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am 4. September 2015
Insgesamt erfreut mich diese Aufnahme sehr. Das Orchester Armonia Atenea spielt wie heute handelsüblich sehr kraftvoll und ba-rockig, findet aber insbesondere zu Beginn des 2. Aktes auch zu ausgehörten sanften Farben. Cencic ist, wie viele Rezensionen beweisen, sicherlich nicht ganz unproblematisch, aber sein strahlender, manchmal metallischer Ton ist hier sehr gut angebracht. Die beiden Perlen der Aufnahme sind aber sicherlich die Frauenstimmen Julia Lezhneva und Karina Gauvin. Erstere mädchenhaft und unfehlbar virtuos (außer einigen schrillen Spitzentönen in Cadenzas), letztere gewohnt dunkel timbriert und souverän. Dagegen fallen die weiteren Countertenöre und die Männerstimmen etwas ab, was aber der Stimmigkeit der Aufnahme keinen Abbruch tut, es sind wie bei Händel üblich Kleinstrollen. Anekdotische Nebenbemwerkung: Der Chor 'D'uom fiero nel soglio' nimmt teilweise wörtlich den Jägerchor aus dem Freischütz vorweg. Sollte Weber etwa...?
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am 30. Januar 2013
Die vorliegende Decca Einspielung der Händel Rarität Alessandro mit Armonia Atenea unter der Leitung des Händelspezialisten George Petrou ist ein exemplarischer Hörgenuß sondergleichen. Die Musik wird elegant, frisch, ausdrucksstark, modern und raffiniert serviert, und es kommt keinen Augenblick auch nur der kleinste Ansatz von Langeweile auf. Die Titelpartie wird von einem der weltbesten – wenn nicht DEM weltbesten – Countertenöre unserer Generation, nämlich Max Emanuel Cencic, geschmeidig, koloriert, leicht und elegant gesungen: die Stimme von Cencic ist flüssig, und wie immer ohne Bruch. Er untermauert zu Recht sein enormes Können und seine interpretatorische Stärke für einen sich selbst am Beginn des Stückes zur Gottheit erklärenden Künstler ist großartig. Julia Lezhneva wird schon zu Recht als ‚neue Bartoli‘ bezeichnet. Ihre Interpretation der Partie der Rossane ist exemplarisch und für viele Generationen beispielgebend. So einen schönen und modulationsfähigen Händel Sopran habe ich schon lange nicht gehört. Karina Gauvin singt die schwere Partie der Lisaura mit Genauigkeit, Raffinesse, Präzision, und Einfühlungsvermögen. Sie zählt zu Recht zu den besten Sopranen und ist auch auf dieser Aufnahme ein purer Ohrenzauber. Xavier Sabata setzt seinen warmen und innigen Altus als Tassile gekonnt ein, und aus den übrigen Partien weiß der Tenor von Juan Sancho mit einem wunderschönen Klangbild zu gefallen. Der dritte Countertenor im Bunde ist der junge Vasily Khoroshev, der im dritten Akt eine gekonnte Arie hinlegt: hohes Lob! Ich gebe dieser Alessandro Aufnahme das Maximum an Sternen, denn der spritzig, lockere Stil der Armonia Atenea unter George Petrou ist stilgerecht, werkgetreu, kompetent, und so schwungvoll, wie wenn man selber tanzen würde.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. September 2012
Bis vor kurzem war Händels Alessandro ungekürzt und authentisch nur in der 26 Jahre alten Gesamtaufnahme unter S. Kuijken präsent. Es wurde nun also höchste Zeit, dass diese auch auf den Bühnen wenig gespielte Oper in einer aktuellen Studioaufnahme auf den Markt kommt. Das Problem an Alessandro ist der totale Zuschnitt auf die drei damals größten Gesangsstars Senesino, Cuzzoni und Faustina-Bordoni. Dieses Trio dominiert die Oper nahezu total, so dass alle anderen Figuren fast zu Statisten werden, die mit nur einer oder höchstens zwei zumeist kurzen Arien abgespeist werden.
Bei Kuijkens Einspielung hatte man mit R. Jacobs in der Titelrolle sowie S.Boulin und I.Poulenard als Rossane und Lisaura drei der damals prominentesten Alte-Musik-Stars auf der Höhe ihrer Laufbahn zur Verfügung und jede Neueinspielung muß sich hieran messen.
Für mich ist M.E.Cencic mit seinem ausdrucksvollen, oft herrlich pathetischen und sehr modulationsfähigen Altus ganz klar die bessere Besetzung für die Senesino-Rolle, die von R.Jacobs oft recht manieriert und steril gesungen wurde. Allerdings ist deutlich zu hören, dass Cencic im Gegensatz zu Jacobs in der Höhe zu teils unangenehmen Härten neigt, die man besonders bei den Spitzentönen der freien Dacapo-Verzierungen wahrnehmen kann. Hier wäre ein etwas sparsamerer und weniger eitler Zugang zu der Partie wünschenswert gewesen. Karina Gauvin sind ihre 46 Jahre bei aller stimmlicher Qualität besonders bei Koloratursicherheit und Registerwechsel deutlich anzuhören, kein Vergleich zu der traumhaften I. Poulenard von 1984. Die größte Überraschung für mich ist die Faustina-Partie (Rossane) der hierzulande noch kaum bekannten zur Aufnahmezeit erst 21-jährigen (!) Julia Lezhneva, die in allen Bereichen eine Leistung bringt, die man nur mit größtem Staunen bewundern kann: Ein hochindividuelles ganz leicht in den Mezzo tendierendes Sopran-Organ, gleichermaßen souverän in Höhe und Tiefe, jugendlich strahlend und doch für eine so junge Sängerin erstaunlich emotional reif. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Künstlerin ihre grandiosen Gaben klug einsetzt und einem allzu frühen Starrummel zu widerstehen vermag.
Im Gegensatz zu der alten Aufnahme sind die Nebenrollen durchweg erstklassig besetzt, herausragend der 25-jährige Vasily Khoroshev als Cleone, der seine 2,5- Minutenarie im 3. Akt durch sein einzigartiges Timbre zum großen Ereignis macht- einer der Countertenöre der Zukunft.
Mit dem Dirigat von George Petrou bin ich trotz erstklassiger instrumentaler Leistungen des Athener Barockorchesters nicht immer glücklich: Allzu oft werden die Tempi drastisch forciert, manchmal regelrecht verhetzt, Akzente mit gewaltsamen Sforzati unhistorisch untermauert.Die ganze Oper dauert bei Kujken fast 17 Minuten länger. Diese überdrehte Art Händel unserer heutigen schnellebigen Zeit anzupassen, ist eigentlich schon wieder seit ein paar Jahren passé. Hier ist Kuijkens ruhigere und entspanntere Lesart klar überlegen.
Man sollte also die alte Gesamtaufnahme, die ihren Referenzcharakter nicht verloren hat behalten, kann sich aber über die insgesamt recht gute Neueinspielung und zwei hochtalentierte junge russische Sänger, die wohl strahlende Karrieren vor sich haben, durchaus freuen. Klare Kaufempfehlung!
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am 6. Februar 2013
Karina Gauvin überzeugt in ihrer umfangreichen Rolle der Lisaura wie stets mit makellosem Sopranton und souveräner Technik. Ihr Ausdrucksspektrum und ihre Technik sind bemerkenswert, ihr Timbre ist schlicht traumhaft.
Julia Lezhnevas Stimme ist in der Höhe hell und klar, im mittleren und tieferen Register mit einem in Anbetracht ihrer Jugend erstaunlich warmen und vollen Stimmklang.
Leider enttäuscht Max Cencic in der Titelrolle wie in den letzten Jahren immer wieder mit einem metallischen Klang, einer Stimme, die sich in der Höhe verengt und unangenehm grell wird. In der Rolle des Alessandro wäre eine der wunderbaren Altistinnen unserer Zeit eine erheblich stimmstärkere und heroischere, somit bessere Besetzung gewesen. Außerdem singt Cencic immer wieder erkennbar lediglich die Noten herunter, noch dazu in gehetztem Tempo und mechanischem Duktus. Bei seinem stets gleichem, höchstens mal etwas klagsamen Stimmklang ohne wirkliche Differenzierung klingen außerdem leider alle Arien gleich, ohne dass man erkennen könnte, welche Emotion gerade dargestellt werden sollte.
Zu dem Mechanischen dieser Einspielung trägt wesentlich auch das Ensemble bei, das die Arien überwiegend möglichst schnell herunterreißt, ohne Rücksicht auf den Sänger. Beim Vergleich zeigt sich, dass beinahe alle Arien erheblich schneller gespielt werden als in anderen Einspielungen, andere langsamer, was der Musik oft wenig gerecht wird. Zudem stören übertriebene Dynamikausbrüche den Gesamteindruck.
Weiter getrübt wird das Hören dieser Aufnahme durch die Besetzung mit dem Tenor Sancho, dessen grelle Stimme und unter Hochdruck stehende Gesangsweise für Verdi vermutlich gut geeignet ist, für Barockmusik aber gänzlich unpassend und schlicht störend. Es ist mir ein Rätsel, warum irgendjemand diesem Sänger, der außerdem seine Rezitative im Sprechgesang darbietet und offensichtlich keine Ahnung von barocker Gesangstechnik hat, Rollen ausgerechnet in Barockopern gibt.
Die Stimmen des Countertenöre, u.a. Xavier Sabata, sind anders timbriert als die von Cencic, ansonsten lässt sich ihrem Gesang jedoch nicht allzu viel abgewinnen.
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