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am 24. Mai 2012
... ich habe grade die letzten Seiten von "Der Märchenerzähler" gelesen, nachdem ich das Buch zum Schluss kaum noch aus der Hand legen konnte. Eigentlich hatte ich geplant erst eine Rezesion zu schreiben und danach erst duschen zu gehen, habe mich aber dann umentschieden, damit ich noch ein paar Minuten über das Buch nachdenken und runterkommen konnte. Ich möchte euch allerdings gar nichts vom Inhalt vorweg nehmen, da man das Buch selber erlebt haben muss.

Zuerst möchte ich sagen, dass ich es definitiv nicht als Jugendbuch einordnen würde. Ich denke einfach, dass es gut ist schon genug eigene Erfahrungen mit der Liebe und allen dazugehörigen Höhen und Tiefen gemacht zu haben, bevor man die Geschichte von Anna und Abel liest. Allerdings habe ich in letzter Zeit so einige Jugendbücher gelesen, die ich nicht als Jugendbücher freigeben würde (z. B. "Die Tribute von Panem", das ich mit dem Töten und allem sehr brutal finde für etwa 14-Jährige).

Komischer Weise hatte ich zuerst das Gefühl, dass ich ein Buch lese, was in den 40ern oder 50ern oder so spielt, weil die Geschichte vor meinem inneren Auge in gräulichen Farben ablief, wie bei alten Filmen. Aber nachdem ich mich daran gewöhnt hatte, dass das Buch im 21sten Jahrhunder spielt konnte ich mich super in die Geschichte rein finden.
Mich hat die Geschichte total berührt und gefangen genommen. In ein paar Jahren werde ich das Buch ganz sicher noch einmal lesen. Die Art und Weise wie hier Märchen und Realität zusammengeführt sind ist super gelungen und spannend geschrieben, wobei man auch teilweise bei der Realität denkt "und was davon ist jetzt wahr und was Märchen?".

Meine Rolle in dem Buch wäre die der Anna gewesen, ich hätte mich sicher auch in Abel verliebt, weil nette Mädchen sich immer in die "bösen Jungs" verlieben; ich habe noch nie geraucht, bin auch sonst eher eine Person, die alles richtig machen möchte und alles plant. Aber von der 7ten bis zur 9ten Klasse war ich über alle Maßen in den Dealer meiner damaliegen Realschule verliebt und hätte - wenn ich mir heute so mein altes Tagebuch durchlese - wohl auch alles für diesen Jungen gemacht. Zum Glück hatte er damals kein Interesse an mir und ich hab mich nicht getraut in die Offensive zu gehen, was aber wohl auch nichts an seinem Desinteresse an mir geändert hätte. Heute sage ich DANKE DAFÜR!!!!

Ich kann und werde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, sowohl allen Rezesion-Lesern als in meinem Bekanntenkreis. Ich werde mir auch diese Woche noch ein weiteres Buch der Autorin kaufen und hoffe auf eine Ebenbürdige Geschichte, die mich ebenso verzaubert und gefangen nimmt, wie der Märchenerzähler.
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am 11. Januar 2013
Das Buch handelt von der unscheinbaren Anna, die gerade Abitur macht und etwas anders ist als die anderen. Sie ist praktisch ein kleiner Engel, lebt in einem perfekten zuhause und ist eine Musterschülerin. Sie trifft aus Versehen auf ihren Mitschüler, den "Kurzwarenhändler Tannatek", dieser gehört eher zu der unteren Schicht, dealt mit Drogen und schwänzt die Schule, ist meisten übernächtigt und eigentlich wundert sich sowieso jeder warum er Abi machen möchte. Doch Anna entdeckt in ihm eine andere Seite, die Seite des Märchenerzählers. Die Mutter von Abel Tannatek ist nämlich urplötzlich verschwunden und Abel muss zusehen wie er seine kleine Halbschwester durchbringt und vor anderen Gefahren schützt, dort wäre zum Beispiel ihr pädophiler Vater oder der Mann vom Sozialamt. Rührend verpackt Abel die Geschehnisse in Geschichten für seine kleine Schwester Micha, diese überschneiden sich mit der Realität und retten Micha ein paar mal den Kopf, doch als Morde geschehen und diese vorher erzählt wurden von Abel, muss Anna sich einer Wahrheit stellen: Ist Abel ein Mörder ? Liebt sie einen Mörder?

Meinung: (Achtung Spoiler!)

Das Cover gefällt mir sehr gut, mir gefällt das Bertelsmann Cover sogar besser als das "original", es passt da in der Geschichte immer kalter Winter herrscht, ein langer Winter, obwohl bereits Mär ist.
Der Schreibstil ist, wie von Antonia Michaelis nicht anders gewohnt, flüssig, gut ausgeschrieben, aber dennoch nicht überfüllt, die Autorin schreibt direkt in die Seele, ideal als Jugendbuch also. Allerdings gibt es einige Wort bzw. Satzwiederholungen, die etwas nerven, aber über diese kann man hinwegsehen.
Das Thema ist rührend, und man sympathisiert mit Abel obwohl er ein Drogendealer, ein Stricher und ein Mörder ist. Man denkt sich die ganze Zeit: er kann es nicht sein, bitte lass ihn nicht der Mörder sein ! Man leidet richtig mit und Abel ist sowohl ein Held als aus ein Antiheld, er versucht seine Schwester zu schützen, doch wenn man mal überlegt, waren seine Handlungen wirklich dumm und er selbst wusste, dass es nicht lange gut gehen kann.
Das Buch hat mich fasziniert, besonders die Geschichten, die die Realität umsponnen haben, haben mich sehr an den kleinen Prinzen und an den Zauberer von Oz erinnert.

Ich habe allerdings auch einen großen Kritikpunkt: Die Vergewaltigung von Anna fand ich gar nicht gut! Auch wie Anna damit umgeht und dann auch noch Abel verzeiht, irgendwo hat Toleranz für mich ein Ende, und dort ist es auch schon ! Ich meine, das ist ein Jugendbuch und eine Vergewaltigung wird in den paar Seiten abgetan und auch noch verziehen....was soll mir das denn bitte sagen?!
Dieser Kritikpunkt wiegt für mich so schwer, dass ich ein Monster abziehe.
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am 23. Februar 2012
Anna gerade im Abiturstress und frische achtzehn Jahre, kann sich noch gar nicht vorstellen, was sie nach der Schule erwartet. Gerne möchte sie ein Jahr ins Ausland und dort neue Erfahrungen sammeln. Dann aber beginnt sie Abel Tannatek wahrzunehmen, den schweigsamen Polen, der sie ungewollt in ihren Bann zieht. Etwas geheimnisvolles umgibt ihn und Anna kann sich kaum wehren sich für ihn zu interessieren. Heimlich verfolgt sie ihn und lernt ihn von einern anderen Seite kennen,
einer liebevollen, ruhigen - im Umgang mit seiner Schwester. Fasziniert lauschen Anna und Micha der Geschichte, die Abel ihnen erzählt, wobei schnell einige Parallelen zur Wirklichkeiten auftreten.
Anna ist verwirrt, denn jeder warnt sie vor dem Umgang mit dem Drogendealer, der trotz seiner Kühlheit ihr Herz berührt. Kurz darauf aber werden zwei Leichen gefunden - beide hatten sie etwas gegen Abel in der Hand. Anna aber glaubt nicht an seine Schuld und schnell wird ein Verdächtiger festgenommen. Doch je näher Anna Abel kommt, desto verwirrender werden seine Märchen und nicht nur Anna gerät in Gefahr...

Das Buch stand nun schon einige Zeit in meinem Regal und ich habe immer wieder andere vorgezogen. Nun im Zuge meiner Challenge kam ich nicht drumherum und frage mich: "Warum habe ich nicht schon füher zu diesem Buch gegriffen?"
"Der Märchenerzähler" ist eine wunderbare Mischung über das Leben, die Liebe, Familie, Lügen, Drogen und einem Kampf ums Erwachsenwerden. Zu Anfang schien es eine ganz interessante Geschichte über ein Mädchen, dass sich in einen Außenseiter verliebt und versucht ihm näher zu kommen. Je mehr man aber über Abel und seine Familie erfährt und je tiefer Anna in die Umgebung von Abel dringt, desto undurchsichtiger wird, was er wirklich tut. Wahrheiten die nach und nach ans Licht kommen, sind teilweise erschreckend, aber die Gefühle von Anna scheinen dies alles zu überstehen - selbst als sie zum Schluss des Märchens Rätsel lösen kann und vor der harten und traurigen Wahrheit steht. Es ist interessant, wie Abel seine Wahrheit in eine Geschichte packt und somit auch seine kleine Schwester, die noch naiv in die Welt blickt, versucht zu beschützen.
Die Einleitung des Buches ist sehr emotional und spannend geschrieben und nach diesem Beginn kann man das Buch gar nicht weglegen, da man gerne wissen möchte, was passiert ist.
Das Ende dagegen fand ich sehr entgültig und aufwühlend.
Die Wendungen die das Buch immer wieder nimmt, fand ich sehr interessant, denn man hatte sich natürlich schon immer selbst ausgedacht, wer was getan haben könnte und dies war eines der wenigen Bücher wo ich nicht gleich richtig lag..
Ein spannender Thriller für Jugendliche und Erwachsene, der erfüllt ist von einer eindringlichen Sehnsucht, nach dem Leben, der Liebe und Freiheit.
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am 3. Februar 2014
Nur schade dass das Buch nicht dicker ist !
Man erlebt viele gefühle beim lesen. Zwischen realität und imaginär !
Ich werde bestimmt andere Bücher von Antonia Michaelis lesen.
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am 30. März 2012
Auch wenn ich einzelne Kritikpunkte gut nachvollziehen kann. Ich finde dieses Buch ist ein einmalig tolles Werk. Super Spannung. Tolle Schreibleistung, immer wieder zwischen der Handlung und dem "echten" Märchen hin und her zu schwenken. Wer sich wundert, das er das Gute und Schöne an diesem Märchen nicht findet: Es liegt daran, dass die Realität auch nicht schön ist, Abel arbeitet in das Märchen seine Nöte, Ängste und Sorgen ein.
Das Buch regt sehr zum Nachdenken an. Man kann es nicht weglegen und aus den Gedanken streichen. Ich finde es sogar ein sehr gutes Buch für Jugendliche. Die Welt ist nicht nur gut und schön. Es gibt Menschen, die müssen mit Problemen kämpfen, die für den Normalen unvorstellbar sind. Es ist gut, wenn sich Jugendliche damit beschäftigen, wenn sie nach dem WARUM fragen. Vielleicht sehen sie den einen oder anderen Außenseiter danach mit anderen Augen, schlagen Brücken, bieten Chancen...? Das Problem unserer Gesellschaft ist das Wegschauen, das Sich-Nicht-Zuständig-Fühlen.
Anna hat nicht weggeschaut wie alle anderen, sie hat Abel geholfen und ihm seinen größten Wunsch erfüllt: Die kleine Königin aus dem Märchen erreicht unbeschadet das gute Festland.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. Oktober 2012
Anna wächst als Einzelkind wohlbehütet auf, ist eine gute Schülerin, macht Musik und hat Freunde, mit denen sie ihre Freizeit verbringt. Und dennoch lebt Anna häufig in ihrer eigenen Welt und fühlt sich, als wäre eine Blase um sie herum, die sie von allem abschirmt. Als sie Abel kennenlernt, gelingt es ihm durch seine Märchen zu Anna vorzudringen, denn er ist ein Märchenerzähler. Doch er ist nicht nur Märchenerzähler, sondern auch Einzelgänger, Drogendealer und alleine verantwortlich für seine kleine Schwester Micha. Deswegen nimmt Abels Märchen schon bald immer bedrohlichere Formen an und Anna fällt es immer schwerer, zwischen Realität und Märchen zu unterscheiden, bis sie sich schließlich fragen muss, ob dieses bedrohliche Märchen voller Kälte, Blut und Mord nicht schon längst zur Realität geworden ist…

So ganz sicher, was mich zwischen den Buchdeckeln des Märchenerzählers erwartet, war ich mir zu Beginn nicht, da ich die Geschichte einfach nicht wirklich einordnen konnte. An den Schreibstil der Autorin musste ich mich erst einmal gewöhnen. Sie schreibt sehr düster und atmosphärisch dicht. Häufig konnte ich die Kälte spüren und auch das Grauen ist mir auf eine merkwürdige Art und Weise sehr nahe gekommen. Obwohl der Satzbau eigentlich nicht schwer ist, musste ich viele Sätze mehrfach lesen, um ihre volle Bedeutung zu verstehen. Antonia Michaelis verwendet viele schöne Formulierungen.

Im Grunde wird die Geschichte zweigleisig erzählt. Zum einen ist da die Realität, zum anderen Abels Märchen, welches auf eine märchenhafte Art und Weise die Geschehnisse in der Realität wiederspiegelt. Anfangs hat mir das Märchen gut gefallen, doch irgendwann hat es angefangen mich zu nerven und ich hätte die Stellen am liebsten übersprungen, was ich nur nicht getan habe, weil ich keine wichtigen Hinweise verpassen wollte. Im Zusammenhang mit der Geschichte ergibt das Märchen einen Sinn, für sich alleine betrachtet gefällt es mir nicht so sehr.

Der erste Teil der Geschichte hat sich wirklich gut lesen gelassen, doch dann wurde es irgendwann arg zäh und langatmig. Auch die Handlungen der Protagonisten, besonders Annas Handlungen, kann ich anfangs gut nachempfinden, doch irgendwann wandelt sich das und sie wird für mich einfach nur noch unglaubwürdig und naiv. Zudem geschehen einige Dinge, die mich wirklich sehr wütend gemacht haben, so dass ich mehrfach überlegt habe, das Buch abzubrechen.

Ich kann diese Rezension nicht schreiben, ohne auf einige wichtige Stellen des Inhalts einzugehen. Wer diese Spoiler nicht lesen möchte, der möge bitte nach unten scrollen zum Punkt „Spoiler Ende“.

SPOILER ANFANG!
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Mir persönlich ist nicht begreiflich, wieso Anna Abel so hinterher gerannt ist. Er hat eine gewisse Anziehungskraft, welche von der Autorin auch gut dargestellt wird, so dass durchaus nachvollziehbar ist, wieso sie sich zu ihm hingezogen fühlt. Abel behandelt sie jedoch immer wieder recht mies, blockt sie ab und ignoriert sie. Anna hingegen läuft ihm weiter hinterher und hat immer noch Hoffnung, dass es ihr gelingt, alles zum Guten zu wenden. Dann kommt es zu einer Szene, in der Abel Anna vergewaltigt. Spätestens hier hatte ich gehofft, dass Anna endlich aufwacht und begreift, was für eine Sorte Mensch Abel ist, doch dies ist nicht geschehen. Stattdessen motiviert sie sich mit Kalendersprüchen dazu, sich selbst zu verzeihen und läuft Abel weiterhin hinterher. Entschuldigt wird Abels Verhalten mit seiner schlechten Kindheit. Für so etwas fehlt mir jegliches Verständnis und ich finde in einer Geschichte, welche sich an Jugendliche richtet, sollte man den Lesern eine andere Botschaft mit auf den Weg geben, nämlich dass es alles andere als in Ordnung ist, vergewaltigt zu werden! Es gibt noch weitere Punkte, die so dargestellt werden, als wären sie durchaus in Ordnung, obwohl sie dies nicht sind.
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SPOILER ENDE!

Und obwohl mich das alles wütend macht, finde ich es auch ein Stück weit interessant, weil sämtliche Protagonisten völlig anders handeln als man selbst es erwartet und sich damit weder in eine Schublade noch in das eigene Weltbild pressen lassen. Und das ist wiederrum etwas, was ich sehr gerne mag, auch wenn die ausgewählte Thematik sehr bitter ist. Dadurch, dass die Protagonisten anders als erwartet handeln, baut sich auch Spannung auf. Ich hatte zwar häufig einen Gedanken oder eine Ahnung, wie sich die Geschichte entwickeln könnte, lag dann aber doch immer wieder falsch, da ich mit dem dann tatsächlich geschehen ist, einfach nicht rechnen konnte (und wollte!).

Fazit:

Ein Buch wie dieses habe ich bislang noch nie gelesen und es fällt mir schwer, es zu bewerten. Da man hier jedoch leider Sterne vergeben muss, entscheide ich mich daher für die goldene Mitte.
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am 2. September 2013
"Der Märchenerzähler" stand sehr lange auf meiner Wunschliste ich traute mich jedoch nicht so richtig an die Geschichte, da ich sehr unterschiedliche Meinungen und Rezensionen darüber gelesen hatte, die mich dem Buch kritisch gegenüber stehen ließen. Doch jetzt habe ich den Schritt gewagt und bin eigentlich sehr froh darüber, denn ich hätte eine wirklich sehr bewegende, tiefgründige Geschichte verpasst!

Zum Inhalt
Abel Tannatek ist ein Außenseiter, ein Schulschwänzer und Drogendealer. Wider besseres Wissen verliebt Anna sich rettungslos in ihn. Denn es gibt noch einen anderen Abel: den sanften, traurigen Jungen, der für seine Schwester sorgt und der ein Märchen erzählt, das Anna tief berührt. Doch die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen. Was, wenn das Märchen gar kein Märchen ist, sondern grausame Wirklichkeit? Was, wenn Annas schlimmste Befürchtungen wahr werden?

Meine Meinung
Ich habe mir lange überlegt, wie ich dieses Buch richtig bewerten soll. Es hat mich sehr zwiespältig zurück gelassen.
Fange ich mal mit meinen positiven Eindrücken an: Michaelis Schreibstil gefiel mir sehr gut. Sie lässt einen tief in die Geschichte eintauchen, so tief, dass man manchmal meinte die Schneeflocken auf der Nase und die kälte des Winters in den Knochen zu spüren. Diese "Eiszeit" ist so wunderbar passend, Sommer und Hitze hätte der Geschichte viel Flair genommen. Und auch das Setting ist gut gewählt. All das sorgt schon allein für eine sehr dunkle und trostlose Atmosphäre.
Michaelis webt auf eine ganz besondere Art ein Märchen mit ein, sodass man immer wieder in eine scheinbare Traumwelt abtriftet. Das ganze Märchen erinnerte an "Der kleine Prinz" nur das wir hier die kleine Königin begleiten. Ich fand diese Erzählart sehr gelungen, auch wenn das Märchen ab und an ein paar Längen hatte.
Abel ist ein sehr ernster Charakter, der in seinem Leben bis jetzt nicht viel zu Lachen hatte. Er tut einfach alles für seine Schwester und lässt die Gefühle für Anna kaum zu. Ob er das allein nur macht, um sie zu schützen, oder auch aus Eigennutz, da bin ich leider nicht ganz hinter gekommen. Auch wenn ich mich nicht recht in ihn hineinversetzen konnte (und eigentlich will man das auch nicht, denn Abels Leben gleicht einem Trümmerfeld), fand ich seine Handlungen zumeist nachvollziehbar (bis natürlich auf die gravierenden Punkte!!!!), denn ich denke in der Not ist man zu fast allem bereit. Und er sah sich so. Auch wenn er bei weitem kein Sympathieträger ist, tat er mir sehr leid. Und Micha muss man einfach lieb haben und man will alles für sie tun.

Kommen wir zu meinen negativen Eindrücken: Diese drehen sich zum größten Teil um Anna und der Frage, ob Liebe wirklich alles verzeihen sollte. Ich weiß das Michaelis sich in dieser Frage auch öffentlich ([...]) darüber geäußert hat, aber dennoch kam ich nicht umher, dass es mir sauer aufstieß.
Zu Anfang konnte ich mich recht gut in Anna hineinversetzen. Sie ist ein sympathisches, nicht aufdringliches Mädchen. Doch schon recht bald wunderte ich mich darüber, dass sie alles so einfach schluckte. Erst der Mord an zwei Personen, die sie kannte (schon das allein würde sicher jede normale 17 Jährige tief verstören), ihren Verdacht und dann auch noch der Übergriff von Abel. Und dennoch läuft sie ihm wenig später wieder hinter her. Es ist ja schon klar, dass gerade Teenager blind vor Liebe sein können, aber das war doch zu viel des Guten. Sie verzeiht ihm und er muss keine Konsequenzen fürchten...Das hat mir nicht zugesagt und ich kann jeden verstehen, der das kritisiert.

Dennoch hat mich dieses Buch unglaublich berührt und deshalb werde ich nur einen Stern abziehen.

Fazit: Ein bedrückendes, bewegendes und aufwühlendes Drama verwoben mit einem phantasievollen Märchen. Sehr atmosphärisch jedoch mit einer zweifelhaft agierenden Hauptprotagonistin! Meiner Meinung nach nichts für Jugendliche unter 16 Jahren!
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am 3. Februar 2013
Dieses Buch haut mich wirklich um , so brutal und traurig . Unromantischer könnte eine Liebesgeschichte gar nicht sein , trotz des darin verflochtenen Märchens . Man kann die Handlung bzw. die Hauptfiguren gar nicht moralisch bewerten . Es fällt mir ( als erwachsene Leserin!) auch schwer , überhaupt eine Botschaft aus diesem Buch zu lesen . Die Geschichte überrollt einen förmlich .
Sehr gut gefällt mir der Sprachstil und die wunderbare , gelungene Verknüpfung von märchenhafter und realistischer Ebene . Da frage ich mich fast , wie man es nur hinbekommt , eine so furchtbare Geschichte formal so schön zu gestalten .
Und dieser Gegensatz soll vielleicht auch die Botschaft des Buches sein , so wie der Gegensatz zwischen Annas behütetem , ästhetischen Leben als Tochter intellektueller Eltern - und der Hölle , in der Abel und seine Schwester aufwachsen . Ich gebe vor allem 4 Punkte für die eindringliche Darstellung des Milieus in einer verkommenen Sozialwohnungssiedlung , wofür sich normalerweise fast niemand interessiert . Ein großes Lob dafür an die Autorin und ich wünsche dem Buch viele nachdenkliche Leser .
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am 11. August 2011
Den Inhalt des Buches möchte ich an dieser Stelle nicht noch ein Mal wieder geben, das haben die anderen Rezensenten bereits gemacht. Statt dessen möchte ich direkt mir meiner Kritik beginne:

Positiv sind mir das schöne Cover sowie der Schreibstil aufgefallen. Letzterer ist unbestreitbar hervorragend und passt wegen seinem poetischen Charakter sehr gut zum Plot. Damit ist zu den positiven Aspekten dieses Buches aber leider schon alles gesagt.

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich über die vielen guten Kritiken doch sehr erschrocken bin, da ich mich frage, ob den sonst (so gut wie) niemand den Inhalt des Buches, v.a. für das Zielpublikum (Leser ab 14. Jahren!!!) für bedenklich hält?
Ich möchte nicht falsch verstanden werden: Ich bin unbedingt dafür, dass auch in Jugendbüchern nicht nur die heile Welt vorgestellt wird. Im Gegenteil: Ich halte es für absolut berechtigt und auch sinnvoll, auch schwierige Themen anzusprechen. Dann aber doch bitte mir vernünftigen Lösungsvorschlägen!!! Dies ist bei diesem Buch absolut nicht der Fall, es sei denn, mir ist es entgangen? Ich habe es folgendermaßen aufgefasst: Dein Freund behandelt dich wie denn letzten Dreck, aber hey, da du ihn liebst, rennst du ihm trotzdem hinterher und lässt dir alles gefallen und komm bloß nicht auf die Idee, auch nur einem Menschen von dem zu erzählen, was er dir antut. Wie gesagt, du liebst ihn ja und deshalb machst du alles mit und verzeihst natürlich auch alles.
Und auch die Auflösung im vorletzen Kapittel des Buches finde ich mehr als fragwürdig: Du hast Scheiße gebaut? Stell dich ja nicht den Konsequenzen sonder entzieht dich diesen auf jede nur erdenkliche Weise.
Ob ein Buch belehren sollte oder nicht, darüber lässt sich sicherlich diskutieren, aber meiner Ansicht nach sollte es wenigstens auf keinen Fall junge Leute von einem falschen Weltbild überzeugen und das passiert hier eindeutig, weil sich keiner der Hauptcharaktere zu irgendwelchen Handlungen kritisch äußert oder gar eingreift oder wenigstens über die Vorgänge reflektiert (Anna!!!).
Mich würde v.a. auch interessieren, was die Autorin mit der Szene im Bootshaus bezwecken wollte und ob sie zu einem solchen Vorfall ebenfalls die Einstellung hat: Wenn man liebt, verzeiht man auch das (und zwar innerhalb von drei Tagen!!!)

Fazit: V.a. für junge Leser(innen) absolut bedenklich!!!! Finger weg!!!
Meine kleine Schwester (15) kriegt es nicht zu lesen.
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am 17. April 2013
Anna und Abel besuchen das gleiche Gymnasium in einer Stadt nahe am Meer. Anna kommt aus einer anderen sozialen Schicht als Abel. Sie ist mit einem goldenen Löffel geboren, Abel nicht. Ihn umgibt ein Geheimnis und Anna verliebt sich in ihn. Plötzlich werden zwei Leichen gefunden...
Um es vorweg zu nehmen, so viele Sterne, wie ich hier vergeben möchte, sind leider nicht erlaubt.
Mich hat das Buch von der ersten bis zur letzten Zeile fasziniert. Zum Glück habe ich freitags begonnen zu lesen, so dass ich am Sonntag Abend damit fertig war. Ich hätte nicht von dem Buch lassen können.
Die Geschichte, das darin enthaltenen Märchen, der Schreibstil, alles hat mich begeistert.
Die Charaktere sind mir ans Herz gewachsen, vor allem der traurige Abel und Anna, die ihre erste große Liebe erlebt.
Die Geschichte ist mit einer Melancholie geschrieben, die mich nicht mehr losgelassen hat. Das Buch klingt nach, lange.
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