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Kundenrezensionen

3,7 von 5 Sternen
106
3,7 von 5 Sternen
Savages - Extended Version [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,13 €+ 5,00 € Versandkosten


TOP 1000 REZENSENTam 10. Dezember 2014
In dem ungekürzt zweieinhalbstündigem Werk (Extended Version) geht es um die große Liebe zweier Marihuana-Bauern zu einem Mädchen. Vielschichtig und zunehmend spannend wird erzählt, wie sich ein mexikanisches Drogenkartell in den Vertriebsbereich der beiden überaus erfolgreichen Anbau-Experten drängt, ihre gemeinsame große Liebe kidnappt und sie damit unter Druck setzt.

Die beiden THC-Jünger, der eine ein Softie, der von alternativen Energien und Unterstützung der dritten Welt träumt, der andere ein im Afghanistan-Krieg gestählter Ex-Soldat, der vor Gewalt nicht zurückschreckt, könnten unterschiedlicher nicht sein. Will der Eine sich sofort aus dem Geschäft zurückziehen, möchte der Andere kämpfen. Genau aus diesen Gegensätzen zieht der Film unter der Regie von Oliver Stone seinen Reiz. Denn die beiden sind sich nicht einig, wie mit dem Tijuana-Kartell umzugehen ist. Einig sind sie sich nur, ihre Freundin zurückhaben zu wollen. Und so entspinnt sich ein langes, überaus abwechslungsreiches, mitunter grausames und blutrünstiges Tauziehen zwischen den Parteien.

Wer Spannung abseits des Mainstreams sucht und über gelegentliche Längen hinwegsieht, kommt bei diesem Film voll auf seine Kosten.
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am 29. Oktober 2016
Als alter Oliver Stone Freund weiß ich es natürlich zu schätzen, dass der sich stets am gegenwärtigen Geschehen orientierende und sich selten selbst wiederholende oder auch zelebrierende Altmeister des politischen Films nach wie vor in solch umfangreichem Maße in Aktion tritt.

"Savages" jedoch, ist trotz einiger Stärken und bestimmter durchaus interessanter Szenen der endgültige Beweis dafür, dass auch Stone eindeutig im kommerziellen Mainstream angelangt ist - gleichwohl ich diese Ansicht nur teilweise vertrete, Savages hat - wie bereits zum Ausdruck gebracht - durchaus seine Momente. Rauschgiftdramen sind doch eigentlich seine Domäne, er verfasste das Drehbuch zu Scarface, wurde mündlichen Überlieferungen zufolge währenddessen selbst vorübergehend abhängig, drehte das diesbezüglich ebenfalls nicht gänzlich zurückhaltende Kriegsdrama Platoon und spätestens bei "Natural Born Killers" dürfte er - nicht negativ gemeint - selbst fast schon ein wenig "stoned" gewesen sein, im Rausche der Bilder von NBK verliert man geradezu den Überblick und ist nicht Herr seiner Sinne. Hier jedoch scheint er im Bezug auf diese Thematik in vergleichsweise späten Jahren wohl wirklich noch einmal ein Zeichen zu setzen gewillt gewesen zu sein - und der Schuss begab sich wie ich finde nicht gerade in die erwünschte Richtung, er ertönte zwar laut, hinterlässt aber wenig Rauch. Umso positiver also, dass die anmutige Ophelia uns die Geschichte gewissermaßen in ihren eigenen Worten erzählt, die Szenen in welchen sie als Erzählerin fungiert, sind vermutlich mit die Besten. Im Zusammenhang mit ihren beiden Liebhabern, die in ihrem Auftreten von unterschiedlichem Härtegrad, aber ähnlich guten Charakterzügen und Eigenschaften geprägt sind, entsteht in Verbindung mit ihr, der Drahtzieherin einer zwielichtigen Organisation (Salma Hayek) sowie deren Tochter und einigen weiteren Gestalten, eine Art Entführungsthriller, solide umgesetzt, aber nicht speziell genug, um das Genre zu revolutionieren oder auch "nur" leicht überdurchschnittlichen Vertretern dieser Filmgattung das Wasser reichen zu können. Hayek's Protagonistin macht im Zuge dessen zeitweise eine Art Entwicklung durch, positiverweise scheinbar in die richtige Richtung. Sehr unangenehm ist in diesem Film Benicio del Toro. Das mag 1988/89 in meinem Lieblings-Bondfilm Licence to Kill noch ganz fabelhaft funktioniert haben, hier hingegen wirkt es leicht aufgesetzt, wenngleich die darstellerische Darbietung kaum Wünsche offen lässt. Es liegt wohl eher an der Tatsache, dass die Rolle des giftigen Latino-Gangsters über die Jahre fast schon zu einem Klischee seinerseits geworden ist und ähnlich wie bei Luis Guzman wenig Neues naht. Wenig motiviert und nicht gänzlich zu schauspielerischen Glanzleistungen aufgelegt, gar zu leiseren Tönen neigend, wirkt in diesem Film auf mich auch John Travolta, die Spuren der Höhepunkte in "Blow Out" und meinetwegen durchaus auch Pulp Fiction, scheinen über die Jahre verwischt worden zu sein, so sehen wir große Namen, unzählige Pluspunkte und in der Konsequenz doch nur ein austauschbares Konstrukt aus unzähligen Elementen, die unsachgemäß vermischt zu werden vermochten.

Was am Ende des Tages bleibt, ist ein atemberaubend palmenlastiger, verschwenderisch luxusbetonter Ausstattungsfilm, der auf bestimmten Ebenen zweifelsohne funktioniert, im Gesamtbild jedoch insbesondere in Anbetracht des hochkarätigen Casts einen tendenziell eher gespaltenen Eindruck hinterlässt. Dass die Charaktere trotz des fließenden Geldes wenig Glück verspüren, ist zwar als sinnvolle Botschaft durchaus der Anerkennung wert, doch diese Erkenntnis allein, kann nicht alles sein...
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am 2. Februar 2016
"Nur weil ich euch diese Geschichte erzähle, heißt das nicht, dass ich am Ende noch am Leben bin. Ja, so eine Geschichte ist das. Es ist nämlich alles total außer Kontrolle geraten..." - Ophelia Sage

Laguna Beach ist ein idyllisches Nest im kalifornischen Süden. Hier versorgen Ben und Chon ihre Mitmenschen mit dem besten Marihuana aller Zeiten ("Wahrscheinlich habt ihr's inzwischen gecheckt. Wenn Leute so weit gehen und Heinrich VIII. spielen, dann liegt das daran, dass Chon und Ben mit das beste Gras auf der ganzen Welt anbauen!"). Die Freunde teilen nicht nur die Gewinne brüderlich, sondern auch das Mädchen, denn die schöne O liebt BEIDE!
Die Welt der drei ist perfekt - bis das mexikanische Baja-Kartell ein Stück vom Kuchen fordert ("Wir brauchen ihr Netzwerk und ihr Fachwissen!"). Als Ben und Chon freundlich ablehnen, kidnappen die Mexikaner O. Die Jungs geben aber nicht nach ("Wir werden O retten! Alles andere vergisst du!") und ein blutiger Krieg mit dem Kartell beginnt...

Mit Taylor Kitsch (John Carter, Battleship, Lone Survivor) als Chon ("Chon ist ein Killer! Zwei Einsätze. Irak. Afghanistan. Und er kam mit 'ner Menge Geld zurück. Aber ohne Seele. Chon ist die Liebe meines Lebens!"),
Aaron Taylor-Johnson (Kick-Ass, Godzilla 2014, Avengers: Age of Ultron) als Ben ("Das ist Ben. Die ANDERE Liebe meines Lebens!"),
Blake Lively (Gossip Girl, Für immer Adaline und Frau von Ryan Reynolds) als O,
Salma Hayek (Desperado, From Dusk till Dawn, Everly) als Elena,
Benicio del Toro (Die üblichen Verdächtigen, Snatch - Schweine und Diamanten, Che - Revolución und Guerrilla und Oscar für Traffic - Macht des Kartells) als Lado
und John Travolta (Pulp Fiction, Face/Off, Password: Swordfish, Basic, The Punisher, From Paris with Love) als DEA-Mann Dennis ("Es gäbe kein Ben und Chon OHNE Dennis!").
Regie führte 2012 kein Geringerer als der dreifache Oscar-Gewinner Oliver Stone (Platoon, Geboren am 4. Juli, Natural Born Killers, so wie man ich kennt: provozierend und extrem, Stone schrieb auch das Drehbuch zu Scarface), basierend auf Don Winslows Roman Zeit des Zorns ("Wenn dein Feind dich in die Enge treibt. Dir den Boden unter den Füßen wegzieht. Wenn er dir nimmt, was du liebst. Dann bleibt kein Spielraum für Verhandlungen. Dann kommt die Zeit des Zorns.").

141 Minuten knallharter, unerbittlicher Thriller (FSK 18, Folterszenen, Enthauptungen) über die korrupte und gnadenlose Welt des Drogenhandels mit drei wunderbaren Hauptdarstellern (hat mich ein bisschen an True Romance erinnert). Durchaus Note 2

EXTRAS: Eiskalte Wilde (Savage, übersetzt: wild, brutal) Kapitel 1: Ursprünge 2:52, Kapitel 2: Die Wilden 6:48, Kapitel 3: Echte Wildheit 8:38, Kapitel 4: Ein wildes Set 11:26, Kapitel 5: Wilde Schnitte 4:06, 9 unveröffentlichte Szenen: Chons Kindheit 1:16, Alex und Lado chatten mit Elena 2:08, Abschied von Spin 1:15, Hayes geht nicht ans Telefon 1:39, Observierung 2:12, Elena kommt in den Norden 2:34, Elena und Magda streiten 0:53, Darias Geschichte 2:26, Das ist für Frankie Hayes 1:07

"Sie haben O entführt und ich würde alles machen, ALLES machen, um sie da rauszuholen! Und ich geh noch weiter!"
"Wir holen dich da raus! Versprochen."
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am 26. Februar 2013
"Savages" ist ein annehmbarer Drogenthriller, der allerdings auch einige Schwächen offenbart. Die Story hat durchaus ihren Reiz, auch wenn sie nicht anhaltend interessant und stellenweise etwas hanebüchen umgesetzt wurde. Die lange Laufzeit über flacht der Film auch immer wieder mal ab, im Großen und Ganzen wird man aber ordentlich unterhalten und auch rein optisch weiß der Streifen mit seinen visuellen Spielereien und rauschhaften Bildern zu gefallen. Der Spannungsbogen ist nicht sonderlich groß, aber vorhanden und die Action, von der es nicht allzu viel gibt, ist kurzweilig. Die dramatischen Parts funktionieren weitestgehend, wogegen die humorvollen Szenen nicht so recht einschlagen. Dafür schlägt es aber in Punkto Härte ein und man fährt hier stellenweise eine gnadenlose Gewaltdarstellung auf. Die Charakterdarstellungen und die Leistungen der Schauspieler variieren hier und von dem nicht zu verachtenden Cast bekommt man zwar nicht die besten, aber auch nicht die schlechtesten Auftritte zu sehen. Aaron Johnson, Taylor Kitsch und Lively Blake spielen eher unspektakulär und bleiben auch etwas zu oberflächlich. Salma Hayek wirkt stellenweise ein wenig unglaubwürdig und man nimmt ihr die Rolle als Drogenboss nicht wirklich ab. John Travolta hat man schon mal besser gesehen, er macht seine Sache aber ganz solide und hätte hier ruhig ein wenig mehr Spielzeit haben dürfen. Eindeutig am Besten schneidet Benicio Del Toro ab, welcher hier schön schmierig und widerwärtig spielt.

"Savages" ist nicht das ganz große Ding und erzählerisch sowie auch darstellerisch ist man hier nicht immer ganz auf der Höhe seiner Möglichkeiten. Ein guter Film ist es trotzdem geworden.

6,5 von 10
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am 21. Februar 2013
Einfach ein genialer, harter, z.T. brutaler Film, der aber genauso durch seine ruhigeren Szenen und Dialoge vor allem aber auch durch seine unterschiedlichen Charaktere zu bestechen weiß.

Die beste Beschreibung mMn bietet dazu die Rezesion von Auricon 303.

Ansonsten herrscht hier aber absolute Kaufpflicht =))
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am 11. März 2014
In Krimiklassikern wie ‚The French Connection’ oder ‚Miami Vice’ dominierten noch Klischeevorstellungen vom Drogenhandel, waren die Drogenhändler ruchlose Schurken, Gangster und Ganoven, und diverse infantile Krimis in TV und Literatur propagieren diese Vorstellung auch heute noch! Dennoch haben diese Vorstellungen sich im neuen Jahrtausend deutlich gewandelt:Dokumentationen wie ‚Cocaine Cowboys’ und besonders innovative TV-Serien wie ‚Weeds’, ‚Breaking Bad’ oder auch ‚Justified’ propagierten, verstärkt durch Finanz- und Wirtschaftskrise, die Kleinbürger als die neuen Drogenhändler, machten klar, dass der Drogenhandel selbst jenen die Chance zu Aufstieg, Reichtum und Ansehen oder wenigstens zum Erwerb des Lebensunterhalts bot, die sonst auf magere staatliche Sozialleistungen angewiesen wären oder bestenfalls einen Job als Tellerwäscher bekommen hätten.
Auch Oliver Stone's ‚Savages’ propagiert ungeniert diese neuen Möglichkeiten, ist ‚Savages’ kein Film für Drogenbeauftragte, Vertreter der Obrigkeit oder Pädagogen, enthält sich ‚Savages’ jedes moralischen Kommentars.

‚Savages’ ist kein weiteres hohles Mainstream-Action-Abenteuer, das überstrapazierte Verfolgungsjagden und Schießereien aneinanderreiht:Wie von Oliver Stone gewohnt, hat auch ‚Savages’ neben einer echten Handlung ein gerüttelt Maß an Kritik parat:’Savage’ zeigt wie der moderne American Way Of Life sich inzwischen auf Geld, Gier, Gewalt und Drogen reduziert und eins zum anderen führt, weil einige Beteiligte nie genug kriegen, aber die moderne amerikanische Gesellschaft kaum brauchbare Alternativen liefert:Würden die beiden Protagonisten nicht ihre Fähigkeiten zur Produktion und zum Verkauf von Drogen nutzen, würde wohl nur ein öder Job in irgendeiner Burger-Bude oder irgendein anderer Versagerjob auf sie warten. Auch andere Beteiligte ziehen persönlichen oder finanziellen Nutzen aus dem Drogenhandel, sei es der Justizbeamte, der mit dem Bestechungsgeld aus dem Drogenhandel die Behandlung seiner kranken Frau bezahlen kann, oder andere, die das Marihuana zu medizinischen Zwecken nutzen. All dies inszeniert Regiesseur Oliver Stone in kurzen, aber eindeutigen Szenen. Und es braucht auch nicht viel Phantasie, um bei den brutalen mexikanischen Drogenschiebern des Films Parallelen zu den modernen Großunternehmern, Finanzjongleuren und Global Playern zu erkennen, unter denen die modernen Staaten und Gesellschaften zu leiden haben.

‚Savages’ ist kein selbstgefällig-infantiles ‚Keine Macht den Drogen’-Betroffenheitsdrama, sondern ein Stück aus dem echten Leben, das im Amerika der Moderne nur noch die Wahl läßt zwischen einem legalen Dasein in irgendeinem Versagerjob oder dem Leben in der Illegalität mit hohen Gewinnen und hohen Riskiken, mit viel Freiheit und viel Freizeit. Legal und ehrlich sind eben nur hohle Worte, wenn das Geld nicht reicht, um die Rechnungen zu bezahlen und um das Leben und das Dach überm Kopf zu finanzieren.
Mit sicherer Hand inszeniert Oliver Stone seine beiden Protagonisten als moderne Unternehmer und Desperados, die mit ihrem Produkt einfach den Gesetzen eines freien, globalen Marktes samt Nachfrage und Angebot unterworfen sind - Gesetze und Verbote sind in ‚Savages’ eher nebensächlich. Wenn der von John Travolta portraitierte Justizbeamte darauf hinweist, dass in der Finanzwelt Leute zugange sind, die deutlich Schlimmeres verbrochen haben, wird klar, dass der Drogenhandel nur deshalb fragwürdig erscheint, weil die Obrigkeit Handel und Konsum dieses Produkts verbietet, während gleichzeitig der Konsum anderer Güter, die ebenfalls schädlich sein können, erlaubt ist.

Oliver Stone's ‚Savages’ hat jene Härte, die die letzten ‚James Bond’-Filme oder sogar die letzten beiden Filme von Quentin Tarantino gern gehabt hätten, aber leider viel zu unentschlossen inszeniert waren. ‚Savages’ propagiert dabei Gewalt und Action nicht zum plakativen Selbstzweck, sondern zeigt diese auf realistisch-häßliche Weise, wird die Action nicht auf dieses aus modernen Produktionen gewohnte Kindergeburtstags-Niveau mit Werbefilmästhetik reduziert.

‚Savages’ liefert auch keine Klischeecharaktere, sondern macht dort weiter, wo ‚Traffic - Macht des Kartells’ und ‚Blow’ enden. Und Benicio del Toro wirkt, als würde er seinen Charakter aus dem (letzten wirklich guten) ‚James Bond’-Abenteuer ‚Lizenz zum töten’ in ‚Savages’ wiederaufnehmen. Auch Salma Hayek ist in ‚Savages’ als Kartellchefin endlich mal wieder große Klasse!

Was mich jedoch etwas nervt, sind die Hauptdarsteller:Die beiden Schauspieler sehen aus, als wären sie von irgendeinem kalifornischen Strand weg engagiert worden und in einem Film eingesetzt worden, der für Zuschauer gemacht wird, die tatsächlich glauben, alle Amerikaner würden so aussehen (Weil die amerikanische Bevölkerung ja keinerlei Probleme mit Übergewicht u.ä. hat …). Wer schon mal eine Dokumentaion über das amerikanische Militär und die Navy SEALs gesehen hat, dem dürfte auch klar sein, dass Taylor Kitsch nun wirklich nicht nach einem Navy SEAL aussieht. Und warum zwei erfolgreiche Unternehmer sich mit solch einer blonden Strandbarbie mit bescheidenen intellektuellen Fähigkeiten abgeben sollten, ist doch auch recht irrational …
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TOP 1000 REZENSENTam 16. Februar 2013
Ich bin kein ausgesprochener Oliver-Stone-Fan.

Ich hatte also keine Erwartungen, ich kannte auch den Inhalt vorher nicht, ich habe einfach zugegriffen und los ging's - und ich wurde
positiv überrascht:

Oliver Stone ist hier ein frischer, jungendlicher und kraftvoller Thriller gelungen, der nicht nur in heißen Gefilden spielt, sondern auch ansonsten
die Hitze, die in den Figuren lauert und nur auf den Ausbruch wartet, gut transportiert.

Nicht alles mag hier so ganz glaubhaft sein, aber wir haben ja hier auch keine Reportage vor uns.

Der Film ist spannend und brutal, bietet schöne Frauen, hübsche kerle und fiese Schurken, für jeden ist also etwas dabei.

Vorlage für den Film war der gleichnamige Drogenroman von Don Winslow.
Von ihm stammte auch das Buch zu "Kill Bobby Z" mit Paul Walker und Olivia Wilde.

Manch ein Zuschauer mag mehr von Oliver Stone erwartet haben, "Savages" scheint die Gemüter zu spalten.

Atmosphärisch und bildsprachlich eher bei "Into The Blue" als typischen Oliver-Stone-Werken wie "JFK" angesiedelt, mag der vorliegende Film vielleicht eher denjenigen gefallen, die sonst keine Filme von Oliver Stone gucken und umgekehrt.

Über den besten Schluss kann man geteilter Auffassung sein, mehr sei hier dazu nicht gesagt, um nicht zu spoilern.

Worum geht es im Film?

Ben und Chon (Aaron Johnson und Taylor Kitsch), beste Kumpels, teilen die selbe Vorliebe für Ophelia (Blake Lively).
Durch ökologisch korrekten Drogenanbau haben sie es im heißen Süden der USA zu etwas gebracht.

Bald weckt dies Begehrlichkeiten eines Drogenkartells aus dem nahen Mexiko, geleitet von Elena (Salma Hayek)...

Wer also weniger Oliver Stone und mehr leichtere Unterhaltung vertragen kann, der wird an diesem spannenden und fiebrig-heißen Thriller mit zahlreichen Stars seine Freude haben.

Das Bild bietet zwar schöne Bilder und Perspektiven, ist jedoch von einer gewissen, wahrscheinlich gewollten Körnigkeit geprägt, die jedoch der Sache keinen Abbruch tut.
Tontechnisch gibt es nichts zu bemängeln.
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VINE-PRODUKTTESTERam 5. Dezember 2013
--- Inhalt ---

Zwei Freunde (Taylor Kitsch aus JOHN CARTER und Aaron Johnson), die sich seit der Highschool kennen, bauen zusammen im sonnigen Kalifornien ein Marihuanaimperium auf. Chon und Ben teilen nicht nur ihr Geld oder ihre Leidenschaft für Hasch ganz brüderlich, sondern auch ihre Frau: die wunderschöne Ophelia, kurz O (perfekt besetzt: GOSSIP GIRLs Blake Lively).
Eines Tages wird das mexikanische Baja-Kartell, dessen Kopf von Salma Hayek verkörpert wird, auf das Schaffen der Männer aufmerksam und schlägt einen Deal vor. Man ist an ihrem Geheimnis der Anbaukünste und ihr weltweites Netzwerk von 15 Millionen Kunden interessiert. Allerdings wollen sich Ben und Chon nicht auf den Deal einlassen.
Über diese Zurückweisung reagiert die mexikanische Untergrundorganisation ziemlich ungehalten. Die Mittelsmänner (unter anderem Benicio Del Toro als sehr fieses Exemplar seiner Gattung) entführen Ophelia, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen...

--- Kritik ---

Auf gut Deutsch bedeutet der Titel SAVAGES "die Wilden". Diese Unbezähmbarkeit wird mit äußerster Schönheit in Szene gesetzt. Die Helden sehen natürlich danach aus, als seien sie für die nächste Werbekampagne für Calvin-Klein-Unterwäsche gebucht worden und der traumhaft schöne Drehort Kalifornien, dessen Wahl man wohl dem Autor der Buchvorlage Don Winslow zu verdanken hat, trägt ebenfalls zu diesem Eindruck bei. Sommer, Sonne, Strand, Schönlinge und Sex (davon gewiss nicht zu wenig!) werden mit einigen Kamerafiltern, zum Beispiel mittels Schwarzweißsequenzen, vom namhaften Regisseur Oliver Stone in Szene gesetzt. Selbst die klein dosierten Gewaltszenen, die wohl ausschlaggebend für die deftige 18er-Plakette waren, besitzen diese auf hübsch getrimmte Musikvideooptik. So exzessiv ist man in der Kinofassung übrigens nicht ausgeufert! Die alte Filmversion, die rund zehn Minuten kürzer ist, wurde nämlich noch ab sechzehn Jahren freigegeben.
Bei der ganzen optisch ansprechenden Aufmachung verliert man sich zwangsläufig im Detail, weswegen SAVAGES manchen Zuschauer langatmig erscheinen könnte. Wenn man sich daran jedoch nicht stört, sich an den tollen Bildern und ähnlichen Ästhetikthrillern wie etwa INTO THE BLUE erfreut, dann ist man mit SAVAGES bestens bedient. Zum Finale hin gibt es sogar eine Überraschung zu vermelden, die an dieser Stelle selbstverständlich nicht verraten wird.
Aus marketingtechnischen Gründen wurde John Travolta anscheinend als Hauptfigur aufs Cover gedruckt. Sein Part fällt aber doch eher bescheiden aus, ähnlich wie Al Pacino in THE SON OF NO ONE oder Michael Douglas in HAYWIRE.

--- Zur Blu-ray ---

Null Bildrauschen, knallige Farben und ein hoher Schärfegrad, der viele Details, zum Beispiel in den hübschen Gesichtern, erkennen lässt: Genau so möchte man diesen "schönen" Film sehen! Ein plastischer Eindruck ist generell gegeben, er könnte stellenweise aber stärker ausfallen.
Tonal lässt die Blu-ray kaum Wünsche offen, wenn es um die englische Originalspur geht. Diese Sprache wurde mit HD-Ton in DTS-HD MA 5.1 versehen, der mit einer hohen Dynamik aufwartet. Deutsch hat währenddessen allerhöchstens DVD-Niveau in komprimiertem DTS Surround 5.1. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen.
Die Extras bieten zusammengenommen ziemlich genau 50 Minuten Zusatzmaterial rund um den Film. Eine gute Viertelstunde machen die neun entfallenen Szenen aus (die, die es nicht in die Extended Version geschafft haben), den Rest nimmt ein fünfteiliges Making-Of ein, alles in gestochen scharfem High Definition.
Als kleines Bonbon kann man das Wendecover ansehen, auf dem Taylor Kitschs Kopf löblicherweise von dem FSK-Logo befreit wurde.

--- Fazit ---

Alle Fans von ununterbrochener Action werden von SAVAGES vielleicht enttäuscht sein. Oliver Stone schildert die Ereignisse mit gemächlicher Geschwindigkeit und zieht den Spannungsbogen nur ab und zu straff. Vielmehr überzeugt dieser Thriller durch seine schönen Bilder und guten Darsteller, wobei gesagt werden muss, dass schonungslose Gewaltexzesse nicht komplett ausbleiben.
Die Blu-ray gibt dem Käufer im Großen und Ganzen das, was man von HD-Auflösung erwartet. Nur der deutsche Ton hätte besser aufbereitet sein können - vier Sterne.
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am 4. Januar 2014
Wer das relativ kurze, ungewöhnlich aufgebaute Buch Winslows, der auch hier mit Worten eher geizt als sie verschüttet, vorab kennt, schätzt die filmische Umsetzung durch Stone umso höher ein. Bereits die Kinofassung empfand ich als durch und durch gelungen, grandiose Bilder, gelungen in Szene(n) gesetzte Akteure, eine vom Plot aus betrachtet weitgehend der Schriftvorlage folgende, durch nachdenkenswerte Dialoge ergänzte Handlung. Die längere BR-Version verschafft, worauf andere Rezensenten bereits hingewiesen haben, manchen Akteuren noch mehr Schärfentiefe. Wenn Stone auch Botschaften vermitteln will, dann für mich crime does pay und verteidige das Deine brutal mit dem Schwert, wenn es bedroht ist.

Dieses sich um Drogengeschäfte rankende Drama langweilt nie, ist auch eher an keiner Stelle unrealistisch, was allerdings dann auch bei einer Gesamtbetrachtung erschrecken mag.

Für mich Spitzenkino und uneingeschränkt die Höchstwertung...der einzige Abstrich bei US-Produktion ist diese scheinheilige Zensur...dem Zuschauer dürfen mit Kettensäge abgetrennte Köpfe und aufgespiesste Torsos zugemutet werden...aber zum erotischen Vorspiel mit dem nackten Bensteigt Ophelia mit Sommerkleidchen und Slip bekleidet in die Edelwanne...nur ein Beispiel...anyway!
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am 5. November 2012
Ich habe mir SAVAGES ohne große Vorkenntnisse über den Film angeschaut, einzig bekannt war die Story. Je weniger man über den Film weiß, desto besser ist es. Keine detailierten Filminfos lesen, keine Kritiken zum Film, nichts...dann funktioniert der Film am besten.
Absolute PFLICHT bei SAVAGES ist es, den Film in der UNRATED Fassung zu schauen. Erst in dieser Version entfaltet der Film seine volle Kraft. Nein, UNRATED heißt in diesem Fall zum Glück NICHT mehr Gewalt, sondern viel mehr Tiefe. Es sind reine Dialogszenen, die in der UNRATED enthalten sind, aber es macht den Film um einiges besser. Trotz der langen Laufzeit langweilt der Film überhaupt nicht. Es ist wirklich schon ewig her, wo ich so sehr auf ein Finale hingefiebert habe...und selbst das 'scheinbare' Ende kommt ganz anders. SAVAGES ist KEIN Unterhaltungsfilm, kein Film für einen Popcorn Abend. Ich habe selten einen Film gesehen, der auf der einen Seite ruhige, nachdenkliche Szenen hat und auf der anderen Seite blutige, krasse, brutale Szenen bietet (vergleichbar mit DRIVE mit Ryan Gosling).
SAVAGES schaut man nicht nur einfach, man muß ihn 'mitdenken', 'mitfühlen', 'verstehen'...man muß sich intensiv in das Geschehen hineinversetzen...erst dann 'sieht' man SAVAGES. Eins an dem Film ist unverkennbar - die Handschrift Oliver Stones. Absolute Glanzleistung im Film bietet eindeutig Salma Hayek, die das "kühle, eiskalte" und gleichzeitig "zerbrechliche" super spielt. Ich muss gestehen, das ich Benicio Del Toro nicht besonders mag, aber er spielt die "fiese Drecksau" absolut genial und so cool wie noch kein anderer vor ihm.
Wer jetzt belustigt über meine Beschreibung lächelt, dem wird SAVAGES nicht zusagen und ihn als "lahmen Actionfilm", "billigen Drogenfilm" etc. bezeichnen. Alle anderen, die wissen, was ich meine, werden einen genialen Rausch erleben und einer der interessantesten Filme nach langer Zeit sehen.

Ganz Wichtig: Unrated Fassung schauen!!!!
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