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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen
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3,6 von 5 Sternen
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am 27. April 2008
Angaben zum Film:
Studio: Warner Home Video
Format: Singel Disc
FSK: 16 Jahre
Spielzeit: 196 Minuten
Genre: Monumentalfilm
Produktion: USA 2003
Eschienen: 24. April 2008
ASIN: B0013IJ2NY

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Story & Meinung zum Film:
Wir schreiben das Jahr 1193 vor Christus. Troja und Griechenland sind erbitternde
Feinde. Vor einer bedeutenden Schlacht entscheiden sich beide Seiten für einen
Zweikampf zwichen den stärksten Kriegern beider Völker. So scheinen zunächst größere
Kriegshandlungen abgewendet. Doch das Blatt wendet sich als Helena, die Frau von
König Menelaos, den trojanischen Prinzen Paris nach Troja folgt um seine Gemahlin
zu werden...

Wolgang Petersen's "Troja" hält sich nicht unbedingt an Geschichtliche Begebenheiten.
So versucht der Regieseur mit Effekten und erstaunlichen Bildern den Zuschauer zu
fesseln. Dies gelang in der Ursprünglichen Fassung, auch wegen der Altersfreigabe,
nicht ganz. So wurde für diesen Monumantarfilm eigens ein Director’s Cut aufgelegt,
der die Nachteile der gekürzten Fassung ins rechte Lot bringen sollte. Mehr Erotik,
mehr Blut, Brutalität und eine aufbereitete Fassung hilft dem Film auf die Sprünge.

Die Blu-ray:
Bei dieser Bewertung handelt es sich um die Kaufversion. Das Design vom Cover macht
richtig Lust auf den Film. Geliefert wird die Blu-ray im schmalen "Slim-Outfit", was
typisch für Warner ist. Leider fehlen hier das Booklet und ein doppelt bedrucktes
Inlay, sodass der Käufer etwas enttäuscht sein kann..
Das tolle Cover-Design tröstet etwas über das fehlende Booklet hinweg. Zumindest
hat man die Standart-Werbebeilage nicht vergessen. Darum mag ich hier auch nur
2 Sterne vergeben.

Das Menü:
Auch hier Flopt es mal wieder! Es gibt leider kein Hauptmenü. Es scheint so, als ob
sich die Studios nicht an aufwendige BD-Java Menüs trauen wollen oder einfach nur die
HD-DVD Version auf Blu-ray pressen wollten. So kommt es auch bei "Troja", dass nur
den Spezials ein Übersichtsmenü gegönnt wird.
Das Popup-Menü ist einfach gehalten, bietet die wichtigsten Optionen an. Darunter auch
das Szenenauswahlmenü. Leider fehlt es hier an Zeitangaben oder Titelnamen. Lediglich
ein paar Vorschaubilder weisen den Weg zu den Szenen.
Bei der Wertung, auch das was Warner abliefert, kann man sich nur wiederholen.
"Alles was Menütechnisch auf Blu-ray möglich wäre, wird nicht genutzt! Bei einen drei
Stunden Film hätte man wünschen können, dass zumindest Zeitangaben in der Szenenwahl
vorkommen. Der Author mag sich irren, aber es gibt Leute, die mögen ein Hauptmenü und
aufwendig gemachte Menüs. Darum nur 1 von 5 Punkten.

Bildeindruck:
Wenden wir uns den positiven Seiten zu. Hier erst mal die Randdaten zur Blu-ray-Disc.
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* 1x 50 GB Scheibe
* Volle 1920x1080p
* VC-1 - Codiert
* Format 16:9 / 2,40:1

Das was in der Menübewertung vermutet wurde, wird beim Anblick der Randdaten zur
Bestätigung gebracht. Der WMV9 optimierten VC-1 Codec zeugt vom Ursprung der HD-DVD
Vorlage. Das soll nichts schlimmes bedeuten, den schon einige Filmtitel haben diese Disziplin
mit bravour bestanden. Jedoch hätte man sich bei einem 200 Minuten Film eine H.264
Kompression wünschen dürfen.

Genug der Theorie. Es wird Zeit den Film zu starten. Der erste Eindruck ist meist der
wichtigste. So kommen wir zum Bewertungskriterium A, dem "Persönlichen Bildeindruck".
Und dieser ist, vom Anfang bis zum Ende, einfach phantasitsch. Die Qualität des Bildes
unterstreicht das Filmerlebiss volle 196 Minuten lang. Hier zieht es den Daumen klar
nach oben. die Wirkung des Bildes passt zu 100% zu einem Monumentarfilm. -Klasse-

Im Bereich der Plastizität und Dimensionalität kann "Troja" auch punkten. Die klar
abgegrezten Konturen ziehen die Personen schön in den Vordergrund. Die göttlich
plastischen Landschaften, lassen die letzten Fotos vom Grichenlandurlaub nahezu
verblassen. Wer das Meer und den Strand sieht, möchte einfach nur noch ins Wasser
springen. Dies ist, letztendlich, auch dem recht guten Schärfegrad zu verdanken.

Die Detailschärfe, besonders bei ruhenden Szenen, kommt besonders bei den Rüstungen
zur Geltung. Diese erhalten, neben den ungewöhnlich guten Lichteffekten, das Prädikat:
"besonders Tragenswert". Wobei die Lichteffekte und Spiegelungen eher da zum tragen
kommen, wo es Gold, Metalle und Wasser gibt. Das dolle ist, dass es hier auch kaum
Filmkörnung gibt, die den Schärfegrad beeinflussen würde. Es gibt nur einen kleinen
Abstrich bei der Bewegungsschärfe zu verzeichnen. Das ist jedoch dem Codec zuzuschreiben.

Beim Zeuss, die Bewegungsunschärfe ist der einzig wirkliche Kritikpunkt, der einzige Punktabzug
den ich mir bei diesem Filmspektakel erlauben möchte. Ansonsten sind meine Lobhuldigungen
noch nicht zu Ende. Den mir fällt spontan kaum ein anderer Film ein, der bei Kontrast,
Ausleuchtung oder dem Kontrastumfang vo viel Lob verdient hätte wie "Troja"! Das ist
Referenz-Klasse erster Güte. Einfach perfekt.

Das letztendlich auch noch die Farbgebung stimmig ist, lässt keinen Zweifel an der
sehr hohen Qualität des Filmstreifens aufkommen.

positive Details:
-------------------------

* Referenz-Qualität in Kontrast/Kontrastumfang/Ausleuchtung
* tolle Farbgebung
* HD/3D Effekt

negative Details:
-------------------------

* leider nur VC-1 Codiert

Wertung:
Die Götter mögen mich Lügen strafen. Vom Bildeindruck ist dieser Filmtitel im Olymp der
Blu-Titel eizustufen. Bewertungstechnisch muss dieser jedoch einen Punktabzug hinnehmen,
der durch die Codierung und die daraus resultierende begrenzung der Transferrate zu
vermuten ist. Es geht noch etwas mehr. Also 4 Sterne.

Ton:

Getestet wurde mit der deutschen Dolby Digital 5.1-Tonspur:

Ich bin ja ein wenig verblüfft, wieso nur eine deutsche DD 5.1 Tonspur zu finden
ist. Dabei hätte ich mir, für so einen Film, eine tolle Kawuuum-Tonspur gewünscht.
Das schlimme ist, das die Dolby Tonspur nicht einmal besonder gut rüber kommt.
Sie bringt zwar die Athmosphäre mit und auch die Synchon Stimmen sind verständlich,
aber es fehlt der letzte Pfiff. Insgesamt mag das O.K. sein, aber mehr ist das nicht.

Die Daten:
-------------------------

* DD 5.1 deutsch
* DD 5.1 französisch
* DD 5.1 englisch
* DD 5.1 italienisch
* Dolby True HD, englisch

Positiv ist, und das bleibt an dieser Tonspur haften, dass man auch etwas leiser
stellen kann, ohne das der Streifen an Atmosphäre verliert. Das ganze ist anständig.
Vielleicht ein wenig zu anständig. Darum gibt es nur eine mittlere Wertung.

Fazit:

Der Director's Cut von Troja lohnt sich auf jeden Fall. Dieser Cut hat seinen Namen
jedenfalls verdient. Genau wie die Umsetzung in High Defintition. Das 3 Stunden Epos
von Wolgang Petersen kann aber nicht des Gladiator's Wasser reichen. Etwas gemein,
dieser Vergleich. Was auf der Strecke bleibt, sind wiedermal die Technischen
Möglichkeiten der Blu-ray Disc mit all seinen Facetten. Eine schlechte Menüumsetzung,
die fehlende abgespekte Version von "Troja", keine AVC-Codierung, aber auch nur
eine Dolby Digital Tonspur. Diese Kritik muss berechtigt sein.

Fast völlig Kritiklos steht die Bildtechnische Umsetzung auf Blu-ray dar. Diese lohnt
sich jedenfalls, einen Platz im Regal zu reservieren. Den Troja gehört da definitiv
mit rein. Und beim nächsten Staubwichen wird man in Versuchung kommen, diesen Blu-ray
Titel nochmals einzulegen und geniessen zu wollen.

In diesem Sinne: Viel Spass beim Film.
2222 Kommentare| 242 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. September 2007
Ich bin kein Freund von den sogennannten Direktor`s Cut Versionen, denn
zu 95 % sind Diese nur Abzocke in meinen Augen. Schön das diese DVD zu den restlichen 5 % gehört.

Zum Anfang hier ein dickes Dankeschön an Herrn Petersen. Diesen Film so wie er jetzt ist , hätte von Anfang an ins Kino gehört.

Die Geschichte von Troja ist um vieles verständlicher geworden. Die Figuren bekommen mehr Tiefe und man kann Ihr handeln nachvollziehen.
Man versteht wo der Haß und Verachtung von Achilles zu Agamemnon herkommt,
warum Achilles und Odysseus Freunde sind. Eine tolle Szene von Odysseus in seiner Heimat wurde eingebaut und zeigt wie witzig und schlau er ist,
nicht Machtbesessen und überheblich wie Agamemnon. Schade nur das nicht mehr von Odysseus zusehen ist( gedreht wurden genug Szenen, die man hätte einbauen können ),denn schließlich bring er die Wende in dieser Geschichte
mit seiner Schlauheit (das Trojanische Pferd ).

Die Kampfszene sind gewaltiger und brutaler geworden (nichts für schwache
Mägen). Man zeigt die Brutalität der damaligen Zeit, beim Fall Troja`s werden Babys getötet, Frauen vergewaltigt ...... , die ganze Grausamkeit
vom Krieg.

Aber auch die Liebe kommt nicht zu kurz, man zeigt das Hinterteil von
Mr. Pitt, Frau Krüger oben ohne.

Tolle Landschaftsaufnahmen und großartige Kulissen.

Die Schauspieler sehr gut ausgewählt. Allen anderen voran für mich
Peter OToole, Brian Cox, Eric Bana und Sean Bean.

Das Bonusmaterial bekommt von mir 10 von 10 Punkte. Tolle Einblicke in die Produktion, man sieht wie der Film entsteht. Mit welchen Schwierigkeiten die Crew zukämpfen hat und sei es mit dem Wetter, und und und ....

Ich kann hier an dieser Stelle nur sagen, sehr empfehlenswert.
Für mich hat sich der Kauf gelohnt , denn ich werde mir diesen Film garantiert nicht nur einmal ansehen
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am 24. September 2007
Ich halte diesen DC für rund um gelungen und jeder, der Troja in der Kinoversion schon gut fand, wird diese Fassung noch besser finden. Es gibt von allem mehr. Heißt, dass die Schlachten um einiges intensiver (blutiger), die Dialoge weiterreichender und damit die Charaktere nachvollziehbarer sind. Auch die vielen Making-Of-Einblicke haben mir gefallen und es gibt, als I-Punkt auch Englische Sprache MIT englischen Untertiteln, wie es sich gehört ;) Der Fairness halber sollte man aber noch darauf hinweisen, dass es in den USA eine noch opulentere Version (Ultimate Collector's Edition) gibt, die die größten Fans restlos zufrienden stellen wird.
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Die Ägäis vor 3.200 Jahren: Achilles (Brad Pitt) gilt als größter Krieger aller Zeiten. Wenn König Agamemnon (Brian Cox) in die Schlacht zieht - und derer gibt es viele, weil er machtbesessen ist - spielt er ihn als Trumpf aus, bspw. wenn es nur um einen Zweikampf geht um das Schicksal eines Reiches unter seine Geschicke zu stellen.

Allerdings ist er nicht nur Agamemnons Segen, sondern auch ein übler Fluch. Zwar benötigt dieser die Kampfmaschine auf zwei Beinen dringend um seinen Machteinfluss zu vergrößern, jedoch ist der Typ aufsässig ohne Ende und kümmert sich nicht darum, ob Agamemnon König ist oder nicht. Er macht, was er will und wann er es will. Heute würde man Achilles Charakter als selbstzerstörerisch und depressiv bezeichnen. Der einzige, um den er sich kümmert, ist sein Vetter Patroklos.

Eines Tages ist eine Gesandtschaft Trojas unter den Prinzen Hector (Eric Bana) und Paris (Orlando Bloom) am Hofe Menelaos. Der spartanische Herrscher ist Argamemnons Bruder und Ehemann einer äußerst schönen Frau, der schönsten der Antike: Helena (Diane Kruger). Kaum kann man einen Friedensvertrag im Auftrage Priamos' (Peter O'Toole) schließen, der einen alten Konflikt beendet hat Paris bereits ein außereheliches Verhältnis mit Helena. Nicht nur das. Der bis über beide Ohren verliebte nimmt die Frau mit nach Troja. Menelaos kocht vor Wut und möchte seine Frau wiederhaben. Das ist die Gelegenheit für Agamemnon einen Krieg anzuzetteln und die Stadt, die bislang nie eingenommen wurde mitsamt seiner Reichtümer anzugreifen...

Der Film basiert mehr als lose auf Homers Geschichte. Während der Krieg bei Homer in "Ilias" über zehn Jahre dauerte, wird der Kampf hier (realistischer) in mehreren Wochen ausgetragen. Allerdings stellt selbst Homer nur 51 Tage der zehnjährigen Belagerung dar. Kein Heer vermag eine so lange Belagerung von einem Jahrzehnt durchzuhalten.

Erfrischenderweise verzichtet Petersen auch auf alle mythologischen Aspekte sondern bietet eine viel einfachere Erklärung des immer noch in vielen Teilen unbekannten Aspekten des trojanischen Krieges, bei dem nicht mal sicher ist, wer Troja (Troja ist eigentlich nur die Landschaft um die Stadt Ilios, die in der heutigen Türkei liegt) und ob man es überhaupt angegriffen hat. Achilles überlebt bei Homer nicht einmal das trojanische Pferd und ist bei der Erstürmung der Stadt schon nicht mehr dabei.

Viele Charaktere werden weggelassen und die Handlung gestrafft. Dafür vermag es Petersen ein Schlachtenepos zu erzählen, dessen Handlung zwar knapp bemessen ist, aber dessen Schauwerte umso größer sind.

Ich verfüge über die Doppel-DVD. Die erste DVD beinhaltet den Film, die zweite die Extras. U. a. erfährt man im 17minütgen Special "Im Eifer des Gefechts", dass der Kampf zwischen Hektor und Achilles die letzte Szene war. Diese fand vor der Stadtmauer Trojas statt. Das Dumme war nur: Diese war vollkommen durch Hurrikan Marty wie der Rest des Sets fast vollständig zerstört worden und musste komplett (!) neu aufgebaut werden. Pitt hatte sich die Ferse verletzt und konnte Monatelang nicht arbeiten, Bana holte sich dabei eine blutige Nase. Man erfährt ebenfalls, wie Pfeile so stehen bleiben wie sie im Film stehen blieben und wie Pfeilspitzen durch Schilde gelangen.

Das fast 14minütge Special "Von Ruinen zur Realität" vergleicht beide Welten miteinander, die des realen Vorbildes und die des Films. Es kommt zur Sprache, dass die Größe wegen der epischen Erzählweise aufgebauscht wurde. So wurden aus nur knapp 3 Meter hohen Figuren Figuren über 10 Meter. Ferner kann man noch den Tempel der 12 Götter besuchen und sich deren Geschichten anhören und den US-Trailer ansehen.

Die Specials sind also sehr informativ.
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am 30. Oktober 2015
Eine brilliante Inszenierung entführt mit bildgewaltigen Szenarien, opulenter Ausstattung, einer spannenden Erzählweise überaus wirkungsvoll in das Reich der Antike. Die Besetzung ist nicht nur mit Brad Pitt hervorragend gewählt. Die legendären Charaktere werden sehr leidenschaftlich und glaubwürdig dargestellt. Das Spielgeschehen ist temporeich, verliert sich nicht im "Schlachtengemetzel" oder einer "Liebesromanze", ist genial ausbalanciert. Die dramaturgischen und unterhaltsamen Elemente sind vortrefflich gesetzt und garantieren mitreissende Unterhaltung bis zum Schluss. Ein Meilenstein dieses Genres. Sehr empfehlenswert.
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am 14. September 2007
Wenn Regisseur Wolfgang Petersen die Götter vom Olymp stößt und selbst das Schicksal von Troja besiegelt, dann erweckt er die klassischen Sandalenfilme zu neuem Leben und zollt ihnen seinen Respekt. Wie in den glanzvollen Monumentalfilmzeiten von Elizabeth Taylor (CLEOPATRA) oder Charlton Heston (BEN HUR) steckt Wolfgang Petersen die größten Stars von Hollywood in historisch Kostüme, stampft gigantische Filmkulissen aus dem Boden und läßt Hobbyphilologenträume wahr werden. Schon bevor die erste Klappe zu TROJA fiel, erklärte Petersen in einem Interview, dass er die alte Sage im Stile eines LAWRENCE VON ARABIEN verfilmen wolle. Seine Verfilmung des trojanischen Krieges ist eine Verbeugung vor den alten Filmklassikern geworden. Das dabei Leinwandlegenden wie Peter O'Toole (LARWENCE VON ARABIEN) und Julie Christie (DOKTOR SCHIWAGO) den jungen Helden mit elterlichem Rat zur Seit stehen ist kein Zufall, sondern Petersens persönliche Huldigung des großen Hollywoodkinos.
Doch das gewaltige Unterfangen des gebürtigen Emdeners ist ein zweischneidiges Schwert, denn im gleichen Maße wie TROJA die alten Klassiker betätigt, so sehr bedient er sich auch ihrer Dramaturgie und Schwere. Dies wirkt in Zeiten von Manga und MTV, auf viele Zuschauer befremdlich und gewöhnungsbedürftig. Bleibt die Frage, für wenn Petersen den Film eigentlich gemacht hat?

Altphilologen werden vermutlich fassungslos im Kinosessel sitzen, wenn der gehörnte Menelaos (Brendan Gleeson) in der ersten Hälfte des Films von Troja-Prinz Hektor (Eric Bana) erstochen wird. Dass Drehbuchautor David Benioff und Petersen die klassische Vorlage frei verändert und vielen Charakteren ein ganz neues Schicksal zugedacht haben, bietet alteingesessenen Troja-Veteranen natürlich eine willkommene Angriffsfläche. Dabei tun es Benioff und Petersen damit nicht nur den alten Filmklassikern gleich, sondern stehen sogar in allerbester Tradition mit Homer, Vergil, Herodot und Ovid, denn die Idee, dass eine kulturelle Schöpfung nicht abgeleitet werden darf ist noch relativ jung. Tatsächlich war die Ilias, die wir heute kennen, einem ständigen Wandlungsprozeß unterworfen und kann in keinster Weise als wahr oder gar historisch betrachtet werden.
Und die Drehbuch-Umsetzung von Benioff sucht ihresgleichen. Es gelingt dem jungen New Yorker Nachwuchsautor doch tatsächlich, die komplizierten Zusammenhänge der Geschichte mit gezielten Szenen und Dialogen gekonnt auf den Punkt zu bringen. Dabei reduziert Benioff die Charaktere nicht auf Gut-Böse-Klischees, sondern formt die Halbgötter zu Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen.

Allen voran brilliert Eric Bana als trojanischer Prinz Hektor in der tragischen Menschenrolle. Der heldenhafte Aspekt kommt in diesem Fall nicht durch Kampfeskunst, sondern durch seine Position als liebender Ehemann, Bruder und Sohn zum Ausdruck. Ihm entgegengesetzt dominiert Brad Pitt als Achilles die Leinwand, der förmlich mit seinem Panzer verschmolzen zu sein scheint. Man möchte fast glauben der Göttersohn selbst sei aus Hades' Unterwelt zurückgekehrt. Dass diese beiden Mimen in ihrem Spiel von der halben britischen Schauspielelite (Brendan Gleeson, Brian Cox, James Cosmo, usw...) unterstützt werden, kommt dem Film einmal mehr zu Gute. Besonders Sean Bean schreit als weiser Odysseus geradezu nach seiner eigenen Homer-Verfilmung (ob dies ohne Magie und Götter überhaupt möglich ist, soll an dieser Stelle unbeantwortet bleiben).

Einzig Diane Krüger erweist sich in der Rolle der schönen Helena als komplette Fehlbesetzung. Ihre Szenen wirken oft unbeholfen und ihre Helena erinnert zu oft an die Aufnahmeprüfung für die Schauspielschule: engagiert, aber plump. Dass sie damit Nachwuchsstar Orlando Bloom als Paris ebenfalls blaß aussehen läßt, war sicherlich keine Absicht, hätte Wolfgang Petersen aber ab dem ersten Drehtag auffallen müssen! Denn kaum tritt Paris allein auf den Plan, zeigt Bloom, dass mehr in ihm steckt als nur ein Stichwortgeber für die schönste Frau von Griechenland.

Beeindruckende Computereffekte und tolle Schlachtenchoreographien fesseln die Zuschauer an den Kinositz. In Zusammenarbeit mit Kameramann Roger Pratt (12 MONKEYS) verleiht der Regisseur dem antiken Griechenland eine archaische Atmosphäre. Zum Glück treten weder moderne ERSTE RITTER, noch ein durchgestylter GLADIATOR auf. So wirkt das antiquierte, europäische Moment paradoxerweise erfrischend. Dies gipfelt im atemberaubenden Zweikampf von Achilles und Hektor, der ganz ohne Schnickschnack wie eine bombastische Musik auskommt, und einfach nur durch die Choreographie zu beeindrucken weiß.

Der DIRECTOR'S CUT umgeht geschickt das größte dramaturgische Manko der Kinofassung. Petersen nimmt sich im DIRECTOR'S CUT mehr Zeit Charaktere und Szenen sich entwickeln zu lassen.

Wenn Odysseus im Epilog erzählt, dass er an der Seite von Giganten gewandelt ist, dann hat man das Gefühl ihn dabei ein Stück begleitet zu haben. Aber letztendlich ist TROJA wie seine Helden: sehr eindrucksvoll und fast perfekt.
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am 21. September 2007
Gespannt und auch etwas skeptisch habe ich auf den Director's Cut von Troja gewartet.
Die erste Fassung, die ich im Kino gesehen habe, war durchaus sehenswert -aber dennoch ging alles etwas zu schnell über die Bühne. Eingeprägt haben sich zwar die prächtigen Schauplätze und beeindruckenden Kampfszenen - aber nach dem Film blieb irgendwie der Nachgeschmack daß man doch etwas mehr daraus hätte machen können.

Jetzt ist der Director's Cut endlich da - und für mich hat Wolfgang Petersen alles richtig gemacht. Schade daß diese Fassung nicht schon damals in den Kinos gelandet ist. Der Director's Cut gibt dem Zuschauer Zeit, mehr über die Hauptdarsteller zu erfahren. Es sind neue Szenen und viele neue Schnitte eingebaut worden, die dem Film ein ausführlicheres Bild geben. Außerdem setzt man auf eine andere, tiefgründigere erzählweise die dem Film wirklich sehr gut tut. An der akkustischen Untermalung wurde noch einmal gefeilt. Zugegeben, man kann sich darüber streiten - die neuen Musikstücke machen sich (auch wenn mehrmals verwendet) recht gut und geben dem Film an den richtigen Stellen eine andere, wie ich finde bessere Wirkung.

Alles in allem lässt der Director's Cut "Troja" in einem neuen Licht erscheinen. Für jemanden, der mit dem Genre nicht viel anfangen kann, wird das natürlich nicht viel ändern. Ich für meinen Teil bin jedenfalls glücklich damit und kann meine Kritik, die ich an der Urversion hatte, nun nicht mehr anbringen.
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am 19. August 2016
daher war es auch ein Must-Have für mich auch die Szenen zusehen die in der anderen Version nicht zusehen sind.
Es ist schon wie als wären es 2 unterschiedliche Filme. Man sollte beide haben oder sehen.
Im Directors Cut erkennt man Hintergründe der Handlungen und kann sie besser nachvollziehen..
Kundenservice der Firma und Amazon war klasse. Danke dafür
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Um es kurz zu machen: Wolfgang Petersens 2004er Epos sah nie zuvor besser aus, die Farben sind kräftig, die dunklen Szenen sind gut ausgeleuchtet, die Kompression (VC-1) arbeitet erstklassig, der Ton liegt in unkomprimiertem DD+ 5.1 vor und ist ausgezeichnet.

Wo ist der Haken? Vergleicht man die HD-Version des Blockbusters etwa mit King Kong, Batman Begins oder Corpse Bride, fällt auf, dass die Bildschärfe nicht ganz mithalten kann. Damit man mich nicht falsch versteht: Der Film sieht auf HD-DVD absolut exzellent aus, nur leider fehlt noch das gewisse Etwas, um wirklich sagen zu können: Hier liegt ein perfektes, tiefenscharfes HD-Bild vor. Eben das, was solche Filme wie King Kong so atemberaubend anzusehen macht.

Mit "Troja" verhält es sich ungefähr so wie mit der HD-Veröffentlichung des neun Jahre älteren "Apollo 13": der Film erstrahlt in neuem Glanz, direkter Transfer vom Bildmaster, aber doch fehlt der Kick für HD. Die beiden Filme werden nie besser mehr aussehen, aber können mit der Konkurrenz nicht ganz mithalten, was im Falle von "Apollo 13" aufgrund des Alters trotzdem für fünf Sterne reichen würde, geht bei einem digital überspielten Transfer wie "Troja" mit gerade mal vier Sternen daher, vor allem weil alle Extras der HD-DVD nur in Standardauflösung vorliegen.

HD-Bild: 7.5/10 Ton 9/10 Extras 6/10
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am 5. April 2013
In meinen Augen ist Troja ein guter Film, welcher auf BluRay ein noch besseres Erlebnis bietet!

Die Qualität von Bild & Ton hat mich überzeugt und daher kann ich diese BluRay mit ruhigem Gewissen empfehlen.
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