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am 1. März 2017
Ich habe dieses Buch verschlungen, allerdings eher, weil ich darauf gelauert habe, dass die Protagonistin sich endlich mal aus ihrem Siechtum losreißt. Aber dieser Punkt kommt nicht. Man kann sich nicht in diese Hauptperson einfühlen, die absolut passiv ihre Umwelt hinnimmt. Mit dem Thema Magersucht wird sich so gut wie nicht beschäftigt. In dem Nachwort schreibt die Autorin, dass sie nie wirklich so krank war, wie sie die Protagonistin darstellen wollte. Das merkt man! Es fehlt hier an der Glaubwürdigkeit. Und mitten in der Geschichte (die Protagonistin erkennt, dass sie krank ist) hört das Buch plötzlich auf. Der Plot ist damit ungefähr so komplex wie eine Banane.
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VINE-PRODUKTTESTERam 26. August 2013
Sethie besucht eine gute Schule, sie lebt in New York und hat sogar einen Freund. Shaw ist viel geliebt, aber er gehört ihr. Auch wenn er sie nicht so doll liebt, wie sie ihn. Wenn Sethie nicht über ihre Probleme nachdenkt, geht es ihr ziemlich gut. Wenn, denn sie denkt oft nach und immer mehr zeigt ihre Welt Risse, die sie allein nicht mehr flicken kann …

Sethie hat mich wütend gemacht. Aber sie war auch verletzlich, was wohl dazugehört, wenn es ihr immer schlechter geht. Da meine Erwartungen an das Buch ganz andere waren, passte Sethie lange für mich nicht zur Geschichte. Erst als die Wendung kam und ich ihr Leben verstand, wurde einigen klarer. Trotzdem ist sie ein sehr schwacher Charakter, der sich für meinen Geschmack viel zu sehr beeinflussen lässt.

Interessant waren ihre Gedankengänge. Vor allem im Bezug zu Shaw, ihrem Freund, hat sie sich seitenweise Gedanken gemacht. In diesen Momenten war sie ein offenes Buch, in anderen viel wichtigen Momenten hat mir diese Intensität ihrer Gedanken gefehlt.

Einen interessanten Part übernimmt ihre Mutter, die eigentlich nie da ist und nur mit wenigen Sätzen erwähnt wird. Stellt sich doch die Frage, ob es an der Mutter oder der Tochter liegt, dass die beiden nicht zueinanderfinden.

Die Kulisse ist hier fast völlig egal. Viel über New York erfährt der Leser nicht und auch die Schule ist eher ein Konstrukt und wird nicht weiter ausgeführt. Manchmal habe ich das Gefühl, die Geschichte spielt in einem luftleeren Raum, der nicht existent ist, so wenige wird beschreiben und erklärt.

Vielleicht habe ich einfach das Falsche erwartet. Ich dachte, ich würde auf eine Sethie treffen, die in einer Liebesgeschichte feststeckt, die keine ist. Ich wollte Höhen und Tiefen und bekam etwas sehr Unerwartetes. Normalerweise finde ich so etwas nicht schlimm. Aber die erste Sethie, die ich treffe, passt zu der Liebesgeschichte. Sie zweifelt, fühlt sich allein und kann Shaw schwer einschätzen. All die anderen Dinge sind noch in weiter Ferne.

Dann aber kippt die Geschichte in eine Richtung, die einer Biografie ähnelt und einer Krankengeschichte gleichkommt. Das wollte ich einfach nicht lesen. Ich habe versucht, objektiv zu bleiben und nicht meine schlechte Leselaune an dem Buch auszulassen. Es hat auch funktioniert, nur funktioniert die Geschichte mit dem anderen Hintergrund für mich nicht.

Die Krankheit ist wirklich schrecklich und so hat man sie schon in mehreren Büchern gelesen. Diese waren aber verständnisvoller und boten meist eine Lösung am Ende. Hilfe, für Menschen, denen es vielleicht auch so geht. “Stone Girl” lässt mich am Ende ziemlich allein und Sethie somit auch. So sensibel das Thema auch ist, Sethie ist ziemlich oft auf sich allein gestellt und die Mutter ist ein weiterer Punkt, der mich gestört hat. Natürlich merken sie erst mal alle nichts, aber so wenig Raum einer Mutter lassen, die in der gleichen Wohnung lebt wie ihre Tochter, hat mich ziemlich durcheinander gebracht.

Das Cover erinnert mich tatsächlich an Mädchen, die auf irgendwelchen Zeitschriften abgebildet sind. So schön, wie Sethie ist, warum hat sie Probleme? Meist sind es in diesen Bücher, die hübschen Mädchen, die unter ihrem Leben zusammenbrechen. Gerecht oder will eine Geschichte, die mit einem nicht so hübschen und erfolgreichen Mädchen beginnt, niemand lesen?

Das Buch hat mich überrascht, aber leider nicht positiv. Der Klappentext will so gar nicht zu dem Buch passen, was der Leser nachher serviert bekommt. Die Krankheit, die Sethie hat, ist schrecklich, egal wie schlimm sie diese nun hat oder nicht. Trotzdem wird in diesem Buch mit einer Leichtigkeit davon erzählt, die ich erschreckend finde und am Ende gibt es keinen wirklichen Lösungsansatz. Das finde ich bedenklich.
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am 21. Januar 2013
Sethie ist eine Protagonistin, die ein Problem verkörpert, dass in unserer heutigen Gesellschaft immer häufiger zu Tage tritt. Sie hat eine Essstörung, fühlt sich zu dick und hungert deswegen. Ab und an übergibt sie sich auch, selten verletzt sie sich selbst.

Die Art und Weise mit der Alyssa B. Sheinmel dem Leser diese Probleme nahe bringt, ist ein etwas ungewöhnlicher. Der gesamte Roman ist im Präsens gehalten und wird aus Sethis Blickwinkel mittels eines personale Erzählers erzählt. Dies ist insbesondere anfangs gewöhnungsbedürftig. Die ganze Erzählsituation wirkt etwas kalt und der Leser fühlt sich eher wie ein stummer Beobachter, als ein Teil des Ganzen. Dies war wahrscheinlich die Intention der Autorin, doch macht es dem Leser gleichzeitig schwer, mit Sethi mitzufühlen, ihre Gedanken und Handlungen nachzuvollziehen.

Sie ist, wie es wohl auch zu ihrer Verfassung passt, ein sehr unsicherer Mensch mit wenig Selbstvertrauen aber einer guten Portion Ehrgeiz. Wenn sie sich etwas vornimmt, zieht sie es durch. Wenn sie aber mit ihren Freunden zusammen ist, macht sie sich ständig Sorgen, was diese über sie denken oder sagen könnten. Wohl durchaus typische Gedanken für einen Teenager. Dennoch ist Sethie schon sehr unsicher und ihre Art Dinge einfach hinzunehmen wirkt oft frustrierend. Mehr als einmal hat man das Bedürfnis sie zu schütteln und zu sagen, sie soll doch einfach mal den Mund aufmachen. Dennoch wirkte ihre psychische Situation auf mich durchaus angemessen. Zwar kenne mich mit dem Thema Anorexie nicht gut genug aus, um sagen zu können, ob ein solches Verhalten authentisch ist, auf mich wirkte es zumindest so. Als Charakter gemocht, habe ich sie allerdings wenig.

Das lag unter anderem auch ein wenig an ihrer etwas irreführenden Charakterkonstruktion. Zwar ist sie auf der einen Seite sehr intelligent, überrascht mich aber immer wieder mit Dingen, die ich von einer essgestörten Person nicht erwarte. So zum Beispiel die Frage, ob eine Frühlingsrolle oder ein Wan-Tan Suppe mehr Kalorien hat. Irgendwie gehe ich davon aus, dass jemand bei dem sich den ganzen Tag lang alles nur ums (nicht) Essen dreht, so etwas aus dem Effeff weiß. Solche Ungereimtheiten gab es einige.

Auch die Beziehung zu ihrem Freund und ihr Verhalten ihm gegenüber trägt nicht wirklich dazu bei, dass man in Sethie eine Figur sieht, mit der man sich identifizieren kann oder die man wirklich bemitleidet. Viel mehr fragt man sich, warum sie nicht einmal ihren Kopf benutzt und die Augen aufmacht, um zu sehen, was für ein Mensch Shaw wirklich ist.

Einen weiteren wirklich störenden Punkt, stellte für mich das Ende dar. Plötzlich hetzt man ein wenig durch die Handlung und das Ende an sich ist (ohne zu spoilern) einfach sehr unbefriedigend. Vor allem stört mich, dass eine Essstörung in diesem Buch, als eine Phase des Jugendalters aufgefasst wird, die nicht viel mehr als eine Diät ist. Auch wenn ich mit der Problematik nicht eng vertraut bin, sollte wohl jedem klar sein, dass diese Banalisierung kaum zutreffen kann.

Trotz alledem habe ich das Buch schnell durchgelesen und fand es trotz der mangelnden Sympathie zu Sethie und der etwas negativ auffallenden Aspekte durchaus spannend und wollte wissen, wie es mit Sethie weitergeht. Auch der gewöhnungsbedürftige Erzählstil tut meiner Meinung nach was er soll – er schafft Distanz. Einzig das Kernthema Essstörung wird mir in diesem Buch nicht akkurat genug herausgearbeitet und wirkt etwas unsauber recherchiert.

Fazit:
Stone Girl war letzten Endes in einigen Punkten das Buch, welches ich erwartet habe und in anderen leider nicht. Es ging um einen aufgewühlten Teenager, der viele Probleme hatte. Doch leider berührte mich Sethies Leben kaum und sie konnte mir ihr Problem so nur auf sehr abstrakte Weise nahebringen. Nach der Lektüre habe ich leider nicht wirlich das Gefül mehr über Magersucht zu wissen, als vorher.
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am 30. Juli 2013
Ich liebe einfach immer wieder Bücher, in denen es um Jugendprobleme geht und Sorgen, die man so hat, wenn mal Erwachsen wird. So hat mich natürlich auch „Stone Girl“ bereits auf dem Klappentext sofort fasziniert.
Was hat ein junges Mädchen für Probleme, wo es ihr nach außen hin doch gut geht? Und warum entwickelt sie eine Essstörung?

In dem Jugendbuch von Alyssa B. Sheinmel geht es um so einiges. Die Protagonistin ist ein schüchternes Mädchen, das gerade erwachsen wird und selbst nicht so richtig weiß wo sie steht, weil sich gerade selbst findet. Dabei hat sie einen furchtbaren Freund. Den liebt sie schon irgendwie, sie fühlt sich auch ganz wohl in seiner Nähe, merkt aber bewusst gar nicht wie schlecht er sie behandelt. Auch in Gegenwart ihrer Freunde ist sie stets unsicher. Für den Leser ist es so offensichtlich, wer es ehrlich mit dem Teenager meint und wer nicht, dass man sie schütteln möchte, weil sie den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht.
Aus dieser Unsicherheit heraus, entwickelt sich dann eine Essstörung…

Das Buch stimmt sehr nachdenklich. Die Autorin hat auch nicht diesen typischen flüssigen Jugendbuchschreibstil. Im Gegenteil, die Geschichte wirkt ein wenig melancholisch und traurig. So wie Sethie eben irgendwie auch ist. Sie wird auch aus ihrer Sicht erzählt.

Meiner Meinung nach hat die Autorin sehr viel Einfühlsamkeit bewiesen. Sie hat das Thema Magersucht mal überhaupt nicht den typischen Klischees entsprechend behandelt und ist auf viele Probleme eingegangen, die unzählige Jugendliche zu bewältigen haben.
Mir hat das Buch von der ersten, bis zur letzten Seite sehr gut gefallen. Beide Daumen hoch für diesen schnell gelesenen Schmöker.
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am 1. Januar 2016
Ich glaube, meine Vorredner haben in wenigen Rezensionen schon zur Genüge über die Handlung, die Beziehung zu Sethies Freund etc geschrieben. In fast allen Punkten stimme ich zu. Allerdings fehlt mir eine Erwähnung - Sethie ist unheimlich sensibel. Man kann es auch unsicher nennen, aber sensibel ist noch ein Stück besser, passender. Sie ist empfindlich und auf der einen Seite intelligent, auf der anderen Seite liebesbesürftig. Sie ist sehr feinfühlig und nimmt die Welt mit ihren Details wahr, kann sie aber nicht verwerten (zb. in ihrer Beziehung).

Das Ende fand ich leider auch abrupt kommen. Es gab einen kleinen Spannungsbogen, aber statt einem Finale, kamen kurze, grob zusammen gefasste Kapitel mit einem für mich etwas "zu einfachen" Ende. Es gab kein großes "Ah!", keine wirkliche Erkenntnis.
Da der Roman jedoch auf eigene Erfahrung beruht und Alyssa B. Sheinmel sogar schrieb, sie hätte lange überlegt, den Roman überhaupt zu schreiben, kann ich verstehen, warum sie das Ende so knapp gefasst hat. Ich hätte mir nur einfach mehr gewünscht.

Fazit: Da ich ebenfalls hochsensibel bin, kann ich Sethie sehr gut verstehen und nachvollziehen. Ich konnte mich in einigen Stellen wiederfinden und sogar ein bisschen über mich lernen. Menschen, die nicht ganz so feinfühlig sind, können mit der Protagonistin vermutlich wenig anfangen. Wer aufschlussreiche Literatur mit klaren Fakten zu Magersucht sucht, sollte sich lieber andere Bücher zu Herzen nehmen. Ich für meinen Teil habe aber winzige Auslöser gefunden, die einen sensiblen Menschen zu einer solchen Krankheit führen können, und das ist für mich völlig ausreichend, da mehr nicht zu Sethie und der Grundstimmung gepasst hätte.
Ich würde Stone Girl nochmal kaufen und werde es bestimmt ein zweites Mal lesen.
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