Hier klicken Sale Salew Salem Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Jetzt informieren Bestseller 2016 Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More TDZ HI_PROJECT Hier klicken Mehr dazu Mehr dazu Shop Kindle AmazonMusicUnlimited longss17

Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
228
4,4 von 5 Sternen
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

TOP 1000 REZENSENTam 23. Juni 2017
Ein sehr großer bildmächtiges Epos, ein großer Monumentalfilm, für den jedes noch so große TV-Bild noch zu klein erscheint: David Leans "Lawrence von Arabien" ist einer der besten Kinofilme aller Zeiten und ausgezeichnet mit 7 Oscars (Bester Film, beste Regie, bestes Szenenbild, Beste Kamera, Bester Schnitt, bester Ton und beste Musik. Nominiert waren auch Omar Sharif als bester Nebendarsteller, das beste adaptierte Drehbuch und natürlich Peter O'Toole für seine phänomenale Leistung als Offizier Thomas Edward Lawrence.

Er hätte wohl in jedem anderen Jahr den Oscar auch gewonnen, aber in diesem Jahr war Gregory Peck als Atticus Finch in "Wer die Nachtigall stört" - eine Filmfigur, die in der Best Of Liste des American Film Institute auf Platz 1 der größten Filmhelden auftaucht. Allerdings befindet sich auch Peter O'Tooles Performance als "Lawrence von Arabien" in den Top 10 dieser Liste.
Der Film selbst ist überwältigend fotografiert (Freddie Young) und mit schöner Melancholie und noch näher definierbarer Sehnsucht durchzogen, die noch einmal in der Schlußszene sichtbar wird. Auf der Fahrt nach Hause durch die Wüste, meint Lawrence Fahrer "Es geht heim, Sir" und wehmütig blickt der Held noch einmal auf die Wüstenlandschaft und auf die Beduinen, die mit ihren Kamelen dort reiten. Er liebte die Wüste und war wie im Film sehr oft erwähnt wird "ein halber Araber".
David Lean lässt sich sehr viel Zeit für seine Geschichte, dadurch gewinnt dieser große Wüstenfilm viel Kraft und die langen Einstellungen vom Ritt durch die Wüste wirkt atemberaubend und sieht bombastisch aus.

Unvergessen die lange Sequenz, als Lawrence (Peter O'Toole) mit seinem Beduinen-Führer (Zia Mohyeddin) nach langem Ritt erstmalig wieder an eine Quelle kommt. Das Wasser gehört dem Stamm der Harith und sie trinken aus dem Brunnen. Sie schauen in die unendliche Wüste, ein schier unendlicher Horizont ist sichtbar. Und ein unendlichen Panorama, menschenleer...doch dann nähert sich ein schwarzer Punkt. Der wird langsam größer und und größer, es fällt ein Schuß. Sherif Ali (Omar Sharif), der Besitzer des Brunnens, hat den arabischen Masruh Führer von Lawrence erschossen.

Lawrence wurde auserkoren die Araber und insbesondere Prinz Faisal (Alec Guinness) zu beobachten, dessen zukünftige Pläne zu deuten. Dies beinhaltet nach Lawrence Vorstellungen auch die Einigkeit der vielen arabischen Stämme und tatsächlich wagt er gemeinsam mit Sherif Ali die kaum passierbare Wüste Nefud zu durchqueren, was noch keiner vor ihnen geschafft hat. Doch wer er schafft, der kann die von den Türken gut geschützte Hafenstadt Akaba erreichen und die Stadt einnehmen, da die Kanonen alle aufs Meer gerichtet sind. Der Weg dorthin ist eine tödliche, glühende Sandeinöde. Doch allen Bedenken zum Trotz schaffen die Reiter das Unmögliche. Lawrence reitet sogar noch einmal zurück als er merkt, dass Gasim (I. S. Johar) nachts vom Kamel fiel und ohne Hilfe sterben wird. Er rettet den Mann und kümmert sich auch rührend um die beiden Waisen Farraj (Michel Ray) und Daud (John Dimech), die ihm unter allen Umständen dienen wollen. Tatsächlich gelingt es dem egozentrischen Individualisten auch ein Waffenstillstand zwischen Auda Abu Tayi (Anthony Quinn) und den Männern von Feisal. Die Stadt Akaba wird erobert. Und Lawrence wird immer mehr wie ein Halbgott von den Arabern verehrt. Diese können jedoch nicht sehr gut mit ihrer neugewonnenen Freiheit umgehen...

"Lawrence von Arabien" hinterlässt den Zuschauer immer noch sprachlos und irgendwie betäubt. Viele Szenen bleiben unvergessen. Etwa wenn T. E. Lawrence in einer strahlend weißen Dschellaba durch die Wüste übermütig, erleichtert und selbstverliebt in der Wüste tanzt. Im Laufe des Films wird aus dem menschenfreundlichen Idealisten ein fantatischer Kämpfer, getrieben von Wahnsinn und Mordlust, nachdem er der Folter durch die Türken (u.a. Jose Ferrer) entkam. In weiteren Rollen sind Jack Hawkins, Arthur Kennedy, Claude Rains und Anthony Quayle zu sehen. Peter O'Toole ist perfekt als widersprüchlicher Held. Beim ersten Kinoeinsatz wurde der Film leider geschnitten, erst im Jahr 1989 brachte David Lean eine hervorragend restaurierte Fassung mit der Originallänge von 222 Minuten heraus.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Februar 2017
Der Film Lawrence von Arabien - Steelbook [Blu-ray] zeigt den Werdegang des etwas für meine Begriffe hochnäsigen und überheblichen englischen Leutnant der eigentlich nur für gewisse Aktionen jedoch nicht für den Einsatz an der Front geeignet war. Meines Erachtens nach hatte er sich voll übernommen gehabt durch die anfänglichen Erfolge. Jedenfalls informativ und sehenswert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. März 2017
Für ein paar Euro bekommt man ein Zeitlosen Klassiker. Dieser Film wurde sehr gut Remastert und das Steelbook macht mit seinem Wüstencover einen sehr schönen Eindruck.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. Dezember 2006
Zur Blu-ray:

Die Blu-ray selbst bietet einiges an tollem Bonusmaterial, wie man es sich bei vielen älteren Filmen eigentlich wünscht. Vom Making-of über Interviews und Dokus bis hin zu einer kleinen geschichtlichen Reise hin zu den realen Ereignissen ist alles dabei.

Bild und Ton wurden erstaunlich gut restauriert, sodass es tatsächlich manchmal wirkt, als habe man einen neuen Film vor sich. Bei der DVD war dies schon ersichtlich, bei der Blu-ray hat man es tatsächlich geschafft, hier noch draufzupacken. Da ich beide Versionen habe, konnte ich schön vergleichen und bereue die Anschaffung der Blu-ray nicht. Zwar bin ich kein Technikexperte, aber wenn selbst ich schon die deutlichen Unterschiede sehe, heißt das was.

Dann ist der Film in voller Länge zu bewundern, das heißt, es sind all die Szenen mit dabei, die bei der damaligen Kinoversion der Schere zum Opfer fielen. Bei der DVD wurden diese Szenen im Originalton gehalten und untertitelt (wo es wohl je nach Player Zwangsuntertitel gab oder man sie zuschalten musste). Bei der Blu-ray hat man eine komplett in Deutsch synchronisierte Fassung. Aber keine Sorge, die Originalsynchro wurde beibehalten und nur die zugefügten Szenen nachsynchronisiert. Bei so etwas bin ich eigentlich immer skeptisch, aber hier wurde es so gut gemacht, dass ich rundum zufrieden bin. Wenn eine solche Stelle kommt, gibt es vom Ton her keinen Unterschied, nur durch die anderen Stimmen fällt es auf. Allerdings wurde sich auch hier sehr viel Mühe gegeben, denn die Sprecher achten extrem darauf, die Sprechweise und Intonation der ursprünglichen Sprecher nachzuahmen. Dazu trägt bei, dass man Sprecher genommen hat, die ähnlich wie die ursprünglichen klingen. Das ist besonders bei Lawrence selbst sehr gelungen. Also auch in dieser Hinsicht lohnt die Anschaffung der Blu-ray.

Übrigens ist der komplette Film auf einer Blu-ray, man muss nicht, wie bei der DVD, die Disc wechseln. Das heißt, wenn in der Mitte des Films „Intermission“ auftaucht, bitte nicht wechseln, der Film geht auf derselben Scheibe weiter.

Wären bloß alle alten Filme technisch und vom Bonusmaterial so gut auf das neue Medium übertragen worden …

Zum Film:

Einer dieser großartigen Filme, die mich seit meinen Kindertagen begleiten - um genau zu sein, ab meinem elften Lebensjahr. Die volle Faszination für dieses Meisterwerk der Filmgeschichte packte mich schon damals. Anfangs wohl wegen der unglaublich charismatischen Darstellung eines jungen Peter O'Toole des nicht minder charismatischen Thomas Edward Lawrence, auch bekannt als Lawrence of Arabia.

Mit den Jahren des Älterwerdens und des wachsenden Verständnisses für Filmkunst, entdeckte ich nun endlich auch das Genie hinter der Kulisse: Regisseur David Lean. Es ist immer wieder ein unglaubliches Erlebnis (egal, welchen Film man von ihm sieht) mit wie viel Gespür er Einstellungen, Schnitte etc. für eine intuitiv wahrnehmbare Stimmung und unterschwellige Botschaft zu nutzen wusste. Ganz besonders zu erwähnen ist da wohl sein Lawrence von Arabien.

Aber mindestens genauso erwähnt werden muss David Leans Haus- und Hof-Filmkomponist seit dieser Zeit: Maurice Jarre. Was wären David Leans Filme, ohne diese grandiose musikalische Leistung, die die Stimmung jeder Szene so exakt trifft oder überhaupt erst erzeugt? Nicht zu vergessen: der hohe Wiedererkennungsfaktor einer Filmmusik von Maurice Jarre. Selbst Menschen, die diesen Film nicht mögen oder vielleicht gar nicht kennen, haben seine Musik schon mal gehört. Und wie oft wurde sie schon für Parodien genutzt ... Kann es ein besseres Zeichen für den perfekten Treffer geben?

Neben Peter O'Toole glänzen hier aber auch andere Schauspieler in ihren Rollen. Für mich ist unvergessen und immer wieder köstlich anzusehen, wie Anthony Quinn den Beduinenanführer Auda Abu Tayi spielt. Das allein ist schon so grandios, dass man den Film immer wieder sehen möchte.

Doch da kommt auch noch der junge, damals völlig unbekannte Omar Sharif daher, der den Sherif Ali Ibn El Kharisch - ebenfalls ein Stammesführer - spielt. Sharif wurde mit dieser Rolle weltberühmt und spielte nur drei Jahre später die Hauptrolle in einem anderen David Lean Meisterwerk - nämlich Doktor Schiwago. Als Kind (und irgendwie heute auch noch) war Sherif Ali für mich immer derjenige, dem es als einzigem möglich war, Lawrence vom drohenden Wahnsinn abzuhalten, die ruhende Kraft. Philosophen waren sowohl er als auch Lawrence, aber Ali wurde von seinen Leidenschaften nicht so gequält wie der arme Lawrence. Wirklich hervorragend, was der Film allein schon zu diesem Thema für eine Palette an Zitaten bietet.

Beispiel gefällig? Nun gut: "Wahrlich, für gewisse Männer steht nichts geschrieben, solange sie es nicht schreiben." (sagt Ali zu Lawrence nachdem dieser einen Mann aus der Wüste Nefut gerettet hat, was als unmöglich galt)

Später wird Lawrence gezwungen, um den Frieden unter den Stämmen zu erhalten, genau diesen Mann hinzurichten. Daraufhin erleidet Lawrence eine seelische Krise.
Anthony Quinn als Auda fragt Ali dazu: "Was bedrückt den Engländer?"
Ali: "Dass er genau den Mann töten musste, den er in der Wüste Nefut gerettet hat."
Auda: "Ah, dann stand es so geschrieben. Er hätte ihn der Wüste überlassen sollen."

Ich könnte noch stundenlang so weitermachen, aber das soll reichen.

Ebenfalls nicht vergessen sollte man Alec Guinness in der Rolle als Fürst Feisal. Unglaublich, was Maske und Schauspielkunst doch erreichen können. Man nimmt Guinness den Araberfürsten ohne mit der Wimper zu zucken ab, so echt wirkt das alles.

Kaum zu glauben, dass bei den sieben Oscars, die der Film eingeheimst hat, kein einziger an einen der überdimensionalen Darsteller ging. Am ehesten hätte ihn wohl Mr. O'Toole verdient, denn sein Schauspiel hier war einfach Magie.
(Nominiert waren damals noch Burt Lancaster in „Der Gefangene von Alcatraz“ sowie der Gewinner Gregory Peck in „Wer die Nachtigall stört“. Meiner Meinung nach alles glänzende Leistungen, und obwohl Peck sicherlich sehr gut war u. ich ihm den Oscar gönne, war es doch wohl eine politische Entscheidung, denn gegen O’Tooles Leistung kam er nicht an.)

Insgesamt hat der Film so viel zu bieten, dass ich wohl bis ich abtrete meinen Spaß an ihm haben werde. Bei jedem Sehen gibt es Neues zu entdecken (wenn auch manchmal nur Kleinigkeiten). Ein grandioser Film eines der letzten Genies des großen, epischen Kinos - David Lean -, als es noch keine digitalen Tricks gab, die einem gewisse Probleme ersparen. Und ganz nebenbei wird einem das Ganze nicht in jedem Detail historisch korrekt, sondern mit wahrer Poesie vermittelt. Virtuos bis zum Abspann.

Wie bei älteren Leinwandepen üblich, wurde hier, wie gerade erwähnt, gerne hin und wieder auf die ein oder andere historische Korrektheit zugunsten der Dramaturgie oder Poesie verzichtet. Heutzutage reitet man ja gerne auf solchen Dingen herum, doch Lawrence von Arabien muss das nicht kratzen. Dieser Film vermag es, etwas zu vermitteln, und das ist es, was zählt.

Auch für den echten Lawrence sollte man sich interessieren, denn sein Leben und sein Buch "Die sieben Säulen der Weisheit" ist einfach was anderes als am Nachmittag eine Talk- oder Gerichtsshow zu gucken.

Filmdaten:

Herstellungsjahr: 1962
Länge: 227 Minuten
Produktion: Sam Spiegel & David Lean
Präsentiert von: Columbia Pictures
Regie: David Lean
Drehbuch: Robert Bolt
Musik: Maurice Jarre
Darsteller: Peter O'Toole, Omar Sharif, Anthony Quinn, Alec Guinness, Jack Hawkins, José Ferrer, Anthony Quayle etc.
Oscars: Bester Film, Beste Regie (David Lean), Beste Kamera (Fred A. Young), Beste Musik (Maurice Jarre), Ausstattung (John Box, John Stoll, Dario Simoni), Schnitt (Anne Coates), Ton (John Cox)

Und zum Schluss noch, was Winston Churchill über den rätselhaften und faszinierenden Thomas Edward Lawrence sagte:

"Ich halte ihn für eine der größten Persönlichkeiten unserer Zeit. Ich kenne keinen, der ihm gleichkommt. Sein Name lebt weiter in der englischen Literatur, er lebt weiter in den Annalen des Krieges, er lebt weiter in den Legenden Arabiens."

... und der Film lebt immer in meinem Herzen.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. November 2012
Als die BluRay ankam, wollte ich eigentlich zu vorgerückter Stunde aus Neugier nur mal kurz reinschauen"..., und musste mich dann um 2 Uhr morgens zwingen, in der Filmpause abzuschalten...
Bildschärfe und Farbbrillanz sind nach der neuen 4K-Abtastung einfach nur noch zum Niederknien! In so berauschender Qualität habe ich den Film meiner Lebtage in keinem Kino gesehen.
Natürlich gibt's keinen Apfel völlig ohne Würmchen..., das sind hier - zum Glück nur an 2 oder 3 Stellen - sinnreiche Untertitel, die darüber informieren, dass "Danger" Gefahr bedeutet, und "Attention" Achtung..., und die sich wohl leider auch nicht ausblenden lassen...
Trotzdem ohne wenn und aber: klare 10 von 5 Sternen!
Danke an Sony, dass sie dieses Meisterwerk mit dem Respekt behandeln, den es verdient.
66 Kommentare| 13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Januar 2014
Story (5)
Lawrence von Arabien ist einer dieser Monumentalstreifen, die gewisser Massen unverwüstlich die Zeit überdauern und sogar wie guter Wein mit den Jahren noch besser wird.
Was David Lean & Co. da geschaffen haben ist einfach grossartig und zwar in jeder Beziehung. Die Wüstenaufnahmen sehen aus wie direkt aus einem zeitgenössischen National Geography-Film und die Kulissen und Kostüme sind bis ins kleinste Detail aufwändig gestaltet.
Um diese wunderbare Farbenpracht auch angemessen einfangen zu können hat man das ganze im sehr teuren Super Panavision 70-Verfahren aufgenommen.
Trotz der überlangen Spielzeit von 227 Minuten (Directors Cut) und der bemerkenswerten Tatsache, dass keine einzige Frau vorkommt (!), wird es keine Sekunde langatmig oder gar langweilig.
Das ganze wurde 1963 dann auch zurecht mit 7 Oscars belohnt, schade nur, dass Peter O'Toole als bester Hauptdarsteller leer ausging… aber wer kann schon gegen Gregory Peck gewinnen…

Bild (5)
Das Bildseitenverhältnis liegt in 2.20:1 ( 11:5 / Super Panavision 70) vor.
Das Bild wurde für die Neuveröffentlichung zum 50sten Jahrestag aufwändigst in 8K gescannt und in 4K digitalisiert. Herausgekommen ist eine beinahe unglaubliche Bildschärfe und Tiefe wie es sie auch in Neuen Produktionen nur äusserst selten zu sehen ist. Diese Bildqualität auf der Blu-ray war aber natürlich nur möglich dank der in 70mm Film gedrehten Vorlage.
Bis auf wenige, etwas überstrahlte Aufnahmen ist hier wirklich Referenzniveau zu sehen. Selbst die Schärfe bei Totalen und Landschaftsaufnahmen ist grossartig. Die Farben sind zudem sehr kräftig und bringen die ganze aufwändige Staffage so richtig schön zur Geltung.
Bild= Absolute Referenz!

Ton (3)
Das Tonformat liegt in Dolby Digital 5.1 vor.
Wie so häufig ist dem Ton das Alter bedeutend besser anzumerken. Die Surroundabmischung ist recht Frontlastig, bringt aber immer wieder beachtliche Surroundatmosphäre ein.
Das grosse Manko sind die Dialoge, die zum einen recht dumpf klingen und zum anderen vereinzelte Schwankungen in der Lautstärke aufweisen. Überhaupt ist die Tonbalance nicht so gut gelungen. Die Dialoge sind viel zu leise abgemischt im Verhältnis zur Musik oder den Geräuschen.
Nichts desto trotz gibt es eine recht beachtliche Räumlichkeit zu hören, die zusammen mit der kongenialen Filmmusik, die Mängel fast vergessen lassen.

Extras (3)
Gibt es zwar reichlich, interessieren mich aber nicht. Es gibt ein Wende-Cover

Fazit: Ein Monumental-Klassiker, der in jede Filmsammlung gehört und der in dieser restaurierten Blu-ray-Ausgabe absolut zu empfehlen ist.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Oktober 2015
Bild und Ton alles perfekt. Dieser Blue Ray Film ist das absolut schärfste was ich bis jetzt auf meinem TV gesehen habe. Hier sieht man bei 1920 x 1080p die kleinsten Details. Der 70mm Film (oder das 65mm Negativ) wurde mit sehr hoher Auflösung von 8K (= 16x Full HD) neu eingescannt und für die verschiedenen Ausgaben entsprechend heruntergerechnet.
Der Film 3:47 ist komplett auf der 1.Disc, auf der 2. sind die Extras, diese sind alleine schon den Kauf wert. Der Preis von 7,98 ist geschenkt.
0Kommentar| 5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
An meiner persönlichen Bewertung des Filmes arbeite ich seit gut fünf Jahren. Ich habe beschlossen dass ich der Sache nicht gewachsen bin und ziehe somit gleich eingangs ein kurzes und sehr pragmatisches Fazit, das da lautet:
"GROSSES bisher nie wieder erreichtes Kino bei dem Bilder in reinster Perfektion eingefangen wurden. Die musikalische Untermalung beinahe symphonisch. Alles von einer lockeren Langsamkeit die den Zuschauer langsam zu der politische Brisanz des Themas hin führt: Den Konflikt zweier Kulturen - und das "perfide" Verhalten von "Supermächten". Nicht zu vergessen die gottvollen Schauspieler. - Ein unbedingtes Muss. Gerade auf DVD - mitsamt der symphonischen Einleitung als Einstimmung und der Pause (Intermission) um kurz zu Verschnaufen, oder wie hier, die DVD zu wechseln."

Was mich veranlasst eine Bewertung dieser neuen DVD-Ausgabe abzugeben hat mehr damit zu tun, dass es die dritte Ausgabe auf DVD ist - und sie unterscheidet sich in Sachen Filmlänge und Bonusmaterial nicht von den bisherigen. Somit eigentlich völlig unnötig. - Nun ja, ich hatte ja Hoffnungen ...
Während die in Deutschland erschienene Doppel-DVD (2001, Columbis Tristar Home Video, in Amray-Hülle, mit Booklet) mit dem abartig verkitschten Cover nie mein Herz eroberte, konnte ich das von dem UK-Import (2000, auch Columbis Tristar Home Video - im Pappschuber, mit Booklet) durchaus behaupten. Deutschen Ton und sogar in DD 5.1 enthielten beide bisher erschienenen Ausgaben - so wie der Film auch auf den beiden genannten DVDs bereits in seiner ungeschnittenen Länge vorlag. Nachträglich hinzu geschnittene Szenen, waren bei beiden Ausgaben in Englisch, d.h. nicht nachsynchronisiert.

Nun kaufe ich mir also diese " Award Winner Collection" Ausgabe und stelle gar keine Unterschiede zu den bisherigen Ausgaben fest. Ich bin also ganz nett reingefallen auf diese Rezension der "VideoWoche", wo es hieß, dass der Film "endlich in seiner Premierenfassung" vorliegt. - Tut er tatsächlich, aber auch die bisherigen Ausgaben die ich tatsächlich kenne und besitze liegen in dieser ca. 220 Minuten-Fassung vor.
Das sollten Sie bedenken, falls Sie bereits die eine oder andere Ausgabe (egal ob in Deutschland oder in UK erschienen, beide haben deutschen und englischen Ton in sehr guter Qualität!) bereits im Schrank haben.

Positiv zu der "Award Winner Collection" wäre hervorzuheben: Die Aufmachung ist ganz gelungen. In Buchform nämlich, und selbiges trägt nicht einmal "dick" auf! So erfährt man zunächst Wissenswertes über das "Oscar Jahr 1962" und dann noch zwei Doppelseiten - mit Bildern! - über den Film. Wer die bisherige in Deutschland erschienene DVD-Ausgabe oder UK-Version kennt, wird hier aber auch wenig Neues vorfinden. Dort sind die Angaben in den Booklets sogar informativer.

Negativ fällt übrigens noch ins Gewicht, dass der Herausgeber beim Beschriften der DVDs geschlampt haben. So habe ich nicht schlecht gestaunt, nachdem ich Disk#1 eingelegt hatte, denn im Menü wurde auf den 2. Teil des Filmes verwiesen! Erleichterung dann allerdings, als auf Disk#2 der Teil 1 des Filmes drauf war. - Also bekommen habe ich alles was ich wollte. Zurückgeschickt habe ich das DVD-Set trotzdem. Und zwar in der Hoffnung, dass diese "Reklamation" wenigstens auf diese Art das Haus SONY Pictures-Home Entertainment erreicht.

Die 5 Sternchen beziehen sich - leider bringe ich nicht übers Herz meine Kritik an dieser DVD-Ausgabe diesem einmaligen Film anzulasten - auf den Film.
1010 Kommentare| 42 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. Januar 2012
Es fällt schwer zu glauben, dass Lawrence von Arabien 1962 gedreht wurde. Zwar räumten in dieser Zeit Monumentalfilme mit historischem Hintergrund an den Kinokassen und bei Oscarverleihungen ab, vergleicht man den Film jedoch mit Werken wie Ben-Hur, Cleopatra oder selbst Kubricks Spartacus, so scheint er einer anderen Ära zu entstammen. Mich erinnert Lawrence von Arabien, mit seinem charismatischen, suizidalen Antihelden, der seine inneren Dämonen durch das Anzetteln von Gewaltexzessen auszutreiben trachtet, viel eher an den modernen Kinokracher The Dark Knight, wirkt dabei jedoch komplexer und erwachsener, da er auf zwanghafte politische Metaphern verzichtet, und seine Hauptfigur nicht in zwei Hälften spaltet. Bei Lawrence von Arabien sind Batman und Joker zu einer Person verschmolzen, gut und böse, falsch und richtig noch schwerer zu unterscheiden.

Lawrence, unvergesslich dargestellt von Peter O'Toole, erscheint uns abwechselnd als Fotomodell, Kriegsheld, Schwulenikone, Masochist, Halbwahnsinniger, Märtyrer, Narziss, edelmütiger Helfer und Genie, und im Verlaufe von über drei Stunden setzten sich all diese Gestalten einem Kaleidoskop gleich zu einer einzigen, schillernden Persönlichkeit zusammen. Wirklich verstehen können wir Lawrence dennoch nicht, am Ende fühlen wir Zuschauer uns wie die Gäste auf seiner Beerdigung, die darüber diskutieren, mit was für einem Menschen sie es den nun zu tun hatten.

Natürlich hat Lawrence von Arabien noch weit mehr zu bieten als seine Hauptfigur. Atemberaubende Landschaftsaufnahmen, angemessen epische Musikuntermahlung, viele großartige Nebendarsteller, wie Alec Guinness, Anthony Quinn oder Omar Sharif und auch die Dialoge beeindrucken durch schlichte, mühelose Poesie.

"Kein Araber liebt die Wüste", sagt zum Beispiel Prinz Feisal, "Wir lieben Wasser und grüne Bäume. In der Wüste ist gar nichts. Und kein Mensch braucht gar nichts."

Lawrence von Arabien ist einer der besten Filme aller Zeiten.
22 Kommentare| 26 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 24. Mai 2017
Die Rezension und dazugehörige Berwertung bezieht sich hier nur auf die aktuelle Darbietung der Project PopArt Steelbook BluRay. Zu dem Film muss wohl nichts mehr gesagt werden, der ist sein Geld auf alle Fälle wert. Das Steelbook jedoch, sieht zwar äußerlich sehr nett aus, scheint aber nicht sehr durchdacht zu sein. Das umlaufende Bild ist nämlich auch schon alles was hier neu hinzukommt. Der Filmtitel, die kurze Erklärung auf der Rückseite, die Angaben über Länge, Sprache etc. sind nur auf em Pappaufkleber enthalten, während das Steelbook komplett leer ist. Hier findet sich nur die BluRay mit Disc1 von insgesamt eins, also wahrscheinlich ursprünglich Inhalt einer anderen Edition. Wenigstens ein kleines Inlay mit dem Inhalt des Klebezettels wäre also schon ganz nett gewesen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

8,78 €
6,79 €

Brauchen Sie weitere HilfeHier klicken