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am 28. Juni 2017
Wie auch die Vorgänger der Serie über Kurt Wallander ist auch dieser Teil wieder einmal perfekt.
Einmal angefangen zu lesen, kann man nicht mehr mit dem lesen aufhören. Menschenhandel und Zwangsprostitution sind die Kern Themen in diesem Buch. Wie hoch es in der Hierarchieebene mit diesen Problemen geht, wie verstrickt die ganze Situation ist und wer alles seine Finger im Spiel hat.

Viel Spaß beim lesen
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am 12. November 2011
Wie man es von Henning Mankell gewohnt ist, erscheint auch diese Geschichte schlüssig, gut aufgebaut in der Spannung und mit "starker Stimme" erzählt. Schon das Buch, "die falsche Fährte" war fesselnd und auch in der Hör-CD Version kann der Spannungsbogen gehalten werden. Immer sind es auch die kritischen Themen, die Mankell in seinen Büchern verarbeitet, die seine Geschichten glaubwürdig machen. Hier geht es um Ausbeutung und Prostitution bei jungen Frauen, die verschleppt aus ihren Heimatländern u.a. keinen anderen Ausweg als den Freitod sehen. Wie im wirklichen Leben sind wohlsituierte alte Männer ein Teil des Grauens, die sich skrupellos über alles hinweg setzen, um ihre Lust zu leben. Koste es, was es wolle. Der "Rächer", auch noch ein halbes Kind, handelt aus Verzweiflung, um seine Schwester zu "erlösen", zwar mit ungewöhnlichen Mitteln, aber effektiv und es bekommen genau die ihre Strafe, die verwickelt sind in Lug, Trug und Gewalt. Ein fesselndes Hörspiel, auch wenn man das Buch schon kennt.
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am 28. Juni 2002
Das Grauen schlägt wieder zu im trüben Schonen - mehrere Männer werden brutal ermordet und skalpiert. Wallander und sein Team jagen im heißen Sommer 1994 während der Fußball-WM einen Serienkiller, folgen aber zuerst mehreren falschen Fährten, denn die Wahrheit ist schrecklicher als ihre Vorstellung davon... Dieses Buch gehört für mich zu den besten Wallander-Romanen, und wie schon in den beiden Vorgängerwerken "Die weiße Löwin" und "Der Mann, der lächelte" gerät Wallander auch hier wieder selbst schnell ins Visier des Täters und in Lebensgefahr. Auch wenn Mankell wieder sehr viel Platz für Wallanders stete Selbstzweifel und die ausschweifenden Irrwege der Ermittlungsarbeit verwendet, bleibt die Spannung konstant und die Atmosphäre wie gewohnt düster und bedrohlich. Selbst dass der Täter dem Leser schnell bekannt wird, tut der Spannung keinen Abbruch, denn die Hintergründe und die beklemmender Frage nach dem Motiv bleiben bis zum Ende offen. Ein umfangreicher, spannender Schwedenthriller, den man so schnell nicht wieder aus der Hand legt!
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am 10. April 2017
Klappentext: Der Selbstmord eines jungen Mädchens ist nur der Auftakt zu einer dramatischen Jagd nach einem Serienkiller, der in der Maske eines Indianers tötet. Wallander steht vor einer der kompliziertesten Ermittlungen seiner Laufbahn: Welche Verbindung gibt es zwischen den Opfern, einem pensionierten Justizminister, einem bekannten Kunsthändler, einem kleinen Hehler und einem Finanzhai? Warum hat der Täter sie alle auf so grausame Weise ermordet? Schon bald stellt sich heraus: Nicht nur der Mörder agiert mit erschreckender Kaltblütigkeit, sondern auch die ermordeten Männer haben entsetzliche Verbrechen begangen - ein alptraumhaftes Szenario. Und Wallander ahnt weder, welche Rolle er selbst in den rituellen Handlungen des Mörders spielt, noch welches Entsetzen ihn mit der Enthüllung von dessen Identität erwartet. Tief im Innern weiß Wallander, daß es eine Verbindung zwischen der Selbstverbrennung des jungen Mädchens und einer kranken Täterseele gibt...

Fazit: Kurt Wallander, Hauptkommissar aus der südschwedischen Provinz, muss sich in seinen fünften Mordaufklärung mit tiefgreifende gesellschaftlichen Wandel und der Psycho des Menschensein während der Fußball-WM 1994 erschreckende und aktuelle Erkenntnisse akzeptieren und krimilogische Ermittlungsarbeit leisten.

'Die falsche Fährte' ist aus der Feder Schwedens berühmtesten Autors Henning Menkell und mit knapp 500 Seitendicke ein mittlerer Roman über den Polizisten, geschiedene Ehemann und Vater und Vertreter einer sich im Wandel berindeten Gesellschaftform Schwedens, die durch die Modernisierung durch Computer und angsteinflößender psychologischer Kriminalitätsintensivsierung spricht. Mankells typische Erzählweise mit seinen Schreibstilmusterwiederungen wird von Fallaufklärung immer feinsinniger gesponnen, sodass der Leser eine gut durchdachten Handlungsverlauf in beinahe Echtzeitmodus vorfindet und sich doch sanft auf eine tiefgründigen Thementauschgang begeben kann ohne von Autor markierten Kurs abzukommen. Auch die lebhaften 'Mordbegehungsbeschreibungen', wo der Leser wie eine (unsichtbare) Ratte auf den Schulter des 'Heiligen-Aufgaben-verrichteten-Racheengels' sitzend die detailvollen Handlungen auf erster Reihe beobachten muss, lässt den Leser in ihrer kaltblütigen Brutalität und brillanten Ausführungen fast den Atemstocken auf der einn AHndlungsstrang und die menschliche Abgründe, die vor politisch-wirtschaftlicher Kulisse ungefiltert die aktuellen Berührungspunkte auch nach über 25 Jahren (1994-2017) nicht klein reden auf den zweite Handlungsstrang des Kriminalromans.

Diese literarische Werk kündet von einer neue Kriminalitätszeitalter, das von Gewissenlosigkeit, Machtmissbrauch und angstumgehender Realitäten durchzogen ist, einem Wandel in der Polizeiarbeit (Schwedens) und erzählt unterschwellige Familienstände, die in den westlichen Zivilisationsstatt gibt...4,0 Sterne
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TOP 1000 REZENSENTam 19. September 2015
Es ist der Sommer des Jahres 1994. Ein junges Mädchen verbrennt sich vor den Augen von Kriminalkommissar Kurt Wallander in einem Rapsfeld. Dieser unfassbare Selbstmord ist der Auftakt zu einer Jagd nach einem grausamen Serienkiller, der in der Nähe von Ystad seine Opfer allesamt skalpiert. Zu den Toten gehören ein pensionierter Justizminister, ein bekannter Kunsthändler, ein Hehler und ein Wirtschaftskrimineller. Wallander steht vor einer der kompliziertesten Ermittlungen in seiner Laufbahn. Warum hat der Täter seine Opfer ausgewählt?

Mit absoluter Brutalität und einer rohen Gewalt mordet der Serientäter in diesem Wallander-Krimi. Das ist auch für Kurt Wallander trotz seiner langjährigen Erfahrung eine schockierende Angelegenheit. Selten ist die Situation so undurchsichtig wie in diesem Fall. Wallander und sein Team sammeln mühsam und mit großem Einsatz von geduldiger Spurensuche jedes noch so kleine Puzzleteil, untersuchen immer neue Ansätze im Zusammenhang der Opfer bis sie endlich die Mordgründe klar vor Augen sehen. Die Ermittlungsarbeit erhält in diesem Buch einen großen Stellenwert.

Der Leser wird von zwei Seiten informiert. Die eine Erzählperspektive ist dem Täter gewidmet und parallel dazu geht es um die Recherchen von Wallanders Team. Dadurch erkennt der Leser schon früh die Identität des Täters, was dem Roman etwas an Spannung raubt. Dafür gehen die Einblicke in die Probleme der menschlichen Gesellschaft aber sehr tief und mir als Leser ziemlich an die Nieren.

Für diesen Wallander-Krimi braucht man Nerven wie Drahtseile und darf keine Scheu vor der Darstellung brutalster Gewaltszenen haben. Die gesellschaftskritische Ader Henning Mankells kommt auch in diesem Band wieder deutlich zum Tragen.

Für Mankell-Fans ein Muss, für alle anderen ein gesellschaftskritischer und brutaler Kriminalroman aus der schwedischen Heimat Kurt Wallanders, der mit seiner spannenden Handlung nur so fesselt.
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am 8. November 2001
Es ist nach "die fünfte Frau" das zweite Buch welches ich von Mankell las. Die Story um Kurt Wallander ist lebendig geschrieben und trotz ihres skurrilen Charakters auch für zarte Gemüter geeignet (sofern sie die Mord- und Opferbeschreibungen schnell überlesen). Es handelt sich hier nicht um eine heroische Darstellung eines Gesetzesvertreters, sondern beschreibt eher den täglichen Ablauf mit allen Hürden und menschlichen Schwächen eines Kriminalpolizisten. In dieser Geschichte geht es um Mädchenhandel und die Auswirkungen innerhalb des sozialen Umfelds aller Betroffenen. Eine Empfehlung, aber kein Muss ist es, die Bücher in der Reihenfolge ihrer Erscheinung zu lesen, denn es gibt immer wieder Zusammenhänge mit vorherigen Geschichten. Einziger Wehrmutstropfen: Wie spricht man diese schwedischen Namen aus :-)
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am 21. Oktober 2001
Der Roman beginnt damit, daß Kommissar Wallander zu einem Bauern gerufen wird, der schon den ganzen Tag beobachtet, daß sich in seinem Feld eine fremde Frau aufhält. Als Wallander sich dieser Frau nähert, überschüttet sich diese mit Benzin und verbrennt sich. Eine lebende Fackel, die Wallander nicht mehr zur Ruhe kommen läßt. Allerdings wird seine ganze Kraft und Aufmerksamkeit bald von einer besonders grausamen Mordserie in Anspruch genommen. Hier lernen wir die Arbeitsweise des Kommissars kennen, das mühsame Tüfteln, die schlaflosen Nächte, die Zusammenarbeit im Team. Der Leser lernt den Menschen Wallander kennen mit all seinen Zweifeln und Nöten. Man bekommt das Gefühl, als würde man ihn schon lange und gut kennen. Auch aus diesem Grunde wird das Buch unglaublich spannend und beklemmend als er und seine Tochter selbst in Gefahr geraten. Aber mehr sei nicht verraten. Mankell hat es verstanden die Zusammenhänge sehr glaubhaft darzustellen und am Schluß hat er sehr gekonnt wieder den Bogen zu dem brennenden Mädchen gespannt. Dieses Buch möchte man, einmal angefangen, nicht mehr aus der Hand legen.
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am 18. Oktober 2001
Der ungewöhnliche Einstieg veranlasst nicht gerade zum Weiterlesen. Die Geschichte eines Mannes, welcher seine Frau durch Krankheit verliert und dem nur seine Tochter bleibt, die ein besseres Leben haben sollte. Ungewöhnlich für einen Krimi! Zudem wird erst spät klar, in welchem Zusammenhang diese Geschichte mit dem anschließenden Krimi steht! Dieser allerdings hat es dann in sich. Auch Morde natürlich, teilweise wenig appetitlich geschildert. Das Buch aber ist weniger davon geprägt, den Mörder finden zu müssen, denn dieser tritt schon nach kurzer Zeit recht deutlich in den Vordergrund. Die zunehmende Spannung, die einen nach etwas zähem Anfang dann aber zum Lesen treibt, besteht vielmehr darin, dass der Leser unweigerlich in die Ermittlungen einsteigt. Er sieht am Tatort Besonderheiten, die Kurt Wallander und seiner Ermittlungsgruppe zunächst verborgen bleiben. Man möchte ihn darauf hinweisen, ihm helfen. Der Leser wird so ein Teil der Ermittlungsgruppe, auf den jedoch nicht gehört wird. Er wartet mit Spannung darauf, wann es endlich soweit ist. Wann auch die Ermittler diese Zeichen sehen, die dann schließlich den Fall lösen und zu einem Ende bringen, das Kurt Wallander lange Zeit nicht wahr haben wollte.
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am 28. Februar 2002
Die "Falsche Fährte" ist mein 3. Buch dieses Autors.
Wieder einmal hielt mich Mankell mit diesem Roman von der ersten bis zur letzten Seite in Atem.
Als, für Wallander unerklärlich bestialisch-brutale, Morde geschehen, versucht er zweifelhaft, und oftmals seblstzweifelnd, Zusammenhänge zwischen den Opfern zu finden. Eines ist für ihn schnell klar: Es handelt sich um den selben Mörder.
Ein absolut erschütterndes Erlebnis bringt ihn fast um den Verstand.
Selbst als Leser "sieht" man das unfaßbare vor dem inneren Auge, sodaß man ebenfalls wieder daran denken muß, wenn sich dieses Erlebnis in Wallanders Erinnerung zurückmeldet.
Zeitweise tappt er scheinbar im Dunkeln, bis ihm Kleinigkeiten einfallen, die er durch neue Erkenntnisse in ganz anderem Licht sehen und daraus neue Schlüsse ziehen kann. Unerwartete Hinweise bringen neue Zusammenhänge.
Ein "Mankell" wie eh und je.
Leider schaffts der Verlag nicht die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu veröffentlichen.
Wieso es so wichtig ist: Ich hatte vor diesem Roman "Die fünfte Frau" gelesen. In diesem Roman tritt ein Ereignis ein, welches sich in "Falsche Fährte" ankündigt.
Etwas unglücklich, wie ich finde.
Alles in allem ist es aber nicht sooo tragisch, da die eigentliche Handlung von diesen Ereignissen weitestgehend unberührt bleibt.
Eins ist klar: Wer Mankell gerne liest, wird mit "Falsche Fährte" alles andere als einen Fehlgriff tätigen. Ich kann diesen Roman nur allen wärmstens empfehlen.
Wieder eine aüßerst spannende Geschichte um den schwedischen Kommisar und seine Manschaft!
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am 19. April 2001
„Die falsche Fährte" ist im dtv nach der „Fünften Frau" erschienen, also nicht in der „richtigen" Reihenfolge. Das ist nicht weiter schlimm, sollte aber zumindest nicht dazu verleiten, „Die falsche Fährte" als Abklatsch oder zweiten Aufguss der „Fünften Frau" anzusehen - wenn überhaupt, dann verhält es sich gerade umgekehrt. Wenn überhaupt: in der Musik ist es nicht unüblich, Variationen zu einem Thema auszugestalten - warum sollte ein Krimiautor nicht auch diesen Weg gehen können?
Wallander und Kollegen sehen sich mit einer grausigen Mordserie konfrontiert. Nachdem bald Klarheit darüber herrscht, dass es sich in allen Fällen um ein und denselben Täter handeln muss, ist es die wichtigste und vordringlichste Aufgabe des Ermittlungsteams, Zusammenhänge, Berührungspunkte, Verbindungslinien zu erkennen. Solche zeichnen sich zwischen den ersten beiden Opfern auch schnell ab - aber Wallander ist erfahren genug, um die Ermittlung nicht zu einseitig nur in eine Richtung voranzutreiben; immer sieht und ahnt er die Gefahr, sich auf einer falschen Fährte zu befinden.
Der Leser ist in einer glücklicheren Position, er weiß mehr, da er die Geschehnisse auch aus Sicht des Täters miterlebt; etwa zur Mitte des Buches hin kennt er bereits die Identität des Täters. In meinen Augen tut das der Spannung aber keinen Abbruch - im Gegenteil liegt hier gerade der besondere Reiz. Wie kommt Wallander den Dingen (von denen wir als Leser wissen) auf die Spur? Wie deutet er die kleinen und kleinsten Zeichen und Hinweise (die wir ohne weiteres verstehen)? Ordnet er die Geschehnisse (deren Hintergründe und Motive wir kennen), richtig ein? Gerade diese Fragestellungen, die der Leser im Verlauf der story immer aktiv (mit-)verfolgen kann, stehen im Mittelpunkt der Lektüre und machen „Die falsche Fährte" so interessant; wir haben hier eben kein einfaches „whodunit?", in dem ein genialer Ermittler einsam seine Schlüsse zieht und am Ende einen Täter präsentiert, mit dem sonst niemand gerechnet hätte. Wer Krimis nach solchem Strickmuster vorzieht, sollte allerdings die Finger von „Die falsche Fährte" lassen.
Nein, Mankell schildert hier sorgfältig und nachvollziehbar die oftmals kleinteilige Ermittlungsarbeit; und dazu gehört es auch, dass die einzelnen Indizien in Gesprächen mit den Kollegen immer wieder durchgegangen und neu bewertet werden, um schließlich zu einem (hoffentlich) passenden Gesamtbild zu gelangen. Dazu gehört auch, dass Fakten zusammengetragen werden, die vielleicht zur Aufklärung des Falles gar nichts beitragen - Wallander kommentiert: „Dann wissen wir das". Und schließlich gehört dazu, dass zwar die richtigen (der Leser weiß es: die entscheidenden...) Fragen gestellt, aber nicht immer die richtigen Antworten gefunden werden.
Um es kurz zu sagen: „Die falsche Fährte" bietet auf etwas über 500 prallen Taschenbuchseiten Spannung und Krimivergnügen pur!
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