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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
102
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am 7. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Gerade eine Woche ist es her, dass sich Lela Santos' beste Freundin Nadia umgebracht hat. Doch Lela, die selbst bereits einmal nach einem Selbstmordversuch gesehen hat, wo die Seelen landen, reist ihr nach, um ihre Freundin aus der grauenhaften Schattenstadt zu befreien. Doch in der Stadt warten die Wächter des Schattenlandes, die keine Seele entkommen lassen, bis sie nicht vor Gericht gestellt wurde. Besonders Malachi, der Anführer der Wächter, sieht Lelas Anwesenheit in der Stadt nicht gerne und versucht, sie zum Gehen zu bringen. Denn durch die Straßen schleichen Monster in Menschengestalt - und sie interessieren sich ganz besonders für Lela...

Sarah Fine hat mit "Innerste Sphäre - Wächter des Schattenlandes" eine spannende neue YA- Urban Fantasy Serie geschaffen, die uns in die Unterwelt entführt, in der die Selbstmörder auf Erlösung warten. Garniert wird die düstere Geschichte mit einer tollen Protagonistin, die so gar nicht der typischen Heldin entspricht, die wir sonst in Jugendbüchern immer vorgesetzt bekommen.

Lela Santos ist puertoricanischer Abstammung und hat in ihrem Leben schon viel Schlechtes erlebt. Kein Wunder, wenn man seit seinem vierten Lebensjahr von Pflegefamilie zu Pflegefamilie geschoben wird und nur Gewalt und Abweisung erfährt. Gerade deshalb vergöttert sie ihre beste Freundin Nadia, eine perfekte blonde Highschoolschönheit, die Lela akzeptiert und ihr hilft, ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Umso schockierter ist sie, als ihre Freundin eines Tages Selbstmord begeht. Warum hat Nadia das getan?

Seit sie selbst vor 2 Jahren versucht hat, sich das Leben zu nehmen, kennt Lela den schrecklichen Ort, an den die Seelen der Selbstmörder kommen und hat fast jede Nacht Albträume davon. Und nun sieht sie Nadia dort, die verzweifelt und allein durch diese dunkle Stadt schleicht. Für Lela steht fest: sie wird ihre Freundin dort herausholen!

Düster, faszinierend und komplex - so lässt sich Sarah Fines Weltenentwurf wohl am ehesten beschreiben. Sie katapultiert uns an Lelas Seite ins Jenseits, in die Hölle der Selbstmörder. Diese besteht aus einer riesigen Stadt, über der stets ein grauer Schleier liegt und in der nie die Sonne zu sehen ist. Eine dunkle Stadt, die wächst und wächst, angetrieben von den Wünschen und Gelüsten der Seelen, die hier leben. Egal was sie wollen, sie kriegen hier alles: eine Villa, Drogen, Besitztümer in Hülle und Fülle. Doch Erlösung finden sie erst, wenn sie erkennen, was sie wirklich brauchen, statt was sie wollen.

Neben der echt interessanten Grundidee waren es vor allem die starken Charaktere, die mich an die Geschichte gefesselt haben. Jeder hier hat eine tiefgründige und dramatische Hintergrundgeschichte (allein Malachis Schicksal ist schon heftig), die man nicht so schnell vergisst. Trotz der eher düsteren Thematik behält Sarah Fine aber stets einen humorvollen Ton bei, auch wenn man in einer Stadt voller Selbstmörder steckt, was mir sehr gefallen hat.

Und wer sich jetzt denkt: "Bäh, etwa gar keine Liebesgeschichte dabei?", den kann ich beruhigen. Denn obwohl Lela mit Männern eher schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann sie doch nicht verhindern, dass ihr der düstere Schattenwächter Malachi mehr und mehr den Kopf verdreht.

Das Einzige, was mir bei diesem Buch gefehlt hat, war eine etwas weniger geradlinie Handlung. Viele Überraschungen und plötzliche Wendungen gab es nämlich nicht. Das ganze Buch ist bestimmt von Lelas Suche nach Nadia. Zwischendurch kämpft sie, wird von Monstern gefangen genommen, kommt wieder frei und sucht weiter, zusammen mit Malachi. Wenn man an jeder Stelle des Buches denkt: "Jetzt gehen sie bestimmt gleich da und da hin oder tun das und das" und man hat immer recht, dann kann die Spannung schon verloren gehen. So hatte das Buch zur Mitte hin ein paar Längen.

Das ist aber auch mein einziger Kritikpunkt und das Ende des Buches hat es wieder etwas rausreißen können. Denn die Geschehnisse am Ende versprechen definitiv etwas mehr Abwechslung für Teil 2, der im Englischen für Oktober geplant ist. Aber auch wer keine Lust auf eine Fortsetzung hat, kann dieses Buch lesen, denn die Handlung ist eigentlich in sich abgeschlossen. Ich werde aber auf jeden Fall wieder dabei sein, wenn es mit den Schattenwächtern weitergeht :-)
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VINE-PRODUKTTESTERam 18. März 2013
Format: Taschenbuch|Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts( Was ist das? )
Dieses Buch ist mal wieder eine der wenigen Perlen, die es ab und an noch gibt.
Das Thema reitet nicht auf der aktuellen Welle mit, sondern bietet etwas ganz anderes. Wo landet man nach dem Tod und wo, wenn man den Tod selbst herbei geführt hat?
Nachdem ich das Buch gelesen habe, würde ich meinem Leben nicht selbst ein Ende setzen wollen ;-)))). In die dunkle Stadt würde ich um keinen Preis der Welt wollen. Nun, es sei denn ein Malachi würde dort auf mich warten, dann würde ich nochmal darüber nachdenken (lach).
Also die Story ist spannend, gefühlvoll, actionreich, humorvoll und flüssig geschrieben.
Lela war mir vom ersten Augenblick an symphatisch, ebenso Malachi.Ich konnte mich zu 100% in Lela einfühlen, auch wenn man Entscheidungen die sie traf, bei mir anders ausgefallen wären. Die Autorin hat die Protagonisten lebendig werden lassen, hat einem tiefe Einblicke in ihre Gedanken und Gefühle gezeigt. Und irgendwie auch ein bisschen in die Seele der Autorin? Manche Filme oder bücher sind nicht so zu schreiben/drehen ohne das man/frau Insider ist. Dieses Buch ist mal wieder so ein Fall, wo zuviel detailliertes Wissen da ist um es nur so aus dem Ärmel geschüttelt zu haben.
Das Buch überzeugt auf ganzer Linie. Ich habe es in einem Zug durchgelesen und dafür eine Nacht "geopfert" - was ich keineswegs bereue. Es ist sowohl für Jugendliche geeignet (auch Jungs, finde ich, da der Krieger eine starke Rolle einnimmt und wegen der guseligen Mazikin), als auch für junggebliebene Erwachsene.
Die Autorin hat unglaublich viele gute Ideen, behielt den roten Faden im ganzen Buch bei und führte ihre Fäden am Ende zusammen und blieb in sich logisch.
Das Ende war ebenfalls gut gelöst und befriedigend, da es in sich geschlossen war, aber dennoch angedeutet wird das es weiter geht.
Die zarte Liebe zwischen Lela und Malachi ist nicht schmalzig und prickelnd ohne das eigentlich etwas in Worte gefasst wird. Super gelungen.

Fazit: ein wirklich ausgezeichnetes Jugend- und Erwachsenenbuch, 6 Sterne, klare Kaufempfehlung und ich freue mich auf mehr, von dieser Autorin.
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am 18. Juli 2013
Meine Meinung

Was für eine Atmosphäre! Was für ein Buch! Ganz ehrlich: Ich bin begeistert von diesem Buch. Und das beginnt wirklich schon bei der Atmosphäre, die hier geschaffen wurde. Doch auch die Themen, so beklemmend und bedrückend sie erscheinen mögen, sind schon an sich etwas Besonderes und dieser Kombination wirklich außergewöhnlich. 'Innerste Sphäre' beschäftigt sich mit dem Selbstmord von Jugendlichen und ihrem Leben nach dem Tod. Wie es ja oft im religiösen Umfeld der Fall ist, wird in dem Buch zwischen den Todesarten unterschieden. Wer den Freitod wählt, landet in der finsteren Stadt, aus der es nur einen Weg herausgibt, das Gericht. Allein schon diese Idee ist wirklich als genial zu bezeichnen, denn diese Stadt ist einfach faszinierend und beängstigend zugleich.

Lela ist die Protagonistin des Ganzen und eine wirklich taffe, starke, junge Frau, die sich durchgekämpft hat und das noch weiter tut. Sie selbst stand bereits an der Grenze der Stadt und kennt diese schon. Was an ihr so beeindruckend ist, ist ihr absoluter Wille zum Kampf für ihre beste Freundin Nadia, die Selbstmord begeht und somit ein Opfer der Stadt wird.
Ich war wirklich beeindruckt davon, wie sie sich - nach ihrem versehentlichen Tod - gegen das Paradies entscheidet und einfach in die Stadt marschiert und nach Nadia sucht. Wer hat schon eine solcher Aufopferungsbereitschaft?

Ihr Gegenpart in der Stadt ist Malachi: groß, attraktiv, stark, ein Bild von einem Kerl eben. Leider muss ich sagen, dass seine Charakterwandlung recht schnell von dannen geht, für mich der einzige kleine Wermutstropfen an der Geschichte. Lela verändert ihn ein bisschen zu schnell und überstürzt. Der Entwicklung dieses Charakters bleibt somit kein großer Zeitraum. Aber an sich ebenfalls ein wirklich toller Charakter, weder Macho noch Feigling, sondern genau das richtige Maß, auch als Partner für Lela. Perfekt getroffen!

Übrigens find ich es auch wichtig zu erwähnen, dass die Liebesgeschichte hier nicht überhand nimmt und nicht Hauptteil der Geschichte wird. Ganz im Gegenteil, sie bleibt neben der Suche nach Nadia und dem Kampf gegen das Böse in der Stadt fast nebensächlich.
Da ist natürlich nicht nur die Stadt der Selbstmörder, die an sich schon grausam und komplex genug ist. Darin gibt es neben den Selbstmördern und den Wächtern ebendieser noch eine dritte Partei, die hier wirklich schon fast als das ultimative Böse bezeichnet werden kann. Zumindest waren die sogenannten 'Mazikin' das für mich. Warum? Lest das Buch, ihr werdet es bestimmt nicht bereuen!

Fazit

Was für ein Buch! Abgesehen von Malachis Charakterentwicklung hat dieses Buch einfach alles, was ein gutes Buch braucht: Spannung, Geschwindigkeit, einen tollen Schreibstil, einen spannenden Hintergrund mit der Stadt, interessante und vor allen Dingen glaubwürdige Charaktere, eine Liebesgeschichte, einen Gegner usw. Einfach alles! Ich persönlich kann Band 2 kaum erwarten und bin gespannt, ob es das halten kann, was Sarah Fine hier begonnen hat. Band 2 erscheint im Oktober auf Englisch.
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am 3. August 2014
Warum habe ich es gelesen?

Aufmerksam wurde ich auf dieses Buch, weil es vor kurzem als “Kindle Deal der Woche” im Preis gesenkt war. Der Titel und die Kurzbeschreibung bei Amazon klangen nach spannender Urban Fantasy-Unterhaltung. Daher habe ich zugeschlagen.

Wie war mein erster Eindruck?

Nach der Lektüre des Prologs war ich erstaunt. Ich hatte mit einer leichten, wenn auch actionreichen und spannenden Fantasy-Story gerechnet. Was ich vorfand, versprach jedoch weniger trivial zu werden: Die Protagonist Lela Santos ist eine “Problemjugendliche”, die zur Gewalt neigt, bereits wegen Körperverletzung im Jugendgefängnis saß und einen Selbstmordversuch überlebte. Zudem scheint sie psychisch noch immer an den Misshandlungen durch einen Pflegevater zu knabbern. Schon der Prolog, der wie der gesamte Roman aus der Sicht von Lela als Ich-Erzählerin geschrieben ist, ist sehr gewalttätig und thematisiert den Drogenmissbrauch unter Jugendlichen. Insgesamt herrscht eine eher düstere Atmosphäre. Die Welt wird als bedrohlicher und gefährlicher Ort dargestellt.

Wie fand ich …

… den Anfang?

Der Prolog ist wirklich ein gelungener Einstieg in den Roman, da er die Protagonistin Lela und ihre Beziehung zu Nadia gut vorstellt. Sarah Fine lässt sich im weiteren Verlauf etwas Zeit, um die Geschichte richtig aufzubauen. Der Leser erhält einen guten Einblick in die Gefühlswelt von Lela. Erst in Kapitel 5 kommt Lela schließlich ebenfalls im Jenseits an. Nur dass es letztlich purer Zufall war, der Lela dorthin führte, fand ich etwas schade. Hier hätte ich mir auf Grund der vorangegangenen Kapitel etwas anderes gewünscht.

Bewertung: ♥♥♥♥

… den Handlungsverlauf?

Der Roman ist wirklich spannend – und das gleich aus mehreren Gründen:

Dadurch dass er aus Lelas Perspektive geschrieben ist, weiß der Leser nicht mehr als sie. Man ist daher genauso orientierungslos wie Lela, wenn sie im Jenseits ankommt, und muss sich auf die Suche nach Antworten machen. Diese werden nur “häppchenweise” serviert, was ich durchaus reizvoll fand.
Auch die Suche nach Nadia ist sehr spannend, weil sich Lela zum Einen dabei mit unheimlichen Wesen, die auf mich etwas vampirhaft wirkten, auseinandersetzen muss. (Es gibt einige sehr spannende, actionreiche und dramatische Kampfszenen.) Zum Anderen läuft Lela aber auch die Zeit davon. Weil sie die Stadt unbefugt betrat, muss sie diese auch innerhalb einer bestimmten Zeitspanne wieder verlassen, wenn sie nicht an einen noch schlimmeren Ort gelangen möchte.
Schließlich wurde mir schnell klar (Kapitel 8), dass zwischen Lela und Malachi mehr entstehen könnte. Es war daher auch spannend, die Entwicklung ihrer Beziehung unter diesen schweren Bedingungen zu beobachten.
Leider lässt das Timing der Autorin manchmal etwas zu wünschen übrig. Es gab zwei Stellen, an denen mir etwas die Entwicklung fehlte und die Geschichte leicht ins Stocken geriet. Glücklicherweise dauerte es, nachdem ich diesen Eindruck gewann, nur einige Seiten, bis die Handlung weitergeführt wurde. Dennoch hatte ich zu Beginn des 2. Buchdrittels den Eindruck, dass Lelas eigentliches Vorhaben, nämlich die Rettung ihrer Freundin Nadia, durch die anderen Handlungsstränge in den Hintergrund gedrängt wird. Die Autorin tat sich etwas schwer damit, alle Fäden über die Gesamtlänge des Buches gleichmäßig zu entwickeln.

Bewertung: ♥♥♥♥

… die Charaktere?

Lela hat mir als Charakter gut gefallen. Sie ist eine sehr stark junge Frau, die sich nichts gefallen lässt und (etwas zu) impulsiv reagiert. Sie ist vorwitzig und frech und keineswegs perfekt, was wirklich angenehm ist. Leider ist sie auch etwas begriffsstutzig in Bezug auf Malachi, was mich bisweilen zwar echt zur Verzweiflung brachte, andererseits aber durchaus Unterhaltswert besaß.

Auch Malachi, bei dessen persönlichem Hintergrund die Autorin wirklich viel Fantasie bewies, fand ich gut. Er ist ein sehr strukturierter, starker, junger Mann, der jedoch auch Gefühle zulässt und sich von diesen leiten lässt, obwohl er sich damit in Gefahr bringt.

Bewertung: ♥♥♥♥♥

… das Ende?

Das Ende fiel anders aus, als ich es erwartet hatte, was grundsätzlich schon einmal immer gut finde. Auch ist ein Cliff Hanger eingebaut, der mich sofort nach dem zweiten Band suchen ließ. (Dieser ist gegenwärtig nur im englischen Original erschienen.)

Mir war es dann aber doch etwas zu perfekt. Es war so etwas wie ein “Happy End mit Einschränkungen”, was zur düsteren Atmosphäre des Romans nicht so recht passte.

Bewertung: ♥♥♥♥

… den Buchsatz?

Der E-Book-Satz ließ sich gut lesen. Die einzelnen Kapitel waren in der “Gehe zu”-Funktion auswählbar. Auch Absätze und Abschnitte war stets richtig gesetzt. An einigen wenigen Stellen fehlte ein Komma oder ein Verb war falsch dekliniert. Dies kam jedoch so selten vor, dass es nicht weiter störte.

Bewertung: ♥♥♥♥♥

… das Buch insgesamt?

“Innerste Sphäre: Wächter des Schattenlands (Band I)” ist ein spannender und actionreicher Urban Fantasy-Roman mit zarter Teenager-Romanze und tollen Charakteren. Ein paar kleine Wermutstropfen sind allerdings der zu konstruierte Anfang, das verbesserungswürdige Timing der Autorin und das “Happy End mit Einschränkungen”.

Bewertung: ♥♥♥♥

Was ich besonders gut fand:

Sarah Fine kann Landschaften, Orte und Gefühle wirklich sehr gut und bildhaft beschreiben, ohne dabei ausschweifend zu werden. Hierdurch entsteht ein atmosphärisch dichter Roman. Beispiel aus Kapitel 5:

Altmodische Gaslaternen säumten die kopfsteingepflasterten Straßen und verströmten ein kränkliches, blasses Licht. Keine der Lampen erhellte mehr als einen Kreis von ein paar Metern und es blieben breite, dunkle Streifen unbeleuchtet. Anders als die Straßen selbst, die sich alle glichen, waren die Gebäude eine seltsame Mischung. Das zu meiner Linken war eine Art moderner Bürobau, alles im rechten Winkel, reflektierendes, graues Glas und Metall. Rechts am Rand des Platzes kauerte behäbig ein allmählich zerbröckelndes Lehmziegelhaus.

Lela hat eine erfrischend ironische Art, die etwas Humor in diese düstere Geschichte bringt, z.B. in Kapitel 10:

Typisch, zum ersten Mal sagt mir ein Typ, ich wäre schön, und dann bin ich in der Hölle, und er im Delirium.

oder Kapitel 14:

Erst flechten wir uns die Haare, dann gehen wir mit allerlei Waffen aufeinander los. Na ja, vielleicht war es gar nicht so anders als der übliche Schulmädchentreff.

Was ich besonders schlecht fand:

In der Mitte des Buchs müssen Lela und Malachi auf der Suche nach Nadia durch einen dunklen Turm gehen. Dieser nimmt den Menschen, die ihn betreten, jede Hoffnung, so dass viele keinen Weg mehr hinaus finden. Diese an sich gute Idee war zwar spannend zu lesen; da sich die beiden aber ohnehin bereits in der Hölle aufhielten, um sie herum nur erfolgreiche Selbstmörder existierten und eigentlich alle ohne Hoffnung waren, machte das für mich aber leider nicht so viel Sinn. Es trug auch sonst nichts zur weiteren Handlung bei.

Auch habe ich bis zuletzt nicht so genau verstanden, was diese düstere Stadt nun eigentlich war – die Hölle oder nur eine Vorstufe davon; immerhin konnte man durch eine Art “gute Führung” gewissermaßen “entlassen” werden?

Was ich sonst noch dazu zu sagen habe:

Die Autorin Sarah Fine arbeitet neben ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin auch als Kinderpsychologin. Die Erfahrungen hierbei scheint sie in diesen Roman eingebracht zu haben:

Die Geschichte spielt in einer Stadt, in der ausschließlich Selbstmörder ihr Leben nach dem Tod fristen. Deren geistige Verfassung erinnerte mich schnell stark an die depressiver Personen. Tatsächlich spricht Malachi dann gegen Ende des Romans (Kapitel 29) selbst von Depressiven, wenn er die Stadtbewohner meint.
Um die Hölle verlassen zu können, müssen sie erkennen, was sie brauchen und nicht was sie wollen. Dies erscheint mir grundsätzlich ein guter Ratschlag zu sein, um wieder auf den richtigen Weg zu finden. Genau das soll in einer Psycho-Therapie auch passieren.
Auch das Verhalten des Gerichts ganz am Ende der Geschichte erinnerte mich stark an eine Psychotherapie.
Erinnerte mich beim Lesen an:

Bella und Edward, Band 1: Bis(s) zum Morgengrauen von Stephanie Meyer

(Blog: Kerstin-Scheuer.de)
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Zitat:
„Aber alles, was ich sah, war das Selbstmordtor, das sich für mich auftat, mich heimrief. Das tat mir mehr weh als er. Weil ich jetzt wusste, dass der Tod kein Ausweg war.“
(S. 21)

„Das einzige Geräusch, das mit Kraft widerhallte, war das Kreischen und Scheppern des Tors, wenn es weit aufschwang und die Selbstmörder willkommen hieß.“
(S.53)

Inhalt:
Lela hat so ziemlich alles mitgemacht, was man sich vorstellen kann, im negativen Sinn. Von einer Pflegefamilie zur anderen weitergereicht wurde sie misshandelt, missbraucht und war sogar im Jugendgefängnis.
An der neuen Schule sollte es anders werden. Als die Schulschönheit Nadia Hilfe braucht, steht sie ihr zur Seite – und es entwickelt sich eine Freundschaft, die über den Tod hinaus erhalten bleibt. Nadia hat Lela zu einem besseren Menschen gemacht, ihr eine Zukunft geschenkt und sie vor einer weiteren Flucht bewahrt. Lelas Selbstmordversuch vor zwei Jahren hat schreckliche Folgen. Im Beinahe-Tod hat sie die Tore jener dunklen Stadt gesehen, in der die Selbstmörder wohnen. Lela sieht die Stadt jede Nacht in ihren Träumen.
Nach Nadias Rückfall in ihren Tabletten-Konsum kommt es zu einem Streit zwischen den beiden.
Am nächsten Tag ist Nadia Tod. Sie ist in der dunklen Stadt, Lela konnte im Traum durch Nadias Augen sehen. Was dort aber vor sich geht ist düsterer als geahnt.
Lela will Nadia helfen. Dabei kommt es zu einem Unfall und sie stirbt ebenfalls. Als Unfalltote kommt sie aufs Land, quasi in den Himmel. Dennoch denkt sie an Nadia und hält an ihren Plänen, sie zu retten, fest. Nur mit welchen Konsequenzen?

Meinung:
Manche Bücher machen einfach neugierig. So ging es mir mit „Innerste Sphäre“. Die Geschichte klingt so anders und besonders, das konnte ich mir nicht entgehen lassen.

„Anders und besonders“ trifft es im Übrigen sehr gut. Eine Geschichte, die im Jenseits spielt, kann eigentlich nicht gut beginnen, oder? So war klar, dass mich die Charaktere sehr bald mit dem Tod konfrontieren.
Aber auch die Protagonistin selbst ist alles andere als langweiliger Durchschnitt.

Lela musste in ihrer Vergangenheit sehr viel leiden. So viel, dass sie als einzigen Ausweg die Flucht in den Freitod sah. Dass dieser KEIN Ausweg ist, hat sie sofort bemerkt, als die dunkle Stadt nach ihr rief. Seitdem versucht Lela stets die Kontrolle und einen klaren Kopf zu behalten, weil sonst die Stadt erneut versucht, nach ihr zu greifen.
Aufgrund ihrer Vergangenheit hängt sie an dem ersten Menschen, der an sie glaubt: Ihrer Freundin Nadia. Sie macht sich die größten Vorwürfe, dass sie Nadias Veränderung nicht mitbekommen hat und versucht sie daher zu retten.
Ihre Vergangenheit und insbesondere ihr letzter Pflegevater Rick haben dafür gesorgt, dass Lela Nähe fürchtet, Angst vor Berührungen hat. Doch bei dem menschlichen Wächter Malachi hat sie gegenteilige Wünsche. Sie sehnt sich nach Berührung, nach Nähe und stielt sich sogar einen Kuss.
Lela ist eine sehr charakterstarke Protagonistin, die eine große Entwicklung durchläuft und vor allem Selbsterkenntnis gewinnt. Sie raucht, ist in richtigem Maße sarkastisch und eine echte Kämpferin. Sie muss sich ihren größten Ängsten stellen und zerbricht nicht daran.
Lela neigt ab und an zu seltsamen Handlungen, die etwas übertrieben erscheinen könnten. Das hat mich aber kaum gestört, sollte nur kurz Erwähnung finden.

Malachi ist der Captain der Wächter. Diesen Job haben Menschen inne. Menschen, die eine spezielle Aufgabe haben. Malachi ist eine todbringende Waffe. Er hat sein Ziel und hält konsequent darauf zu… Bis Lela in sein Leben tritt und alles durcheinander bringt, seine Prioritäten neu setzt. Das interessanteste an Malachi ist seine Vergangenheit und der Aha-Effekt, als man endlich mehr über die Wächter-Sache erfährt. Ihr dürft euch freuen.

Nadia hat natürlich eine nicht ganz unwichtige Rolle in „Innerste Sphäre“, aber im Prinzip taucht sie während der Haupthandlung kaum auf.

Viel wichtiger ist die dunkle Stadt. Und das Land davor. Frau Fine hat dem Jenseits ihren eigenen Stempel aufgedrückt, ihre Welt ist so detailliert und gut durchdacht, dass man es sich sicherlich verkneifen wird, an Selbstmord auch nur zu denken.
Zahlreiche Details wie die Heraufbeschwörung von Wünschen, dem Versinken in Selbstmitleid, der Suche nach dem, was man braucht und dem Unterschied zu dem, was man will. Die Konfrontation mit den eigenen Ängsten.
Die Autorin legt sehr viel Wert auf die psychologische Seite. Auf die Gefühle und Gedanken und beschreibt diese auf großartige Weise.

Ihr kurzer und prägnanter Schreibstil prägt ein klares Bild der dunklen Stadt und schafft eine düstere, bedrohliche Atmosphäre. Die depressive Art der Bewohner ist stets präsent, wie auch die der „Gegenseite“. Für die Prise Humor, die die Geschichte würzt und niemals deplatziert ist, sorgt Lelas Sarkasmus.

Den Spannungsfaden webt Frau Fine gekonnt in ihre Geschichte ein, lässt ihn niemals abreißen, gibt ihm mal mehr, mal weniger Material. Actionreiche Szenen lösen teils emotionale Momente ab, die Spannung ballt sich in Richtung Showdown und bis kurz vor Ende konnte ich nicht abschätzen, wohin mich die Geschichte führen wird.
Auch wenn das Buch als Band 1 betitelt ist, besitzt es einen sehr runden und zufriedenstellenden Abschluss und kann daher auch als Einzelband gelesen werden.

Urteil:
„Innerste Sphäre“ hat mich nicht nur mit seiner durchweg ungewöhnlichen Protagonistin überrascht. Die Welt, die Sarah Fine erschaffen hat, ist anders als alles, was ich bisher gelesen habe. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, auch wenn das „gewisse Etwas“, der „Funke“, einfach nicht ganz überspringen wollte. Deshalb gibt es sehr sehr gute 4 Bücher für die Selbstmordstadt.

Ein Muss für alle Fantasy-Fans, die Neuem und ungewöhnlichen Geschichten offen stehen und es nicht scheuen, in eine düstere, depressive Atmosphäre einzutauchen.

Die Serie:
Innerste Sphäre
engl. Titel: Fractured
(voraussichtliches Erscheinungsdatum: Oktober 2013)

©his-and-her-books.blogspot.de
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am 2. Juli 2014
Lela Santos hat in ihrem noch jungen Leben schon allerhand erlebt.
Von Klein auf durch alle moeglichen Pflegefamilien durchgereicht, wo sie misshandelt, missbraucht und immer wieder im Stich gelassen wurde, vertraut sie nur einer einzigen Person - sich selbst.
Bei einer neuen Pflegemutter angekommen, schwoert sie sich selbst, dass es diesmal anders wird.
Sie moechte die juengsten Erfahrungen, in der Jugendstrafanstalt, hinter sich lassen und nicht mehr in Schwierigkeiten geraten.
Dass sie diese guten Vorsaetze gleich am ersten Tag in der neuen Schule ueber Board wirft,
liegt daran, dass sie der in Not geratenen Nadia,
die von einem anderen Schueler bedraengt wird, beisteht und sich dadurch deren Respekt und Aufmerksamkeit verdient.
Nadia wird eine feste Konstante in Lelas Leben und alles entwickelt sich zum Guten fuer sie.
Jedoch ist Nadia keine solch starke Persoenlichkeit, wie sie Lela in ihr sieht.
Sie hat ihre eigenen Daemonen, die sie mit Tabletten versucht zu vergessen.
Es kommt wie es kommen muss, nach einem Streit mit Lela, in dem es darum geht, dass Nadia doch mit den Tabletten aufhoeren soll, wird Lelas Freundin am naechsten Tag tot aufgefunden.
Damit bricht fuer Lela eine Welt zusammen.
Nicht nur ist ihr einziger Halt weg, auch macht sie sich grosse Sorgen um Nadias weiteren Verbleib.
Hat sie doch selber, bei einem missglueckten Selbstmordversuch, fuer eine kurze Zeit gesehen, an welchem Ort alle Selbstmoerder enden werden - in einer dunklen, engen, depressiven Stadt.
Das hat ihre beste Freundin nicht verdient, zumal Lela seit ihrem Tod immer wieder von Traeumen gequaelt wird, in denen sie sieht, dass Nadia nur noch ein Schatten ihrer Selbst und vor allem in staendiger Gefahr ist.
Sie beschliesst sie dort raus zu holen, koste es was es wolle und durch eine Unvorsichtigkeit landet sie auch im Jenseits, jedoch ausserhalb der Mauern der Selbstmoerderstadt.
Mit viel Glueck gelangt sie durch das Selbstmordtor, aber wo soll sie anfangen nach ihrer Freundin zu suchen? Und noch viel wichtiger, was geschieht wenn sie Nadia gefunden hat und wieder heraus moechte?
Richtig kompliziert wird es zudem, als sie von den Waechtern dort gefangenen genommen wird und Malachi, der Anfuehrer der Waechter, es sich zur Aufgabe macht, den Stoerenfried so bald wie moeglich wieder auf die richtige Seite des Jenseits zu schicken, auch ohne ihre Freundin Nadia.

ZUM BUCH:
Lela ist eine absolut ungewoehnliche Protagonistin.
Sie raucht, sass im Jugendknast, weil sie ihren Pflegevater,der sie missbraucht hat, verpruegelt hat
und auch so laesst sie sich von niemandem etwas sagen.
Sie vertraut nur auf sich alleine und laesst durch die Erfahrungen mit Rick, dem Pflegevater, auch nich zu,
dass sie jemand auch nur ansatzweise beruehrt.
Der Freitod ihrer Freundin, die es innerhalb eines Jahres geschafft hat, sich einen Platz in Lelas Welt zu erobern, nimmt sie nicht nur wahnsinnig mit, sie macht sich auch Vorwuerfe, dass sie es letztendlich war,
die es zu verschulden hat, dass Nadia jetzt in dieser dunklen Stadt festsitzt.
Also nimmt sie alles, was sein muss, auf sich und versucht ihre Freundin zu befreien.
Dabei begegnet sie Malachi, der von ihrer ungewoehnlichen Art fasziniert ist und es sich zu Aufgabe macht,
Lela auf die 'schoene' Seite des Jenseits zu bringen, raus aus der Hoelle der Selbstmoerderstadt, auch gegen ihren Willen.
Das zwischen den Beiden bereits zu Beginn die Funken fliegen und auch die kalt wirkende Lela in Malachis Naehe immer mehr aufzutauen scheint, macht die Geschichte, die die meiste Zeit in einer dunklen, depressiven Welt spielt, umso interessanter.
Von Anfang an war ich mitgerissen, denn bereits der Einstieg war anders, als die meisten anderen Buecher die ich bisher kannte, alleine die Hoelle als Schauplatz zu waehlen gefiel mir sehr.
Die Schreibweise der Autorin ist fluessig, ohne Schnoerkel und mit einer gehoerigen Portion Sarksmus angereichert.
Mehr als einmal musste ich ueber Lelas Gedanken grinsen.
Lela ist stark und selbstsicher, weiss sie doch genau was sie will.
Dass sie durch Malachi ihre weiche Seite entdeckt und sie sich dadurch richtig entwickelt, hat mir zudem sehr gut gefallen.
Einzigen Wermutstropfen fand ich allerdings Malachi selbst.
Von dem abweisenden, todesmutigen, starken Mann, den man anfangs kennenlernt, bleibt durch die Begegnung mit Lela leider nicht so viel uebrig.
Viel zu schnell verfaellt er fuer meinen Geschmack der Protagonistin und wird weich.
Wer jedoch fuer 'Schmachtmomente' zu haben ist, wird auch hieran seine helle Freude haben.
In diesem Fall ist es eben mal die Frau, die hier die Starke ist.
Die Geschichte ist durchgehend mit einer Spannung durchzogen, die mich immer wieder in den Bann ziehen konnte und das in sich geschlossene Ende, macht es auch fuer Leser interessant, die nicht schon wieder eine neue Reihe anfangen moechten.
Jedoch fiebere ich bereits dem zweiten Band entgegen, der im Oktober auf englisch erscheinen soll.

FAZIT:
'Innerste Sphäre' ist der Auftakt einer Trilogie und gleichzeitig das Erstlingswerk einer vielversprechenden jungen Autorin, die durch eine sympathisch andere Protagonistin und eine ungewoehnliche Geschichte zu begeistern weiss.
Wer endlich mal eine starke Heldin erleben will und einer angenehmen Liebesgeschichte die parallel verlaeuft nicht abgeneigt ist, wird, wie ich, absolut begeistert von Lela Santos' Erlebnissen sein.
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am 11. Dezember 2013
Ein Buch auch für Erwachsene, die sich noch ein wenig Fantasie erhalten konnten. Mir hat das Buch gefallen. Auf den Inhalt brauche ich wohl nicht mehr einzugehen, der ist hier schon oft genug beschrieben worden.
Ich fand das Buch spannend und konnte es kaum aus der Hand legen. Es ist eine leichte Lektüre, die sich gut lesen läßt.
Ich werde auf jeden Fall die beiden nachfolgenden Bände der Triologie lesen und hoffe, dass der 2. Band bald erscheint.

Vielen Dank für die angenehmen Lesestunden Sarah Fine

Ein Nachtrag:
Diese Rezension habe ich im Dezember 2013 verfasst. Da hatte ich noch
die Hoffnung, dass der zweite Band bald erscheint bzw übersetzt wird. In englisch gibt es den schon seit Oktober 2013!!
Jetzt ist bereits Oktober 2014!!! Mittlerweile habe ich die Hoffnung fast aufgegeben, dass die Übersetzung noch kommt. An der Autorin liegt es nicht, da jetzt auch schon Teil 3 in englisch angeboten wird.

Liebe Leute von Amazon: Wird das noch was? So langsam fühle ich mich ziemlich verschaukelt.
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am 1. Oktober 2014
Ich hab dieses Buch als Gratis Auswahl Titel aus der Kindel App für Samsung ausgewählt.
Und ich hab es nicht bereut.
Es ist sehr gut und flüssig geschrieben. Die Geschichte aus der Perspektive einer Selbstmörderin zu schreiben ist wirklich mal etwas neues. Die Autorin schafft es die Not und die Ängst zu transportieren. Ebenso die Beklemmung die dazu gehört. Dieses Werk nimmt nach und nach an Fahrt zu - zum Schluss konnte ich es kaum noch aus der Hand legen und erwarte nun mit Spannung die Fortsetzung zu lesen denn die unvorhergesehenen Entwicklungen und ihr weiterer Verlauf interessieren mich nun umso mehr.
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am 29. Februar 2016
Es ist schwer in Worte zu fassen, was dieses Buch mir gegeben hat. Denn das war sehr viel mehr als ein paar Stunden Lesegenuss. Es hat mir den Glauben wiedergegeben, dass es da draußen tatsächlich noch Autoren gibt, die sich die Mühe machen, eine eigenständige Geschichte zu konzipieren, die ihre Figuren lieben und sie nicht hinrotzen, abkopieren oder Klischees anpassen, in dem Irrglauben, dass der Leser das so will und der Markt es verlangt. Sarah Fines Buch ist das beste Beispiel dafür, dass man genau das nicht tun muss, um einen großartigen Roman zu schreiben. "Innerste Sphäre" ist leise, ein Band von nur 312 Seiten Umfang und trotzdem das Wunderbarste, das ich seit langem gelesen habe. Weil die Autoren sich die Zeit nimmt, sich in ihre Figuren einzufühlen, sie lebensecht aufzubauen, sie zu hinterfragen. Ich glaube diesen Figuren jedes Wort, ich glaube ihnen, dass sie nicht anders handeln können, als sie es tun. Und vor allen Dingen: ich kann mit ihnen mitfühlen. In wievielen aktuell gehypten Fantasy-Bestsellern ist das genau anders herum? Mir fällt kein einziges gutes Beispiel ein.

Dieses Buch hätte so viel mehr verdient als dieses Schattendasein, so viel mehr als die lieblose deutsche Auflage, die Amazon ihm hat angedeihen lassen. Und vor allen Dingen hätte die gesamte Serie es verdient, ins Deutsche übersetzt zu werden, weil sie so verdammt gut ist! Ich bin fast mit Band 2 (auf englisch) fertig und bereit, Sarah Fine überallhin zu folgen.

Warum erkennt kein deutscher Verlag die Qualität dieser Serie und dieser Autorin? Blockiert Amazon, weil hier der erste Band herausgegeben wurde?

Ich kann jedem deutschen Leser, der Englisch lesen kann, nur empfehlen weiterzumachen. Wer das nicht tut, sollte zumindest "Innerste Sphäre" lesen, weil die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Alle anderen: Nehmt euch zur Not ein Wörterbuch, beißt euch durch, lasst euch von der fehlenden Übersetzung nicht abhalten! Band 2 (Fractured) ist *noch besser* als der erste Band! Er bricht mir in der Tat in diesem Moment fast das Herz und Band 3 ist längst bestellt, damit die Wartezeit nicht zu lang wird. Ich MUSS wissen, wie das weitergeht. Was für ein wunderbarer Höllentrip! Actiongeladen und tiefgreifend
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am 27. Februar 2014
Dieses Buch ist richtig gut geschrieben. Die Charaktere sind interessant und der Plot (für mich) mal was ganz Neues.

Die Geschichte ist schön aufgebaut, hat aber einige Punkte offen gelassen.
So stellt sich mir noch immer die Frage, wer und was die Wächter tatsächlich sind und wie/weshalb sie Wächter wurden?
Aus welchem Grund kommen die einen Selbstmörder antriebslos und apatisch in der Hölle an und fristen ihr Dasein und andere (die menschlichen Wächter) sind noch immer "aktiv" und nehmen ihre Umwelt auf/wahr?
Wer genau sind die Mazikin und woher genau kommen Sie?

Im Ansatz wurde auf diese Punkte eingegangen, allerdings blieben mehr offene Fragen als beantwortete. Es kann allerdings sein, dass die Autorin diese Punkte in der (hoffentlich erscheinenden) Fortsetzung noch näher betrachtet.

Ein paar Ungereimtheiten gab es auch in dem Buch:
z.B. Zur Befreiung von Nadja nahm man den kurzen Weg durch den "schwarzen Turm" und brauchte für den Weg ca. 1 Tag. Der andere Weg würde deutlich länger werden - mehrere Tage bei bester Gesundheit der Protagonisten.
Auf dem Rückweg lehnte Lela diesen Weg ab, da ihre Freundin es nicht durch den Turm schaffen würde (hatte ich auch so gesehen). Sie brauchten, obwohl teilweise schwer verletzt und teilweise getragen mit einer apatischen Nadja im Schlepptau für den langen Weg nur zwei Tage (wenn ich mich recht erinnere).

Die Kritik klingt jetzt allerdings schlimmer, als sie tatsächlich ist. Dieses Buch war spannend und interessant.

Den Stern Abzug gibt es von mir auch nicht wegen den oben beschriebenen Dingen, sondern weil die Autorin unendlich viele Seiten auf die Liebesgeschichte von Lela und Malachi verwendet hat. Ich mag keine Liebesgeschichten. Solche Bücher kaufe ich nicht. Für mich uninteressant.
Bei diesem Buch hatte ich mehr Action erwartet. Diese litt teilweise unter der Liebesgeschichte (z.B. die Befreiung von Nadja wurde doch recht kurz abgehandelt), welche sich teilweise hinzog, so dass ich anfing, diese Seiten zu überblättern.

Trotz allem bin ich auf die Fortsetzung gespannt. Die Fortsetzung wird ja wohl in unserer Welt stattfinden. Wobei ich befürchte, dass die Story in Richtung "Buffy - Im Bann der Dämonen" (lustigerweise sogar im Buch mal erwähnt) abrutschen könnte.
Interessieren würde mich auch, wie Malachi (welcher ja letztmalig in den 40er Jahren auf unserer Welt war) sich in die jetzige Zeit einpasst ohne aufzufallen (er soll ja in der Schule von Lela eingeführt werden). Wie kommt er mit dem technischen Fortschritt oder dem geänderten Sozialverhalten der Menschen zurecht?

Von daher - schauen wir mal, wie es weiter geht. Die Autorin steht jetzt auf meiner Watchlist.
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