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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
12
4,4 von 5 Sternen
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am 18. Oktober 2012
Zum Film:
Der etwas unbeholfene Professor Fletcher (Gian Maria Volonte) macht Erholungsurlaub im Wilden Westen. Ehe er sich versieht, gerät er als Geisel in die Hand des Bandenführers Beauregard (Tomas Milian). Zunächst schockiert über dessen gewalttätige Art, mit der Zeit jedoch mehr und mehr fasziniert, beginnt sich der Professor unter dem Einfluß des impulsiven Bandenführers zum skrupellosen Machtmenschen zu entwickeln, während umgekehrt die zurückhaltende, intelligente Art des Professors nicht ohne Wirkung bei Beauregard bleibt. Als der Professor schließlich die Führung der Bande an sich reißt, scheint fast eine Umkehrung zwischen den beiden stattgefunden zu haben. Aber: "Auch wenn du jetzt dasselbe machst wie sonst Beau, bei dir ist es trotzdem etwas anderes", sagt Beaus Freundin zu ihm. "Höflich unter höflichen Menschen, gewalttätig unter gewalttätigen Menschen", meint der Pinkerton-Detektiv. Das Finale des Films ist dann auch anders als gewohnt...

Einer der inhaltlich bemerkenswertesten Italo-Western, bei dem die Rollen von 'Gut' und 'Böse' nicht eindeutig verteilt sind. Auch die sonst üblichen primitiven Rache-Motive sucht man hier zum Glück vergeblich. Vom links-intellektuellen Regisseur Sergio Sollima ('Der Gehetzte der Sierra Madre') unaufdringlich inszeniert, mit hervorragenden Hauptdarstellern; vor allem der brillante Gian Maria Volonte ('Sacco und Vanzetti') bietet eine mehr als beeindruckende Leistung in der Wandlung vom schüchternen Duckmäuser zum gewalttätigen Banditen. Die ungewöhnliche, aber wie gewohnt großartiger Filmmusik von Ennio Morricone ('Spiel mir das Lied vom Tod') rundet den positiven Eindruck ab.

Zur DVD:
Bild: 2.35:1 anamorph Widescreen (für einen 45 Jahre alten Film sehr gute Bild-Qualität)
Ton/Audio: durchgehende deutsche Kino-Fassung (ohne OmU Szenen) / italienisch / englisch
Optionale Untertitel: deutsch / englisch
Länge: uncut 107 Minuten (PAL, entspricht 112 Minuten Kinofassung)
(Kleiner Kritikpunkt: Die deutschen Untertitel lehnen sich an die deutsche Synchron-Fassung an. Hier wäre eine Übersetzung der Original-Dialoge sinnvoller gewesen, schade)

Der Film erscheint erstmals als Einzel-DVD. Diese entspricht in technischer Hinsicht weitgehend der bereits in der Sergio-Sollima-Box enthaltenen Fassung, zusätzlich gibt's die englische Tonspur. - Die zweite DVD enthält viele Extras (u.a. ein langes Interview mit Regisseur Sergio Sollima), die aber ebenfalls weitgehend denen der Sollima-Box entsprechen. Wer also bereits die Sollima-Box besitzt, muß diese Einzel-DVD nicht unbedingt kaufen, da außer ein paar kurzer Statements von Tomas Milian (der sich anscheinend nicht mehr richtig an den Film erinnern kann) nichts bahnbrechend Neues geboten wird.

Oder doch? Ein dickes Booklet mit einem Überblick über Ennio Morricones Musik zum Italo-Western ist recht nett anzusehen und von einem jahrzehntelangen Sammler kompetent geschrieben. Und es gibt die komplette Filmmusik zum Film (ca. 50 Minuten) zu hören, ein Extra, das leider viel zu selten vorgefunden wird.

Für alle, die die Sollima-Box nicht besitzen, gilt eine unbedingte Kaufempfehlung!
Auch wer sonst nichts mit Western am Hut hat, wird den Kauf hier gewiß nicht bereuen! Ein einmaliger Film, der neben den Klassikern von Leone und Corbucci leicht bestehen kann und inhaltlich mehr bietet als man einem Italo-Western zutrauen würde!

Fazit:
Erstklassiger Film in vorbildlicher reichhaltiger DVD-Veröffentlichung.
Winzige Kritikpunkte fallen nicht wirklich ins Gewicht - deshalb VOLLE PUNKTZAHL !!
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am 20. Mai 2016
It is not necessary to talk about the content of this film which is clearly a masterpiece from Sergio Sollima next to his best western THE BIG GUNDOWN, also released by Explosive Media. I was waiting for this classic Sergio Sollima a long time to be available on a BluRay disc. After already acquiring the US disc which unfortunately is CUT I was totally amazed by the quality of this release. The missing scenes from the extended version were carefully upscaled from the only existing SD master and intetrated into the HD transfer. Also important to mention that the English language track is complete for the first time! Amazing experience!
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TOP 500 REZENSENTam 3. September 2014
Von Angesicht Zu Angesicht ist Regisseur Sergio Sollimas zweiter von insgesamt drei (nach Der Gehetzte Der Sierra Madre und vor Lauf Um Dein Leben) Italo-Western und stammt aus dem Jahr 1967. Alle drei Filme gehören zu den Highlights des Genres, wobei Lauf Um Dein Leben auch komödiantische Aspekte bietet.

Zur Handlung (Spoiler !!!):
Ein lungenkranker Professor (Volonte) siedelt nach Texas um und gerät dort in Fänge von Bandenboss Bennett (Milian). Der zunächst Gewalt ablehnende Professor ist nach und nach immer mehr von Gewalt und Macht fasziniert, schließt sich dann der Bande an und wird selbst zu einem totalitären Anführer.

Interessant am Film ist vor allem die Charakterentwicklung des Professors. Sollima zeigt dabei wie schnell sich eine einfach gestrickte und arme Bevölkerung der geschickten Manipulation und Führung von jemanden unterwirft, der ihr ein besseres Leben verspricht.

Mit Volonte und Milian bietet der Film zwei der bekanntesten Schauspieler des Italo-Westerns. Beide fallen hier auch endlich einmal durch subtiles Spiel auf. Gerade Volonte gibt öfters schon mal mehr als nötig ist (z.B. in Töte Amigo oder den ersten beiden Dollar Filmen) und Milian ist häufig klamaukig, auch wenn es nicht unbedingt sein muss (z.B. Der Gehetzte Der Sierra Madre). Hier sind die Rollen aber ernst angelegt. Vor allem Volonte kann sich durch die charakterliche Veränderung seiner Rolle beweisen. Milian fällt demgegenüber für mich etwas ab, seine Rolle bietet auch nicht so viel Variation. Leider sieht er hier mit seiner Prinz-Eisenherz-Topfdeckel-Schnitt-Perrücke ziemlich bescheuert aus.

Der Film ist insgesamt gut fotografiert. Besonders auffällig ist auch die Liebe zum Detail bei der Kleidung und der Ausstattung der Gebäude. Das hier ist kein billiger Vertreter seines Genres. Auch gibt es einige Massenszenen mit vielen Statisten und die Action wurde gut umgesetzt.
Zu kritiseren ist vielleicht, dass der Film in der ersten Hälfte etwas langsam in die Gänge kommt, die zweite Hälfte entschädigt aber dafür.

Das Bild der DVD ist größtenteils scharf. Es gibt ein paar Fehler und Wackler. In dunklen Szenen tendiert Schwarz schon einmal Richtung Dunkelgrün. Die Außenaufnahmen im Wald und in der Wüste kommen aber gut rüber.
Alle drei Tonspuren kommen etwas dumpf und leise daher. Die deutsche Version des Films ist komplett synchronisiert.

Beim Bonusmaterial auf der zweiten DVD ist vor allem der komplette gelungene Soundtrack von Morricone und die Super 8 Version des Films zu erwähnen.
Dazu gesellt sich noch Special mit Sollima und Milian, die sich an die damalige Zeit und die 3 gemeinsamen Filme erinnern. Milian ist dabei auf Sollima nicht so gut zu sprechen. Auszüge davon befinden sich auch als Bonus auf den DVDs zu den beiden anderen Filmen.
Das Booklet gibt einen schönen Überblick auf Morricones Italo-Western-Soundtracks und deren seltene Album und Single-Cover-Abbildungen.

Die DVD-Hülle befindet sich in einem Pappschuber ohne FSK-Zeichen. Das Cover in der DVD-Hülle bietet ein Wendecover, bei dem auf der einen Seite kein FSK-Zeichen ist.

Fazit:
Eine vorbildliche und umfangreiche Veröffentlichung dieses sehr interessanten Beitrags zum Genre. Von daher volle Sternezahl in der Bewertung. Leider hat sich Explosive Media im Gegensatz zu den Neuveröffentlichungen von Der Gehetzte Der Sierra Madre, Sabata und Von Mann Zu Mann nicht dazu entschieden den Film auch als Blu-ray zu veröffentlichen.
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am 7. Mai 2016
Zwar war die internationale Langfassung auch bisher schon mal auf DVD erhältlich, aber nun gibt es erstmals die Möglichkeit, diese Langfassung auch in HD zu bewundern. Die BluRay aus den USA bot dafür nur die kürzere US Fassung. Das ganze hat zwar leider einen Haken (von der Langfassung gibt es nach heutigem Stand kein HD-Master), aber bei Explosive Media hat man keine Mühen gescheut, und die Langfassung mit hochskaliertem Material der SD Fassung ergänzt (ein wenig wie bei Es War Einmal in Amerika), somit kann man eine integrale Fassung in HD genießen und muss nur bei ein paar Szenen etwas weniger optimales Bild in Kauf nehmen. Noch ein Novum dieser Edition: Es liegt der vollständige Englisch Ton für die Langfassung vor, das gab es bisher auch noch nicht auf DVD oder BluRay. Für Fans also ein absoluter Pflichtkauf!
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am 11. Februar 2016
Auf Grund der relativ vielen - für mich hilfreichen 5 Sterne Rezensionen, hatte ich mir den Film gekauft.
An 5 Sterne Western, wie *Töte Amigo* oder beispielsweise *Sergio Leone's *Für eine Handvoll Dollar mehr*, *Zwei glorreiche Halunken* oder an Corbucci Kultfilme wie *Django* oder *Leichen pflastern seinen Weg* - kommt dieser Film von Sergio Solima, meiner Ansicht nach, aber nicht ran.

Die Story ist gut, die (span.) Location ist stimmig. Morricone hat den Film auch ordentl. Musik beigesteuert, aber keine Meisterwerke. Ton u. Bild hat gute DVD Qualität. Ein umfangreiches, deutschsprachiges Büchlein ist enthalten. Auch das Menü ist richtig gut gemacht. Die Extras sind ok. Die Interviews finde ich jetzt weniger interessant. Sergio Solima kommt von einem ins andere - guckt man sich kaum mehrmals an.

Gian Maria Volonte spielt die Metamorphose des kränklichen, schwachen Intellektuellen Brad Fletcher bis hin zum starken, hartherzigen, Banditen - der den Chef der Bande, Beauregard Bennett ausbotet, wirklich ausgezeichnet. Dieser wird v. Tomas Milian verkörpert und ist m.M.n. eine Fehlbesetzung und wird von G.M.Volonte an die Wand gespielt. Da hätte einer wie Franco Nero hingehört.
T.Milian bleibt blass, fast lächerlich - mit der komischen Perücke. Der Anführer der "Wilden Horde" - vor dem eigentl. alle Respekt haben müssten, strahlt kaum Souveränität aus und ist für eine Hauptrolle m.M.n. einfach nicht reif genug gewesen.

Das ist für mich der Hauptschwachpunkt des Filmes, neben einigen langatmigen Szenen. Nach der ersten interessanten, halben Stunde verflacht der Film zusehends, ehe er nach einer weiteren halben Stunde wieder an Fahrt gewinnt.

Ich habe den 107 min. Western aus dem Jahre 1967 mehrfach angesehen. Kann diese Grimaldi Produktion empfehlen. Möchte die Erwartungen aber nicht so hoch schrauben, wie das andere Schreiber getan haben ...
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am 8. Mai 2013
Der Film selbst ist ausgezeichnet, daher die 5-Sterne-Wertung. Doch während die Veröffentlichung des Films "Der Gehetzte der Sierra Madre" vom gleichen Anbieter noch neben der DVD eine qualitativ sehr hochwertige Blu-ray anbot, die die DVD um Längen in der Qualität schlug, gibt es hier diese leider nicht mehr. Obwohl ich "Von Angesicht zu Angesicht" als den besseren der zwei Sollima-Western bezeichnen würde und auch ansonsten eine sehr liebevolle Veröffentlichung mit einer sehr schönen Cover-Gestaltung geboten wird, werde ich diesmal passen. Denn: Erstens habe ich den Film schon auf DVD und zweitens wäre die Blu-ray für mich der eigentliche Kaufgrund. Schade!
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am 8. September 2012
Sergio Sollima hat - leider - nur drei Italo-Western gedreht: Der Gehetzte der Sierra Madre *****, Von Angesicht zu Angesicht ***** und Lauf um dein Leben ****. Seine Filme zählen zu den Highlights des Italo-Western und es ist nicht vermessen ihn auf eine Stufe mit Sergio Leone und Sergio Corbucci zu stellen. Das hier rezitierte Werk war der zweite seiner Western-Filme.

Der unscheinbare und verklemmte Geschichtsprofessor Brad Fletcher (Gian Maria Volonte) muss aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienst als Lehrer quittieren und des besseren Klimas wegen nach Texas reisen. Belehrend, moralisierend, besserwissend verhilft er dort an einer Raststation dem Bandenboss Solomon Beauregard Bennet (Thomas Milian) unbeabsichtigt zur Flucht aus einem Gefangenentransport. Als seine Geisel muss er ihn nun ein Stück des Weges begleiten. Fletcher ist zunächst von Bennets Gewalttätigkeit angeekelt, dieser wiederum würde Fletcher am liebsten gleich erschießen, tut es aber nicht, weil es schade um die Kugel wäre. Später ist Bennet in einer Stadt an einer Schießerei beteiligt. Fletcher wird fälschlich für ein Mitglied aus Bennets Bande gehalten und erfährt, vermutlich das erste Mal in seinem Leben, Respekt und Anerkennung. Fletcher begleitet von nun an Bennet freiwillig, und trotz ihrer unterschiedlichen Art lernen sie allmählich einander schätzen. Bennet will seine alte Bande wieder vereinigen, der schließlich auch Fletcher beitritt. Die ganze Zeit über werden sie vom Pinkerten-Detektiv Charley Siringo (William Berger) verfolgt der nicht nur Bennet, sondern gleich seine ganze Bande unschädlich machen will. Er schleicht sich deswegen auch in Bennets Bande ein, Bennets Misstrauen zerstreut er damit, dass er einen Sheriff erschießt. Während Bennet durch die Begegnung mit Fletcher zum ersten Mal über sein Leben nachdenkt, entwickelt sich Fletcher immer mehr zum Machtmenschen.

Italo-Western aus dem Jahr 1967 von Sergio Sollima. Ich halte ihn für einen der schönsten, aber auch anspruchvollsten Italo-Western. Er ist stark an Charakterzeichung und Charakterentwicklung interessiert. Vielleicht deswegen nicht ganz so massentauglich, und auch nicht so einfach zwischendurch konsumierbar. Alternativer Titel: Halleluja - Der Teufel lässt euch grüßen.

Sollima versteht es fast unübertrefflich Personen, Landschaft und Musik harmonisch zu einem überaus vergnüglich anzusehenden Film zu verbinden. Wobei Von Angesicht zu Angesicht ein recht ungewöhnlicher Film ist. Bei den meisten Italo-Western ist das vorherrschende Motiv die Rache, Kampf gegen eine Banditenhorde, suche nach einem Goldschatz oder auch die mexikanische Revolution bzw. eine Vermengung dieser Motive. Bei Von Angesicht zu Angesicht gibt es all diese Motive eigentlich nicht. Er ist fast schon eine Charakterstudie wie sich Menschen unter dem Einfluss ihrer Umgebung verändern können.

Die Darsteller sind ideal besetzt und verkörpern ihre Charaktere überzeugend:

Bennet (Thomas Milian) der bisher nach dem Motto "zuerst schießen, dann fragen" lebte, beginnt unter dem Einfluss des intellektuellen Professors erstmals über sein Leben nachzudenken.

Brad Fletcher (Gian Maria Volonte), der Professor, der im Prolog den Eindruck eines in gesellschaftlichen Zwängen lebenden Duckmäusers vermittelt entwickelt sich im gewaltbereiten Umfeld langsam in einen Machtmenschen der sich der Masse nicht nur intellektuell überlegen fühlt.

William Berger hat als Pinkterton-Detektiv Charley Siringo einen seiner bestern Italo-Western Auftritte. Obwohl er eigentlich den Part des Guten innehat, ist auch sein Handeln moralisch nicht vorbildhaft.

Diese drei Hauptcharaktere werden sich dann auch in der finalen Konfrontation gegenüber stehen, wobei Bennet und Fletcher dabei symbolhaft vollkommen Weiß bzw. vollkommen Schwarz gekleidet sind.

Beginnend mit einem die Titelcredits begleitenden "verrückten" und berauschenden Score baut die Musik von Morricone den ganzen Film über eine Stimmung auf die im Genre nicht viele Vergleiche hat. Die Musik ist dabei, ähnlich wie bei Leone, meist nicht nur stimmungsvolle Hintergrundmusik sondern integraler Teil der Handlung.

Der Film wurde bereits 2005 als Teil der von Koch-Media hervorragend gestalteten "Sollima Italo-Western Box" veröffentlicht, zusammen mit Der Gehetzte der Sierra Madre und Lauf um dein Leben. Die hier rezensierte digital überarbeitete und üppig ausgestattete Neuauflage verdanken wir dem neu gegründeten Label Explosive Media. Dahinter steht mit Ulrich Bruckner ein Italo-Western-Kenner der seinerzeit diese Sparte bei KOCH Media erfolgreich betreute und dem man mit "Für ein paar Leichen mehr" eines der deutschsprachigen Standardwerke über den Italo-Western verdankt.

Die eigentliche DVD Box wird in einer Kartonhülle angeboten. Die optische Aufmachung ist recht ansprechend. Der FSK Hinweis kann von der Kartonhülle entfernt werden. Die DVD Box selbst hat ein Wendecover und wird mit zwei DVD ausgeliefert. Eine der DVDs beinhaltet den Film der in deutscher, italienischer und englischer Sprachfassung sowie deutschen und englischen Untertiteln ausgestattet ist. Dazu kommen noch Trailer und diverse Vorspannfassungen. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Subjektiv betrachtet scheint die Bildqualität gegenüber der ohnehin schon gut restaurierten Fassung der "Sollima Italo-Western Box" von KOCH Media noch um eine Spur besser.

Die zweite DVD enthält Bonusmaterial:
*Spaghetti-Western Dokumentation mit Sollima und Milian. Sehr interessant und informativ! Die Ausführungen von Sollima benutzen das gleiche Ausgangsmaterial wie bereits in der "Sollima Italo-Western Box" veröffentlicht. Additives Bildmaterial ist jedoch anders arrangiert. (49 Minuten)
*8 mm SW Fassung (32 Minuten)
*Fotoroman (15 Minuten)
*Bildergalerie (7:30 Minuten)
*Soundtrack zum Film. Dieser liegt jedoch nicht als MP3 vor, sondern ist nur über DVD abspielbar. Insgesamt 31 (!) Tracks die jeweils mit Filmbildern hinterlegt sind.

Abgerundet wird die Veröffentlichung mit einem 24-seitigen Booklet das Morricone und Italo-Western Soundtracks zum Thema hat. Es ist reich bebildert ist zeigt auf den letzten sieben Seiten Aushangfotos zum rezensierten Film.

Insgesamt eine vorbildlich aufbereitete Veröffentlichung eines Italo-Western-Klassikers.

Resümee: Italo-Western aus dem Jahr 1967 von Sergio Sollima. Auch wenn nicht so bekannt wie Filme von Leone und Corbucci ist Sollimas Von Angesicht zu Angesicht einer der schönsten, aber auch anspruchvollsten Italo-Western. Fast schon eine Charakterstudie wie sich Menschen unter dem Einfluss ihrer Umgebung verändern können. Begleitet von einer stimmungsvollen, stellenweise fast suggestiven Musik Morricones. Insgesamt eine üppig ausgestattete und vorbildlich aufbereitete Veröffentlichung eines Italo-Western-Klassikers. Für Italo-Western-Freunde uneingeschränkt zu empfehlen.
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am 1. Mai 2013
Ja natürlich, dieser Film ist grandios, auch wenn ich die anderen Solima-westen besser finde. und ja,diese DVD ist wirklcih die ultmative Veröffentlicung des Film. hier aht es alles, ein ausführliches Booklet, ein umfangreiches Bonusmaterial, ein schönes gesamtdesign und den Film selsbt in guter und natürlich ungeschnittener Qualität. Weshlab nun meine kritische Rezension?
Ich hate schon vor erscheinen deser DVd die Version von Koch Media, die ja bekanntlich es meist schaffen, ihre Filmeungeschnitten und in einer angemessenen Qualität zu veröffentlichen. Für ganz aufwändige Restaurationsprozesse fehtl aber glaube ich meist das Geld. als nun diese Version auf den Markt kam, war ich nciht nur von ihrem Design sondern acuh von dem Schriftzug "digital überarbeitet" geblendet. Allerdings musste ich fesstellen, dasss hier genau die selbe Version des Film ethalten ist, wie ind er kOch Media Version. alles ist gleich: Auflösung; Farbgebgung, Schärfe, Ton. Das ahtte ich nciht erwartet. ich dachte mehr an eine wirklcih saugute version wo man denkt: wow, was für eine Qualität.
Fazit: wer den Film noch nciht hat, sollte auf jeden fall hier zugreifen. besser und günstiger gibt es ihn inmoment nicht. wer ein bonusmaterial junkei ist, sollte sich diese Fassung auch zulegen. alle anderen, die schon die kocfassung haben, solltens ich halt überlegen, ob man so viel ausgeben will, um sich den Film so edel ins regal stellen zu können.
PS: bitte macht mir nicht wegen den Sternen die Hölle heiß. es handelt sich ja mehr um einen Hinweis und nciht um eine Bewertung. da hielt ich es für sinnvoller, das gnaze ein wenig von den anderen Rezensionen abzuheben, zumal die Vermarktungspolitik hätte besser sein können. aber hey, vorschläge zur Zahl der Sterne werdend ankend angenommen.
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TOP 1000 REZENSENTam 3. April 2013
Es gibt drei ganz große Sergios des Italo Western: Sergio Leone, Sergio Corbucci und Sergio Sollima, der vor allem durch seine Cuchillo Western-Trilogie in die Filmgeschichte einging: 1966 entstand der populärste der drei Filme "Der Gehetzte der Sierra Madre", es folgte ein Jahr später der eher psychologische "Von Angesicht zu Angesicht", beendet wurde die Trilogie 1968 mit "Lauf um dein Leben".
Alle drei Filme gehören zu den besten 20 Italo Western aller Zeiten.

Brad Fletcher (Gian Maria Volonte", ein Geschichtsprofessor aus Boston verlässt seine Heimat und den Lehrstuhl an der Universität, weil er eine angeschlagene Gesundheit hat. Der Lehrer war beliebt bei seinen Schülern, er gilt als rechtschaffener Mann, besucht den Gottesdienst und hat tadellose Ideale.
Sein Chef wünscht ihm alles Gute für seinen Neuanfang in Texas, das Klima soll dort viel günstiger sein. Ausserdem gibt er dem sensiblen Mann mit auf den Weg ein bisschen mehr Biß zu zeigen, denn durch seine eher sanfte Art hat er nicht viel in Sachen Karriere hinbekommen.
Der wilde Westen ist aber auch ein viel aggressiveres Pflaster - dies muss der Professor schon bald erkennen. Er betreibt in der neuen Heimat inzwischen eine Station, wo auch die Postkutschen vorbeikommen und halten. Eines Tages taucht dort eine Kutsche auf, bei den Insassen handelt es sich um ein paar Polizeibeamte, die den Outlaw und Bandenführer Solomon Beauregard Bennet (Tomas Milian) als Gefangenen mit sich führen. Die Gesetzeshüter behandeln ihren Gefangenen ziemlich miies, nicht mal Wasser wird ihm gegeben. Dies kann Fletcher mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, es reicht dem Bandit einen Becher. In dem Moment wird er auch schon von diesem überwältigt und wird als Geisel mitgenommen. Es entsteht sehr bald ein gegenseitiger Respekt zwischen den beiden ungleichen Männern. Fletcher lernt Beauregards Bande "die Wilde Horde" kennen und ist vom vogelfreien Leben, der dort zelebrierten Gewalt fasziniert und integriert sich schliesslich in deren Siedlung Pietra di Fuoco, wo die Banditen mit Frauen und Kindern leben. Gleichzeitig ist der intelligente Pinkerton Detektiv Siringo (William Berger). Dieser versucht sich bei der Bande als neues Mitglied einzuschleusen...

Aus psychologischer Sicht ist vor allem die Verwandlung des Professors interessant, der eine geradezu merkwürdige Verwandlung vom schüchternen ruhigen Bürger in einen kalten und berechnend agierenden Dieb und Möder durchläuft. Er findet zunehmend Geschmack an der Macht - tut das Gleiche wie der bei seinen Männern beliebte und respektierte Bandenboss, doch bei Fletcher wirkt die gleiche Handlung viel gefährlicher und eben anders. Umrahmt wird das ganze mit einem sehr schönen Western Kolorit, untermalt wird von Maestro Morricones genialer Westernmusik. Der showdown des Films ist atemberaubend und beinahe schon von einer hypnotischen Schönheit. Melancholischer wurde das Sterben in der Wüste selten eingefangen.
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am 26. November 2012
Ich stimme, in der Sache, mit meinen beiden Vor-Rezensoren völlig überein, daher habe ich zum Thema Film, DVD-Quali und Auststattung nichts hinzuzufügen.

Erwähnenswert sei allerdings hierzu noch, daß die beiden DVD-Cover, sowohl zu "Von Angesicht zu Angesicht", als auch bei "Der Gehetzte der Sierra Madre", absolut genial sind.
Im Gegensatz zu Koch-Media, die abgesehen mal von ihren ersten 5 Italowestern-Veröffentlichungen, nur Cover in der Qualität, zwischen Mittelmaß und absolut beschißen präsentierten, ist es hier gelungen, den Fan mit richtig ordentlich gemachten Covern zu begeistern.
Weiter so...!!
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