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am 24. November 2012
Hier zur Abwechslung mal eine Bewertung eines absoluten ASP-Neulings, denn bis vor wenigen Wochen wusste ich nicht einmal, dass es eine Band namens ASP überhaupt gibt. Meine Rezension richtet sich daher auch in erster Linie an all die vielen anderen potentiellen Neueinsteiger da draußen - ja richtig, genau Du bist gemeint! Oder warum liest Du das hier sonst noch? Denn wollen wir mal ehrlich sein: Wer kauft gewöhnlich Musik von Künstlern, die er (noch) gar nicht kennt? Wohl leider die Wenigsten. Hätte ich nicht selbst über sehr seltsame Wege die Bekanntschaft mit einem älteren ASP-Titel gemacht, würde wohl auch ich heute nicht diese Empfehlung schreiben können. Und das wäre echt verdammt traurig ...

Nun, ich gehöre nicht zu denen, die die Musik und jeden einzelnen Songtext bis ins kleinste Detail analysieren und sezieren. Das können andere sicherlich viel besser. Doch ich kann für mich persönlich sagen: Nie zuvor hat mich Musik so schnell so sehr in ihren Bann gezogen.

Daher möchte ich all denen, die wie ich durchaus offen für Neues oder vielleicht auch einfach nur musikalisch vielseitig interessiert sind, diesen einen guten Rat geben: Gönnt Euch dieses kleine Meisterwerk!

Schon mit der Standardversion bekommt Ihr sechs wirklich wunderschöne Songs. Vielleicht meint die oder der eine oder andere jetzt: "Wie, nur 6 Songs?" Dazu sage ich: Ja, aber davon ist jeder auf seine ganz eigene Weise besonders und einzigartig. Wie oft hatte ich mir in der Vergangenheit schon CDs mit deutlich mehr als 10 Songs gekauft und war dann letztlich ziemlich enttäuscht, weil mir am Ende vielleicht gerade mal ein oder zwei von den Songs auf der CD wirklich gut gefallen hatten? Ihr kennt das auch?

Mein Versprechen an Euch alle: Das ist hier garantiert anders, denn es ist für jeden Geschmack und jede Stimmungslage etwas dabei. Die Songs sind mal laut oder mal leise, mal hart und rockig und dann wieder unglaublich gefühlvoll ... oder irgendwie auch einfach alles in einem. Das Besondere daran: Jeder einzelne Song ist auf seine ihm eigene Art einfach nur genial. Fragt man mich nach meinem GeistErfahrer-Lieblingssong, kann ich dies leider absolut nicht beantworten. Ich liebe diese sechs Songs einfach alle! Abgesehen von der wirklich tollen Musik bestechen die Songs zudem mit unfassbar intelligenten und ansprechenden Texten - and last but not least - der Sänger mit seiner unglaublichen Stimme. Was bitte will man da für sein Geld noch mehr verlangen?

Für mich ist ,Die GeisErfahrer EP` jedenfalls eine absolute Kaufempfehlung! Weniger als 5 Sternchen gehen da einfach nicht ...

Vielleicht sollte ich zum Abschluss jedem potentiellen ASP-Neuling allerdings noch eine kleine Warnung mit auf den Weg geben: Der Hörgenuss dieser Musik ist hochgradig ansteckend und birgt absolute Suchtgefahr :-)
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am 17. November 2012
Der Untertitel 'Fremder-Zyklus 1.1' verrät es:
Mit der EP 'GeistErfahrer' wird der neu eingeschlagene Weg des letzten Albums konsequent fortgeführt.
Es geht wieder um die Kälte und (begründete) Ängste in unserer Gesellschaft - und die Rücksichtslosigkeit, mit der wir immer öfter konfrontiert werden.

Kritische und traurige Texte der einzelnen Stücke werden durch die Musik eindringlich umgestzt und transportieren so erstklassig die düstere Grundstimmung.

Zu den einzelnen Liedern:

- GeistErfahrer - typischer Gitarren-Gothic Rock mit Ohrwurm-Charakter und der Aufforderung, auch mal gegen den Strom zu schwimmen (bzw. fahren)

- In Sack und Asche - ruhig, wunderschön und durch die Spinett-Klänge mit der passenden zerbrechlichen Stimmung, um den Text über Versagensängste zu transportieren

- ÜberHärte - sperrig, hart, gitarrenlastig und somit absolut passend, die vermeinlich nötige Härte in unserer Gesellschaft ('Du lässt Dich langsam versteinern - Dein Herz Dir künstlich verkleinern') und die daraus resultierende Einsamkeit ('Niemand teilt mehr Deine Werte, deshalb wirst Du so menschenscheu') auch musikalisch zu transportieren

- Carpe noctem - mit ruhigerem Einstieg und mehr Synthi-Untermalung steigert sich der Song bis zum rockigen Refrain und untermalt so die Aussage, dass es ja immer noch die Nacht gäbe, um unerfüllte Hoffnungen zu erfüllen

- Weichen(t)stellung - nimmt musikalisch und thematisch den 'GeistErfahrer' auf, auch wenn es etwas düsterer und nicht so rockig daherkommt und transportiert sehr eingängig die Aufforderung, sich gegen vermeinlich gemeingültige Normen zu stellen.

- Danach - traurig, melancholisch kommt die einzige Ballade am Ende der EP daher und untermalt das Thema über die Kälte (den Winter) in unserer Welt ('wann kommt der Schnee, der wie ein Mantel sich um dieses Elend legt')

... und dann ist man mit sich alleine und denkt sich 'Wann kommt der Winter?'.

Die kritischen Fragen an unsere Gesellschaft sind einfach sehr schön umgesetzt und verdient volle 5 Sterne - was will man mehr?
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am 7. Dezember 2012
Auf der neuen Scheibe halten ASP wieder einmal, was sie seit Jahren versprechen: feinsten Gothic-Rock der mit gewohnt anspruchsvollen Texten, einer guten Instrumentierung und der klangvollen Stimme des Sängers daherkommt. Man fragt sich, wie ASP das machen, daß sie immer wieder zu überraschen verstehen und es seit Jahren eben keine bessere Band in dem Bereich gibt. Mein Favorit: Carpe Noctem!
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am 4. Januar 2013
Die GeistErfahrer EP ist wirklich wiedermal top =)
ASP ist eine so großartige Band.
Die EP ist erstmal ein bisschen gewöhnungsbedürftig aber schon beim 2. mal hören, bleiben die Lieder hängen.
Songs wie "Carpe noctem" kann ich ja total weiterempfehlen. Das hat es mir schon beim ersten hören angetan =)
Und "Weichen(t)stellung" ist auch total genial. Der Text geht auch sehr unter die Haut =)
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am 4. Januar 2014
Also zu erst muss ich sagen, ich bin nach wie vor ein riesiger Fan des Schwarzen Schmetterlings Zyklus, die Alben davon, die in meinen Augen das Höchstmaß aller Dinge ausmachen, was diese Band da geschaffen hat. Danach kam Krabat, was auch erst mal ungewohnt war aber auf seine Weise die Geschichte sehr gut in ASP-Form erzählt. Als Fremd eintraf, war ich erst überrascht: ein neuer Zyklus, anders aber auch nicht schlecht. Aber nun vielleicht kennt es der eine oder andere ja auch: Es ist diese ungeheuer tolle Feeling was man beim Schmetterlings-Zyklus hatte, wo man wirklich fast immer sagen konnte: "Wooh, ich hör dieses Lied seit mehreren Jahren schon und es ist immer noch so aufregend wie damals, auch wenn man es schon auswendig kennt!" Dies hat jetzt auch die Geisterfahrer EP geschafft und das obwohl es ein ganz anderes Thema behandelt. Ich bin begeistert.
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am 10. Januar 2013
ASP (wird übrigens wie der Zungenschlag einer Schlange in einem Atem ausgesprochen) sind nicht wirklich meine bevorzugte Musikrichtung. Wirklich nicht. Man könnte den Stil als Gothic-CrossOver bezeichnen. Sehr ausgesprägte Metal-Elemente mit Elektro- und Klassik-Anteilen. Trotzdem harmonisch und meistens so gestaltet, dass gewisse Passagen einfach mitreissen und zum Tanzen anregen. Recht anspruchsvoll finde ich. Auch und vor allem die Lyrics. Wobei die zwei Hauptthemen ("GeistErfahrer" und die "Reprise") ganz klar aus der Zusammenstellung herausragen; im positiven Sinne. Wenn ich könnte, würde ich für die beiden sechs Sterne vergeben! Die Stimme des Sängers ist zwar eigen, aber sehr charakterbetont und mir wohlgefallend gleichermassen fiess, ernst zu nehmen und wohlklingend. Dadurch hat die Band einen hohen Wiedererkennungswert. Die Spinett-Einlage in "In Sack und Asche" gehört zu meinen Favoriten, denn so etwas liebe ich. Trotzdem macht die Musik auf Dauer doch etwas griessgrämig; zumindest geht es mir so. Das sei mir gestattet anzumerken... Wirkt irgendwie wie ein leicht betörendes, lethales Gift. Also Vorsicht!
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am 16. November 2012
Die mittlerweile auf 2 „Stammmitglieder“ geschrumpften Frankfurter Gothic Novel Mannen von ASP bescheren dem geneigten Freund ihrer Kunst mit der „GeistErfahrer EP“ den ersten musikalischen Nachschlag (in Form von gänzlich neuen Liedern) seit letztes Jahr das Meisterwerk „fremd“ Kritiker und Fans begeistert hatte. Verdienter Erfolg, einiger missmutiger Stimmen zum Trotz, bewies, dass die Trennung von Matze (und später auch Himmi) keine tieferen Spuren im Felse ASP hinterlassen hat.

Aber ASP wären nicht ASP, wenn sie sich auf schnöden Lorbeeren ausruhen würden, denn schließlich gibt es noch so viel zu sagen, so viel zu schreiben und so viel zu veröffentlichen. Und vor allem zu sagen hat Bandkopf Asp scheinbar viel, denn die GeistErfahrer EP ist ein Weckruf, gerichtet an eine Gesellschaft, die sich scheinbar immer mehr einem Abgrund nähert, der selbige unweigerlicher verschlucken wird – wenn wir nicht endlich damit beginnen gegen den Strom zu schwimmen…

Entstehen bei diesen Worten Bilder im Kopf? Mit Sicherheit. Und genau diese Vorstellung hat der renommierte Künstler Timo Würz, der auch schon das Cover der „fremd“ Platte entworfen hatte, in einem wunderbaren Artwork umgesetzt, welches die limitierte Edition der 40 minütigen EP ziert. Bedrohliches Rot, Blitze, Sturm – eine apokalyptische Szenerie umgibt die Menschenmassen, die eine Klippe hinauf marschieren, von der sie am Ende in die Tiefe stürzen. Fast schon unscheinbar erkennt man mitten unter ihnen einen verängstigten Asp, der gegen die Massen, fort vom Abgrund, rennt. Besser hätte das Cover nicht ausfallen können, aber auch das normale Coverartwork (unter dem Schuber der ltd. Edition) untermalt die Botschaft und den Titel der EP passend.
Aber gut, anspruchsvolles Artwork und eine tolle Verpackung – gewohnte ASP Kost (im positiven Sinne!), doch sobald die ersten Töne des doppeldeutigen Titeltracks ertönen könnte der ein oder andere Fan denken, er habe eine Eisbrecher- oder gar Rammsteinplatte erwischt. Kräftige, abgehackte Gitarrenriffs und verzerrter (oder tatsächlich gegrowlter, man weiß es nicht) Gesang empfangen und packen den Hörer. Doch schon kurz danach entfaltet das Lied unverkennbare ASP Stimmung, wenn auch härter und direkter, als man das gewohnt ist. Dies ist aber nicht nur passend zum roten Faden der EP, es ist auch ein Teil der positiven musikalischen Entwicklung, die die Band seit „fremd“ zu durchleben scheint. So düster, hart und bisweilen gar metallisch wie auf der GeistErfaher EP war die Band noch nie. Während man auf „fremd“ mit der Angstkathedrale gar Doom Atmosphäre versprühte, fehlen auf der EP bei manch einem Titel nur noch mehr Growls und Double Bass und man hätte wunderbarsten deutschen Metal mit herrlichen Texten. Also schon an dieser Stelle die Bitte an Asp: MEHR davon und ruhig noch etwas härter (natürlich nur, wenn es passt, man muss sich ja niemandem anbiedern)! Doch zurück zum Lied: Ein mahnender Text (auf den ich nicht viel näher eingehen will, da die Botschaft hier eindeutig ist und man über ASP Texte alleine schon ganze Aufsätze verfassen könnte, die jeglichen Rezensionsrahmen sprengen würden), treibende Gitarren und eingängige Melodiebögen zaubern einen der besten ASP Songs der letzten Jahre hervor, der besonders live eine unglaubliche Energie an den Tag legt.

Aus der Mitte der Gesellschaft hinein in des Poeten ängstlichen Kopf geht es mit „In Sack und Asche“. Laut Asp handelt der teilweise recht kryptische Text von Schreibblockaden und anderen Ängsten, die wohl jeder kennen dürfte, der selber Gedichte oder ähnliches verfasst. Begleitet von einem der tollsten Refrains der Bandgeschichte arbeitet sich der Song über gut 7 Minuten hin zu einer fulminanten Klimax, weshalb ich hier auch noch darauf aufmerksam machen möchte, wie schön lang fast alle Lieder auf der EP sind. Klar, ASP müssen hier auch extrem viel Text verarbeiten, aber lange Lieder waren schon immer eine Disziplin, die die Band extrem gut beherrscht hat und so freut mich das persönlich sehr, dass man hier mit einem langen Lied nach dem anderen belohnt wird. Wer sich von der Magie des Liedes losreißen kann, entdeckt nebenbei ein Artwork, das wie bei jedem Titel der EP genau auf das Lied zugeschnitten ist. Im Fall von „In Sack und Asche“ sind dies äußerst reizvolle Musen, ein gequälter Asp und einfach unglaublich stimmige Fotos, die jeder selbst begutachten muss, um nachvollziehen zu können, wie gut diese zum Stück passen.

Nach den letzten ruhigen Tönen zeigt Bassmeister Tossi auf "ÜberHärte" wie eine fette Bassline auszusehen hat und schon ist man wieder umhüllt von (für Gothic Rock Verhältnisse) harten Gitarrenklängen und treibendem Schlagzeugspiel. Die Musik und der Text ergänzen sich hier wunderbar, geht es doch um die Härte, die man an den Tag legen muss, um in einer Ellenbogengesellschaft bestehen zu können.

„Niemand teilt mehr deine Werte,
deshalb wirst du so menschenscheu.
Darum die Wut, die in dir gärte
so wie ein giftiges Gebbräu.“

Als gute Lösung wird diese Konsequenz jedoch nicht angesehen, im Gegenteil. Spätestens hier sollte jeder erkennen, dass die EP einen eindeutigen roten Faden hat und die verschiedenen Facetten des Niedergangs der angeblichen Krone der Schöpfung misstrauisch begutachtet.

Damit man aber nicht völlig der negativen Seite des Lebens erliegt, spendet die Band mit „Carpe noctem“ etwas Trost. Denn wenn alles im Licht des grellen Tages trist und deprimierend aussieht, „Dann bleibt dir immer noch die Nacht!“. Eine fast schon träumerische Melodie umhüllt den wohl klassischsten ASP Song der EP. Auch textlich ist man hier wiedermal ganz oben dabei, was deutsche Lyrik angeht, aber das braucht man bei ASP eigentlich schon nicht mehr erwähnen, da diese seit jeher zusammen mit Adversus, Samsas Traum und Das Ich der Szene zeigen, wie anspruchsvolle, gehaltvolle Texte auszusehen haben. Dem ein oder anderem könnten ein, zwei untypisch „einfache“, direkte Zeilen auffallen, dies passt aber einfach besser zum Konzept (Stichwort klare Ansagen/Aussagen treffen) der EP und ebenso zur musikalischen Untermalung.

Vor dem letzten Lied spannt „Weichen[t]stellung (GeistErfahrer Reprise)“ nochmal den Bogen zum Titelstück und bietet einen weiteren Live Kracher mit viel Energie und einer wichtigen Botschaft. Lass dich nicht lenken, übernehme selbst das Steuer.

Doch jeder Kampf ist einmal verloren, jede CD einmal am Ende und (fast) immer wird es ein „Danach“ geben… Wie das laut Asp in unserem Fall wohl einmal aussehen wird, das mag nicht jedem gefallen… Was zuvor geschehen ist überlässt der Text dem Leser, jedoch dürften hier die meisten zum selben Schluss kommen: Die Menschheit hat sich selbst besiegt, die Konsequenz unseres Handelns erleben nur noch wenige und genau diese Situation greift das Lied äußerst stimmungsvoll auf. Winterhauch, Akustikklänge, Asps unvergleichliche Stimme und gegen später sogar ein waschechtes Gitarrensolo der atmosphärischen Oberliga kreieren einen melancholischen Abgesang auf das Ende der Menschheit und die Reinigung der geplagten Mutter Erde. Auf einer Stufe mit Klassikern wie „Die Ruhe vor dem Sturm“ oder „Fading away (a Vision)“ entlässt die Band ihre Hörerschaft zurück in die eisige Wirklichkeit (wahrscheinlicher ist jedoch der Druck auf die Replay Taste), vielleicht mit der Hoffnung, dass die Botschaften der Lieder so manchen doch noch zu einer Kehrtwende bewegen können und andere merken, dass sie nicht allein sind.

Als Rezensent und Fan bleibt mir nur ein ehrliches „Danke!“ für diese unglaublich wundervolle CD. Egal ob die Botschaften, die man nur mit einem lauten „JA!“ bekräftigen kann, das tolle Artwork oder die umwerfende Musik: ASP haben einmal mehr gezeigt, warum sie mit zum Besten gehören, was die deutsche Musiklandschaft zu bieten hat. Außerdem beweisen sie, dass sie trotz einer so langen und erfolgreichen (auch wenn man sich immer gern schlechter darstellt, als man ist) Karriere nicht auf der Stelle treten, sich weiterentwickeln und gleichzeitig treu bleiben. Ganz im Gegensatz zu so manchem Kollegen…

Noch zu erwähnen sei die tolle Bonus CD, die einige mit der wunderschönen und talentierten Ally dargebotene Stücke der „fremd“-Tour II bereithält. Produktionstechnisch ist die EP glasklar, ohne künstlich zu wirken, jedoch verbleiben ASP dabei, ihre Stücke, Gott weiß wieso, unnötig laut abzumischen (Stichwort Loudness War). Und an der ein oder anderen Stelle ist der Gesang für meinen Geschmack etwas zu weit im Hintergrund, Wörter werden von der Musik „geschluckt“. Das ist aber nun wirklich Kritik auf schwindelerregendem Niveau und stößt kaum sauer auf.

Wer auch immer ASP Fan ist, der braucht diese CD sowieso – allen anderen kann man das schmucke Stück aber ebenso empfehlen, denn viel besser wird deutsche Musik nicht, liebe Leute, also: KAUFEN!
PS: Asp, bitte, wirklich, ich warte auf den Double Bass und echte Growls! :D
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am 27. Januar 2013
Wie von ASP gewohnt ist diese EP ein weiterer Meilenstein seiner Musikkarriere, die Texte sind sehr poetisch, die Melodien gehen ins Ohr und seine Engelsstimme lädt zum Träumen ein. Auf der EP ist eine schöne Mischung von Rockigen Liedern bis Balladen ist alles vertreten! Wunderschön und eine Klare Kaufempfehlung!
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am 21. November 2012
Künstler: ASP
Release: GeistErfahrer (EP)
VÖ: 16. November 2012
Label: Trisol Music Group (Soulfood)

“Wenn ein Drache steigen will, muss er gegen den Wind fliegen.”
Chinesisches Sprichwort

Bei ASP von einem Drachen zu sprechen, wäre allerdings leicht untertrieben oder zumindest in diesem Zusammenhang nicht ganz richtig. Vielmehr ist der charismatische Frankfurter Frontmann Asp seit Jahren der Wind, mehr noch, der kreative Sturm einer ganzen Szene, der nicht müde wird, einem ins Gesicht zu wehen und den Gleichschritt der schwarzen Lemminge zu durchbrechen.

Asp gleicht wirklich einem Phänomen. Seine Texte sind lyrische lupenreine Diamanten, verbunden mit einer Musik, die mal rockig elektronisch, mal elektronisch rockig klingt. Balladeske Lieder wechseln sich mit epochalen Chorälen, aufs minimalste reduzierte Songs mit intensiv-düsteren musikalischen Grusel-Märchen ab.
Immer echt. Immer er selbst.

Wo andere Künstler froh sind, überhaupt wenigstens ein (wenn auch im Ohr schmerzendes) Reimschemata hinzubekommen, scheint Asp eine ganze Heerschar an Musen zu besitzen, die ihn stets dämonengleich zu neuen Höchstleistungen antreiben. Was er auch erschafft, welches thematische Ufer er auch ansteuert, Asp geht mit einem unglaublichen und mit nichts zu vergleichendem Respekt daran.
Dieser Respekt und die große, damit verbundene Verantwortung, machen ihn allerdings auch zu einer Geisel des eigenen inneren Kerkers der Kreativität, dessen einziger Weg in die Freiheit für den Frankfurter wohl nur über das bestmöglichste Ergebnis seiner Arbeit führt.

Wo andere Bands sich bereits lange gesättigt zurücklehnen, lieber farbloser Massenware den Vorzug geben und eine schlechte musikalische Saat unter das Volk streuen, ohne dabei auch nur den Funken eines schlechten Gewissens zu haben, erscheint der vielschichtige und sensible Charakter von Asp noch lange nicht zufrieden und am Ziel und damit das genaue Spiegelbild dieser nimmersatten Einheitsarmee.
Asp brennt lichterloh dagegen an und ist eine der wenigen hellen Flammen in einem sonst sehr düsterem Land der künstlerischen Armut. Er ist immer bestrebt das maximal Mögliche zu erreichen, egal ob es seine Musik betrifft, die Arbeit als Schriftsteller oder etwas scheinbar so Banales wie die künstlerische Gestaltung eines Booklets.
Das Ergebnis ist immer etwas Besonderes.

Was der Fan und Konsument am Ende in den Händen hält, ist ein lebender, atmender Teil von ihm selbst. Ein geliebtes Kind, das eine ganz eigene Seele besitzt und erst dann in die Welt hinausgelassen wird, wenn es, wie es besser nicht geht, darauf vorbereitet wurde.

Er liebt die Dinge die er macht nicht nur, er lebt sie und das mit einem bestimmt oftmals erschütterten, aber nie gebrochenem Glauben an ihrer Richtigkeit und an seiner Pflicht, diesen härteren Weg gehen zu müssen. Gegen den Strom zu schwimmen. Ein Fels in der Brandung zu sein. Ein musikalischer, menschlicher Wellenbrecher.
Asp will mitreißen und zum eigenen Denken animieren, das aber trotzdem ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Er lebt das Rückgrat vor und zeigt so beispielhaft, dass es auch anders geht.
Nach dem neu begonnenen “Fremder-Zyklus” und der damit verwobenen persönlichen Innenansicht, dem sensationellen Erfolg des Albums und der mit Lob überhäuften Tour, auf der ASP wieder einmal ihre großartigen Live-Qualitäten unter Beweis gestellt haben, ist man nicht gesättigt und träge, sondern nutzt die Aufmerksamkeit, um mit dem Finger in einigen Wunden zu bohren und unbequeme Wahrheiten aus dem Schatten ans Licht zu zerren.

Tiefgang im Rockgewand. Ein lyrischer Vorschlaghammer.
So intensiv und fesselnd “Fremd” ist, so reanimierend ist nun die “GeistErfahrung”. Die neue EP, die im November erschienen ist, beinhaltet 6 Tracks und bereits das Cover gibt die Richtung vor: Entgegengesetzt.
Zwei Versionen gibt es. Eine “normale” Edition und eine limitierte Deluxe-Variante, die auf 3999 Exemplare begrenzt ist und jedes Fanherz vom Inhalt schneller schlagen lässt, zumal es sich hier um eine Doppel-CD handelt. Entgegengesetzt zur “einfachen ” Edition sind auf CD 2 noch 5 zusätzliche spezielle Live-Songs mit der Geigerin Ally als musikalischem Stargast vertreten. Ebenso ist die Ausführung, was die hier benutzten Materialen angeht, wesentlich hochwertiger und das Cover, von Timo Würz kreiert, zeigt eine andere kunstvolle Szenerie als auf der “normalen” Variante. Man kann es nur betonen, hier wurden absolut keine Kompromisse eingegangen und genauso kompromisslos sind auch die neuen Songs, dem Herzstück von “GeistErfahrer”.

Wer “Wechselbalg” schon auf “Fremd” liebte, wird den Opener “GeistErfahrer” vergöttern.
Der Song rockt derartig vom ersten bis zum letzten Ton, dass man wirklich von einem musikalischen Tritt in den Allerwertesten sprechen kann. Textlich ist er durch und durch Asp, wie er leibt und lebt. Ein Weckruf, dessen kraftvolle Aussage sich sofort in den Kopf pflanzt und mitgesungen werden kann. Bereits nach wenigen Momenten ist man von der fantastischen Livetauglichkeit des Tracks überzeugt und ich freue mich bereits jetzt schon, dieses Lied auf der kommenden Tour zu hören.

Nein, ich werde nun nicht jeden Song auseinander nehmen und in seine Einzelteile sizieren. Jeder Hörer und Fan sollte diese “GeistErfahrung” ganz persönlich für sich erleben und die musikalischen Botschaften der sechs Lieder selbst entdecken ohne das irgendwer was vorinterpretiert, dem Geist eine Grenze und Mauer setzt.
Ich kann nur eines bestätigen, diese EP ist jede Sekunde des Wartens wert. Der Grundgedanke dieser Zwischenausgabe und die Botschaft wird auf allen Tracks wie ein roter Faden durch das kleine Album gesponnen. Textlich und musikalisch ist es wieder ein Meilenstein im Schaffen von ASP.
Es ist Rockmusik, die sich in einem enormen elektronischen Klang-Raum bewegt und die mit der gewaltigen Kraft einer Lawine den Hörer mitreißt und wachrüttelt. Es gibt jedoch auch zarte lyrische Gebilde, die nicht umgeben von einem Projektil aus harter und lauter Rockmusik hinausgefeuert werden, sondern deren Energie in ihrer textlichen Aussage selber steckt. Leise und sanft nistet sich dann das Statement in unserem Kopf ein, wo die Botschaft wie eine besondere Saat in uns aufgeht und unseren Geist neu belebt. Eben ganz ASP!

Reflexion

Der Mut und die Kraft mit der Asp immer wieder gegen den Strom schwimmt, ist bewundernswert. Der bedingungslose Kampf für mehr musikalische Kreativität und Vielseitigkeit, jenseits des schwarzen Mainstreams, sowie das damit verbundene Rütteln am eingefahrenen Systemdenken der schwarzen Szene selber, könnte für ihn jederzeit das Todesurteil bedeuten. Trotzdem wird er nicht müde den Finger in Wunden zu legen, die Gliederkette der Menschen auseinanderzureißen und lauthals die Wellen der Lemminge zu durchbrechen. Wie einfach wäre es doch im Einheitsbrei mitzurühren, still zu sein und im gemeinsamen Kollektiv das Denken einzustellen.Warum er dies nicht macht? Ich denke, weil er die Hoffnung nicht aufgibt. Und so lange eine Band wie ASP damit weiter macht, wird diese Hoffnung auch nicht sterben und immer wieder andere Menschen erreichen und dazu animieren, sich ebenfalls aus dem Gleichschritt zu lösen, auszubrechen, wieder selbstständig zu denken.
Für Asp selbst ist Konstantin Wecker ein großes Vorbild, dem er auch die EP “GeistErfahrer” gewidmet hat
Und auch wenn er das nicht hören mag, wir wiederum haben das große Glück Asp als Vorbild nennen zu können.
Es ist ein wenig apokalyptisch, fast wie in einer Matrix, einer surrealen Welt voller Monster und seelenloser Zombies, in der ASP unermüdlich eine hoffnungsvolle Boschaft auf irgendeiner Frequenz sendet. Und man selbst möchte diesen Mut zurücksenden und sagen:
“Danke. Du bist nicht allein da draußen…”

Songliste:

1. GeistErfahrer
2. In Sack und Asche
3. ÜberHärte
4. Carpe noctem
5. Weichen[t]stellung
6. Danach

Bonus CD 2 (Limitierte Deluxe-Edition)

1. Sing Child
2 Duett (Minnelied der Incubi)
3. Krabat
4. Unverwandt
5. Werben
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am 18. November 2012
Erstmals hat ASP ein Album produziert, bei dem scheint, als würden die Instrumente Asps Stimme dominieren und nicht wie gewohnt umgekehrt, so satt sind die Gitarrenklänge der EP.

Nichtsdestotrotz zeugen alle sechs Songs von der Virtuosität von Asps Stimme. Man kann förmlich hören, wie gewandelt, wie erstarkt und selbstbewusst Asp geworden ist.

Dies schlägt sich auch in den Texten nieder. Sie sind stark, sie sind selbstbewusst und sie sind kritisch. Sehr viel kritischer, als man es von ASP sowieso schon gewohnt ist. In meinen Augen beinhaltet diese EP die bislang kritischsten Lyriks von ASP. Sie sind ein klares Statement. "Du nicht. Kehr um kehr um!" Sie machen Mut. Mut, selbst auch stark und selbstbewusst zu sein, sich aus der Masse zu lösen, ein Individuum und kein Herdentier zu sein und dabei "Geist Erfahren".

Die Musik selbst ist Metal in Reinkultur. Ein klarer, reiner Hardrock, wie ich ihn schon lange nicht mehr gehört habe. Auch die Instrumente sind stark und selbstbewusst. Was im Album "Fremd" schon herausklang ist hier nun vollendet: satte Gitarrenklänge, klare Gitarrensoli -die den Hörer sehr schön durch "GeistErfahrer" mitziehen-, ein tiefer Bass. Es fällt schwer, beim Anhören der Songs wie "GeistErfahrer", "Weichen(t)stellung (GeistErfahrer Reprise)" oder "ÜberHärte" nicht vom Sofa aufzuspringen und im Takt mitzubangen.

Diese Klänge sind perfekt gepaart mit der, dem Gothic Rock anhaftenden Portion Düsternis und gleichzeitig vereint mit äußerst intelligenten Lyriks. Eine perfekte Kombination, die rar ist und die nicht nur Fans des Gothic-Genres gefallen dürfte, sondern auch den Fans des Heavy Metal. Diese EP ist kraftvoll!

Ich kann diese EP wirklich jedem anempfehlen, der einem dieser beiden Stile anhängt und insbesondere all denjenigen, die sich als Metaller bislang nicht mit ASP beschäftigt haben. Traut euch, ihr werdet es nicht bereuen.

Aber die EP besteht nicht nur aus harten, rockigen Tönen.
Mit "Sack und Asche" zum Beispiel - meinem absoluten Favourite - schlägt es auch leisere Töne an, die teilweise klassisch anmuten und mit seinen spinettartigen Klängen Tanzsäle vergangener Epochen vor das geistige Auge beschwören. Insbesondere mit diesem Lied beweist Asp wieder einmal die sagenhafte Bandbreite seines Stimmvolumens, welches wahrlich JEDES Musikgenre füllen könnte!

Der für mich gewöhnungsbedürftigste Song ist "ÜberHärte". Wie der Titel schon sagt: Über Härte. Harte Klänge zu hartem Text. Es ist der selbstbewussteste Text der ganzen EP. Schlussendlich versöhnend mit all dieser Härte ist für mich eine Melodienpassage, die mich an eine Passage aus "Angstkathedrale" erinnert und mir damit die Sensibilität des Songs trotz seiner Härte vor Augen führt.

Zum Artwork:
Alle, die sich die EP zu diesem unsagbar günstigen Preis nicht leisten wollen, kann ich nur bedauern. Allen anderen kann ich nur wärmstens empfehlen, sich die EP im Original zu kaufen, denn auch das Artwork ist wie immer unschlagbar und gehört unbedingt ins CD-Regal. Es ist mit der gewohnten Sorgfalt liebevoll gestaltet und gibt ein wunderbares Gefühl beim Blättern.
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