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Kundenrezensionen

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am 27. Februar 2013
Der Klappentext von Der Leuchtturmwärter verspricht ein spannender, atmosphärischer Krimi zu sein, der im wunderschönen Schweden spielt. Ein Krimi ist dieses Buch auch: jemand wird tot aufgefunden und das Ermittler-Team beginnt, sich auf die Suche nach dem Mörder zu machen.
Doch etwas Essentielles hat mir bei diesem Buch leider von Anfang an gefehlt - die Spannung.

Im Gegensatz zu anderen Krimis, die ich gelesen habe, setzt dieses Buch nicht direkt mit dem Fund einer Leiche und den darauf folgenden Ermittlungen ein. Von Beginn an wird hier sehr viel Wert auf das Innenleben der einzelnen Charaktere und deren Beziehungen untereinander gelegt - für meinen Geschmack schon etwas zu viel. Denn bis es überhaupt zum Leichenfund kommt und die eigentliche Handlung einsetzt, dauert es ein Weilchen. Somit habe ich den Einstieg in das Buch leider als etwas beschwerlich empfunden und auch im weiteren Verlauf der Geschichte hat mir die Spannung schlichtweg gefehlt.
Es gibt sehr viele Charaktere in diesem Buch, die auch alle ganz toll ausgefeilt sind und die sicherlich alle eine Portion Aufmerksamkeit verdient haben. Mehrere der Charaktere stehen im Wechsel im Fokus und jeder hat mit seinen ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Patrik und Erica mit der Geburt der Zwillinge, Ericas Schwester Anna muss mit dem Tod ihres Kindes zurecht kommen, Annie ist mit ihrem Sohn aus ihrer Heimat geflohen, die Eltern des Mordopfers mit dem tragischen Tod ihres Kindes, Vivianne und ihr Bruder scheinen nicht ganz ehrlich damit zu sein, wer sie wirklich sind, und so weiter. Man merkt, viele Charaktere und viele eigene, kleinere und größere Konflikte. Doch leider konnte ich zu keinem der Charaktere eine wirkliche Verbindung aufbauen. Und das aus dem einfachen Grund, dass mir die einzelnen Abschnitte zu kurz waren. Da hatte ich mich gerade in einen Charakter "reingelesen", konnte dessen Situation nachvollziehen und wurde mit ihm langsam warm, da war der Abschnitt auch schon vorbei und die nächste Person war dran. Dies hat einem als Leser zwar sehr viele Einblicke in die Charaktere gegeben, mich hat der ständige Wechsel allerdings eher verwirrt. Zusätzlich ist für mich die eigentliche Problematik der Geschichte - die Suche nach dem Mörder - durch die vielen anderen privaten Sorgen und Probleme der Personen in den Hintergrund gerückt.
Sehr interessant zu lesen fand ich hingegen die Einschübe aus dem 19. Jahrhundert, die von Emilie berichten, die nach ihrer Vermählung mit dem Leuchtturmwärter nach Graskär, der sogenannten Geisterinsel, zieht.

Die Lösung des Falls erweist sich als recht schwierig und die Ermittler geraten immer wieder in Sackgassen, beim Lesen habe auch ich immer wieder Vermutungen angestellt. Wie sich hinterher herausgestellt hat, lag ich hierbei gar nicht so falsch. Auch andere kleine Auflösungen am Ende, die nicht direkt mit dem Mord in Verbindung stehen, habe ich bereits sehr schnell geahnt und fand es schade, dass dieser Wow-Effekt bei Der Leuchtturmwärter für mich ausblieb. Besonders große Überraschungen hielt das Buch für mich daher leider nicht bereit.

Vielleicht hätte mir der Krimi besser gefallen, wenn ich die vorherigen sechs Bücher der Autorin, die von denselben Ermittlern und Personen handeln, vorher gelesen hätte. Vielleicht hätte ich die Charaktere dann bereits gekannt und mich hätten die kurzen Abschnitte nicht so massiv gestört. Da mir trotz der vielen Problemchen die Atmosphäre und der übrige Erzählstil in Der Leuchtturmwärter durchaus gut gefallen haben, werde ich mir diese Bücher sicher einmal genauer anschauen.
Aufgrund der fehlenden Spannung und des Mordes, der eher in den Hintergrund rückt, konnte mich dieses Buch aber nicht vollständig überzeugen.
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am 11. März 2013
Das Cover des neuen Romans von Camilla Läckberg sieht auf den ersten Blick harmlos aus mit dem Schaukelpferd am Strand vor dem hellblauen Wasser. Schaut man jedoch etwas genauer hin, fallen einem auch die dunklen Farben auf, wie der wolkenverhangene schwarze Himmel. Der Leser blickt aus einem zerbrochenen Fenster hinaus aufs Meer. Unter dem Schaukelpferd befindet sich eine Blutlache, und wie man es schon bei anderen Krimis aus dem List-Verlag kennt, sind auf dem restlichen Cover auch wieder rote Blutstropfen verteilt, die schon auf einen Krimi hindeuten. Fährt man mit dem Finger darüber, kann man die Tropfen auch fühlen. Das Buch umfasst nicht ganz 500 Seiten und erwähnenswert ist auf jeden Fall der Steckbrief der Protagonisten und die Beschreibung des Ortes Fjällbacka am Ende des Romans.

Der Leuchtturmwärter" ist bereits der siebte Band aus der Erica Falck und Patrik Hedström-Reihe. Alle Fälle sind in sich abgeschlossen. Allerdings haben gerade die Protagonisten von Camilla Läckberg sich enorm weiterentwickelt, sodass die Reihenfolge der Romane besser eingehalten werden sollte. Mir fehlen leider ein paar Bücher dazwischen und ich hatte doch etwas Mühe, mit der rasanten Entwicklung klarzukommen. Die vielen Namen und Verbindungen haben mir etwas Mühe bereitet, der Geschichte lückenlos zu folgen, da ich immer wieder zurückblättern musste, um wieder den Zusammenhang herzustellen. Gerade wenn Namen sehr ähnlich klingen wie in diesem Fall Annie und Anna, ist es wichtig, die Bände von Anfang an gelesen zu haben. Aber ich wusste ja bereits vorher, was auf mich zukommt und es hat meiner Lesefreude keinen Abbruch getan.

Camilla Läckberg ist ein Familienmensch und das wirkt sich auch auf ihre Romane aus. Dass Kinder ihr wichtig sind, merkt der Leser auf Anhieb. Die Verknüpfung zwischen dem Familienleben ihrer Protagonisten und der spannenden kriminalistischen Handlung ist ihr sehr gut gelungen. Dabei kommt sie ohne viel Blutvergießen aus, denn sie legt ihr Hauptaugenmerk auf die psychische Ebene. Schon ziemlich zu Beginn der Geschichte kommt der Unfall zur Sprache, der Erikas Schwester Anna das Leben ihres ungeborenen Kindes kostet. Viele Seiten des Buches widmen sich der Depression von Anna, die dadurch auch ihre komplette Familie vernachlässigt und keiner Gefühlsregung mehr mächtig ist. Die Situation ist dabei so authentisch geschildert, dass ich mich sehr gut in Annas Lage hineinversetzen konnte. Hier kommt der skandinavische Schreibstil mal wieder gut zur Geltung und entweder man liebt ihn oder man hasst ihn. Mir gefällt er jedenfalls ausgezeichnet.

Der Leuchtturmwärter" beinhaltet so viele Handlungsstränge, dass der Verdacht aufkommt, dass die Autorin sich nicht so recht entscheiden konnte, welcher Handlung sie nun den Vorrang geben sollte. In diesem Fall geht es um die junge Mutter Annie, die mit ihrem kleinen Sohn Sam vor ihrem gewalttätigen Ehemann auf eine einsame Insel flüchtet. Dass diese Insel unter den Einheimischen die Geisterinsel genannt wird, stört sie weniger, denn sie kennt diese Insel seit ihrer Kindheit und fühlt sich dort geborgen. Annie hat sich mit den Geistern arrangiert. Ihr einziger Kontakt zum Festland besteht mit den Eltern ihrer einstigen Liebe Mats. Sie bringen ihr Vorräte auf die Insel und kurz darauf bekommt Annie auch Besuch von Mats. Der Leser erfährt, dass Annie etwas Schlimmes getan haben muss, weil auf der Flucht das Blut ihres Ehemannes an ihren Händen klebte. Was genau geschehen ist, wird jedoch nicht verraten. Fakt ist, dass der kleine Sam schwer traumatisiert ist und während der ganzen Zeit auf der Insel nicht ein Wort spricht. Kurz darauf wird Mats brutal ermordet. Niemand kann sich vorstellen, wer diesen hilfsbereiten und freundlichen Menschen auf dem Gewissen haben könnte. Kommissar Patrik Hedström nimmt die Ermittlungen auf und wird dabei auch von seiner Frau Erica wieder tatkräftig unterstützt.

Ein weiterer Handlungsstrang ist die Geschichte um die junge Emelie, die im Jahr 1870 in Fjällbacka auf besagter Geisterinsel spielt. Sie ist kursiver Schrift gedruckt und eigentlich eine kleine Geschichte für sich allein. Am Anfang habe ich mich noch gefragt, wie sie sich in die Krimihandlung einfügen soll, weil der Zeitsprung einfach viel zu groß ist, als dass die Charaktere eine Verbindung zueinander haben könnten. Aber am Ende des Romans fügt sich alles zusammen. Mir hat die Geschichte in der Geschichte fast noch besser gefallen als der Krimi an sich. Camilla Läckberg versteht es einfach, die Spannung durchgehend zu halten.

Meine persönliche Jagd nach dem Mörder war nicht ganz so erfolgreich. Viele Spuren verliefen im Sande. Und mein (richtiger) Verdacht, den ich hatte und der sich erst ziemlich zum Schluss eingestellt hatte, ließ sich für mich nicht logisch belegen. Wie Camilla Läckberg das Ganze gelöst hat, war mich eine totale Überraschung. Dieser Krimi war genau das Richtige für mich. Aus diesem Grund vergebe ich auch gerne fünf Sterne.

Reihenfolge der Erica Falck u. Patrik Hedström-Bände:

1. Die Eisprinzessin schläft
2. Der Prediger von Fjällbacka
3. Die Töchter der Kälte
4. Die Totgesagten
5. Engel aus Eis
6. Meerjungfrau
7. Der Leuchtturmwärter
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am 2. Juni 2014
Wer dieses Buch liest, wird bald feststellen, die Autorin will nicht eine Geschichte erzählen, sie will gefühlte hundert erzählen. Davon handeln die meisten von verstörten, traumatisierten, enttäuschten oder/ und misshandelten Frauen. Frau Läckberg geht es dabei immer um die ganz schlimmen und brutalen Ereignisse, die Menschen wirklich berühren und betroffen machen. Gewalt in der Familie, Gewalt an Frauen- wirklich ein schwieriges Thema, das eine Menge psychologischer Fragen aufwirft. z.B. warum lassen die Frauen das mit sich machen; warum verlassen sie die Partner nicht? Wie geht man überhaupt mit traumatisierten Menschen um? Wer darauf eine Antwort erwartet, ist hier allerdings falsch, denn tiefgründig möchte das Buch nicht sein.
werden diese Probleme nur angerissen und durch die vielen schnellen Wechsel der Erzählstränge kann nicht näher darauf eingegangen werden. Alles bleibt oberflächlich: die Personen, ihre Empfindungen und Handlungen. Kaum wird etwas hinterfragt oder Ursachen für ihr Handeln gesucht. Es gibt nur gut oder schlecht, schwarz oder weiß, Täter oder Opfer. Bei dieser Thematik befriedigt das aber nicht. Der eigentliche Kriminalfall gerät auch immer mal in den Hintergrund und zieht sich in die Länge. Irgendwann habe ich angefangen quer zu lesen und versucht den Hauptstrang zu folgen (die Ermittlungsarbeit der Polizei). Zum Ende hin wird es auch etwas spannend, allerdings ist meines Erachtens der Plot nicht ganz logisch: Achtung-Spoiler! - ein ordentlicher Mann, der Drogen wegwirft in öffentliche Mülleimer und warum macht der das? Und wieso geht man da nicht gleich zur Polizei?
Was mich aber wirklich geärgert hat, war die Auflösung der alten Geschichte aus dem 19.Jh: warum prügeln Männer Frauen?
Weil sie- Achtung Spoiler!- schwul sind. Das lässt sich jedenfalls aus dem Ende schließen. Traurig! Übrigens kann man sich diese Geschichte auch für hinterher vornehmen und ganz ohne Perspektivwechsel lesen- einfach so und darüber nachdenken, warum diese Insel mit solch schrecklichen Ereignissen geplagt ist. Man wünschte ihr nur Gutes.
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am 9. Februar 2013
Dies ist das siebte Buch einer allgemein offenbar enthusiastisch aufgenommenen Krimiserie und das erste, das ich aus der Reihe gelesen habe - mit großen Erwartungen, die leider enttäuscht wurden.

In diesem Roman gibt es gleich vier Handlungsstränge.

Strang 1: Polizist Patrik mit seiner Frau Erica und deren Schwester Anna, die gerade einen tragischen Autounfall erlebt haben, bei dem das Kind Annas gestorben ist. Vier Perspektiven - die vierte ist Don, Annas Mann.

Strang 2: Die Geschichte von Annie, die mit ihrem Sohn aus dem ehelichen Haus geflüchtet ist, wo sie den Ehemann tot zurückgelassen hat. Damit verbunden die Geschichte von Mats, ihrem Jugendfreund, und dessen Eltern. Zwei Perspektiven. Macht sechs.

Strang 3, den wir abwechselnd aus drei Perspektiven, nämlich aus der von Vivianne, von Viviannes Lebensgefährten und von Anders, ihrem Bruder, erzählt bekommen. Macht neun.

Strang 4 dann die Geschichte von Emelie, mit ihrem Sohn und ihrem Mann, dem titelgebenden Leuchtturmwärter, die um 1870 auf der Insel vor dem Handlungsort Fjällbacka gelebt hat, die von der Bevölkerung die "Geisterinsel" genannt wird. Macht zehn.

In all das sind noch mehrere Nebenhandlungen verflochten, die zusätzliches Personal ins Spiel bringen. Freunde, Ehegatten, Kinder, nochmal drei bis vier Perspektiven, macht so zirka dreizehn bis vierzehn: Zuviel! Wer ist jetzt mit wem verwandt, wer ist wessen Mutter, und welches Kind ist wem gestorben und warum und wobei? Welcher Mann gehört nochmal zu welcher Frau? Man blickt nicht durch, schon gar nicht, wenn man die vorigen Bände nicht kennt, und die Mängel dieses Romans machen es nicht einfacher.

Denn Mängel gibt es einige: In das teils überschwängliche Lob meiner Mitrezensenten kann ich nicht einstimmen. Wenigstens ist der Plot leidlich schlüssig, und da ich wissen wollte, wie die Geschichte ausgeht und ob meine Vermutungen dazu stimmten, habe ich mich durchgelitten. Und zwar beträchtlich.

Nicht nur die oberflächliche Zeichnung der Figuren ("Das lag in ihrer Natur."), sondern vor allem der Stil waren überhaupt nicht mein Fall. Zu viele platte Dialoge; manche Gedankengänge der Protagonisten waren fast mitleiderregend dümmlich, sollten aber eigentlich Scharfsinn suggerieren; zu viel Kitsch ("Die Inschrift war für immer in ihr Herz geritzt.") und zu viel Idylle ("Himmel, war sie verliebt in ihren Mann!"); zu viel zuckriges Familienkinderglück und Mit-ein-bisschen-gutem-Willen-wird-alles-wieder-gut; zu viele strahlende Gesichter bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit; zu viel "irrsinnig", "wahnsinnig" und "unheimlich" in der wörtlichen Rede. So was wirft mich in jedem einzelnen Fall aus dem Lesefluss, also in diesem Buch quasi pausenlos.

Auch die Figuren waren nicht mein Ding, ich hab es gern etwas zwiespältiger und subtiler und konnte mit niemandem warm werden. Die Hauptfigur Erica Falck mit ihrer Trutschigkeit (der Zwillingskinderwagen als Fitnessgerät! Oprah Winfrey! Kochshows am Nachmittag!) hat mich total genervt, Patrik ist zum Gähnen gut, Matte so eindimensional nett, dass er konturlos bleibt. Dazu die bravste Sexszene (Patrik/Erica), die ich jemals gelesen habe. Hat Erica autobiographische Züge? Ich will es echt nicht hoffen. Sehr gestört hat mich auch, dass das Handeln der Personen sich oftmals nicht aus ihrer Psychologie erklärt, sondern im schlechtesten Sinne völlig überraschend kommt, wie bei dem Vater des Mordopfers Matte.

Der Plot funktioniert zwar, ging aber in dem Perspektiven- und Personenwirrwarr unter. Das Anliegen der Autorin, Gewalt gegen Frauen und die Machtlosigkeit des Gesetzes, kam aufgrund der flachen Psychologie nicht rüber. Die Auflösung fand ich einigermaßen schlüssig, in Teilen auch überraschend, wenn man ein paar Details außer Acht lässt, die psychologisch eher unwahrscheinlich wirkten, siehe oben. Immerhin, alle losen Fäden werden am Ende verknüpft, und die Autorin opfert sogar ein paar Figuren zugunsten realistischer Darstellung, es gibt also kein gar zu süßes Happy End. Dafür und für den Plot gibt es von mir zwei Sterne. Allerdings reicht das nicht, um mir ein weiteres Buch dieser Autorin anzutun.

Meine Meinung: Wer auf eine ausgefeilte Psychologie, knackige Dialoge und guten Stil zugunsten nebenwirkungsfreier Unterhaltung verzichten kann, ist mit diesem Roman sicher bestens bedient. Alle anderen lassen das Buch besser im Regal stehen und lesen zum gleichen Thema "Mia" von Liza Marklund.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Februar 2013
Ich habe fast alle Bücher von Camilla Läckberg gelesen und auch bei diesem Buch war wieder das Gefühl da "alte Freunde zu treffen" und zu erfahren, was seit dem letzten Buch geschehen ist. Man ist schnell wieder drin und erkennt die Figuren wieder.

Der Start des neuen Buches ist traurig und man leidet mit Anna, Dan & Co. mit. Ein totes Kind, eine traurige und verletzte Mutter, ein sich immer fremder werdendes Paar sind nicht so einfach zu beschreiben und doch macht Camilla Läckberg, bis auf einige wenige Passagen, ziemlich gut.

Ein anderer Handlungsstrang erzählt von Annie und Sam und ihre überstürzte Flucht. Der Leser wird nur langsam an die Geschichte von Annie herangeführt, doch was man erfährt, lässt einen immer wieder schwanken. Wer ist Annie wirklich? Was war passiert? Und was ist mit Matte los? Mats ist der Jugendfreund von Annie und ist nach Jahren wieder in seine alte Heimat zurückgezogen. Vorher wurde er misshandelt und sehr verletzt. Warum wurde er verprügelt? Und dann geschieht ein Mord. Patrick muss Erica und die Zwillinge alleine lassen, um ihn aufzuklären. Der Mord wirft so viele Fragen auf und doch gibt es kaum Spuren. Gibt es vielleicht Zusammenhänge mit Mats Vergangenheit? Warum weiß niemand etwas über ihn?

Neben den Handlungen im hier und jetzt, gibt es immer wieder Rückblicke auf das Leben von Karl, Julian und Emelie, die einsam und allein auf der Geisterinsel lebten. Karl war der Leuchtturmwärter und musste auf Drängen seines Vaters Emelie heiraten. Doch eigentlich empfindet er nichts für sie. Es wird erzählt, wie Emelie versucht sich in der Einsamkeit zurecht zu finden und schon bald kann sie die Geister hören und fühlen wie Annie.

Camilla Läckberg braucht diesmal etwas länger, um in Fahrt zu kommen. Am Ende hat sie aber wieder ein spannendes Buch geschrieben, welches durch seine vielen Handlungsstränge immer wieder in eine neue Richtung einschlägt. Man kann sich gut in die Geschichte einlesen und für die Erstleser (der Läckberg-Bücher) macht sie immer wieder Einschübe und erklärt die Zusammenhänge (Beziehungen zwischen den Charakteren, ehemalige Mordfälle usw.). Für den Fan der Bücher kann dies manchmal etwas nervig sein, da es wie eine Wiederholung wirkt. Ich würde generell empfehlen die Bücher der Reihe nach zu lesen, da man dann auch besser mit den Charakteren mitfühlen bzw. sie besser verstehen kann.
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am 3. Februar 2016
Lese die Bücher gerne. Sehr gut geschrieben und wie bei den meisten Büchern, geht man hier auch sehr ins Detail und man meint man wäre Darsteller im Buch. Was bei der nachfolgenden Verfilmung leider nicht machbar ist. Habe mir es jetzt zur Gewohnheit gemacht, dass ich erst den Film schaue und dann das Buch lese. Dann ist man nicht so enttäuscht.
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am 23. April 2015
Ich erspare mir eine Zusammenfassung der Geschichte. Das haben bestimmt bereits andere erledigt.
Das Buch ist spannend bis zuletzt. Ich konnte es gar nicht weglegen.
"Leider" geht bei der Autorin zwar immer der Hauptgeschichte gut aus aber die Nebenstraenge nicht. auch sind oft Kinder involviert und nicht jeder boesewicht bekommt seine Strafe. Vielleicht ist das aber auch das Geheimnis denn solche Büchern vergisst man nicht sobald man sie aus der Hand legt innerhalb von zwei Minuten. Regt neben der Spannung auch zumnachdenken an. Kaupfempfehlung.
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am 26. Januar 2013
Wieder einmal ist es Camilla Läckberg gelungen, mich von der ersten Seite an in ihren Bann zu ziehen. Ich verfolge die Serie schon seit Beginn. Somit waren mir die Figuren aus Ericas Familie und die Mitarbeiter des Kriminalkommissariats Tanum bereits vertraut. Die Autorin führt aber alle Personen so ein, dass für das Verständnis des eigentlichen Kriminalfalles keine Vorkenntnisse aus früheren Büchern nötig sind. Die Ermittlungen rund um den Mord an Mats sind sorgfältig und gut nachvollziehbar dargestellt, so dass man leicht miträtseln kann. Mit der idyllischen und gleichzeitig unheimlichen Leuchtturminsel lässt die Autoren die zauberhafte Landschaft der Schäreninseln vor dem inneren Auge auferstehen. Ergänzt wird das Bild durch die geheimnisvollen Stimmen, die die Bewohner sowohl in der Rückblende 1870 als auch in der Gegenwart vernehmen.

Ericas Schwester Anna erlebt eine sehr schwere Zeit. Sie fällt in eine tiefe Depression und kümmert sich nicht einmal mehr um ihre Kinder. Ich finde es sehr beeindruckend, wie sensibel die Familie Anna beigestanden ist und wie Erica ihr letztendlich mit einer einfachen Idee geholfen hat, sich aus dem Lock heraus zu kämpfen. Mir gefällt sehr, dass nicht alle Protagonisten glücklich und erfolgreich sind, sondern dass es auch Menschen gibt, die es aufgrund ihrer Persönlichkeit und ihrer Erlebnisse einfach schwerer haben im Leben und dennoch oder gerade deswegen als Mensch ernst genommen und geliebt werden. Das strahlt auf mich eine sehr positive Haltung aus, was mir bei dieser Serie immer sehr gut gefällt.

Wie die einzelnen Handlungsstränge zusammenhängen, werde ich jetzt natürlich nicht erklären. Ich möchte nur soviel verraten, dass es die Autorin in souveräner Weise schafft, die einzelnen Fäden zu einem abgerundeten Ganzen zusammen zu fügen.
Einen einzelnen Strang, der für mich noch nicht so wirklich zu einem Ende gekommen ist, interpretiere ich jetzt mal als Cliffhanger für die Fortsetzung.

Dieser Band führt die familiäre Geschichte um Patrik und Erica auf glaubwürdige Weise weiter. Der Kriminalfall ist in sich abgeschnitten und wird gut nachvollziehbar gelöst. Ich fand dieses Buch von Anfang bis zum Ende spannend und es hat mich auch von den Gefühlen her angesprochen.
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am 6. Juni 2015
Eigentlich lese ich die Bücher von Camilla Läckberg sehr gerne. Aber bei diesem und auch bei dem nächsten Buch fehlt die nachvollziehbare Geschichte. Für mich ist hier manches zu sehr konstruiert. Auch die Spannung lässt zu wünschen übrig. Einfach zu vorhersehbar. Kein Reißer! Schade.
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TOP 500 REZENSENTam 11. Januar 2013
Camilla Läckberg's neues Buch "Der Leuchtturmwärter" , war nicht das erste Buch aus dieser Reihe , das ich gelesen habe.Ihr Debüt "Die Eisprinzessin schläft" ist mir noch in angenehmer Erinnerung. Sicherlich hatte ich zu Anfang etwas Schwierigkeiten die Verbindungen zu den einzelnen Personen herzustellen, weil sie mir nicht mehr so vertraut waren und weil in der Zwischenzeit ja auch einiges mit und bei diesen Personen passiert ist.Trotzdem hatte ich auf Grund dessen keine Schwierigkeiten dieses Buch zu genießen, denn im Laufe des Lesens erklärt sich vieles.

Ich fand das neue Buch der Schriftstellerin auch sehr gelungen und zwar weil es kein blutiger "Thriller " war, wo das Blut nur so spritzte und der Weg mit Leichen gepflastert war, sondern weil eben auch sehr viel Wert auf die Ausgestaltung der einzelnen Personen, vor allem der immer wieder kehrenden Kommissare und ihrer Familien oder Partner wert gelegt wurde.Die Spannung habe ich auch nicht vermisst, wie einige andere Leser, aber man sollte sich doch bitte auch vor Augen halten, das dies ein "KRIMINALROMAN " und kein "THRILLER" ist und in denen geht es meistens etwas gemäßigter zu.Aber nun zur Geschichte.

Die Autorin führt den Leser durch verschiedene Handlungsstränge in ihre Geschichte ein, die zum Schluss auch alle zufriedenstellend aufgelöst werden.Vor allem der Einschub durch den historisch , mystischen Strang hat mir gut gefallen, wissen wir doch als Leser spätestens seit "Die Kinder von Bullerbü", das Skandinavien das Land der Trolle und Geister ist und diese Erzählungen auch lebhaft aufrecht erhalten werden.

Als Leser erfahren wir zu Anfang von einer jungen Frau namens Annie, die mit ihrem Sohn vor einer Bluttat, die sich ereignet hat, auf eine Insel in der Nähe von Fjällbacka flieht.Auf dieser Insel, die auch Geisterinsel genannt wird, weil die Toten von dort nicht mehr zurückkommen, versteckt sie sich und ihren Sohn. Vor wem ist nicht ganz klar. Parallel zu dieser Geschichte geschieht einige Zeit später ein Mord. Ein Mann namens Matte, der früher mit Anni sehr gut befreundet war, wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Man weiß man auch gar nicht so genau, warum Matte zurück nach Fjällbacka gekommen ist. Hat es damit zu tun, dass er kurze Zeit vorher in Göteborg, wo er wohnte, schwer misshandelt aufgefunden wurde und seinen Feinden entgehen will ? Und warum wurde er misshandelt? Hat er eine dunkle Vergangenheit, von der keiner etwas wusste?

Also das in diesem Roman nichts los ist, kann wirklich nicht sagen. Es gibt auch einige Morde, die aber Gott sei Dank nicht in allen Einzelheiten beschrieben werden.Vielmehr schafft es die Autorin den Leser immer bei der Stange zu halten, indem sie die einzelnen Handlungsstränge abwechseln lässt und den Leser immer wieder in die Irre führt.Das steigert die Spannung durchaus. Einiges ist vorhersehbar, aber auf das Ende bin ich nicht wirklich gekommen. Ich fand es auch sehr angenehm und teilweise auch sehr unterhaltsam den Komissaren bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu schauen, zu sehen, welche Kleinarbeit eine solche Ermittlung bedeutet, die dann auch manchmal ins Stocken gerät, weil Beweismittel verschwinden oder vergessen werden.Auch die Tätigkeitsfelder in der Dienststelle waren zum Teil sehr gelungen dargestellt, in der der eigentliche Chef gern ein Schläfchen hält oder zum unpassenden Moment eine Pressekonferenz abhält, weil er auch gern mal was tuen möchte. Auch die Darstellung, dass die Polizei manchen Sachen gegenüber manchmal hilflos ist, fand ich sehr gut. Schon aus dem Buch "Mia" von Liza Markund , weiß man, dass man der Brutalität Frauen gegenüber oft hilflos gegenübersteht, weil manche Gesetze es so wollen oder man den Personen von denen die Gewalt ausgeht,hilflos gegenübersteht.

Wie einem ein Buch gefällt, ist natürlich immer subjektiv.Ich kann allerdings sagen, dass mir dieser Roman ausgesprochen gut gefallen hat, weil eben auch das Alltagsleben der Komissare mit einbezogen wurde und die Leser, die Camilla Läckberg`s Buchreihe akribisch verfolgt haben, werden sich freuen, bekannte Personen wiederzufinden und zu erfahren, wie es mit ihnen weitergeht.

Von mir gibt es volle fünf Punkte für dieses Buch,was mir wirklich gut gefallen hat.
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