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Kundenrezensionen

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am 20. August 2012
Ich habe das ebook mit Interesse gelesen und finde die Überlegungen des Autors ziemlich überzeugend. Das Buch handelt in einzelnen Kapiteln die Geschichte, den Aufbau der Gemeinden, das Familienleben und das Wirtschaften der Amish-People ab und stellt fundierte Hypothesen zur Funktion der Gemeinschaft und der Rolle der Religion auf.
Diese Hypothesen passen sich gut ein in die neueren Erkenntnisse aus der Evolutions-Psychologie. Denn die Amish sind überaus erfolgreich, wenn man die hohe Kinderzahl und damit die Ausweitung der Amish zum Maßstab nimmt.
Leserinnen und Leser, die sich für andere Lebensentwürfe interessieren, finden hier eine recht sachliche Darstellung, die das Leben in diesen kinderreichen Bauernfamilien beleuchtet, aber nicht verklärt: Auf der einen Seite ist das Amish-Leben sicher weniger entfremdet, die Arbeit ist unmittelbar sinnvoll, jeder wird gebraucht und damit auch wertgeschätzt, Alte bleiben integriert und Kinder sind von früh an eingebunden in das tägliche Arbeiten und Leben. Auf der anderen Seite hat dies seinen Preis: Selbstverwirklichung ist kein Maßstab, eine akademische Bildung und der Anschluss an moderne wissenschaftliche Debatten sind nach der achtjährigen Einzimmer-Schule sicher kaum zu erreichen und werden auch nicht gewünscht, denn nach Amish-Weltbild steht das Wichtige ohnehin schon in der Heiligen Schrift. Sehr interessant fand ich daher die Anmerkung, dass es auch Amishe gibt, die gar nicht so rief gläubig sind.
Aber offenbar, so betont der Autor, spielt die Religion als Bindemittel eine unersetzliche Rolle: Denn alternative Gemeinschaften gab und gibt es viele, aber bislang sei es noch nie über mehrere Generationen hinweg gelungen, eine tragfähige Gemeinschaft ohne Religion aufzubauen.
Das Buch schließt mit einem Zitat von Amos Beiler, das wirklich ein wunderbares Schlusswort ergibt: "Wenn euch unser Lebensstil so fasziniert, lebt dann selbst schlichter und gesünder."
Also herzlichen Dank für einen nachdenklichen Nachmittag mit diesem Ebook.

[...]
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am 4. Juni 2015
Ein engagiertes, kleines Buch über die Amish, das über die wichtigsten Aspekte der Geschichte und Struktur dieser Glaubensgemeinschaft informiert. Dem Autor ist hoch anzurechnen, dass er sich dem Betrachtungsgegenstand unvoreingenommen nähert, denn bisweilen neigen Medien dazu, sich über die Amish eher lustig zu machen, bzw. sie als hemmungslos rückständig zu verurteilen. Ganz im Gegensatz dazu streicht der Autor hier sogar positive Aspekte heraus, die auch für die "anderen Menschen" überdenkenswert wären, bzw. zur Nachfolge anregen könnten.
Da ich das Werk als Taschenbuch erworben habe - und nicht als E-Book, was wohl besser gewesen wäre - muss ich die Form leider kritisieren, die deutlich hinter dem Inhalt zurückbleibt: Übergroße Schrift, übergroße Seitenränder, falsche Zeilenumbrüche und verschobene Überschriften spiegeln ein Layout wider, das man so selten vorfindet. Wenn man ein Buch in der Hand hat, erwartet man auch einen optisch professionellen Eindruck - und der ist hier zumindest in meinen Augen nur eingeschränkt vorhanden. Schade, denn das verdirbt das Lesevergnügen dann doch deutlich.
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am 10. November 2013
Eine gut lesbare, kompakte Einführung in Geschichte und Leben der Amish, jener christlichen Gemeinschaft in den USA, die vor allem durch ihre Ablehnung des modernen Lebens auffällt, deren Mitglieder Pferdekutschen lenken, statt Autos und die weder Fernsehgeräte noch Telefone in ihren Häusern dulden. Dem Autor gelingt es, sowohl einen historischen Überblick über die Entstehung der Amish im Rahmen der Täuferbewegung des 16. Jahrhunderts und ihre spätere (18. Jh.) Etablierung in den USA zu geben, als auch die Religion selbst, die Glaubenspraxis und das familiäre und gemeinschaftliche Leben, anschaulich darzustellen. Bei der Schilderung der Herausforderungen, die das moderne Leben an die Amish stellt, widerlegt der Autor nebenbei auch einige Vorurteile. Entgegen der landläufigen Meinung, die Amish lehnten jegliche Errungenschaften der Moderne ab, erfährt der Leser, dass es ihnen weniger um die Moderne an sich geht, als vielmehr um die Kompatibilität einzelner Erfindungen mit der Glaubenspraxis und den Anforderungen in der jeweiligen Gemeinde. In den kleinen Amishgemeinden von jeweils 130-150 Menschen entscheiden die Mitglieder jeder einzelnen Gemeinde autonom, „welche Errungenschaften sie unter welchen Bedingungen akzeptieren und welche sie als gefährlich für ihr geistiges und gemeinschaftliches Leben erachten“ (S. 88) Es geht ihnen also um die Auswirkungen der Technik auf den gläubigen Menschen. Nicht das Auto an sich gilt als ablehnenswert, sondern die im Auto steckende Versuchung, es zum Luxus- und Statussymbol zu machen, es der Eitelkeit willen zu erhöhen und nicht nur als Gebrauchsgegenstand zu begreifen. Traktoren sind in einigen Gemeinden, die vor allem ihren Nutzen in der Landwirtschaft in den Vordergrund stellen, erlaubt, andere Gemeinden haben Bedenken, Traktoren könnten als „Ersatzautos“ fungieren und bestücken sie vorsorglich mit Holzrädern, um das Fahren jenseits des Ackers zu verunmöglichen, wieder andere lehnen sie ganz ab. So debattiert man in den Gemeinden über jeden einzelnen Gegenstand und jede einzelne Erfindung. Blumes Darstellung ermöglicht einen Einblick in die Gedanken- und Vorstellungswelt der Amish, ohne den vieles unverständlich bliebe.
Der Autor nähert sich seinem Gegenstand auf Augenhöhe, weder macht er sich lustig, noch verklärt er die Situation. Er spart nicht mit Kritik an der Akzeptanz der Prügelstrafe als Mittel der Erziehung, die als biblisch gerechtfertigt empfohlen wird oder an der Gewalt gegen Frauen, um nur zwei Aspekte hervorzuheben. (97) Gleichberechtigung der Geschlechter ist der Vorstellungswelt der Amish fern, von Toleranz gegenüber Homosexualität ganz zu schweigen. (99) Verstöße gegen das strenge Regelwerk der Gemeinde können zum Bann führen, der so weit gehen kann, dass selbst enge Familienmitglieder mit dem Gebannten keinen Kontakt mehr aufnehmen dürfen. (73) Bei der Beschreibung des Schulsystems der Amish hält sich Blume jedoch zurück und würdigt die Amish für die Durchsetzung ihrer eigenen Gemeindeschulen, ohne Lehrinhalte ausreichend zu kritisieren, die Themen wie etwa Sexualkunde oder Evolutionstheorie tabuisieren. (48ff.) Hier kommt die Frage nach den Rechten der Kinder auf umfassende Bildung und freie Entwicklung mit dem Ziel einer späteren freien Entscheidung etwas zu kurz, was aber dann Gesamteindruck des Buches nicht schmälern kann.
Es ist nicht alleine Blumes Beschreibung der Amish, die das Buch so lesenswert macht, sondern auch sein Versuch zu ergründen, wie es einer vormals kleinen Gruppe von wenigen tausend Menschen gelungen ist, nicht nur zu überleben, sondern die Zahl ihrer Mitglieder (weitgehend) ohne Missionierung ca. alle 20 Jahre zu verdoppeln, so dass heute in den USA über 250.000 Amish leben – Tendenz steigend. Interessant sind hier die Vergleiche mit anderen religiösen Gruppen wie den Hutterern, den Old Order Mennonites oder den jüdischen Haredim: „Wie die Amish weisen auch sie einen verbindenden Gottesglauben, Kleidungs- und Abgrenzungsvorschriften, eigene Sprachen und kleine, weitgehend selbst verwaltete Gemeinschaften ohne eine zentrale Hierarchie auf.“ (103) Die Fragen, die der Autor aufwirft, sind für alle von Interesse, die sich mit Religionen und Weltanschauungen beschäftigen. Leseempfehlung!
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am 23. Dezember 2013
Die Amish - eine Religionsgemeinschaft, die brav ihre Sozialabgaben zahlt, die aber sämtliche sozialen Leistungen des Staates konsequent ablehnt, deren Mitglieder eher ins Gefängnis gehen, bevor sie auch nur einen staatlichen Dollar anrühren.

Unvorstellbar im 21. Jahrhundert - in einer Zeit, in der alle zivilisierten Staatsbürger alle staatlichen Leistungen voll ausschöpfen, ja manche Zeitgenossen übers soziale Absicherungsziel bewusst hinausschießen.

Im Gegensatz zu den ultraorthodoxen Juden - Haredim - dessen ähnlich erfolgreiches Wachstum der Autor Michael Blume im gleichnamigen Buch anschaulich untersucht, zeichnet sich die Religionsgemeinschaft Amish durch absolute Selbstversorgung aus, sowohl Nahrungsmäßig als auch durch ihre eigenen sozialen Sicherungssysteme, aber auch von ihrer finanziellen Basis, schufen sich die Amish mit ihren Pferden und ihrer Hände Arbeit ein autonomes Königreich jenseits der bankrotten USA.

Einst von den Amerikanern als "Dumme Deutsche" belächelt und verfolgt, suchen heute Tausende Nicht-Amish die versteckte Heilsbotschaft der Amish. Denn die USA stehen am Abgrund, nicht nur finanziell, sondern sie sind auch wie viele andere, ach so erfolgreichen Industriestaaten vom Aussterben der eigenen Bevölkerung bedroht, während sich die Anzahl der Amish regelmäßig verdoppelt - mit mittlerweile mehreren 100 000 "Dummen Deutschen" ...

Fazit: Die Amish - lassen den Leser staunen, denn die Amish sind die erfolgreicheren Amerikaner!
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am 30. Juni 2013
Das Buch gibt einen schönen sachlichen Einblick in die Entstehungsgeschichte und die Lebensformen der Amish. Es ist eine sorgfältig erarbeitete gut verständliche Information. Es verzichtet bewußt darauf, den Glauben der Amish zu bewerten oder in Frage zu stellen.
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am 19. Dezember 2013
Bei dem Buch handelt es sich um eine gut recherchierte und vor allem gut lesbare Abhandlung zur Amish-Bewegung. Nach einem kurzen historischen Abriss widmet sich der Autor der Gegenwart, sprich er beleuchtet die Struktur und Ausrichtung der gegenwärtigen Gemeinden, die in ihrer Vielzahl schier grenzenlos zu sein scheinen. Summa Summarum ein guter Einstieg, um sich über die Amish zu informieren. Einziges Manko ist die Qualität der Broschur. Die Schrift ist viel zu groß, der Zeilenumbruch katastrophal und auch der Rest der Aufmachung weiß nicht zu überzeugen. Hier muss extrem nachgebessert werden.
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am 8. August 2014
eine kurze Zusammenfasung eines ausgiebigen Themas. Einige Schlussfolgerungen machen sehr nachdenklich und sind gut formuliert. Meistens bleibt der Autor in seinen Überlegungen aber stecken. Da hätte mehr kommen können - und am Schluss wirds dann nur mehr moralisch.
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am 16. September 2013
Habe schon oft von den Amish gehört und wollte nun mehr darüber erfahren.
Es hat mich doch sehr errstaunt und- auch fasziniert,, dass es in der heutigen technisierten Zeit noch Menschen gibt, die auf Grund ihres Glaubens noch -wie vor 100 Jahren leben und- auch gerne so leben
Da die Amish mit unseren Kommunikations-Mitteln nicht, oder fast nicht konfrontiert werden,wird natürlich auch das Bedürfnis nach diesem -unserem Komfort erst garnicht geweckt,- denn was ich nicht kenne, wünsche ich mir nicht. wobei ich davon ausgehe, dass es auch unter den Amisch Mitglieder gibt, bei denen -wenn IInformationen durchsickern, Wunschdenken geweckt wird. Leider werden sie bei nicht komplett-Einhaltung der Amish-Sitten und Gebräuche aus der Gemeinschaft ausgestossen, was ich schade finde, denn es bedeutet ja nicht ,,dass sie gleich Ungläubige werden, Wir finden unsere technischen Erungenschaften heute selbstverständlich, ob wir deshalb glücklicher als die Amish sind, wage ich zu bezweifeln
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am 11. März 2013
Die Amish sind uns hier in Europa zumeist nur aus Fernsehsendungen und Reportagen als technikabstinente, buggyfahrende und strenggläubige Bauerngemeinschaft mit einem leicht "hinterwäldlerischen" Einschlag vertraut. Wer sich intensiver mit der Geschichte der Amish, ihrer Kultur und ihren Bräuchen sowie auch den Herausforderungen und Problemen beschäftigen will, denen diese Religionsgemeinschaft im 21. Jahrhundert ausgesetzt ist, wird in Michael Blumes flüssig zu lesendem eBook fündig. Das Buch führt nicht nur in die Geschichte der Entstehung und Verfolgung dieser Religionsgemeinschaft ein, sondern vermittelt auch einen lebendigen Eindruck der "Ordnung" - der teils schriftlich niedergelegten, teils aber auch ungeschriebenen Gesetze, die das Leben in traditionellen Amish-Gemeinden bestimmen. Warum etwa dürfen Amish keinen PKW besitzen, wohl aber einen Traktor verwenden? Warum gibt es in manchen Amish-Gemeinden ein Telefon, in anderen jedoch nicht? Und wie erklärt sich der große Kinderreichtum dieser am schnellsten wachsenden Religionsgemeinschaft in den Vereinigten Staaten? Alles in allem ein empfehlenswertes Buch für jeden, der eine leicht zu lesende Einstiegslektüre über die Gemeinschaft der "plain people" sucht.
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am 19. November 2014
Habe erst einige Seiten gelesen. Gute Hintergrunddarstellung, kann das e-Buch flüssig lesen ... aus zeitlichen Gründen etwas verlegt, bin aber gespannt, wenn es wieder los geht. Film dazu, mit Herrison Ford: "Der einzige Zeuge". Hier bekommt man auch einen guten Überblick und ne Menge Verständnis für diese besondere Gruppe Menschen auf unserem Planeten; wir können viel von denen lernen.
Gut sich zu besinnen, ob das, was wir in unserer heutigen Welt erstrebenswert finden, nicht doch wertlos ist?!
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