Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 8in1 Promotion Hier klicken Fire Shop Kindle Roosevelt Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
131
4,4 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. März 2014
Ich besitze die Canon 6D nunmehr etwa ein halbes Jahr und denke, dass ich mittlerweile bereit bin, meine Rezension zu verfassen. Meine fotografischen Schwerpunkte liegen vornehmlich in der Hochzeits-, Produkt-, und Event-, und Portrait-Fotografie, mit einer Vorliebe für das entfesselte Blitzen.

Vor dem Kauf machte ich mir wahrscheinlich dieselben Gedanken, wie die meisten anderen ambitionierten Hobby-Fotografen auch. Ich begann vor vielen Jahren mit einer Canon 1000D und schaffte mit Jahre später eine 550D an, welche ich ebenfalls jahrelang benutzte. Doch irgendwann gelangt man nun mal an den Punkt, an dem einen die alte Kamera einschränkt. Insbesondere das Rauschverhalten genügte irgendwann nicht mehr meinen wachsenden Ansprüchen, die Kamera hätte größer sein können und es fehlten mir einfach einige sinnvolle (!) Einstellungsmöglichkeiten, wie eine Autofokuskorrektur, welche zusammen mit dem Rauschverhalten meine beiden obersten Kriterien waren. Zunächst sah ich mir die 60D an – Bessere Einstellungsmöglichkeiten bot sie, jedoch war die Bildqualität prinzipiell dieselbe, wie die meiner 550D. Danach folgte eine Begutachtung der 7D: Schneller und größer ist sie und bessere Einstellungsmöglichkeiten hat sie auch – Das Autofokussystem ist wirklich super. Doch sie verfügt über einen baugleichen, bzw. sehr ähnlichen Sensor. Also 1200 Euro in die Hand nehmen, für einen Vorteil, den ich persönlich nicht unbedingt brauche? Nein, diesmal nicht. Ein weiter Blick auf die ersten Vorab-Tests der 70D ließen in mir die Frage aufkommen, ob ich schon wieder solche Beträge in die Hand nehmen soll, um erneut eine Crop-Kamera zu kaufen und irgendwann dann doch auf Vollformat umzusteigen. Zur Auswahl standen nun für mich die 5D Mark III, die 5D Mark II sowie die 6D. Ich beschäftigte mich wochenlang mit Vergleichen, eigenem Ausprobieren beim Händler, Rezensionen sowie Tests in Zeitschriften und dem Internet. Für rund 2250 Euro besorgte ich mir also die 6D zusammen mit einem Canon 24-105 L. Alleine der Body der 5D Mark III wäre 600 Euro teurer gewesen, als die 6D mit dem Objektiv - Mit der genannten Linse sogar 1000 Euro. Doch warum habe ich diesen Betrag nicht drauf gelegt, um beispielsweise vom eindeutig besseren Autofokus zu profitieren? Weil ich diesen persönlich gar nicht brauche! Mal abgesehen davon, dass tausende von Profi-Fotografen viele Jahre lang mit einer 5D Mark II bestens zurecht gekommen sind, die sogar noch weniger Fokusfelder besitzt. Eine höhere Serienbildgeschwindigkeit benötige ich ebenfalls nicht, da „Sport“ nicht in mein Repertoire fällt und ich hieran gar nicht interessiert bin. In meinem Fotografen-Dasein gab es vielleicht zwei Situationen auf Hochzeiten, bei denen 1-2 Bilder pro Sekunde vielleicht besser gewesen wären. Und diese bietet die 6D gegenüber der 550D!

Doch warum dann keine 5D Mark II? Die Unterschiede im Rauschverhalten sind marginal und einige Tests bestätigen folgende Reihenfolge in der Qualität des Bildrauschens, beginnend mit den besten Werten: 5D Mark II, 6D, 5D Mark III (Bei den letzten beiden streiten sich die Fachberichte jedoch immer wieder). Aber auch hier sind die Unterschiede derart minimal, dass man sie getrost außeracht lassen kann. Einen Unterschied konnte ich im direkten Vergleich nicht wirklich erkennen. Viel interessanter war da für mich der mittlere Kreuzsensor, welcher eine Fokussierung auch bei wenig Licht ermöglicht und noch besser sein soll, als die Sensoren der 5D Mark III. Ich bin häufig in Situationen, in denen es einfach zu lange dauern würde, den Fokuspunkt zu verstellen. Für alles andere arbeiten die einfachen Fokusfelder aber tadellos und schnell – Wenn dies auch kein Vergleich zur Kreuzsensor-Batterie der Mark III darstellt. Benötigt man diese, braucht man hier nicht weiter lesen und kann der 6D guten Gewissens den Rücken kehren.

Zudem möchte ich betonen, dass die so oft erwähnten, technischen Features wie GPS(-Tracking), WLAN, etc. meine Entscheidung nicht beeinflusst haben. Wie sooft sind 99% nur „Nice to have“. In der Praxis nutze ich die WLAN-Funktion eigentlich nie. Selbst die Live-View-Funktion nutze ich nur zum pixelgenauen, manuellen Scharfstellen. Für Naturfotografen könnte die Bedienung über das Smartphone/Tablet vielleicht interessant sein oder als erstklassiger Selbstauslöser mit der Möglichkeit, die Szene vor der Kamera zu beurteilen. Die GPS-Funktion macht für mich nur auf Fototouren oder Reisen Sinn. Diese Features funktionieren zwar sehr gut, unbedingt gebraucht habe ich sie bislang allerdings nicht. Zur Nutzung mit dem Tablet möchte ich noch erwähnen, dass diese im Falle eines Apple-Gerät insofern eingeschränkt ist, dass man sich hierfür bislang noch die iPhone-App installieren muss. Diese ist auf das kleinere Display des iPhones ausgerichtet, auf einem iPad muss man es größer skalieren, was mir persönlich nicht so gut gefällt.

Viel Spaß macht hingegen die Möglichkeit, bis zu 7 Aufnahmen in einer Belichtungsreihe aufzunehmen. Auch die Autofokuskorrektur ist toll, wenn man mal ein Objektiv erwischt, welches nicht 100%ig zentriert ist, sondern nur zu 99%. Die eingebauten HDR-Funktionen benutze ich jedoch ebenfalls nicht, da ich meine HDRs gerne selber zusammensetze. Auch die Mehrfachbelichtungsfunktion ist nett, aber nicht unbedingt notwendig für meine Zwecke. Erstklassig ist hingegen die Silent-Funktion – Hiermit löst die Kamera deutlich leiser aus. Ich wurde auf Hochzeiten bereits von „Kirchenpersonal“ angesprochen, die sich bedankten, dass ich derjenige war, der die Zeremonie nicht gestört hat. Nicht nur wegen der leiseren Auslösung, sondern auch, weil ich auf einen Blitz verzichten konnte.

Zur Bildqualität (im Vergleich zu einer Crop-Kamera) möchte ich an dieser Stelle nur sagen, dass hier Welten aufeinander treffen. Tolles Rauschverhalten, sehr gute Schärfe, erstaunliche Detailwiedergabe – Es macht einfach Spaß hiermit zu arbeiten. Knirschte ich bei der 550D bereits ab ISO 1600 mit den Zähnen, freue ich mich heute bei ISO 3200 jedes Mal erneut über einwandfreie Fotos. Selbst bei ISO 6400 ist noch alles im grünen Bereich. Für kleinere Abzüge (10x15) kann man selbst bis ISO 12800 gehen. Toll ist auch, dass sich nun manuell die ISO-Zwischenschritte auswählen lassen und dass man die Custom-Funktionen auf dem Wahlrad (C1, C2) frei einstellen kann.

Wie bereits erwähnt, habe ich die 6D zusammen mit dem Kit-Objektiv 24-105 4.0 L bestellt. Den Namen „Kit-Linse“ hat es meiner Meinung nach aber eigentlich nicht verdient, da es sich hierbei um ein wirklich gutes Stück handelt. Gut, es verfügt nicht über eine 2.8er Blende, aber das ist in meinen Augen auch die einzige Schwachstelle. Selbst bei Offenblende zeichnet das 24-105 4.0 L noch sehr scharf, die Bedienung ist wirklich gut gelungen und es ist robust wie ein Panzer. Der Bildstabilisator arbeitet sehr gut und gelangt bei ca. 1/25 Sek erst an seine Grenzen – Wohlgemerkt bei 105mm! Problematisch wird es nur bei wenig Licht in Kombination mit Bewegungen – Das weiß die 4er-Blende natürlich nicht zu kompensieren, weshalb ich hier gerne einen Blitz dazu nehme. Eine Alternative mit größerer Lichtstärke wäre dem hingegen das 24-70 f/2.8 L II IS USM. Hier bewegen wir uns aber bei rund 2000 Euro und haben noch keine Kamera gekauft… Ich würde das 24-105 4.0 L auch einem 24-70 L vorziehen, da die Brennweite größer ist, die Bildqualität aber nicht schlechter ausfällt.

Mein persönliches Fazit ist dahingehend, dass diese Kamera eine sehr gute und günstigere Alternative darstellt, wenn man keinen Sport fotografieren möchte. Ich persönlich habe auch die zusätzlichen Kreuzsensoren bislang noch nie vermisst, da die vorhandenen für meine Einsatzzwecke bislang stets schnell und präzise genug waren – Auch auf Hochzeiten. Benötigen Sie hingegen einen hochkomplexen Autofokus mit ausschließlich Kreuzsensoren, sollte die Wahl auf die 5D Mark III fallen. Hier lieber etwas sparen, als sofort zu kaufen und einen Kompromiss einzugehen. Zudem empfehle ich das Kit aus 6D und 24-105 4.0 L zu nehmen – Mehr Objektiv fürs Geld werden Sie nicht bekommen. Natürlich nur, wenn es das Budget zulässt und/oder Sie kein besseres Objektiv besitzen. Aber selbst dann lohnt der Kauf des Objektives, wenn Sie einen Verkauf nicht scheuen.
66 Kommentare| 58 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. Oktober 2014
Nach über 5 Jahren sehr zufriedener und intensiver Nutzung meiner EOS 40D hatte ich einfach Lust auf etwas Neues und natürlich auch "Besseres". Dabei ging der Gedanke ursprünglich in Richtung 70D, aber schnell wurde mir klar, dass ich mir vom Vollformat einfach mehr verspreche. Deswegen die Entscheidung für die 6D. Als alten Canon-Nutzer entsprechen zudem Haptik, Verarbeitungsqualität und Bedienung der 6D meinen Erwartungen und Gewohnheiten.

Das war vor knapp einen Jahr und nun 3000 Aufnahmen weiter bin ich immer noch begeistert, welche Bildqualität die 6D liefert. Lediglich am Anfang braucht es beim Umstieg vom APS-C auf das Vollformat ein wenig Eingewöhnung zum Handling der Schärfentiefe, aber das hat man schnell im Griff, so dass kein Frust aufkommt.

Schon mit der 40D habe ich bevorzugt Festbrennweiten eingesetzt (EF-S 60 2.8, EF 85 1.8, EF 100 2.8 Macro) und war mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Was die 6D dagegen liefert ist geradezu ein Quantensprung. Allerdings muss man dazu sagen, dass dies natürlich nur bei einer 100%-Ansicht auf einem entsprechend hochwertigen Monitor in seiner gesamten Brillanz deutlich wird. Was dann noch auf manchen Foto zu entdecken ist, ist genial. Eine normale HD-Ansicht oder ein Papierabzug (13x18, sogar 20x30) lassen die Qualität nur erahnen.

Ich benutzte übrigens meine 6D wie auch schon meine 40D genauso wie meine alte analoge A-1, d.h. im Modus TV, Av oder M. Den Fokus setzte ich bevorzugt über den zentralen Sensor, Liveview nutze ich nicht, selten verwende ich mehr als 400ISO (dann lieber Stativ mit 100), gespeichert wird in RAW, das Feintuning erfolgt in Lightroom. Das einzige elektronische Gimmick, was ich ab und zu einsetze, sind Belichtungsreihen. Insofern kann ich viele der technischen Eigenschaften gar nicht beurteilen. Ich will eben Fotos machen, weder den Weg finden noch Filmchen drehen.

Meine 40D habe ich nach wie vor als Zweitkamera im Einsatz. Auch eine Powershot G15, die ich noch für Schnappschüsse habe, benutze ich gelegentlich. Beide machen wirklich gute Bilder, aber neben dem, was die 6D liefert, verblassen sie dann doch. Nach Allem was ich gelesen und auch gesehen habe, spielen die 6D-Aufnahmen sogar in einer Liga mit denen einer 5D-MK3. Und weil sie mir so Spaß, habe ich Ihr mittlerweile noch einen Batteriegriff und zwei weitere Objektive zur Seite gestellt.
0Kommentar| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 14. Februar 2016
Mein Profil: bin ambitionierter Hobbyfotograf und seit dem Jugendalter mit den damals noch analogen Spiegelreflexkameras groß geworden. Bei einer SLR sind mir zwei Dinge extrem wichtig: dass ich durch den Sucher genau das sehe, was ich hinterher aufnehme und dass die Auslöseverzögerung möglichst schnell ist. Dazu noch gute Aufnahmequalität auch bei schlechten Lichtverhältnissen und hohen ISO-Zahlen. Mein Einsatzgebiet ist vielfältig: von Naturaufnahmen im Fern- und Macrobereich, Tiere (bevorzugt meine Katzen drinnen und draußen) sowie Hallensport. Aus diesen Gründen lasse ich sowohl Live View als auch die Videofunktion bei meiner Bewertung weg, da ich beides nicht nutze.

Meine bisher genutzten digitalen SLRs waren: Canon EOS 300D, 400D, 550D sowie bis vor einem Jahr die 50D. In meinem Familienumfeld befanden/befinden sich noch eine 350D, eine 1100D, eine 700D sowie eine Sony Alpha 58, mit denen ich auch schon das eine oder andere Bild gemacht habe. Nach langen Überlegungen, Lesen von Tests und x-Rezensionen (danke auch den vielen Rezensenten hier auf Amazon) habe ich vor ca. einem Jahr die EOS 6D zugelegt (nur Gehäuse, ich hatte von meiner 50D noch das EF 28-135, aber dazu später mehr).

Nach dem einen Jahr Benutzung der 6D kann ich eines mit Überzeugung sagen: ja, ich würde sie wieder kaufen! Aber nun von Beginn an.

1. Erster Eindruck, Haptik/Ein- bzw. Umgewöhnung:
Von Gewicht und Haptik ist die 6D der 50D recht ähnlich, sprich auch ähnlich gut. Die 6D wirkt gut verarbeitet, der Kunststoff hochwertig. Im Vergleich zu den kleinen und leichten Gehäuse der dreistelligen Canon-Serie ist das Gehäuse etwas größer und schwerer, was ich für mich persönlich als klaren Vorteil sehe. Man hat "etwas in der Hand", ohne dass es aber ein Gewichtsmonster ist. Auch nach längeren Unternehmungen habe ich nicht das Gefühl, mit dem Foto um den Hals schlapp zu machen. Die Bedienknöpfe sind der 50D nicht unähnlich, nur dass der Joystick weggefallen ist, was viele bedauern. Ich nicht! Meiner Meinung nach ist die Lösung mit dem großen Drehrad (DAS möchte ich nicht mehr missen) mit den vier Wipptasten im Innern geschickter und schneller, aber das ist natürlich Ansichtssache. Lediglich diese vier Wipptasten wirken etwas klapperig und billig, sie funktionieren aber einwandfrei. Die Locktaste an der 6D benötige ich nicht, dass man das Drehrad zur Programmverstellung erst verstellen kann, wenn man auf den Innenknopf drückt, ist nach kurzer Zeit verinnerlicht.
Geschickt gelöst ist auch die Vertiefung auf der ISO-Taste. Diese ist leicht zu finden, beim Gedrückhalten wird der ISO-Wert dann über das vordere Drehrad vor dem Auslöser verstellt.
Und ja, es gibt keinen CF-Slot mehr. Wie schon ein anderer Rezensent bemerkte, die SD-Karten sind eher "verlieranfällig". Andererseits: SD/SDHC ist heutiger Standard, man bekommt diese Karten auch in den schnelleren Varianten zu günstigen Preisen. Außerdem benötigt man keinen Kartenleser mehr mit CF-Slot, der auch nicht mehr so verbreitet ist. Meine aktuell genutzte Karte: eine Samsung 32 GB Class 6 in besonders robuster Bauart. Auf diese passen über 4800 Bilder in der höchsten Auflösung (ohne RAW). Einen zweiten Kartenslot z.B. als Notfallbackup benötige ich nicht, bisher hatte ich noch nie einen Bilderverlust oder defekte Karten.

2. Menü/Akku/Display
Das Menü (Firmwarestand 1.1.6) ist sehr umfangreich, man kan die einzelnen Tasten recht individuell belegen. Mit der Q-Taste bewegt man sich in den Aufnahmeeinstellungen recht schnell hin- und her. Mit den Wipptasten springt man von Funktion zu Funktion, das äußere Drehrad verstellt diese im Einzelnen. Gewöhnt man sich schnell dran.
Das Display ist brilliant und zeigt einem (nach Vergrößerung über die Lupenfunktion) sofort, ob ein Bild scharf ist oder nicht. Natürlich ist es bei hellem Sonnenschein nicht mehr so gut ables- bzw. sichtbar. Geschützt wird das Display bei mir mit einem Echtglas, das man für 10-15 EUR bekommt. So kann keine Gürtelschnalle diesem etwas anhaben.
Der Sucher sowie das Suchergummi passen auch für mich als Brillenträger gut, endlich wird das Motiv überwiegend auch so dargestellt wie nachher aufgenommen. Die paar Prozente, die fehlen, spielen im Foto-Alltag selten eine Rolle.
Die Akkulaufzeit empfinde ich als überragend (GPS/WLAN ausgeschaltet). 800-900 Bilder, das ist klasse. Auch wenn der Foto mal eine Weile nicht benutzt ist, ist der Akku immer noch recht voll. Das konnte meine 50D lange nicht so gut, die hielt grad mal die Hälfte, wenn überhaupt.
Die WLAN-Funktion ist übrigens sehr geschickt, im mit der 6D gemachte Bilder in Kürze aufs Smartphone zu übertragen, um diese dann darüber weiterzusenden. Das Smartphone erkennt die 6D als separates WLAN, man muss auch ein Passwort eingeben, das die Kamera ausgibt, dann erhält man Zugriff. Wie gesagt, hinterher nicht vergessen, die Funktion wieder abzuschalten, um den Akku zu schonen.

3. Autofocus/Bildqualität/ISO-Einstellungen
Über den Autofocus der 6D mit nur einem Kreuzsensor wurde ja schon viel geschrieben bzw. darüber diskutiert. Klar ist: Canon definiert die 6D als Reisekamera, was auch dadurch verdeutlicht wird, dass die Serienbildgeschwindigkeit nicht die schnellste ist. Selbst meine 50D war ca. 1-1,5 Bilder/Sekunde schneller. Das muss man wissen und genau so akzeptieren! Hinterher lamentieren bringt relativ wenig. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn es mehr Autofocuspunkte gäbe, wie es z.B. die (recht günstige) Sony Alpha 58 meiner Frau hat, bei der es nur recht wenig Ausschuß durch unscharfe Bilder gibt. Zurück zur Canon: mit dieser muss man mit verschiedenen Motiven, bevorzugt schnelle und bewegte, üben und probieren, man wird mit der Zeit besser bzw. der Auschuß geringer.
Ebenso muss einem klar sein, dass der Bokeh-Effekt mit dem Vollformatsensor der 6D relativ stark ist. Das ist an sich gut, aber aufgrund des nicht immer sitzenden Autofocus kommt es öfter vor, dass das gewünschte Motiv dann selbst bei halb geschlossener Blende leicht unscharf ist. Der Korridor, in dem das Motiv scharf ist, ist bei der 6D relativ klein, auf jeden Fall kleiner als an Crop-Kameras. Damit muss man auch leben bzw. sich daran gewöhnen.
Aber zum Glück ist die 6D ja das absolute ISO-Monster. Wo andere Kameras, z.B. bei > ISO 1600, schlappmachen, da läuft die 6D zu absoluter Hochform auf. Bilder auch in höheren ISO-Regionen noch absolut scharf, und dadurch kann man den Einsatz von offenen Blendeneinstellungen zugunsten von mehr Tiefenschärfe vermeiden. Ebenso gibt es einem die Möglichkeit, auch in Innenräumen ohne Blitz zu fotografieren. Ja, die 6D hat keinen integrierten Blitz, das sollte inzwischen bekannt sein. Ja, es gibt Momente, in dem man diesen mal kurz gebrauchen könnte. HIer hat die etwas teurere Konkurrenz (Nikon 750D) die Nase vorn.
Die Bildqualität empfinde ich als überragend. Beim Vergrößern von Bildern ist selbst bei größter Vergrößerung am PC kaum ein Treppeneffekt zu sehen. Hier kann das Crop-Format in keinem Fall mithalten, man erkennt einen deutlichen Unterschied. Alleine das ist mir die 6D wert!

Natürlich gehört zu einer guten Bildqualität auch das entsprechende Objektiv. Nachdem ich zu Beginn meiner "6D-Ära" mit dem EF 28-135 begonnen hatte, war ich nur einigermaßen zufrieden, konnte dann nach Kauf des L 24-105 nochmal eine spürbare Steigerung der Bilder feststellen. Dies ist mein absolutes Immerdrauf, mit dem ich so gut wie alle Situationen abbilden kann. Für besondere Innenaufnahmen nutze ich noch das Canon Pancake 2,8 40mm, eine nette kleine aber lichtstarke Linse.

Schlußfazit: der Umstieg von Crop auf Vollformat hat sich definitiv gelohnt, trotz des recht hohen Einstiegspreises für das 6D-Gehäuse. Selbst der mittelmäßige Autofocus kann dies nicht trüben, im Gegenzug dazu entpuppt sich die 6D als absolutes ISO-Monster, das einem vielfältige Möglichkeiten eröffnet. Somit vergebe ich 5 Sterne und kann die Kamera guten Gewissens empfehlen.

Abschließend noch folgende Bitte: sollten Sie in dieser Rezension einen Fehler oder einen Kritikpunkt finden, setzen Sie sich über die Kommentarfunktion mit mir in Verbindung, anstatt lediglich Nicht-hilfreich zu klicken. Nur über Feedback kann ich die Rezension verbessern, vielen Dank!
0Kommentar| 34 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. Dezember 2012
Seit ein paar Tagen bin ich nun Besitzer der Canon 6D. Gekauft hab ich das KIT mit dem 24-105 4L IS.

Gehäuse:
Die Qualität des Gehäuses ist um einiges besser als die der Canon 60D. Es fühlt sich einfach besser an. Von der Größe bin ich sehr angetan - alles was man braucht ist mit der rechten Hand zu bedienen und erreichen. Dennoch werde ich mir in Kürze den BG-E13 kaufen. Der Interne Blitz fehlt mir überhaupt nicht, da ich diesen mit der 60D auch nicht genutzt hatte. Hier kommt mein Canon 580 ex II in Einsatz.

Neue Funktionen (WLan, GPS und Silent shutter mode)

Die WLan Anbindung zu meinem Iphone 4s mittels der Canon Remote App funktioniert super. Die neuen Möglichkeiten die sich hierdurch (z.B. im Makro Bereich) ergeben, sind wirklich super. Das GPS hab ich noch nicht ausprobiert, daher kann ich nichts dazu sagen. Eine wirklich super Funktion ist der leise Auslöser. Dieser (oder ein ähnlicher) wurde bereits in der Canon EOS 5D Mk III verbaut. Es ist wirklich ein Genuss in sehr leiser Umgebung, z.B. bei einer Hochzeit, zu Fotografieren.

Autofokus

Hier muss man ganz klar wissen, was man will, bzw. braucht. Das Autofokussystem besteht aus einem 11 - Punkt Autofokus. Das Mittlere Feld ist ein Kreuzsensor, die anderen Liniensensoren. Ich empfinde das Mittlere Feld als wirklich hervorragend, da auch noch bei sehr dunklen Situationen noch treffsicher. Die anderen Sensoren sind hier schlechter. Dennoch muss ich sagen, dass ich bei den äußeren Sensoren keine Verschlechterung zu den Kreuzsensoren der 60D festgestellt habe. Beim mittleren Feld ist der Unterschied zur 60D enorm groß. Wie gesagt, die 6D trifft selbst bei sehr dunklen Bedingungen immer noch zuverlässig. Wer hier mehr benötigt, muss zur Canon 5D MK III greifen (wobei bei dieser keines der Sensoren bis EV-3 geht).

Bildqualität

Hier kommt der größte Unterschied zur 60D. Die Bildqualität ist sichtbar besser. Da ich ausschließlich in RAW fotografiere kann ich nur sagen, dass bei der Entwicklung viel mehr Reserven vorhanden sind, als bei der 60D. Das enorme Freistellungspotential des Vollformatsensors war für mich eines der Kaufgründe. Ein anderer Grund war die viel bessere ISO Performance der 6D. Für mich sind es Welten, die zwischen den Systemen liegen. Bei der 60D hatte ich schon ein schlechtes Gewissen, wenn ich die ISO-Automatik auf 3200 beschränkte, da hier das Rauschen, je nach Bedingung schon enorm wurde. Bei der 6D hab ich jetzt diese Begrenzung auf 12800 gestellt, da die Ergebnisse hier ungefähr vergleichbar sind. Diese Aussage beruht jedoch auf eigenen Feststellungen und nicht auf irgendwelchen Labor Tests.

Warum die Canon 6D und nicht die Nikon D600

Hier kommt das vielleicht größte Streitthema der jeweiligen Systembesitzer. Ich war kurz davor, zu Nikon zu wechseln, da die D600 auf dem Papier die Bessere Kamera ist. Nach langer und reichlicher Überlegung, hab ich mich für die Canon entschieden. Hier die Gründe warum:
Ich hatte beide in der Hand und mir gefiel die 6D besser. An die Bedienung der D600 wollte ich mich einfach nicht gewöhnen (vielleicht hätte es auch nur mehr Zeit gebraucht). Zwar hat die Nikon das vermeintlich bessere Autofokussystem (deutlich mehr Sensoren), diese liegen aber so nahe und zentral beisammen, da ich diese sicher nicht benötigt hätte. Hier gefällt mir das System von Canon mit dem sehr lichtempfindlichen mittleren Punkt besser. Der Eingebaute Blitz bei der Nikon D600 ist zwar schön, aber auch nur, wenn man diesen braucht. Wie oben beschrieben, brauch ich diesen nicht und würde ihn auch nicht verwenden. Die Wlan-Funktion und das GPS waren dann zwei Punkte, welche ich als für mich sehr schöne Neuerungen ansehe. Beide Funktionen muss man bei der D600 hinzu kaufen.

Der Hauptgrund war aber die Tatsache, dass ich seit Jahren mit Canon fotografiere und sich daher sehr viel Zubehör (1x Canon Speedlite 580 EX II 2x 430 ex II, ein EF 100 2,8 L IS Makro und ein EF 70-200 4L IS usw.) angesammelt hatte. Der Umstieg wäre nicht nur sehr aufwendig, sonder auch finanziell zu teuer gekommen.

Hier muss man aber auch ganz klar sagen, dass beide Systeme wirklich spitze sind und zurecht die Marktführer darstellen.

Fazit:

Für mich ist es ein gelungener Umstieg in eine höhere Kameraklasse. Bis jetzt, bin ich hoch auf begeistert von der "Neuen" und kann diese uneingeschränkt weiterempfehlen.
6767 Kommentare| 187 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 20. Oktober 2013
Es handelt sich hier um eine Rezension über die 6d mit dem 24-105er Canon Objektiv.

Ich habe von der 600d auf die 6d gewechselt und folgende Dinge waren mir wichtig:

- Rauschverhalten
- Bedienbarkeit

Gehäuse und Bedienung:
Das Gehäuse fühlt sich extrem wertig an, kein Vergleich zur 600d. Es ist rau und der Griff ist viel wuchtiger und liegt somit viel besser in der Hand. Der Sucher viel klarer und größer, die Schärfe lässt sich nun wirklich richtig gut beurteilen.
Die Fokuspunkte im Sucher sind größere Quadrate die eine Schärfeprüfung vereinfachen. Das Menürad und die Wippe sind einfach von der Bedienung leichter und schneller. Das Drehrad geht leichter und auch der Auslöser hat einen sehr schwachen aber angenehmen Druckpunkt.
Hier sei noch erwähnt, dass die Spiegelbewegung im Vergleich zur 600d sehr leise ist.
Die C1 und C2 Funktion am Wahlrad sind wirklich sehr hilfreich. Man stellt die Kamera so ein, wie man möchte z.B. für Landschaftsaufnahmen und speichert diese unter einem Programm z.B. C2. Ein Beispiel wäre das Drehrad auf AV zu stellen, Weißabgleich und Messmethode einstellen wie man es z.B. für Portrait benötigt und dann ins Menü wechseln und unter C1 registrieren. Auch die frei konfigurierbaren Tasten vereinfachen die Bedienung und stimmen die Kamera so ab, wie man diese benötigt.

Abbildungsleistung:
Man sieht schon bei 100% Ausschnitt, dass die 6d mehr Linien zeichnet als die 600d und das Bild insgesamt schärfer ist.
In der Galerie habe ich dazu ein Bild eingestellt, in dem jeder für sich beurteilen kann, was die Kamera leistet.
Vom 24-105er Objektiv bin ich etwas enttäuscht da dies dem Preis/Leistungsvergleich nicht entspricht.
Ich würde empfehlen, das 24-70mm 2.8 zu kaufen und später ein 70-200 2.8 ohne IS (wer es sich leisten kann, mit IS). Diese Kombination verwende ich und bin voll zufrieden und sie deckt für mich alles ab.

Das Rauschverhalten hat mich wirklich beeindruckt, auch hier habe ich ein Testbild in die Galerie gestellt. Es war mir wichtig auch bei schlechten Lichtbedingungen, rauschfreie Bilder schießen zu können, ohne gleich ein Stativ oder Blitz verwenden zu müssen. Alle meine Testbilder sind im RAW-Format - an der 600d habe ich immer mit max. ISO von 800 gelebt. Mit der 6d kann ich sagen, ich habe ähnliche für mich grenzwertige Bilder bei max. ISO von 6400.

Die Fokus-Schnelligkeit und dessen Leistung kann ich nicht wirklich beurteilen, da ich nie eine 5d III in der Hand hielt und keine großen Unterschiede zur 600d mit USM Objektiv ausmachen konnte.

Letzter Punkt, sei eigentlich nur noch das Display zu erwähnen. Bei der 600d ist dies drehbar und bietet entscheidende Vorteile, wenn man sich selbst fotografieren möchte oder in schwierigen Position Bilder schießt.
Schlimm ist dies dennoch nicht, da die 6d mit ihrer WiFi Verbindung zu meinem Handy eingerichtet habe.
Einen Stern habe ich abgezogen, da das Objektiv mich nicht ganz überzeugt.

Empfehlen kann ich dazu nur noch den DSLR Controller als App. Die Eos Remote App bietet leider so gut wie keine Einstellmöglichkeiten und ist (noch)nicht zu empfehlen. (Edit: Die App wurde nachgebessert)

Wer eine Kamera für Landschafts und Portrait-Aufnahmen sucht, ist mit der 6d gut beraten. Für Tier und Sportaufnahmen, eignet sich die 7d mehr und bietet mit dem Crop-Faktor und AF-System bessere Ergebnisse.

Ich hoffe ich konnte mit meiner kleinen Beschreibung und den Bildern helfen und würde mich über Feedback freuen.
0Kommentar| 32 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Juli 2013
man sollte sich natürlich vor dem Kauf dieser Kamera Gedanken machen, wie das eigene "Fotografierverhalten" denn so ist...

In meinem Fall jetzt weniger "Action", sondern eher Reise, Natur und ein wenig Makro.

DAFÜR ist die 6D meiner Meinung nach auch konstruiert worden.

Ob jetzt 1 Kreuzsensor (der dafür aber genial) & 10 mit Liniensensor ausreicht, sollte und muss natürlich jeder für sich entscheiden. Ich habe die Cam nun seit 3 Wochen und bin mittlerweile sehr überzeugt von der Bildqualität, auf jeden Fall
ein lohnenswertes, wenn auch nicht ganz günstiges Upgrade von der 60D.

Kurz zusammengefasst die Punkte, die für mich positiv sind:

- Bildqualität TOP
- ISO / Low Light unglaublich gut, kannte ich bisher nicht
- WLAN über Iphone 5 / Ipad mit EOS Remote-APP steuerbar
- GPS zur Nachverfolgung der Reiseroute (zweiter Akku ist aber Pflicht)
- relativ leicht & klein für Vollformat

Negativ eigentlich nur ein Punkt, den ich aber verschmerzen kann:
- kein Klappdisplay

Natürlich muss ich aber auch zugeben, dass der "Haben wollen Effekt" schon auch bei mir im Focus war,
habe es aber nicht bereut, diese Kamera gekauft zu haben.

Als Objektive werden das Canon EF 24-105 L IS 4.0, Canon EF 17-40 L 4.0 und dass hammermäßige Canon EF 100 L, 2.8
meiner Frau benutzt...

So...abschließend würde ich jedem der nicht gerade täglich Autorennen, Hallensport und dergleichen fotografiert diese
Kamera empfehlen, ansonsten wegen des dann doch besseren Autofocus mit 61 Messfeldern die EOS 5D MIII,
die mir aber persönlich zu teuer ist...

-------------------------------------------------------------------------------------------------

Nachtrag vom 12.02.2014

Bin immer noch voll und ganz zufrieden mir dieser tollen Cam und bereue den Kauf in kleinster Weise !

Nachdem ich ja die 6D nun doch schon einige Zeit besitze, kann ich wirklich offen und ehrlich behaupten,
dass diese Kamera für mich "gebacken" wurde. Mir fehlt es an nichts und die Bildqualität, Handling und Haptik
ist nach wie vor TOP!!!

Zur Zeit benutze ich vorwiegend das wunderbare EF 35 1.4 L und das auch sehr gute EF 24-70 2.8 I als
sogenanntes "Immerdrauf" an der 6D. Auch das EF 135 2.0 L ist der Wahnsinn, diese Linse ist einfach nur g*** !

Meine Frau hat sich vor 2 Wochen nun auch dazu entschlossen, von der EOS 650D auf das KIT 6D & EF 24-70 IS 4.0 L
zu wechseln und auch sie ist hellauf begeistert von den Möglichkeiten, die diese Kamera bietet.

Zum Abschluss .... würde die 6D wie oben beschrieben jedem empfehlen, der den Einstieg in`s Vollformatlager
wagen möchte und dies zu einem in meinem Augen sehr vernünftigen Preis.

---------------------------------------------------------------------------------------------------

Ich hoffe, ich konnte mit meiner Bewertung weiterhelfen...

Beste Grüße aus Augsburg
Stephan
0Kommentar| 62 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. Juni 2016
Für alle Hobbyfotografen, die wie ich damals, auf Vollformat umsteigen wollen:

Vorweg: Ich fotografiere Hochzeiten und Taufen usw., nebenberuflich als Kleingewerbe.
D.h. ich fotografiere sehr viel in Kirchen und Standesämtern, also oft relativ schwierige Lichtbedingungen.
Mit meiner Canon 60D war ich immer sehr zufrieden, allerdings ist das Rauschverhalten bei Isowerten jenseits der 2000 schlecht.
Was bei hochwertigen Bildern gar nicht geht und einen Blitz möchte ich nicht benutzen. Daher der Umstieg auf Vollformat.

Ganz klar ist, wer das Geld für eine 5D Mark3 hat, soll sich diese auch zulegen.
Für wen das Budget einfach begrenzt ist (so wie für mich), ist die 6D eine fantastische Alternative:

+ Die Bildqualität ist überragend! Im Vergleich zur 60D eine ganz andere Liga.
+ Das Rauschverhalten ist ein Traum. Selbst bei Iso 8000 noch problemlos zu benutzen.
+ Die Kamera ist relativ klein und sehr einfach zu bedienen, unterscheidet sich kaum von der 60D.
+ Der Silentmodus ist sehr angenehm. Sehr leises Auslösen, gerade bei Hochzeiten von Vorteil.

0 Die Auslöseverzögerung ist etwas länger als bei der 60D, stört aber nicht wirklich. Bei Sportaufnahmen aber etwas von Nachteil.
0 Es gibt weniger Messsensoren zum Fokusieren. Da ich aber immer nur den mittleren Punktsensor benutze, stört mich das nicht.

- Die kürzeste Belichtungszeit beträgt lediglich 1/4000 Sekunde. Das ist wirklich ein Problem wenn man im freien fotografiert und Blendenstufen
um die 1,4 oder 1,8 benutzt. Dieses Problem habe ich durch einen Graufilter gelöst. Allerdings muss ich den immer mal wieder abschrauben, wenn's in Innenräume geht. Ist also etwas stressig.

Ich benutze die Kamera hautsächlich mit einem Sigma 35mm 1,4 Art. Diese Kombination ist ein Traum! Ich bedauere eigentlich nur, dass ich den Umstieg nicht schon früher gemacht habe. Habe meine 6D gebraucht gekauft, da liegen die Preise momentan etwa bei 900-1000€.

Also von mir gibt es ein klare Kaufempfehlung. Wie gesagt, natürlich ist die 5D 3 besser (außer bei Iso), aber auch wesentlich teurer.
11 Kommentar| 12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Februar 2013
Als Umsteiger der sehr hochwertigen Canon EOS 7D war ich skeptisch, ob mir das Gehäuse der 6D nicht zu "schlecht" ist. Hin wieder wieder liesst oder hört man vom "Plastik-Feeling". Diese Befürchtung wurde zum Glück nicht bestätigt, zumal mir die 7D einen Hauch zu schwer für den längeren Outdoor-Einsatz war - die 6D scheint bezüglich Grösse und Gewicht genau richtig. Auch das leichte 40mm Pancake STM macht sich sehr gut an dieser Kamera (anders als an Modellen mit APS-C Sensor). Zum Vergleich: Die 6D bringt ca. 755g auf die Waage, während die 7D bei 820g liegt und die 5D Mk3 sogar bei 950g.

Vor der 7D hatte ich übrigens bereits die 5D, also auch eine Full-Frame-Kamera. Diese war mir jedoch irgendwann zu altmodisch und auch etwas zu unhandlich, so dass ich damals das "Downgrade" zur 7D gemacht habe. Wer EF-S Objektive (nur für APS-C) im Besitz hat, wird sich den Umstieg nicht ganz so leicht machen.

VERARBEITUNG

Wie in der Einleitung geschrieben, bin ich zufrieden mit der Verarbeitung. Ein anderer Rezensent hat geschrieben, dass man sich überlegen sollte, ob man wirklich eine Kamera für den Kriegseinsatz braucht und daher gar keine Kompromisse eingehen kann. Meine 10 Jahre alte 10D funktioniert auch noch einwandfrei. Die ist durch Wüsten und Regenwälder gereist und hat etliche Auslösungen hinter sich. Glaubt man einigen Experten im Internet wäre das vollkommen unmöglich.

Hält man die 6D und die 7D direkt nebeneinander, fällt tatsächlich auf, dass einige Elemente wie Knöpfe um den Bruchteil eines Millimeters kleiner/flacher sind - für die Praxis ist das kaum relevant, da die dahinter liegenden Schalter vermutlich weder früher kaputt gehen noch sich der Knopf deswegen schlechter bedienen lässt. Die 6D hat eben ein minimal schlankeres Design, was auch seine guten Seiten hat, wenn man damit viel unterwegs ist. Mit der wirklich vergleichsweise (!) minderwertig wirkenden 60D hat die 6D nicht viel gemeinsam, ausser vielleicht die Aufteilung der Knöpfe an der Oberseite oder die im Rad integrierte Wippe. Es ist verständlich, dass Canon einige künstliche Unterschiede zur teuren 5D Mk3 schaffen will.

Optisch fällt das Oberteil aus Kunststoff nicht auf. Dieses ist für WLAN und GPS notwendig und hat weniger mit den möglicherweise geringeren Kosten zu tun.

BEDIENUNG

Merkbar ist hingegen die geringere Anzahl an Knöpfen an der 6D, die mir jedoch als Purist wenig ausmacht - wer muss z.B. schon ständig zwischen JPEG und RAW umschalten? Den "Picture Style"-Button der 7D finde ich ähnlich nutzlos, wenn man ohnehin als RAW speichert und sich später am Computer um Details wie Weissabgleich, Farben, Helligkeit und Schärfe kümmert. Über den fehlenden Joystick kann man vermutlich geteilter Meinung sein: Ich komme mit der im Rad integrierten Wippe sehr gut zurecht. Eine kleine Umstellung ist es natürlich.

Der Sucher ist im Vergleich zur 7D nicht mit einem LCD im Bildbereich ausgestattet und kann daher nicht dynamisch angepasst werden. Dieses Feature fehlt mir nicht - bei der 7D hatte ich den Eindruck, dass das LCD den Sucher ganz leicht abdunkelt. Die einzige Konsequenz ist, dass man die ungenutzten Fokus-Punkte bei der 6D nicht ausblenden kann.

Dafür kann die EOS 6D vom Smartphone aus gesteuert werden und es können kabellos Bilder übertragen werden, was besonders unterwegs ein grosser Vorteil ist, da man sich das Tragen eines Notebooks mit entsprechenden Adaptern/Kabeln erspart.

AUTOFOKUS

Der eingeschränkte Autofokus mit nur einem Kreuzsensor fällt bei mir in der Praxis nicht ins Gewicht, ebenso wenig wie die relativ mittige Anordnung der restlichen Sensoren. Das mag bei Sport/Action-Fotografen anders sein - hier ist auch die grössere Bildfolge der 7D vorteilhaft (8 Bilder/s). Das wäre tatsächlich ein guter Grund bei der 7D zu bleiben.

GPS

Bei einigen Rezensenten gibt es scheinbar Probleme mit dem GPS. Diese kann ich nicht nachvollziehen. Es funktioniert sogar in meiner Wohnung. Ganz so schnell wie bei einem Smartphone, dass die ungefähren Koordinaten bereits über das Mobilfunknetz erhält, geht es selbstverständlich nicht. Eine reine Spielerei sehe ich im GPS nicht, da ich viele meiner Bilder bisher manuell mit Koordinaten versehen habe und mir die 6D deshalb viel Zeit spart. Es hängt ganz davon ab, was und wo man fotografiert. Arbeitet man viel zuhause, im Atelier oder an der Uni muss natürlich nicht jeder wissen, wo das Bild entstanden ist.

BILDQUALITÄT

Zur Bildqualität muss ich nicht viel sagen. Diese ist, wie in zahlreichen Tests zu lesen, hervorragend. Bei ISO 3200 sieht man ein leichtes Rauschen, jedoch deutlich weniger wie bei der 7D, bei der die Bilder meiner Meinung nach unbrauchbar sind. Wenn man bei niedrigen ISO-Zahlen dunkle Bildbereiche aufhellen will, gibt einem die 6D zusätzlichen Spielraum. Bei mir war das Rauschen der 7D der Hauptgrund für den Umstieg.

FAZIT

Zusammenfassend kann man sagen, dass die schnelle 7D deutlich besser für Action-Fotografie geeignet ist, während die 6D perfekt für ambitionierte Reise/Reportage-Fotografen ist, die das Maximum an Bildqualität erreichen wollen. Bei Reisen kann das eingebaute GPS (und WLAN) zudem sehr nützlich sein. Eingefleischte Profis, die keine Kompromisse eingehen können, werden weiterhin zur 5D Mk3 greifen, die zudem bessere Video-Eigenschaften hat, die ich mangels Erfahrung leider nicht bewerten kann. Auch die 5D/7D kann man durch entsprechendes Zubehör mit GPS ausstatten.

TIPP: Ich empfehle sehr stark das Canon EF 40mm 1:2,8 STM zu dieser Kamera. Es kostet ca. 150 EUR und ist von der Bildqualität vergleichbar mit den besten Canon-Objektiven (insbesondere wesentlich besser als viele Zooms, auch aus der L-Serie). Umsteiger von EF-S oder anderen Systemen wie Nikon können so erstmal viel Geld sparen ohne Kompromisse bei der Qualität eingehen zu müssen.

ACHTUNG: Akkus von Drittherstellern (z.B. weiss) die in der 7D einwandfrei funktionieren, machen in der Regel in der 6D Probleme. Ein Infochip-Update scheint hier notwendig und gibt es wohl inzwischen bei einigen Akkus. Auf jeden Fall muss man die alten Akkus beim Umstieg auf die 6D verkaufen.
44 Kommentare| 37 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. März 2014
Hallo,

Ich nutze eine Canon EOS 5DMK3 und eine Canon 1DX.
Warum nun noch eine weitere "Vollformatkammera" ?

Ganz einfach..... als zweites flüsterleises, High ISO fähiges Gehäuse für Hochzeiten etc.
Ich habe sehr viele positive Berichte über die 6D gelesen und der haben wollen Effekt wurde auch immer stärker.
Ferner reizt mich die WLAN und GPS Funktion, die ich an meinen anderen Canon Kameras nicht nicht integriert habe und durch sündhaft teueres Zubehör zukaufen müsste.

Wirklich besser in der Bildqualität ist die 6D gegenüber meinen anderen Canons bei fast allen Situationen nicht, außer ........extreme High ISO Einstellungen mit sehr langen Belichtungszeiten.
Hier kann die 6D punkten und erreicht bessere Bildqualität als die größeren Geschwister.
Das kann man bei einschlägigen Astrofotografen-Seiten nachlesen/anschauen.

Zitat:
The 6D is the clear winner at 15 and 30 seconds for ISO 3200 and 6400 [...] I would expect that no one could detect a noise difference between the 6D and 5D3 for the vast majority of daylight photography. Only in low light conditions would a 6D deliver observably better results.
Zitat Ende:

Quelle:
[...]

Die Ausstattung der 6D ist natürlich nicht so üppig wie bei den Großen Canons,.

Wer also nicht unbedingt auf High Speed Aufnahmen und den damit verbundenen Autofokus Funktionen angewiesen ist, der kann getrost zur 6D greifen.
Wer keine 3.000 oder 6.000 Euro ausgeben möchte, aber dennoch nicht auf die Bildqualität verzichten möchte, der nimmt eine 6D.

Irgend welche Schwächen/Einschränkungen, die nicht vorher bekannt waren (wie kürzere Verschlusszeit, nur einen Kreuzsensor, Serienbildgeschwindigkeit etc.) konnte ich nicht feststellen.

Die 6D mach alles was sie von Hause aus können soll richtig perfekt und bekommt von mir volle 5 Punkte....gut gemacht Canon.
11 Kommentar| 23 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Februar 2016
Nach 40 Jahren analoger und digitaler Fotografie habe ich mich vor 6 Monaten von der Crop-Welt verabschiedet und meine EF-S Objektive verkauft, ebenso die Canon 50d - die 650d blieb als Zweitbody und Brennweitenalternative zum Vollformat im Haus. Das vorhandene 70-200mm L 4.0 IS wurde um das 24-70mm L und das 16-35mm L ergänzt. Die Ergebnisse mit dem neuen Body und den drei Objektiven sind wirklich sehr gut (ok, ich bin begeistert) - kommen allerdings nicht von alleine. Wenn ein Hobbyfotograf davon ausgeht, dass nur mit der entsprechenden Hardware gleich um Längen bessere Aufnahmen entstehen, kann dies zur Enttäuschung führen. Gute Bilder lassen sich bei Canon auch mit den dreistelligen Kameras machen. Wenn der Anspruch aber steigt und aus besonderen Aufnahmesituationen noch mehr entstehen soll, dann unterstützt dies Equipment, man begibt sich in eine andere Liga. Keinen Moment habe ich den Umstieg bereut und kann den Kauf allen jetzt oder künftig versierten "Fotoaktivisten" empfehlen. Wenn sich jemand mit dem Preis schwer tut, empfehle ich zunächst, ggf. den eigenen Objektivbestand in qualitativer Hinsicht mit EF-Objektiven anzuheben (siehe z.B. Hinweise und Tests bei "Traumflieger"). Diese können dann gut auch zu einem späteren Zeitpunkt im Vollformatbereich eingesetzt werden.
11 Kommentar| 10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Fragen? Erhalten Sie schnelle Antworten von Rezensenten

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie eine korrekte Frage eingegeben haben. Sie können Ihre Frage bearbeiten oder sie trotzdem veröffentlichen.
Geben Sie eine Frage ein.
Alle 31 beantworteten Fragen anzeigen


Benötigen sie kundenservice? Hier klicken

Gesponserte Links

  (Was ist das?)