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TOP 500 REZENSENTam 18. Oktober 2013
Ein Mann und ein kleiner Junge gelangen als Flüchtlinge in ein neues, unbekanntes und äußerst seltsames Land. Der Junge, David, ist auf der Flucht (oder schon vorher?) von seiner Mutter getrennt worden; einen Brief, der wohl Hinweise auf die Mutter enthält, hat er verloren. Der Mann, Simón, hat den Kleinen unter seine Fittiche genommen und wird alles daran setzen, die Mutter zu finden.

Nach anfänglichen, beinahe kafkaesken Schwierigkeiten bekommen die beiden eine Unterkunft, und Simón findet Arbeit als Schauermann im Hafen. Die Kollegen nehmen ihn freundlich auf und helfen ihm, bei der harten körperlichen Arbeit Tritt zu fassen. Die technologische Rückständigkeit, mit der sie ausgeübt wird, wundert Simón sehr; seine Versuche, das zu hinterfragen oder gar zu ändern, stoßen weitgehend auf Unverständnis.

Das neue Land ist von nachgerade nordkoreanischer Schlichtheit. Der Besuch der Volkshochschule gehört hier zum Aufregendsten, was man abends unternehmen kann: Simóns Kollegen belegen dort Philosophiekurse, in denen sie auf Platos Spuren wandeln und beispielsweise das Stuhlhafte der Stühle ergründen. Für Simón, der andere Vorstellungen von einem erfüllten Leben hat, ist das nicht das Richtige. Der hätte lieber den Aktzeichenkurs besucht, der allerdings ausgebucht ist, wenn auch nicht aus den Gründen, die man erwartet und beinahe als tröstliche Normalität empfunden hätte.

Alle Einwohner des Landes scheinen hier auf ähnliche Weise angekommen zu sein - der erste von zahlreichen Hinweisen, es könnte sich um eine Art Jenseits handeln. Jeder, dem sie begegnen, ist zwar außerordentlich hilfsbereit, aber trotzdem von einer seltsamen emotionalen Kälte, die jegliche Form von Liebe und Zuneigung ausschließt. So gibt es auch keine Familien im üblichen Sinne, und so ist es auch zu erklären, dass Simón eine wildfremde Frau, Inés, davon überzeugen kann, Davids Mutter zu werden (ich habe bewusst diese merkwürdige Formulierung gewählt), eine Rolle, die Inés mit großem Eifer, aber längst nicht so großer Kompetenz übernimmt.

David ist ein eigenwilliges Kerlchen, intelligent und voller Phantasie. Er hinterfragt alles und jeden und akzeptiert keine Autoritäten. Damit eckt er nicht nur in der Schule an, sondern bringt auch Simón immer wieder in ziemliche Erklärungsnot, wenn es um Fragen von Diesseits und Jenseits, der greifbaren und nicht greifbaren Welt geht, vor allem als Simón mit David eine Kinderausgabe von "Don Quixote" liest, mit der er ihm eigentlich Lesen beibringen wollte.

"Die Kindheit Jesu" ist eine Parabel über, ja worüber eigentlich? Was stellt dieses bescheidene Paradies der emotionslosen Werktätigen dar? Wo geht die Reise hin, auf die sich die "Familie" am Schluss begibt? Und wie ist der Titel zu verstehen? (Ein bisschen jesusmäßig ist David ja schon, jedenfalls bei großzügiger Auslegung: seine Hoffnungen, Kranke heilen oder Tote zum Leben erwecken zu können, seine jungfräuliche "Mutter" (die ihn allerdings nicht geboren hat), die Versuchungsversuche durch den diabolischen Señor Daga und noch einiges andere. Doch den künftigen Religionsstifter kann ich hier nicht erkennen.) So bleibt eine ungewöhnliche und gegen Ende hin auch spannende Geschichte, die bei mir im Laufe der Lektüre mehr Erwartungen geweckt hat als sie letztlich erfüllen konnte. Ich möchte aber nicht ausschließen, dass philosophisch gebildetere Leser, die dazu vielleicht auch noch ihren Cervantes parat haben, einen ganz anderen Zugang haben.
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am 30. September 2013
Not a bad read but starts to go in circles after 50%. For me I expected more and surely had more potential.
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