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am 22. Oktober 2012
Weil die Geschichte von Joseph Smith dermassen spannend erzählt wurde, habe ich dieses Buch in einem Atemzug gelesen.
Wie war das Leben damals, als diese Religion entstand? Dass sogar der Ausbruch eines Vulkans in Indonesien eine Rolle spielte, fand ich als Hintergrundinformation sehr interessant. Zudem werden weitere Aspekte wie Polyandrie (Frauen mit mehreren Männern), die Rolle der Schwarzen und die Wichtigkeit von Kinderreichtum usw. erläutert.
Am Ende des Buches musste ich zugeben, dass ich vorher nicht wusste wer die Mormonen wirklich sind. Ich kann es nur weiter empfehlen!
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am 6. August 2016
Als 2008 der Republikaner Mitt Romney in den Wahlkampf um das amerikanische Präsidentenamt eintrat, rückten auch die Mormonen, denen Romney angehört, in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Aufgrund der – letztlich erfolglosen - Kandidatur wurde vereinzelt auch die Ansicht vertreten, diese Sekte krasser religiöse Außenseiter sei inzwischen im Mainstream angekommen. Wer sind diese Mormonen – auch Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (HLT) genannt -, die 1830 aufgrund einer geradezu märchenhaften Offenbarung des “Propheten“ Joseph Smith (1805-1844) gegründet wurde? Eine – wenn auch unvollständige – Antwort liefert der Religionswissenschaftler Michael Blume in “Die Mormonen. Der Amerikanische Prophet Joseph Smith & seine Kirche“.

Religionen fallen nicht vom Himmel, auch die der Mormonen nicht. Blume führt den Leser in die Anfangszeit der noch jungen amerikanischen Republik, als sozio-ökonomische Krisen und das in der Verfassung verankerte Verbot einer Staatskirche jenes spezifische gesellschaftliche Klima heranreifen ließen, aus dem aus einer Vielzahl religiöser Experimente letztlich die Mormonen als eine “innovative Antwort“ auf die Probleme dieser Zeit hervorgingen. Smiths Versprechen ging über die vom christlichen Mainstream gepredigte Aussicht auf Erlösung hinaus und beinhaltete die Chance auf Vergöttlichung eines jeden Gläubigen! Der polarisierende Charakter, der von dieser Botschaft kombiniert mit den merkwürdigen Tempelritualen ausging, war Blume zufolge der Schlüssel zum Erfolg, denn jeder Interessierte “musste Botschaft und Botschafter entweder für einen grandiosen Schwindel oder eine revolutionäre Wahrheit halten.“

Blumes Steckenpferd ist die Religionsdemographie, und die Mormonen bieten ein Paradebeispiel für die These, wonach ausgeprägte Religiosität und Geburtenrate einer Religion einhergehen. In den prekären Zeiten des Joseph Smith war die Familie die einzige Sozialversicherung, deren wichtigstes Kapital die Kinder waren: “Die Sehnsucht nach stabilen, glücklichen und großen Familien durchzog nicht nur das gesamte Leben Smiths, sondern prägte auch die gesamte Lehre der Mormonen.“ Von hier aus ist es eigentlich nur noch ein kleiner Sprung bis zur Vielweiberei, die Smith als religiöse Institution einführte und offiziell 1890 abgeschafft wurde. Leider läßt Blume den Leser darüber im Dunkeln, wie Smith auf diese Idee kam, von der man nicht weiß, ob man sie für gerissen-genial oder grotesk halten soll. Ebenso wie sie sich unter den Mormonen durchsetzen und überhaupt wirtschaftlich tragen konnte.

1890 wurde auf staatlichen Druck hin die mormonische Polygamie abgeschafft, doch kam es in der Frage dieser “heiligen Pflicht“ immer wieder zu Abspaltungen von der Hauptkirche. Blume behandelt diese Ausfransungen wie eine Nebensächlichkeit. Hingegen zeichnet der Pulitzer-Preisträger Jon Krakauer in seiner exzellenten Reportage “Mord im Auftrag Gottes“ (2003) ein deutlich kritischeres Bild der Mormonen und ihrer Abspaltungen, aus denen hochproblematische Parallelgesellschaften ausgewachsen sind. Sie gründeten zahlreiche Orte, in denen fundamentalistische Führer herrschen wie die Taliban in Kabul, auch eng gebunden an religiös inspirierter Gewalt. So können ungestört Lustgreise entgegen allen gesetzlichen Bestimmungen mehrfache Zwangsehen eingehen mit teils 14jährigen Mädchen – sexueller Mißbrauch unter dem Deckmantel der Religionsfreiheit.

Blume eröffnet in seiner Beschreibung nicht einmal die Spitze dieses Eisberges, und das dürfte kaum der Kürze seines Textes geschuldet sein. Das Problem mit Michael Blume ist, daß er allzu sehr seinem Untersuchungsgegenstand, dem “Faszinosum Religion“, erliegt und dafür zu gerne säkulare Kritiker abwertet. Aber gerade bei den Mormonen liegt der Kern des Problems mit den bedenklichen Ausfransungen im Kern der Religion selbst; Hauptkirche und Sekten sind Fleisch vom selben Fleisch. Denn wo sich einer darauf beruft, Offenbarungen vom Himmel selbst empfangen zu haben, ist das Tor geöffnet für jeden weiteren “spirituellen Visionär“ mit Direktleitung zum lieben Gott. Blume erwähnt diese Seite des Mormonentums nicht. Vielleicht wäre sie ihm bekannt, wenn er Krakauers Report gelesen hätte. Jedenfalls fand sich dieses für das Studium der mormonischen Religion unverzichtbare Werk nicht in seiner Literaturliste.

In seiner Prognose sieht Blume – im Gegensatz zu Krakauer - die Zukunft der Mormonen in einer Phase der Stagnation, da ihre hohen Geburtenraten absinken und das kritische Informationsangebot im Internet zu Absetzbewegungen bei den Mitgliedern führt. Das Internet: nicht nur Rekrutierungsplatz für Spinner aller Art, sondern auch eine der schärfsten Waffen der Aufklärung gegen Aberglaube und religiösen Obskurantismus.

Als Einführung und Einstieg ist Michael Blumes “Die Mormonen“ die geeignete Lektüre, obgleich ihm hinsichtlich der kritischen Aspekte dieser Religion die nötige Tiefenschärfe abgeht. Wer sich allein hierauf beschränkt, wird nie verstehen können, warum die Amerikaner froh sein können, daß der Mormone Mitt Romney eben nicht als Präsident in das Weiße Haus eingezogen ist.
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am 29. Juni 2013
sehr gut geschriebenes Buch über die Mormonen, sehr interressant zu lesen, und Auch sehr informatif,wer sich für Religionen interressiert dem kann ich das Buch empfehlen
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am 9. März 2013
Sehr aktuell und Informativ, jedoch beängstigend.Einem Sektierer, schweigend, undemokratisch sollte schon nicht gekürt werden. Die Amerikaner tun mir leid. Auf zu den "Waffen".
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am 8. November 2012
Ein kurz-knackiges und informatives eBook, genau richtig für ein elektronisches Lesewerk. Die Sprache ist leicht verständlich und der Inhalt sehr gut fundiert. Absolute Kaufempfehlung für den schmalen Preis.
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am 26. Oktober 2012
Hier wird, wie immer in den Sciebooks des Autors, umfangreich, unterhaltsam und abwechslungsreich, durch Abbildungen angenehm aufgelockert, Wissen über die Mormonen, ihren Glauben, ihr Streben und die unterschiedlichen Strömungsrichtungen innerhalb dieser Glaubensgemeinschaft vermittelt. Wo kamen sie her, was wollen sie, wo geht es entwicklungstechnisch gesehen hin?
Interessant, gut geschrieben und für mich als Nichtgläubigen verständlich herübergebracht. Gut, Punkt.
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am 18. April 2013
Dieses e-Book steckt voller praktischer Informationen und lässt sich dennoch wundervoll lesen. Ich persönlich habe vor allem nach einem verständlichen Einstieg in die Problematik gesucht, wobei ich in keiner Hinsicht enttäuscht wurde. Von der Religionsgründung, über deren Entwicklung bis hin zu den Glaubensinhalten bietet es einen schnellen Überblick, der nicht nur sehr preiswert, sondern auch lohnenswert ist. Für alle, die tiefer in das Thema eintauchen möchten, wird zudem mögliche Folgeliteratur angeführt.

Somit kann ich diese Werk nur weiteremfpehlen und wünsche allen Interessierten viel Spaß beim Lesen.
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