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am 26. August 2013
...diese Adjektive fallen mir bei den Klängen ein, die der Trompeter Erik Truffaz seinem Instrument entlockt. Seine aktuellen Begleiter erzeugen einen kongenialen Klangteppich aus analog verfremdetem Orgelsound und einem verhalten treibenden Schlagzeug: Ist das Musik aus dem Paradies? - Ich denke ja, jedenfalls scheint es, als ob Truffaz einen direkten Draht dorthin hat. Dies übrigens im Gegensatz zu dem Einheitsgedudel tausender Veröffentlichungen des "Lounge"- und/oder "Ibiza"-Genres, die bestenfalls als Hintergrundmusik für ein mediterranes Rotweingelage dienen können (meinetwegen auch mit Sonnenuntergang).

Truffaz ist in Deutschland noch recht unbekannt, außer im Raum Heidelberg / Mannheim / Ludwigshafen, wo man seine musikalische Entwicklung im Rahmen der "Enjoy Jazz" Festivals bisher gut verfolgen konnte. Ich hatte das große Glück, ihn anläßlich des diesjährigen Jazz & Joy Festivals in Worms in grandioser Kulisse des Innenhofs des Andreasstifts zu erleben. Dort trat er im wesentlichen mit der gleichen Besetzung auf, wie auf diesem Album, allerdings ohne die Sängerin Sophie Hunger. Allein der Bühnenauftritt rührte einen zu Tränen. Ein schmächtiger, bescheidener Mensch in ebenso bescheidener Kluft betritt die Bühne und im gleichen Moment beginnnen Orgel und Schlagzeug einen Klangteppich auszurollen, auf dem sich der Trompeter unendlich sensibel und oft nur andeutungsweise zwischen den Harmonien bewegt. Ein Vergleich mit dem späten Chet Baker drängt sich auf, aber dieser war noch einer balladenhaften Jazz-Tradition verhaftet, die er zwar ebenfalls mit teils extremer Sensibilität interpretierte, die aber aufgrund ihrer tradierten Harmonien und Spannungsbögen ziemlich vorhersehbar war (Ausnahme: C.B.s letztes Konzert). Truffaz wird vom einen oder anderen auch gern mit Miles Davis verglichen, aber auch hier hinkt der Vergleich m.E. erheblich. Truffaz ist mit Sicherheit nie der Bop-Tradition verhaftet gewesen, vielleicht gibt es aber die eine oder andere Wurzel im modalen Jazz des späten Miles Davis; - am ehesten wird man vielleicht bei der Technik extrem lang gehaltener und brüchiger Töne Ähnlichkeiten finden.

Abschließend noch ein Wort zur erwähnten Nähe dieses Albums zu den heute bekannten "Lounge"-Stilen. Klar, der jugendliche Hörer wird bei dieser Musik sofort an Trip-Hop oder Ambient-Music denken, die stilistische Ähnlichkeit ist sicher auch vorhanden. Dennoch behaupte ich, dass diese Musik kein "Easy Listening" ist, da sie sicher nicht als entsprechende Programm-Musik komponiert und interpretiert worden ist, sondern ein aktuelles musikalisches Statement eines grandiosen Jazz-Musikers ist, der sich in den letzten Jahren in über 30 Alben mit unterschiedlichsten Stilen auseinandergesetzt hat und der zuletzt mit Musikern des türkischen und arabischen Raums gearbeitet hat (unbedingt hörenswert: das Album "Istanbul Session" von Ilhan Ersahin).

Steten Wandel bezeichnet man eigentlich als "Evolution", - dennoch ist der Titel des Albums absolut passend gewählt. Aber um dies zu verstehen, - und man wird es verstehen, - muss man es hören!
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am 3. Januar 2013
herrlich leichtgängig groovend kommt der Sound von monsieur truffaz daher. er driftet dennoch nie ins zuSeichte oder Klischeehafte ab. Im Titelstück, sowie in den drei Titeln mit Gesang nähert man sich stilistisch spürbar der Popmusikwelt und
reisst dabei weitere Genregrenzen ein. Dazu nicht unpassend der titel, auch wenns sich um eine spürbar sanfte Revolution handelt,die die Musik als das verbindenste kommunikative Element auf dieser Welt versteht. Die Integration der Gesangsstücke in
das Gesamte ist durchaus gelungen und wird auch nie auf banale Weise popmusiklastig. truffaz integrirert sich meistens dem
gesamten dienend. Auf virtuose solistische Eskapaden muss man hier verzichten nicht aber auf die Erkenntniss, dass er einer der
absolut ausdrucksstärksten Trompeter unserer Zeit ist. An einigen Stellen zeigt er höchst eindrucksvoll welche Klangmodulationen natürlicher Art von Ton zu Ton sich wandelnd auf diesem Instrument möglich sind.
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am 7. Februar 2015
Ich hatte einmal durch Zufall einen Song von Erik Truffaz, den ich vorher nicht kannte, im Radio gehört und mich dann ein wenig durchgehört. El Tiempo de la Revolucion ist eine sehr ruhige und emotional CD, die man wunderbar zum Entspannen hören kann. Da ich selber Musik mache muss ich auch sagen, dass die technischen/ musikalischen Fähigkeiten der beteiligten Musiker sehr gut sind. Wie ich finde eine sehr empfehlenswerte CD!!!
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