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Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
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am 6. Februar 2013
Das Billy Talent sich weiterentwickelt haben ist einer der vielen positiven Aspekte dieser CD. Manche besser produzierten Alben in der Liga von Billy Talent wikten oftmals zu clean und haben dadurch an Power verloren. Nicht so bei diesem Album. Zwar ist der Sound erwchsener geworden, aber er ist mindest noch genauso fett wie vorher. Sie rocken weiterhin voll drauf los, aber man spürt ihnen an, dass sie an Erfahrung zugenommen haben. Alles in allem ein Highlight Album, dass jeder (Punk) Rock Liebhaber sein eigen nennen sollte.
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am 8. November 2012
Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Ja!

Um ehrlich zu sein, ich war gegenüber dieser Musikkapelle bisher sehr kritisch eingestellt. II fand ich gut. I und III waren aber alles andere wie meine Lieblinge. Mit Ihrem neuen Werk haben mich die Kanadier aber endlich in ihren Bann gezogen.

Es wird ordentlich gerockt. Generell ist die Scheibe rundum stimmig. Klar gibt es ein paar persönliche Überflieger, ich möchte jedoch darauf verzichten diese zu nennen. Die CD ist für mich ein gelungenes Gesamtkunstwerk, welches man von vorne bis hinten durchhören kann.

Beide Daumen hoch!
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am 2. März 2013
...was habe ich auf dieses Album gewartet.
Zwar hat sich Billy Talent musikalisch weiterentwickelt, jedoch nicht so ganz in die Richtung in die ich gewollt habe.
Das Album spielt in gewohnter Manier, ohne mich jedoch wegzublasen.
Sind die Talents ruhiger geworden? Etwas mehr Härte fände ich wünschenswert.
Dennoch ein gutes Album, welches man haben sollte.
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am 13. Februar 2014
Ich verstehe nicht wie man so eine miese Verpackung anbieten kann. Die CD wird einfach in eine Pappvorrichtung geschoben.
Die Lieder sind sehr unterhaltsam und ganz im Stil von Billy Talent.

Auf jeden Fall hörenswert, weiter so!
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am 28. September 2012
Mit Billy Talent III bin ich bis heute noch nicht ganz warm geworden, im Gegensatz dazu hat es gereicht, ein Mal Dead Silence durchzuhören, um vollauf begeistert zu sein. Der Sound ist unverkennbar Billy Talent, setzt sich aber angenehm von vorigen Alben ab. Musikalisch ist das Album allererste Sahne: Eine gute Mischung aus schnellen und langsamen Songs, die Jungs spielen ihre Instrumente abwechslungsreich und Ian darf mal wieder öfter ans Mikro, was zusätzliche Abwechslung bringt.

Meine Highlights sind zweifelsohne Viking Death March, Suprise, Surprise, Crooked Minds und Man Alive!. Das liegt vor allem an den tollen Texten, die gelungene Gesellschaftskritik üben und neben dem Fun-Factor der Musik auch nachdenklich machen. Super als Opener ist Lonely Road to Absolution und Swallowed Up By the Ocean nimmt zum Ende ein bisschen Fahrt, damit man nach dem letzten Song nicht in ein Loch fällt, denn das gesamte Album hält ein hohes Tempo, ist aber dennoch abwechslungsreich.

Uneingeschränkt zu empfehlen und für mich das bis dato beste Billy Talent Album.
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TOP 1000 REZENSENTam 18. Oktober 2012
Die vier Kanadier melden sich nach drei Jahren Pause mit einem neuen Album zurück. Ganze 14 neue Song mit einer Gesamtlänge von 53 Minuten werden uns hier präsentiert. Ich zähle mich zu den Leuten, die das Geschehen um Billy Talent schon ein wenig länger verfolgen und konnte bisher an allen Alben Gefallen finden. Meine Erwartungen waren dementsprechend sehr hoch. Und ich froh über die Gelegenheit, betonen zu können, dass sie voll und ganz erfüllt wurden. Und das Titelbild hat bestimmt allen sofort klar gemacht, dass die Band es ernst meint ... und dass es auch ernst wird.

(1) Lonely Road to Absolution
Bei diesem Song handelt es sich um das erste richtige Intro von Billy Talent. Hier bekommen wir eher ruhige 75 Sekunden zu hören, die trotz allem noch eine eindeutige Aussage enthalten und den nächsten Song zwar nicht einleiten, aber zumindest ein wenig ankündigen.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(2) Viking Death March
Der erste richtige Song und der eigentliche Opener dieses Albums. Gleichzeitig handelt es sich auch um die erste Single dieses Tonträgers. Ich durfte diesen Song bereits bei Rock am Ring erleben, aber da konnte er aufgrund der mangelnden Stimmung, die bei neuen Songs des Öfteren vorkommt, leider nicht gänzlich überzeugen. Auf dem Album kann er sich allerdings gut entfalten. Er besitzt ein schön gespieltes Intro und einen Refrain, in dem die Second Voice endlich mal mehr schreit als Benjamin Kowalewicz.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(3) Surprise Surprise
Die zweite Single des Albums. Dieser Song hat mir beim ersten Durchlauf am Besten gefallen. Dieser Song erinnert mich stark an die Anfänge der Band: Kurz, hart und eindrucksvoll. Zudem besitzt er einen eingängigen Refrain, der das absolute Potential zu einem Ohrwurm hat.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(4) Runnin' Across the Tracks
Der Song wirkt musikalisch wie eine direkte Fortsetzung seines Vorgängers. Auch hier rocken die vier Kanadier wieder, es soll und will offenbar keine Ruhe entstehen. Die aggressiven Strophen wissen durchaus zu gefallen. Im Refrain geht es dann ein wenig ruhiger zu, wenn Benjamin und seine Second Voice sich abwechseln.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(5) Love Was Still Around
Diesen Song zähle ich persönlich zu den Highlights des gesamten Albums. Sänger Benjamin fängt sofort an und bedient sich dabei einmal mehr an einem seiner Lieblingsthemen. Die Bassline in den Strophen ist so einfach wie genial, der Song steigert sich in den Strophen immer mehr und mündet in einem sehr guten Refrain mit Ohrwurmcharakter.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(6) Stand Up And Run
Hier lässt es die Band auf diesem Album zum ersten Mal ein wenig ruhiger angehen. Eine sanfte Gitarre leitet den Song ein und Benjamins Stimme ist ebenfalls wieder ein wenig milder. Der Song schleppt sich ein wenig durch seine langsamen Strophen, lädt im Refrain allerdings zum Mitsingen und Tanzen ein.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(7) Crooked Minds
Dieser Song schneidet bei mir am Schlechtesten ab. Eigentlich finde ich dieses Lied gar nicht so schlecht, aber es ist mit über fünf Minuten Laufzeit einfach zu lang geworden. Der Refrain ist melodisch gelungen und erinnert mit seinem dialogischen Charakter irgendwie an "Covered in Cowardice", allerdings ist er rhythmisch sehr langsam und schleppend.
Bewertung: 3/5 Pommesgabeln

(8) Man Alive!
Hierbei wird es sich um den härtesten und schnellsten Song der gesamten Platte handeln. Hierbei handelt es sich auch um den einzigen Song der Platte, in dem Benjamin Kowalewicz ein paar altbekannte Schreie ertönen lässt. Auf mich hat er den Eindruck einer sanften Tour von "Line & Sinker" gemacht. Angesichts des wilden Refrains wird dieser Song bei Konzerten bestimmt mit großer Freunde aufgenommen. Außerdem hat das Intro mich sehr überzeugt, da es die Instrumente nach und nach addiert, was mich persönlich an "This Is How It Goes" erinnert hat.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(9) Hanging By a Thread
Auch für diesen Song finde ich nur positive Worte. Gitarrist Ian D'Sa schafft es einmal mehr, einen Ohrwurm zu produzieren. Dabei wird er einmal mehr von Benjamins Stimme ergänzt. Was ist eigentlich mit Benjamin Kowalewicz passiert? Fans der Band schätzen seine Art zu singen zwar sehr und finden selbst die schrägsten Töne auf irgendeine Art und Weise amüsant, aber dieser Song wird sogar jenen, die stets betonen, dass sein Gesang schrecklich sei, den Kopf waschen. Das gilt auf dieser Platte zwar nicht nur, aber vor allem für diesen Song.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(10) Cure for the Enemy
Dieser Song schraubt das Tempo trotz der harten Riffs und des harten Backgroundgesanges wieder ein wenig herunter. Außerdem liefert er einmal mehr einen Beweis für Benjamin Kowalewiczs gestiegene Gesangsfähigkeiten, was hier vor allem den Refrain betrifft. Das Lied klingt in seiner Gesamtheit sehr apokalyptisch.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(11) Don't Count on the Wicked
Dieser Song wirkt auf den ersten Blick sehr gewöhnungsbedürftig, was vor allem an den langgezogenen Phrasen liegt. Allerdings ist er rein musikalisch sehr gut gemacht. Schön gespielte Riffs ziehen sich durch den kompletten Song und werden von einem sehr aktiven Aaron Solowoniuk begleitet, der endlich auch mal wieder mehr aus sich herausholen kann als normale Beats.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(12) Show Me the Way
Und schon wieder einer dieser Ohrwürmer. Ein sanftes Intro geht über immer schneller werdende Strophen und mündet in einem Refrain, der sowohl musikalisch als auch gesanglich überzeugen kann. Die Stimmung in diesem Song ist auch wieder um einiges positiver als die, die in den Vorgängern zur Geltung kam.
Bewertung: 5/5 Pommesgabeln

(13) Swallowed Up By the Ocean
Eine Ballade, bei der uns Billy Talent mit den Klängen eines Klaviers überrascht. Gleichzeitig wird mit Bass und Schlagzeug ein wenig gegeizt. Anders als bei "Crooked Minds" sind die fünf Minuten Laufzeit hier kein Problem. Es freut mich, dass Billy Talent sich an so ein Experiment wagt - und man darf es durchaus als gelungen bewerten.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln

(14) Dead Silence
Der erste Titelsong von Billy Talent, der trotz dieser speziellen Tatsache ein wenig untergeht. Er wirkt vor allem am Ende etwas langatmig und chaotisch. Die Stimmung wird hier wieder ins die negative Richtung gelenkt, wodurch die vorherigen Songs, die allesamt ein wenig ruhiger und netter geklungen haben, in ihrer Stimmung sofort neutralisiert werden.
Bewertung: 4/5 Pommesgabeln
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am 26. Dezember 2012
Spielfreude pur, so kann mann hier wohl sagen.
Ich erspare hier die Einzelkritik, da ich zu jedem
Song das gleiche sagen müsste. Ein Top-Album
das man super durchhören kann. Ich kannte es schon
von CD und habe mich dann als Vinylsammler für die
Doppel-LP entschieden. Der Klang ist ebenfalls sehr gut.
Alles in allem ein Kauf den ich bestens empfehlen kann, zumal
das Cover als Dreifachklapp gestaltet wurde.
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am 27. Januar 2013
kann ich für alle nur empfehlen die alternativ musik mögen und nicht darauf beharren, das es nicht so klingt wie die alben zuvor
also besser erst bei youtube probe hören

für mich klingt die musik immer noch eigenständig und hat meiner meinung nach persönlichkeit
da aber überhaupt nichts mehr in richtung BT1 kommt nur 4 Sterne da ich es auch toll fände wenn auch wieder was aus der richtung kommen würde
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am 4. Januar 2013
Da sind sie wieder, die Jungs aus Kanada.
Nachdem Album 3 eher mittelmässig war, war ich wirklich auf das neue Album gespannt, dass auch mal einen echten Titel hat.
Tatsächlich war ich überrascht,das Album knüpft mal wieder an das erste Album an.
'Surprise Surprise' hat die Energie, die ich bei Billy Talent immer so gemocht habe.
Aber auch 'Viking Dead March' erinnert an die gute alte Zeit.
Alles in allem ein sehr hörenswertes Album.
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am 4. Oktober 2012
Erst mal vorweg zum Verständnis meiner Rezension (bzw. Bewertung): Da ich der Überzeugung bin, dass viele Bands heute überbewertet sind (und mich viele 5-Sterne -Empfehlungen zu dem Punkt gebracht haben, dass ich mit dem Gedanken Zeit streichen ließ ob sich der Rezipient das jeweilige Album überhaupt genau angehört hat) werte ich streng und gebe nicht häufig vier Sterne, fünf nur ganz selten. Seht meine Rezensionen wenn es nicht immer gleich 5 Sterne sind also nicht als Unkenruf an sondern setzt sie in Referenz. Weißt das Raster dann mal 5 Sterne auf, dreht es sich auch "tatsächlich" um ein grandioses Stück Musik. Nun zum Album (am Ende der Rezension steht immer eine Eigenwertung).

Billy Talent fahren seit ihrem Debüt ununterbrochen Erfolge ein, die Attitüde riecht stark nach rockiger und punkiger Power, die ihren eigenen Sound entwickelt hat. Nach der "Trilogie" "Billy Talent "I-III" gelangt die Hörerschaft nun zu einem neuen Kapitel: "Dead Silence"

Der Name weicht vom bisherigen Schaffen ab, doch kommt dem auch die Musik nach? Meiner Meinung nach fällt es heute vielen Bands schwer mit einer gewollten Veränderung auch Qualität zu erreichen. Wir wissen aber auch: Billy Talent besteht aus vier einzigartig guten Musikern welche alle ihren eigenen Touch hinterlassen und in dieser Kombination eine echte Spielmacht abgeben. Nie hat es einen Besetzungswechsel in der Gruppe gegeben, auch diesmal nicht.
Konzeptionell hinsichtlich Songwriting ändert sich zu den Vorgängern also nichts. Hier wird nicht das abstrakteste Maß der Kunst angestrebt, Billy Talent verstehen sich auf das Handwerk Musik zu machen die – ganz klassisch – amtlich groovt und durch das harmonische und melodische Wesen des Vierers einfach Spaß macht.
Ob uns genau das auch wieder auf "Dead Silence" erwartet?...

Erstmals startet ein Album der Kanadier mit einem Intro, was mir immer ein willkommener Akt ist. "Lonely Road To Absolution" eröffnet den Rundling mit bisher selten gehörten Akustikgitarren und wunderbar mehrstimmigen Gesangspassagen wie sie einem schon von bisherigen Werken bekannt sind. Bei der Zeile "It’s a Lonely Road to Absolution we must walk alone" fängt einen dann die Lust auf das, was auch immer folgen mag. Das Intro ist dann etwas vorschnell zu Ende, hinterlässt aber einen schönen Eindruck. Durch die Akustikgitarren haben Billy Talent zudem wieder gezeigt das ihr Klangkorsett nie zu eng geschnürt ist.
Schnell erreicht auch schon der typische Gitarrensound die Gehörgange und der erste Song ‚marschiert‘ an die Hörerfront. Das Quartett dümpelt hier nicht in langatmigen Angelegenheiten rum sondern prescht zielstrebig und stürmisch durch das taufrische "Viking Death March". Der kecke Gesang, der gemeinsame Groove, die erfreuliche Zweitstimme des Gitarristen...alles dabei. Lediglich der Name löst Irritation aus. Kein Song aus der neuen "Billy Talent-Stratosphäre" und schnell ausgehört ist er auch, eignet sich aber als Vorreiter des Albums gut und bleibt dennoch eine gelungene und beständige Nummer.

Von dem Radio-geschwängerten "Surprise Surprise" kann ich das nicht behaupten. Die Daseinsberechtigung auf dem Album-Komplex ist durch viele gute Ansätze gewährt aber ansonsten verblasst der Song etwas neben der gewohnten Energie.

Diese zeigt sich aber nun bei dem eindrucksvollen "Runnin‘ Across the Tracks"...wuchtig, kraftvoll und einfach hypnotisch gut. Meiner Meinung nach der beste Titel auf "Dead Silence" und ich bin überzeugt dass er auch bei anderen gestandenen Fans direkt ins Schwarze trifft. Rhythmisch starke Strophe und dann ein Refrain wie er im Buche steht: Schöner Akkordlauf mit typischen Billy-Sound, ein Sänger bei dem gerade die Leidenschaft hochbrodelt und der euphorisierende Stakkato-Gesang des Gitarrist Ian D’Sa (ähnlich wie er von Vorgängerstücken wie "This Suffering" schon gehört wurde). Berauschend gut! ... und der Bedarf soll mit dem folgenden "Love Was Still Around" noch weiter gesättigt werden.
Die Ausflüge in ruhigere und balladeske Gefilde bleiben bisher aus und doch packt die Melancholie den Hörer hier am Schopf, speziell wenn sich der Klangteppich im Refrain zur Schlagzeile (die wird nach mehrmaligem Hören intuitiv mitgesungen) "When Love Was Still Around" erhebt. Eine tolle Komposition, welche besonders der Gefühlswelt des Hörers assistiert.

Billy Talent klingen bis dato definitiv erwachsener und behalten doch gekonnt ihre immer bewährte und etwas jugendliche Frische bei. Die sehr hohen Aggressionsmomente anno "Billy Talent I" von Sänger Benjamin haben das Soundgefilde ja bereits zum letzten Album verlassen. Dennoch unterstreichen hiermit die Jungs dass sie der gewünschten Durchschlagskraft in allen Belangen gleichkommen können (bisheriger Ausnahmefall "Surprise Surprise" ist ja bekannt).

Entgegen dem Namen des Songs endet dieser Hype mit dem negativ polarisierendem "Stand Up And Run" abrupt. Dem Songwriting kann ich hier kaum etwas abgewinnen, auch nach detaillierter Suche und mehrmaligen Durchhören. Der Song öffnet die Pforten mit ungewohnt schrägen Akkorden und zieht sich anschließend durch sehr teilnahmslose und poppige Gefilde, die danach riechen, bewusst als "erwachsen" auf Papier gebracht worden zu sein. Besonders die disharmonische Akkordfolge klingt mutig, bezweckt jedoch nichts und hinterlässt lediglich einen unspektakulären Eindruck.

Schade drum, sowieso habe ich das Gefühl dass es der Finesse der CD nichts abgetan hätten, hätte man die vierzehn auf ein paar wenige auserlesene und effiziente Songs gekürzt.

"Crooked Minds" zählt allerdings nicht zu solchen Abstreichkandidaten. Schon der Melodiebogen zu Anfang eröffnet das freudige Spektakel mit ganz typischem Billy Talent-Slang (erinnert etwas an das Opening von "Nothing To Lose" ("Billy Talent I")). Ein Song der nach vorne geht und alle Facetten des Vierers detailliert und in komplettierter Finesse aufweist, ohne dabei zu übersteuern. Im Gegensatz zum Vorgänger passt hier auch der schiefe Ton in der Leadmelodie als gekonntes Einsprengsel und wirkt weniger belanglos als noch bei "Stand Up And Run".

Apropos belanglos: "Man Alive", ok wahrlich keine Katastrophe aber irgendwo ist die zündende Lunte ins Wasser gefallen. Dick auftragen sollte nicht das Motto sein doch hier wurde zumindest hinsichtlich Mitreißfaktor untertrieben. Das Fehlen des Ohrwurms trübt das Erinnerungsvermächtnis und daher übersehe ich den Song vermehrt, Power hat er aber allemal. "Man Alive" steht aber auch in unprofitabler Position zwischen "Crooked Minds" und dem jetzt über die rotierende Scheibe laufenden "Hanging By A Thread".
Eine rockig fetzige Angelegenheit mit einer straighten Attitüde. Der Gesang von Ian D’Sa ist wahrer Balsam für die Ohren und die Melodielinien zeigen gerne, dass sie Machenschaft der Vorliebe des Pezz-Quartetts sind. Schön.

"Cure For The Enemy" überrascht dann mit neuen Gewohnheiten und reißt ein umwerfend graues und erhabenes Opening aus dem Boden. Zum Schluss kehrt es noch einmal wie als gestandene Reprise zurück. Leider wirkt der Verlauf dazwischen recht austauschbar und lässt die einzigartigen Momente vermissen.

Beim Durchhören der CD stört fällt dies aber nicht unangenehm auf. Gut so, denn die Lust und Leidenschaft sickert in Folge dessen schon mit "Don’t Count On The Wicked" und "Show Me The Rain". Ersterer kriegt mir irgendwie nicht genug die Kurve vor dreckigem Kitsch und einer eventuell ideenlosen Songwritingphase der Band. "Show Me The Way" ist weniger tragisch und doch kommt das "Happy"-Feeling welches der Chorus versprüht sehr kreativlos und gespielt...mich animiert es zumindest nicht, obwohl mein Gemüt nicht zu der melancholisch traurigen Sorte zählt. Klar, die guten Ansätze sind auch hier vorhanden aber ausreifen wollen sie dann wohl doch erst bei den letzten Stücken des Albums.

Zuerst "Swallowed Up By The Ocean": Ein Klavier leitet schon vielversprechend ein und was folgt baut sich durch Gitarren und mehrstimmigen Gesang zu einem balladesken und ergreifenden Song auf, welcher mit dem Refrain dann alle Fluten sprengt. "Swallowed Up By The Ocean", fast hätte ich das schön traurige und schwermütige Stück als Ending abgestempelt, doch dann folgt das wahre letzte Stück, welches die Tür für dieses Billy Talent-Kapitel schließt: Der Titelsong "Dead Silence".
Die wohl beste Live-Nummer der vierzehn und wieder ein Lied mit großem Hörvergnügen, speziell der frontale Bass a la "II"-Zeiten lässt den Kopf mitwackeln. Knappe 5 Minuten Billy Talent-Sound im Hochglanz. Ein ganz typisches Stück und ein knalliger Galopp Richtung Ende. Ein gelungener Abschluss für diese Langrille.
"Dead Silence" bündelt alle so gerne gehörten Elemente am Billy Talent-Firmament. Der Song – nicht das Album.

"Dead Silence" als Album zeigt berauschende und mitreißende Seiten, künstlerisch geprägt von dem was Billy Talent jetzt schon zum vierten mal grandios auf die Beine stellen können: Ihren eigenen Sound. Doch eine erfolgreiche Weiterentwicklung können die inzwischen über 30-jährigen Musiker hiermit meiner Meinung nach nicht unterstreichen. Dass sie an diese Position in der Musikbranche hingehören schon – allerdings mit ihrem vertrauten Soundmantel glanzvoller als mit einigen wenigen neuen Kompositionsausflügen.

Prachtexemplare wie "Runnin‘ Across The Tracks", "When Love Was Still Around", "Crooked Minds" oder dem Titelsong "Dead Silence" stellen das neue Licht der Hitknaller dar und rücken so das eher abfallende auf diesem neuen Rundling in den Schatten. Der Vierer ist mit seinen Songs wieder sehr eingängig und direkt, was auch gut steht. Wo das Potenzial bei Billy Talent ausgeschöpft wurde lohnt sich immer ein Ohr, daher gilt für "Dead Silence": Kaufempfehlung!

Ein Blick in die Zukunft lässt auf ein Album hoffen das ähnlich gute Momente enthält und auch wie diese Langrille hier wieder einmal hervorhebt was Billy Talent draufhaben. Hoffentlich bleiben mit einer Kürzung dann auch die eher uninspirierenden Momente etwas ferner.

Billy Talent – Dead Silence: 6/10 Punkten
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