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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
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4,4 von 5 Sternen
The Fort
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:4,99 €


HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 26. März 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Vor den drei Freunden Tim, Scott und Luke liegt wie endlos der Sommer 1987. Tims Vater beginnt eher lustlos, die Holzterrasse in einen Wintergarten umzubauen. Aus brauchbaren Holzbrettern der ehemaligen Terrasse bauen die Jungen sich in überschaubarer Entfernung zu ihren Elternhäusern im Wald ein Baumhaus, ihr Fort. Die Spiele der Jungen sind bestimmt vom Vietnamkrieg; ihr Interesse an Waffen wirkt für Zwölfjährige nicht ungewöhnlich. Ins unbeschwerte Spiel bringt Scotts Stiefvater Carl, ein Vietnam-Veteran, eine ernste Note, als er die Jungen ermahnt, sich stets gegen einen möglichen Feind abzusichern, ehe sie ihr Fort erklettern. Während die Jungen vom Fort aus noch spielerisch mit einem Luftgewehr herumballern, erlebt ihr Heimatort eine Serie von Morden an Prostituierten. Tims ältere Schwester Becca wird nicht etwas wegen der Mordserie von den Eltern streng kontrolliert; es ist ihr strikt verboten, mit Jungen auszugehen. Von einem Ausflug mit ihrer Clique ins Autokino, den Beccas Mutter lieber verboten hätte, kehrt die Fünfzehnjährige körperlich und seelisch misshandelt zurück. Tim soll über die Ereignisse eisern schweigen; Details werden ihm aufgrund seiner Jugend verheimlicht. Seit dem Besuch im Drive-In wird das Mädchen Molly vermisst. Macht ein zweiter Täter den kleinen Ort unsicher oder ist Molly Opfer des Serienmörders geworden?

Durch an sich banale Zufälle erhält der Vermisstenfall eine dramatische Wendung. Aus ihrem Fort beobachteten die Jungen den Täter bei Mollys Entführung, doch die Polizei bezweifelt aufgrund ihrer Indizienlage die Aussage der Kinder. Hausarrest und strenge Bestrafung, damit ist für Tims und Scotts Eltern die Angelegenheit der angeblichen Lügengeschichte erledigt. Luke ist ein spezieller Fall, seine Mutter bekommt sowieso selten mit, wo ihr Sohn sich herumtreibt.

Wenn Erwachsene einem nicht glauben, obwohl seit Tagen ein Mädchen vermisst wird, müssen Kinder sich im Alleingang um die Angelegenheit kümmern, beschließen die drei Blutsbrüder. Dass Scott im Haushalt seines Stiefvaters Zugang zu den verschiedensten Waffen hat, sorgt beim Leser für wachsendes Unbehagen. Den Kindern ist nicht bewusst, dass sie gerade die Grenze zwischen Spiel und Ernst überschritten haben. Während die Polizei noch immer im Dunkeln tappt, muss man für Molly nach mehreren Tagen in der Hand ihres Entführers Schlimmes befürchten. Der Mann ist völlig durchgeknallt und sieht sich vom Vietcong umzingelt. Würde Becca nur endlich die Wahrheit wagen, hätte Molly wenigstens eine winzige Überlebenschance, doch deren Angst vor ihren Eltern ist größer als ihre Sorge um Molly.

Aric Davis Roman beginnt als humorvolles Coming of Age-Abenteuer im übersichtlichen Biotop einer Kleinstadt, aus dem beklemmend schnell Ernst wird. Kinder, die sich nicht ernst genommen fühlen und Eltern, die ihre Kinder durch rigide Verbote schützen wollen, sind unerwartet in einer dramatischen Situation gefangen. Ein Buch, das mich besonders durch die treffend gezeichnete Gedankenwelt der drei Zwölfjährigen gefesselt hat.
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. Juni 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Der vorliegende Roman hält, was der Einband verspricht: Spannung und Drama von der ersten bis zur letzten Seite!

Um den Lesespaß nicht zu nehmen, hier ein kurzer, spoilerfreier Ausblick, was euch in dem Buch erwartet:

Die drei Freunde Tim, Scott und Luke verbringen ihre freien Sommertage in ihrem selbstgebauten Baumhaus (dem Fort) und "spielen" Vietnamkrieg. Als ein Vietnamveteran zum Killer wird und die Jungs beobachten, wie das Mädchen Molly von ihm entführt wird, entwickelt sich die Story zu einem spannenden Krimi, bei dem es um die verlorene Jugend der 80er, soziale und familiäre Problemstellungen und natürlich den möglichen Tod eines Mädchens geht. Auch Tims Schwester, Becca, könnte hier eine größere Rolle spielen. Als den Jungs durch einen gewissen Umstand (wird nicht verraten ;-) ) niemand glaubt und der Killer weiter sein Unwesen treibt, läuft die Situation auf einen Showdown mit unerwarteten Wendungen hinaus...mehr will ich aber nicht verraten.

Besonders gut hat mir die Ausarbeitung der Charaktere - Hauptcharaktere wie Nebenfiguren - gefallen. Hier sticht meiner Meinung nach besonders Luke mitsamt seiner familiären Problematik heraus. Er ist mir gleich ans Herz gewachsen.

Da ich kein sonderlich großer Fan von Krimis bin, stand ich diesem Buch am Anfang sehr skeptisch gegenüber. Der Autor hat mich jedoch vollends von seinem Können überzeugt und ich werde ihn mir mit Sicherheit für die Zukunft im Auge behalten! Klare Kaufempfehlung für Krimi- und Coming-Of-Age-Fans, das Thema Vietnam spielt zwar eine zentrale Rolle, überfordert die eher Unwissenden allerdings nicht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 28. Juli 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Skepsis war von meiner Seite aus angebracht, weil Aric Davis' Roman "The Fort" mit Stephen Kings Novelle "Die Leiche" (seit der Verfilmung besser bekannt als "Stand by me") verglichen wird. Nachdem der Autor aber auch schon lange als Piercer sein Geld verdient, wollte ich aller Skepsis zum Trotz der Geschichte dennoch eine Chanvce geben, mit thematisch passend unter die Haut zu gehen. Und was soll ich schreiben: "The Fort" gefällt mir. Sogar ausnehmend gut. Und das nicht nur wegen seiner inhaltlichen Nähe zu Kings Geschichte...

Wir schreiben das Jahr 1987. Ich wurde in diesem Jahr im richtigen Leben durch das Album Bad zu einem Michael-Jackson-Fan, die fiktiven Jungs in "The Fort" hingegen erleben von ihrem Baumhaus (dem titelgebenden Fort) aus das Kidnapping eines Mädchens. Ohnehin wird die Kleinstadt, in der Scott, Tim und Luke (die drei "Helden") von einer Mordserie in diesem Sommer erschüttert. Es kommt, wie es kommen muss: Weder die Eltern, noch die Behörden schenken den Jungs Glauben. Logisch, dass die Jungs auf eigene Faust versuchen, dem Mädchen zur Hilfe zu kommen...

Davis ist ein spannender Roman gelungen. Leider liegt das Buch noch nicht in deutscher Übersetzung vor, allerdings sollten etwas geübte jugendliche Englischschüler und Erwachsene keine größeren Probleme mit der englischen Version haben. Nachdem von Aric Davis bereits schon deutsche Übersetzungen vorliegen, sollte es nur eine Frage der Zeit sein, bis auch "The Fort" in deutscher Sprache vorliegen wird. Die Qualität dazu hat der Roman auf jeden Fall. Leseempfehlung!
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
"The Fort" von Aric Davis ist ein spannender Roman über einen Serientäter, der junge Mädchen entführt, und drei Jungen, die den Sommer ihres Lebens vor sich haben...

Endlich Sommerferien! Die Jungen Tim, Luke und Scott freuen sich auf die lange freie Zeit, die vor ihnen liegt und planen tolle Abenteuer. Mittelpunkt ihrer Spiele ist das Fort am Waldrand, dass sie oben in den Bäumen gebaut haben.
Als plötzlich ein jugendliches Mädchen aus der Kleinstadt verschwindet, und auch Tims ältere Schwester irgendetwas zu wissen scheint, werden die Jungs aufmerksam. Und erst recht, als sie aus ihrem Baumhaus heraus einen bewaffneten Mann und ein Mädchen beobachten. Die folgenden Minuten werden ihr Leben verändern.

Anfangs hatte ich ein paar Probleme, ins Buch, in die Handlung zu kommen, doch als ich mir einen Überblick über Personen und Handlung verschafft hatte, hat mir das Buch sehr gut gefallen.
Es ist spannend, interessant, sehr angenehm zu lesen, mit sympathischen, nicht alltäglichen Charakteren.
Einen Entführungs-Serientäter-Roman aus Sicht dreier Jungs auf der Schwelle von Kindheit zur Jugend zu lesen, fand ich eine angenehme Abwechslung, davon lebt die Geschichte und bekommt eine ganz eigene Dramatik.
Einen nicht kleinen Teil der Geschichte nehmen Aspekte des Vietnam-Kriegs ein, ein Thema, mit dem ich nur wenig vertraut bin und auch nicht besonders interessiert dran. Dies tut jedoch dem Lesespaß an diesem sehr gut geschriebenen Roman keinen Abbruch.

Spannender, interessanter Roman, gut zu lesen, auf jeden Fall ein empfehlenswertes Buch.
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am 28. Januar 2014
Sowohl die Zusammenfassung als auch die ersten paar Seiten versprachen eine spannende Leseerfahrung: Eine Coming-of-age-Story bei der drei Jungs mit den Morden in ihrer Stadt konfrontiert werden. Ein wenig erinnerte mich diese Prämisse an die Geschichte "Die Leiche" von Stephen King (ebenso großartig verfilmt als "Stand By Me"), der Stil des Autors sagte mir zu, das Buch gab es günstig als E-Book, die Rezensionen waren durchweg positiv also zugeschlagen und losgelegt.

Tatsächlich habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen, was für den Schreibstil und die Story spricht, die durchaus spannend ist und neugierig auf das Ende macht. Allerdings habe ich mich im Laufe des Buches leider zunehmend geärgert, sowohl über die mangelnde Tiefe der Charaktere als auch große Löcher im Plot, die mich immer wieder aus dem Buch gerissen und mir das Leseerlebnis ziemlich verdorben haben.

Teilweise sind die Figuren wie aus der Klischeekiste gegriffen: der trinkende Detektiv, die Trailer-Trash-Mama, der gutmütige Vater, die zickige große Schwester, der traumatisierte Vietnam-Veteran. Der Bau des Forts wird so detailreich beschrieben, dass man es fast nachbauen könnte, an anderen Stellen wird aber mit Details so gespart, dass man das Gefühl hat, sich in einer Kulisse zu bewegen, die bei jedem Windhauch umfällt. Die drei Jungen unterscheiden sich nur durch ihre Familien, die von idyllisch bis zu verwahrlost rangieren und haben ansonsten kaum Persönlichkeit. Anders als in "The Body" erfährt man kaum oder gar nichts über ihre Interessen, Träume, Wünsche, so dass sie bis zum Schluss blass und fast austauschbar erscheinen. Außerdem finde ich, dass die zwölf Jahre alten Jungen absolut nicht altersgerecht beschrieben werden. Teilweise agieren sie noch wie absolute Kinder, dann sind sie wieder viel zu altklug.

Das Thema, welches das Buch eigentlich dominiert und spannend machen sollte, verpufft durch fehlenden Realismus. Von den beschriebenen Familienkonstellationen und so wie die Charaktere auftreten, empfand ich die Tatsache, dass keinem der Jungen geglaubt wird als sehr gezwungen. Zudem ist die Polizeiarbeit absolut katastrophal und man wundert sich keineswegs, warum der Riverside-Mörder so lange sein Unwesen treiben konnte.Es gab an so vielen Stellen des Romans Gelegenheit, mehr Dynamik und Spannung einzubauen, die leider verschwendet wurden. Stattdessen werden Charakteren die unsinnigsten Motivationen aufgezwungen und mit Traumas nur so um sich geworfen. Die Teenager des Ortes müssen z. B. zu den dümmsten ganz Amerikas gehören - mehr würde an dieser Stelle einen Plottwist verraten, den ich für absolut unnötig hielt.

Auch die Stimmung eines Sommers in den 80ern kam überhaupt nicht auf. Ein paar eingestreute Hinweise, das war es - der Roman hätte in fast jeder Zeit spielen , die Veteranen aus jedem Krieg sein können. Ich kann mich des Gefühls nicht erwehren, diese Ära wurde nur gewählt, weil Handykameras oder das Internet die ohnehin schon brüchige Story noch mehr strapaziert hätten.

Das Buch ist nicht komplett schlecht, und das ist glaube ich auch, was mich am meisten ärgert. Das erste Kapitel hat mich sofort in den Bann gezogen, die Dialoge fließen, die Charaktere haben alle Potenzial - doch das alles verpufft am Ende, insbesondere wenn man Bücher gelesen hat, die Themen wie die von außen heile Welt einer Kleinstadt, in der doch so viele düstere Geheimnisse verborgen liegen und eines abenteuerlichen Sommers, in dem Kinder erwachsen werden, meisterhaft behandeln. Die bereits zitierte Geschichte "The Body" von Stephen King und der Roman "Die Kirche der toten Mädchen" von Stephen Dobyns sollen hier nur zwei Beispiele sein. "The Fort" ist gewollt - aber leider nicht gekonnt.
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TOP 1000 REZENSENTam 22. Juli 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sogenannte "Coming-of Age-Stories" gbt es viele und nicht selten werden sie mit einem Kriminalfall oder der Enthüllung eines anderen Geheimnisses verbunden.
Insofern ist Aric Davis' "The Fort" zwar nicht wirklich "neu", hat mir aber aus verschiedenen Gründen dennoch sehr gut gefallen.

Im Sommer 1987 bauen sich die drei Freunde Tim, Luke und Scott im Wald ein Baumhaus, das titelgebende "Fort".
Als ihre kleine Heimatstadt von einer Mordserie erschüttert wird, Tims Schwester ein traumatisches Erlebnis hat und ein weiteres Mädchen vermisst wird, nimmt die Geschichte eine dramatische Wendung, denn aus dem "Fort" heraus haben die Jungens einige verdächtige Beobachtungen gemacht, denen die Polizei jedoch keinen Glauben schenkt, woraufhin die drei Freunde beschließen, der Sache selber auf den Grund zu gehen...

Die Geschichte beginnt recht langsam mit stimmigen Schilderungen der Atmosphäre einer amerikanischen Kleinstadt in den 80ern, nimmt mit dem Einsetzen des Kriminalfalles langsam an Fahrt auf, weckt ungute Vorahnungen, als sich abzeichnet, daß die Jungens Zugang zu Waffen haben und der gesuchte Täter offenbar ein durchgeknallter Vietnam-Veteran ist und fügt sich harmonisch zu einem ebenso stimmungsvollen wie spannenden Roman über das Ende der Kindheit, der nicht zu Unrecht auf dem Cover mit Stephen Kings "Stand by Me - Das Geheimnis eines Sommers" verglichen wird.
Die Thematik des Vietnam-Krieges, mit der ich nur relativ wenig vertraut bin, nimmt teilweise einen recht großen, für meinen Geschmack etwas überproportionalen Anteil an der Geschichte ein; dafür ziehe ich ein (kleines) Sternchen ab.
Dennoch ist "The Fort" eine ausgesprochen gelungene Geschichte über das Erwachsenwerden, die ich allen an dem Thema Interessierten gerne empfehle.
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TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 12. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Sommer 1987: Eine Gruppe Jungen beobachtet von ihrem Baumhaus aus, wie ein Mädchen entführt wird. Die Tat geht auf das Konto eines geistig gestörten Vietnam-Veterane, der bereits mehrere Morde begangen hat. Die Jungen wenden sich an ihre Eltern und an die Polizei, doch ihre Beobachtungen werden als kindliche Abenteuerphantasien abgetan. Da beschließen die Jungen selber zur Rettung des Opfers aktiv zu werden.

Aus dieser Grundkonstellation entwickelt Autor Aric Davis einen sehr spannend geschriebenen Roman. Der Kriminalfall im Vordergrund dient ihm dabei als Vehikel, um die Weltsicht der jugendlichen Protagonisten und ihre Lebenserfahrungen als Heranwachsende in den USA der 80er Jahre zu schildern. Dabei gelingt es Davis hervorragend die Problematik dieser Generation deutlich zu machen, die sich in einer Zeit des rapiden sozialen und wirtschaftlichen Wandels orientierungslos wiederfindet. Auf sich selbst gestellt und von der Welt der Erwachsenen ausgeschlossen, klammern sich die Jungs an die Werte ihrer Kindheitshelden aus Westernfilmen, um ihre Rettungsaktion zu starten.

Das Buch, erzählt aus der Perspektive der Jugendlichen, wäre schon für sich ein erstklassiger lesenswerter Krimi. Doch die hinter der Geschichte immer wieder aufblitzende Tragik der Jungen in ihrer gestörten Beziehung zu den Eltern und deren materiell-geprägten Werten machen das Buch zu einem tollen Beispiel dessen, was man auf Englisch als "Coming of Age - Novel" bezeichnet. Ein bekanntes Geispiel dieser Gattung der Schilderung der Lebenswelt Heranwachsender ist Stephen Kings Kurzgeschichte "Die Leiche", im deutschen durch die Verfilmung "Stand by me" bekannt. In vielem erinnert mich "Das Fort" an diese Geschichte, wobei Davis einen anderen Erzählstil hat und durchaus sehr eigene Akzente setzt.

Fazit: Absolut lesenswert und für mich eine echte Entdeckung, die Lust auf andere Bücher dieses hierzulande eher unbekannten Autors geweckt hat.
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am 2. Juli 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Auf dem Einband wird der Roman mit "Stand by me" von Stephen King verglichen, meistens macht mich das eher skeptisch gegenüber dem Roman. Aber in diesem Fall ist der Vergleich vielleicht gar nicht mal so schlecht, denn inhaltlich kann man tatsächlich die ein oder andere Parallele entdecken und auch erzählerisch ist der Roman durchaus gut zu lesen und hat mich bestens unterhalten.

Es geht um drei Freunde, die sich den langen Sommer mit dem Bau eines Forts und dem Nachspielen des Vietnamkrieges verkürzen wollen. Tim, Scott und Luke sind drei sehr unterschiedliche Jungs, die das selbst aber gar nicht zu bemerken scheinen und einfach nur einen schönen Sommer verbringen wollen. Doch diese unschuldige Idylle wird gestört als Tims Schwester Becca augenscheinlich ein verstörendes Erlebnis hinter sich hat und ihre Freundin Molly spurlos verschwindet. Denn in dieser kleinen Stadt lebt auch ein Vietnamveteran, der es sich zur Lebensaufgabe macht junge Frauen zu verschleppen und zu ermorden. Die Situation rund um das Wäldchen, in dem auch das Fort steht, spitzt sich zu als die drei Jungs einen Mann beobachten, der Molly mit einer Waffe bedroht und entführt.

Ich fand "The Fort" sehr angenehm zu lesen, es war auch nicht zu anspruchsvolles Englisch und sollte mit einem halbwegs fundierten Wortschatz verstanden werden können. Die Art des Autors ist schnörkellos und direkt, die Sätze wirken geradlinig und bringen das nötige ans Licht. Die Charaktere, gerade die der drei Jungen, fand ich sympathisch und facettenreich. Manche Motive bleiben zwar etwas im Verborgenen, aber im Großen und Ganzen kann man die Motive und Gefühle der Personen nachvollziehen.

Mein Fazit: Ein spannender Roman, der ein Amerika noch in den Nachwehen des Krieges zeigt. Hier und da fand ich es zwar schade, dass wir nicht mehr erfahren, aber dennoch konnte mich der Roman fesseln und gut unterhalten.
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am 14. April 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Aric Davis viertes Buch spielt 1987 in einer amerikanischen Kleinstadt und
weist thematische Ähnlichkeiten mit 'Stand by me' und 'das Baumhaus' auf,
die Handlung selbst ist eigenständig.

Drei Jungen um zwölf Jahre beobachten beim Spielen in ihrem Baumhaus (the Fort)
aus der Entfernung ein entführtes Mädchen und ihren Entführer.
Da jedoch kurz darauf eine passende Mädchenleiche auftaucht,
deren Todeszeitpunkt zur Beobachtung im Widerspruch steht,
glauben weder Polizei noch Eltern ihrer Aussage.
Daraufhin verfolgt die Polizei andere Spuren,
die Jungen weiterhin ihre eigenen und auch
der Entführer bleibt nicht untätig.
Die Ereignisse ziehen immer engere und bedrohlichere Kreise,
die Wahrheit kommt näher, wie auch die Gefahr.

Nicht nur die Geschichte selbst, auch Aric Davis Sprachstil versetzt den Leser zurück in die Achtziger Jahre.
Ein schnörkelloses Englisch, das trotz auftretendem F-Wort und beschriebener Gewalt sehr sauber wirkt.
Eine sprachliche Welt ohne Internet-, Multimediareferenzen, ohne Fernsehen und Nachrichtenportale,
die jeden Sack Reis breittreten.
Durch den Fokus auf die Protagonisten, die kurzen Kapitel und die ständig wechselnde Erzählperspektive,
bringt Aric Davis sehr schnell Spannung, Dynamik in die Geschichte und gibt den Charakteren Profil.

Eine spannende dramatische Geschichte, die zeigt, warum viele wehmütig an die Achtziger Jahre zurückdenken,
aber nicht unbedingt zurückhaben wollen. Ein gelungenes, nicht zu amerikanisches Ende krönt das Ganze.
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TOP 1000 REZENSENTam 25. Juli 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dieser Jugend-Thriller, der Ende der 1980-er Jahre in einer amerikanischen Kleinstadt spielt, hat mich angenehm überrascht. Er fängt eher langsam-beschaulich an, indem er die Atmosphäre eben jener Stadt zu jener Zeit beschreibt und die handelnden Personen einführt. Das gelingt dem Autor so gut, dass man das Städtchen beim Lesen vor Augen hat und sich vor allem auch die drei Jungs, die hier die Hauptrolle spielen, und ihre Familienverhältnisse lebhaft vorstellen kann. Dann taucht die Geschichte ganz allmählich, aber unaufhaltsam, in düstere Geheimnisse ab, wirft immer mehr Fragen auf, und ungute Vorahnungen machen sich breit. Die einzelnen Kapitel sind dabei kurz gehalten, die Szenen wechseln schnell, aber nicht überhastet. Die Spannung, die sich aufbaut, wird so groß, dass ich mich zusammenreißen musste, um nicht vorzublättern und nachzuschauen, wie das Ganze nun endet. Da das Buch nicht sonderlich dick ist, habe ich es lieber in einem Rutsch durchgelesen ;)

Es hat sich gelohnt. Ich weiß jedenfalls, dass ich diesen Autor im Auge behalten und wohl noch mehr von ihm lesen werde. Er scheint vor allem Jugendbücher zu schreiben, aber zumindest für dieses gilt: Nicht nur für Jugendliche interessant und lesenswert.

Die Sprache ist geradlinig, direkt und m.E. nicht allzu anspruchsvoll. Wer öfter englischsprachige Jugendbücher zur Hand nimmt oder ein bisschen mehr drauf hat als das grundlegendste Schulenglisch, wird mit diesem Buch gut zurechtkommen. Es liest sich so flüssig, dass sich unbekannte Vokabeln meistens problemlos über den Zusammenhang erschließen lassen dürften.
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