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am 16. März 2016
Zu erst einmal zum Versand: Amazon liefrte wie immer sehr schnell und zuverlässig, top!

Statt, wie viele Hersteller, auf reine Plastikkopfhörer zu setzen, verwendet Philips hochwertige Materialen, so z.B. echtes Kalbsleder für den Kopfbügel sowie einen Velourüberzug für die Ohrmuscheln. So scheint das Gerät nicht nur stabil, sondern wirkt auch sehr elegant.
Zur Verpackung: Philips schafft es hier bereits, den ersten Akzent zu setzten. Die Umverpackung wirkt sehr ansprechend und präsentiert einem den Kopfhörer von seiner besten Seite.
In Sachen Optik gibt es im Prinzip nur ein Wort, das die Headphones beschreibt: Eleganz. In diesem Preisbereich findet sich kein vergleichbarer Kopfhörer, der von seiner Optik und Haptik so überzeugt wie der Fidelio X1. Durch das verwendete Aluminium und feinstes Leder sowie das Metallgitter an den Ohrmuscheln wirkten die On-Ears sehr edel. Hier muss ich ein Lob an die Designer aussprechen.
Mich persönlich stört hierbei nur die Tatsache, dass die Ohrpolster nicht austauschbar sind, wie heutzutage eigentlich – vor allem aus hygienischer Sicht – üblich. Gerade bei einem Verkaufspreis um die 300 Euro ist das für mich nicht ganz nachvollziehbar. Philips hat sich die Kritik allerdings zu Herzen genommen und beim Nachfolger, dem Philips Fidelio X2, austauschbare Ohrpolster verarbeitet.
Nun aber zum Tragekomfort: Die Deluxe-Schaumstoff-Ohrmuscheln sind mit einem atmungsaktiven Velour-Finish überzogen, wodurch sich die Kopfhörer sehr weich anfühlen und wirklich ein tolles Tragegefühl hervorrufen. Dabei lassen sich die Ohrmuscheln um 15 Grad neigen, sodass sich die Headphones individuell anpassen lassen können. Die schräg gestellten Lautsprecher liegen so parallel zum natürlichen Winkel der Ohren und liegen sehr angenehm auf der Haut. Die Headphones sitzen locker, drücken nicht und man spürt sie selbst bei längerem Musikhören nur wenig. Allerdings rutscht der Fidelio dadurch auch bei etwas stärkeren Kopfbewegungen.
Des Weiteren verfügen die Over-Ears über einen einstellbaren Bügel mit Netzgewebe, der dazu noch sehr leicht ist. Die Außenseite des Kopfbügels ist aus Echtleder (Kalbsleder) gefertigt, was die Kopfhörer sehr widerstandfähig und flexibel macht. Das Kabel lässt sich abnehmen, ein Fakt, der sicherlich vielen Menschen wichtig ist, da man die Kopfhörer so leichter verstauen kann.
Klanglich überzeugen mich die Headphones auf ganzer Linie: die beiden doppelschichtigen Ohrmuscheln reduzieren Resonanz und Vibrationen, wodurch ein makelloser Klang hervorgerufen wird. Diesen kann man vor allem bei klassischer Musik wunderbar genießen, da dort der Bass nicht so dominiert. Dabei kommt wenn man die Augen schließt ein wahres Konzert-Feeling auf! Der Fidelio besticht dabei vor allem durch seinen sehr angenehmen Klang.
Der Bass überzeugt mich nicht völlig; er ist sehr klar und dazu sehr tief. Damit neigt er dazu, die Mitten zu übertönen. Der Bass ist immer präsent, zum Teil spielt er sich ein wenig zu stark in den Vordergrund.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Klang bei Kopfhörern allgemein sehr subjektiv ist und von Person zu Person sehr unterschiedlich ist. Deshalb muss jeder für sich selbst entscheiden, ob ihm der Bass gefällt oder nicht.
Bei diesem Kopfhörer handelt es sich definitiv nicht um einen Studiokopfhörer, nein, es ist ein klarer Musikkopfhörer. Trotzdem müsst ihr euch auch im Klaren sein, dass durch das offene Akustik-Design, welches verhindert, dass sich hinter dem Lautsprechertreiber Luftdruck bildet, Schall nach außen dringt. Und diesen hören natürlich eure Mitmenschen. Solltet ihr also gerade im Zug sitzen, müsst ihr euch genau überlegen, ob ihr euren Nebensitzer von eurer Musik Teil haben lassen wollt, oder ob ihr auf einfache In-Ears zurückgreift.
Die Membran an sich verfügt darüber hinaus über ein spezielles Profil, das gleichbleibende Klarheit sicherstellt und Klangverzerrungen verringert. Die 50 mm Hochleistungs-Neodym-Magneten sorgen dabei für ein dynamisches und stimmiges Gesamtpaket; sie liefern saubere Mitten und geben hohe Frequenzen gut wieder.
Bei gemäßigter Lautstärke ist es noch möglich, Umgebungsgeräusche wahrzunehmen, sobald man allerdings mehr aufdreht, werden die Umgebungsgeräusche fast komplett übertönt.
Das 3 Meter lange Gewebekabel, welches zusätzlich mit Kevlar verstärkt ist, garantiert Musikgenuss ohne Kabelsalat. Hier ist auch der Kabelclip sehr nützlich. Außerdem gibt es einen 6,3mm auf 3,5mm Adapter für die Verwendung unterwegs. Allerdings würde ich euch nicht empfehlen, die Kopfhörer mit einem Smartphone zu verwenden, da der Kopfhörer eine Impedanz von 30 Ohm hat und daher für den mobilen Einsatz nur bedingt geeignet ist. Mit einem entsprechenden Verstärker ist das Ganze natürlich kein Problem, ich würde diesen Kopfhörer aber trotzdem nicht mit mobilen Geräten nutzen und das ist auch, was Philips vorschlägt.

Mein Fazit: Der Philips Fidelio X1 überzeugt sowohl klanglich als auch in Sachen Verarbeitung und Tragekomfort. Mir persönlich gefällt vor allem die Kombination aus Eleganz und Anwendungsfreundlichkeit.
Zu erwähnen bleibt, dass bei einem ehemaligen Verkaufspreis von rund 300 Euro einem persönlich das Gesamtprodukt gefallen muss.
Auch muss man sich im Klaren sein, dass der Kopfhörer wegen seiner offenen Bauweise nicht für unterwegs geeignet ist und man sich so auf das Musikhören in den eignen vier Wänden beschränken muss.
Wer mit diesen Einschränkungen leben kann, dem kann ich zum Kauf des Fidelio X1 nur raten.
Mein Tipp: Schaut euch den Nachfolger Fidelio X2 an. Hier hat Philips einige Anpassungen vorgenommen, unter anderem auch austauschbare Ohrpolster.

Technische Daten:
Frequenzbereich: 10 – 40 kHz
Empfindlichkeit: 100 dB @ 1mW
Leistungsaufnahme maximal: 500 mW
Verzerrung: <0,1% THD
Impedanz: 30 Ohm
Bauart: offen
ohraufliegend/ -umschließend: nein / ja
Polstermaterial: Velours
Gewicht: 363 Gramm

Pro:
+ toller ausgewogener Klang
+ bestens geeignet für klassische und moderne Musik
+ Verarbeitung und Materialien
+ Tragekomfort

Contra:
- wegen offener Bauweise nicht geeignet für unterwegs
- Ohrpolster nicht austauschbar
- Bass streckenweise zu sehr im Vordergrund
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am 5. Mai 2017
Ich wollte ein Gerät mit gutem Klang und sehr gutem, offenem Raumgefühl (siehe unten) im gehobenen aber nicht High-End-Preissegment (Preis maximal 200€). Als Alternativen hatte ich in der engeren Auswahl: AKG K701,Beyerdynamic DT 990 Pro,Sennheiser HD559 und HD 598 und Sony MDR-1R. Ich habe all diese Modelle (und noch viele weitere, die ich hier nicht aufgeführt habe) nicht nur im Internet verglichen, sondern im Laden angehört. Nach intensivem Probehören habe ich mich für den Philips Fidelio entschieden, und diese Entscheidung habe ich nicht bereut.

Ich nutze den Kopfhörer vor allem zum Fernsehen. In Kombination mit diesem Dolby-Surround-Processor kann ich da spät abends mit voller Lautstärke Actionfilme mit Surround-Sound genießen, ohne dass meine Kinder aus dem Bett fallen. Das Raumgefühl des Fidelio sind für das 3D-Empfinden optimal.

Auch für fremdsprachige Filme und Serien in Originalversion ist ein Kopfhörer sehr hilfreich; durch die Charakteristik des Kopfhörers kommen die mittleren Frequenzen, in der die Sprache liegt, viel besser heraus als mit Lautsprechern, dadurch ist die Sprache ist viel klarer, leichter von Hintergrundgeräuschen zu trennen und dadurch akustisch und sinngemäß besser zu verstehen.
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am 13. August 2013
Ich war auf der Suche und wurde fündig... Reden ist silber...

hören und sehen auch! Es handelt sich hier für den Preis um einen ausserordentlich ausgewogen Kopfhörer der Edel wirkt, gut sitzt und mit einem wirklich sehr guten (aber langen, 3M, Kabelmanagement inkludiert) Kabel versehen ist. Hab das Produkt getestet und verglichen mit Sennheiser (HD598), und AKG auf selbem Preisniveau und ich würde wieder zum Philips greifen. Habe früher dieser Marke sehr vertraut da sie tolle Produkte herstellten, dann wurde ihr Image durch viele Qualitätseinbußen und Enttäuschende Neue Geräte angekratzt und ich wollte der Marke nie wieder vertrauen. No risk no fun... und eine Chance bekam Philips hier - ich bin begeistert.
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am 11. November 2014
Nachdem ich mich ausfürhlich in die Materie Kopfhörer eingelesen hatte, entschied ich mich zunächst für den Beyerdynamic DT770 Pro 250Ohm. Ganz zufrieden war ich mit den Hörern jedoch nicht, weshalb ich nach alternativen Suche und mit dem Philips Fidelio X1] eine passende gefunden habe.
Dieser Vergleich soll anderen Usern, die bei der Wahl zwischen den beiden Kopfhörern stehen, eine kleine Entscheidungshilfe liefern.

Verarbeitung /Design/ Lieferumfang:
Beyerdynamic DT770 Pro 250Ohm:
Der DT770 ist sehr schlicht gehalten dabei jedoch gut verarbeitet. Die Kopfhörergabel ist aus Metal, die Hörer selbst aus stabilem Plastik. Die Ohrpolster sind aus sehr weichem Velour die mittels Ersatzteile leicht auszutauschen sind. Der Kopfbügel hat einen Lederüberzug (ich glaube es ist eher Kunstleder) der ebenfalls Austauschbar ist. Der Kopfhörer verfügt über ein 1,50m langes Spiralkabel, dass sich angeblich auf bis zu 3m Länge ziehen lässt. Beim Strecken des Kabels entsteht ein leichter Zug am Kopfhörer der auf Dauer etwas unangenehm wird. Das Kabel verfügt standartmäßig über einen 3,5mm Klinkenanschluss der durch einen aufschreibbaren Adpter auf 6,35mm erweitert wird. Eine kleiner Zugbeutel indem die Kopfhörer transportiert werden können ist ebenfalls im Lierferumfang enthalten.

Philips Fidelio X1:
Im vergleich zum DT770 ist der Fidelio deutlich edler, moderner und auffälliger gestaltet. Die Verarbeitung ist dabei auf allerhöchstem Niveau. Der Kopfhörerbügel ist aus echtem Kalbsleder, während das Kopfband aus einem Mesh-Stoff gefertigt ist. Am Philips ist fast alles aus Metal und Ingesamt wirkt er einfach hochwertiger. Das Kabel hat eine länge von 3m und lässt sich austauschen. Standardmäßig ist ein 6,35mm Stecker verbaut, der mittels Adapter auch 3,5mm Buchsen bedient. Diese Steckkombination wird dadurch jedoch etwas klobig und ist weniger für den mobilen Einsatz geeignet.
Da das Kabel jedoch austauschbar ist, liegt es nahe eine etwas hochwertigere Strippe, falls notwendig gleich mit 3,5mm Klinke, zu nehmen.
Kleiner Wermutstropfen für den Philips gibt es im gegensatz zum Beyerdynamic keinerlei Ersatzteilversorgung und die Ohrpolster aus weichem Stoff sind nicht abnehmbar. Ein Kabelclip gehört ebenfalls zum Liferumfang.

Zwischenfazit #1: Der Fidelio X1 spielt in einer anderen Klasse. Die verwendeten Materialien lassen den DT770 sehr alt aussehen. Einzig die nicht austauschbaren Ohrpolster sind ein kleiner Minuspunkt, diese Runde geht aber klar an den Philips

Tragekomfort:
Beyerdynamic DT770 Pro 250Ohm:
Die weichen Velourpolster des Beyerdynamic DT770 sind sehr angenehm auf dem Kopf. Allerdings ist durch die härte des Kopfbügels der Anpressdruck etwas höher. Dies störte mich zu beginn kaum, nach 4-5 Stunden wird es allerdings etwas ungemütlich, zudem werden die Ohren hier wirklich warm. Im direkten Vergleich zum Fidelio fühlt sich der DT770 wie eine Schraubzwinge auf dem Kopf an. Die Weitenverstellung am DT770 finde ich suboptimal gelöst. Ein gezieltes Einrasten bzw herausziehen ist nur mit viel Fingerspitzengefühl möglich. Schnell ist eine Stufe zu weit herausgezogen oder hineingeschoben.
Die Höhe der Ohrpolster ist mit 6cm ganz ordentlich, für meine Ohren müssten es jedoch noch 3mm mehr sein um nicht aufzuliegen. Nach langer Tragezeit wird es dadurch unangenehm. Bei kleineren Ohren gibt es hier jedoch sicherlich kein Problem. Der DT770 sitz im Gesamturteil gut, aber nicht sehr gut.

Philips Fidelio X1:
Die Ohrpolster des Fidelio sind aus weichem Stoff (minimal Härter als die des DT770) und liegen angenehm auf der Haut, jedoch wissen die des DT770 hier besser zu gefallen. Durch das flexible Kopfband sitz der Hörer ohne Verstellmechanismus gleich perfekt auf jedem Kopf. Trotz des hohen Gewichtes empfinde ich den X1 deutlich weniger Störend. Er sitz lockerer, drückt nicht und auch bei sehr langen Hörzeiten (aktuelle Bestzeit ohne abstezen sind 8 Stunden) stört der Kopfhörer nicht. Durch den geringen Anpressdruck rutscht der Kopfhörer beim starken Bewegungen jedoch bemerkbar. Die Ohren werden zwar etwas gewärmt bleiben aber im direkten Vergleich deutlich kühler. Die Ohrmuscheln sind mit 6,3mm Höhe minimal Größer ich hätte mir jedoch noch 1-2mm mehr erwünscht.

Zwischenfazit #2: Auch in Sachen Tragekomfort kann der DT770 dem X1 nicht das Wasser reichen. Während der Beyerdynamic bei langen Hörzeiten für ein Satz warme Ohren und einen etwas ungemütliche Sitz sorgt ist davon beim Philips nichts zu bemerken. Für den bewegungsaktiven Outdooreinsatz ist der X1 aufgrund des geringen Anpressdrucks jedoch nichts, da er leicht auf dem Kopf verrutscht.

Klang:
Beyerdynamic DT770 Pro 250Ohm:
Der oft beschriebene Badewanneneffekt kommt beim DT770 250Ohm deutlich zum vorschein. Der Bass ist sehr druckvoll und überpräsent, sodass er bei dem ein oder anderen Song die restlichen Frequenzen überdeckt und dabei ganz leicht an die Bassbomber von Dr. Dre erinnern. Der Bass bleibt im Gegensatz zu den nicht zu gebrauchenden Designhöhern jedoch klar, punchig aber manchmal etwas matschig. Die Tiefen gehen verdammt weit nach unten und drücken einzigartig. Die Höhen sind ebenso wie der Bass etwas überpräsent, wirken bei langer Hörzeit doch etwas zu spitz und sind etwas unangenehm. Von Mitten brauchen wir hier gar nicht groß reden, die habe ich beim DT770 gänzlich vermisst.
Mit angpasstem EQ (Höhen und Tiefen leicht gesenklt) waren die Kopfhörer deutlich angenehmer. Die Bühne ist zwar recht klein sodass auch die Ortung bei Spielen nur erschwert möglich war. Durch die Bassbetonung ist er für EgoShooter ungeignet, da die druckvollen Tiefen den restlichen Sound (z.B. Footsteps) völlig übertönen.

Philips Fidelio X1:
Satter und richtig punchiger Bass der den mitten sowie den entschärften Höhen viel Raum lässt, so lässt sich der X1 gut beschreiben. Auch wenn der nicht ganz so weit nach unten kommt wie der DT770 und nicht ganz so druckvoll ist kommt der Fidelio doch etwas knackiger daher. Der Bass ist sehr präzise und nicht annähernd matschig. Die Bühne ist deutlich größer und die Ortung in Spielen ist ein Genuss. Ich habe jeden Gegner metergenau orten können.
Der Kopfhörerer spielt detailierter als der Beyerdynamic, hört sich dabei etwas wärmer aber auch klarer an. Im direkten Vergleich wirkt der DT770 wie durch ein Taschentuch spielend, obwohl mir das ohne den X1 niemals aufgefallen wäre.

Zwischenfazit #3:Was soll man groß dazu sagen, alles was mir am DT770 nicht gefallen hat macht der X1 besser. Satter Bass der Platz für Mitten und Höhen lässt. Letztere sind nicht mehr so spitz und der Philips hört sich einfach Runder an. Klarer Klangsieger ist der Fidelio.

Geräuschisolierung:
Beyerdynamic DT770 Pro 250Ohm:

Der DT770 schirmt, bedingt durch die Bauweise, sehr gut nach ausen ab, sodass weder der Fernseher oder die Klingel der Haustür beim Musikhören wahrgenommen wird. Auch die Geräuschbelästigung des Umfelds hält sich sehr stark in Grenzen, sodass erst bei hoher Lautsärke etwas Musik gedämpft nach ausen dringt. Die eigene Stimme hört man selbst wenn der Kopfhörer nur aufgesetzt wird sehr gedämpft, sobald Musik abgespielt wird hört man sich selbst sehr leise und dumpf. Gesprächspartner bewegen nur noch ihre Lippen und nehmen einen selbst als Schreihals war.

Philips Fidelio X1:
Ohne abspielende Musik hört man mit dem Fidelio X1 auf den Ohren wirklich fast jedes Umgebungsgeräuch. Gespräche kann man problemlos führen. Auf gemäßigter Lautstärke hört man seine eigene Stimme noch einigermaßen und ein möglicher Gesprächspartner ist lediglich als Geräusch bemerkbar, nicht jedoch der Wortlaut. Minimal mehr Volume auf den KH und die Umgebungsgeräusche werden fast komplett überspielt. Allerdings hören dann auch die Personen in der Umgebung was da gerade auf dem Fidelio X1 abgespielt wird und zwar Wort für Wort. Diese ist zwar deutlich leiser als man es selbst im Kopfhörer mitbekommt doch nebenbei ungestört Fernsehschauen ist für die Freundin weniger drin.

Zwischenfazit #3:
Kommend von einem geschlossenen Sennheiser PC350 Headset dachte ich zunächst mit einem geschlossenen System besser aufgehoben zu sein, doch da lag ich falsch. Die eigene Stimme ist beim Skypen mit dem DT770 unerträglich. Zwar lässt der X1 viel Musik nach außen, doch bei ausreichender Lautstärke schirmt er noch akzeptabel von der Außenwelt ab. Für den Gebrauch in der Öffentlichkeit ist der Fidelio X1 jedoch nicht zu empfehlen, außer man möchte eventuell etwas genervte Mithörer haben.

Fazit:
Der Fidelio X1 konnte für mich jede relevante Kategorie, oft mit Abstand, für sich entscheiden, weshalb eine Entscheidung für micht nicht schwer viel. Vorallem der Tragekomfort und der zwar präsente aber nicht übertönende Bass, kombiniert mit schönen Mitten und detailreichem Spiel macht den Fidelio X1 zum Supremum. Der DT770 ist kein schlechter Hörer, hätte mich der Tragekomfort wegen meinen großen Ohren nicht gestört, wäre ich vielleicht mit ihm und den passenden EQ Einstellungen glücklich geworden. Gerade vom Sennheiser PC350 kommend war der Beyerdynamic schon eine krasse Steigerung, der Philips Fidelio legt jedoch noch eine Schippe drauf und darf bleiben.

Grüße,
Chris

ACHTUNG: Alle Eindrücke und Schilderungen basieren auf meiner subjektiven Meinung und müssen nicht mit Meinungen anderer Tester übereinstimmen. Gerade was Tragekomfort und Klang angeht sind wir einfach zu unterschiedlich um auf einen gemeinsamen Nenner zu kommen.
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am 21. Oktober 2013
Und wieder einmal ein weiterer Kopfhörer in meiner Kopfhörerodyssee.

Wer dazu mehr lesen möchte kann meine Rezension beim Audio Technica ath-m50 vom 05.05.2013 lesen.

Diesen nannte ich bisher mein Eigen und bin auch nach wie vor vom Audio Technica mehr als überzeugt. Warum also noch etwas anderes probieren? Nun ja, ich bin beim Surfen auf einige der durchweg positiven Reviews dieses Kopfhörers aufmerksam geworden und bestellte ihn mir darum testweise mal und wurde auch nicht enttäuscht ;-)

Hören über Kopfhörer ist ja stark subjektiv. Der eine braucht einen analytischen (= Studio) Kopfhörer, der andere möchte eine wärmere Abstimmung, andere mögens mehr basslastig.

Ok, der Philips ist in der Tat nicht unbedingt analytisch abgestimmt, ist aber auch nicht dafür gebaut. Der Kopfhörer soll Spaß machen beim Musik hören und trotzdem klar sein. Ich persönlich mag auch einen kleinen Extrakick im Bassbereich (den der Audio Technica übrigens auch nicht gerade zu wenig hat, de facto sogar mehr als der Philips!).

Aber nun zum Eigentlichen:

Verpackung:

Edel, sehr edel. Passt zum Rest würde ich meinen ;-)

Optik und Haptik:

Holla die Waldfee. Das Teil wird extrem edel. Eigentlich gibt es in diesem Preisbereich absolut nichts vergleichbares. Aluminium, feinstes Leder, die schicke Absetzung der Metallgitter an den Ohrmüscheln, ja schon alleine die Anschlüsse am Kabel. Das Teil ist extrem schick. Respekt an den Designer. Sowas schickes hatte ich im Kopfhörerbereich noch nicht in Händen. Kabel ist übrigens abnehmbar und kann nach Wahl gegen ein anderes getauscht werden (stinknormale 3.5mm Klinke!)

Tragekomfort:

trotz seines nicht gerade geringen Gewichts von guten 350g ohne Kabel ist das Teil auf dem Kopf sowas von leicht. Unglaublich. Das Kopfband spürt man fast garnicht und das samtige Material an den großen Ohrmuscheln liegt superweich auf. Selbst nach Stunden keine schwitzenden Ohren, kein Schweregefühl, nichts. Einfach nur Spitzenklasse. Ich dachte ja schon die Beyerdynamics (DT770 usw.) wären Ohrenschmeichler, aber das Teil stellt selbst die noch in den Schatten. Selbst große Ohren dürften ohne weiteres reinpassen.

Sound:

Für mich... traumhaft! Klarer Bass und auch sehr sehr tief. Die Meinung der Negativrezensenten, dass hier extrem die Mitten und Co. geklaut werden zugunsten des Basses kann ich nicht bestätigen. Die Differenzierung ist sehr klar und selbst bei extremen Tiefbässen sind Vocals und Instrument klar verstänldich. Der Bass ist zwar immer sehr präsent, spielt sich aber nie in den Vordergrung, sondern bleibt immer dezent in seinem Bereich. So macht Musik Spaß.

Wie gesagt: das ist kein Studiokopfhörer, der maximale Frequenztrennung als Maxime gesetzt hat. Dieser Kopfhörer ist ein Musikkopfhörer und als dieser macht er extrem Spaß. Es gibt dutzenden Reviews von professionelle Audioseiten (nicht nur die einschlägigen Pseudoblätter wie Chip.de und co.) die es genau so sehen.

Aufgrund der letzten Monate mit meinem Audio Technica musste ich allerdings auch erst einmal ein paar Tage mit dem guten Stück zubringen, bis ich mich an den Sound gewöhnt hatte. Nun möchte ich Ihn nicht mehr missen und am liebsten auch nicht mehr absetzen. Absolute Spitzenklasse.

Vorweg evtl. noch:

Wenn man sich jahrelang an einen bestimmten Kopfhörer gewöhnt hat, so tendiert man immer dahin den Sound ggf. schlechter (weil anders) als den des alten zu sehen. I.d.R. braucht das menschliche Gehör sogar bis zu 2 Wochen um sich "umzustellen" und die Vorzüge des neuen zu erkennen.
Ich persönlich empfehle jedem bei Kauf eines neuen diesen auch erst einmal einige Tage aufzusetzen und explizit nur mit diesem zu hören. Die Hörprobe im hiesigen Elektromarkt für 2-3 min halt ich eher für sinnlos.

Fazit:

wenn man alle Vorteile des Kopfhörers zusammenzählt ergibt das ein klares Bild: perfekte Optik und Haptik, Sitzkomfort, der seinesgleichen sucht und ein Sound, der durch alle Bereiche einfach extrem Spaß macht, ob nun Metal, Pop, Electro, Konzerte oder was auch immer. Einfach genial, hier stimmt einfach alles.

KAUFEN!!!!!
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am 9. Februar 2013
Wie ein Rezensent vor mir beschrieb, bin auch ich eigentlich kein Anhänger von Philips Produkten. Nach eingehender Prüfung diverser Kopfhörer wie dem Philips L1, dem AKG K 701 oder dem B&W P5 blieb ich am Fidelio X1 hängen. Die vorgenannten KH mögen nicht direkt vergleichbar sein und jeder hat seine besonderen Stärken. Während der AKG sehr klar und detailliert vor allem für Klassik klingt, empfand ich den L1 als sehr räumlich mit spürbarem Bass und daher für Pop/Rock recht geeignet. Der P5 war ebenfalls sehr differenziert ohne übermäßiges Bassfundament. Der X1 hingegen ist ein Allroundtalent. Er mag nicht so klar wieder der AKG im Hochtonbereich und bei den Mitten auflösen, jedoch findet er einen guten Kompromiss, weswegen er für alle Musikrichtungen als geeignet erscheint. Subjektiv empfunden klingt er warm und gibt gleichwohl Stimmen und obertonreiche Instrumente angenehm ohne Zischen wieder. Beeindruckt war ich von der klaren nicht übertriebenen und trotzdem sehr präsenten Bassdarstellung. Die Verarbeitung ist sehr gut, leider sind die Ohrpolster offenbar geklebt (was man einige Zeit auch riecht, was jedoch nach einigen Tagen verfliegt). Der X1 ist ein sehr gelungenes Gerät und muss den Vergleich mit den Platzhirschen von AKG, Beyerdynamic usw. nicht scheuen bzw. mit diesen in manchen Bereichen überlegen.
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am 6. Oktober 2013
Der Höreindruck ist ja bekanntlich bei jedem Menschen anders. Ich habe den Kopfhörer hier bei Amazon gekauft und bin sehr zufrieden.
Der Hörer löst sehr gut auf und klingt unwahrscheinlich räumlich. Details werden gut wiedergegeben. Die Höhen sind nicht zu aufdringlich. Im Gegensatz zu einigen Rezensenten empfinde ich die Bässe nicht als zu prägnant. Ich höre eher leise als laut, da Musik für mich eher entspannende Wirkung haben muss. Ich habe zwischenzeitlich den Lautstärkenpegel auch angehoben, gerade bei sehr basslastingen Stücken, ein "Schrebbeln" kann ich nicht feststellen.
Ich habe den Hörer ausschließlich an der Heimanlage ausprobiert. Schon allein von der Größe her würde ich ihn nicht für den mobilen Gebrauch empfehlen.
Ich höre größtenteils Vinyl und habe den Kopfhörer mit folgenden Schallplatten ausprobiert (Auszug)
Linkin Park - living things
Schiller - Sonne (limited Edition)
Mumfort Sons - Babel
Moby - Innoncents
Trentemoller - the last resort
Trentemoller - Lost
Dominik Eulberg - Diorama
Alan Parsons Project - Tales of Mystery
Alan Parsons Project - I Robot

MP3 Alben
Rone - Tohu Bohu
Röyksopp - Junior
30 Seconds to Marrs - War
Apparat - The Devils Walk
Avril Lavigne - Goodbye Lullaby

Equipment:
Harman Kardon HK 980
Harman Kardon HD 980
Denon DP 35 mit Ortofon 2M Bronze
Abschließend möchte ich noch anmerken, der Kopfhörer verzeiht schlechte Aufnahmen nicht. Heißt, schlecht komprimierte Aufnahmen oder leicht übersteuerte Aufnahmen werden auch dementsprechend ans Ohr weiter gegeben. Die Schuld sollte man dann erstmal bei der Aufnahme oder an seinem Equipment suchen und nicht vorschnell bei dem Kopfhörer die Schuld suchen.
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am 22. November 2012
Lange habe ich überlegt, ob ich diese Rezenssion überhaupt schreiben sollte, da ich aus vielen Foren weiß, wie sehr unterschiedlich das Hörempfinden eines jeden einzelnen Musikgenießers sein muss. Was für den Einen steril und kalt, ist für den Anderen die Offenbarung, was für den Einen warm und musikalisch ist für den Anderen langweilig und breiig. Da ich allerdings den X 1 ( jedenfalls für meinen Hörgeschmack ) für wirklich außerordentlich gut gelungen halte, will ich hier trotzdem meine Meinung Kund tun:

Auf der Suche nach einem KH der etwas gehobeneren Klasse habe ich zunächst die üblichen Verdächtigen ausprobiert. Die hörten sich jeweils recht unterschiedlich an, waren in Teilbereichen sehr beeindruckend, trafen in ihrer Gesamtabstimmung meinen Geschmack aber nicht so ganz ( bis ganz und gar nicht ). Während der Eine jeden Ton aus dem Träger sezierte, hörte er sich gleichzeitig kalt und körperlos an, der nächste servierte wundervolle Stimmen, enthielt mir aber gleichzeitig etliche Einzelheiten im Hochtonbereich vor. So ging es weiter, nach fünf Versuchen wollte ich eigentlich schon aufgeben und meine alten KH behalten.

Sollte es denn keinen KH geben, der eine eher warme Abstimmung, schöne klare Stimmen, satten ( aber nicht fetten ) Bass und einen lupenreinen ( nicht nervigen oder zischelnden ) Hochton bringt, der sich zudem so natürlich wie möglich anhört und nicht das ganze Tongeschehen Mitten im Kopf abspielen lässt ?

Niemals wäre ich hier auf Philips gekommen, doch die Rezensionen und auch der Hinweis auf die klangliche Grundtendenz zum HD 650 haben mich hellhörig gemacht.

Angekommen, wunderte ich mich erstmal, dass der Karton gar nicht recht aufgehen wollte. Nach dem Auspacken wunderte ich mich dann allerdings weiter: Die Verarbeitung, die Materialien, der Tragekomfort ( ja Komfort ) war mit Abstand das Beste, was ich bisher in dieser Preisklasse kennenlernen durfte. Design ist ja bekanntlich Geschmackssache, aber man hat sich auf jeden Fall sehr viel Mühe gemacht.

Kommen wir zum Klang ( wie erwähnt, rein subjektiv ) :

Der Gedanke, den Kopfhörer noch irgendwie einspielen zu müssen, kam ( im Gegensatz zu den anderen Kandidaten ) gar nicht erst auf. Bereits nach den ersten Stücken wusste ich, genau der ist es und auf genau diese Abstimmung hast du gewartet - man könnte auch sagen gehofft. Der Hörer blieb gleich auf dem Kopf und altbekannte CDs wurden mit Begeisterung durchgehört.
Der Klang ist schwer zu beschreiben, denn einige Eigenschaften schienen sich bisher gegenseitig auszuschließen, ich will es mal versuchen: Natürlich, harmonisch, lebendig mit einem gewissen Spaßfaktor, durchhörbar, nervfrei, spannend und gleichzeitig relaxt, kraftvolle Stimmen - das waren so die ersten Eindrücke. Trotz kräftigem Bass sehr ausgewogen in den Mitten und Höhen, jedes Detail zu hören ohne das gesamte Stück zu sezieren, fernab von analytisch und kalt, aber auch von verhangen und zu warm. Die Bühne ( sofern man bei einem KH davon reden kann ) reicht ziemlich weit zu den Seiten, kein reines Mitten im Kopf Kino. Insgesamt macht er für mich alles richtig, was man in dieser Preisklasse ( und darüber hinaus ) richtig machen kann. Ich habe weitaus teurere KH gehört, die mir schlechter gefallen haben, eben reine Geschmacksache.

Die Aufnahmequalität einer CD kann man deutlich hören. Bei einer Referenz-CD komme ich aus dem Staunen nicht mehr raus, aber auch übersteuerte Aufnahmen ( heute leider oft üblich ) kann man sich durchaus anhören. Lediglich bei s e h r stark basslastigen Stücken könnte dem Ein oder Anderen der Bass zu viel werden ( ich kann das an meiner Anlage regeln ), ebenfalls Geschmackssache.
Ich habe seit dem ersten Aufsetzen viele Stunden gehört, eine klangliche Veränderung ist mir bisher nicht aufgefallen, bin nach wie vor begeistert. Zu Eigenschaften an anderen Zuspielern ( außer CDP/BR ) kann ich nichts sagen, jedenfalls scheint mir die Lösung für die kleine Klinke aufgrund der möglichen Hebelwirkung an portablen Geräten nicht so gut gelungen zu sein.

Insgesamt kann ich nur eine klare Empfehlung aussprechen, aber auch die längste Rezension ersetzt nicht den eigenen Klangeindruck nach kürzester Hörzeit. Ich bin bestimmt kein großer Fan von Philips-Produkten, aber was sie mit diesem KH geschaffen haben, halte ich für wirklich außergewöhnlich. Meine Suche hat jedenfalls ein Ende.
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Hallo,
Fidelio ist bekanntlich eine Oper von Ludwig van Beethoven - dafür würde ich den Hörer aber nie und nimmer verwenden wollen und bin damit froh, einen AKG K702 ebenso mein eigen nennen zu dürfen.

Ich will mit der Rezi hier mal der allgemeinen Euphorie und trotz der 4-Sterne-Bewertung einen kleinen Gegenpol geben, und zwar ganz bewußt - und ich habe einige Kopfhörer der Oberklasse und Top-Klasse zu Hause, die es locker mit diesem hier aufnehmen können und zwar nicht nur weil sie hochpreisiger sind.

Zunächst mal an die älteren HiFi-Freaks unter uns, für die HiFi oder gar High End immer schon gut klingende Worte waren und immer noch sind. Trotz dass sich derzeit alle HiFi-Zeitschriften einig zu sein scheinen wie selten zuvor:
Vor 20 Jahren wäre dieser Kopfhörer hier klanglich schlicht und ergreifend durchgefallen. In dieser Zeit war es schon verpönt, wenn ein Verstärker einen Loudness-Schalter feilbot, geschweigendenn man hätte diesen auch benutzt. Linealglatte Frequenzgänge waren angesagt, eine möglichst "naturgetreue" Wiedergabe, unverfälscht - "möglichst nah am Original". Wenn der werte Leser sowas sucht, auf jeden Fall von diesem Hörer die Finger lassen.

Und jetzt der Gegenpol: Wenn die junge Leserschaft was für David Guetta übrig hat (bei mir läuft gerade der 4 Jahre alte und damit aus heutiger Sicht der Schnelllebigkeit schon stark angestaubte Song von Guetta feat. Kelly Rowland "It's The Way you Love Me" - Dauerschleife), wer also gerne die entsprechende Club-Atmosphäre liebt, gerne extrem laute Pegel liebt ohne dass die Ohren auch nur irgendeinen Grund hätten nach "mach das aus" zu brüllen, kommt mit dem Hörer excellent klar. Ich kenne keinen (!) Hörer mit dem man so laut und dabei völlig schmerzfrei weil völlig unverzerrt derartig laute Pegel hören kann. Absolut beeindruckend.

Der Kopfhörer müßte, nach allem was ich mein eigen nennen darf eigentlich die Welt spalten. Wie kommt's?

Ein AKG K702 (oder auch der vergleichbare AKG K701) hat ganz bestimmt eine andere Zielgruppe von Zuhörern "im Ohr" ("im Auge" kann man ja schlecht schreiben) wie dieser Hörer hier und beide Hörer spiegeln excellent die Änderung von Hörgewohnheiten innerhalb der letzten beiden Jahrzehnte wider.

Sofern das zuviel an Bass des X1 nicht stört, kann man mit dem Fidelio völlig streßfrei Musik hören. Es gibt nichts, absolut gar nichts, was aufregen könnte. Mit dem AKG K702 undenkbar. Ich habe beim K702 schon geschrieben, dass dieser Hörer jede schlechte Aufnahme gnadenlos aufdeckt - man will schlechtes Material mit dem K702 nicht hören. Mit dem X1 alles kein Problem - jedes auch noch so komprimierte Material wird mit Wucht aus dem Keller weggeblasen.
Kein Wunder - Philips setzt einen 50mm-Treiber ein, eine für Kopfhörer schon extrem große Membran (ich glaube nur Sony mit dem XB-1000 setzt 70mm und damit noch größere Membrane ein). Ergebnis - die Bassleistung ist frappierend. Da ist selbst gut Tiefbass vorhanden, allerdings kann mein SONY MDR Z-1000 tiefere Frequenzen noch druckvoller aber mit deutlich mehr Punch wiedergeben. Der X1 hier hat kugelrunde, satte und eher weiche Bässe. Der K702? ... wird oft als flach empfunden, die Bässe können tief, kommen absolut ohne Wucht, dafür aber knochentrocken.
Die Mitten sind beim AKG K702 deutlich vordergründiger, bzw. der Fidelio stellt sie etwas in den Hintergrund. Oups, stimmt nicht ganz: Chris Jones tiefe Stimme bei "No Sanctuary Here" kommt mit dem X1 eher direkt am Ohr an. Alison Krauss hat aber beim X1 das Nachsehen. Ihre Stimme wirkt leicht aufgedunsen unten rum, die höheren Tonlagen sind deutlich zurückgenommen. Und dennoch - beide Stimmen kann der K702 deutlich besser. Diese Disziplin hat der SONY MDR Z-1000 immer noch besser im Griff als der Fidelio hier obwohl auch er mit einem 50mm-Treiber arbeitet.
Die obersten Frequenzlagen sind immer so eine Sache. Jeder der einen Beyerdynamik bisher bevorzugt (z.B. den DT-990 Edition) wird sofort sagen: Der Philips klingt dumpf. Jeder der eher die zurückgenommene Gangart oben rum liebt (so wie ich) dem sind die Höhen eines Beyers zu spitz, zu aggressiv und auch hier wird, je nach Hörmaterial (z.B. eine Kirchenorgel der Dresdner Frauenkirche) mir selbst der kristall-klare K702 schon manchmal zu nervig. Der Philips hat, wie im übrigen auch der Z-1000 von SONY durch die Größe der Membran hier prinzipiell Nachteile, was die Präzision angeht. Das Konzept zeigt bei beiden Hörern deutlich, dass sich die Physik nicht überlisten läßt, denn hohe Frequenzen bedeutet extrem schnelle Bewegungen der Membrane und die größere Masse der Membrane will erstmal beschleunigt werden. Da helfen die uns heute zur Verfügung stehenden starken Neodymmagnete zwar - es reicht aber nicht. Sowohl dem SONY wie auch dem Fidelio fehlt es an Prägnanz, Spritzigkeit. Zuviel davon klingt wiederum "analytisch" oder "ultrapräzise". Das kann der AKG excellent - nur das weiß widerum auch nicht jedes Ohr zu schätzen.

Das "volle" Klangbild:
Der Fidelio besticht grundsätzlich erstmal dadurch, dass er brutal angenehm klingt. "Brutal" weil er mit Wucht aus dem Keller kommt und "angenehm" weil wie oben schon betont absolut gar nichts störend wirkt. Er hat für "modernes", bassbetontes Hören einen unglaublichen Aha-Effekt zu bieten, der im ersten Moment, z.B. beim Multimediahändler um die Ecke an der Kopfhörerbar, den vielleicht entscheidenden Kaufvorteil bietet. Ich habe an mehreren Stellen bei Amazon schon betont, dass es heute nicht auf eine "aalglatte", "naturgetreue" und damit möglichst nah am Original liegende Reproduktion des Klangbildes ankommt. Interessenten entscheiden heute eher danach, ob das Klangbild zunächst als angenehm empfunden wird. Hier kann und wird der Philips voll punkten.

Ein SONY MDR Z-1000 ist dem Philips ähnlich. Er kann auch Bass, nicht so füllig wie der Philips dafür aber mit deutlich mehr Punch. Er ist ein Verteter der geschlossenen Zunft, ich kenne für meine Ohren keine "bessere" Basswiedergabe. Er hat fast die Räumlichkeit des Philips, für einen geschlossenen Hörer ein sehr gutes Ergebnis. Er ist außerdem immer noch an jedem mobilen Gerät unschlagbar. Keiner kann so laut wie er, bei selbiger Lautstärke eingestellt am Smartphone oder MP3-Player. Der Wirkungsgrad ist unschlagbar. Die direkte Konsequenz: Der SONY verliert wenn's lauter wird, da er leider dazu neigt, gerade im mittleren Bereich und bei komplexen Musikpassagen den Überblick zu verlieren. Ihm mangelt es an Kontrolle. Damit ist er, wie auch der Fidelio, nicht unbedingt für den anspruchsvollen Klassikfan geeignet.

Beethoven's Fidelio hört man am besten mit dem AKG. Keiner der genannten Hörer (und auch sonst keiner im Haus) erreicht diese wahnsinns Räumlichkeit, die der AKG bietet. Da geht sprichwörtlich die Welt auf. Keiner kann Stimmen besser, keiner bringt, entsprechende Musik vorausgesetzt, den Bass so akkurat knorrig rüber wie dieser Hörer aber eben alles ohne Wucht. Spaß, so wie Spaß heute von der jungen Hörerschaft verstanden wird, liefert dieser Hörer nicht - Clubatmosphäre kann der AKG schlicht nicht. Dafür höre ich bei akustischer Musik gespielt mit Stahlsaiten jede einzelne Schwingung, bei einem Schlagzeugbesen jeden einzelnen Faden, das Anzupfen von Saiten - ein Gedicht. All das geht beim Fidelio ein wenig unter. Bei einem Banjo oder einem metallisch klingenden Dobro fehlt die notwendige Härte, also wirkt mit dem Fidelio zu weich und auch der SONY kriegt das nicht ganz sauber hin. Aber: Beim AKG muss ich den Kontrabass in der Kombo leider manchmal suchen (sehr präsent beim SONY, sehr prägnant beim Philips). Die Akkuratesse des K702 verblüfft, wirkt aber manchmal schon fast ein wenig unterkühlt weil zu analytisch. Und wie gesagt, schlechte Aufnahmen werden gnadenlos aufgedeckt, weg damit (auch wenn man die Musik mag!). Andererseits kann der AKG null-komma-null an mobilen Geräten eingesetzt werden. Es verlangt eher nach noch mehr - nämlich einem ordentlichen Kopfhörerverstärker.

Bleibt ein gespaltenes Klang-Fazit: Alle drei Hörer "können" auf ihre Weise, für ihr Einsatzgebiet, für ihre Hörerschaft. Der Philips kann aber eines durchaus von sich behaupten: Für sein Klangbild gehört er zum Besten, was der Markt zu bieten hat und zwar als offener Hörer, da er viel Bass mit einer guten Räumlichkeit kombinieren kann.

Bleiben die anderen Eigenschaften - und da zieht der Philips der Konkurrenz in derselben Preisklasse und darüber hinaus schlicht auf und davon:

Tragekomfort: Aufsetzen - fertig - überragend. Er hat einen leicht erhöhten aber noch nicht unangenehmen Anpressdruck. Das muss aufgrund des höheren Gewichts so sein. Der AKG K702 wirkt an meinem Kopf monströs, der Anpressdruck ist gernger, er sitzt am Ohr auch sehr gut, wenn auch auf meinem Kopf einen Ticken zu lapprig. Kein Problem beim Philips ist das Kopfband.

Verarbeitung: Ein AKG K702 ist schon super verarbeitet, der Z-1000 ebenso aber der Philips legt trotz des geringeren Preises nochmal eine Schippe drauf. Wenn man überhaupt noch irgendwo meckern darf: Die Innenkante des Halterings für die Ohrmuscheln könnte etwas weniger scharfkantig sein.

Kabel: sehr gut aus zwei Gründen: Es ist tauschbar, da an der Muschel ein zum Glück stink-normaler 3,5mm Klinkenanschuss vorhanden ist. Auch wenn Philips kein (kurzes) 3,5mm Klinkenkabel mitliefert, es gibt ganz ordentliche Ware in Zubehör - und ran an den guten MP3-Player damit und Musik auf der Couch geniessen. An lauteren MP3-Playern kann der Philips ganz gut, am SAMSUNG Smartphone kann es dem ein oder anderen bereits den Ticken zu leise sein. Der Philips ist kein Wirkungsgradwunder. Das mitgelieferte Kabel ist von sehr guter Klangqualität, das Kabel des SONY (auch dieser hat einen 3,5mm Klinkenaschluss an der Hörermuschel) legt aber klanglich noch eine Schippe drauf.

Einzig zu bemängeln wäre am Philips noch der standardmäßig angebrachte 6,3mm Klinkenanschluss mit dem dann sehr großen und wuchtigen Adapter auf die 3,5mm Klinke. Ich bleibe bei meiner Meinung: der 3,5er Anschluss sollte standard sein und dann wird ein 6,3er Anschluss aufgeschraubt. Das kann selbst an einer High-End-Anlage wenn überhaupt nur den Ticken-Ticken schlechter klingen. Also Tipp: Ein gutes 3,5mm/3,5mm Klinkenkabel dazu kaufen (z.B. von Oehlbach, KabelDirekt)

Philips ist ganz allgemein mit der Fidelio-Serie ganz gut unterwegs. High-End ist der X1 aber nicht.

Alternative ist der von mir noch nicht angesprochene Sennheiser HD-558. Er kann meiner Meinung klanglich "ausgewogener" und präziser, ist günstiger aber leider auch deutlich schlechter verarbeitet (billigere Materialien). Ich habe zwar einen HD-600 im haus, der aber aufgrund seines Alters (über 15 Jahre, es war einer der ersten) ausser Konkurrenz läuft, da er mittlerweile weich-gespielt ist.

In Summe: gute 4 Sterne.

Gruß, Rounder6
2323 Kommentare| 108 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 13. August 2013
Stilistisch betrachtet, ist dieser Kopfhörer eine gelungene Mischung aus retro und modern. Seine akustischen Qualitäten und die superkomfortablen ohrumschließenden Muscheln zeichnen ihn aus als hervorragenden Genusshörer für lange, intime Hörabende.

Tragekomfort:
Die großen Ohrmuscheln aus Velours umschmiegen selbst außergewöhnlichste Lauschlappen. Er sitzt ausgesprochen bequem und braucht dank des engmaschigen Netzgewebes nicht eingestellt zu werden. An die Kopfgröße lässt er sich über einen Gummizug anpassen. Auch hier ist die Verbindung aus Design und Praxisnutzen in idealer Weise gelungen. Größe und Gewicht lassen jedoch keine ausschweifenden Kopfbewegungen zu.

Klang:
Mit dem Fidelio auf dem Kopf taucht man in eine andere Klangwelt ein. Dieser Kopfhörer macht mächtig Raum. Er schafft Platz für Instrumente, dazwischen und darüber hinaus. Auch mit hoher Lautstärke klingen komplexe Arrangements unangestrengt grazil. Die Schellen klingen sehr authentischer. Auf dem Fidelio erscheint die Stimme beinahe im Raum vor dem Hörer, mit weniger In-Kopf- Lokalisation. Der Fidelio bringt das locker und spannt ein dreidimensionales Bühnenpanorama auf.
Für "nur" 170 Euro fast geschenkt!!

Top:
- highendiger" Klang mit extrem tiefgängigen Bässen
- bestens geeignet für klassische und moderne Musik
- Verarbeitung und Materialien
- super Tragekomfort
- 3 Meter langes, gewebeummanteltes Kabel
- Preis/Leistung ist ein Wahnsinn!!!

Flop:
- wegen offener Bauweise nicht geeignet für unterwegs
- Kunststoffummantelung am Klinkenstecker hat sich durch mangelhafte Verklebung gelöst
- Verpackung ist nicht ganz so edel wie bei anderen Kopfhörern in dieser Preisklasse
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