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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
65
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am 31. August 2012
Die spannende Reihe "ReComposed" der Deutsche Grammophon ist um eine weitere Aufnahme reicher geworden. Richter geht allerdings ganz andere Wege als seine Vorgänger: Er greift nicht auf Samples zurück, sondern komponiert gleich ein komplett neues Werk, das von dem unglaublich inspiriert musizierenden Daniel Hope und dem Konzerthaus Kammerorchester unter der Leitung von André de Ridder in Berlin aufgenommen wurde. Die Klangqualität ist übrigens hervorragend.

Zum Werk: Richter bewegt sich mal ganz nah - also notengetreu - an Vivaldi (z.B. Beginn des "Sommer") und mal ganz weit weg in seiner eigenen Klangwelt (Finale des "Sommer" mit scheinbar elektronischen Klängen). Der Übergang ist oft schleichend und immer organisch. Es wirkt nichts fremd oder bewußt auf modern getrimmt. Richter spaltet Motive, Akkordwechsel oder rhythmische Motive ab und wiederholt diese loopartig. Hier wird einem bewußt wie klug die Wahl dieses Werkes war. Vivaldis Klangsprache wirkt plötzlich sehr modern in ihrem typischen Rückgriff auf loopartig wiederholte Motive.

Das Werk schwelgt in einer für Richter typischen Melancholie. Richter läßt die lautmalerischen Effekte aus dem Original weg und schafft somit ein wesentlich abstrakteres und ernsteres Werk.

Nach mehrmaligem Hören weiß ich nicht, ob mich meine Wiederentdeckung von Vivaldi so bewegt oder ob es Richters gelungene Annäherung an den Venezianer ist - wohl beides.
Eine durch und durch gelungene und begeiternde Aufnahme!
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am 3. August 2013
Nachdem ich mir die CD im letzten Jahr kaufte, hatte ich das große Glück, Max Richter und Daniel Hope im Rahmen der Mecklenburgisch-Vorpommerschen Festspiele Ende Juli 2013 live in Rostock zu erleben. Es war grandios! Und interessant war die Begründung von Max Richter, diesen Rekompositionsauftrag angenommen zu haben: An der Originalversion ist für ihn absolut nichts verbesserungsfähig. Aber es ist der heutige Umgang mit dem Werk. In allen Aufzügen, Telefon-Warteschleifen, etc. sind die Vier-Jahreszeiten zu hören. Hierzu einen Kontrapunkt zu setzen und durch ungewohnte musikalische Klänge wieder zur vollen "Konzentration" auf das Stück zu führen, war sein Anliegen. Ich finde, dass ist ihm mit seiner Art der Komposition, bei der der Synthesizer einerseits und Einflüsse der Minimal Music andererseits eine große Rolle spielen, hervorragend gelungen.
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am 5. September 2013
Bin durch Zeitungsberichte auf dieses Album aufmerksam geworden, bin aber kein eingefleischter Klassik-Fan sondern stehe eher auf Jazz, virtuosen Guitarren-Rock à la Steve Lukather und vieles aus Pop-Rock.
Diese CD läuft jetzt seit über einer Woche in meinem Auto und fasziniert mich unglaublich. Das ist packende, klingende Musik! Einen solchen Effekt hatte in den letzten Jahren keine CD mehr auf mich gehabt!
Die Momente, in denen man den alten Klassiker Vivaldi mitsummen möchte sind am stärksten, weil es teils nur Nuancen sind, eventuell ein fehlender Ton in der Melodie. Das ist "faszinierend"
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am 2. Dezember 2012
Ich hatte eine Empfehlung in einer britischen Zeitung gelesen
die ganz nüchtern mit recomposed by max richter Vivaldi, Four Seasons
mit „perfect“ gleich gesetzt hat.
Ich hatte mir, ohne vorher etwas von Max Richter gehört zu haben,
diese CD hier bestellt und ich empfinde diese Interpretation,
rund 300 Jahre nach seiner Entstehung, als absoluter Hörgenuss.
Die spielerische perfekte Umsetzung in Verbindung mit der ernsthafteren Auslegung und den sich hochfiebernden Crescendi halte ich persönlich für ein Meisterwerk. Man muss sich viel Zeit nehmen, ist fast gezwungen innezuhalten, um als mit moderner Musik infiltrierter Zeitgenosse, diese Auslegung der vier Jahreszeiten voll in sich aufzunehmen.
Maximale Punktzahl, Max Richter
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am 16. Januar 2014
durch einen Tip eines guten Freundes darauf aufmerksam geworden, und schon beim probehören sofort begeistert...
aber dann auf einer guten Anlage diesen Traum gehört, ich bin hin und weg...
charmant modern aufgefrischt, leicht beschleunigt mit smarten Bässen.. ein wahres Meisterwerk...

wahnsinn !
44 Kommentare| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. Februar 2014
Das Original ist schon enorm beeindruckend! Wer bei dieser Neuinterpretation unvoreingenommen ist, kann Wunder erleben. Es gibt die klassischen Elemente, gemischt mit mordernen elektronischen Klängen. Auf guten Lautsprechern gehört, wirkt das ganze etwa trance-artig.
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am 23. Januar 2013
If you like Vivaldi you will like this rendition of the Four Seasons. Its as if Max Richter took the basic structure of Vivaldi's original and reinterpreted it. Some few sections are almost as in the original, others very different, but you can still 'hear' Vivaldi's original. It's difficult to describe, but this work is brilliant and mesmerizing.
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am 20. März 2014
Als großer Fan der Vier Jahreszeiten von Vivaldi hatte ich das große Glück, die hier besprochene Aufnahme zum Geburtstag zu bekommen. Anfangs habe ich mich über den Zusatz 'Recomposed' zwar etwas gewundert, aber seit ich diese CD zum ersten Male abgespielt habe, läuft sie bei mir praktisch in Dauerrotation. Für mich war es immer sehr schwierig die 'beste' meiner 24 Einspielungen zu finden, aber diese Version gehört auf jedenfall in die Top 3 - nach Gideon Kremer und den Önder Zwillingen. Mit der sphärischen Aufarbeitung dieser einzigartigen Komposition hat Max Richter etwas wunderbares erschaffen und es ist immer wieder ein absoluter Hochgenuss dieser Aufnahme zu lauschen. Bewegend, berührend, aufrührend - sensationell!!!
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TOP 500 REZENSENTam 13. September 2013
Vorab: Amazon hat mittlerweile gelernt, Vinyls so zu versenden, dass sie unbeschadet und nicht mehr "verbogen" bei einem ankommen.

Auspacken: die Scheibe selber ist mit 180 gr sehr hochwertig. Die Hülle der LP ist einer DG (Deutschen Grammophon) eigentlich nicht würdig. Billigste Pappe.. schade aber nicht "kriegsentscheidend".

Was aber gar nicht geht: die Innenhülle ist aus so derart billigem Material, dass sich eine so hohe Statik aufbaute, dass ich die Vinyl kaum aus der Innenhülle heraus bekam. Hier kann es bei gewisser Ungeduld durchaus passieren, dass bereits vor dem ersten Genuss Schäden an der LP entstehen können. Fast hätte ich eine "OP-Schere" geholt, um die arme Schallplatte aus Ihrem Gefängnis zu befreien.. das sollte dringend geändert werden und mit einer ja wirklich nicht teuren, antistatischen Innenhülle wäre das kein Problem. Hier sollte - vor Allem - eine "Deutsche Grammophon" dringend nachbessern (ich habe es für meine Scheibe inzwischen selber getan).

Aus der Außen-Hülle fiel dann übrigens auch ein kleiner Zettel, der mit einem Code versehen, für einen kostenlosen MP3 Download direkt auf der Webseite der Deutschen Grammophon wirbt. Schade, das hätte ich vorher wissen sollen! Denn ich hatte bewusst bei Amazon bestellt (obwohl deutlich teurer, als andere Anbieter), damit ich mit der neuen "AutoRip" Funktion von Amazon die schöne Musik - auch ohne unnötigen Digitalisierungsaufwand - mal im Auto anhören kann. Nun gut, als Prime-Kunde habe ich wenigstens Versandkosten gespart und Ihnen diesen ggf. wertvollen Tipp geben können :-)

Die Vinyl selber ist, wie eingangs schon angedeutet, äußerlich sehr wertig. Keine Kratzer, keine Wellen. Dies bestätigt auch der Höreindruck. Für mein Empfinden sehr gut abgemischt. Der Klang ist klar, die Instrumente sind sauber zu differenzieren. In ganz leisen Passagen jedoch kann man ab und an unangenehme Nebengeräusche wahrnehmen, die ich noch nicht näher einordnen konnte. An meiner vorhandenen Technik liegt es nicht, da ich es bei anderen Scheiben nicht habe. Im Gründe aber kein Drama, doch für einen audiophilen Perfektionist sicherlich störend.

(Update 20.03.2014 mittlerweile habe ich mir einen Phono Pre gegönnt und die beschriebenen Nebengeräusche sind weg. Offenbar lag es doch an der technischen Gesamt-Konfiguration - warum allerdings nur bei dieser Scheibe, bleibt ein Rätsel)

Da sich meines Erachtens über Musikgeschmack nicht streiten lässt, erspare ich mir eine Bewertung der Musik an sich. Ich empfehle jedoch, die CD Version hier bei Amazon einmal aufzurufen und sich vorab mit den Hörproben ein erstes Bild zu machen, ob man sich mit dem Max Richter Recompose der Vierjahreszeiten anfreunden kann. Ich kann! :-).

Es ist nach meiner Erfahrung (mit 2 verschiedenen Gästen) eine "erfrischende" Scheibe, die man auch mal bei einem gepflegten Glas Wein mit jemandem anhören kann, der ansonsten nicht so auf Klassik steht. Ich zitiere " Ist das Vivaldi? Kenne ich so ja noch gar nicht aber das klingt hübsch"
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am 14. Februar 2013
die 1000ste auferstehung dieses tausend mal zu tode gespielten und sicher ebenso oft wieder zu neuem leben erweckten werkes von vivaldi ...

was hier passiert ist aber noch etwas ganz anderes. max richter gelingt etwas das sich vermutlich nicht dem ersten hören erschließt.

diese konzert sammlung scheint etwas preis zu geben das ihm wo möglich immer schon inne wohnte aber so nie hörbar wurde. es ist als sprächen die vier jahres zeiten von etwas das das hinter seinen noten immer schon lag und nun , dank richter, eine stimme bekommt.

dies ist von großem zauber wenn man sich darauf einlassen mag.

ich kann auch verstehen wenn irritation die erste reaktion ist od. ablehnung. denn als fester teil unseres kollegtiven kulturbewußtseins ist eine solche veränderung (mag sie auch noch so schlüssig sein wie hier) zunächst mal wenigstens eine überraschung.
für mich eine sehr willkommene und gelungene.

klang technisch ist diese cd ein genuss, schöne klang farben, sehr räumlich und wie zum darin herum spazieren.
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