find Hier klicken Jetzt informieren PR CR0917 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ HI_PROJECT Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle Unlimited AmazonMusicUnlimited Fußball longss17



Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 500 REZENSENTam 26. Oktober 2012
Inhalt:
Weihnachten steht vor der Tür: während Flavia Vogelleim herstellt, um endlich hinter das Geheimnis des Weihnachtsmanns zu kommen und den alten Mann auf frischer Tat beim Einstieg in den Schornstein zu ertappen, hat sich ihr Vater dazu durchgerungen, Buckshaw über die Feiertage einem Filmteam zu überlassen, weil die Familie vor dem finanziellen Ruin steht.

Nach einer Benefizveranstaltung auf Buckshaw wird ein Mitglied des Ensembles tot aufgefunden - mittels Filmstreifen erwürgt. Flavia macht sich auf die Suche nach dem Mörder.

Mein Eindruck:
Mir hat der vierte Flavia-Band gut gefallen, obwohl ich der Meinung bin, dass er schwächer als die drei Vorgänger ist. Mir hat in 'Vorhang auf für eine Leiche' ein wenig der Sprachwitz der Vorgängerbände gefehlt. Zwar ist der 4. Band immer noch amüsant, aber meiner Meinung nach nicht so bitterböse und rabenschwarz wie die anderen. Flavia ist nach wie vor eine großartige Protagonistin, hat meines Erachtens aber ein wenig von ihrer neunmalklugen, spitzfindigen Art verloren. Einige ihrer genialen Eingebungen waren wenig nachvollziehbar, die Lösung des Falles wenig mitreißend. Sehr gelungen fand ich die Beschreibung der Figuren und von Buckshaw. Großartig hätte ich eine Skizze des Anwesens und der Lage der Schauplätze gefunden.

Mein Resümee:
Als Flavia-Fan bin ich ein bisschen enttäuscht von ihrem 4. Fall, freue mich aber dennoch auf die nächsten Bände.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Januar 2013
Um den finanziellen Ruin noch einmal abzuwenden, gestattet Colonel de Luce einer Filmcrew, den Familiensitz Buckshaw für Dreharbeiten zu nutzen. Doch die Zeichen stehen auf Sturm. Der erste Arbeiter wird bereits beim Ausladen der Filmutensilien so schwer verletzt, dass er ins örtliche Hospital gebracht werden muss. Als nächstes wird Buckshaw eingeschneit, und zwingt die für eine Sonderaufführung angereisten Dorfbewohner, die Nacht auf dem Familiensitz der de Luces zu verbringen. Als am nächsten Morgen eine Leiche auftaucht, macht Flavia sich an die Arbeit, die ersten Verdächtigen unter den zahlreichen Gästen herauszufiltern. Dabei gestattet sie Inspektor Hewitts ihr hilfreich zur Seite zu stehen, und zusammen machen sie sich an die Arbeit, auch diesen Fall zu knacken.

Nach „Mord im Gurkenbeet“ fand ich die beiden Nachfolgebände gut, aber für mich kamen sie nicht an den ersten Teil heran. "Vorhang auf für eine Leiche" hat wieder den gleichen Charme von Band eins, mit einer Flavia, die man einfach gernhaben muss. Ihre Sprünge zwischen Miss Naseweis und kleines Mädchen fand ich sehr gelungen, mal ist sie ganz logische Chemikerin, ein anderes Mal versucht die dem Weihnachtsmann auf die Schliche zu kommen.
Überhaupt fand ich die Ausarbeitung der Charaktere in diesem Band gelungen. Jeder, selbst Statisten, haben eine eigene Persönlichkeit, samt Ecken, Macken & Schrullen.

Alan Bradleys Schreibstil muss man einfach lieben. Bilderstark setzt er den Schauplatz in Szene, hier sitzt jedes Wort. Man kann sich zurücklehnen, und die Geschichte im Kopf Form annehmen lassen, die quasi in Farbe und Full HD vor dem inneren Auge abläuft. Alles ist lebendig, und wird im verschmitzten Flavia de Luce-Ton von Andrea Sawatzki vorgetragen. Die Sprecherin macht einen tollen Job. Sie fühlt sich in jede Person ein, übertreibt nie, sondern unterstützt mit ihrer Stimme die einzelnen Charaktere, ohne sich selbst in den Vordergrund zu drängen, was das Audiobuch zu einem tollen Hörvergnügen macht.

An einigen Ungereimtheiten innerhalb der Story gab es Kritik. Zugegeben, manche Sachen ergaben keinen rechten Sinn oder waren etwas übertrieben, und ja, Inspektor Hewitts Fixierung auf die Länge der "Balkonszene" hat im Grunde in keiner Weise dazu beigetragen, die Tatzeit zu ermitteln, zumal diese nicht Phyllis Wyverns Ohrfeige für den Techniker beinhaltet. Aber mal ehrlich, wer achtet denn auf so was? Mir ging es um die Story an sich und den Spaß, Flavia bei ihren Ermittlungen zu folgen, zumal sie ja noch den Weihnachtmann im Visier hatte ,-)

Fazit:
Teil 4 der Flavia-Reihe kann ich den Hörern wärmstens ans Ohr legen, denn hier stimmt alles: Lesespaß bzw. Hörgenuss, Story und Sprecherin. Ein rundum gelungener Hörspaß.

Flavia #4: "Vorhang auf für eine Leiche"
von Alan Bradley
Sprecherin: Andrea Sawatzki
Spieldauer: 4 Std. 51 Min. (gekürzt) 4 CDs

Bisher erschienen:
Flavia de Luce 1: Mord im Gurkenbeet (6 CDs)
Flavia de Luce 2: Mord ist kein Kinderspiel
Flavia de Luce 3: Halunken, Tod und Teufel: Roman (Bisher nicht als Hörbuch erhältlich)
Flavia de Luce 4: Vorhang auf für eine Leiche [4 CDs]
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Dezember 2012
Ich hatte zuvor noch keinen anderen Band um Flavia de Luce gelesen. Hatte aber schon mal einige Bücher von diesen im Blickfeld. Dass ich noch keins gelesen habe, tat dem Buch aber keinen Abbruch. Dies ist eine eigenständige Geschichte für sich - so das ich sie gut verstehen konnte. Auch die Charaktere sind so beschrieben, dass man sie sich auch ohne Vorkenntnisse vorstellen konnte. Ich denke wenn man die anderen Bücher gelesen hat, hat man noch mehr Kenntnisse über die verschiedenen Protagonisten. Teilweise wurden auch kurze Anspielungen auf andere Fälle gemacht. Aber das fand ich nicht tragisch. Trotzdem kann ich mir vorstellen, auch vorher gegangene Bände noch zu lesen - ohne dass es ihnen an Spannung fehlt.

Sprachlich ist dieses Buch relativ einfach gehalten. Die Sätze sind meist relativ kurz - und keine Schachtelsätze.
Die Wortwahl ist so, dass eigentlich jede Erwachsene Person, dieses Buch verstehen kann. Zwischendurch gibt es Begriffe aus der Chemie, die aber eigentlich auch erklärt werden. Von daher fand ich auch diese nicht schlimm. Es war auch zum Glück nicht zu viel davon. Mehr hätte es meiner Meinung nach nicht sein dürfen, sonst wäre das Buch an diesen Stellen für mich zu langweilig geworden.
Diese Begriffe, Erklärungen sind nicht unbedingt notwendig, ich denke auch wenn man den Bezug zur Chemie in dem meisten Fällen weg gelassen hätte, wäre das Buch trotzdem gut verständlich gewesen.

Der Spannungsaufbau ist vorhanden. Zunächst lernt man erstmal die Umgebung, Charaktere kennen, danach fängt es dann Stück für Stück an spannender zu werden, bis es schließlich auch seinen Höhepunkt erreicht, der lange anhält.
Ich denke es hätte schon zu Beginn ein wenig spannender sein können. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch, denn sonst ist die Spannung vorhanden.

Die Charaktere gefallen mir auch gut. Und ich habe Lust ein weiteres Buch über Flavia und ihre Fälle zu lesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 23. Oktober 2012
Nach „Mord im Gurkenbeet“, „Mord ist kein Kinderspiel“ und „Halunken, Tod und Teufel“ ist „Vorhang auf für eine Leiche“ nun schon der vierte Fall für die mittlerweile 11-jährige Flavia de Luce, die mit ihrem Vater Colonel Haviland de Luce sowie ihren zwei älteren Schwestern Ophelia, genannt Feely (17 Jahre alt), und Daphne, genannt Daffy (13 Jahre alt), auf dem Landsitz der Familie, Buckshaw, lebt.

Kurz vor Weihnachen: Buckshaw ist mittlerweile recht heruntergekommen und die Schulden/Kosten wachsen der Familie allmählich über den Kopf. So willigt Haviland ein, eine Filmcrew bei sich zu beherbergen, die den Familiensitz für Dreharbeiten nutzen möchte.
Allen voran die berühmte Diva Phyllis Wyvern, eine absolute Attraktion in dem sonst so beschaulichen Bishop's Lacy.

Als die Darsteller des Ensembels eine Benefiz-Vorstellung geben, um für die Reparatur des Kirchendaches von St. Tankred zu sammeln, geschieht ein Mord...

Und Flavia wäre nicht Flavia, wenn sie nicht auf in diesem Fall ihre Spürnase ganz tief in dem Fall versenken würde, um dem Mord auf den Grund zu gehen. An Verdächtigen mangelt es ihr ja nicht. Praktischerweise sind diese auch alle noch vor Ort, denn ein Schneegestöber hat Buckshaw von der Außenwelt abgeschnitten...

Alan Bradley, der nur anhand des ersten Kapitels von „Mord im Gurkenbeet“ schon den renommierten „Dagger Award“ gewann, ist ein außerordentlich netter Autor, was man unschwer an seinen immer liebevollen Danksagungen erkennt, die auch hier wieder zum Schmunzeln verleiten.

Seine kleine Protagonistin Flavia ist eher eigenwillig und ich musste mich erst an ihren Humor gewöhnen in „Mord im Gurkenbeet“, aber danach war ich glühender Fan der jungen Hobby-Detektivin, die es vermag, sich mit viel Sarkasmus und Ironie gegen ihre beiden Schwestern durchzusetzen, die sie nur zu gern aufziehen und nerven und die sich schon immer lieber mit der Chemie beschäftigte als mit allem anderen. Da setzt sie schon mal den Ostflügel von Buckshaw unter Wasser, um eine eigene Eisbahn zu haben oder kommt auf die Idee, dass man den Weihnachtsmann mittels selbstgemachten Leims fangen könnte, nur um zu sehen, ob es ihn denn wirklich gibt... Herrlich !

Das Cover ist wie immer typisch englisch gestaltet, was mir sehr gut gefällt. Schön, dass man den englischen Charme hier so beibehalten hat.

Man schmunzelt über und mit Flavia und ist immer wieder erstaunt und erfreut über ihre erfrischende Art und wachen Verstand. Es macht einfach Spass, ihr beim Ermitteln zuzusehen und wie Alan Bradley Bishop's Lacey beschreibt, das ist, als sei man selbst vor Ort.

Dass sich diese Geschichte auch noch kurz vor Weihnachten und im Schneesturm abspielt, macht das Ganze noch englischer: typischer Krimi-Background bei englischen Krimis, aber trotzdem ganz eigen, ganz Alan Bradley und besonders ganz Flavia.

Die Bücher um Flavia haben einen ganz besonderen Charme, dem ich mich nach Band 1 nicht mehr zu entziehen vermochte. Ich habe mich danach immer auf die Folgebände gefreut, die man unanhängig voneinander lesen kann und die jeder für sich eine neue spannende Geschichte erzählen. Ich habe auch diesen Flavia-Krimi sehr rasch gelesen, einfach weil Bradley so schön unterhaltsam und in schönen Bildern erzählt.

Ich möchte „eine weitere Lanze für Flavia brechen“ – an Diejenigen, die das kleine Mädchen noch nicht kennen: nehmt euch die Zeit und lest ihre Abenteuer, es lohnt sich !
11 Kommentar| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Oktober 2012
Ich muß es leider sagen, aber Flavia's 4. Fall hat mich enttäuscht.

Dabei bringt der Autor alle Zutaten für einen guten Krimi in Stellung: angedeutete Bekanntschaften aus der Vergangenheit, mißgünstige Angestellte, belauschte Gespräche auf dunklen Fluren, ein eingeschneites Haus voller Verdächtiger.

Aber grade, als man aus einem who-is-who-Eintrag Interessantes erfährt (und sich noch wundert, daß ausgerechnet Flavia das Offensichtliche nicht erkennt), eine Liste mit Verdächtigen aufreiht und sich noch auf ein paar Wendungen freut, kommt wie aus dem Nichts ein völlig absurder Showdown.

Ungereimtheiten:
- der Streit, den Tante Felicity belauscht haben will (S. 238)
- Inspektor Hewitts Gewese um die Länge der "Balkonszene". Phyllis Wyvern's Leiche wird erst Stunden später entdeckt, in diesem Zeitfenster kommt es auf ± 10/15 Minuten nicht an (zumal der Todeszeitpunkt nicht exakt festgelegt werden kann), die Täter hatten Gelegenheit genug, auch wenn der Mord wahrscheinlich eher früh am Abend begangen wurde. Wahrscheinlich dient das alles nur dazu, in der Bibliothek auf die alte Shakespeare-Ausgabe zu stoßen, mit der Buckshaw gerettet werden kann.
- und die Täter? Werden aufgrund der Knoten in dem Filmstreifen überführt. Der erste ein Seemannsknoten (laß ich gelten), der zweite eine Schleife, das "Markenzeichen" der zweiten Täterin (eventuell hat man Damen in den 50ern an ihren Zierschleifen erkannt, keine Ahnung. Ich zweifle etwas).
- Flavia's Gedankengang, mit dem sie den/die Täter identifiziert, ist nicht nachvollziehbar (S. 266). Jede Kleinigkeit wird sonst breitgetreten, aber ausgerechnet da fehlts. Sie blättert ein paar Seiten vorher in den alten Zeitschriften, aber von dem, was da steht, zur Lösung zu kommen, is ein großer Schritt (zumal Flavia nicht mal genau weiß, was eine "Geliebte" ist). Oder eine weitere Recherche wurde uns vom Autor verschwiegen, keine Ahnung.

Viele Andeutungen verlaufen einfach unkommentiert im Sand und bekommen nicht mal eine "harmlose" Erklärung, die sie aus der Gleichung nehmen.

Vielleicht habe ich auch was übersehen, für sachdienliche Hinweise bin ich immer dankbar ;-)

Ich liebe die ersten 3 Bücher wirklich, aber hier gibt es leider erst mal nur 2 Sterne.
77 Kommentare| 20 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. November 2012
Endlich ist sie zurück, die kleine chemiebesessene Amateurdetektivin Flavia, die nicht einmal zur besinnlichsten Zeit des Jahres Ruhe findet. Denn ihr vierter und neuster Fall spielt direkt an einem verschneiten Weihnachtsfest im Hause de Luce, welches - vollkommen ungewohnt - plötzlich voller Verdächtiger steckt.

Die Vorfreude hat sich gelohnt, denn die 11Jährige Protagonistin konnte mich auch diesmal von sich überzeugen und bereitete mir ein riesiges Lesevergnügen. Das Besondere an dieser Reihe ist, dass sie den klassischen Krimi à la Sherlock Holmes oder Miss Marple - d.h. keine abgetrennten Extremitäten, sondern eher durchdachtes Kombinationstalent - mit einer cleveren, jungen Heldin verbindet, die für frischen Wind im Bücherregal sorgt. Auch wenn man ab und zu ins Stutzen gerät, sobald Flavia ihr Wissen im Bereich der Chemie auspackt, lässt sie doch oft genug das verletzliche, noch sehr naive Mädchen durchscheinen und sorgt so dafür, dass ihre Rolle weiterhin authentisch bleibt.

Was mir speziell in diesem Teil auffiel, ist die Tatsache, dass ich mich auch auf weitere Figuren gefreut habe, die in der Flavia-Reihe schon einen festen Stammplatz besetzen. So sind mir besonders Daphne (Flavias zweitälteste Schwester) und Dogger (der Hausdiener) sehr ans Herz gewachsen und nicht mehr von den Seiten der Romane wegzudenken.

Wer sich nun fragt, ob es von Nöten ist alle bisherigen Teile gelesen zu haben, um nun auch den letzten zu verstehen, den kann ich beruhigen. Flavias Fälle sind voneinander unabhängige Geschichten und können somit in einer beliebigen Reihenfolge gelesen werden. Zwar kommt das Mädchen immer mal wieder auf frühere Geschehnisse zu sprechen, dies geschieht aber nur mit ein oder zwei Sätzen, die beim Verlauf der jetzigen Geschichte nicht von Belang sind.

Mein Urteil:
Eine der besten Flavias bisher und mit der winterlichen Stimmung perfekt geeignet für die kalten Jahreszeiten. Wenn Cleverness und Spannung so gut kombiniert werden, macht auch mir das Krimilesen Spaß. Bitte mehr, Herr Bradley. Viel viel mehr!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Januar 2013
Ein buchstäblich filmreifer Mordfall!

Inhalt:
Um das Anwesen Buckshaw steht es nicht gut. Der drohende finanzielle Ruin treibt die de Luce's dazu, äußerst ungewohnte Maßnahmen zu ergreifen, um in ihrem geliebten Zuhause bleiben du können. Eine Londoner Filmcrew möchte das Anwesen als Kulisse für einen neuen Film nutzen und die Familie stimmt zu. Sehr zum Leidwesen von Flavia de Luce, denn die Filmcrew möchte ausgerechnet über Weihnachten drehen und sich daher mit Sack und Pack und allen Schauspielern auf Buckshaw einquartieren!

"Plötzlich viel es mir wie Schuppen von den Augen!
Heute war der Tag, an dem die Eindringlinge aus London eintreffen sollten. Wie konnte ich das vergessen haben!"
Seite 17

Das kommt Flavia äußert ungelegen, hat sie doch zu Weihnachten ein großes Projekt geplant, bei dem sie sich nun doch sehr gestört fühlt.
Denn Flavia möchte nun endgültig herausfinden, was an dieser "Weihnachtsmannsache" tatsächlich dran ist. Und um das herauszufinden, bedient sie sich mal wieder an ihrem selbst beigebrachten Wissen im Bereich der Chemie und tüftelt in ihrem Labor.
Trotz starkem Schneegestöber trifft die Crew und auch die berühmte Diva Phillys Wyvern auf Buckshaw ein, die sich - weihnachtlich gestimmt - bereit erklärt, für die Bewohner des Dorfes eine kleine Sondervorstellung zu geben. Es kommt, wie es kommen musste und Buckshaw schneit ein.
Und im Haus voller Menschen macht Flavia zuletzt eine bestürzende Entdeckung: Sie findet eine Leiche!!!

"Um ihren Hals war wie ein Halsband des Todes ein Stück Filmstreifen geschlungen und zu einer ordentlichen schwarzen Fliege gezurrt.
Sie war natürlich tot."
Seite 151

Die Hobbydetektivin Flavia ist sich sicher: der oder die Mörderin muss sich noch unter den Gästen befinden! Und sie beginnt eifrig, zu ermitteln ...

Handlung & Charaktere:
Flavia de Luce ist zurück! Und sie begeistert nun schon zum vierten Male ihre Leser. Alan Bradley hat es geschafft, den Zauber um diese junge, 11-jährige Hobbydetektivin auch in diesem vierten Teil aufrecht zu erhalten. Es ist aufs Neue eine wahre Freude, ein wahrer Lesegenuss.
Die chemiebesessene Flavia entführt uns erneut ins England der 50er Jahre, auf das diesmal fast im Schnee versinkende Familienanwesen Buckshaw.
Der Schreibstil ist wie gewohnt sehr ansprechend und klar, die Sprache wunderschön der Zeit der Geschichte angepasst. Erzählt werden die Geschenisse natürlich wieder aus Flavia's Sicht, was dem Leser wieder sehr viel Einblick in ihre zum Teil etwas skurrilen, aber durchaus faszinierenden Gedanken gewährt. Es ist eine wahre Freude, ihren Gedankengängen zu folgen, ihren englischen Humor, ihre Ironie und ihren ganz persönlichen, mittlerweile sehr liebgewonnenen Charme erneut zu erleben und mitzuverfolgen.
Flavia ist ein äußerst aufgewecktes und vor allem sehr cleveres Mädchen mit einer nahezu genialen Auffassungsgabe. Logisches Denken liegt ihr einfach, was ihr als Hobbydetektivin natürlich äußert gelegen kommt.
Ihre Begeisterung für die Chemie wirkt auch in diesem Band wieder beinahe ansteckend und es macht Spass, ihren chemischen Erläuterungen, die sich auch im vierten Teil wieder durch die ganze Geschichte ziehen, zu folgen. Auch wenn man nicht immer alle chemischen Erklärungen verstehen, spürt man dich Flavia's Faszination für ihr liebstes Hobby und muss immer wieder lächeln.
Sie denkt viel über die Dinge nach, die um sie herum passieren und philosophiert doch auch mal gerne darüber, und wenn es nur um ihre Faszination und Begeisterung für Schneeflocken geht.

"Stell dir die Billionen von Trillionen von Schneeflocken vor, die Billionen von Trillionen von Wasserstoff- und Sauerstoffmolekülen in jeder einzelnen. Da fragt man sich doch, wer die Gesetze für den Wind und den Regen aufgestellt hat, für den Schnee und den Tau! Ich hab schon versucht dahinterzukommen, aber davon schwirrt einem der Kopf."
Seite 123

Ihre kriminalistische Spürnase lässt sie natürlich auch diesmal nicht im Stich. Obwohl hier anzumerken sei, dass man als Leser diesmal nicht immer so leicht ihre Gedankengängen und Schlussfolgerungen im Bezug auf das Verbrechen folgen kann. Es kommt einem fast so vor, als wurde das Aufschreiben einiger dieser Gedankengänge geradezu vergessen. Und so sitzt man doch kurz da und grübelt, wie sie denn nun zu eben dieser Schlussfolgerung kommen konnte.
Was die Auflösung des Kriminalfalls betrifft, wären ein paar ausladendere Informationen erwünschenswert gewesen.
Aber abgesehen davon ist auch diesmal der Aufbau der Geschichte durchaus gelungen. Es wird viel Vorgeschichte geliefert, bis das eigentliche Verbrechen dann tatsächlich passiert. Aber dies hebt auch die Spannung, denn man wartet ja schon geradezu auf die Tat. Wann wird es passieren? Wer wird ermordet? Alan Bradley spannt in diesem Fall seine Leser ganz schön auf die Folter! :)

Natürlich erlebt man auch hier wieder Einiges aus dem Familienleben der de Luce's. Denn das Verhältnis zwischen den Geschwistern hat sich nicht sehr gebessert. Immer noch piesacken sich die drei unaufhörlich. Feely versucht mit allen Mitteln, die Aufmerksamkeit der Filmcrew auf sich zu ziehen, was ihr durchaus gelingt und Daffy verkriecht sich wie gewohnt bei jeder Gelegenheit in ihrer Bibliothek.
Ein wunderschönes Zitat von Favia's büchervernarrten Schwester Daffy, die ihre größte Leidenschaft am Besten zum Ausdruck bringt:

"Bücher sind für mich wie Sauerstoff für einen Tiefseetaucher.[...] Ohne Bücher kann ich anfangen, die Bläschen zu zählen."
Seite 219

Und Flavia's Vater? Er ist so unnahbar wie eh und je. Seine Briefmarken halten ihn fest im Griff. Er lässt sich da auch nicht von eine Leiche in seinem Haus beirren. Daher ist Flavia dankbar um die Mithilfe und Unterstützung des treuen Hausmeisters und Familienfreundes Dogger. Auf ihn ist halt immer wieder Verlass.

Mein persönliches Fazit :
Alan Bradley's "Flavia de Luce" konnte mich auch diesmal wieder voll und ganz überzeugen. Ich wurde erneut schon nach dem Lesen der ersten Seiten und die Geschichte hineingezogen und nach Buckshaw zurückversetzt. Ein wundervoller, diesmal sehr weihnachtlich gestimmter Krimi, der auch so passend zur Weihnachtszeit erschienen ist. Der alte englische Miss Marple - Charme begeisterte mich aufs Neue und ich bin in der Tat völlig vernarrt in Flavia de Luce - ein unglaubliches Mädchen mit unglaublichen Talenten, die man einfach nur liebgewinnen muss!
Herr Bradley, ich hoffe doch sehr, dass wir noch viele weitere Momente auf Buckshaw mit der bezaubernden Flavia erleben dürfen! Fortsetzung dringend erwünscht!!!

© Rezension: Alexandra
buecherkaffee.blogspot.de
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. November 2014
Bekanntermaßen ist das Geld auf Buckshaw schon länger knapp und so hat sich der Colonel de Luce, Flavias Vater, dazu entschlossen, Buckshaw einer Filmfirma für die Dauer der Dreharbeiten zur Verfügung zu stellen.

Flavia, die ihren Schwestern die Geschichte nicht abkaufen will, dass es den Weihnachtsmann nicht gibt, beschließt ihn dieses Jahr auf jeden Fall zu schnappen, um dieses Rätsel ein für alle Mal zu klären - in ihrem Labor hat sie alle nötigen Zutaten für einen besonders klebrigen Vogelleim.

Als die Filmcrew dann erscheint, wird es turbulent auf Buckshaw. Für eine Aufführung einer Episode aus Romeo und Julia wird halb Bishop's Lacy nach Buckshaw gebracht und prompt sorgt ein Schneesturm dafür, dass die Dorfbewohner über Weihnachten dort eingesperrt sind. Und natürlich treibt Flavias Neugier sie immer wieder mitten ins Geschehen.
So ist es auch kein Wunder, dass sie die tote Schauspielerin als erste entdeckt, weil sie mit ihr ein bisschen "plaudern" wollte. Doch wer hat sie erdrosselt? Für Flavia gibt es so einige Verdächtige und dann wird es sogar richtig gefährlich für die altkluge Hobbydetektivin....

Der vierte Teil der Flavia-Reihe hat mich sehr gut unterhalten. Mit köstlichem Humor knallt Flavia einen Lacher nach dem anderen ab. Zumindest in der ersten Buchhälfte, denn die besteht erst einmal nur aus der Rahmenhandlung. Die zweite Hälfte beginnt dann mit dem Fund der Leiche und Flavias Ermittlungen. An der ein oder anderen Stelle habe ich mich - besonders hinterher - gefragt, wie Flavia da jetzt drauf gekommen ist. Die Ermittlung musste natürlich dann besonders schnell gehen, weil das Buch ja schon zur Hälfte vorbei war, so dass ich irgendwie auch das Gefühl hatte, dass jetzt alles sehr überstürzt und "Schlag auf Schlag" kommt. Wenn der Mord ein wenig früher passiert wäre, wäre mehr Platz und Raum für Flavias Ermittlung geblieben und einige von Flavias Handlungen und Gedanken wären vielleicht besser nachvollziehbar gewesen. Das Finale war dann aber SO mitreißend und spannend, dass ich einfach hin und weg bin.

Adam Bradley entwickelt seine Figuren jetzt weiter, denn man erfährt einige Details aus der Vergangenheit der einzelnen Charaktere. Tante Felicity nimmt einen größeren Raum ein als früher und ich bin gespannt darauf, was man von ihr in späteren Bänden noch alles erfahren wird.

Man muss Flavia einfach lieben! Sie ist eine ganze fabelhafte Spürnase und wenn sie in ihrem Chemielabor die Reagenzgläser schwenkt oder Arsen in der Butterdose vergisst, geht mir glatt das Herz auf.

Ein starker 4. Fall, mit kleinen Schwächen zwar, aber nach Nummer 1 - 3 der Beste bisher. Ich kann Flavia wärmstens empfehlen. Ein Krimivergnügen der etwas anderen Art!
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Dezember 2012
"Vorhang auf für eine Leiche" ist der vierte Fall der vorwitzigen Flavia de Luce, die gemeinsam mit ihrem Vater Colonel Haviland de Luce und den beiden älteren Schwestern Ophelia und Daphne auf Buckshaw lebt. Eine recht langweilige Angelegenheit und so vertreibt sich das altkluge Nesthäkchen mit dem Mischen von Giften und dem Lösen von kniffligen Fällen seine Zeit. Deshalb ist es auch ungeheuer aufregend für Flavia, als kurz vor dem Heiligen Fest eine Diva Einzug in dem heruntergekommenen Herrenhaus hält und das ganze Dorf erscheint, um die Berühmtheit in "Romeo und Julia" zu sehen. Dass dann auch noch ein Mord geschieht und ein Schneesturm Buckshaw von der Außenwelt abschneidet, lässt Flavia zur Höchstform auflaufen und bringt sie dazu, ihre Nase in gefährliche Angelegenheiten zu stecken.

Überaus witzig und wunderbar charmant präsentiert sich die Erzählweise des Autors Alan Bradley und lässt schon nach den ersten Sätzen eine Abfolge von Bildern im Kopf des Zuhörers entstehen. So sieht er die vorlaute Flavia förmlich vor sich, wie sie durch das alte Anwesen streift und den Ostflügel flutet, um dort eine Eisbahn zu bauen, erlebt ein winterliches Buckshaw, das, vom Flockenwirbel heimgesucht, mit den Schneemassen zu kämpfen hat, oder begleitet eine Diva ins Bad, die dort schonungslos alle Hüllen fallen lässt. Eine sehr bildhafte Darstellung, die mit amüsanten Dialogen, kuriosen Begebenheiten und eigentümlichen Charakteren einhergeht und dem Hörer öfter einmal ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Dabei ist "Flavia de Luce: Vorhang auf für eine Leiche" keine Kriminalgeschichte im herkömmlichen Sinne. Denn der Mord an einer berühmten Schauspielerin spielt sich nur im Hintergrund ab, während die Geschichte ihre eigentliche Spannung, oder besser gesagt ihre kurzweilige Unterhaltung, durch ein eigensinniges Mädchen erhält, das seine eigene Art hat, die Welt zu sehen

Fazit:
"Flavia de Luce: Vorhang auf für eine Leiche" überzeugt mit einer ganz besonderen Heldin, die in den fünfziger Jahren des vergangen Jahrhunderts lebt und überaus clever, witzig und ungeheuer sympathisch ist. Eine Figur, die von Hörbuchsprecherin Andrea Sawatzki verkörpert wird und das mit so viel Einfühlungsvermögen und schauspielerischem Talent, dass das Zuhören unheimlich viel Spaß macht.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 2012
“Du weißt genau, dass du ein absolutes Genie bist”

Inhalt:

Weihnachten steht auf der ganzen Welt kurz bevor, auch in Buckshaw werden Vorbereitungen für das Fest getroffen. Nun aber steht der Familienbesitz finanziell nicht auf gesunden Beinen. Auf das schlimmste muss sich die Familie bereit halten. Aber ein plötzliches Filmvorhaben könnte noch die Wendung bringen. Eines Tages geschieht etwas Schreckliches, und Flavia ist wieder in ihrem Element.

Meine Einschätzung:

Flavia und ihre Leidenschaft für die Chemie bewundere ich in jedem Band aufs Neue. Für ein junges Mädchen in diesem Alter doch eher ungewöhnlich, jedoch bei meiner pfiffigen Heldin stört mich das nicht. Diese Eigenschaft gehört für mich zu dem Charakter. Ohne diese positive Seite ist Flavia nicht vollständig, wäre für mich als Leser vollkommen unpersönlich gehalten. Ihre vielfältigen chemischen Experimente bringen mich zum schmunzeln. Diese Textpassagen beleben meinen Geist, und ich kann mich so bestens ablenken lassen vom mühseligen Alltag. Obwohl ich Laie in diesem Fachgebiet bin, ist alles vom Autor gut verständlich geschildert. Man könnte es vielleicht selbst ausprobieren.

Der Erzählstil ist hier wohl überlegt und besonnen, schrittweise Stufe um Stufe schraubt sich die Spannung für den Leser und Flavia in die Höhe. Gemeinsam nähern sich beide der Lösung und dem Täter entgegen. Die Mörderjagd findet in einer dichten, und fast altmodischen Ausstrahlung statt. Es geht auch wunderbar ohne Blut und Gemetzel ab. Man fühlt sich dabei clever unterhalten.

Flavia ist eine liebenswerte und erfrischende Protagonistin. Mit ihrer pfiffigen und manchmal altklugen Art hat sie mich erobert. Diesen klugen und einsamen Charakter muss man doch einfach nur gernhaben. Flavias Kampf um die Liebe des Vaters und der Schwestern verursachen mir einen Frosch im Hals. Nach meiner Ansicht zeigen beide Schwestern so ihre Zuneigung zu Flavia. Kann natürlich in meiner Meinung auch irren.

Auch Doggers Charakter ist vielschichtig und geheimnisvoll. In ihm steckt noch einiges an verborgenen Potential, dass man herauskitzeln sollte. Bin auf jedenfall auf weitere Entdeckungen von seinem alten Leben gespannt. Alan Bradley wird den Leser gewiss nicht enttäuschen.

Mir ging die Aufdeckung des Täters in dieser Geschichte zu schnell. Hätte gerne mehr falsche Verdächtige und Verwicklungen gehabt. Aber trotz diesem Manko wurde ich bestens und spannend unterhalten. Streifte gerne mit Flavia durch Buckshaws lange Gänge.

Fazit:

Flavia ist jedesmal ein Hochgenuß. Mit ihrer gewitzten und besonnenen Art findet sie immer die Täter, das gefällt mir besonders an der Protagonistin. Auf jedenfall erwarte ich ungeduldig ihr nächstes Abenteuer.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.

Haben sich auch diese Artikel angesehen


Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)