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am 12. Dezember 2012
Drei Fernsehabende lang habe ich mich gefragt: Was ist das? Was bitteschön ist das? OK, einige Leute heißen so wie die Figuren in Ken Folletts Roman "Die Tore der Welt". Hin und wieder sagt auch mal jemand einen Satz, der so im Buch gesagt worden sein könnte (wenn auch nicht unbedingt von derselben Person). Hier enden die Gemeinsamkeiten zwischen Buch und Verfilmung aber auch schon. Am vierten Abend, als sich auf dem Bildschirm der "packendste Teil" (meine Fernsehzeitschrift) in Humbug und Nonsens auflöste, hatte ich endlich eine Erleuchtung. Das hier ist gar keine Romanverfilmung. Das hier ist eine Art kreatives Paralleluniversum, eine alternative Fiktion, ein 360minütiges Was-wäre-wenn-Spiel. Was wäre, wenn Petranilla eine pathologische Giftmörderin wäre? Was wäre, wenn Bruder Godwyn in Cousine Caris verknallt wäre? Was wäre, wenn Bruder Thomas...

Aber nein, Spaß beiseite: Natürlich kann eine Verfilmung einer Romanvorlage nie hundertprozentig gerecht werden - einerseits, weil jeder Leser seine eigene Vorstellung von "seinen" Figuren hat, andererseits, weil Film und Buch eben unterschiedliche Medien sind und unterschiedliche Möglichkeiten haben. Es ist allerdings eine Sache, Handlung und Figuren für das Drehbuch zu straffen und zu verdichten, und eine ganz andere, eine Geschichte derartig zu verhunzen, dass sie schlicht und einfach keinen Sinn mehr ergibt - und zwar unabhängig davon, ob man das Buch kennt oder nicht.

Ein harmloses Beispiel, stellvertretend für Dutzende von fragwürdigen und deutlich gravierendere Änderungen: Im Buch sind Merthin und Ralph Söhne von Sir Gerald, einem verarmten Ritter und entfernten Verwandten des Grafen von Shiring. Nachdem Sir Gerald seine Schulden bei der Priorei nicht bezahlen kann, verliert er sein Gut. Merthin, der schlau ist, aber nicht kämpfen kann, kommt bei einem Zimmermann in die Lehre, Ralph, der kämpfen, aber nicht denken kann, wird vom Grafen als Knappe aufgenommen und zum Ritter ausgebildet.
In der Verfilmung sieht es hingegen so aus: Sir Gerald IST der Graf von Shiring und verliert Hab und Gut und Leben, weil er irgendjemanden verraten haben soll. Der neue Graf von Shiring - der den alten persönlich aufgehängt hat - erweist sich als richtiges Cleverle: Er nimmt Ralph zu sich, um ihn als Knappen und Ritter auszubilden. Schlau! Superschlau! Da hänge ich den Vater auf und lasse dem Sohn genau die Ausbildung zukommen, die er braucht, wenn er sich irgendwann mal bei mir dafür rächen möchte, dass ich ihm Vater und Titel geklaut habe. Darauf muss man erst mal kommen!

Vielleicht würden all die entstellten Handlungsstränge für weniger Ärger sorgen, wenn man wenigstens den Eindruck hätte, dass das historische Drumherum einigermaßen stimmig dargestellt wird. Aber nein, unser gutes Mittelalter wartet mal wieder mit all den Klischees auf, für die wir es so sehr lieben: Dumme Männer haben keine Ahnung von Medizin. Sie würden eine offene Wunde mal eben mit einer Ladung Dung einreiben. Heilkundige Frauen haben hingegen durchaus Ahnung von Medizin. Die dummen Männer hassen sie deswegen und richten sie als Hexen hin. A propos Hinrichtungen, die werden folgendermaßen durchgeführt: "Also du wirst jetzt aufgehängt, du, und du auch - aber für dich habe ich eine gute Nachricht, dir werden nur die Beine gebrochen." (Was wir anschließend zeigen, damit auch wirklich jeder Zuschauer begreift, was für böse, böse Menschen das in bösen, bösen Zeiten waren). Die Pest ist übrigens eine schlimme Krankheit, die einen aber nicht daran hindert, nochmal schnell zu Fuß von Kingsbridge nach Shiring zu spazieren. Und zurück.
Da ich nur die Fernsehversion kenne und nicht die DVD, kann ich nichts zu den Extras sagen, aber ich vermute, wenigstens dort wird das Geheimnis ewiger mittelalterlicher Jugend gelüftet. Ehrlich, diese Leute leben in kalten Burgen und zugigen Hütten, lange vor der Erfindung von NIVEA Creme 400 ml, und sie altern innerhalb von zwanzig Jahren nicht um einen einzigen Tag! Das ist so ungerecht!
Wo wir schon bei ungerecht sind: König Edward der Dritte rotiert vermutlich gerade in seinem Grab. Was die Verfilmung mit dem armen Kerl macht, ist schlichtweg ohne Worte. Und das meine ich nicht nur wegen seiner schlimmen Frisur in den letzten beiden Teilen.

Das bedauernswerteste Opfer der Verfilmung ist allerdings weder das Mittelalter noch Ken Folletts Romanpersonal, sondern das Bauwerk, dem beide Bücher ihren Erfolg verdanken: Die Kathedrale. Das Buch beginnt direkt dort, in der Nacht vor Allerheiligen. Es ist kalt, es ist dunkel, Gläubige aus der Stadt und dem Umland sind zum Gottesdienst zusammengekommen. Die Mönche veranstalten ein wenig Hokuspokus, um das einfache Volk mit der Macht Gottes zu beeindrucken, der Graf von Shiring verleiht der Veranstaltung Glanz, Sir Gerald will seine Geschäfte mit der Priorei abwickeln: Die Kathedrale ist das geworden, was sie in Prior Philipps Vision werden sollte, nämlich der geistliche, weltliche und wirtschaftliche Mittelpunkt der aufstrebenden Stadt. Und sie lebt weiter, sie muss ausgebessert, verschönert, erweitert werden.
In der Verfilmung ist die Kathedrale - nichts. Sie ist da. Hin und wieder wird ein Gottesdienst abgehalten. Oder eine Trauung durchgeführt. Das war's. Weiß der Teufel, wozu man sie überhaupt gebaut hat. Und die Geschichte beginnt irgendwo auf der grünen Wiese.

Fazit: Eine in jeder Beziehung enttäuschende Verfilmung, die die Stärken der Vorlage nicht im Ansatz durchscheinen lässt, sondern eine dramaturgisch aufgemotzte - und keineswegs bessere - Geschichte erzählt. Die Schauspieler können nicht mehr viel retten. Noch vor dem ersten Werbeblock hatte ich das dringende Bedürfnis, das Buch aus dem Regal zu nehmen und nachzulesen, wie Ken Follett sich die Sache wirklich gedacht hatte. Die Lektüre habe ich dann wiederum sehr genossen. Für diese Inspiration gibt es den zweiten Stern.
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England im 14. Jahrhundert: Mitten in der Anbahnung und den Wirren des 100jährigen Krieges erleben die Zuschauer um einige Einzelschicksale Krieg und Pest in und um Kingsbridge herum. Da hätten wir Caris Wooler (Charlotte Riley), die gerne ein Hospital bauen möchte, was der Klerus jedoch nicht gerne sieht. Ihr Cousin Godwyn (Rupert Evans) verspürt aufgrund seines minimalistischen Könnens auf dem Gebiet der Heilung oder anderen Dingen das Bedürfnis hochhinaus zu kommen. Seine Mutter Petronilla (Cynthia Nixon) unterstützt ihn dabei recht mörderisch.

Wir lernen die ungleichen Brüder Merthin (Tom Weston-Jones) und Ralph (Oliver Jackson-Cohen) kennen. Auch spielt die hübsche Tagelöhnerin Gwenda (Nora von Waldstätten) eine nicht zu vernachlässigende Rolle bei der Auflehnung gegen das Feudalwesen.

Darüberhinaus wird das Königshaus in England und deren Intrigen vorgestellt. So erfährt der Zuschauer von Königin Isabelle de France, Edward II. und III. sowie Roger Mortimer, die tatsächlich existiert (aber sich wohl das ein oder andere Mal anders verhalten) haben.

"Die Tore der Welt" als Verfilmung ist von Ken Follett auch offiziell abgesegnet. In einem Making Of auf der fünften Scheibe hält er in einer Hand seinen Wälzer, dem er drei Jahre seines Lebens gewidmet hat. In der anderen eine gebundene Sammlung von Drehbüchern, die "ein anderer geschrieben" hat. Er ist dennoch begeistert. Ich habe den Roman nicht gelesen, weiß aber durch die Specials, dass dieser ein komplett anderer sein muss als die Verfilmung darstellt. So sind diverse Personen komplett anders konzipiert als sie im Roman auftreten.

Während im Roman diverse Protagonisten sterben, sei es nun an der Pest oder durch anderer Hand überleben sie im Film. Während jedoch andere überleben, sterben sie hier. Petronilla z. B. soll im Roman eine Randfigur sein und eigentlich gut. Hier scheint sie geradezu den Pforten der Hölle entsprungen. So murkst sie ihre ganze Verwandtschaft ab, damit ihr missratender Sohn in der Kirchenhierarchie aufsteigt.

Etwas verstört hat mich auch, dass die Kathedrale, um die es im ersten Buch "Die Säulen der Erde" geht, hier lediglich Kulisse ist. Da hätte auch ein Pappkarton stehen können. Ab und an wird mal ein Charakter am Rande erwähnt, der aus dem Buch bzw. der Miniserie stammte, das war es dann aber auch schon. Dass es sich um Nachfahren der bekannten Personen aus dem ersten Teil handeln soll bemerkt man in keiner Sekunde. Das könnte man nun gut auch damit begründen, dass "Die Tore der Welt" rund 200 Jahre nach "Die Säulen der Erde" spielt, aber dann hätte es auch nicht Kingsbridge bedurft, sondern es hätte jedes andere Kaff sein können.

Allerdings muss man der Verfilmung, so einfach sie auch gehalten ist, in ein, zwei Punkten jedoch Respekt zollen. Der Aufwand ist nicht unerheblich. So ist das Mittelalter in der Ausstattung sehr gut wiedergegeben. Das Set um Kingsbridge ist enorm. Das hat auch Ken Follett gelobt. Weiterhin sind einige Punkte geschichtlich Fakt. Dies mag aber auch an der Fleißarbeit von Follett gelegen haben. Auch die mögliche Homosexualität von Edward II. wird angesprochen und seine mögliche Flucht. Es ist bis heute nicht klar, ob der in Ungnade gefallene König damals auf Anraten seiner Frau hingerichtet wurde oder fliehen konnte. Diverse Indizien sprechen für eine Flucht. Die Tochter von Edward III. hingegen ist tatsächlich auf dem Weg zu ihrer Trauung an der Pest gestorben.

Folletts Roman basiert auf großen Umwälzungen im 14. Jahrhundert. Hier wäre nicht nur der 100jährige Krieg zu nennen, sondern auch Änderungen im Feudalsystem, der Erstarkung des Parlamentes und die Pestausbrüche in Europa. Die Verfilmung deutet diese Punkte mehr oder weniger gut an und führt einige bis zu einem gewissen Punkt aus. In erster Linie legt sie jedoch wert auf Klischeecharaktere: Die Guten sind ganz doll gut und verzeihen auch mal die Ermordung der Eltern mit einem Gnadenakt, der von den Bösen natürlich abgelehnt wird. Die Bösen sind ganz, ganz doll böse, durchtrieben, notgeil und verstecken sich hinter ihrem Gott. Man wünscht ihnen buchstäblich die Pest an den Hintern. Doch auch der Pesterreger hat seinen Stolz.

So überleben (!) die Typen ihn oder bleiben ganz von ihm verschont nur um in der vierten Episode, wo sie noch ganz, ganz doll böse Sachen tun ihr gerechtes, unrühmliches und gemetzelhaftes blutiges Ende finden. Dass sie nicht noch explodieren ist alles.

Natürlich sind auch die Rollen stereotypisch. In einer Zeit, in der weder Frauen, noch Frauen, die Medizin - sofern man sowas überhaupt so nennen kann - praktizierten eine große Bedeutung hatten, sind diese Frauen hier nicht nur emanzipiert sondern auch clever und geradezu aufgeklärt. Somit sind die Frauen als solche der heutigen Zeit dargestellt. Caris will ein Hospital bauen und verhält sich teilweise so wie man es aus "Emergency Room" gewohnt wäre. Gwenda, Tochter eines TAGELÖHNERS im MITTELALTER, die keinerlei Bildung genossen haben dürfte ist clever wie sonst was. Auch die "guten Männer" sind nicht gerade auf den Kopf gefallen.

Die "Bösen" hingegen sind entweder dumm wie Pommes oder verirren sich in althergebrachten Werten. "Auf den Scheiterhaufen mit der Hexe" und "Dung am besten drei Mal täglich in jede eiternde Wunde" schmieren. Das pulsiert. Während es bei der Damenriege also eher "Emergency Room" ist, kommt mir die andere Gruppe wie Leute aus "Die Ritter der Kokosnuss" vor: "Erklärt mir noch, wie man mittels Küken aufblasens Erdbeben verhindern kann..."- Außerdem "Du bist schuld, dass ich geil werde, weil Du mich verhext hast"... ja ne, ist klar. Es handelt sich also um Personen des finst'ren Mittelalters. Dies wirkt ein ums andere Mal unfreiwillig komisch, derartige nur Schwarz oder nur Weiß Charaktere zu sehen.

Die Box, die ich habe - ich kann nicht versprechen, dass der jetzige Käufer die gleiche bekommt, wie man es ja von Neuauflagen kennt - ist aufgemacht wie ein Buch, das mit einem Magnetverschluss versehen ist. Dabei ist diese Box mehr als stabil. Ein schönes Bild mit einer Landkarte in und um Kingsbridge vervollständigen den Inhalt. Darin ist ein Schuber eingebettet, der alle fünf Discs auf jeweils einem Tray enthält. Dabei ist ein großformatiges Bild von jeweils zwei Protagonisten auf der einen Seite während auf der anderen Seite jeweils eine Disc ist. Also ist auch der Inhalt aufgemacht wie ein Buch. Die ersten vier Scheiben enthalten jeweils einen Teil und bis auf eine Trailershow keinerlei Extras. Die fünfte Scheibe enthält dann u. a. ein Making Of, B-Roll und ähnliche Extras hinter den Kulissen, wie sie bereits aus "Die Säulen der Erde" bekannt sind.

Ich fand "Die Tore der Welt" unterhaltsam, auch wenn sie mit dem Roman nicht viel zu tun haben, was bei fast allen Romanadaptionen der Fall ist. Ich habe mir gestern einen Teil von einer Verfilmung von Folletts Roman "Die Pfeiler der Macht" angesehen und da hätte ich nur kotzen können obwohl ich den Roman dort ebenfalls nicht kannte.
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am 20. November 2015
Nur wenn man das Buch nicht gelesen und keine entsprechende Erwartungshaltung aufgebaut hat, kann man diesen Film erst wirklich geniessen. Überaus ehrgeizig und einfallsreich inszeniert, sehr auf die der Zeitepoche entsprechendem Lokalkolorit und der Requisiten bedacht, mit wortgewandten Dialogen, ergreifenden Szenen und vielen Höhen und Tiefen ausgestattet . Der Spannungsbogen ist hervorragend aufgebaut und lässt die Handlung in keiner Minute langweilig werden. Die Charaktere werden so meisterlich geschildert, dass sie einen Zugang zum Geschehen aus deren Perspektive vermitteln können. Die ausdrucksstarken und sehr überzeugenden Darbietungen aller Darsteller, bis in die kleinsten Nebenrollen, verstärken die Filmqualität in jeder Hinsicht. Die sehr interessante Handlung verfolgt mit Biss die Auswirkungen bigottischer Anschauungsweisen und Standesdünkel im Mittelalter - und bietet so auch einige Denkanstösse. Insgesamt ist der Film mit sehr vielseitigen unterhaltsamen und dramaturgischen Stilelementen ausgestattet : von Romantik bis Schlachtengetümmel, Intrigen und Verrat....
Letztendlich ist der Film als entspannte und dennoch mitreissende Unterhaltung konzipiert - aber das in genialer Weise. Sehr sehenswert.
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am 2. November 2012
OK, ein so umfassendes Werk lässt sich nicht in allen Einzelheiten verfilmen. Da muss man zwangsweise kürzen. Das ist ja auch ok, aber deshalb muss man nicht gleich eine komplett neue Story erfinden, in der

(ACHTUNG SPOILER)

Bruder Thomas schwul ist und sich dann auch noch als totgeglaubter König entpuppt. Und Ralph ist hier plötzlich der uneheliche Sohn von Petronilla und Graf Roland, der aber von Merthins Eltern großgezogen wurde. Autsch! Ich hab gedacht, ich bin im falschen Film. Das ist dann selbst für jene Leute zu viel, die das Buch noch nicht kennen. Philemon, der am Ende den Titel des Priors an sich reißt, hat man weggelassen, und dafür ist Godwyn dann zu allem Übel als halber Geisteskranker dargestellt, der am Ende von Caris mit einem Kreuz erschlagen wird. Die Mini-Serie endet plötzlich ganz abrupt nach der neu erfundenen Belagerung und Schlacht von Kingsbridge,

und man fragt sich "Wie bitte, das war's jetzt?" Hier hätte man sich ein schöneres und längeres Happy End gewünscht. Das ist in der Hörspiel-Fassung wesentlich besser gelungen, denn da stehen Merthin und Caris auf dem Turm der Kathedrale und schauen über Kingsbridge.

Außerdem nerven in der deutschen Synchro die falsche Aussprache der Namen von Merthin und Caris, aber das ist nur das kleinere Übel.

Fazit: Die Anschaffung lohnt sich definitiv nicht. Die Handlung ist total überdreht, und das Orginal lässt sich nur in den Ansätzen erkennen. Ein Peter Jackson hätte das wesentlich besser gemacht. Von daher empfehle ich, lieber zum Buch oder zum 10-teiligen Hörspiel zu greifen.
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am 11. Dezember 2012
Ich habe mir eben den letzten Teil der Tore der Welt "Verfilmung" angeschaut. Ich habe auch das Buch gelesen und fand es klasse. Nur was sich die Filmemacher hier geleistet haben, ist mehr als schwach. War im 1. bis zum 3. Teil das Buch wenigstens noch ein bisschen zu erkennen, haben sie im 4.Teil einen gänzlich neuen Film gedreht, denn (Achtung Spoiler) es gibt keine Schlacht um Kingsbridge, der König steht auch nicht im Mittelpunkt wie im Film, Carris und Merthin fanden auch erst zum Schluss richtig zueinander und eben viel romantischer auf der Spitze des Turms, Ralph wurde von Gwenda getötet usw. usw..
Außerdem fehlt auch der Bau des Turms (Merthins Traum!) völlig. Überhaupt werden die meisten Handlungsstränge gekürzt oder einfach verändert (auch um die anderen Hauptpersonen wie Gwenda , Wulfric usw.).
Der Film ist spannend und die Schauspieler sehr gut. Aber das als "Ken Follett's Tore der Welt zu bezeichnen, so wie SAT 1 es macht ist eine Frechheit. Als Film "nach Motiven von Ken Follett's Tore der Welt" ginge er noch durch. Natürlich müssen wie gesagt Kürzungen in Verfilmungen gemacht werden. Aber bitte nicht einen gänzlich neuen Film wie der 4. Teil. Deshalb nur 1 Punkt für diesen Murks.
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am 25. Juli 2014
... sollte sich den Film nicht kaufen! Er ist zwar ewig lang und ich habe ihn schon einige male gesehen, aber mit dem Buch hat das nicht viel zu tun.
Charaktere wurden verändert / weggelassen und die Tiefe der Story kommt nicht so rüber wie es sein sollte.
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am 18. November 2013
Es ist wie mit einer heißen Herdplatte. Alle sagen man soll es nicht tun, aber man tut es trotzdem.
Trotz aller Rezensionen.. die Neugier bleibt einfach stärker.

- War man vom Buch begeistert, sollte man vom Film nicht allzu viel erwarten. Am Besten ein bisschen Zeit verstreichen lassen bis man ihn anschaut
+ Betrachtet man Buch und Film unabhängig voneinander, finde ich den Film nicht schlecht
+ U.a. haben Caris & Merthin ihre Rollen, abgesehen von der Handlung, gut gespielt
+ Viel Bonusmaterial z.B. zur Stadtentstehung und Brückeneinsturz

Am stärksten ist mir aufgefallen:
- Manche Charaktere & ihr Handeln und die Handlung selbst wurden so verdreht, dass sie mit dem Buch noch wenig gemeinsam haben
- Mehrere Buchcharaktere wurden komplett weggelassen
- Gar nicht überzeugt haben mich Godwyn & Petronilla
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am 7. Juni 2013
Die Verfilmung weicht sehr stark von der Romanvorlage ab. Vorrezensoren haben hier bereits viele Beispiele genannt. Einiges dürfte zudem historisch nicht authentisch sein. So wird z.B. Sir Gerald, Graf von Shiring, also immerhin ein Adliger, nach einem Willkürprozess wie ein gemeiner Straßenräuber, am Galgen aufgeknüpft. Ich bezweifle, dass ein solches Vorgehen mit der Magna Carta in Übereinstimmung stand, die solche Willkürakte verbot. Gewiss nicht! In der Romanvorlage wird Sir Gerald von der kleinen Gwenda im Menschengewühl während des Gottesdienstes um sein Geld gebracht und muss als verarmter Adliger um Unterkunft im Kloster nachsuchen. Er stirbt später an Altersschwäche. Auch Edmund Wooler entgeht im ersten Teil der Verfilmung dem Henkerstrick nur um Haaresbreite. Dafür werden im beide Beine zerschmettert. Im zweiten Teil wird er dann von seiner Schwester Petronila vergiftet, die auch ansonsten keine Skrupel kennt, wenn es um die gewaltsame Beseitigung mißliebiger Personen geht.. Beides findet keine Entsprechung im Roman. Im Roman kennen sich die Hauptakteure Caris, Mertin, Ralph und Gwenda zudem seit ihrer Kindheit. Im Film laufen sich Carris, die Elfic heiratet, und Mertin zufällig über den Weg. Recht gut gezeichnet, aber irgendwie doch ins diabolisch böshafte überspitzt, sind die Charakterzüge von Prior Godwin, ein sexuell verklemmtes Muttersöhnchen und ein engstirniger Typ, der sich sittenstreng und prüde gibt, aber kaum eine Gelegenheit auslässt, sich an seiner Cousine Carris aufzureizen. Weil er Caris' Überlegenheit nicht ertragen kann, versucht er, sie an den Galgen zu bringen, was jedoch durch das beherzte Eingreifen von Mutter Cecilia im letzten Augenblick verhindert wird. Aus Rache plündert der blutleere Godwyn Caris' Haus und geilt sich in seiner geistigen Hohlheit am Duft eines ihrer Kleidungsstücke auf wobei er sich selbst befriedigt. Im weiteren Verlauf der Verfilmung läuft die Handlung völlig aus dem Ruder und rutscht sogar ins Abstruse ab: Am Ende entpuppt sich Bruder Thomas, der im Roman an Altersschwäche stirbt, als tot geglaubter König Edward II. Historisch authentisch an dieser Geschichtsklitterung ist wohl nur, dass Edward II. eine Vorliebe für Männer hatte, was zu seinem Thronverlust beigetragen haben dürfte. Auch sonst gehen die Filmemacher mit der Historie recht ungezwungen um. So wird im dritten Teil die Schlacht von Crezý völlig verkehrt dargestellt: Nicht die Engländer haben angegriffen, sondern die Franzosen, die im Pfeilhagel der englischen Bogenschützen eine blamable Niederlage einstecken mussten. Noch vieles wäre zur Verfilmung zu sagen. Ich frage mich bloß, wie der Buchautor Follett dem hat zustimmen können. Das Buch ist wesentlich besser und historisch authentischer. Ich habe nur einige kleine Schnitzer in der Schilderung kirchlicher Angelegenheiten gefunden, die Follett nicht sauber erarbeitet hat: so war es Nonnen zu keiner Zeit erlaubt, Beichte zu hören, da dies die Priesterweihe vorraussetzt. Auch wird ein Bischof, der zum Erzbischof erhoben wird, nicht eigens dafür geweiht. Einmal Bischof, immer Bischof. Die Ernennung zum Erzbischof wird im Rahmen einer Inthronisation begangen. Aber gut: Follett ist offensichtlich kein Katholik.
Doch zurück zum Film: Trotz der erheblichen Abweichungen von der Romanvorlage kann man sich den Steifen ansehen. Man muss halt ausblenden, dass sich der Produzent viele Freiheiten genommen hat.
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am 13. Dezember 2012
Nachdem ich das Buch kenne und erst ganz aktuell wieder gelesen habe, war ich sehr neugierig auf die Verfilmung. Da die Filme häufig nicht an das Buch ran reichen, habe ich gleich von vorne weg meine Erwartungen etwas runter geschraubt. Leider nicht genug, es war katastrophal. Das war eine der schlechtesten Verfilmungen eines Buches, die ich je gesehen habe. Eine farblose/ fehlinterprettierte Darstellung vieler Charaktere und auch vieler Ereignisse. Ich fasse die wichtigsten Punkte mal zusammen, sonst wird mein Beitrag hier einfach zu lang:

(Achtung Spoiler)

- Philemon/Holger ist eine Schlüsselfigur und einer der fiesesten Intriganten im Buch. Wo ist Godwyns Handlanger, der für ihn spioniert, manipuliert und stiehlt? Er fehlt komplett bzw. wird er im Film als Soldat Holger mit durchaus positivem Charakter dargestellt, im Buch jedoch ist er ganz anders. Er ist Mönch und später sogar Prior.

- Godwyn ist völlig falsch dargetellt. Ein gerissener, ehrgeiziger Mörder zudem krankhaft verliebt in seine Cousine. Ehrgeiz Prior zu werden hat er auch im Buch, doch er schafft es nur mit der Hilfe seiner Mutter und seines Schattens Philemon, die ihn ständig manipulieren und anstacheln. Er stirbt an der Pest in St. John-in-the-forest und wird nicht durch Caris umgebracht.

- Petronilla ist erpicht darauf ihrem Sohn zu verhelfen Prior zu werden. Sie ist eine ziemlich gefühllose Frau, herrisch und berechnend. Doch sie ist keine Mörderin. Meine Güte im Film tötet sie ihre beiden Brüder, ihre Schwägerin und ihren Ex-Lover Graf Roland (der im Übrigen in Frankreich in der Schlacht fällt und nicht an der Pest stirbt). Und wo wir gerade bei Graf Roland sind. Ein Graf, der noch im Alter ist zu kämpfen, bleibt in England zurück und begleitet seinen König nicht in die Schlacht? Obwohl der schon so verzweifelt ist, dass er sogar schon Mörder begnadigt weil ihm die Kämpfer ausgehen??? Das ist unglaubwürdig. Petronilla stirbt übrigens ebenfalls an der Pest und vergiftet sich nicht selbst.

- Caris war nie mit Elfric verheiratet. Ihre Schwester Alice fehlt komplett (die war nämlich mit Elfric verheiratet). Genauso Griselda, Elfrics Tochter, die ja im Prinzip mit Schuld daran hat, dass Merthins Lehrzeit vorzeitig beendet wird und er kein anerkanntes Mitglied der Gilde wird.

- Ralph ist nicht Petronillas und Graf Rolands Sohn. Sondern tatsächlich Merthins Bruder. Und es gibt auch keinen so abgrundtiefen Hass zwischen den beiden Brüdern. Ganz im Gegenteil wird häufig erwähnt, dass sie sich zwar nicht leiden mögen, jedoch trotzdem noch brüderliche Gefühle die beiden verbindet. Merthin verät ihn zwar einmal, besteht aber darauf, dass sein Leben verschont wird und Ralph rettet Merthin bei dem Überfall der Kathedrale das Leben. (Der besagte Überfall, fehlt im Film auch komplett. Genauso wie Ralphs erste Frau Tilly, die er selbst umbringt weil sie ihm im Weg steht zu Lady Philippa und dem Titel des Grafen von Shiring.) Ralph stirbt auch tatsächlich wie im Film durch die Hand seines Sohnes, jedoch ist dieser schon erwachsen.

- Auch die Liebesgeschichte zwischen Gwenda und Wulfric ist nicht ganz so romantisch verlaufen wie im Film. Tatsächlich ist Wulfric nämlich mit Annett verlobt und liebt diese auch abgöttisch. Gwenda jedoch hat es sich in den Kopf gesetzt Wulfric zu bekommen und nur durch ihre Hartnäckigkeit und Ralphs grausamen Hass auf Wulfric bekommt sie ihn auch. Als Ralph Wulfric nämlich sein Erbe verweigert, heiratet Annett einen anderen und ebnet Gwenda den Weg. Erst als Gwenda schwanger wird, heiratet Wulfric sie. Es ist eher eine beständige Liebe, die als Zweckgemeinschaft beginnt und nach 20 Ehejahren begreift Gwenda endlich auch, das Wulfric sie tatsächlich aufrichtig liebt und nichts mehr für Annett übrig hat.

- Bruder Thomas ist weder schwul (ganz im Gegenteil hinterlässt er eine Frau und zwei Kinder, als er Mönch wird) noch ist er der tot geglaubte König. Er ist tatsächlich ein Ritter, der durch einen brisanten und geheimnissvollen Brief gezwungen ist, sein Leben zu schützen. Er vergräbt den besagten Brief (mit Merthins Hilfe) als Pfand für sein Leben. Er stirbt den Altertod und wird nicht von König Edward getötet.

- Der Neubau des Kirchturms fehlt komplett, ebenso die beiden Hospitale, die Merthin für Caris baut. Und wo ist eigentlich Bischof Henri???

- Diesen Angriff auf Kingsebridge hat es auch nie gegeben im Buch. Und König Edward III und Königin Isabella spielen auch keine so wichtige Rolle, sie sind eher Randfiguren.

Alles in allem ist ziemlich viel Handlung des Buches falsch. Frei erfundene Geschichten, die nichts mit dem Buch zu tun haben, wichtige Ereignisse, die ganz weg gelassen wurden usw. Ok, ich verstehe schon, das man das nicht 1:1 verfilmen kann um eine gewisse Dramatik und Spannung zu erhalten. Aber wenn man so viele Handlungsstränge verändern muss, sollte man sich überlegen ob man das ganze nicht lieber ganz bleiben lassen sollte, oder es als eigene Geschichte verfilmen will. Der Film an sich, ist schon spannend, voller Intrigen und voller Drama. Wenn man das Buch nicht gelesen hat, kann man dem Film durchaus was abgewinnen. Aber ich kenne das Buch und finde den Film übertrieben und am Thema vorbei.
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Oktober 2014
Damals durch Werbung zerschnippelt (es gefiel mir trotzdem)
sehe ich nun mit Genuss auf einem 48 Zoll TV das ganze noch einmal
und bin begeistert... Ich habe das Buch nie gelesen, kann (will auch) keine Vergleiche
ziehen.

Die Figuren und Charaktere sind gut gezeichnet und gut besetzt und auch die wichtige
Ausstattung bemüht sich um Authentizität.

Einige der Darsteller haben es inzwischen in anderen Rollen weitergebracht
summa summarum im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten bin ich vollauf zufrieden
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