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TOP 1000 REZENSENTam 23. Dezember 2014
Der grandiose Western "Reiter ohne Gnade" ist eigentlich eher ein Kriegsfilm als ein Western, beschreibt er doch die Schrecken des amerikanischen Bürgerkriegs und die Auswirkungen auf die Menschen. Warum auch immer wurden bei der Deutschen Synchronisation die Namen der agierenden Gruppe komplett verändert. Bei der Gruppe, die sich den Freischärlern unter der Führung von Colonel Quantrell anschliessen, handelt es sich um Jesse und Frank James, Cole & James Younger sowie Kit Dalton. Historisch ist es korrekt, daß diese mit Quantrell geritten sind und hier eine tiefe Prägung für Ihre spätere Karriere erhalten haben.
Jedoch werden in dieser Hollywoodproduktion die Männer sympathischer dargestellt als Sie wohl in Wirklichkeit waren.

Aus Hass auf die Nordstaaten, die Ihre Eltern getötet und die Höfe niedergebrannt haben schließen die Freunde sich Quantrells Truppe an, müssen jedoch schon bald erkennen daß dies weniger eine Partisanen Armee als vielmehr eine Bande von Verbrechern und Mördern ist, die nur für Ihren eigenen Vorteil tötet und weit entfernt von den idealistischen Vorstellungen der Von Audienz Murphy geführten Gruppe ist. Nach einem Massaker an Zivilisten wird schließlich die komplette Sache in Frage gestellt und es kommt zur Trennung von Quantrell und seiner Mörderbande. Eine interessante Figur in der Geschichte spielt die einzige Frau in dem Film: als frühere Freundin von Quantrell hat sie sich von der Sache und Ihm abgewand und als "Gewissen" versucht sie Jesse James (Audie Murphy) zur Abkehr von seinem Tun zu bewegen. Durch den Einbezug dieser weiblichen Figur bekommt dieser Film eine zusätzliche Tiefe und Relevanz.
Auch wenn vieles historisch nicht korrekt dargestellt wird, so spiegelt dieser Film halbwegs authentisch die Schrecken der damaligen Zeit wieder. Die Geschichte wird prägnant in 80 Min erzählt und weißt somit keine unnötigen Längen auf. Koch Media hat den Film von 1950 in besten Farben und Bild veröffentlicht, so dass dies allein schon lobenswert ist. Als Extras finden sich eine Featurette über Audie Murphy sowie eine Bildergalerie und der Originaltrailer auf der Blu-Ray. Der Ton ist in DTS-HD Master Aufio 2.0 aufgespielt wahlweise in Deutsch oder Englisch. Auch das schon übliche kleine beigeheftete Booklet für diese Western Reihe bietet noch einmal interessante Informationen. Insgesamt eine fantastische Veröffentlichung und allemal eine Kaufempfehlung für alle Westernfans und besonders für Anhänger von Audie Murphy.
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TOP 1000 REZENSENTam 20. Februar 2016
In der deutschen Fassung von "Kansas Raiders" aus dem Jahr 1950 wurden aus Jesse (Audie Murphy) und Frank James (Richard Long), Kit Dalton (Tony Curtis) und Cole (James Best) und James Younger (Dewey Martin) die Filmfiguren Johnny Camps mit Bruder Frank, Ken Norton und Sol und Jim Tucker, was besonders das Ende auch verfälscht, denn die jungen Männer machen sich danach auf wieder in die alte Heimat zurückzukehren und den Schauplätzen des Krieges den Rücken zu kehren...dabei zeigte der unheilvolle Einfluß von Quantrill (Brian Donlevy) in eine ganz andere Richtung. Stattdessen trat die Gruppe dieser jungen Männer am Ende sein Erbe der Gesetzlosigkeit an und sie werden zukünftig eine Laufbahn als gesuchte Schwerverbrecher einschlagen. Jesse James, damals 17 Jahr, wurde am 3. April 1882 im Alter von 34 Jahren erschossen. William Clark Quantrill selbst lebte von 1837 bis 1865 und war einer der berüchtigtsten Partisanenführer des Sezessionskriegs.

Unsere fünf jungen Männer haben im Krieg sowohl Heimat als auch die Eltern verloren. So entsand ein unbändiger Hass auf alle Yankee-Soldaten. Sie sind auf der Suche nach diesem legendären Quantrill, der sich mit einer großen Truppe von Guerillas vor den Unionstruppen versteckt hält. Auf ihrer Reise treeffen sie die hübsche Kate Clark (Marquerita Chapman), die Qunatrill kennt, die Jungs aber davor warnt sich seiner Bande anzuschließen. Wenig später treffen sie auf Quantrills Männer, werden zuerst gefangen genommen und dann vom selbsternannten Heeresführer in seinen Kreis aufgenommen - auch Kate treffen sie bei der Bande wieder, sie ist die Geliebte von Quantrill. Und Johnny, der Anführer der Jungs, gewinnt durch seine Intelligenz, sein strategisches Verständnis und seine Führungsqualiäten schnell das Vertrauen des Obersten. Aber er bemerkt auch, dass es der Bande nicht alleine um den Kampf gegen die Yankee Soldaten geht. Brutale Überfälle auf Patrouillen, Eisenbahnstrecken, Kuriere und Siedlungen der Union verschafften dem Partisanenführer den Ruf "The bloodiest man in American History" zu sein, Doch er und vor allem auch seine rechte Hand Bill Anderson (Scott Brady) vergreifen sich oft auch an Zivilisten, brennen Farmen nieder und töten Frauen und Kinder. Ausserdem lässt er gefangene Soldaten als Spione exekutieren. Johnny wendet sich bald von seinem Vorbild ab....

"Reiter ohne Gnade" wurde von Ray Enright inszeniert und basiert auf einem Drehbuch von Robert L. Richards, der auch das Script zu "Winchester 73" verfasste. Thematisiert wird nicht nur der amerikanische Bürgerkrieg, der Menschen entwurzelt und sie zu Kriminellen macht, sondern auch die Konfrontation von verfeindeten Rebellentruppen, die noch gefährlicher waren als die Männer der beiden sich bekämpfenden Armeen. Denn diese Banden mussten sich nicht an Spielregeln halten. So kam zum Krieg auch noch eine weitere, ganz furchterregende Brutalität noch oben drauf. Raub, Plünderung und Mord schien zur Tagesordnung zu werden.
Der Film gewährt m.E. eine recht authentischen und stimmigen Blick in diese Zeit und zeigt auch eindrücklich, dass der ehemalige Kämpfer Quantrill langsam die Kontrolle über seine Truppe verliert und wie sich seine patriotischen Ideale immer mehr ins reine Banditentum verwandeln. In den noch unverdorbenen Johnnny Camps sieht er vielleicht sich selbst, doch diese Erkenntnis kommt dann leider viel zu spät. Es gibt viel Action und viele Kugeln finden ihr Ziel. Es gibt Überfälle und Kriegsverbrechen zu sehen und der Zuschauer bekommt einen guten Eindruck was damals tatsächlich jenseits der offiziellen Schlachtfelder geschah. Mit einer Laufzeit von knapp unter 80 Minuten ist die Produktion auch nicht zu lang ausgefallen. Einmal mehr darf Audie Murphy sich in den Sattel schwingen und die Waffen sprechen lassen. "Reiter ohne Gnade" war einer seiner ersten Western, er war damals gerade mal 25 Jahre alt. Er macht seine Sache gut, wirkt glaubwürdig in dieser Geschichte über die unheilvollen Verführungen zum Bösen.
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am 12. Dezember 2012
Was Koch Media hier wieder abgeliefert hat ist einfach grandios .Das Bild ist für einen Film von 1950 allererste Sahne . Durchweg sehr gutes HD feeling Audie Murphy sah nie besser aus . Auch der Ton weiß zu gefallen.Alles in allem wohl das Beste was das Ausgangsmaterial hergeben kann . Ich hoffe nur das Koch Media für die vielen verbliebenen Western dieser Zeit sich die Verwertungsrechte sichern kann. Bitte mehr davon . Absolute Kaufempfehlung . 5 Sterne sind nicht genug.
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am 21. November 2014
Audie Murphy in seinem sechsten Film und dritten Western. Murphy spielt hier den jungen Jesse James (im Original) und agiert
schon recht locker, im Gegensatz zu seinen vorherigen Western "Verfemt" und "Sierra". Murphy und seine Freunde treten der
Bande des Gueriila - Führers William Quantrill bei, um schnell festzustellen, das es sich hierbei um eine Bande mordender und
plündernder Banditen handelt. Historisch ungenau, aber spannend gemacht.
Zu dem jungen Ensemble gehören Tony Curtis, Dewey Martin, James Best und Richard Long.
Die Bildqualität ist für das Alter des Filmes (1950) sehr gut, was bereits auf der normalen DVD-Ausgabe sichtbar war.
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am 16. März 2013
Danke für diese "Western-Legende - Reiter ohne Gnade" wieder einmal hat sich Koch Media selbst in Sachen Bildqualität übertroffen.
Und endlich wieder ein Western mit US - Kriegsheld (bekam während des 2. Weltkrieges die höchste Auszeichnung für Tapferkeit) Audie Murphy!!!!

Bitte macht weiter so und veröffentlicht noch mehr Western hier ein paar bekannte Wunschtitel von Westernfans:
"Verfemt" mit Audie Murphy, "Die rote Tapferkeitsmedaile" mit A. Murphy, "Mündungsfeuer" mit A. Murphy, "Ritt in den Tod" mit Audie Murphy, "Der Colt ist das Gesetz" mit Audie Murphy, "Das Fort der mutigen Frauen" mit Audie Murphy, "Adlerschwinge" mit Audie Murphy, "Kampf auf Leben und Tod" mit Jock Mahoney, "Ein Tag zum Kämpfen mit Robert Shaw, "Flammendes Tal" mit Ray Miland, "Destry räumt auf" mit A. Murhpy, "Der eiserne Kragen" mit A. Murphy, "Gold aus Nevada" mit Lex Barker, "Verschwörung in Fort Clark" mit Jeff Chandler, "Die rote Schwadron" mit Robert Ryan, "Aufstand in Arizona" mit A. Murphy, "Die silberne Peitsche" mit Robert Wagner, "Schieß oder stirb" mit Jeffrey Hunter, "Vorposten in Wild West", "Joe Dakota - Ein toter kommt zurück" mit Jock Mahoney, "Colt 45" (Technicolor - Fassung) mit Randolph Scott, "Sabotage" mit Randolph Scott, "Drei waren Verräter" mit A. Murphy, "Sierra" mit A. Murphy, "Kolonne Süd" mit A. Murphy, "Die erste Kugel trifft" "Die letzte Kugel trifft" mit A. Murphy, "Nacht der Rache", "Stadt in Angst" mit John Payne, "Mit Büchse und Colt", "Rauchsignale", "Die Hand am Abzug", "Der Todesfelsen von Colorado", "Zum Teufel mit Hosiana" mit Robert Mitchum, "Die Rauhen Reiter von Texas mit Brian Keith, "Sieben reiten in die Hölle" mit Gilbert Roalnd, "Sein Name war Gannon", "Der letzte Trumpf" mit G. Montgomery, "Schlucht des Grauens" mit G. Montgomery, "Männer die in Stiefeln sterben" mit G. Montgomery, "Der großeb Zug nach Santa Fe`" mit Joel McCrea, "Der Teufel von Colorado" mit Barbara Stanwyck, "Drei Stunden Zeit" mit Dana Andrews, "Texas-Colt - Kiowa Jones, "Rote Teufel um Kid Carson", "Aufruhr in Laramie" mit John Payne, "Bis zur letzten Patrone" mit J. Payne, "Der Einäugige" mit G. Montgomery, "Rivalen am reißßenden Strom" mit Rod Cameron, "Die Wegelagerer" mit Howard Keel, "Die rote Schlucht", "Heißes Gold aus Calador" mit George Peppard, "Die Meute lauert überall" mit Rory Calhoun, "El Capitano" mit Dean Martin, "Die Geier warten schon" mit Dean Martin
Hier noch Abenteuer - Wunschtitel:
"Unter falscher Flagge" mit Jeff Chandler, "In den Kerkern von Marroko" mit Jeff Chandler, "Maciste - Rächer der Pharaonen mit Mark Forest (sämtliche "Maciste" - Filme),
"Strich durch die Rechnung" mit A. Murphy, "Die Rose von Tokio" mit A. Murphy, "Einer spelt falsch" mit A, Murphy,
Das wäre von Koch Media toll wenn der eine oder andere Titel mal als DVD erscheinen würde. Liegt bestimmt auch im Interesse anderer Filmesammler. Bitte an Koch Media weitersenden.
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am 13. November 2014
Toller Western aus den 50ern. Einer der besten Western von Audie Murphy.
Das Bild der Blu-ray ist gut, sowie die vorhandene original Synchro.

Toller Teil der Legenden Serie von Koch Media! Einer meiner Favoriten der Serie.

5 Sterne!!
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am 23. November 2015
... hatte der Film sicher einen höheren Sternenwert als heute - vielleicht noch was für die, die den Film noch nicht kennen
ich hab den Film jetzt etliche Male gesehen und jedes mal komme ich zu dem Schluß : so richtig überzeugt der mich nicht
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am 24. Mai 2013
Über die Qualitätsinhalte Film, Bild und Ton wurde ja reichlich berichtet und
beschrieben, aber für " deutschhörige Filmbetrachter " sind die Namensangaben
dann doch ein bißchen verwirrend, denn das Geschriebene in den Texten bezieht
sich auf die US-Originalfassung.

In der deutschen Wiedergabe heißen nämlich die James Brüder " Camps ",
die Younger Brüder " Tucker " und Kit Dalton " Ken Norton ".

Hier ein paar Angaben betreffend der deutschen bzw. der US-Version :

Audie Murphy : Johnny Camps - Jesse James
Richard Long : Frank Camps - Frank James
James Best : Cole Tucker - Cole Younger
Dewey Martin : Jim Tucker - James/Jim Younger
Tony Curtis : Ken Norton - Kit Dalton
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am 4. April 2015
Really great movie. I have it already in dvd, but would like to own it in Blu-ray. Can any kind person telll me if this movie is in German / English or German Estonian, as described? Many thanks,
Andy Mowatt, Scotland
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am 24. August 2014
Nach der Ermordung seiner Eltern durch Nordstaatler will sich der junge Jesse James gemeinsam mit seinem Bruder Frank und drei Freunden den Konföderierten anschließen, um Rache zu üben. Sie stoßen zu dem legendären Colonel Quantrill, obwohl sie gewarnt werden, dass der nur zu seinem eigenen Vorteil rauben und morden lässt. Obwohl Jesse schnell der sinnlosen Gewalt überdrüssig wird, steht er loyal zu Quantrill, bis die Nordstaatler einen entscheidenden Angriff auf das Versteck Quantrills unternehmen.
Regisseur Ray Enright lässt den Audie Murphy B-Western “Reiter ohne Gnade” besser aussehen als dieser es verdient hat. Warum dem so ist, ist schnell und einfach erklärt: Die wilde Saga über Jesse James’ berüchtigte Taten während er im amerikanischen Bürgerkrieg an der Seite von Colonel Quantrills “Raiders” ritt, veranschaulicht (leider) sehr gut wie die amerikanische Geschichte im Hollywood-Stil umgeschrieben wurde, um das Drama erhöhen zu können. Der Film berichtet über die gesamte Zeit, die Jesse und seine Bande bei Quantrill verbrachten, bis dieser durch Soldaten der Union zu Tode kam. Allerdings hatte Jesse zum Zeitpunkt der “Kansas Raid” seine Heimat noch gar nicht verlassen und lediglich sein älterer Bruder Frank soll an diesem Massaker teilgenommen haben. Jesse reitet hier also viel früher in den Krieg als es in Wirklichkeit geschehen ist. Davon mal abgesehen schart Audie Murphy eine ordentliche Schauspiellerriege um sich: Brian Donlevy als der berüchtigte Colonel Quantrill, Scott Brady als ‘Bloody’ Bill Anderson, James Best als Cole Younger, Tony Curtis als Kit Dalton, Richard Long als Frank James und Marguerite Chapman als Quantrills Frau.
Kansas Raiders beginnt mit einer beispielhaften Montage, die den amerikanischen Bürgerkrieg zusammenfasst. Der Erzähler klingt dabei entsprechend düster: “Mehr als vier lange, bittere Jahre wurde diese Nation vom Bürgerkrieg zerrissen, der blutigste und zerstörerischste Krieg unserer Geschichte, denn es war ein Krieg Nachbar gegen Nachbar, Familie gegen Familie, Bruder gegen Bruder, Flagge gegen Flagge. Allerdings beschränkte sich das Töten nicht nur auf die Armeen von Nord- und Südstaaten. Dieser Krieg züchtete sogenannte Guerilla Truppen heran, die aus Gesetzlosen und Deserteuren bestanden und unter den Flaggen von beiden Seiten mordeten, brandschatzten und plünderten. Die wildeste und gnadenloseste dieser abtrünnigen Truppen, dessen organisierte Gewalt das Land terrorisierte; marschierte, plünderte und mordete unter der ominösen “Schwarzen Flagge” von William Clark Quantrill.” Kaum sind Jesse (Audie Murphy), sein Bruder Frank (Richard Long) und ihre engen Freunde Kit Dalton (Tony Curtis), Cole Younger (James Best) und James Younger (Dewey Martin) ins kriegszerissene Kansas eingeritten, beginnt auch schon eine Gruppe von paranoiden “Red-Legs” einen Mob zu organisieren, um sie zu lynchen. Durch die Intervention eines gerechten Union Army Captains (Richard Arlen) überleben unsere Helden den Lynchversuch. Obwohl die Jungs verkünden sie hätten von Colonell Quantrill noch nie gehört, sind sie in Wirklichkeit auf der Suche nach ihm. Als sie Kate Clarke (Marguerite Chapman) mit ihrem außer Kontrolle geratenen Pferdegespann helfen, gelangen sie zufällig auf die Spur des berüchtigten Colonels. Jesse ist begeistert von Quantrill und glaubt dieser sei ein echter, ehrenhafter Kämpfer während Kate innerhalb der gerade einmal 80 Minuten Laufzeit wiederholt versucht diesen falschen Eindruck zu korrigieren.
Obwohl er Quantrill noch gar nicht kennengelernt hat, wird dieser von Jesse energisch verteidigt: “I don’t like to stand by and see nobody blacken a man’s name.” Als die Freunde den Guerilla Führer schließlich treffen, hält er gerade Gericht über einige Unionssoltaten und verurteilt sie wegen Spionage zum Tode. Jesse und seine Truppe werden zunächst einmal ausgiebig gemustert, um dann von Quantrill als würdig erwiesen zu werden. Um Jesse zu prüfen schickt Quantrill seinen engsten Mitstreiter Rudolph Tate (David Wolfe) los, der den jungen Heißsporn zu einem Messerkampf provozieren soll. Jesse triumphiert über den körperlich überlegenen Mann und tötet ihn. Später will er Kate nicht glauben, dass Tate ihn, auf Quantrills Befehl hin, testen sollte. Ironischerweise stellt sich dann noch heraus, dass Tate ein Spion der Nordstaatler war.
Robert L. Richards zeichnet ein verabscheuenswertes Porträt von Quantrill als Mörder. Doch trotz des Bösen, das Quantrill und die James/Younger Gang repräsentieren, wird jeder von ihnen in einem “guten” Licht dargestellt. Margaret Chapman dient als das Gewissen des Films. Jesse verliebt sich in sie und gelangt so unter ihren Einfluss. Trotzdem hat sie einige Schwierigkeiten Jesse davon zu überzeugen Quantrill zu verlassen, denn der versucht wiederum Jesse an sich zu binden und betrinkt sich mit ihm während sie Strategien für die nächsten Einsätze diskutieren. Als dann die erste “Raid” stattfindet gefällt Jesse überhaupt nicht wie die Dinge laufen und verweigert die Teilnahme am nächsten Raubzug: “I came here to fight. Came here straight from my home, what’s left of it three weeks ago. That was the day Frank and me came home and found the house burning and my ma with her arm shot off, my pa hanging in a tree in the front yard. It was Redlegs, Yankee guerrillas. One of ‘em drunk was still there. I come here because I wanted to kill every man I could ever find that would do a thing like that. Then we went out on that raid the other day. I found we were doin’ the same thing. We was murderin’ people that didn’t have no chance. People just like my ma and pa. Maybe that’s strategy, colonel, and maybe I don’t understand it, but you don’t need me for what you’re going to do.”
Kate versucht daraufhin Jesses Meinung zu festigen: “Bloodshed and murder don’t mean anything to Quantrill. It’s all part of a dream, a dream of playing war. But the people he kills are real people.” Quantrill bleibt trotz Jesses Reformierungsversuchen manipulativ und verlogen. Irgendwann gelingt es den Unionstruppen die Guerillas derartig zu dezimieren, sodass Quantrill seine Meute von Mördern und Plünderern auflöst. Nur noch Jesse und seine Gefährten bleiben bei Quantrill, der während einer Schießerei sein Augenlicht verliert. Die Nordstaatler haben sie in einer ausgebrannten Hütte umstellt und Quantrill kann sein übriggebliebenes Gefolge davon überzeugen zu fliehen und ihn zurückzulassen, damit er in Glanz und Gloria untergehen kann. Er stirb im Kugelhagel der Unionssoldaten. Kansas Raiders schönt nicht das Bild des Colonel Quantrill aber Jesse und seine schießwütige Bande werden in einem heldenhaften Licht dargestellt, dem sie natürlich nicht gerecht werden. Die “Helden” dieses Films waren in Wirklichkeit mordende, bankraubende Gesetzlose, die heutzutage wohl als Soziophaten bezeichnet werden würden. Immerhin sind die Kampfszenen effizient in Szene gesetzt worden.

Reiter ohne Gnade ist im Rahmen der Koch Media Western Legenden Serie als Nummer 20 auf BluRay erschienen. Bild (4:3 – 1.33:1) und Ton (deutsch und englisch DTS-HD 2.0) befinden sich in sehr gutem Zustand. Die Extras bestehen aus einem Original-Trailer, einem Featurette über Audie Murphy und einer sehr umfangreichen Bildergalerie.

Der Film selbst ist jetzt nicht schlecht (abgesehen von den o.g. Defiziten) aber es hat schon seinen Grund warum ich die italienische Variante des Westerns der amerikanischen (besonders der 50er Jahre) bevorzuge.
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