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am 14. Oktober 2012
Wenn der gestandene Mumford & Sons-Liebhaber Babel einlegt und auf Play drückt, passiert folgendes: Der Titelsong läuft an, und nach spätestens 30 Sekunden weiß man: Man ist zuhause. Die Gentlemen of the Road haben Spaß an ihrem Album, das merkt und hört man.

Besagter Titelsong reißt mit, ohne aufdringlich zu sein, er macht Schweinehunde klein und Motivationsprobleme nichtig. "I know my weakness, know my voice, and I believe in grace and choice / and I know perhaps my heart is farce, but I'll be born without a mask."
In Whispers in the Dark kann man sich nur verlieben. So unschuldig. Und dann doch kraftvoll.
Die erste Singleauskopplung I will wait hält, was sie versprach, nur dass man in der Gesellschaft der anderen Tracks doch merken muss: Es geht noch besser als das.
Holland Road ist melancholisch, aber es erzählt eine Geschichte. Ein bisschen wie Autofahren, eine Reise, wie das Gefühl vom Unterwegs sein, auch durchs Leben. Für die Durststrecken, die es manchmal gibt. "If you believe in me, I still believe."
Ghosts that we knew ist eins der leiseren Lieder auf dem Album. Aber nicht minder schön. Ganz im Gegenteil. Es ist ganz groß. "So give me hope in the darkness and I will see the light cause oh, they gave me such a fright. I will hope as long as you like, just promise we will be alright." Es erzählt vom nicht alleine sein wollen, vom Hoffen. Der Joker für Momente, in denen man eigentlich aufgeben möchte. Weil man es eben doch nicht tut.
Lover of the Light rettet dann die Laune wieder. Tauglich für Sommernächte zum Mitsingen, urpositiv mit einem leichten Unterton, der bittet, die alten Fehler zu vergessen. Ein Lied von der Liebe ans Leben und die Liebe selbst. Wenn man es lässt, quillt es über davon, und man möchte die Welt umarmen. (Mumford & Sons eben.)
Lover's Eyes klingt anders, beginnt leise, traurig. Ein melancholischer Mann singt von einer Liebe, die ihn von Zeit zu Zeit überwältigt. Schön, klar. Auch wenn das manchen zuviel Liebe auf einen Schlag sein kann. Anhören sollte man sichs deshalb natürlich trotzdem.
Reminder ist da nicht anders. Thema Fernbeziehung. Oder doch einseitige Trennung? "A constant reminder of where I can find her, a light that might give up the way, is all that I'm asking, for without her I'm lost, Oh my love, don't fade away." Ein Lied von der Sehnsucht, das leiseste auf dem Album.
Hopeless Wanderer mutet erst nochmal langsam an, und man fragt sich schon, ok, wo ist der Rums hin, Verliebtheit hin oder her? Antwort: Bei 1:35. In alter Frische, wie sich das gehört. Die Melancholie steckt auch hier drin, aber die Melodie tut dem Lied nicht weh.
Und dann, fast am Ende, Broken Crown. Der düsterste Song auf dem Album. (Vielleicht brauchbar, wenn die ganze Liebe von vorher zum Gegenteil geworden ist?) "Better not to breathe than to breathe a lie." Aber mit auch der stärkste. Die Weigerung eines Sündenbocks. Er strotzt vor Kraft, und, ja, vor Enttäuschung, vor Ohnmacht, vor Wut, und immer vor Melodie und Textstärke, aber genau sowas braucht man nun manchmal. "Cause in this twilight, how dare you speak of grace?" Mumford & Sons lassen einen auch in solch ekelhaften Momenten nicht allein.
Below my Feet holt einen dann wieder auf die Beine. Es ist dezent, aber wunderschön. Es bittet um Geduld, darum, einen nicht aufzugeben.
Not with Haste, der letzte Song (leider, leider!), ist ein bisschen ruhig und ein bisschen episch. Es erzählt vom Leben und von solchen Sommernächten, in denen man Lover of the Light singen würde. Von Zeiten, in denen man tatsächlich glaubt, dass alles gut wird und man alles hinkriegt, in dieser süßen Naivität. "We will run and scream, you will dance with me, they'll fulfill our dreams, and we'll be free / and we will be who we are, and they'll heal our scars, sadness will be far away." Und hier verlassen uns die Herrschaften, denn so sollte es sein.

Fazit/Favoriten: Babel (ganz klar!), Holland Road, Ghosts That We Knew, Lover of the Light, Hopeless Wanderer & Broken Crown. So oder so ist wohl für jeden was dabei. Ein Album zum Autofahren, für nachts, für tagsüber, zum träumen, zum Sachen anpacken. Und immer (so geht es zumindest mir) ist da das innere Bild einer Straße, die an einem vorbeizieht. Das Album, ja, weiß auch nicht, bringt einen weiter. Aber auch abgesehen von halb pathetischen, persönlichen und emotionalen Eindrücken: Das Album ist großartig. Fünf Sterne von mir.

Mag sein, dass manchen Instrumente, Texte und Songauswahl zu altbekannt sind. Nichts Neues. Aber wieso sollte man dann ein Album von einer Band kaufen, die man schon kennt? Mumford & Sons erfinden mit Babel nicht das Rad neu, aber das müssen sie auch nicht, Erfolg hin oder her. Das, was sie tun, können sie nunmal. Und das extrem gut.
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am 20. April 2013
Bin schon lange auf der suche nach musik die ungewöhnlich gut klingt liebe Countrymusik und tja wer Country mag der mag auch Folk,war begeistert von diesem Album und habe auch das erste gleich runtergeladen als mp3 ist absolut das Geld wert,kauft es es lohnt sich kann kaum erwarten bis das nächste heraus kommt !!!!!!!!!!!!!!!????
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am 21. September 2012
Ein großartiges, neues Album!

Wie man es von den Jungs kennt, werden sie auch wieder mit tollen Texten um sich und der Folk-Sound klingt noch immer toll :)

Ich wurde nicht enttäuscht!
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am 3. März 2013
In Amerika ist handgemachte Musik zur Zeit das große Ding. Mumford & Sons aus »Old Europe« haben da den richtigen Zeitpunkt für ihren großen Durchbruch erwischt. Für ihren Erstling »Sigh no more« gab es deshalb gleich zwei Grammy-Nominierungen.

Die Erwartungen an Follow-Up »Babel« waren natürlich riesig. Zum Glück konnten die »Momsons« die Erwartungen ihrer vielen Folkfans erfüllen – vor allem wohl deshalb, weil die Songs zum Teil schon vor Jahren geschrieben wurden und damit kein Hörer des Erstlings beim Durchhören fremdeln müsste.

Warum auch die Zutaten ändern, wenn der Laden brummt? Das Rezept der Countrystyler ist nahrhaft und kommt offenbar überall gut an: Folk minus Gesellschaftskritik plus verklausulierte Bibel- und Romanzitate – und eine Tasse Indierock obendrauf. Fertig ist der Folk für die Charts.
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am 29. Dezember 2016
Ziemlich eintönig und daher sehr langweilig leider. 2 gute lieder sind dabei aber das war es dann auch...bereue den kauf
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am 28. April 2014
Mir wurde die Band von einer Bekannten empfohlen und nach den Einflüssen eines Songs auf den Filmsoundtrack von "Brave / Merida" habe ich mir "Babel" angeschafft. Ingesamt bin ich von der CD sehr enttäuscht. Mumford & Sons haben zwar zweifellos einen eigenen Stil, aber der rettet auch nichts, wenn sich jedes Lied auf der Scheibe gleich anhört und der Gesang nach einigen Minuten Hören einfach nur noch wie Gejammer klingt. Schade um's Geld, auch wenn ich die CD immerhin als Sonderposten auf Amazon erstanden hab.
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am 19. Juni 2013
Die Musik ist mir echt zu lahm. Ich hatte aufgrund der vielen positiven Rezensionen erwartet, dass auch ein paar Lieder dabei sind die einen vom Hocker hauen und man nicht mehr stillsitzen kann. Aber das einzige Lied, das irgendwie ein bisschen Leben hat ist "I will wait". Der Rest besteht aus meiner Sicht nur aus Balladen. Das ist einfach too much.
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am 14. Dezember 2012
Natürlich gab es um Mumford and Sons und ihr Debütalbum "Sigh No More" einen Riesen-Hype. Aber Hypes gibt es zuhauf. Der wahre Gradmesser ist da zumeist das zweite große Album. Und hier schlagen Mumford and Sons im Gegensatz zu vielen Ein-Jahres-Bands ein wie eine Granate. Was für ein wuchtiges Ding ist das denn bitte? "Babel" strotz nur so vor ekstatische treibenden Rhythmen in fast schon klassischer Bluegrass-Instrumentierung. Selbstverständlich erfinden sich M&S in "Babel" nicht neu: Melodieführung oder Liedstruktur errinnern schon stark an das erste Album und den typische Sound, der man nach 3 Sekunden erkennt, aber warum sollte man sich bei solch einem Erfolg und einer Riesen-Fangemeinde auch alle 2 Jahre neu erfinden. Wer "Sigh No More" nicht mochte wird auch "Babel" nicht mögen. Wer hingegen schon das Debüt toll fand, wird Babel lieben. Und wer Mumford and Sons bis jetzt nicht gekannt hat, hat ordentlich was nachzuholen!
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am 9. November 2012
Mann, habe ich auf dieses Album gewartet und mich auf das Erscheinen gefreut! Natürlich gings gleich in die Vorbestellung; hier empfehle ich übrigens auf die etwas teurere Import-CD zurückzugreifen, da diese im Jewel-Case erscheint und nicht im Pappe-Deckel, über den sich alle beschweren.
Die künstleriche Gestaltung des Cover und des Inlay entsprechen den Ansprüchen der Band und sind sehr schön geworden.

Leider ist die Hauptsache, die Musik, etwas zu vorhersehbar geworden. Man könnte fast meinen "Sigh No More" sei ein Doppelalbum und dies die zweite Platte mit den Outtakes, oder B-Sides.

Zu fast allen Titeln auf "Babel" finden sich thematisch ähnliche Songs auf "Sigh No More".
Was mich bei "Sigh No More" so fasziniert hat war die Klarheit der Songs, das nicht so glattgeschliffene, etwas Kantige Spiel, die spannenden Momente wenn der Song plötzlich eine ganz andere Wendung nimmt, die Tiefgründigkeit und Ansprache des Sängers.

Hier ist eindeutig eine Entwicklung zu merken, nur ob ich Sie gut finden soll, weiß ich noch nicht.
Die Songs sind etwas zu glatt, jedoch eingängig und kompakt komponiert. Mir fehlen die Überraschenden Momente und hört man genau hin, geht einem das Banjo irgendwann prächtig auf die Nerven, da scheinbar immer der gleiche Riff gespielt wird. Es sind durchaud gute Stücke auf "Babel", aber keines davon geht einem so unter die Haut wie "A White Blank Page" aus dem Debüt-Album.

Alles wirkt ein wenig auf gefälligen Kommerz getrimmt auf Kosten der Spiel- und Improvisationsfreude unserer vier Helden.

Schön, aber schade das nix besseres dabei rausgekommen ist.
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am 14. Juni 2017
Man muss sie mögen und man muss einen CD-Schlitz haben, sonst macht es keinen Sinn. Im Auto, vorzugsweise bei hohen Geschwindigkeiten heizen die Jungs noch mal so richtig rein.
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