieler ( Kuh eingeschlossen!!) und ein Drehbuch weit entfernt vom Kitsch! Klasse!
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am 19. Juni 2013
Filme schaue ich kaum mehr, weil die öffentlichen dem niveaulosen Druck der Privaten nachgeben.
Rein zufällig im öffentlichen TV gesehen und dann gefesselt zugeschaut.
Ich will nicht die schauspielerische Leistungen und Regie bewerten, denn das ist immer sehr individuell.

Ich meine die Geschichte, die hier erzählt wird. Sie ist einfach sehenswert.
Der Film ist gut zum Nachdenken geeignet, was der wahre Sinn des Lebens ist und wo die Prioritäten liegen sollten. Nicht nur links auf der Überholspur unterwegs sein, sondern mal den Blinker rechts setzen und nachdenken.
Einfach super!
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am 8. April 2013
Ein wirklich ergreifender Film, der aufzeigt, wie sehr sich Menschen vor dem Tod fürchten, die noch nicht damit konfrontiert wurden. Auch wenn der Film zwischendurch etwas unwirklich erscheint und sich die Dinge sicher schneller entwickeln als im echten Leben ist er durchaus sehenswert und der Hauptdarsteller schrullig-liebenswert...
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am 18. Dezember 2013
wie auch die vorangegangenen Bewertungen bin ich begeistert von der Tiefe des Films und den wirklich guten Schauspielern. Die Auseinandersetzung mit dem Tod wird einem stückweise nähergebracht, man fühlt mit und kann am Ende trotzdem noch lächeln. Selten berührt ein Film so sehr, daß man später noch darüber nachdenkt.
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am 16. November 2013
Danke, Herr Meyer-Burckhardt für die Idee dieses Filmes, für das Weiter Mit(er)leben von Sterbenden und von Verstorbenen.
Danke an alle Schauspieler/Innen.
Ein gesellschaftlich "kaltes"Thema, das im Film mit viel Wärme, Individualität und das Wesentliche im und fürs Leben und für das Sterben ummantelt wird.
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