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Kundenrezensionen

4,9 von 5 Sternen
71
4,9 von 5 Sternen
Geisterfahrer
Format: MP3-Download|Ändern

am 22. November 2012
Alle 6 Lieder sind einfach toll, sowohl Musik als auch Texte. Die neuen Lieder haben einen neuen, eigenen Charakter der an Fremd anschließt, aber den Schwarzer-Schmetterlingszyklus nahtlos ergänzt. Also 6 neue Lieblingslieder. Die Bonus-CD ist darüber hinaus auch wieder gelungen!
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am 15. Dezember 2012
Mahnend, aufrüttelnd, tiefschürfend, anklagend,
aufmunternd, nachdenklich, augenöffnend, kratzbürstig,
süchtigmachend, zielstrebig, aufmüpfig, andersdenkend,
wortführend, klanggigantisch, fesselnd, leidenschaftlich,
hochkarätig, bedingungslos, bedeutungsvoll, richtungsweisend,
gnadenlos, hingebungsvoll, wortgewaltig, eindruckschindend, ehrwürdig...

...kurz gesagt, dieses wunderbare EP ist ein absolut empfehlenswertes Schätzchen und hebt sich dabei wieder einmal musikalisch, inhaltlich wie auch artworktechnisch vom breiten Spektrum positivst ab!

Ergo, muss man kaufen!
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am 13. Dezember 2012
Auf der Standard Edition sind die gleichen 6 Songs,wie auf der Limited Edition und weil die allesamt so Klasse Ohrwürmer sind,gibts von mir auch für diese Variante glatte 5 Sterne!!!
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am 6. Dezember 2012
Der Meisterlyriker der schwarzen Szene schlägt wieder zu - und diesmal mit einer geballten Ladung Sozialkritik und (Selbst-)Ironie, die mit voller Wucht ins (pardon!) Schwarze trifft. "Ich bin ein wahrer Satan" - jetzt erst Recht! Die Texte der GeistErfahrer sind kunstvoll, aber keineswegs zimperlich, und das spiegelt sich auch in der Musik wider, die zwischen emotional aufreibender Rock-Ballade und frechem, hartem Rock wechselt. Nicht nur der Sänger, auch seine einzigartige Band sind hier in Höchstform.

Gleich der erste und titelgebende Song "GeistErfahrer", ein Stück, das wohl noch so manches Konzert rocken wird, erschafft eine Bilderlandschaft, die die Problematiken des gedankenlos weiterfließenden Mainstreams, auf den in der Ferne der Wasserfall lauert, lebhaft und bedrohlich darstellt - und den Hörer mit "Du nicht! Kehr um!" zur Besinnung ruft. Werde Geisterfahrer, schwimme gegen den Strom an, erfahre Geist! (Wunderschön hierzu das GeistErfahrer-Gemälde von Timo Würz, das die Limited Edition ziert.)

Der phänomenale 2. Track ist die Rock-Ballade "In Sack und Asche". Ohne zu viel zu verraten, sei gesagt, dass jeder, der sich kreativer Arbeit verschrieben hat, in diesem Song einige Wahrheiten finden wird. Die traurige Symbolik des Songs und die grandiose Melodie erschaffen eine tiefgehende emotionale Erfahrung dessen, was es heißt, Dichter oder Autor zu sein - und sich dabei nicht selbst zu verlieren. Bravo, Asp! An dieser Stelle sei auch erwähnt, dass der Kauf der Limited Edition sich allein schon wegen des Artworks zu diesem Song lohnt – fantastisch! Was wäre ASP nur ohne Artwork? (Antwort: immer noch spitze, aber um eine grandiose künstlerische Dimension ärmer.)

Nach den etwas ruhigeren Klängen von "In Sack und Asche" gelangt der Hörer zu "ÜberHärte", einem anprangernden Lied voller Seitenhiebe, die dorthin treffen, wo es wehtut. Asp schreit förmlich gegen die Ungerechtigkeiten der heutigen Zeit an und liefert eine klare Botschaft: Nicht mit mir! Ihr sollt an mir zerschellen - ich lasse das nicht mit mir machen, ich bin der Fels in der Brandung! Doch ist so viel Härte nicht schon seelenkalt? Verliert man sich darin? Und, noch wichtiger, kann man überhaupt so hart sein? Auch diesen Fragen geht Asp nicht aus dem Weg, sondern stellt sich ihr. ÜberHärte - ein knallharter Rocksong, bei dem ich mich dabei ertappe, wie ich zustimmend nicke, doch auch ein Feuerwerk kaum verdeckter Seitenhiebe, die bei Freunden des Sarkasmus durchaus auch einen aus bittersüßer Zustimmung geborenen Lacher auslösen können. Does humour belong into Gothic Music? Yes, it absolutely does.

In der zweiten Hälfte des Albums angekommen, präsentiert sich der Rocksong "Carpe Noctem" dem Ohr des Hörers. (An dieser Stelle sei auch wieder das Artwork erwähnt: ein grandioses Ambigramm des ungeschlagenen Meisters der Ambigramme, Pit Hammann). Dies ist ein Song, der sich wohl wie "Ich will brennen" bei den "Party-Songs" von ASP einreihen wird, doch hoffentlich geht dabei nicht seine lebensbejahende Aussage verloren: Wenn dir kein glücklicher Tag gelingt, wenn dir alles verloren scheint - gib nicht auf, dir bleibt ja "immer noch die Nacht". Leicht ironisch, ja, doch hat der werte Rezensent sich bereits mehrfach von diesem Song ermutigt gefühlt. Songs wie dieser machen die "magische Verbindung" aus, die ASP auf den Konzerten mit den Fans zelebriert.

Wir sind im letzten Drittel der GeistErfahrer-EP angekommen, doch ASP nimmt nochmal gehörig Fahrt auf bei seinem Rennen gegen den Mainstream. Bei "Weichen[t]stellung" drängt sich unweigerlich das Bild eines lyrischen Scharfschützen auf, der mit äußerster Präzision eine geballte Ladung Poesie auf die Unmenschlichkeit der Gesellschaft feuert, die der freien Entfaltung des Menschen so oft im Wege steht. Doch wie so mancher bereits in seinem Leben erfahren hat, muss man sich aus den eingefahrenen Bahnen der Gesellschaft herausreißen und sein Leben selbst in die Hand nehmen - die eigenen Weichen stellen. Denke selbst, lebe selbst, tanz zu deiner eigenen Musik - das ziehe ich als Fazit aus dieser Reprise des Titelsongs.

Zu guter Letzt kommt der Winter - in Form des Songs "Danach". Asp gibt sich nachdenklich in diesem eher ruhigeren Abschluss der "GeistErfahrer-EP". Eine gewisse Endzeitstimmung herrscht in diesem Song vor, eine Sehnsucht danach, dass endlich der Winter kommt und all die Schlechtigkeiten der Menschheit unter seinem Schnee bedeckt; dass endlich Ruhe einkehrt auf dieser "wunden Erde". Der Hörer ist geneigt, mit gewisser Wehmut zuzustimmen.

FAZIT: Wer ASP kennt, bringt ihn hauptsächlich mit unglaublich detailreichen Geschichten in Verbindung; er selbst nannte sich schon oft einen Geschichtenerzähler. Und ich wage zu behaupten, dass auch die GeistErfahrer eine Geschichte erzählt. Es ist aber nicht die Geschichte des schmetterlingsgeplagten Insassen des Dunklen Turms im Lande Weltunter, es ist auch nicht die tragische Geschichte des mit den Dunklen Künsten hadernden Müllerburschen Krabat – es ist eine Geschichte der Kehrseiten unserer Realität, eine Geschichte aus dem Raum des Nicht-Fiktiven, die Asp uns hier in sechs Songs präsentiert. Rezensionen ergehen sich gerne in Superlativen und ich gestehe freimütig, an selbigen auch nicht gespart zu haben. Ich werde nicht sagen, dass GeistErfahrer das beste ASP-Werk aller Zeiten ist – vielleicht ist es das, vielleicht auch nicht, diese Entscheidung sei jedem Hörer selbst überlassen und derartige Klassifikationen sind auch nicht wirklich relevant. Die EP überzeugt aber durch ihre konzeptionelle Dichte und Stimmigkeit und zeigt auch, dass ASP nach all den Jahren immer noch nicht das Feuer verloren hat und dass er nach sagenhaften Songs wie "Tiefenrausch", "Ich bin ein wahrer Satan", "Werben", "Finger weg" und anderen immer noch eine starke kritische Stimme besitzt, die noch lange nicht alles gesagt hat, was sie zu sagen hat. Ich kenne die Songs jetzt seit gut einem Monat und ich kann sie immer noch alle sechs mit derselben Begeisterung hören, das fantastische Artwork mit derselben Begeisterung begutachten wie anfangs auch. Die GeistErfahrer ist ein zeitloses Manifest und eine lyrische wie musikalische Glanzleistung.
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am 2. Dezember 2012
Wunderschön und vielseitig ist es geworden, das neue kleine Album, die EP von ASP. Wunderschön, weil das Artwork, die Optik allein schon die Sinne begeistert. Es fühlt sich toll an, mit den Fingerspitzen über die Hülle zu wandern. Stück für Stück, in einem fast schon erotisch zu nennenden Akt schiebt man die äußere Hülle, wundervoll gestaltet von Timo Würz, der auch schon das Artwork des Auftakts in den neuen Zyklus, das Album „fremd“ entworfen hat, von dem innen liegenden Kern des Ganzen. Vorsichtig löst man die erste CD aus der Halterung (bei der ich zugegebenermaßen immer Angst habe, dass ich den Silberling zerstöre, so fest sitzt er), legt sie ins Laufwerk und der Tanz kann beginnen.

Viel ist in den anderen Rezensionen schon zu den einzelnen Titeln der EP geschrieben worden, so dass ich mich kurz fassen möchte.
„GeistErfahrer“ ist in meinen Augen der perfekte Opener, bestimmt sofort das Tempo und zeigt deutlich in die Richtung, in die der werte Hörer sich bewegen soll(te). Ein wunderbar Augen öffnendes Lied, das leider wie die Folgestücke, nur einen „Haken“ hat: Es wird von denen, die den Zustand der Welt in der wir leben, zu verantworten haben, nicht gehört werden. Leider. Denn so mancher könnte sich durchaus an der eigenen Nase packen.
„In Sack und Asche“ beschreibt in bittersüßen Klängen und Worten, wie es wohl jedem ergehen kann, der künstlerisch tätig ist. Asp gewährt uns hier einen tiefen Blick in sein Innerstes. Ein wunderschönes Stück Musik.
„ÜberHärte“. Hm. Das Lied, zu dem ich erst zum Schluss, nach einigem Hören einen Zugang gefunden habe. Oder sollte ich vielleicht sagen, es hat in einem unbeobachteten Moment die Tür zu meinem Geist eingetreten? Das wäre wohl treffender. Anfangs erschien es mir noch sehr monoton, die Melodie, vor allem die der Verse wollte sich nicht recht erschließen. Doch auf einmal war es da. Als Ganzes. Unzerpflückt und in einer Einheit. Fertig ist der Ohrwurm, dessen Botschaft sich mehr als deutlich ins Hirn frisst. Denn geht es nicht sehr vielen so, dass sie täglich meinen, dass sie nicht anders als mit ständig ausgefahrenen Ellbogen durchs Leben kommen? Und dass man ständig an seine Unzulänglichkeiten erinnert wird, die einem nur als Schwäche ausgelegt werden? Keine weiteren Fragen. Ein perfektes Lied – danke, Asp, dafür.
Nun komme ich zu „Carpe Noctem“. Das Lied, das sofort, gleich beim ersten Hören ins Ohr und in die Beine geht. Die Textpassagen, von denen ich denke: „Kennt er mich? Oder woher weiß er so genau, wie ich mich immer wieder fühle, wenn ich anderen Menschen begegne?“ Er weiß es einfach. Und setzt das Wissen perfekt eingewoben in dieser einzigartigen Musik um. Es klingt so leicht, so schwerelos. Und doch auch nicht. Zauberhaft.
Das vorletzte Lied der „offiziellen“ EP: „Weichen(t)stellung – (GeistErfahrer Reprise)“. Neben dem Opener für mich persönlich das schönste Stück, das zeigt, wohin wir kommen, wenn zu viel „Härte“ das Leben bestimmt. Abgestumpft. Gefühl wird als Schwäche abgewertet. Am Gesang meine ich eine Art Duett zu hören, einen Dialog zwischen Asp und dem Schwarzen Schmetterling. Vielleicht bilde ich mir das auch ein. Es ist ein in meinen Augen sehr magisches, aufwühlendes Lied und auch hier wäre es schön, wenn man es sich hin und wieder zu Herzen nähme und tatsächlich mal über den eigenen Tellerrand blickte, auch, um sich vielleicht „von seinen Gleisen zu reißen“.
Jetzt kommt der Moment, vor dem es mir am meisten graut. Was soll man zu einem Lied sagen, das den Titel „Danach“ trägt? Was soll man zu einem Lied sagen, das es schafft, einen völlig sprachlos zu machen? Ein Lied, das so intensiv ist, dass jedes Wort, das man darüber verliert, einfach nur banal klingen muss? Was ich dazu sage? Bitte kauft diese EP, setzt euch in euren kuscheligsten Ohrensessel, deckt euch mit einer weichen Decke zu, schließt die Augen, lauscht den Klängen dieses einzigartigen Liedes, die euch umspülen werden wie Wellen und versucht selbst, eine Antwort auf die Frage zu finden: „Wann kommt der Winter?“

Nun möchte ich noch auf das Bonusmaterial der limitierten Edition eingehen: Hier wurde dem Fan ein Stück Vergangenheit geschenkt: Ein Konzert-Klangerlebnis der besonderen Art: Einzelne Lieder des zweiten Teils der „Fremd“-Tour aus dem Frühjahr 2012 mit der einzigartigen Ally Storch (Ally the Fiddle). Jeder, der Asp kennt, kennt auch Ally, die es schafft, aus den Titeln immer noch ein bisschen mehr herauszukitzeln. Die Gänsehaut ist garantiert! Danke für dieses Stück Erinnerung.

Abschließend kann ich nur sagen (und um den Bogen zur Überschrift meines kleinen Textes zu schlagen), dass diese EP es absolut verdient hat, in jedem CD-Regal einen Ehrenplatz zu bekommen. Es ist für jeden Geschmack etwas dabei: Langsame, süße Melancholie, treibendes, tanzbares, aufrüttelndes. Eben ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen. Ich spreche hiermit eine absolute Kaufempfehlung aus und freue mich mit jedem, der diese CD sein Eigen nennen darf.
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am 15. Dezember 2012
Kaufempfehlung.

ASP haben für mich mit dieser Veröffentlichung eine EP - bitte den imposanten Inhalt über die Produktbeschreibung beachten! - geschaffen, die sich mit dem ersten bis zum letzten Track in den Kopf drängt. Trotzdem diesmal keine Geschichte an sich erzählt wird, erzählen doch die Titel der Haupt-CD jede eine Geschichte für sich - ob es nun um das eigene Sein inmitten vieler Fremder geht (GeistErfahrer) oder um die Selbstreflexion des Künstlers Asp über die Launenhaftigkeit der Musen (In Sack und Asche).

Auch die Kombination mit den aufwändigen Kunst-Werken fürs Auge ist etwas Besonderes und erschafft mit den Klängen der Silberscheibe eine ganz eigene Stimmung. Diese kann den Geist öffnen für Gesellschaftsphänomene, die im Allgemeinen und Speziellen von Asp besungen werden, egal ob Aufruf (Carpe Noctem) oder Reflexion (In Sack und Asche). Wer sich Zeit nimmt, entdeckt mehr als nur Besungenes, sondern verknüpft die vermittelten Gefühle und Gedanken mit eigenen Erfahrungen und entdeckt damit den eigentlichen Schatz der EP. Für mich erlaubt die EP, die eigene Erfahrungswelt zu reflektieren. Die GeistErfahrer ist mehr als nur eine Sammlung von guter Musik mit enthaltener Gesellschaftskritik, sondern eine Möglichkeit, sich selbst daran zu erproben.

Oder eben auch nicht! Es liegt Freiheit in der ASPschen Musik. Genausogut lässt sich mitsingen, rocken, über Andeutungen schmunzeln, träumen und trauern. Dazu kommt der bombastische Bonus der zusätzlichen CD, die die Klänge von Ally Storchs virtuosem Geigenspiel mit dem ASPschen live-Sound kombiniert und einen Eindruck liefert, wie ASP live bewegen kann. Der Sound gewinnt durch Allys Spiel noch einmal deutlich hinzu; die Geigenstimme frisst sich unerbittlich in Ohr und Herz. Ein Geheimtipp für jeden, der einen furiosen Live-Eindruck der Band gewinnen will.

Zwei Songs will ich aufgrund ihrer Überzeugungskraft hervorheben:

1.
GeistErfahrer
Ein antreibender Song, der direkt in Herz und Hirn geht. Textlich klasse, es deutet sich immer stärker die Tendenz Asps an, mittels kreativem Sprachgebrauch (auch Wortspielen) ungewohnte Kontexte zu erzeugen oder uns mittels der Hervorhebung sprachlicher Besonderheiten einen neuen Blick auf die Welt anzubieten.

2.
Weichen[t]stellung (GeistErfahrer Reprise)
Rockige Härte und musikalische Grazilität, musikalisch wie textlich vereint. Ein äußerst virtuoser Song, der in seinem Abwechslungsreichtum Maßstäbe setzt. Besonders gelungen ist der volle Klang der Aspschen Stimme beispielsweise bei "und so tanzt Du durch die Straßen, durch die Gassen" und den Parallelstellen. Bewegend inszeniert und gesanglich auf höchstem Niveau!

Insgesamt sind Inszenierung und Arrangement der neuen Songs bestechend gut gelungen; Text, Musik und Bild schaffen ein Gesamtkunstwert, ohne dass sich die Songs einer einzigen Geschichte beugen müssten.
Es lohnt sich wirklich, sich für diese CD (immer und immer wieder) Zeit zu nehmen - außer damit, sie zu bestellen.
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am 17. Dezember 2012
Die „neuen“ Lieder:

GeistErfahrer

Wie der Titel der EP (richtig, es ist “nur” eine EP und kein Vollwertiges Album) trägt auch das erste Lied den Namen GeistErfahrer. Bei diesem schaurig schönen Stück fordert der sympathische Frontmann aus Frankfurt seine Zuhörer dazu auf, gegen den Strom zu schwimmen und sich nicht an dem festzuhalten, was andere für das beste halten. Eine lobenswerte Einstellung in unserer heutigen Gesellschaft.
In Sack und Asche

Wunderschön, ruhig und doch mit einer sehr zerbrechlichen Stimmung, wird in “In Sack und Asche” das Thema Versagensängste behandelt. Auf seine ganz eigene Weise erzählt der Frontmann in diesem Lied von den Ängsten die ein jeder Mensch hat und wie man sich davor vor Scham verstecken will. “Und nun trägst du Sack und Asche…”
ÜberHärte

Gitarrenlastig, sperrig und hart präsentiert ASP die “ÜberHärte” in unserer Gesellschaft, völlig neuer Klang für die Band. So erinnert das Stück stellenweise an die sogenannte “Neue Deutsche Härte”. Dennoch transportiert das Stück die Härte der Gesellschaft und die darauß entstehende Einsamkeit musikalisch sehr gut.
Carpe Noctem

Jeder Mensch hat unerfüllte Hoffnungen, und genau da setzt Carpe Noctem an. Mit einem ruhigen Einstieg und der Untermalung von Synthesizern steigert sich das Lied bis zu seinem rockigen Refrain. So möchte das Stück die Aussage untermalen, dass man seine Hoffnungen ja immer noch in der Nacht erfüllen kann. Mir persönlich mochte das Lied beim ersten hören nicht zu gefallen wissen, ist aber heute nach unzähligem Hören zu einem Ohrwurm geworden, wenn nicht gar zu dem schönsten Lied das ich je von ASP gehört habe.
Weichen(t)stellung (GeistErfahrer Reprise)

Das wohl düsterste Stück der EP; wenn auch nicht so rockig ist es dennoch sehr tanzbar. Und transportiert die Aufforderung sich gegen die gültigen Normen zu stellen sehr gut. Weichen(t)stellung geht sehr schnell ins Ohr, Gehirn und die Beine.
Danach

Mit melancholischen Klängen rundet “Danach” als Abschluss die EP ab. Am Beispiel des Winters wird erzählt wie Kalt unsere Welt doch ist. (Und damit ist nicht nur die Temperatur gemeint.) Eine typische Ballade im Stile von ASP, die des Hörens wert ist.
Fazit:

Mit GeistErfahrer hat ASP eine grandiose EP hervorgebracht, die auch in den Reihen der bisherigen ASP- CDs seines gleichen sucht. In meinen Augen handelt es sich hierbei um die düsterste, traurigste und zeitgleich beste Veröffentlichung. Die Lieder und die Thematik sind perfekt auf einander abgestimmt, ein jeder kann sich damit identifizieren.
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am 4. Januar 2014
Also zu erst muss ich sagen, ich bin nach wie vor ein riesiger Fan des Schwarzen Schmetterlings Zyklus, die Alben davon, die in meinen Augen das Höchstmaß aller Dinge ausmachen, was diese Band da geschaffen hat. Danach kam Krabat, was auch erst mal ungewohnt war aber auf seine Weise die Geschichte sehr gut in ASP-Form erzählt. Als Fremd eintraf, war ich erst überrascht: ein neuer Zyklus, anders aber auch nicht schlecht. Aber nun vielleicht kennt es der eine oder andere ja auch: Es ist diese ungeheuer tolle Feeling was man beim Schmetterlings-Zyklus hatte, wo man wirklich fast immer sagen konnte: "Wooh, ich hör dieses Lied seit mehreren Jahren schon und es ist immer noch so aufregend wie damals, auch wenn man es schon auswendig kennt!" Dies hat jetzt auch die Geisterfahrer EP geschafft und das obwohl es ein ganz anderes Thema behandelt. Ich bin begeistert.
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am 30. Januar 2013
30,-- € für zwei CD`s und diese werbewirksame Aufmachung des Ganzen, sind nicht zuviel; ganz und gar nicht. Klar, man muss halt noch auf CD`s stehen und auch das Haptische haben wollen; geht eben bei MP3 nicht. Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist das Format der ganzen Aufmachung. Es passt in kein CD Regal (wäre für dort aufgrund der quadratischen Form zu hoch und zu tief). Die Musik hätte sicherlich auch gut auf eine Scheibe gepasst. Aber wer weiss, was sich die Macher dabei gedacht haben. Ich kenne das ja noch zu gut von der guten alten Schallplatte, da musste ich auch beizeiten zum Seitenwechseln hin. Ansonsten: ganz großes Kino!
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am 30. November 2012
Wer bereits Alben von ASP kennt weiß, es gibt mit jeder weiteren Scheibe eine Steigerung.

Nach Beendigung des Schmetterlingszyklus und personellen Veränderungen in der Band waren wohl alle gespannt auf die weitere musikalische Entwicklung. Das Warten hatte sich gelohnt, "fremd" war ein voller Erfolg. Mastermind Asp schlug ein neues Kapitel seines hervorragenden künstlerischen Schaffens auf. Die neun Titel des Albums sind in ihrer Vielfalt erfrischend neu und trotzdem ASP.

Um noch ein Vielfaches überwältigender ist die EP "GeistErfahrer" gelungen, für meinen Geschmack die "Best of". Bereits der Titelsong zieht den Zuhörer in einen unwiderstehlichen Bann. Alle sechs Titel führen in aller Konsequenz geradlinig und mit voller Kraft in die Tiefe des menschlichen Bewusstseins, rütteln wach, machen nachdenklich. Sie sind teils rockig hart, teils ruhiger und nicht minder eindringlich, mit jedem neuen Anhören der Scheibe wird man tiefer in eine andere fremde, jedoch dem Menschen der heutigen Zeit so eigene Welt geführt.

Die vorliegende Limited Edition ist auch ein besonderer Leckerbissen, was die im Digipak enthaltene Bonus- CD und das Artwork des beiliegenden 48- seitigen Booklet betrifft. Wer einmal einen Auftritt von ASP mit der bezaubernden Ally Storch an der Geige erlebt hat, weiß die auf die CD gebrachten fünf Mitschnitte von der "fremd" - Tour II zu schätzen!

Fazit: Die auf weltweit 3999 Stück limitierte Ausgabe wird schnell vergriffen sein! Und wer sie hat (und nicht nur der), kann jetzt schon gespannt sein auf das nächste Fulltime- Album.
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