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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
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4,2 von 5 Sternen
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am 19. Oktober 2012
Wenn bei ausschließlich überschwänglichen Rezensionen mal eine schlechtere dabei ist, wird einem oftmals direkt Rumgetrolle vorgeworfen bzw. dass es immer einen geben muss, der aus Prinzip eine schlechte Bewertung abgibt. Ich werde versuchen, meine Meinung so gut wie möglich zu begründen. Eine aus zwei Sätzen bestehende 5 Sterne-Wertung wie „bestes Album aller Zeiten“ hat, denke ich, wesentlich weniger Aussagekraft.

Die Ausgangslage:
Ich liebe Wintersun und alle Alben, die Jari mit Ensiferum gemacht hat. Ich behaupte einfach mal, der Mann hat es drauf. Das erste Wintersun-Album gehört für mich zu den besten Alben überhaupt - und ja, ich besitze mehr als 5 CDs zuhause. Meine Erwartungshaltung war riesengroß. So groß, dass ich eigentlich nur enttäuscht werden konnte. Der Titel 'Album des Jahres' oder 'Glanzstück meiner Plattensammlung' stand eigentlich von vornherein schon fest. Ich habe es tunlichst vermieden vorab Samples o.ä. zu hören, um die CD ganz jungfräulich anzugehen. Als ich die CD in meinen Händen hielt, war ich doch ein wenig nervös. Nach der langen Wartezeit und dem überragenden Vorgänger war es einfach auch schwer abzuschätzen, was einen erwartet.
Darf / sollte man ein neues Album überhaupt mit dem Vorgänger vergleichen oder muss die CD als einzelnes betrachten werden? Ich denke, dass die Vorgängerscheiben immer im Hinterkopf behalten werden sollten, denn immerhin ist das ja der Stil der Band, den man zu schätzen und lieben gelernt hat. Viele Songs auf dem ersten Album haben direkt gezündet, andere wie "Beautiful Death" oder "Sadness and Hate" haben bei mir mehr Anläufe gebraucht. Es gibt auf dem Album so viele Songs, bei denen mich Kleinigkeiten, vielleicht nur wenige Riffs, Wörter oder Refrains immer wieder vom Hocker reißen, dass ich die Rewind-Taste drücke, um diese Parts noch einmal anzuhören. So etwas macht für mich einen guten Song aus. Und, das muss man Wintersun zugutehalten: Keine Band klingt so wie sie (zumindest Euphoreon versuchen es ein wenig). Bereits mit dem ersten Album haben sie ihren eigenen Stil begründet, den so sonst keiner spielt oder vielleicht spielen kann.
Also, Kopfhörer auf, Booklet in die Hand, Lautstärke hoch und los geht es….

Hier nun meine Eindrücke nach ca. 5 Durchläufen. Auf Punktewertungen der einzelnen Songs habe ich verzichtet:
1) Ich mag Intros. Sie bauen einen Spannungsbogen auf und man freut sich, wenn der Opener dann losknallt. "When Times Fades Away" ist asiatisch angehaucht und erinnert mich ein wenig an das Videospiel "Okami". Mir geht es mit über 4:00 min aber schon fast ein wenig zu lang. Ganz nett, aber kein Knaller.

2) Es geht nahtlos zum ersten Teil von "Sons Of Winter And Stars" („Rain of Stars“) über. Nach 32 Sekunden setzt endlich das erste typische Wintersun-Riff ein und es wird losgeballert - die Welt ist in Ordnung. Die Choreinschübe kommen richtig geil, der Gesang auch (schreit hier noch einer „Rise!“ mit?). Was für ein Anfang!
Nach 2:35 min geht es über zum 2. Teil „Surrounded By Darkness“. Und was soll ich sagen: Nach Wintersun klingt das für mich irgendwie nicht. Zu vertrackt, zu präsentes Keyboard, zu viel neue Nightwish (ich habe grundsätzlich gegen nichts von den dreien etwas). Es macht sich etwas Enttäuschung breit. Der Part mit „I’m flying through the darkness“ klingt dann wieder gar nicht mal so schlecht.
Ab ca. 7:00 min geht es über zum ruhigsten Teil „Journey Inside A Dream“. Ich kann mir nicht helfen: Es klingt relativ unspektakulär.
Kommt denn jetzt noch mal was? Ja, tut es im letzen Teil "Sons Of Winter And Stars" ab 8:49! Die Faust oder wahlweise Pommesgabel geht in den Himmel und es kann mitgegrölt werden! Natürlich muss ein Song das nicht immer bieten - aber das hat Wintersun für mich nun einmal auch ausgemacht auf dem ersten Album. Der Refrain (sofern man ihn so bezeichnen kann) hat mir jedenfalls schon mal einen deftigen Ohrwurm verpasst, den ich auf dem Fahrrad gepfiffen habe. Und bei 11:11 min wandert die Taste dann plötzlich immer wieder auf die Rewind-Taste: „Embrace the stars!“ Wie Jari das mit seiner unnachahmlichen, fast schon leidenden Stimme raushaut – der Hammer! Danach schwarzmetallisch-angehauchte Raserei. Geil! Zum Ende hin noch einmal der grandiose Chorus aus mehreren Kehlen gesungen. Das wird live ziemlich abgehen.
Die letzten 5 Minuten sind auf jeden Fall der mit Abstand beste Teil des gesamten Songs. Wenn er nur daraus bestanden hätte, wäre ich einfach glücklich gewesen. Das Problem des Gesamtsongs: Es klingt nicht so richtig aus einem Guss, sondern zusammengesetzt. Als ob man möglichst viele Ideen, Riffs etc. in einen Song packen möchte. Es gibt Songs wie "And Then There Was Silence" (Blind Guardian) oder "Thus With A Kiss I Die" (While Heaven Wept) die die 10 Minuten-Marke auch deutlich überschreiten und trotz Tempowechseln oder ohne klassische Strophe - Bridge - Refrain-Einteilung wesentlich geschlossener wirken. Irgendwie ist es nicht der erwartete Oberhammer.

3) Mit "Land Of Snow And Sorrow" folgt die Ballade des Albums, quasi das Äquivalent zu "Sleeping Stars" vom Debüt. Um es kurz zu machen: Grandios! Alleine so eine typische Textzeile wie im großartigen Refrain „And I fall asleep, I will dream the last dream. All I was is gone now and sorrow is all I feel“ - deswegen mag ich die Band so. Für mich momentan der beste Song des Albums!

4) Es folgt mit “Darkness And Frost” wieder ein ganz nettes Instrumental, mehr aber auch nicht. Hätte sich auch als Intro ganz gut gemacht. Rüstet sich da eine Armee zum Kampf? Wenn man ganz genau zuhört, klingt es so, als ob eine riesige Meute einen Schlachtruf von sich gibt. Vielleicht täusche ich mich auch. Und jetzt gibt es im nächsten Song voll auf die Zwölf mit was schnellem à la „Beyond The Dark Sun“ oder „Winter Madness“?

5) Nein. Es folgt der offizielle Abschluss in Form von "Time".
Hat sich mal jemand den Schrei und den verwaschenen Sound bei 1:26 angehört? Klingt fast wie Darkthrone zu ihren Black Metal-Rumpeltagen :). Und das meine ich positiv. Der Anfang ist aber sonst doch etwas behäbig. Es folgt so etwas wie eine Bridge mit „Time will go on and we are drifting away in the night”. Wenn Jari dann “and I know that you are forever gone” singt - Hammer, Hammer, Hammer! Danach folgt leider wieder (außer dem “TIME!”-Refrain) wieder etwas zu viel Gefrickel, bis es gesangstechnisch noch einmal die genannten, einfach großartigen Teile zu hören gibt. Es folgen dann 20 Sekunden, völlig unpassendes Klaviergeklimper, das übergeht in ein asiatisch klingendes Ende. Auch das leider nicht zum Rest des Songs passend, obwohl es sich ganz nett anhört. Aber das Problem dabei ist: Entweder klingt es nach den großen chinesischen Film-Epen wie „Tiger & Dragon“, „Hero“ etc. – oder eben nach China-Restaurant. Ich bin mir momentan noch nicht sicher, wofür ich mich entscheide.

6) So, Überraschung (?): Auf der CD-Hülle sind 5 Songs angegeben, aber im CD-Player erscheinen 6. Was könnte das wohl sein? Stille, um die Laufzeit etwas zu strecken? Mehr oder weniger. Es handelt sich um den (A Capella-vorgetragenen) Refrain von "Sons of Winter And Stars". Aber: Wenn man erst mal 1:51 min Stille zu hören bekommt, fühle ich mich ein wenig auf den Arm genommen. Damit wird ein Album doch nur künstlich in die Länge gestreckt. Dann 1:10 Gesang, dann noch einmal 35 sek Stille und zum Abschluss irgendein dämliches Rumgebrülle. Was soll das? Witzig sein? Das macht eher die Stimmung kaputt. Wenn ein Tankard-Album z.B. mit einen Rülpser abgeschlossen wird (nix gegen Tankard) - ok, das passt. Aber hier irgendeinen Studioquatsch - das muss nicht sein.

Mein Fazit:
Ein passendes Wort zur Musik von Wintersun wäre wahrscheinlich "Drama" mit Textzeilen wie "Time fades away and I fade away", ähnlich wie auf dem ersten Album "Life is just a beautiful death" oder "I give my life to you". Das war bisher auch für mich immer ein wichtiges Augenmerk der Texte: Hoffnungslosigkeit, Verzweiflung und Kälte, gepaart mit irgendwie fröhlichen Melodien, Schönheit und ein wenig Hoffnung. So wie ein warmer Sonnenstrahl der namensgebenden Wintersonne (ja, das mag jetzt sicherlich ein wenig schwülstig klingen^^). Dies gelang Wintersun sowohl durch die Musik, als auch die Texte und den Gesang. Zumindest textlich knüpft das Album an das Debüt an. Musikalisch fehlen mir aber diese großen, schon fast emotionalen Momente. Auch wenn die Musik nicht unbedingt verglichen werden kann: Das Ganze erinnert mich an die letzten Alben von Nightwish. Die Lieder werden mit Orchesterspuren und Samples zugekleistert. Weniger ist manchmal einfach mehr.

Wenn man das Gesamtpaket aus Musik und Cover-/Bookletgestaltung bewerten soll, so muss ich sagen, dass dieser Asienbezug mit Kleidung und dem 08/15-Chinafont doch etwas lieblos gestaltet wurde. Woran denkt ihr, wenn ihr an eine Wintersonne denkt? An Asien sicherlich nicht. Die Band wird sich da vielleicht etwas bei gedacht haben (oder vielleicht doch nicht?), aber ich sehe in den Lyrics keinerlei Bezug.

Zur Laufzeit: Zwar erscheint bald „Time II“, aber eine Spielzeit von 44 Minuten (letztlich sind es ja sogar nur knappe 40 Minuten, denn den letzten ‚Song‘ streiche ich mal raus), finde ich ehrlich gesagt zu wenig. Klar könnte man argumentieren ‚Qualität statt Quantität‘. Auch Instrumentals haben sicherlich ihre Daseinsberechtigung, das will ich nicht bezweifeln. Aber wenn man diese 6 Minuten auch noch abzieht, bleibt nicht mehr viel. Das erinnert mich ein wenig an While Heaven Wepts Album „Vast Oceans Lachrymose“ mit zwei Instrumentals zum Schluss.

Manch einer mag die Rezension in einigen Punkten verbohrt sehen. Ich bin sicherlich kein Ewiggestriger und keiner der „früher war alles besser“-Fraktion, was im Falle einer jungen Band wie Wintersun ja auch wenig Sinn ergibt. Ich gebe zu - ich habe mir 'Wintersun II' (Album) gewünscht und nicht 'Wintersun 2.0' (Band), wie teilweise bereits zu lesen war. Das mag aus den Augen der Künstler sicherlich Stagnation bedeuten und es nicht zu überhören, dass sich Wintersun weiterentwickelt haben. Mir ist das ganze aber einfach zu progressiv, zu sehr verspielt, teilweise einfach zu überladen und zu viel Füllmaterial vorhanden (ihr kennt doch den Spruch 'No fillers, just killers'). Ich vermisse die Eingängigkeit des ersten Albums. Dort kann man jeden Song problemlos mitsingen, die Songstrukturen sind anspruchsvoll, aber trotzdem simpel. Negativ formuliert einfach etwas 'poppiger'.

Auch wenn ich hier Schelte beziehen werde, weil ich das Album nicht (wie ja sogar selbst erhofft) uneingeschränkt abfeiern kann: Wenn man die Produktion des Albums, die damit verbundenen technischen Probleme und die daraus resultierende lange Wartezeit einberechnet (manche dachten sicherlich, das Album kommt nie), kann man natürlich froh sein, dass das Album endlich erschienen ist. Und natürlich ist es produktionstechnisch auf einem sehr hohen Level mit einem vermutlich riesigen Aufwand, den man sich kaum vorstellen kann. Es klingt aber alles in allem einfach danach, als ob die Band mit diesem einen Album ihre ganzen Ideen auf einmal präsentieren wollte. Für mich leidet leider die Eingängigkeit der Songs ein wenig darunter.

Wenn das erste Album 5 Sterne verdient, kann „Time“ einfach nicht auf eine Stufe gestellt werden. Natürlich ist das, was Wintersun hier geschaffen haben, zum Großteil immer noch besser als der Rest und manche Bands würden dafür wahrscheinlich beide Hände opfern, um solche Songs zu schreiben. Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch einfach zu groß. Mehr als 3 Sterne kann ich momentan nicht geben. 3,5 wäre sicherlich angebracht, für 4 Sterne reicht es einfach nicht. Dafür sind die Highlights einfach zu rar gesät. Vielleicht muss das Album wachsen und 50 Mal oder mehr gehört werden. Dann kann die Rezension natürlich angepasst werden.

Ich bedanke mich zum Abschluss fürs Lesen und entschuldige mich gleichzeitig für die Länge der Rezension, die wahrscheinlich eh kaum einer liest. Zumindest kann sich niemand beschweren, dass ich meine Meinung nicht begründet hätte. Ich bin trotz allem auf „Time II“ gespannt.
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am 27. Januar 2015
Das blaue Vinyl sieht echt genial aus und passt zum eisigen Winter-Image der Band. Aber was schon fast an eine Frechheit grenzt ist, dass im Prinzip nur 3 Lieder auf dem Album sind, die von einem viel zu langem Intro eingeleitet werden. Dazu gibt es ein langes Zwischenstück und einen Sinnlosen Hiddentrack mit ein paar Refrains. Das lange Warten auf dieses Album hat sich definitov nicht gelohnt. Da hätte Jari lieber noch ein Jahr Zeit investieren sollen, anstall so ein kurzes Ding rauszuhauen. Die 3 Leider an sich sind zugegebenermaßen nicht schlecht, wobei sie die Qualität vom ersten Album meiner Meinung nach aber nicht erreichen.
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am 19. Oktober 2012
Dank des Livestreams, den die Wintersun-Jungens um Mastermind Jari Mäenpää seit 2 Tagen auf ihre Homepage gestellt haben - überragende Aktion, so wurde das Warten einfacher, danke dafür! - konnte ich mich in mittlerweile gefühlten 20 Durchläufen auf ein Album einlassen, das sämtliche Erwartungen übertrifft und einen nicht mehr losläßt!
Klar, es wurde ZEIT, dass Time1 endlich veröffentlicht wird, aber Leute, das ist schlicht der Hammer! Wir reden hier nicht mehr über eine x-beliebige Metalscheibe oder ein hingeixtes Konzeptalbum - was man hier geboten bekommt ist für mich viel mehr: ein bombastischer Metal-Soundtrack - zu einer ZEITreise auf die einen Wintersun mitnimmt - ob man will oder nicht! Hier die Chronologie:

1) When Time fades away: das Intro - in ein Rauschen wie in einer Winternacht mischen sich zu erst zart, dann lauterwerdend sanfte Zupfgitarren- und Keybordklänge. Das Ganze erhebt sich dann mehr zu Filmmusik und mündet in einem Finale, das bei mir jedes Mal Gänsehaut verursacht weil es einfach episch ist und man ideal vorbereitet wird auf...

2) Sons of Winter and Stars: der erste Longplayer fließt natürlich aus dem Intro über um dann in einem Sturm zu explodieren! Sofort lauter drehen! Hinhören, Genießen, Headbangen! Und v.a. beim ersten Mal (!) nicht irritieren lassen, es wirkt am Anfang ein bisserl schwierig zu greifen weil sehr komplex, was bei mehrmaligem lauten (!) Hören jedoch nur noch als hammer einzuordnen ist. Der 13-Minüter besteht insgesamt aus 4 Akten - (a) Rain of Stars ist der Opener, der mit fetten orchestralen Riffs und genialen Shouts besticht, danach folgt mit (b) Surrounded by Darkness sozusagen die erste Strophe, nein mehr, faktisch ein eigenständiges Lied, wo Jari zu Höchstform aufläuft um dann mit (c) Journey Inside a Dream eine ruhige Passage und seine fantastische Clean-Stimme auszupacken. Einfach Gänsehaut pur! Doch wer denkt dass das Lied jetzt langsam ausläuft der hat sich getäuscht: mit (d) Sons of Winter and Stars explodiert der sich langsam aufbauende Spannungsbogen wieder und was dann folgt ist ein wahrer Genuss an epischem Bombastmetal mit einer tollen Choreinlage am Ende (hier schließt sich der Kreis aus den Youtube-Veröffentlichungen im Vorfeld des Albums, hatte mich die ganze Zeit schon gefreut, wie sie diesen Männerchor wohl einbauen - geil!). Insgesamt ist Sons of Winter and Stars ein Potpourri aus einfach richtig geilem Metal - atemberraubend und nur noch schwer als Ohrwurm zu verdrängen!

3) Land of Snow and Sorrow: es folgt das neben den Instrumentals ruhigste Lied der Platte - doch auch hier werden tolle Melodien ausgepackt, die sich mit Jaris Cleangesang zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen. Der Anfang ist ruhig und wird durch eine leicht verzerrte Gitarre zerschnitten um dann die Grundmelodie des Liedes aufzubauen, erst soft dann heavy, eine verträumte Melodie die ebenfalls Ohrwurmcharakter hat. Doch das richtig Starke an diesem Lied sind die atmosphärischen Übergänge die von Jaris kraftvollem Gesang (wo nimmt dieser zarte Bursche nur diese Kraft her!?) einfach nur wirkungsvollst untermalt werden. Leichte Screams, tolle Refrains, himmlische Musik, Chöre, Gänsehaut - Insgesamt ebenfalls sehr stark!

4) Darkness and Frost: das vierte Lead der Platte ist erneut ein Instrumental. Doch wer jetzt gähnt dem sei gesagt, nicht irgendein Instrumental - das gehört einfach hier rein, leitet es doch in erneut toller Manier mit Zupfgitarren und orchestralen Elementen in den Titeltrack über der da heißt..

5) Time: ein herzzereißender Schrei durchbricht die klangvolle Bombasteinführung samt Instrumentalstimmung des Liedes - und spätestens jetzt weiß man, es ist ZEIT, die Luftgitarre auszupacken und mit Hingabe den Kopf zu bangen! Dieses Lied vereint für mich alles, wofür Wintersun steht, geile Musik, hammer Gesang, egal ob wie in den Strophen gescreamt oder im wundervollen Refrain clean vorgetragen, da bekomme ich jetzt schon wieder Gänsehaut. Dieser Refrain ist definitiv nicht mehr aus meinem Kopf zu verdrängen und leitet den nächsten Akt dieses Liedes ein in dem man nur noch auf eine gigantische Reise epischen Metals mitgenommen wird!

Der Longplayer wird wieder mit ruhigeren Elementen beschlossen und spätestens hier wird dem Zuhörer klar, dass es viel zu lange dauern wird bis dann endlich der zweite Akt dieses bombastischen ZEITreise-Soundtracks folgt. Doch bis dahin kann man sich mit 40 überragenden Minuten trösten - für mich eines der stärksten Alben der letzten Jahre - es wurde aber auch wirklich ZEIT :)
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am 20. März 2014
Was soll man zu diesem Album groß sagen? Es ist wie es sein soll. Solider Epic Folk Whatever Metal der feinsten Sorte.

Man muss allerdings dazu sagen das "Sons of Winter and Star" in Kombination mit dem Intro die besten Lieder auf dem Album sind. Die restlichen sind keineswegs schlecht aber

1. Zu wenig
2. Eben nicht so gut wie Sons of Winter and Star

5 Lieder sind schon etwas wenig. Die Lieder sind zwar Recht lange, allerdings ist bei Time auchnoch das Outro mit im Lied.

Noch 2-3 mehr Songs und ich würde 5 Sterne geben, aber auch so ein klarer Kauftipp!
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am 19. Oktober 2012
Tja mit der Bewertung dieses Albums tue ich mich persönlich sehr sehr schwer, war doch der 2004 erschienene Vorgänger (nicht nur) in meinen Augen eines der großartigsten Metal-Alben aller Zeiten.
Nun steht mit Time I endlich der lang ersehnte erste Teil des Nachfolgers (Time II wird ja im kommenden Jahr erscheinen) in den Händlerregalen und ist meiner Meinung nach unglaublich schwer einzuordnen.

Wer hier erwartet, dass Wintersun einfach die unendliche Genialität des Vorgängers (vor allem im Bezug auf die genialen Klänge gepaart mit dem enormen Tempo) aufgreifen und genau dort weitermachen, wo sie mit dem Erstling aufgehört haben, wird möglicherweise enttäuscht sein.
Nach dem ersten kurzen Durchhören des Albums, welches ich blind um 0:01 Uhr gekauft habe, habe ich den Kauf tatsächlich bereut, denn Time I hat nahezu garnichts mehr mit dem Vorgänger zu tun.
Mein Gedanke nach dem ersten Hören war: Fünf Lieder, eines davon ein Intro und eines eine Art Pause in der Mitte, 2 Lieder über 10 Minuten - was soll das bitte sein?

Nichtsdestotrotz reden wir bei Time I von nichts anderem, als einem weiteren Meisterwerk des melodischen Metal!

Das Album ist, was die melodische Untermalung angeht, ziemlich asiatisch angehaucht und präsentiert sich dadurch schon ganz anders, als der Vorgänger. Außerdem ist dies keine CD, von der man sich mal einzelne Titel auf eine Compilation zieht oder die Titel einfach mal wild durchmixt, denn von der 1. Sekunde bis zum Finale präsentiert sich Time I als Gesamtkunstwerk, bei dem jede einzelne Note exakt dort ist, wo Sie hingehört.

1. When Time fades away - hierbei handelt es sich um ein ruhiges und langsames Instrumental-Intro, welches durch seine mystische asiatsich/japanische Melodik einen hervorragenden Auftakt für alles bildet, was danach noch folgt. Ein rauschender Bach, starke Trommeln und eine herrliche Stimmung - Ein wirklich herrliches Stück, welches mit geschlossenen Augen zum Träumen einläd und nahtlos in das nächste Lied übergeht.

2. Sons of Winter and Stars - 13 Minuten und 31 Sekunden pure Epik, welche sich innerhalb des Liedes (!) in vier Akte unterteilt (Rain of Stars, Surrounded by Darkness, Journey Inside a Dream und Sons of Winter and Stars), welche sich komplett von einander unterscheiden und sich dennoch wunderbar in einem Titel vereinen. Von melodisch, über knallhart bis rasend schnell. Von klarem Gesang über erstklassige Screams bietet der Titel fast alles, was man sich vorstellen kann. Wirklich großartig!

3. Land of Snow and Sorrow - auf ein wirklich wunderschönes Intro (welches bei mir schon beim ersten Hören eine Gänsehaut verursacht hat) folgt ein kurzer, ruhiger Akustik-Part welcher dann in einen mit melodischem, unglaublich instensivem Gesang übergeht. Das Lied ist relativ langsam, weiß jedoch durch seine düstere und dennoch träumerische Atmosphäre zu gefallen - jede Sekunde der 8:22 Minuten ist wunderschön anzuhören.

4. Darkness and Frost - einer kurzer, instrumentaler Übergang zum nächsten Lied mit klarer Akustik-Gitarre, ein paar Effekten und starken Trommeln. Schön anzuhören und nahtloser Übergang ins nächste Lied

5. Time - Ähnlich wie bei Titel 2 des Album handelt es sich hier um ein sehr langes Lied, welches sich auch dafür geeignet hätte, 4-5 Lieder mit ca. 3 Minuten Laufzeit daraus zu machen. Das Lied beginnt melodisch und greift dabei die asiatische Thematik erneut auf, bis Jaris Gesang das nächste Kapitel und einen klaren, melodischen Refrain einläutet. Danach zieht das Tempo ordentlich an ohne dabei irgendwas von der Genialität einzubüßen. Das später folgende Gitarrensolo ist einfach nur herrlich. Das Outro driftet dann wieder in mystische, japanische Regionen ab und perfektioniert das Kunstwerk, wie es auch der letzte Pinselstrich eines Bildes vermag.

__________________________

Ich habe lange überlegt, ob ich dem Album 4 oder 5 Sterne geben soll - wie ja jeder wissen dürfte, sind 5 Sterne das Maximum, 4 Sterne werden dem Album aber absolut nicht gerecht. 5 Sind es allerdings eigentlich auch nicht, denn dann hätte das 2004er Erstlingswerk mindestens 7 Sterne verdient.
Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann dazu entschieden, Time I mit 5/5 Sternen zu bewerten, denn das Album zählt trotz seiner recht kurzen Laufzeit von knapp 44 Minuten und nur 5 Titeln zum dem Besten, was ich seit Jahren gehört habt.

Es hat, wie oben schon geschrieben, NICHTS mehr mit dem Vorgänger zu und ist etwas ganz eigenes und spezielles. Time I überzeugt mit einer selten erreichten Melodik und Schönheit, mal mit klaren und langsamen Passagen - mal mit Höllentempo und Brutalität und doch gibt es nie auch nur eine Sekunde, welche man überspringen wollen würde. Und das ist bei mir extrem selten.

Die Entscheidung, nur wenige aber dafür sehr lange Titel zu wählen gefällt mir besser, als ich vorher gedacht hätte. Oft hat man 2-3 gleichartige Strophen, hier entwickelt sich jedes Lied weiter, während es läuft.

Time I gehört in jede gut sortierte Metal-Sammlung.

Wer allerdings exakt das erwartet, was der Vorgänger geboten hat, KÖNNTE enttäuscht werden, denn das Album ist komplett anders. Aber nicht minder großartig.
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am 20. November 2012
Zur Musik:

Was Jari Mäenpää und seine Männer hier geleistet haben ist wirklich wunderbar. In meinen Augen sind das nicht nur Songs, sondern Kompositionen. Hart, melodisch, poetisch und virtuos! Ich denke so kann man das Album am besten beschreiben.
Wenn man die Scheibe auflegt riecht man förmlich die kalte Luft und den Winter, man meint, man befände sich im Norden Europas!

Zur "Hülle":

Ich hab mir die Limited Edition inklusive DVD ins Haus geholt. Die beiden Scheiben befinden sich in eine Art Buch, welches Lyrics und Fotos der einzelnen Bandmitglieder enthält. Diese Aufmachung hat mir sehr gefallen.

Zur DVD:

*freu* Enthält hochwertige Studioaufnahmen! Ein Genuss den Musikern bei der Arbeit zuzusehen!
Zu viel möchte ich nicht verraten, ich kann es nur empfehlen sich dieses Werk ins Haus zu holen.
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am 16. September 2013
Anfangs war ich wirklich begeister von dem Lied "Land of snow and sorrow". Doch 20 Euro und nur 5 Lieder war mir doch sehr übertrieben. Daher habe ich es mir nicht geholt.

Monate nach der Veröffentlichung habe ich mir die PLatte mal näher angeschaut und muss sagen, dass sie mich einfach umhaut. Man wird hier auf eine Reise geschickt, für die sich das Geld lohnt.
Eigentlich komme ich eher aus der Power-Metalecke und halte nicht so viel von Melodicdeath. (Wobei ich mit CoB zum Metal kam). Das was Jari hier abliefert ist kompositorisch ein Meisterwerk.

Sons of WInter and Stars + Intro (vllt mit 4 Minuten ein bisschen lang, darüber kann ich aber hinwegsehen) ist ein sehr vielfältiges Lied mit mehreren Passagen, welches sich auch mit ruhigeren und schnellerem Parts abwechselt.

Land of Snow ansd Sorrow - ein eher ruhigeres Lied, welches (mit Sons of WInter and Stars mein Lieblingslied ist) sehr melancholisch geprägt ist.

Time - ist für mich das schwächste Lied. Ich finde es sehr gut. Nur im Vergleich zu den ersten beiden, wollte es beim ersten hören nicht sofort klick machen.

Insgesamt kann sich jeder Metalfan Wintersun geben.
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am 21. Oktober 2012
Als jahrelanger Jari Mäenpää Fan, sprich nicht nur Wintersun sondern auch Ensiferum und Immemorial, merkt man, dass er sich musikalisch einfach weiterentwickelt. Auch wenn im Hinterkopf immer Vergleiche umherschwirren, bewerte ich dieses als unabhängiges Produkt und vergebe die volle Sternenzahl.
Beim ersten Anhören von Time I war ich schon ein wenig enttäuscht. Nach einer so langen Wartezeit werden die Ansprüche automatisch höher angesetzt, jedoch hat die Wartezeit nichts mit der abgelieferten musikalischen Qualität des Albums zu tun. Fakt ist, dass man sich einfach kein Wintersun II erwarten darf. Dass auch ein ursprüngliches Album jetzt in Time I und Time II aufgeteilt wurde stört mich persönlich nicht. Bei Wintersun's geringer Frequenz der Albumauskopplung ist das finanziell zu verkraften. Man muss sich dieses Album schon öfters und in Ruhe anhören.
Des Weiteren sollte man sich Time I eher als einen Film vorstellen, den man sich mit dem Gehör anschaut. Mir kommt es so vor als ob die Lieder sehr aufbauend aufeinander sind und alles einfach ein Lied darstellt. Genau so, wie man sich nicht einzelne Szenen aus Filmen anschaut, empfinde ich es wenig sinnvoll einzelne Songs zu bewerten. Jari hat uns schon bewiesen, dass er nicht nur ein sehr guter Gitarrist ist. Demnach sind auch sehr wenige "Ich zerstör jetzt das Griffbrett-Soli" auf Time I. Generell wird die Gitarre eher in den Hintergrund gerückt und viel mehr mit anderen Klängen gearbeitet. Es passt aber hervorragend zusammen. Time I ist meiner Meinung nach eine sehr gut gelungene Synthese mehrerer Instrumente (vermutlich meistens Synthesizer) und Stile. Auf jeden Fall ist es abwechlungsreich.
Bin schon gespannt wie Teile aus Time I live rüberkommen werden...
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am 19. Oktober 2012
Keine lange Rezension, keine Song-für-Song Analyse - 5 Sterne sind einfach nicht ausreichend.Nach jahrelanger Durststrecke präsentiert Wintersun uns hier die absolute Symbiose aus Orchester, Metal & Folklore.

Eine 40-minütige epische Reise für die Sinne - auch wenn das Wort "episch" doch in letzter Zeit sehr häufig verwendet wird - nirgends trifft es mehr zu wie hier.

Als Freund harter, melodiöser, komplex arrangierter Songs eine wirkliche Offenbarung.
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am 1. November 2012
8 Jahre hat es gedauert bis der Nachfolger zum viel gelobten Wintersun
Erstlingswerk erschienen ist.
Der von Fans und Presse mit Spannung erwartete Nachfolger nennt sich "Time"
und wurde in zwei Teile
gesplittet. Bevor wir uns den Songs widmen, möchte ich etwas zu der
Aufteilung des Albums in 2 Parts sagen.
Man liest sowohl in der Presse als auch bei einigen Rezensionen das es sich
dabei um eine gewisse Abzocke handeln müsse,
weil Time I ja nur eine Spielzeit von 40 Minuten aufweist und man die
Dinger auch in einer Box hätte veröffentlichen können.

Erstens, Time II ist noch gar nicht fertig gemixt wie Jari in einigen
Interviews verkündet hat.
Zweitens kenne ich genug Alben anderer Künstler z.b. (Children Of Bodom)
deren Alben teilweise sogar kürzer sind oder eine
ähnliche Länge aufweisen. Noch dazu habe ich lieber 40 Min. hohe Qualität
als ein 70 Min. Album wo 3 Lückenfüller vorhanden sind die ich eh skippe.
Drittens finde ich kann man für eine Band, die sich 8 Jahre mit voller
Leidenschaft in die Ausarbeitung eines einzigen komplexen Albums gestürzt
hat
ruhig zwei mal bezahlen, wenn man bedenkt das andere Bands teilweise im 2
Jahrestakt Alben veröffentlichen wo halt 1/3 Füllmaterial
vorhanden ist, trotzdem aber jedes mal zwischen 15 und 20,- € kostet.
Und das Argument, 2 von den 5 Songs sind nur "halbe" Songs weil es sich
dabei nur um Intros bzw. Instrumentals handelt,kann nur
von Leuten kommen die wohl noch nie ein Konzeptalbum gehört haben. Man kann
hier keine einzelnen Songs rauspicken, dieses Album
ist einfach 40 Min. Kopfkino in Perfektion. Es ist ein Gesamtwerk und kann
nicht in Einzelteile zerstückelt werden. Es ist ein Werk was
am Stück gehört werden will und den Hörer auf eine Reise mitnimmt, auf der
es jeden in verschiedene Stimmungen versetzt.

Nun zu der Musik:
Im Vergleich zum Vorgänger, gibt es natürlich einige Unterschiede. Was
sofort aufällt ist die liebevoll ausgearbeitete Orchestrierung.
Unglaublich was Jari hier geschaffen hat. Die Orchesterelemente erinnern
sofort an Stücke großer Hollywood-Blockbuster.
Die Kritik das sich die Orchestrierung zu künstlich anhört gegenüber einem
echten Orchester kann ich so nicht bestätigen. Wenn Jari nicht
offen darüber gesprochen hätte das die Orchestrierung am Rechner entstanden
ist, hätten auch 99 % der Hörer nicht gecheckt das es sich hier
"nur" um ein virtuelles Orchester handelt.
Ebenfalls ein großer Unterschied ist das Wintersun hier dezenter zu
Werke geht. Das bedeutet nicht, das es keine Blast-Beats oder Doublebass
Attacken gibt. Diese sind nur dosierter eingesetzt um in den einzelnen
Stücken die Epik nicht zu zerstören. Die Riffs sind nach wie vor
erstklassig
und kommen auch fett rüber. Auch Jaris Gesang hat sich enorm verbessert. So
kann er seine Stimme variabler einsetzen, was den Songs zusätzlich an
Tiefe verleiht.

"When Time Fades Away" gestaltet sich als schönes Instrumental was die CD
eröffnet und eine enorme Spannung aufbaut. Hier beweist
auch Jari ganz eindrucksvoll, das er wohl ganz gern asiatischen Klängen
lauscht :) Es hört sich wirklich an, wie der Soundtrack zu einem
Samurai-Film.
"Sons Of Winter And Stars" ist definitiv der vertrackteste Song auf dem
Album. Aber dafür zeigt er gleich wofür Wintersun im Jahr 2012 stehen.
Progressive, epische,
lange Bombastsongs. Diesem Song sollte man durchaus mehrere Hördurchgänge
widmen. Es dauert eine gewisse Zeit bis sich der Song einem zu etwas ganzem
erschliesst und man einen Überblick bekommt was in diesem Song eigentlich
alles passiert. Von Hart bis Zart ist hier alles vertreten. Granate und ein
Song der auch nach
dem x-ten Durchlauf noch Details offenbart die man davor nicht ganz
mitbekommen hat.
"Land Of Snow And Sorrow" ist der Song der sich mir am ehesten nach den
ersten 1-2 Durchläufen erschlossen hat. Cooles Intro, tolle Melodien mit
Ohrwurmcharakter.
Ein knackiger 8 Minüter, der zwar getragen verpackt daher kommt, allerdings
so vor Power strotzt das man sofort seine Pommesgabel in die Luft streckt
und mitsingt. Der Song wird live ein Kracher. Garantiert!
Nun bleiben noch "Darkness and Frost" und "Time". Ersterer entpuppt sich
als Intro mit erneuten asiatischen Klängen das nahtlos in den Song "Time"
führt. Hier wird nochmal alles aufgefahren. Bombast vom feinsten, ein
genialer Chorus und tolle Gitarrenarbeit veredeln diesen Song. Im letzten
Drittel werden uns auch tolle Soli präsentiert. Ein super Abschluss der
besser nicht sein könnte. Leider müssen wir uns noch ein Jahr gedulden bis
Time II erscheint. Ach ja, es gibt noch einen "Hidden-Track" auf der CD.
Dort wird nochmal der Refrain von "Sons Of Winter And Stars" im Chor
vorgetragen. Ehe dieser ertönt muss man allerdings einige Minuten warten.
Am Ende ist noch etwas Gebrülle drauf ehe der Song endet. Ist ganz witzig
beim ersten mal, aber kein Mehrwert und wird zukünftig sowiese geskippt :)

Bei der Special-Edition ist noch eine Bonus DVD dabei. Dort gewährt Jari
einen interessanten Einblick in die Entstehung und den Aufbau von "Sons Of
Winter And Stars".
Dazu gibt es noch eine Studio-Performance zu "Land Of Snow And Sorrow" und
"Time". Ebenfalls auf der DVD befindet sich auch noch zu jedem Bandmitglied
ein Video in dem es paar Tricks und Tipps gibt, wie man einige Passagen der
Songs von "Time I" nachspielen kann. Schöne Sache wie ich finde und durch
den popeligen 1,- € Aufpreis gegenüber der Jewel-Case Version erhält man
nicht nur die Bonus-DVD sondern auch eine schicke Verpackung im Digi-Book
Format. Also, greift zur Special
Edition solange sie noch nicht vergriffen ist.

Abschließend kann man sagen, das sich Wintersun mit diesem Album selbst
übertroffen haben und es die lange Wartezeit wert war, um an diesem
Meisterwerk zu feilen. Gibt ja auch andere Beispiele (Chinese Democracy) wo
das nicht der Fall war.

Ich denke wenn man mit Bands wie Blind Guardian (neuere Sachen), Nightwish
und Children Of Bodom etwas anfangen kann, sollte man durchaus mal hier
reinhören.
Fans dieser Band werden sowieso zuschlagen und wenn sie nicht zu engstirnig
und einen kompletten Aufguss des Vorgängers erwarten, werden sie sehr viel
Spaß an
"Time I" haben.

Wintersun bleiben sich auf der einen Seite treu, gehen aber konsequent
einen riesenschritt nach vorne und bereichern ihre Musik durch die
Orchestrierung und Proggy-Parts die nach dem 20 Durchlauf immer noch was
neues zu entdecken bieten.
Von mir eine klare Kaufempfehlung!
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