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Kundenrezensionen

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am 6. Juni 2007
Nach der triumphalen Rückkehr mit "Time Out Of Mind" hing wieder mal alle Welt an Dylans Lippen. Der Meister, dessen Kreativität so mancher Kritiker schon versiegt wähnte, brachte sich mit dieser Sammlung kompromisslos pessimistischer Songs wieder ins Gespräch und wurde gar durch die spartanische Produktion (die bei seinen Alben in den 80er Jahren immer scharf gerügt worden war, Zeichen der Zeit) zum Vorbild der Lo - Fi - Bewegung. Dylan mußte nach dieser Eruption erneuter Kreativität nun endgültig niemandem mehr etwas beweisen, sein nächstes Album, 2001 erschienen und "Love And Theft" (immer diese wunderbar ironischen Albumtitel) genannt, knüpft musikalisch an die beiden in den frühen 90ern entstandenen Platten "Good As I Been To You" und "World Gone Wrong" an, auf denen Dylan kein eigenes Material zu Gehör gebracht, sondern ausgesuchte Traditionals und Folksongs aufgenommen hatte, die ihm besonders am Herzen lagen.

"Love And Theft" besteht zwar ausschließlich aus neuen Dylan - Songs, der Meister läßt sich hier jedoch stets deutlich von den Vorbildern aus alter Zeit, noch lang vor der Rock'n'Roll - Bewegung, inspirieren. Pate standen natürlich größtenteils die Bluessänger der 20er und 30er Jahre, neu ist hier allerdings Dylans neue alte Liebe für die Swingmusik, die er hier auf einigen Titeln zum Ausdruck bringt. Das Album gleicht einer Zeitreise ins musikalische Amerika vor dem 2. Weltkrieg und legt Dylans Wurzeln offen, bei jedem einzelnen Song hört man dem sonst oft grießgrämigen Meister hier den Spaß an der Sache an.

Es beginnt mit "Tweedle Dee And Tweedle Dum", rumpelnder Beat, Gitarren, die wie aus dem Sumpf gezogen klingen, dazu raspelt Dylan einen seiner mit literarischen Zitaten gespickten Rätseltexte herunter. Ein guter Auftakt, aber nicht gerade ein neuer "Tombstone Blues". "Mississippi" kannte man bereits vor dem Erscheinen des Albums, Dylan hatte ihn, wohl nicht ohne Hintergedanken, Sheryl Crow zu Aufnahme überlassen. Seine eigene Version ist eine ergreifende Liebeserklärung voller Schwermut und Reue, musikalisch ganz tief im Süden angesiedelt und mit einem wunderschönen Refrain. "Summer Days" ist ein krachender Rockabilly - Song, ein Gruß an die musikalischen Vorbilder des Ur - Rock'n'Roll, mit "By And By" folgt ein erster Eindruck von Dylans Jazz - Einflüssen, er schaltet seine Krächzstimme auf zärtlich und singt Zeilen wie "You were my first love and you'll be my last", ein Song zum Engtanzen. "Lonesome Day Blues" klingt wie der Song, den Muddy Waters nie aufgenommen hätte, ein böse, traurige Klage wie in den Zeiten der Arbeit auf den Baumwollfeldern. "Floater" zitiert die Swingmusik der 30er mit einer Gitarrenlinie, die von Charlie Christian stammen könnte und einem sehr hintergründigen Text, "High Water (For Charley Patton)" ist einer der stärksten Songs des späteren Dylan, eine gewaltige Wortkaskade, die sich vielfach an Zitaten aus Blues - Klassikern (nicht umsonst ist der Song einem der größte Altmeister gewidmet) bedient und der Sänger betätigt sich als schneidend zynischer Chronist. Die Nummer hätte auch wunderbar auf "Blood On The Tracks" gepasst. "Moonlight" sieht Bob Dylan in einer sehr seltenen Rolle. Wieder beleiht er die Swingmusik und betätigt sich als Crooner, wie es ein Frank Sinatra nicht besser hinbekommen hätte, nur eben mit dem dylanschen Reibeisenbariton. Mit "Honest With Me" läßt es die Band noch einmal krachen, Dylan überschlägt sich fast mit Wortakrobatik, "Po' Boy" schildert ein Familienschicksal mit bissiger Sozialkritik, wieder standen die alten Bluesmeister Pate. Das Album schließt mit "Sugar Baby", His Bobness ist hier der Seelentröster, der aufbauende Freund und entläßt den Hörer mit einem Silberstreif am Horizont.

Wie heißt es so schön, "kleine Künstler imitieren, große Künstler kopieren." Dylan ist ein großer Künstler.

Ein fabelhaftes Album mit absolut zeitloser Musik.
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Betrachtet man das Kunstwerk MUSIKALBUM aus dem Blickwinkel, dass die Songs innerhalb einer Platte mit einer selbstverständlichen Leichtigkeit zueinander passen und ich so zu EINEM GANZEN, etwas vielleicht noch besserem als die einzelnen Songs an sich, aus einem Guss quasi, fügen, dann ist LOVE AND THEFT wahrscheinlich eines der besten 5 Bob-Dylan-Alben überhaupt (auch wenn's da wohl mehrere gleichrangierende Platten vom großen BOB gibt...).

LOVE AND THEFT ist das vielleicht unerwartet sehr starke Nachfolgewerk des hochgelobten und ebenfalls äußerst gelungenen TIME OUT OF MIND. Und dabei hört sich alles so einfach an. Schon TWEEDLE DEE AND TWEEDLE DUM ist spielfreudige Begeisterung im Dylan-Format, wie man sie sich bestenfalls erwünscht, aber nicht erwartet hätte. Das anschließende MISSISSIPPI ist wohl DIE Single schlechthin auf LOVE AND THEFT. Im Prinzip eine mittelschnelle Folk-Pop-Nummer ohne besondere Eigenheiten, die es aber trotzdem schafft zu begeistern, weil es eben Bob Dylan ist, der hier singt und - nicht zu vergessen - seine Band, die perfekt mit dem Musikpoeten harmoniert.
Interessant ist, dass LOVE AND THEFT - "obwohl" es so stimmig aufgnommen ist - sehr viele verschiedenartige musikalische Einflüsse und Musikrichtungen anzubieten hat: Blues und Pop, Swing und Rock, ein bisschen Country noch...

Kommerziell war LOVE AND THEFT - glaube ich zumindest - eines der erfolgreichsten Dylan-Alben überhaupt. Aber eigentlich überrascht das nicht wirklich, wenn man sich die Platte anhört!

Fazit: Ganz große KLASSE. Ein Bob-Dylan-Must-Have, an dem durchaus auch nicht glühende Dylan-Verehrer ihre Freude haben werden... Für mich eindeutig ein 5-STERNE-ALBUM und einer von 5 bis 10 echten Dylan-KLASSIKERN!!

Viel Freude damit!!

---- Anspieltipps ----
- Tweedle Dee & Tweedle Dum
- Mississippi
- Lonesome Day Blues
- High Water
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am 16. September 2001
Wer hätte gedacht, daß der alte Dylan noch in der Lage sei, dermaßen auf den Putz zu hauen? Krachende Blues-Songs, echte Rocker und eine herrliche Ballade - wo ist die düstere Stimmung der "Time out of Mind"? Wie guter Wein, so scheint auch Dylan gereift zu sein. Doch anstatt das Nachdenken über den Tod zu seinem neuen Aushängeschild zu machen, ruft Dylan zum Leben auf! Weinen sollen andere, damit ist er fertig ("Cry a While"), für ihn sind die "Summer Days" angebrochen, und lautstark tut er das kund. So jung war er noch nie - "But I was so much older then, I'm younger than that now", sang er in den alten Tagen. Selbst seine Stimme, abgenutzt wie sie manchen Ohren zu sein scheint, vermittelt Optimismus und Lebensfreude. Spöttisch ist sie in "Po' Boy", in "Lonesome Day Blues" ist sie alles andere als klagend - was dem Songtitel nicht wirklich zu entnehmen ist... Also alles in allem ein guter Dylan-Jahrgang. Ich freue mich auf die nächsten Alben!
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am 22. Oktober 2001
War das letzte Album "Time Out Of Mind" - ohne Zweifel ein weiteres Meisterwerk - sehr dunkel und düster gehalten ("Tonight's The Night" von Neil Young ist dagegen schon Partymusik), so bekommt man direkt beim ersten Hören des neuen Albums das fröhliche Gegenteil um die Ohren "geblasen". Ein lockeres, teilweise swingendes Werk, das von Anfang an mitreisst.Man spürt praktisch die Freude der Musiker beim Einspielen dieser "klassischen" Songs, die ebenso gut alte, vom Meister ausgegrabene Songs aus der Frühzeit der amerikanischen Folk-, Country- und was-weiss-ich-Musikgeschichte sein könnten. In diesem Sinne also ein klassisches Bob Dylan-Album; alle nachfolgenden Platten sollten ebenfalls mit seiner Tourband eingespielt werden. Das kommt dann, wie auf "Love & Theft", viel spielfreudiger und lebendiger rüber als auf dem von Daniel Lanois produzierten letzten Album. Ausserdem muss der "Meister" sich nicht mehr beweisen...und sollte auch in Zukunft locker aufspielen!
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HALL OF FAMEam 27. Juni 2003
Einer der erfolgreichsten, einflussreichsten und genialsten Musiker der letzten 40 Jahre beendet seine vierjährige Schaffenspause mit einem genialen Werk und einem gefundenen Fressen für selbst ernannte Dylanologen.
Wie erwartet wortgewaltig und voller Anspielungen sind seine Texte, doch auch die Musik lässt aufhorchen. Dylan orientiert sich an einer Zeit der Musik, als diese für ihn noch authentisch war, insbesondere dem Folk und Blues der 30er, 40er und 50er Jahren. So erinnert er mit "High Water - For Charlie Patton" an den Blues und dessen Beschreibung der Mississippi-Flutkatastrophe durch den im Titel genannten, trifft er den Swing der 30er Jahre ("Floater") und lässt dem frühen Rockabilly freien Lauf ("Summer Days"). Noch mehr Blues in "Lonesome Day Blues" und "Cry Awhile". Richtig melancholisch (aber mit der Grundhaltung, dass doch alles wieder gut wird) wird er in den Balladen "Po`Boy" und "Sugar Baby".
Das Album strahlt durchgehend eine Rohheit und Unperfektion ab, die jedoch beabsichtigt sind. Und sich so zu vielen 'perfekten' Produktionen der Gegenwart wohltuend abhebt. Mit jedem Hören steigt der Respekt auch der später Geborenen, die Robert Zimmermanns erste erfolgreiche Phase nicht hautnah mit erleben konnten. Der Meister der Worte hat wiederum meisterliche Musik geschaffen - seine zwölf Songs erheben den Anspruch, eine der besten Song-Sammlungen des Jahres zu werden.
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am 12. September 2001
Lyrisch erreicht das Album zwar nicht die Tiefe von "Bringing It All Back Home" oder "Blood On The Tracks" , musikalisch wird es jedoch vielleicht in 100 Jahren als Dylans Bestes gelten .
Es ist bemerkenswert ueber wieviel Genres sich diese Songs spannen : Country , Blues , Jazz , Rock ... Zusammengehalten wird das Album durch eine fantastische eingespielte Band und einem Saenger Dylan , dessen Stimme zwar genauso rauh klingt wie auf Time Out Of Mind (1997) und doch wesentlich vitaler wirkt .
Das Album nimmt sie auf eine Reise in die amerikanische Musik der 20er bis 50er Jahre . Dylan wird bestimmt ihr Interesse fuer die alte Musik aus dieser Zeit wecken . Wundern sie sich also nicht wenn sie bald bei Amazon z.B Musik von Charlie Patton (dem Dylan auf Love and Theft den Song "Highwater" gewidmet hat) nachkaufen muessen !
Fazit : Zusammen mit "Shot Of Love" (1981) ist "Love and Theft" das musikalisch abweschlungsreichste Dylan-Album . Hoffentlich wird es ein breiters Publikum finden .
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am 28. August 2011
Nachedem ich TooM sehr ins Herz geschlossen hatte, war ich gespannt auf den Nachfloger, der ja ein wenig auf sich warten ließ. Das Ergebnis ist beeindruckend, hatte Dylan bereits auf TooM sehr stark im Blues gewühlt, waren hier auch jazzige und rock n rollige Elemente zu hören, die damals wie heute zu gefallen wissen. Allen voran die beiden Openener, Tweedle Dee and Tweedle Dum und Mississipi gehören zum Besten, was Bob jemals aufgenommen hat. Das Album ist durch seine Stilwechsel sehr unterhaltsam und Dylan ist gesanglich voll auf der Höhe. Weitere Highlights sind natürlich Summer Days, welches auch heute noch oft live gespielt wird und Lonesome Day Blues, dass echt abgeht. Das Album ist einfach grandios, habe es bestimmt schon hundert mal gehört und es wird einfach nicht langweilig, ganz im Gegenteil!!!!
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am 13. September 2001
Vier Grundpfeiler sind es, die Bob Dylan zu dem machten, der er war und ist. 1. Seine Stimme 2. Seine Songs 3. Seine Texte 4. Seine Persoenlichkeit Vergleicht man sein neues Werk "Love and Theft" mit "Time Out Of Mind" vor vier Jahren, so hat man bei letzterem vier starke Stuetzen, diesmal nicht.Es war immer seine Stimme und wie er sie anwendete, die zuallererst Bob Dylan ausmachte, und die wird zunehmend zu einem Problem. Draengte der Produzent Daniel Lanois auf Time Out Of Mind Dylan noch dazu eine seinem Alter gemaessen tiefen Sprechgesang zu verwenden, so legt er nun ohne die feste Hand eines Produzenten (er hat sich selber produziert, unter dem Pseudonym Jack Frost) munter und frisch und unbekuemmert drauflos. So wie in alten Zeiten. Das Problem ist nur, dass die Stimme nicht mehr mitmacht, sie knarrt, sie kraechzt, sie bricht, er singt staendig daneben. Das hat sicher auch einen gewissen Charme, wirkt oft aber einfach peinlich. Warum muss er auf seine alten Tagen anfangen zu croonen wie Frank Sinatra? Ein oesterreichischer Kritiker schrieb, Dylan singt so unvekuemmert drauflos, wie die Alten im Salzkammergut ihre Stanzln vorzutragen pflegen. Da hat er leider nicht so unrecht. Was die Musik betrifft, so schoepft er voll aus der amerikanischen Musikgeschichte, Original-Dylan-Kompositionen kann man das nicht nennen. Aber das geht schon ok. Das Album ist gut, es macht Spass zuzuhoeren, sie spielen Blues, Balladen, Bluegrass, Rockabilly, jazzige Barsongs, - ein Streifzug durch die Vergangenheit, der in den 50iger Jahren endet. Verschmitzt blinzelt uns Dylan auf dem Innencover mit Errol Flynn Baertchen entgegen, auf einer zweiten CD eine wunderbare Aufnahme von 1961 und eine fast noch bessere Fassung "Times Changing" als das Original. Love And Theft ist ein hoerenswertes gutes Album, aber bei weitem kein Meisterwerk.
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am 6. März 2015
Stimmgewaltig und musikalisch in der Dylansammlung ganz oben / LP aufgelegt und der Raum füllt sich mit Wohlbefinden ,die Jazzeinlagen sind absolut gelungen...........kein weiteres blaba von mir.....einfach spitze
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am 5. Mai 2014
Bob Dylan ist Legende. Das Album ist zwar nicht gerade mein Liebstes von ihm... Ziemlich störrisch und spröde. Kein besonders gefälliger Sound, finde ich. Ich liebe aber Dylans lakonische, direkte, aber nie drastisch formulierten Texte. Seine Poesie. Und an seinen Alterswerken liebe ich besonders seine Unkonventionalität. Alles immer wieder neu zu mischen.. diese scheinbar aus den 70ern gerettete Art und Weise, kreativ zu sein... Für mich ist Time Out Of Mind nach wie vor DAS Spitzen-Album seiner Reife-Ära. Diesem hier nähere ich mich eher mit Schwierigkeiten, obwohl ich es auch gern lieben möchte.
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