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am 6. Juli 2013
Drittes Studio-Album der englisch-amerikanischen Super-Group von 2012 im Insel-Line-Up "Glenn Hughes"(Vocals/Bass),"Joe Bonamassa"(Vocals+Gitarre),"Derek Sherinian"(Keyboards)und "Jason Bonham"(Drums)im traditionellen klassischen Hardrock-Sound der Siebziger irgendwo zwischen Led Zeppelin und Black Sabbath, dass wie das Debut-Album nicht zündet und leider keinen einzigen Rock-Überflieger aufweisen kann. Die Veröffentlichung enthält mit "Big train", "This is your time", "Confessor", "Common man" und the "The Giver" lediglich fünf überdurchschnittliche Riff-Monster, die zweifellos die Seele von Led Zeppelin atmen. Die absolute Stärke der Band, die anspruchsvolle Rock-Ballade, blitzt mit dem klassisch angehauchten Titel-Track "Afterglow" leider nur einmal auf. Das Restmaterial der Scheibe ist mehr als durchwachsen und kommt über künstlerischen Durchschnitt nicht hinaus, meilenweit entfernt in die Rockgeschichte einzugehen. Insgesamt halten sich Licht und Schatten bei der Veröffentlichung die Waage. Trotz vielen brillianten Solos der Virtuosen Joe Bonamassa und Derek Sherinian an ihren Instrumenten und ansprechenden Vocals von Glenn Hughes, kann die Scheibe nicht recht überzeugen. Das Gesamtergebnis erweckt den Eindruck, dass viel mehr möglich gewesen wäre, und spiegelt die Extra-Klasse der vier Virtuosen viel zu selten wieder.
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am 8. November 2012
Vorneweg: ich hab' Hughes nie gemocht, ganz besonders zu seiner Deep Purple Zeit nicht, und halte ihn für einen, wenn nicht den Totengräber der damaligen Besetzung. Überall, wo er danach aufgetaucht ist, habe ich schnell weggeschaltet. Aber dann ist diese neue Supergroup BCC aufgetaucht und ich habe mehr wie hingehört. Hallo! Wirklich eine Formation, die mal die Bezeichnung verdient, und jeder der Akteure beherrscht sein Handwerk, sprich sein Instrument. Ganz aussergewöhnlich ist, ohne einen hauptamtlichen" Sänger auszukommen; das besorgen Hughes und Bonamassa schon in exzellenter Manier selbst, wobei sie sich z.T. auch hervorragend ergänzen. Insbesondere das Live Over Europe Doppel-Album zeigt, wie es die 4 Musiker drauf haben, u.a. mit epischen Songs wie Song of Yesterday" oder Cold".
Aber das Gleichgewicht zwischen Bonamassa und Hughes ist m.E. zwingend notwendig, sonst wird's zuviel Hughes, zumal wenn er schreit. Und genau das passiert in Ansätzen auf dem dritten Studio-Album. Man sieht es an den Songwriting Credits und man hört es beim Gesang, wo Bonamassa nur einmal auftaucht (zumindest mit Lead Vocals), nämlich im Song Cry Freedom", gleichzeitig einer der Anspieltips des Albums. Weitere Highlights sind sicher Confessor", das als dröhnender Boogie daherkommt, sowie das getragene Titelstück Afterglow", welches sogar sanft orchestriert wird. Hoffentlich ist das in der Übersetzung, nämlich Abendröte (=Dämmerung), nicht schon ein böses Omen. Denn Bonamassa hatte einfach viel zu wenig Zeit, so dass die Songs fast ausschliesslich aus der Feder von Hughes sind, die jener eigentlich für ein eigenes Soloalbum geschrieben hatte. Für die kurze zur Verfügung stehende Produktionszeit von 5 Tagen (!) hat sich Bonamassa hervorragend eingebracht, aber letztendlich hat man doch begonnen, beidseitig öffentlich übereinander herzuziehen (Hughes, Bonamassa). Da kann man nur hoffen, dass die beiden sich wieder zusammenraufen, denn sonst war es das letzte BCC-Album.
Es ist m.E. ein hervorragendes Rock-Album, in einer Zeit, wo viele Musiker überhaupt nicht mehr wissen, was das eigentlich ist. Derek Sherinian wird jetzt auch mehr nach vorne" gemixt, Jason Bonham bringt sich gewohnt stark ein, u.a. auch mit Backing Vocals. Aber die Lobgesänge des Magazins Rocks, das meint, diese Scheibe übertreffe die beiden Vorgänger um Welten, kann ich nicht teilen. Dazu waren die schon zu gut, und dieses Attribut steht für mich dem Live-Doppelalbum zu. Das vorliegende fällt da etwas ab, vor allem wegen zuviel Hughes, deshalb nur 4 Sterne.
Ob und wieviel Schuss Purple, Led Zeppelin oder Dream Theater in der Band stecken, ist wohl eine müssige Diskussion. Wahrscheinlich von allem ein bischen, aber viel wichtiger ist, dass die 4 Herren ganz sicher ihren ganz eigenen BCC-Stil gefunden haben. Wollen wir hoffen, dass wir den noch ein paar Jahre geniessen dürfen (siehe Diskussion zum Fortbestand der Band).
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am 7. Dezember 2012
Dieses Album ist echt zum Schreien! Denn Schreien kann er, dieser begnadete Sänger mit Namen Glenn Hughes. Ob es allerdings den Songs dienlich ist, ausnahmslos bei jeder Aufnahme seine „Muskelpakete“ zu zeigen, bleibt dahin gestellt. Meinem Geschmack entspricht es nicht, und da ich die Stimme von Glenn Hughes mit dem ganzen möglichen Facetten-Reichtum wirklich liebe, tut es mir regelrecht weh, zu hören, wie ein so göttliches Talent dazu verschwendet wird, seit fast 20 Jahren ein Album nach dem anderen mit unnötigen Grenzüberschreitungen zu ruinieren (wo die Grenzen in diesem Fall doch schon so weit gesteckt sind. Wohl dem, der seine Grenzen kennt...). Dabei sind die Songs an sich äußerst gelungen, die durchweg guten Kompositionen fangen meist viel versprechend an bis sich dann der Schreihals wieder in den Vordergrund drängt. Ich weiß nicht, wem hier etwas bewiesen werden soll, vielleicht macht Schreien auch einfach nur Spaß und es tut gut, mal die Röhre frei zu pusten, aber braucht man dafür ein Publikum, das immer wieder aufs Neue würdigen muss, wie das geht ohne heiser zu werden? Ich kann nur staunend dieses Wunder beobachten, wie es selbst einem so renommierten Produzenten wie Kevin Shirley nicht auffällt, dass hier weniger ganz klar mehr ist im Dienste der Musik. Oder traut sich niemand, ein ehrliches Feedback zu geben und den Status „Voice of Rock“ dem Talent zu liebe vom Sockel zu stoßen? Was würden die Lieblingssänger von Glenn Hughes zurück melden, als da wären Stevie Wonder, Otis Redding, Marvin Gaye? Würde ihnen das gefallen?
Schreien zu können kann wundervolle Akzente setzen, wenn es behutsam und einfühlsam eingesetzt wird (siehe „Burn“ von Deep Purple, dort z.B. der von David Coverdale und Glenn Hughes exzellent gesungene Song „Lay down, stay down“), in diesem Falle erfüllt es für so manchen vielleicht nur einen Zweck, nämlich aufzuwachen und sich nicht länger von großen Namen blenden zu lassen, wenn das nur davon abhält, sich mit wirklich schöner Musik zu beschäftigen, die ja im Überfluss vorhanden ist. Irgendwie klingt das stellenweise gepresste Gekreische hier ja fast wie so eine Art Geburtswehen, und es wäre zu hoffen, dass der Geburtskanal bald durchwunden ist, aber mich hat die Hoffnung doch verlassen, dass das noch passieren wird.
Schade, ansonsten eine tolle Band mit hervorragenden Musikern, die ihr Handwerk tatsächlich blind verstehen. Aber ab und zu ist es doch ganz hilfreich, mal die Augen zu öffnen, sprich ehrlich zu sein, ob einem das Werk in seiner Gesamtheit auch wirklich gefällt (Joe Bonamassas Engagement hat sich, was BCC angeht, wohl nicht von ungefähr reduziert) oder ob man es sich nur schön redet oder besser gesagt schreit. Mit Lautstärke wird ja im heutigen Möglichst-laut-remastering-Zeitalter viel zu beeindrucken versucht, aber mit Anbetung von Musik hat das herzlich wenig zu tun, eher mit Geschäftemacherei oder mit Personenkult. Aber gut, das ist auch Teil der Show so wie das hier Geschriebene. Ich nehme an, so ein hoffungslos vernarrter Musikliebhaber wie ich gehört hier einfach nicht hin, vielleicht werde ich auch einfach nur alt, also sorry, nichts für ungut, ist mir nur so rausgerutscht. Wie sang schon Paul McCartney völlig treffend: Let it be! (Offensichtlich gibt es ja genügend Leute, die es genau so mögen; gut beraten seien nur diejenigen, die mehr auf Singen stehen...)
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am 27. Oktober 2012
Das Warten hat sich gelohnt, die Scheibe ist sofort zu meinem Lieblingsalbum des Jahres geworden!

Anders als ein Rezensent zuvor sehe ich hier durchaus eine Weiterentwicklung von BCC. Das mag auch daran liegen, dass Glenn Hughes einige der Songs zunächst für sein nächstes Soloalbum geschrieben hatte. Daher sind neben harten Rockklängen auch Funk-, Blues- und Souleinflüsse etwas mehr zu hören. Die Songs sind komplexer und abwechslungsreicher, es finden mehr Tempowechsel statt, Dereks Keyboards kommen deutlicher zum Einsatz und auf dem Titelstück ist stellenweise sogar orchestrale Begleitung zu hören. Überhaupt ist der Titelsong "Afterglow" für mich der Knaller schlechthin. Zarte, akustische Passagen wechseln mit Heavy-Rock-Passagen und über allem schwebt die mal engelsgleiche, mal laut und rauh schreiende "Voice of Rock".

Für mich ist der virtuose Gesang von Glenn Hughes hier noch beeindruckender als auf den Voralben. Allein beim düsteren "The Circle" wechselt er derart dramatisch von trauriger Melodie in verzweifelte Hilfeschreie, dass mir das Lied sofort unter die Haut ging wie einst "Cold". Nur dass hier nicht der Verlust anderer Menschen beklagt wird, sondern das eigene Schicksal. Ein sehr persönliches Lied von Hughes und es ist bei dem Album nur schade, dass die Songtexte nicht gleich mitgeliefert wurden.

"Common Man" hingegen, geschrieben vom excellenten Schlagzeuger Jason Bonham, rockt wie gewohnt und groovt im letzten Drittel wie bei einer Jamsession völlig funky davon, um mit einem Lacher zu enden. Einfach geil.

Eigentlich hätte noch wie auf den Voralben ein Song vom Meistergitarristen Joe Bonamassa gefehlt, aber immerhin singen er und Hughes auf dem Song "Cry Freedom" fantastisch zusammen und wenn sein Gitarrenspiel in den Vordergrund tritt, ergänzt es wie bisher die Songs um beeindruckende Riffs.

Insgesamt haben die vier bzw. fünf (ich zähle Producer Kevin Shirley, der den Songs immer den letzten Schliff gibt, mal dazu) ein episches Rockalbum abgeliefert, das momentan etliche Alben übertrifft, die ich so kenne.
Manchen wird das Album aufgrund der Komplexität vielleicht nicht ganz so schnell zugänglich sein wie BCC 1 oder 2, aber spätestens beim dritten Mal hören lässt es einen nicht mehr los. Heavy, gefühlsreich, düster - und wie ich irgendwo gelesen habe: es trifft mitten ins Herz...oder gar tiefer. Stimmt, absolute Kaufempfehlung!

Und ich hoffe sehnlichst, diese Scheibe irgendwann mal LIVE gespielt zu erleben! Wer BCC letztes Jahr in London auf dem Festival "High Voltage" erlebt hat, weiß, dass diese Band Stadien füllen könnte...
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am 1. Januar 2013
Es gibt einige, gute Rockgruppen, die aktuelle Musik spielen. Für die Klassiker muss man deshalb meist auf die 70er zurückgreifen. Aber diese "Supergroup" hats wirklich drauf. Spitzenmäßigen Klassik-Rock, gespielt von durchweg tollen Musikern. Denn sie alle steuern zum Gesamteindruck bei, nicht nur die meist-genannten Joe Bonamassa und Glenn Hughes. Für jemanden, der diese Art Musik mag, einfach ein muss...
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am 29. Dezember 2012
Hoffentlich bewahrheiten sich die Gerüchte um eine Auflösung der Band nicht ! Es wäre eine Schande, wenn eine solche Hammerband nach drei abgelieferten Superalben schon wieder in der Versenkung verschwinden würde.
Alle drei Alben (Afterglow inbegriffen), sind 70ies Rock vom Allerfeinsten - hart, virtuos, kraftvoll, dynamisch. Led Zeppelin und Deep Purple lassen grüßen. Ein Pflichtkauf für wahre Rockfans.
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am 3. Juli 2013
Ich persönlich finde, dass die aktuelle Scheibe bei Weitem nicht mehr an die beiden Vorgänger-Doppel-LPs heran reicht. Aber das ist natürlich nur subjektiv. Handwerklich zeigen die Jungs es hier auch, dass sie es drauf haben.
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Wenn eine Band heutzutage wie die reinkarnierte Mixtur aus Deep Purple und Led Zeppelin klingen darf, dann ist es wohl Black Country Communion. Altmeister Glenn Hughes hat schließlich schon beim legendären "Burn"- Album Bass und Mikro bedient - und da er dem exzessiven Drogenkonsum schon lange abgeschworen hat, ist er nach wie vor in stimmlicher, instrumentaler und kreativer Topform; so wird er uns hoffentlich noch lange erhalten bleiben. Dazu der aktuelle Blues Guitar Hero Joe Bonamassa, der Ex- Dream Theater- Tastenmann Derek Sherinian und der Led Zeppelin- Drumerbe Jason Bonham. Was für eine Besetzung. Unter der Regie von Bandmentor Kevin Shirley haben die vier Haudegen ihr drittes gemeinsames Studioalbum eingerockt, und was soll man sagen? Wenn man blues- und funkbasierten Siebziger- Hardrock mag, kommt man um BCC nicht herum. Was nicht heißen soll, dass BCC keine Eigenständigkeit besäßen, dazu hat doch jedes Bandmitglied einen zu charakteristischen Eigensound, und hier bewahrheitet sich die Weisheit, dass das Ganze mehr ist als die Summe der Einzelteile. Was das Quartett hier abliefert, ist brilliant, authentisch und lässt so einige Originale aus den goldenen Seventies deutlich hinter sich. Gemessen an den Vorgängeralben gefällt mir "Afterglow" besser als das Banddebüt und liegt mit "2" etwa gleichauf. Man spürt, dass die Band sich inzwischen gefunden und eingespielt hat.

"Big Train" eröffnet die CD schnell und hart, aber auch recht sperrig. Sherinian spielt dazu einen wunderbaren Jon Lord- Orgelteppich. Ich bilde mir ein, die Keyboards wären auf der ganzen CD insgesamt etwas vordergründiger gemixt. Danach wirds erst mal etwas zeppelinesk, dann wieder purpliger, dann wieder zeppig... den fünften Song darf erneut Bonamassa singen, macht er auch wieder richtig gut. Streckenweise wird im Studio richtig gejammt, und selbst der Drummer darf sich gelegentlich mal ganz nach vorn trommeln. Ach ja, es ist schön, dass so herrlich unzeitgemäße Musik wieder einen Markt findet. Ich hoffe, dass uns diese Combo noch lange Freude machen wird. Keep rockin'!
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am 14. April 2013
Die ersten Titel auf der CD gefallen mir nicht so arg. Dafür gehören aber jene am Ende mit zu den Besten von der Band. Wenn man also so will - für die besten Titel - dann könnte ich auch 5 Sterne vergeben.
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am 15. Oktober 2013
Was ist hier schiefgelaufen? Denn ich verehre sie alle, die Herren Bonamassa, Bonham, Sherinian und auch Hughes. Wobei ich schon zu Deep Purple Zeiten David Coverdale wesentlich spannender fand als Glenn Hughes. Dennoch - in all diese Herren habe ich zu Recht schon ordentlich Geld investiert. So war es eine logische Konsequenz dieses Album zu erwerben und Großartiges zu erwarten. Was soll da schief gehen?

Aber es ist schief gegangen. Zumindest für mich! Nach ungezählten Hördurchläufen bin ich auch auf den Punkt gekommen, der mich stört. Es ist leider Glenn Hughes. Ich mag seine Stimme! Und wenn er richtig Gas gibt ist dies im Normalfall bzw. vordergründig der Inbegriff von Kraft, Leidenschaft und Leistungsfähigkeit. Schließlich ist der Herr Baujahr '51 und somit per se schon ein wenig abgegriffen. Dass er noch einmal eine Energie entwickelt, wie hier bei BCC, muss man einfach respektieren. Leider relativiert sich dies bei genauem Hinhören. Genau genommen bzw. pingelig betrachtet bemüht sich Mr. Hughes schon sehr seinen Gesang kräftig erscheinen zu lassen. Bisweilen wirkt es gar gequält. Leider bin ich kein Toningenieur, sonst würde ich behaupten, dass bei den derben Gesangspassagen die Studiotechnik kräftig unterstützend beteiligt war. Wie auch immer. All das ist keine Besonderheit. Leider raubt mir dieser gequälte Eindruck die Glaubwürdigkeit der Musik. Die Eigendynamik der Rockmusik geht zu Gunsten der Rohheit Hughes' Stimme verloren. Die wilde Ehrlichkeit dieser Musik wird einer "scheinbar erzwungenen" Energie geopfert.
Und um noch weiter zu graben, bin auch ich der Auffassung, dass Derek Sherinian als Ausnahme Pianist / Keyboarder hier vollkommen unterfordert und somit deplatziert ist. Was für eine Verschwendung von Talent!!!
Sicherlich ist all dies nur meine individuelle Auffassung, die grundsätzlich verkehrt sein mag. Leider geht mir durch das Beschriebene die mögliche Faszination für diese Scheibe ab.

By the way... Rosenkohl, Honig, Waldpilze und Ingwer mögen wertvolle Nahrungsmittel sein. Doch ob deren Zusammentun zwangsläufig für Harmonie sorgt ist zunächst in Frage zu stellen. Die Harmonie einer Zusammenstellung und somit auch einer Band entsteht durch mehr als durch die Summe der Einzelteile!
Zusätzlich empfinde ich die Bezeichnung "Supergroup" mittlerweile als so breitgetreten und abgenutzt, dass es einem anerkannten Musiker quasi peinlich sein sollte einer solchen beizutreten. Sicherlich handelt es sich in der Regel zu Recht um mehr als etablierte Musiker, die in solchen Supergroups anzutreffen sind, sonst würde eine solche Bezeichnung auch erst gar nicht entstehen. Doch ob diese Etabliertheit zwangsläufig zum Wunsch der Zusammenarbeit mit anderen geschätzten, verehrten oder gar als Vorbild dienender Kollegen führt, möchte ich anzweifeln.
Sicherlich mag es Bedürfnisse oder auch spontane Ideen geben, wie zum Beispiel die Entstehung von Chickenfoot während einer Bierlaune der Herren Hagar, Smith und Anthony (Satriani wurde später rekrutiert...), die zu dieser Combo führte. Und um bei diesem Beispiel zu bleiben und zum Zorn der jeweiligen Anhängerschaft - Chickenfoot ist der Art spaßlastig, dass ich denen ihren Antrieb abkaufe. Dennoch sehe ich bei all diesen Musikerformationen häufiger den Trieb nach wirtschaftlichem Erfolg oder nach noch mehr Anerkennung denn nach künstlerischer Verwirklichung oder ganz simpel: Spaß!

Es verbleiben respektvolle 3 Sterne. Einen für die Musiker. Einen für das Konzept. Und einen für deren Mut. Dieses Album werde ich mir nur gelegentlich anhören um zu prüfen, ob ich mich dann doch geirrt habe.
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