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am 19. April 2004
Über die Tatsache, dass "Blood on the Tracks" eines der herausragendsten Alben von Bob Dylan ist, muss hier kein Wort verloren werden. Mein "Vorredner" bobrox hat dies auch in sehr schöner Weise dargelegt. Aus diesem Grunde möchte ich hier etwas über das SACD-Remastering sagen.
Als erstes ist es erstaunlich, was man aus dem immerhin fast 30 Jahre alten Master herausgeholt hat. Ich besitze auch die normale CD-Version, von der ich immer angenommen hatte, dass sie sehr gut klänge. Die SACD ist jedoch eine einzige Offenbarung (keine Übertreibung!). Die Instrumente sind wesentlich differenzierter herauszuhören und im Raum zu verorten (sofern man Dolby Surround besitzt). Besonders bei komplexer instrumentierten Songs wie "Tangled up in Blue" oder "Lily, Rosemary and the Jack of Hearts" gibt es dann ordentlich was auf die Ohren, da man meint, mitten zwischen den Musikern zu stehen. Zum Teil wurden auch die Instrumente neu abgemischt, so dass man teilweise Melodieläufe wahrnimmt, etwa die Klavierbegleitung in "Idiot Wind" oder die Mandoline in "If You See Her, Say Hello", die in der alten Abmischung ein wenig untergingen. Auch wurde das Klangspektrum überarbeitet, was sich vor allem bei einer harmonischeren Wiedergabe der Höhen zeigt, wodurch Stimme und Akustikgitarre sehr natürlich und lebendig klingen. Zudem wurde die räumliche Ausbreitung des Klanges der Instrumente authentischer gestaltet. Bei ausreichend aufgedrehter Lautstärke könnte man dann fast denken, Bob säße mitten im Zimmer.
Vergleicht man "Blood on the Tracks" mit SACDs neueren Datums muss man sagen, dass der Altersunterschied überraschend wenig auffällt. Jeder, der dieses Album liebt, und nicht in der glücklichen Lage ist, es als Vinyl sein Eigen nennen zu können, sollte sich diese SACD zulegen. Das Blut auf den Schienen war wohl nie frischer. Auch ohne Dolby Surround-Anlage, wird man vom überarbeiteten Klang dieses Albums umgehauen. Selbst wenn man "Blood on the Tracks" schon vorher, wie ich, tausendmal gehört hat, geht man hier wieder neu auf Entdeckungsreise. Kein Witz!
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am 13. März 2007
Bob Dylan spielte tolle Alben ein und er produzierte scheussliche Alben. Nie wusste man bei ihm, was als nächstes kam.

"Blood on the tracks" gehört sicher zu seinen Top 3. Vom ersten Stück an, dem sagenhaften "Tangled up in blue" reisst einen Dylans Intensität hin.

Zu den einzelnen Tracks ist andernorts schon genug geschrieben worden; sie alle bilden einen Höhepunkt in Dylans Werk. Wenn man nur 3 Dylan-Alben haben will, dann muss sicher "BotT" dabei sein.

Mein Favorit : "Idiot Wind".

Klare Kaufempfehlung für eine gut sortierte Sammlung!
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am 19. Februar 2017
schlechte Qualität, und bereits gelb/oranges Label, statt dem roten, daß es bis Mitte 74 gab..., habe besser Qualität aus England bekommen
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am 23. August 2004
"Blood on the tracks" ist aus meiner Sicht eines der besten Dylan-Alben aller Zeiten. Auf jeden Fall ist es das emotionalste und melancholischste von allen; logisch, denn der Interpret verarbeitet hier seine vorangegangene Scheidung in 10 Klasse-Songs, die als Gesamtwerk einen klaren roten Faden erkennen lassen. Der Auftakt "Tangled up in blue" ist ein Song voller Temeprament und weiser Melancholie zugleich. Der akustisch-geprägte, von einer dezenten Orgel unterlegte Sound ist wunderschön und verleiht dem Stück eine eigentümliche Wirkung. Der Text ist ebenso wunderschön wie die Melodie, und somit kann man sich einen besseren Auftakt gar nicht vorstellen.
"Simple twist of fate" ist von einer ähnlichen Emotionalität, diesmal jedoch in Form eines reinen Akustik-Gitarrenstücks vorgetragen. Diese konzentrierte Berg- und Talfahrt der Gefühle und komplizierten wie schlüssigen Texte wird vom dritten Stück, "You're a big girl now" etwas abgefedert; man wird zum Dahinschwelgen eingeladen. Doch das hält nur kurz an, denn der folgende Song "Idiot wind" ist sicherlich der bitterböseste, Hassliebe ausstrahlende Song, den man sich vorstellen kann. Ob man sich durch ihn befreit fühlen oder doch eher weinen soll hängt immer von der aktuellen Stimmung ab.
"You're gonna make me lonesome when you go" ist im Gegensatz dazu ein positive Gefühle ausstrahlendes Machwerk, und für mich, nach mehrmaligem Hören, zu einem absoluten Höhepunkt nicht nur dieses Albums, sondern auch Dylan's Gesamtwerkes avanciert. Der Text plätschert über eine harmlos erscheinende, genial einfache Melodie, aber wie schön der ist, und wie genial er KLINGT, ist gar nicht zu fassen: "Flowers on the hillside bloomin crazy/Crickets talking back and forth in rhyme/Blue river running slow and lazy/I could stay with you forever and never realize the time..."
"Meet me in the morning" ist eine locker-flockige Blues-Nummer,
die nicht wirklich ins Bild von "Blood on the tracks" passt, aber als kleine Abwechslung für zwischendurch nicht schadet.
Es folgt eines von Dylan's undurchdringlichen Epen: "Lily, Rosemary and the Jack of hearts"; mit bittersüßer Meldie.
Ein wunderschönes, einer verflossenen Liebe nachtrauerndes Lied ist "If you see her, say hello"; Herzschmerz und Melancholie pur, aber kein Kitsch, sondern wahre Emotionen.
"Shelter from the storm" ist für mich der absolute Höhepunkt des Albums. Schöneres Songwriting kann es nicht geben, vor allem, da das Lied musikalisch einfach gehalten, aber trotzdem sehr ausdrucksstark vorgetragen wird. "Buckets of rain" bildet den Abschluss zu dem vielleicht nicht ganz besten, aber sicherlich schönsten und gefühlvollsten Album, das Bob Dylan oder überhaupt irgendein Musiker jemals veröffentlicht hat.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. Juli 2009
Zugegeben: Würde man mich spontan fragen, welches mein absolutes Lieblingsalbum von Bob Dylan wäre, so kämen mir gleich (mindestens) 5 Scheiben gleichzeitig in den Sinn. Ob vorliegendes, also das 1974 erschienene BLOOD ON THE TRACKS, dabei wäre, wage ich sogar zu bezweifeln. Tatsächlich bin ich vor allem ein Fan der jüngeren Dylan-Dekade (ab OH MERCY von 1989), der aber durchaus auch die frühen Errungenschaften von His Bobness sehr zu schätzen weiß (etwa THE FREEWHEELIN' BD, ANOTHER SIDE OF BD oder z.B. BRINGING IT ALL BACK HOME, um hier nur einige Beispiele zu nennen).

BLOOD ON THE TRACKS enthält mit dem hervorragenden Opener "Tangled Up In Blue" jedenfalls unbestreitbar einen ganz, ganz großen Dylan-Song, der gewiss jedem Zweifel und Zweifler erhaben sein dürfte. Daneben findet man viele weitere gute (auch sehr gute) Titel, die mit der Zeit entdeckt und ins Herz geschlossen werden möchten (wo sie dann garantiert auch bleiben) - wie etwa "Simple Twist Of Fate", "You're A Big Girl Now", "Meet Me In The Morning" oder "If You See Her, Say Hello".

So gesehen erfüllt vorliegende Scheibe also alle Anforderungen eines wahren Pop/Rock-Klassikers, noch dazu nützt sich darauf vorhandenes Songmaterial wirklich nicht ab - ist also sehr zeitlos (was aber auf viele Dylan-Veröffentlichungen zutrifft, wie ich finde) - und auch thematisch passt alles sehr gut zusammen. Dylan singt desillusioniert vom Erwachsenen-Herzschmerz und klingt dabei brutal abgebrüht, was einerseits ein wenig auf Kosten seiner früheren Angriffslust geht (die ich auch sehr mag) und andererseits sehr starke Lyrics zum Vorschein bringt. Der Pop-Poet hat da wahrlich ins Schwarze getroffen (man nehme zum besseren Verständnis (mein Englisch ist nämlich auch nicht so berauschend) z.B. den dicken Lyrics-Schmöker (1962-2002) zur Hand, um nachzulesen).
Insgesamt eine sehr runde Sache also, weshalb ich es auch nur allzu gut nachvollziehen kann, wieso ausgerechnet BLOOD ON THE TRACKS so hohes Ansehen bei Fans und Kritikern genießt. Ich glaube (bin mir momentan aber nicht ganz sicher), dass das Album als drittbestes Dylan-Werk unter den besten 20 (hinter HIGHWAY 61 REVISITED und BLONDE ON BLONDE) der 500 besten Alben aller Zeiten (RS-Magazine-Liste) rangiert. Angeblich soll sogar Bob Dylan selbst einst (wie's heute aussieht, weiß ich nicht) enorm stolz auf diese Platte gewesen sein, weshalb er sie - noch vor ihrer Veröffentlichung - einem guten Freund vorspielte...

Ich für meinen Teil mag die Scheibe, obwohl ich ehrlich gesagt ein wenig Anlauf dafür brauchte, mittlerweile auch sehr, sehe sie allerdings nicht ganz weit oben in meiner persönlichen Dylan-Alben-Lieblingsliste. Tatsächlich - auch wenn kein wirklich schwacher Song hierauf vorzufinden ist - halte ich manche Kompositionen (also musikalisch gesehen) nicht unbedingt für überragend. Um ehrlich zu sein, lege ich z.B. das nicht unumstrittene STREET LEGAL (das ich wirklich gern hab und für unterschätzt halte) öfter zuhause auf, als eben BLOOD ON THE TRACKS. Vielleicht liegt das mitunter daran, dass vorliegende Platte ein bisschen deprimierend (und nicht nur deprimiert) auf mich wirkt. Es kann aber auch sein, dass ich Dylan einfach irgendwie noch genialer finde, wenn er einen allwissend-zynischen, angriffslustigen Unterton mitschwingen lässt. Obwohl... Nun, so ganz stimmt das auch wieder nicht, da ich z.B. Songs wie "Make You Feel My Love" oder "Not Dark Yet" (beide am großartigen TIME OUT OF MIND (von 1997) enthalten) andererseits auch wirklich, wirklich lieb hab und die für sich auch eher melancholischer Natur sind...
Hm. Man sieht: So einfach ist etwas kompliziert ;)

Fazit: BLOOD ON THE TRACKS gilt sowohl unter Fans als auch Kritikern als eins der allergrößten und besten Dylan-Werke überhaupt, womit es automatisch und selbstredend auch zum pop/rock-historischen Klassikerkreis zählt. Betrachtet man das Album genauer, so wird es sehr schwer sein, Argumente zu finden, warum dem nicht so sein sollte.
Zugleich empfiehlt sich die Scheibe wohl wirklich für Neugierige, Quereinsteiger und werdende Sammler, da sie viele starke Tracks enthält, die - trotz eher deprimierender Grundstimmung - recht vielfältig Bob Dylans Kompositionstalent unter Beweis stellen.
Auf der anderen Seite (ja, ich finde die Scheibe natürlich trotzdem gut - keine Sorge) gibt's da aber noch 5-10 weitere Dylan-Alben auf ähnlichem Niveau, die ich persönlich sogar lieber und öfter zuhause am Laufen habe als vorliegendes Werk.
Noch einmal: Fragte man mich nach meinen Dylan-Alltime-Favourites, so würde ich BLOOD ON THE TRACKS wohl eher nicht unter die besten 5 reihen.
Freilich ist dies gewiss "Jammern" (wenn man das überhaupt noch so nennen kann) auf schwindelerregend hohem Niveau - aber immerhin reden wir hier ja auch von niemand geringerem als Bob Dylan und da wären manchmal wirklich auch 6 oder 7 Sterne als Bewertungsmaß angebracht, wenn Sie mich fragen...

BLOOD ON THE TRACKS ist in meinen Ohren jedenfalls (obwohl ich nicht auf Anhieb so sehr davon überzeugt war) ein 5-Sterne-Album, das alle Anforderungen eines Klassikers (so abgedroschen dieses Wort mittlerweile auch schon ist) erfüllt. Dennoch war der gute Herr Zimmerman manchmal (meines Erachtens halt) sogar noch besser. Freilich: Schlechtere Alben als dieses hat der Mann auch gemacht... Nun denn - belassen wir's dabei ;)

Also: +++++

---- Anspieltipps ----
- Tangled Up In Blue
- Simple Twist Of Fate
- You're A Big Girl Now
- Meet Me In The Morning
- If You See Her, Say Hello

P.S. Als Sammler (als Dylan-Freund sowieso) wird man an dieser Scheibe nur schwer vorbeikommen. Viel Freude damit!
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am 8. Oktober 2013
Nicht jeder hat einen SACD Player. Ich habe mich zB. sogar bewußt dagegen entschieden, als ich vor Monaten einen neuen Player gekauft habe. Nach sorgfältigen Tests mit den besten Playern (Ayre, McIntosh, Audio Research, Ayon) fand ich, daß die nur-CD Player CDs hörbar besser abspielen als die SACD Player. Ein Vergleich mit SACDs, von denen ich wußte, daß die CD Spur und die SACD Spur aus dem gleichen Mastering stammten, hat mich dann überzeugt, daß SACD sich nur unwesentlich anders anhört als CD. Zumindest auf meinem Testgerät, dem McIntosh MCD 500.

Trotzdem hört sich die SACD Spur vieler Hybrid Scheiben besser an. Weshalb? Oft ist die CD Spur einfach aus einem alten Master gemacht und nur die SACD Spur neu gemastert. Es lohnt sich also manchmal nicht, eine SACD zu kaufen, wenn man keinen SACD Player hat. Trotzdem zielen die SACDs auf Audiophile Hörer und es kann sich lohnen, auch einen Blick auf Ihre CD Spur zu werfen. Der Trick ist, diejenigen SACDs zu identifizieren, deren CD Spur ebenso hochwertig und neu gemastert ist, wie die SACD Spur.

Bei MFSL kann man normalerweise davon ausgehen, daß sauber gearbeitet wird und die CD-Spur genau so hochwertig ist, wie die SACD Spur. Ich habe die aktuelle Blood on the Tracks CD von 2004, die meiner Ansicht nach schon ziemlich gut klingt. Trotzdem trägt die SACD-CD noch einmal eine Schicht Dumpfheit von Dylans Stimme ab und bringt ihn damit noch einen Schritt näher an den Zuhörer heran. Nett.

Die Dynamik der neuen SACD ist ebenfalls besser als die der 2004er CD. Sogar bei Dylan hat man die Lautstärke inzwischen an den Anschlag gefahren (sorgfältig und ohne zu clippen allerdings). Bei MFSL dagegen bleibt der Headroom frei und die Dynamik liegt im Mittel bei 13 DB, statt bei 12 auf der alten CD.
Gut so. Ich würde diese Hybrid-SACD auch CD Hörern wärmstens zum Kauf empfehlen. Besser hat Dylan-digital zuhause noch nicht geklungen.
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TOP 500 REZENSENTam 12. Dezember 2011
"Early one mornin' the sun was shinin'
I was layin in bed
Wondrin if she'd changed at all
If her hair was still red"

Blood on the Tracks gehört zu den Alben, die nicht nur in keinem Plattenschrank, sondern auch in keiner Sammlung genialer und poetischer Texte fehlen dürfen. Was Dylan hier geschaffen hat, ist die wunderschöne Symbiose von kraftvoller und doch schlichter Musik, zu Texten, die zwischen Gedicht und Ballade melodisch hin und her pendeln.

Egal, ob Dylan in diesem Album nun seine Ehe verarbeitet hat oder nicht - so kompromisslos, kryptisch und episch-poetisch sind die 10 Texte, die hier versammelt sind, so fein die Stimme, die Gitarre - wenn kümmert's warum er sie schrieb?
Es hat etwas von Regen und leichtem Licht, wenn Dylan singt: "And if I pass this way again, you can rest assured/ I'll always do my best for her, on that I give my word".
Wie oft habe ich diese CD schon nebenher gehört, während ich Bücher einsortierte, im Auto fuhr, ein Comic las oder gar meine eigenen kläglichen Gedichte schrieb.
Wann immer ich traurig war, tröstete mich Dylans Stimme im rasanten Klang:

"Suddenly I turned around and she was standin' there
With silver bracelets on her wrists and flowers in her hair
She walked up to me so gracefully and took my crown of thorns
Come in, she said, I'll give you shelter from the storm'"

wann immer ich wütend war, begleitete mich der -Idiot Wind- und ließ mich abflauen:

"You'll never know the hurt I suffered nor the pain I rise above
And I'll never know the same about you, your holiness or your kind of love
And it makes me feel so sorry"

und wann immer ich froh war, schenkte mir -You're gonna make me lonesome when you go- eine kleine Melancholie:

"Situations have ended sad
Relationships have all been bad
Mine've been like Verlaine's and Rimbaud
But there's no way I can compare
All those scenes to this affair
You're gonna make me lonesome when you go"

und auch gaben einem, alle immer, irgendwo, ein Verständnis.

Ich will nicht sagen, Dylan hätte den Literatur-Nobelpreis bekommen müssen. Aber er hätte ihn verdient. Allein schon (und dabei ist es ganz gewiss nicht alles, wenn man noch Desire nimmt, oder Nashville Skyline oder oder oder) für Blood on the tracks.

Ein Album für alle Stimmungen, ein Album für alle Poeten und/oder alle Leute, die die Musik nicht nur als Geräusch, sondern auch als Raum, als Buch, als Geschichte wahrnehmen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. Februar 2014
Es ist einfach jenseits aller Beschreibung, was hier bei der SACD an Transparenz und
räumlichen Klang herausgeholt wurde. Die Gitarren setzen sich glasklar voneinander ab,
es ist ein wahres akustisches Festival, was da von links, rechts und aus der Mitte klingt.
Vom ersten Takt an nimmt einen dieser Sound unwiderstehlich gefangen. Dazu die
wunderbare Art von emotionalem Dylans Gesang. Nach dem Geschrei der letzten Tour
mit "The Band" kam dies wirklich als positive Überraschung. Das es sich bei "Blood On
The Tracks" um eines der besten Alben der Rockgeschichte handelt, haben andere schon
zur Genüge gesagt. Ich habe es trotzdem bislang eher selten, und nur mit Tränen in den
Augen gehört, weil Dylans Mundharmonikas so schrecklich verstimmt (blättchenverzogen) sind,
zeitweise komplett neben der jeweils aktuellen Tonart liegen. Das Remaster bügelt diese
Fehler gerade, "verschluckt" die falschen Töne geradezu. Was nicht zu kaschieren ist, ist
Dylans ungeheuere Ignoranz der Tatsache, dass der Reißverschluß seiner Jacke und/oder die
Knöpfe seines Hemdes andauernd gegen das Holz seiner Gitarre schlagen. Besonders auf den
rein akustischen Songs (und auf den hier abwesenden New-York-Outtakes) ist dies schmerzlich
zu hören. Es stört den Meister einfach nicht; und jeder Techniker, der im Kontrollraum grünes
Licht zugeschaltet hätte, um den Take zu stoppen, wäre wohl auf der Straße gelandet.
Natürlich kann dies die Qualität der Platte nicht wirklich schmälern. Dylan liebt das
Spontane, frei Fliessende, Unvollkommene. Tausendmal lieber so, als die perfekte Aufnahme
eines Künstlers, der im Grunde nichts zu sagen hat (mir fielen da einige ein).

1975, als dreizehnjähriger Bub, habe ich fünf Titel dieser Scheibe von NDR2 auf Tonband
mitgeschnitten; es kann gut Klaus Wellerhaus gewesen sein, welcher das Album vorstellte.
Es war, als wäre ein toter wieder lebendig geworden. Im Grunde hatte ich seit "Blonde on
Blonde" nichts mehr im Radio gehört, und originale Platten gab es ja in der DDR nicht zu
kaufen. Selbst vom recht gelungenen Vorgänger "Planet Waves" kannte ich nur den "Wedding
Song". Aber dieses Album war ein echtes come back, nach all den Country-Maskeraden. Obwohl
ich als Kind natürlich nichts von den Texten verstand, und auch den komplizierteren Melodien
kaum folgen konnte, hat mich "Idiot Wind" sofort gepackt - einfach die Intensität, mit der
Dylan da eine bittere Geschichte zu erzählen hatte. "Shelter From The Storm" und You're gonna
make me lonesome when you go" setzten beinah wieder bei "Another Side Of Bob Dylan" an.

Großartig. Der Meister war zurück, und sang sensibel und zerbrechlich offenbar über das
Scheitern seiner Beziehung zu Sara, auch wenn er das noch so bestreitet. Natürlich ist ein
Dylan-Text "never like one thing", und wie Satan im Film "Der Exorzist" vermischt er real
Erlebtes mit Halbwahrheiten und erfundenen Geschichten - und beklagt sich parallel dazu,
dass Fans genau dies mit seinem Leben, interpretierend, tun. Zusammen mit "Desire" ist
diese Scheibe für mich eine der besten von Dylan überhaupt - ohne jede Frage.

Ich will nicht schon wieder meckern - es ist ja großartig, dass Zimmy endlich die Archive geöffnet hat,
und wir nun über "The Bootleg Series" und "Biograph" verfügen - trotzdem
hätte ich mir Bonus-Tracks gewünscht. Allein aus dem offiziell veröffentlichten Material
wären folgende möglich gewesen, und so habe ich mir auch eine private CD 2 zusammengestellt:

1. Up To Me (Outtake)
2. If You See Her, Say Hello (New York Take)
3. Call Letter Blues (Outtake) (= Meet Me In The Morning mit anderem Text)
4, Idiot Wind (New York Take)
5. Tangled Up In Blue (New York Take)
6. You're A Big Girl Now (New York Take)

Auf "echten" Bootlegs findet manzum Beispiel noch die New-York-Version von
"Lilly, Rosemarie and the Jack of Hearts".
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am 11. November 2004
Ich will mich nicht festlegen ob das hier Dylans beste Scheibe ist, oder ob es doch Blonde on Blonde ist, oder oder oder.
Eines steht jedenfalls fest: Es ist eine der gelungensten Werke, insbesondere in der Gesamtheit, die "His Bobness" jemals veröffentlicht hat. Das Album ist geprägt von einer Melancholie und Düsternis, die zwar zeitweilig durch optimistische Melodien noch greifbarer gemacht wird, (wie in Jack of Hearts), die ihresgleichen aber nach wie vor sucht. Insbesondere textlich versteht es der Meister hier seinen Emotionen freien Lauf zu lassen und rundet damit die Gesamtleistung mit der Bestnote ab.
Anspieltips: Eigentlich völlig egal, vorne Anfngen und lieben!
Fazit für Dylan Fans:
Was red ich, ihr habt die Scheibe sowieso...
Fazit für Dylan-Einsteiger:
Vielleicht DAS Album für den Einstieg, weil es letztlich auch sehr eingängig ist und durch die weiterreichende Instrumentierung (als Beispiel sei hier "If you see her" genannt)sofort Ohrwurmcharacter entwickelt. Hier werdet ihr Dylan sofort lieben, wenn nicht wahrscheinlcih nie mehr...
Fazit für Dylan-Best-Of-Hörer:
Hört endlich auf Blowing in the Wind zu trällern, legt diesen "BestOf-Müll" zur Seite...das hier ist BESTOF...!
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am 18. Februar 2013
MFSL verwöhnt audiophil veranlagte Bob Dylan-Fans seit einiger Zeit mit glänzend remasterten SACD-Ausgaben von essentiellen Bob Dylan-Alben, zu denen natürlich auch das Anfang 1975 erschienene "Blood On The Tracks" gehört. Bislang haben mich alle SACDs dieser Bob Dylan-Reihe vollends überzeugt, "Blood On The Tracks" ist für mich in klanglicher Hinsicht der bisherige Höhepunkt dieser Reihe! So druckvoll, dynamisch und faszinierend präsent habe ich das Album bislang jedenfalls noch nicht gehört! Wurden diese 10 Songs von Bob Dylan und seinen musikalischen Begleitern wirklich bereits 1974 aufgenommen, oder haben sich die Jungs vor kurzem heimlich in einem Aufnahmestudio getroffen und alle 10 Songs noch einmal und absolut originalgetreu eingespielt?

Die vor Jahren von Sony Music veröffentlichten SACD-Versionen zahlreicher Dylan-Alben, darunter auch Blood On The Tracks, boten gegenüber den "normalen" CD-Remasters kaum einen Mehrwert, erst mit dieser SACD-Reihe lässt sich wirklich und höchst eindrucksvoll erleben, welches klangliche Potential in gut produzierten SACDs steckt! Diese SACD von "Blood On The Tracks" gehört für mich zu den ultimativen Meisterwerken der bisherigen Firmengeschichte von MFSL!

Hoffentlich dauert es nicht allzu lange, bis diese SACD-Reihe mit fast allen von Bob Dylan zwischen 1962 ("Bob Dylan") und 1976 ("Desire") veröffentlichten Alben komplett ist!
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