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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
10
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am 28. Mai 2017
"Wenn man auf Pferde setzt, kann man mit etwas Glück gewinnen. Bei Menschen?...." stellt der etwas zynische junge Kriminalkommissar in den Raum, als es um die Zukunftsprognosen für den zum Räuber gewordenen jungen Arbeiter und Ex-Kollegen von Michel geht. Das Ehepaar Michel und Marie-Claire setzt auf den Menschen und hofft auf Gewinn..... Kann das gut gehen? Ich habe meine Zweifel. Es ist ein schönfärbendes Arbeitermärchen, vielmehr ein sehr französisches Gewerkschaftermärchen um Klassenbewusstsein und Verantwortung, was der armenisch-südfranzösische Regisseur aus Marseille (sein Vater war dort selber Hafenarbeiter) etwas blauäugig und romantisierend erzählt. Gibt es diese Art von Arbeiter heute noch und gab es sie je? Ich habe meine Zweifel. Die einstmals klassenbewussten Arbeiter sind längst "bourgois" geworden (wie sie verschämt zugeben), leben in einem hübschen Eigenheim und genießen Rotwein und gutes Essen sowie den kleinen sozialen Aufstieg - und was ist daran eigentlich so schlimm? Ein bisschen Globalisierungskritik kommt dann auch noch ins Spiel, na ja.

Gewerkschaftsführer Michel scheint sich für sein gutes, hart erarbeitetes Leben zu schämen und sorgt per Losverfahren für seine eigene Entlassung. Dann muss er auch noch Buße tun und sich um die kleinen Brüder des ebenfalls per Losverfahren arbeitslos gewordenen jungen Straftäters, der ihn überfallen und ausrauben ließ, kümmern? Also, das ist mir zu sehr an Haaren herbeigezogen. Der Gewerkschafter opfert sich für seine Kollegen bis zur Selbstaufgabe auf und die liebende Ehefrau ist auch noch stolz darauf Putzfrau geworden zu sein und ihre Ambitionen als Krankenschwester aufgegeben zu haben. Der verbitterte junge Mann wird dann im Polizeigewahrsam zum Arbeiterphilosophen, schwingt politische Reden und preist die Kurzarbeit und die Entlassung von Doppelverdienern und "Reichen" als Lösung.

Es ist alles so gewollt, so thesenhaft-verklärend und hat mit der Realität auch in Marseille vermutlich wenig bis nichts zu tun. In Wahrheit wählen nicht wenige von Arbeitslosigkeit bedrohte französische Arbeiter heute Front Nationale (gerade in Südfrankreich) und der Clash of Cultures zwischen "Biofranzosen" und Zuwanderern aus Algerien und anderen Ländern ist groß. Entlarvenderweise ist der junge Arbeiter und seine zwei sehr stubenreinen braven kleinen Brüder, um die man sich in einem Übermaß an Mitgefühl nahezu aufopfernd kümmert, so weiß und rein französisch wie das Bilderbuch-Ehepaar. Zwei algerischstämmige Jungs, von denen es in Marseille sehr viele gibt, als Pflegekinder wollte man dem Kinopublikum nun doch nicht zumuten. Insofern ist der Film auch ein wenig verlogen. Man kümmert sich solidarisch - aber nur und exklusiv um die eigenen Leute.

Alles ist bilderbuchmäßig politisch korrekt, die Arbeiter reden geschwollen und philosophisch daher wie Intellektuelle und die Kinder sind natürlich alle brav, wohlerzogen und manierlich. Alles wird gut - da darf man das von Herzen kommende und mühsam ersparte Geschenk der erwachsenen Kinder gerne mit Füßen treten und die Reisetickets nach Afrika in Bares umsetzen. Das die sauer sind und mit dem Verhalten der Eltern nicht einverstanden, wird vom Film mit einer Handbewegung als Egoismus der Jugend beiseite geschoben. Lass die Blagen doch meckern, da grillt man lieber mit Schwester und Schwager und den neuen, dankbaren Pflegekindern. Der Schnee am Kilimandscharo muss warten. Die Generation 50+ feiert sich und ihre Ideale in diesem Film mal wieder selbst.

Das Ende ist an Unglaubwürdigkeit, süßlichem Arbeiterkitsch und Heuchelei nicht zu überbieten. Der Titel des Films bezieht sich übrigens nicht auf den alten Hollywoodfilm gleichen Namens, sondern ein berühmtes Chanson aus den 60er Jahren. Darin geht es sehr poetisch um das Altwerden und das Sterben.....

Die Verlogenheit des Films gefällt mir nicht, auch wenn sich die Schauspieler alle Mühe geben und Marseille als Kulisse immer gut ist. (Dafür die zwei Sterne).
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am 11. Juli 2016
Ein Hochlied auf die Solidarität, das nur von den alten Gewerkschaftlern noch verstanden wird, der nächsten Generation ist das Getue völlig suspekt.
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am 25. März 2017
Überraschend dramatischer Film und trotzdem herrllich schöne Liebeserklärung an Marseille und Frankreich.

Pascal DANELs "Les neiges du Kilimanjaro" (1965?) - ein wunderschöner Chanson.

Wieder mal eine Perle gefunden auf Amazon Video.
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am 13. Januar 2017
Sich treu bleiben... dieser Film ist berührend und ermutigend. Ein wunderbarer Film, gut gespielt und eine wirklich gute Neufassung von Victor Hugo's "die armen Leute" .
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am 26. März 2017
Die Darsteller lassen sich trotz der Widrigkeiten des Lebens nicht unterkriegen und leben das Leben mit viel Solidarität zueinander.

Ich liebe französische Filme generell, da sie sehr nah dran sind am wahren Leben. Hier wird nichts beschönigt, aber auch nichts dramatisiert. Der tapfere Gewerkschafter und seine fürsorgliche Ehefrau sind sicher Leute, die man auch im wahren Leben antreffen könnte. Der Titel ist ein wenig irreführend...

Tolles Ende und schöne Musik zum Schluss.
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VINE-PRODUKTTESTERam 20. Mai 2013
(Filmbesprechung)

Michel ist Gewerkschafter durch und durch. Bei einer anstehenden Entlassungswelle an seiner Werft zieht er die Namen der Unglücklichen, die nicht bleiben dürfen. Obwohl er nicht hätte müssen, hat er auch seinen Namen mit in die Los-Trommel gesteckt und ist tatsächlich mit dabei. Fortan Rentner hat er wenigstens mehr Zeit für seine Familie.
Am Hochzeitstag bekommen er und seine Frau eine Schatzkiste mit Geld und 2 Flugtickets für Afrika geschenkt, um sich einen lange ersehnten Traum zu erfüllen. Zur Feier hat er auch alle entlassenen Kollegen mit eingeladen.
Ein paar Tage später werden sie beim gemeinsamen Spielabend brutal überfallen und beraubt. Recht schnell wird klar, dass einer der jungen ehemaligen Arbeitskollegen beteiligt gewesen war. Per Zufall kommt Michel dem auf die Spur und informiert die Polizei, die den jungen Mann festnimmt. Dadurch kann er sich jedoch nicht mehr um seine zwei jüngeren Brüder kümmern, die zunächst durch eine befreundete Nachbarin mitversorgt werden. Doch auch Michel und seine Frau lässt das Schicksal der kleinen Geschwister nicht unberührt.....

Ein Drama, dass die französische Arbeiterklasse in den Blick nimmt. Obgleich diese Klasse schon lange keine homogene Gruppe mehr darstellt. Während für Michel die Entlassung zwar hart ist, er sich aber eigentlich ein gutbürgerliches Leben aufgebaut hat, ist für seinen jungen Arbeitskollegen die Not groß, da er seine beiden kleinen Geschwister mit durchzubringen muss, da ihre eigensüchtige Mutter sich einen feuchten Kehricht um sie schert.

Ich bin mir nicht sicher, ob der Film vorrangig gesellschaftskritisch sein möchte. Ein übergeordnetes Thema könnte auch 'Schuld und Vergebung' oder 'soziales Verantwortungsgefühl' sein. Aus meiner Perspektive enthält die Handlung aber auch einige Ungereimtheiten, dass die beiden jüngeren Brüder so überaus nett sind, halte ich für eher unwahrscheinlich. Bei ihrem Lebenslauf müssten sie doch deutlich bindungs- bzw. verhaltensbeeinträchtigt sein, wenn sie nicht eine nahezu unglaubliche Resilienz entwickelt haben. Auch der heftige Ausbruch ihres älteren Bruders gegenüber Michel nach der Verhaftung ist für mich relativ unglaubwürdig. Wie kann dieser eigentlich fürsorgliche Mensch sich plötzlich so kompromisslos hasserfüllt und ohne Reue geben?
Michel kann vor allem nicht begreifen, das ausgerechnet ein ehemaliger Kollege sie beraubt hat. Für ihn ist das ein harter Schlag in seine Solidaritäts-Seele. Der Film zeigt aber auch auf, dass von der anderen Seite aus betrachtet, Michel fast eine Art "Klassenfeind" darstellt.

Doch trotz dieser Einschränkungen ist der Film gut besetzt und umgesetzt. Jean-Pierre Darroussin füllt die Rolle des Michel gut aus. Noch besser hat mir Ariane Ascaride als seine Ehefrau gefallen.

Spielt nicht wie der gleichnamige Film mit Gregory Peck und Susan Hayward in Afrika sondern ausschließlich in Marseille (wie schön es dort ist).

Fazit: Eine Empfehlung von meiner Seite.
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am 26. Mai 2013
Der Titel verleitet die Oldies zum Lossingen und bei entsprechender Musik machen sie Tanzschritte zum Blues ‘zwei links, eins rechts‘. Inhaltlich passt der Song von Pascal Danel natürlich besser zu Henry Kings gleichnamigem Film. Hier ist er nur Ausdruck der französischen Lebensweise (‘Savoir vivre‘). Robert Guédiguian hat nicht nur wieder eine Liebeserklärung an Marseille (immer wieder Hafenansichten) und die Arbeiter dieser Stadt gemacht, sondern einen eindringlichen Appell an Solidarität formuliert. Und das tut er in unglaublicher Konsequenz: der Arbeitslose Michel (Jean-Pierre Darroussin) und seine Frau Marie-Claire (Ariane Ascaride) werden von einem ebenfalls arbeitslosen, allein erziehenden Kollegen überfallen und ausgeraubt. Es folgt eine unglaubliche Reaktion der Betroffenen, unaufdringlich untermauert mit Hinweisen auf den großen Jean Jaurès. Keineswegs langweilig, sondern ernsthaft zwar, aber mit viel Witz und warmherzigem Charme (z.B. Telefonat: ‘Schläfst du noch?‘ – ‘Nein, ich rede im Schlaf!‘). Der Film zeigt Verständnis für beide Seiten und erfreut mit kleinen Details. Bei so viel Solidarität kann einem eigentlich fast nichts passieren. Man muss es halt dem Zuschauer und im Film den eigenen erwachsenen Kindern erklären.
Verblüffend in der Konsequenz; grenzüberschreitend regt der Film zum Nachdenken an. Hass und Rache waren gestern, heute in der globalisierten Welt hilft nur die Solidarität.
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am 2. Dezember 2013
Ich hatte mir von diesem Film viel mehr erwartet. (sozialkritischer Hintergrund) War aber leider nicht der Fall. Film ist "nett" aber auch nicht mehr.
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am 11. November 2016
Wer die nicht-heulsusige Intensität und die Leichtigkeit französischer Filme à la " Die Eleganz der Madame Michele" oder "Saint Jacques" mag, wird erstklassig unterhalten.
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am 17. Mai 2013
Für mich ist dieser Film einer der schönsten, die ich seit langem gesehen habe. Aber, vielleicht muss man einmal in Marseille gewesen sein, um diesen Film zu lieben.
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