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Das Album und die Band in der "Rising"-Besetzung Rising (Deluxe Edition) waren 1977 schon immer der Hammer und deswegen bin ich auch am 25.9.1976 beim Konzert in der Kölner Sporthalle gewesen. Diese Konzert gibt es ja seit ein paar Jahren zum Glück ungekürzt als CD Live-Kölner Sporthalle 25. 9. 1976.

Über die Band und deren ideenreichen, fantastischen Hard-Rock möchte ich nichts mehr schreiben, es gibt hier ja 30 Rezensionen, die sich teilweise umfassend damit beschäftigt haben. Hier geht es nur um die Deluxe-Edition, die es nach 35 Jahren seit Erstveröffentlichung als Doppel-LP Anfang November 2012 als Doppel-CD gibt. Lohnt sich die als Anschaffung? Klare Antwort, für mich unbedingt.

Das Remastering ist gelungen, wenn ich CD1 mit der alten CD-Veröffentlichung der 80er Jahre vergleiche, die für mich wiederum deutlich schlechter ist, als die Vinyl-LP von 1977. Gut, leichtes Bandrauschen bei den leisen Passagen ist für mich unabänderlich, die Tapes wurden analog mit Technik der 70er Jahre aufgenommen. Da war das absolut üblich und nicht zu ändern. Aber bei der Lautstärke der Rockmusic kann man darüber ohnehin hinwegsehen.

CD 2 ist natürlich der Bonus-Happen schlechthin mit einer kleinen Einschränkung. Für diese Edition sollte das Konzert aus Osaka vom 9. Dezember 1976 veröffentlicht werden. Nach Bearbeiten und Mastern der Multitrack-Tapes stellte sich heraus, dass es sich nicht um die Tape-Reels aus Osaka handelt, sondern um die der Evening-Show des Tokio Budokan-Concert vom 16. Dezember 1976.
Die erwähnte Einschränkung bedeutet dass es sich bei den Versionen von "Sixteenth Century Greensleeves" und "Blues" sowie Teilen anderer Songs um die selben Versionen von CD 1 handelt; die hört man jetzt eben zweimal (Info: DeepPurple.net).

Auch konnten leider nicht alle Tapes lokalisiert werden, sodass "Stargazer" und "Still I'm Sad" auch hier fehlen. Der Rest der Budokan-Show ist wirklich klasse, die Band ist in wahrer Spiellaune, dazu toller Sound und ein fantastisches japanisches Publikum. Die Qualität der Rainbow-Shows von der World-Tour 1976 liegen wirklich auf sehr hohem Niveau, die Band hatte sich auch nicht von den häufigen technischen Problemen, die der Rainbow leider mit den Amps der Instrumente erzeugte, klein kriegen lassen. Acht Shows wurden offiziell von Engineer Martin Birch auf dieser Tour aufgenommen, vier in Deutschland und vier in Japan.

Das Booklet ist mit 18 Seiten informativ und interessant und enthält auch den 8-seitigen Druck des Fotokatalogs, der den japanischen Doppel-Alben 1977 beilag. Sehr nett gemacht, aber vom Standard damals dort nichts besonderes, denn die LP’s der 70er Jahre waren in Japan häufig deutlich großzügiger ausgestattet, sowohl vom Sound, als auch von den Beigaben (Texte, Fotos etc).
Wo die Tracks von CD 1 aufgenommen wurden, kann man nun auch nachlesen: "Kill The King" wurde danach z.B. aus den Konzerten vom Circus Krone, München und Budokan, Tokio, vom Deep Purple Engineer zusammen geschnitten.

Auf dem CD-Doppelklappcover und im Booklet werden die Bonus-Tracks von CD 2 immer noch aus dem Konzert aus der Koseinenkin Hall, Osaka, angegeben, was aber wohl mit dem Zeitpunkt des Druckes zusammenhängen mag.

Das Album war schon immer großartig und für mich eines der besten Live-Alben der 70er Jahre. Die Deluxe Edition ist sehr gut und für mich mit ***** ein Kauf wert, auch wenn es zwischenzeitlich ja einige Live-Konzerte dieser "Rainbow"-Besetzung und der 1976er World-Tour gibt. Und wer bereits eine dieser Live-CD's besitzt, muss diese neue Edition nicht unbedingt auch noch kaufen, denn die Set-List der einzelnen CD's ist immer mehr oder weniger diesselbe. Ich konnte auf jeden Fall nicht widerstehen, diese schöne Edition anzuschaffen; und Rainbow-Fans kaufen die ohnehin.
Weil sie von der Musik insgesamt so erstklasig ist, möchte ich die Edition - trotz des Fehlers - auch nicht abwerten.
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am 17. Oktober 2004
Beim Anhören von "On Stage" wird man Ohrenzeuge davon, dass Blackmore's Rainbow gerade in dieser Besetzung wahrhaft meisterlich war - vielleicht sogar besser als es Deep Purple je waren.
Nicht nur dass Blackmore ohnehin einer der Besten seines Faches ist, er war während dieser Tournee prächtig aufgelegt; virtuos sein Gitarrenspiel, schnell, phantasievoll und punktgenau trifft er stets den richtigen Ton (was ihm personalpolitisch nicht immer gelang...)
Die Band: Einfach prachtvoll. Dio's Stimmgewalt treibt kalte Schauer über den Rücken. Tony Carey an den Tasten - später auch erfolgreich als Solist (room with a view) - und Jimmy Bain am Bass breiten einen soliden und stets harmonischen Soundteppich aus. Und nicht zu vergessen Cozy Powell's galoppierende Rhythmusvorgaben. Oft hat er sich die Hände blutig getrommelt.
Selten habe ich ein so perfektes Zusammenspiel einer Rockband erlebt. Jedes Mitglied für sich ein Meister wirkt die Gruppe als Ganzes einfach magisch.
Exemplarisch sei hier nur ein Song hervorgehoben: Catch the rainbow präsentiert ein unglaubliches Spektrum - eine Dynamik, die fast einzigartig ist. Der Song beginnt stimmungsvoll, leise wie vor einem Gewitter. Bietet akustische Spotlights für Dio und Blackmore die gerade hier über sich hinaus wachsen, ehe im weitere Verlauf des 15-Minuten-Werks ein wahrer Instrumental-Orkan durch den Konzertsaal tobt.
Ich hab' mir damals die Vinyl-Scheibe gekauft - und verehrt, kam zwischenzeitlich wieder etwas davon ab und muss nun feststellen, dass "On Stage" auch nach 27 Jahren nichts von seiner Genialität verloren hat. Es geht sofort in's Ohr und man hat keine Chance sich satt zu hören...
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am 16. Februar 2004
Das Offizielle Livealbum nach den ersten zwei Studioalben. Ursprünglich auf Doppelvinyl, hier als Einzeil-CD - ohne Outtakes! Die Tour war noch in der genialen Besetzung Blackmore - Dio - Powell - Bain - Carey durchgeführt und aufgenommen worden. Für mich ist es ein absolutes Hammeralbum, die Liveinterpretationen stellen die Studioaufnahmen allesamt in den Schatten.
„Kill The King" - beginnt mit dem typischen Rainbow Konzert Intro „Over The Rainbow" aus dem gleichnamigen Film mit Judy Garland. Dann setzen die Drums ein und das Konzert beginnt. Immer mit Power! Kill The King war auf der Tour schon der Opener, obwohl es als Studioversion noch nicht zu haben war (erscheint auf dem Folgealbum „Long Live Rock'n'Roll" 1978 - allerdings ohne Tony Carey und Jimmy Bain).
"Man on The Silver Mountain" Medley - inklusive einem „Blues"-Song (auf keinem Studioalbum) und Starstruck. Dio spielt mit seiner Stimme, lockert den Rockklassiker auf (was er noch heute auf seinen Konzerten macht mit wechselnden Stücken aus seiner Kariere). Klasse gesungen!
"Catch The Rainbow" - über 15 Minuten Ballade vom Feinsten, die geniale Symbiose zwischen Blackmore und Dio. Eine Ballade, die ganz leise beginnt, die live noch viel mehr unter Haut geht, Gitarre und Stimme sind so harmonisch und gefühlvoll. Dio wechselt ständig von Kopf- zu Bruststimme und umgekehrt, dass es nur so eine Freude ist.

„Mistreated" - von der Deep Purple Mark III Besetzung (Original auf dem Album „Burn"). David Coverdale und Deep Purple werden überhaupt nicht vermisst, einfach genial.
„Sixteenth Century Greensleeves" - hier zeigen Rainbow, wohin es mit ihrer Musik gehen soll: viel Bass, geniale Solis und die Powerstimme von Dio. Welches Potential in diesem Lied steckt, zeigen Rainbow vor allem live (noch besser auf der „Live In Germany" 76, DCD).
„Still I'm Sad" - ein Yardbirds-Cover, in der Studioversion noch als Instrumental (leider). Was Dio mit diesem Lied auf diesem Album anstellt ist nur noch genial. Das ist Powerrock aus den 70ern vom Feinsten. Und dafür sind sogar diese 11 Minuten zu kurz.
Dieses Livealbum brilliert mit einer Spielleidenschaft, die vor allem nach Dio's Weggang nicht mehr bei Rainbow zu hören war. Der Egozentriker Ritchie Blackmore weiß zwar, was er kann, ist jedoch in seiner Personalpolitik voll daneben. Denn nach dieser Tournee Jimmy Bain und Tony Carey rauszuwerfen grenzt fast an Dummheit. Das folgende Studioalbum „Long Live Rock'n'Roll kann dank Dio und Powell das hohe Level halten.
Für den Liebhaber des 70ies Rock ist dieses Album ein absolutes Muss!
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am 14. Februar 2003
Auf diesem Album ist die Creme de la Creme des epischen Heavy Rocks vertreten. Götterstimme Ronnie James Dio liefert hier seine beste Gesangsleistung ab, die sich über vier Oktaven erstreckt und über ein einzigartiges Timbre verfügt. Blackmore beweist hier, dass DEEP PURPLE nur ein Klotz an seinem Bein waren, die ihn an der Entfaltung seiner Kreativität und Virtuosität gehindert haben. Nie war sein Gitarrenspiel kraft- und gefühlvoller, nie war es so klassisch inspiriert und weit ausladend-improvisierend wie auf ON STAGE. Des Weiteren prügelt Cozy Powell derart inbrünstig und derbe in die Drums, dass man denkt, die Bühne müsse einstürzen. Keyborder Tony Carey avancierte hier ebenfalls zu einem Zauberer der Tasten, obwohl sein Stil ein wenig an Rick Wakeman von Yes erinnert. Hier versprühen Rainbow ein geheimnissvolles und mittelalterliches Flair, selbst auf dem bluesinspirierten MISTREATED, welches hier die ziemlich lahmarschige Studioversion aus dem DEEP PURPLE-Album BURN übertrifft, zumal Dio hier wesentlich emotionaler und melodischer singt, als zuvor David Coverdale. Dieses Album isr kein einfaches Livealbum, auf dem die Songs 1:1 nachgespielt werden, hier wird spontan gejammt und improvisiert, fast schon an der Grenze der Selbstinszenierung. Viele Möchtegern-Gitarristen können von diesem Album eine Menge lernen.

Als Kritikpunkt könnte man allerhöchstens anmerken, dass das Album Rising, auf dessen Tournee On Stage ja aufgenommen wurde, deutlich unterrepräsentiert ist. Das epochale, stratopshärische Stargazer wird hier schmerzlichst vermisst, auch A Light In The Black wurde auf der Tour gespielt und leider nicht aufgenommen. Das ist bedauerlich.

Die Klangqualität ist mehr als transparent, hier und da aber etwas höhenlastig, wie ich finde. Für mich absolut herausstechend ist wie oben bereits erwähnt, die beste Version, die es vom Purple Klassiker Mistreated gibt. Das Gitarrensolo in der Mitte ist weit ausladend und dennoch nicht langweilig, Blackmore setzt hier viele interessante melodische Akzente. 16th Century Greensleeves wird ebenfalls in einer weit kraftvolleren und epischeren Version dargeboten, als auf dem Studioalbum. Kill The King wurde damals als schneller, rasanter Opener gespielt und war bis dahin auf keinem Studioalbum zu finden. Catch The Rainbow zeigt dann Blackmore und Dio als perfekt harmonierende musikalische Symbiose, die einen zu Tränen rühren muss. Beide werfen sich auf unnachahmliche Weise die Bälle zu und spornen sich zu Höchstleistungen an. Auch hier wird die Studioversion um Lichtjahre übertroffen. Cozy Powell hält sich beim Drumming angenehmn zurück und lässt erst am Ende des Songs die Sau raus.

Bei Still I'm Sad fehlt leider das Schlagzeugsolo von Cozy Powell, aber auch hier wird aus einem simplen Studio-Instrumental ein großartiger Song gemacht, dem Dio sogar etwas Text hinzugefügt hat. Weit ausladende Jamsessions, wie sie in den 70ern eben üblich waren, führen dazu, dass man jeden Song mit Ausnahmen von Kill The King auf genüssliche Art und Weise breitwalzt, ja regelrecht zelebriert. Nach Lust und Laune ziehen Blackmore und Dio ihre Kompositionen in die Länge, solieren beide auf ergreifende Weise, bis sie den Moment für gekommen halten, das Lied zu einem Ende zu führen.

Es ist bedauerlich, dass Rainbow in dieser Besetzung von so kurzer Dauer waren und Dio sein Glück bei Black Sabbath gesucht (und auch gefunden) hat.

On Stage ist jedenfalls ein großartiges Livedokument, was in keiner Rock Sammlung fehlen sollte.
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am 25. Juni 2012
Rainbow's Livealbum von 1977 zeigt eindrücklich, wie innovativ Richard Blackmore damals war. Das "klassische" Rainbow-Lineup hatte mit "Rising" einen Meilenstein veröffentlicht, den zahlreiche Bands als musikalisches Vorbild sahen und bis heute stellen diese Aufnahmen einen Höhepunkt im Schaffen von Blackmore dar. Selten erreichen Livealben eine derartige Insentität und Spannung, auch auf der heimischen Anlage.
Es ist zu diesem Album vollkommen zu Recht sehr viel Positives geschrieben worden, und jeder der sich für Rockmusik begeistert wird das Album kennen.
Live entfalteten die Studiosongs ihre volle Wirkung und auch heute noch kann man diese Aufnahmen als "Quintessenz" dessen werten, was Rainbow ausgemacht hat.
Ronnie James Dio, leider viel zu früh gestorben, gibt den Ausnahmesongs das gewisse Flair und auch wenn seine Texte "mystische Märchen" sind, passt das alles dermaßen gut zusammen, das es eine wahre Freude ist, dieses Album zu erleben.

Zum Glück wurde das einzige Manko des Albums, was damals immer bemängelt wurde, durch Nachveröffentlichungen kompletter Konzerte der 1976er Tour mehr als ausgeglichen. Unbedingt empfehlenswert sind daher die 3 CD's, die auch in der Box "Live in Germany" verewigt wurden.
Das erste Rainbow Album war schon absolut hervorragend, live gefallen mir die Stücke noch besser als im Studio aufgenommen, aber dann kam "Rising", damals von der hiesigen Presse eher kritisch bewertet, aber heute als DAS Rainbow Album schlechthin bewertet.

Daher meine uneingeschränkte Kaufempfehlung für diejenigen, die Rainbow erst jetzt entdecken, oder die sich an "Blackmore's Night" satt gehört haben. Hier zeigt Blackmore, was er wirklich ist und weshalb er zu dem wurde, was er immer sein wird, ein absoluter Ausnahmegitarrist.

Die "Deluxe Edition" bietet neben dem Album auch noch eine zweite CD mit "Bonus Tracks" aus Osaka vom 9. Dezember 1976, klanglich auf gleichem Niveau wie das Originalalbum. Das die beiden "Rising" Titel "Stargazer" und "A light in the black" auch auf dieser Ausgabe keine Verwendung finden überrascht mich dennoch, genügend Mitschnitte gibt es, und folge ich dem Text der "Deluxe-Edtition" war auch "Tarot woman" im Gespräch, leider wurde es dann doch nicht live gespielt, lediglich bei den "Rehersals" ... Das man erneut darauf verzichtet, die erstgenannten Tracks nicht zu verwenden, verstehe ich ehrlich gesagt dann nicht. Damals, als "On Stage" neu war, dachte ich, man hat diese beiden Titel bewußt weg gelassen, um die Verkäufe von Rising nicht zu beeinträchtigen, aber heute, nach 36 Jahren kann ich das nicht nachvollziehen. Daher betrachte ich die "Deluxe Edition" als nicht ganz optimal umgesetzt...
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am 30. Juni 2000
Dann wollen wir mal endlich dem Umstand abhelfen, dass der Live-Klassiker "On Stage" immer noch ohne Online-Kritik auskommen muss! Dass es sich bei Rainbow um eine absolute Hardrock-Legende handelt, müsste so langsam jedem klar sein. Und dieses 1977 als Doppel-Vinyl veröffentlichte Schmuckstück ist herrliches Zeugnis einer Zeit, in der Livescheiben noch nicht nur als "Quasi-Best-Ofs" Reize hatten. Wer Blackmore kennt, weiß, was ihn erwartet: Improvisationen, die einen Song schon mal auf das 2-3fache der Sudiolänge ausdehnen, aber auch jede Menge Power und Gitarrenriffs vom allerbesten. Seine Mitstreiter haben schon auf dem Studiomonolithen "Rising" gezeigt, was sie drauf haben, auch wenn das Album hier etwas unterrepräsentiert ist. Das tut der Klasse der Scheibe aber keinen Abbruch, "On Stage" gehört genausogut in jede Sammlung wie "Made In Japan" von Blackmores ehemaligem Arbeitgeber Deep Purple. Wer also innovativen Hardrock mit Niveau zu schätzen weiß, kommt an diesem Sahneteil ebensowenig wie an den essentileen Rainbow-Studiowerken aus den Siebziegern vorbei. Ich habe mich beim Hören dieses Albums noch nie gelangweilt, exquisite Unterhaltung ist also garantiert.
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am 20. April 2008
"On Stage" ist das erste Live-Dokument von Ritchie Blackmore's Rainbow. Die beste Inkarnation dieser Band wird uns leider nur in einem Ausschnitt präsentiert. Am meisten macht es sich beim Fehlen des überragenden Songs namens "Stargazer" bemerkbar. Eigentlich ein unverzeihlicher Faux pas, der aber inzwischen durch nachträgliche Veröffentlichungen von Deutschland-Konzerten wieder gut gemacht wurde. Das war das Negative, aber befassen wir uns mit dem, was dieses Album bietet: Rainbow in der bestmöglichen Besetzung (Hallo Dirk!): kurz: Blackmore (natürlich), Bain, Powell, Carey und natürlich Ronnie James Dio mit seiner unvergleichlichen Stimme, also das Team vom Überalbum "Rising".

Eröffnet wird der Reigen (nach dem Intro von Dorothy aus "Der Zauberer von Oz") mit dem zum damaligen Zeitpunkt noch unbekannten "Kill the King" (erst auf dem nachfolgenden Album "Long Live Rock'n'Roll" erschienen). Ein starker Opener. Es folgt "Man on the Silver Mountain" vom ersten Album, das einen wunderbaren Blues-Teil enthält. "Catch the Rainbow" (ebenfalls vom Debüt) geht hier eine Viertelstunde und wird nicht langweilig. Ein weiterer Höhepunkt ist "Mistreated", ein Song aus Deep-Purple-Zeiten. Whitesnake hatten ihn ebenfalls im Programm, und beide Versionen unterscheiden sich erheblich, aber beide sind wunderbar. Ritchie, befreit von den Fesseln dominanter Mitstreiter wie Jon Lord und Ian Gillan, spielt frei und ungehemmt auf und macht dieses Stück zu seiner Show. Zum guten Schluß gibt es nochmal zwei Stücke vom ersten Rainbow-Album: "Sixteenth Century Greensleeves" (wunderbares Eröffnungs-Solo von Ritchie) und Yardbirds' "Still I'm Sad", das auf Rainbows Erstling nur instrumental dargeboten wurde und hier elf Minuten musikalische Feinkost mit Ronnies unvergleichlichem Gesang bietet und fast speedmetallisch powert.

Wo hier der Sound dumpf sein soll, weiß ich nicht. Alle Instrumente sind klar zu hören, der Sound ist hervorragend. Es gibt auf diesen Seiten eine Diskussion über das genialste (O-Ton) Live-Album aller Zeiten. Rainbows "On Stage" ist ein heißer Anwärter auf diesen Titel. Wie gesagt, einziges Manko ist, daß hier nicht ein vollständiges Konzert geboten wird. Aber da Qualität über Quantität geht, volle Punktzahl!
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am 23. August 2010
Als dieses 1976 aufgenommene Livealbum 1977 erschien war ich 17. Freunde besaßen es bereits und als ich es hörte, nachdem ich Blackmore nach seinem DP Ausstieg mit seiner neuen Band zunächst nicht weiter verfolgte, war ich überrascht welche Qualität seine neue Band hatte.
On Stage gehört zu den besten Rock Livealben aller Zeiten.
Daß es etwas kurz ausfällt liegt sicher daran, daß hier ausser Stargazer das ganze Liveset drauf ist, also die Rainbow- Konzerte damals nicht sehr viel länger waren ( Ich sah Rainbow 1977 selbst live ), zudem die Kapazität von Vinyl begrenzt ist und Stargazer ein 8 Minuten Track ist, den man auf einer LP - Seite nicht zusätzlich unterbringen konnte.

Egal, das Album ist aller erste Klasse, es ist sozusagen Blackmore's zweites "Made in Japan " , was die Energie und Spielfreude anbelangt.

Da Blackmore in seiner eigenen Band natürlich alle Freiheiten besaß, zeigt er hier mehr Filigranarbeit und Ehrgeiz als zuletzt 1975 bei Deep Purple.

We ON STage noch nicht kennt und gute Rockmusik mag, sollte hier zuschlagen:
Es ist auch ein Erinnerungsstück an den bis zu letzt hervorragenden Sänger Ronnie James Dio, den ich 2009 noch bei bester Stimme live erlebte.
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am 8. Juni 2004
Über die Musik dieses Klassikers möchte ich nichts weiter sagen, die ist natürlich über alle Zweifel erhaben. Ich besaß schon die Original-LP vor 25 Jahren und auch die erste deutsche CD-Ausgabe von ca. 1987. Ich hatte gehofft, dass die neue Remasterversion von 1999 nun endlich den Klang der Originalaufnahmen und der LP halbwegs originalgetreu rüberbringt, und bin jetzt leider sehr enttäuscht.
Diese Remaster Version klingt leider auch nicht besser als die ursprüngliche CD-Version und ist leider total stumpf und mumpfelig, d.h. es fällen absolut die Höhen z.B. bei den Becken etc. Die Original-LP klingt da deutlich besser, und anstatt wirklich die Original-Masterbänder aufzutreiben hat mal wieder jemand an eine schnelle Mark (bzw. Euro) gedacht und wieder irgendeine schlechte Kopie für diese CD Version verwendet.
Meines Wissens war die erste CD-Ausgabe auch genau 64:15 Minuten lang.
Vielleicht gibt es "On Stage" irgendwann mal von MFSL oder sonst einer Firma in angemessenem Sound.
Schade eigentlich, denn die Musik wäre es wirklich wert, in ordentlichem Klangbild gehört werden zu können.
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am 6. September 2010
Heute ist "On Stage" endlich angekommen, nach einer etwas verlängerten Lieferzeit aber sei's drum.
Die LP läuft und läuft und läuft. Die Band spielt mit einer Spielfreude, die ihresgleichen sucht. Viele großartige
Improvisationen, die Band scheint einfach alles im Griff zu haben. Ich schätze, dass viele Leute, die sich dieses
Schätzchen als Vinyl-Neuauflage kaufen, dass Album schon kennen daher noch ein paar Worte zur Verarbeitung der "Neuauflage":

Der Karton der Platte ist stabil, die Platten wiegen 180g und sind in einem schicken beige gefärbt.
Ich hätte auch nichts gegen schwarz gehabt, denn die Titelabgrenzung erkennt man, ohne passenden Lichteinfall, nicht mehr
auf Anhieb. Trotzdem kein echter Minuspunkt, dass Album ist klasse und die Vinyls haben spitzenqualität.
Viel Spaß!
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