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am 1. September 2012
Zu den Stücken :
Die Stücke sind recht geradlinig gehalten,ohne grossartige Höhepunkte oder Ohrwürmer.man kann die CD schön zum Putzen,Bügeln daheim,im Fahrstuhl oder im Kaufhaus hören.Sind jetzt keine großartigen Gassenhauer,wie in den üblichen DCD CD's. Nach dem Konzert 2005, wo es ja auch einige neue Stücke wie "Desert Song oder "Dream made flesh" zu hören gab,welche wirklich schön waren; dachte ich,auf dem neuen Anastasis Album würde ich mehr in diesem Stil hören.Doch dem war nicht so.Nicht dass das neue Album schlecht wäre, der Dead Can Dance Spirit ist unverkennbar vorhanden, aber es klingt doch sehr unspektakulär im Gegensatz zu früheren Werken.Der Sound ist super abgemischt und könnte Hans Zimmer Produktionen Konkurenz machen,wenn auch der Reverb für meinen Geschmack etwas zu übertrieben klingt.Man ist Lisa Gerrards extrem fette,tiefe und sauteure Lexicon Hallplatten mit dezentem Pre-Delay ja gewohnt, aber dass die jetzt auch die gesamte Instrumentierung so stark mit Reverb anreichern,klingt etwas zu overdosed.Ich versteh ja,dass man eine fette Soundwand kreieren will und die ganzen Spuren mit dem Hall etwas zusammen vermischen will,aber das hätte man besser machen können.Ansonsten bekommt man natürlich nur high quality Samples und eine super Soundqualität geliefert.

Zum USB Stick :
Ich habe mir die Limited Edition vorallem wegen den 24 bit Files gekauft.Zur Information: Im Tonstudio wird standardgemäß alles in 24 bit am Rechner aufgenommen.Da die meisten Abspielgeräte, CD-Player aber nur 16 bit wiedergeben können,wird im Studio nach dem Mastern alles wieder von 24 bit auf 16 bit runtergerechnet.Also man bekommt auf CD immer nur die Hälfte der Klanqualität, wie sie ursprünglich im Studio aufgenommen wurde.Daher war es für mich sehr interessant,DCD in voller 24 bit Auflösung zu genießen.Wenn man zu den Leuten gehört,die eine komprimierte MP3 Datei von einer unkomprimierten WAV Datei klanglich unterscheiden können,wird man mit dem mitgeliefertem USB Stick der 24 bit Files seine helle Freuden haben.Für's Auto ist natürlich auch die herkömmliche Audio CD dabei.

Zum signiertem Kunstdruck :
Es handelt sich um eine Pappkarte in der Größe des Hardcover Books mit dem Sonnenblumenfeld-Thema.Die Signatur beider Künstler Lisa Gerrard und Brendan Perry ist tatsächlich handgeschrieben und nicht nur gedruckt.Wahrscheinlich wurden die beiden mit der Zeit etwas unmotiviert beim unterschreiben hunderter solcher Karten,so dass es leider bei meiner Version bei Brendan lediglich noch für ein "B" gereicht hat. Lisa hat in ihrem typischem Krickelkrakel unterschrieben, welches eh bei jeder Signatur von ihr starke Abweichungen aufweist.

Zum Hardcover Book :
Es ist wirklich ein stabiles festes und schönes Buch,welches alle Inhalte,wie CD,USB Karte und Songbook kompakt und sicher unterbringt.Lediglich der signierte Kunstdruck kommt einem beim Öffnen entgegen geflogen.

Ich als Dead Can Dance Fan freue mich sehr über die limited Edition und bereue den Kauf nicht.Auch wenn keines der Stücke einen WOW-Effekt hat,der einen umhaut bin ich doch mit dem Gesamtwerk zufrieden.Der alte Zauber von DCD ist noch da.Lyrik und Musik laden wieder ein zum Innehalten und erinnern einen wieder an seine Spiritualität,welche alle irdischen Probleme und Konflikte für einen Moment lang nichtig erscheinen lassen.Das macht DCD aus und dieser Spirit ist unverkennbar vorhanden.Die klangliche Entwicklung in ihrer Musik ist dem Zeitgeist etwas angepasster und man kann sich über den neuen Sound sicherlich streiten,aber schlecht ist er keineswegs.Die Abmische ist halt ein anderer Stil,jedoch nicht die Musik; die ist 100 % Dead Can Dance.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. August 2012
16 Jahre haben Dead Can Dance ihre Fans auf ein neues Studioalbum warten lassen. Eigentlich hatte ich schon nicht mehr an ein neues Album geglaubt. Aber nach „Spiritchaser“ gibt es nun „Anastasis“ und die Freude ist groß.
DCD waren dafür bekannt, sich immer wieder ein wenig neu zu erfinden. Und immer wieder auch die Folklore verschiedener Völker mit einzubinden. Ihre Percussion waren Extraklasse und zu Lisa Gerrards Stimme muss man nichts sagen. Brendan Perry und Lisa Gerrard hatten sich immer sehr gut ergänzt. Aber nun zu ihrem neuesten Machwerk.
Mir ist klar, dass nicht jeder meiner Meinung sein wird. Aber ich hatte doch etwas anderes von den beiden Australiern erwartet. Der ganz große Rums fehlt mir hier auf „Anastasis“. Es ist ein schönes Album und ich höre es wirklich sehr gerne, ohne Zweifel. Aber der Biss scheint raus zu sein. Es klingt wie Perrys letztes Soloalbum „Ark“ und ein wenig nach der Zeit von „Into the labyrinth/ Toward the within“. Aber eben ohne das gewisse Etwas. Es ist alles sehr ruhig und getragen.
Wie gewohnt teilen Gerrard und Perry sich die Gesangseinlagen. Nur bei „Return oft he She-King“ bilden sie ihre typische Art von Duett. Es erinnert ein wenig an „Rakim“, nur plätschert dieser Song dahin. Gut, auch die beiden sind älter geworden und ruhiger. Aber ihre Percussion, von denen ihre Songs oftmals lebten, sind im Hintergrund noch zu hören. Aber sie wurden wohl gedrosselt. Wie gesagt, dieses Album ist sehr schön, und man kann das Rad nicht immer neu erfinden. Aber DCD können mehr, das haben sie doch immer wieder bewiesen, auch auf ihren Solopfaden. Lisa Gerrards Stimme weiß immer noch zu verzaubern und ergänzt sich sehr gut mit der von Perry. Und auch das Instrumentarium ist wieder einmal ausgesucht und vieles erkennt man wieder. Und auch, dass wieder einmal Brendan Perry gesangstechnisch das letzte Wort hat. „All in good time“ ist ein sehr schöner Abschluss für dieses Album. Er kann es einfach, die ruhigen Songs vorzutragen.
Bin ich nur mit den falschen Ansprüchen an dieses Album gegangen? Vielleicht. Aber meine erste Reaktion nach dem ersten Durchlauf war, sie haben sich nicht neu erfunden und sind auf Nummer Sicher gegangen. Ihre Fans werden es ihnen danken. Aber Kritik sollte auch zugelassen werden. „Anastasis“ ist nach „Spritchaser“ eine Rolle rückwärts. Ihre Fangemeinde war 1996 nicht schlecht erstaunt über das afrikanisch angehauchte Album. 2012 klingen sie wie Dead Can Dance. Nur vier Punkte zu vergeben fällt mir ehrlich sehr schwer. Aber volle Punktzahl geht nicht. Ich weiß, dass die beiden mehr können. Und ihre Tourtickets verkaufen sich bekanntermaßen auch sehr gut ohne ein dazugehöriges Album. Seien wir auf die Konzerte gespannt und ob sie nun noch das eine oder andere Werk hinterher schieben werden.
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am 10. August 2012
Es ist komisch. Irgendwie fehlt mir der zeitliche Bezug, Es kommt mir nicht vor, als wenn 16 Jahre vergangen sind seit der letzten Veröffentlichung von DCD. Es auf die Zeitlosigkeit dieser Musik zu schieben, ist vielleicht zu einfach. DCD waren einfach immer da, haben mich von der Pubertät bis ins jetzt mittlere Erwachsenalter begleitet. Wie ein guter alter Bekannter, zu dem man sich immer wieder zurückziehen kann, der aber nie uninteressant wurde und der vor allen Dingen immer und immer neu zu entdecken war.

DCD sind also wieder da und 'Anastasia' klingt mit seiner Mischung aus Weltmusik, Ambiente und mittelalterlicher Musik - natürlich mit einem leicht gothischen Einschlag ;-) - auf Anhieb wieder vertraut. Gleich im Opener CHILDREN OF THE SUN singt Perry 'We are ancient', während im Hintergrund die Streicher nach und nach anschwellen. Bass und Schlagzeug kommen langsam dazu, im Mittelteil einer wunderschöne Trompete bevor in einer fernöstliche Sektion geht. Wie gesagt, man fühlt sich sofort wieder vertraut. Auch der zweite Song, ANABASIS, vorgetragen von Gerrard ist unverkennbar DCD. Gerrards Soloalben waren spannend, Gerrard's und Perry's musikalischen Visionen sind mehr als die berühmte Summe der Einzelteile. Gesanglich wechseln sich beide ab, nur einmal in RETURN OF THE KING kreuzen sich ihre Stimmen. Auf unvergleichliche Art und Weise. Perry klingt unglaublich soulig, er hält jede Note mit präziser Genauigkeit. Gerrard's Stimme umwebt in regelrecht, nicht greifbar wie ein Schleier. Einer der Höhepunkte des Albums. Auch die fernöstlichen Ausflüge sind wie gehabt, AGAPE und AMNESIA sind schöne Beispiele. Sie wirken nie wie eine verwelkte Remiszenz an vergangene Tage sondern schaffen wunderschöne Soundlandschaften. Alles ist wie gehabt, was positiv gemeint ist. Weitere Highlights und Anspieltipps: Das tanzbare, wenn auch langsame OPIUM und der schmachtende letzte Song des Albums ALL IN GOOD TIME.

Auch wenn DCD schon immer ihre eigene Referenz waren und sie sich wenig an andere Musikrichtungen orientiert haben, hat sich doch ein wenig etwas geändert. Die teils hypnotischen Rhythmen werden etwas heruntergedrosselt. Die Percussions haben zum Teil nicht mehr einen zentralen treibenden Part, sondern sind eher unterstützend und bleiben teilweise im Hintergrund. Außerdem hat sich, ganz subjektiv zumindest in meinen Ohren, ein wenig etwas an der Stimmung geändert. Das Klaustrophobische ist weniger geworden. Das kann aber auch am Hörer liegen, nicht an der Musik ;-).

Alles in allem, neues gibt es nicht, vertrautes viel. DCD sind zurück und sie sind noch dieselben, unangetastet von der langen Zeit, ihrem Alter, oder Innovationen der letzten zwei Jahrzehnte. Ob das nur eine Randnote im musikalischen Umfeld von heute oder einfach nur großartig ist, hängt sehr davon ab, wie der geneigte Hörer damals und in der Zwischenzeit zum DCD Oevre stand.
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am 10. August 2012
Vorab soviel: Anastasis ist ein gutes Album, alle die befürchteten, daß hier etwas völlig anderes oder gar schräges entstanden wäre, können beruhigt werden. Vierzehn Jahre sind seit dem letzten gemeinsamen Studioprojekt von Lisa Gerrard und Brendan Perry vergangen und alles klingt fast genauso wie früher. Fast, aber bei genauerem Hinhören tun sich schon diverse Unterschiede auf. Dazu später mehr, fest steht: wer DCD seit Beginn ihrer frühen Alben verfolgen durfte, wird auch bei diesem Album voll bedient und nicht enttäuscht werden. Die Kehrseite: so richtig viel Neues hat sich nicht getan, wer revolutionäre Entwicklungssprüngwe erwartet, muß warten, es wird an Bewährtem bezüglich Sound/Melodie/Songstruktur festgehalten.

Insgesamt wird auch bei diesem Album die bewährte Arbeitsteilung zwischen Gerrard und Perry beibehalten, jedem der beiden werden exakt vier Tracks für ihre Ausnahmmestimmen zugeteilt, lediglich bei einem (aber immerhin!) Track "Return of the She-King" kommt zuletzt Perrys Stimme hinzu und mündet sogar in einem Duett der beiden (hat Seltenheitswert). So unterscheiden sich auch die musikalischen Charaktere der jeweiligen Tracks der beiden: Gerrards Anteil bewährt v.a. in der orientalischen Harmonie verhaftet, während Perrys Songs weltlicher, mehr Songwriter-Attitüde haben und letztlich auch den textlichen Inhalt liefern. Perrys Songanteil erinnert stark an sein letztes Soloalbum "ARK", sozial- und kulturkritische Texte, hymnische Melodien, ausgefeiltes Songwriting (wobei mir "ARK" vom Ideenreichtum der verwendeten Melodien und Soundcollagen besser gefallen hat, Perry hat hier sein Herzblut der zurückliegenden 10 Jahre vergossen...).

Der Opener Track Nr.1 erscheint mir entgegen anderen Rezensenten als der schwächste vom gesamten Album: etwas zu gefällige Melodieführung, zu breiter und dichter (synthetischer), eher schon schmalziger Geigenteppich, gewöhnliche Drums und salvenartige Bläserattacken, fast schon wie ein James Bond-Soundtrack. Track 2 und 3 sind Gerrard zugeteilt, könnten so auch vor 20 Jahren erschienen sein, typischer orientalischer Einschlag, mein Favorit Track Nr. 2, ruhiger als Nr. 3, hypnotisch, so richtig zum träumen und dahinschweben...Nr.3 mit einem zappeligen, fast discoiden TripHop-Rhythmus, paßt an sich nicht so ganz zur bisherigen DCD-Rhythmussprache. Track Nr.4 ist ein typischer Perry-Song, ruhig, entspannt, perfekt durcharrangiert, so kennen wir ihn, zwischendurch seine originellen (aber immer passenden) Soundfitzeleien. Track Nr.5 ist wiederum Gerrard-Terrain, orientalischer Touch, insgesamt wie bei allen Beiträgen auf diesem Album erscheint ihre Stimme gegenüber den früheren Alben ruhiger, dunkler, die früher manchmal etwas schrill rüberkommenden Einsätze fehlen. Nr. 6 ist wiederum ein gefällig bewährter Perry-Song, nichts neues was die Melodiestruktur, die Soundarchitektur und den textlichen Inhalt betrifft. Track Nr. 7 ist dagegen wieder ein Highlight, entgegen den meisten anderen Beiträgen von Gerrard hier ein keltischer Einschlag, kompositorisch kein Geniestreich, aber die Stimme machts halt...am Ende taucht dann plötzlich Perrys Stimme auf und das Ganze mündet in einem Duett, hat schon was. Der "Rausschmeisser", also Track Nr. 8, ist extrem ruhig gehalten und wird fast ausschließlich von Perrys-Stimme getragen, gefällige (synthetische...)Soundcollagen unterstützen die geniale Stimme, ideal zum Davonschweben, bitte verlassen Sie bald das Lokal....

Wo sind die Unterschiede zu den früheren Alben? Eins ist schon komisch: viele Gruppen in diesem Bereich benutzen die Elektronik ersteinmal aus Kostengründen, weil sie sich teure Mitmusiker mit akustischen Instrumenten nicht leisten konnten. Ging auch DCD so, nach den ersten paar Alben waren sie dann froh, viele Soundanteile durch realistische Klänge ersetzen zu können (Höhepunkt das Album von 1987: Within the realm of a dying sun). Nach der Trennung von Perry/Gerrard entwickelte sich Perry scheinbar etwas zum Eigenbrötler und entwickelte/spielte ein/produzierte/mischte ab seine Soloprojekte alle im Alleingang. So erscheint mir auch dieses Album: extensiver Gebrauch von Samples/Programming/synthetischen Presets und Drummings (O-Ton Perry: industrielle Soundlandschaften) und bewußtes Minimieren von authentischen Original-Akustiksounds. Warum nur diese Entwicklung? Auf dem Booklet finden sich keine hilfreichen Angaben diesbezüglich bzw. zum Equipment, nur soviel daß auch dieses Album musikalisch (und wohl auch konzeptionell) so wie das letzte Solo-Album in Perrys Hexenküche (sprich: Heimstudio in Irland) entstanden ist. Gerrards Vokalzugaben wirken ein bißchen wie eingeflogene Add-Ons als Zutat. Nur eine Vermutung....
Ein weiterer Unterschied zu den früheren Werken ist der etwas reduziertere Anteil der perkussiven Elemente. Gerade die (früher meistens originalen) Percussions zeichneten in ihrer hypnotischen Dominanz neben den beiden Ausnahme-Stimmen ein wesentliches Erkennungsmerkmal von DCD aus.

Zusammengefaßt wieder ein tolles Album von DCD, aber nach der langen Zeit leider auch kein wirklicher Geniestreich. Etwas mehr Ideenreichtum an Sounds und Melodie hätte dem Re-Union-Projekt durchaus gut zu Gesichte gestanden. Aber ich will nicht meckern, wie oft werden SOLCHE Alben heutzutage veröffentlicht???? Von mir insgesamt die Note 4,5, also aufgerundet 5 Sterne! (Aber im inoffiziellen DCD-Ranking 3 Sterne ;-).....) macht was draus!

Nachtrag Juni 2013: es wurden mittlerweile mannigfache Rezensionen zur aktuellen Platte veröffentlicht, mittlerweile auch viele sehr negative, welche v.a. die Soundqualität bemängeln. Nun, ich habe bereits in diversen Kommentaren auf diese Rezis geantwortet, mittlerweile nerven sie einfach nur noch! Ein paar handverlesene HighEnd-Fuzzies bewerten ein gutes Album mit Höhen und Tiefen in die Tonne mit zum Teil nur einen Stern weil sie mit ihrem HighEnd-Tech-Equipment irgendwo ein paar Clips gefunden haben und dann von einem Loudness War faseln. Leute, nochmal zum mitschreiben: wir bewerten hier v.a. die Musik, die kompositorische Leistung und somit den künstlerischen Output! Alle anderen die mit ihren Meßinstrumenten vor ihrer Highend-Anlage sitzen und beckmesserisch penibel jeden Clip monieren und sofort mit maximalem Punktabzug strafen sind hier fehl am Platz! Diese sog. Rezensenten würden wohl einem einfachen Funktionsgenerator an ihre Anlage gedrahtet volle Punktzahl zugestehen.....
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am 1. Dezember 2012
Ein neues DCD Album ist eigentlich immer ein musikalisches Highlight. Für dieses hier, haben sich DCD besonders lange Zeit gelassen - es ist ja seit dem letzten Album ja auch eine ganze Menge passiert. Und genau so muß man das Album auch verstehen: Es ist in der Zwischenzeit eine ganze Menge passiert! Wer also ein früheres Werk als Vergleich heranzieht, wird vielleicht nicht gerade enttäuscht sein, aber einen großen Unterschied feststellen. Leider erreicht Anastasis nicht mehr die Eleganz und Ausstrahlungskraft vergangner Alben, obwohl man sich redlich Mühe gegeben hat. Das Zusammenspiel zwischen Perry und Gerard ist seit ihrer Trennung als Paar nicht mehr das Selbe - so jedenfalls mein subjektiver Eindruck. Als audiophiler Hörer finde ich die Produktion auch etwas zu fett und überproduziert. DCD wirken wie etwas zu dick und träge. Wenn ich an mir runter schaue, kommt mir das aber verdächtig bekannt vor :-)
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am 6. September 2012
Gleich mal vorweg, ich bin seit über 20 Jahren DCD-Fan, hab alle ihre Platten (bis auf diese, jetzt 3x durchgespielte), hab sogar jahrelang fast nix anderes gehört, und auch heute noch zählen ihre Klassiker zu meinen echten Favoriten. Warum das so ist, wurde von anderen Fans schon oft genug gesagt. Es gibt auf der ganzen Welt keine andere Band, die bei mir diese Stimmung erzeugen kann, allenfalls die Solowerke von Brendan und Lisa selbst kommen da hin.

Womit ich auch schon beim Punkt bin, warum ich dieses mittelmäßige, synthetische, unterkühlte Produkt eigentlich nicht brauche. Die beiden haben sich wohl eher aus kommerziellen denn künstlerischen Gründen entschlossen, eine neue Platte zu machen. Denn speziell Brendans Solowerke gefallen mir bei weitem besser als Anastasis, diese zwingende Qualität fehlt dem neuen Album fast völlig. Und ich begreife nicht, warum eine Band, die live mit fast einem Dutzend Leute auf der Bühne steht und auf der ganzen Welt Kult ist, im Studio dann so vieles aus dem Rechner kommen lässt. Mit einer schön analogen Produktion wären vielleicht 4 Sterne drin gewesen. Ich bin von dieser Platte jedenfalls ziemlich enttäuscht, und bin froh, daß man sich dieses Werk auf DCD streamen kann, bevor man es kauft. Sonst wären es vielleicht nur 2 Sterne geworden.

Auch musikalisch wird nichts überraschendes geboten, eher schon Varianten bereits bekannter Stücke, ohne besonderen Wiedererkennungswert. Echte neue Klassiker hab ich auf Anastasis jedenfalls noch nicht entdeckt, kommt aber hoffentlich noch. Da ich auf eine bessere Live-Interpretation hoffe, werde ich mir dieses Teil noch ein paar mal anhören, falls sich dann meine Meinung ändert, gibts hier einen Nachtrag.

++update++

Überragend, Traumhaft, noch nie gesehen, stärker als stark, soundtechnisch überragend, es war ein totales Erlebnis, DCD in München zu erleben. Akustisch so überzeugend, das man in den bequemen Sesseln der Philharmonie alles andere vergessen kann, Setlist perfekt, die Schwächen des Albums überholt da die Liveband immer noch stärker agiert als die immer wachsende Keyboardfront, welche ebenso meisterlich dem Volk den Schall gibt. DCD haben die Schwächen der neuen Platte auf der Bühne vergessen, obwohl sie angeblich das ganze Ding gespielt haben. Es ist egal, ich habe nicht mal Klassiker wie Saltarello vermisst. Lisa war besser bei Stimme als je, die Musiker waren alle spitzenmässig besetzt, trotzdem ein oder zwei Musiker weniger da waren, war es besser als alles zuvor, auch von DCD. Lisa und Brendan haben wohl die Essenz endlich im Griff, alles was sie singen klingt seitdem, als ob es immer nur um Lisa und Brendan ging. Gibts da mal ne Liveaufnahme ?
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am 17. Februar 2015
Dieses Album fügt sich, wenn auch reichlich spät, nahtlos in das Œuvre dieser großartigen Band ein. Die Synthesizerlastigkeit, die Manche bemängeln hält sich völlig in Grenzen und sticht keineswegs unangemessen heraus. Ich hatte außerdem das Privileg ein Konzert der dazugehörigen Tour zu sehen und die vielen aussergewöhnlichen Instrumente die Brendan Perry und Lisa Gerrard dabei live und meisterhaft bearbeiteten war derart präsent und vordergründig, dass die Synthesizeraktionen allenfalls im Hintergrund rangierten.
Ein sehr hermetisches und sonores Album, das wiederum annähernd durchegehend, zwischen Stücken in Lisa Gerrards engelshafter Kunstsprache und Brendan Perrys hochanspruchsvollen Texten und behauptender, fast anklagender Stimmlage!
Bereits der Opener "Children of the Sun" stimmt in über 7 min. auf die folgenden Preciosen ein.
Für mich durchweg ein würdiger Nachfolger der vorangegangenen Werke, zumal in Erinnerung an die gewaltige Liveperformance!
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am 18. Januar 2013
Ich habe alle Alben von DCD, Lisa Gerrard und Brendan Perry. Daher nehme ich einmal für mich in Anspruch, mich etwas mit der Materie auszukennen. Nachdem ich alles Rezensionen gelesen habe möchte ich noch meine audiophilen Neigungen beichten, ohne mit meinen Komponenten namentlich zu prahlen. Es ist schon onteressant, wo eine Diskussion über eine neue DCD CD so hinführen kann. Aber durch die vergangenen oft gut produzierten Alben scheint DCD bei den Audiophilen wohl ganz beliebt zu sein. Auch in meinem Lieblings-HiFi Studio darf man getrost DCD als Referenz zum Testen mitbringen.

Aufnahmetechnisch gebe ich zu, dass Anastasis nicht die Klangqualität mancher Vorgänger hat. Ich findes es schade, dass die echten Musiker kaum noch da sind. Aber dieser Trend hatte sich ja schon bei der Bei Into the Labyrinth angedeutet hatte. Auch die Percussions waren früher präsenter. An die vielen Lieder mit "normalem" Schlagzeug auf einer CD musste ich mich erst gewöhnen. Und der etwas "weichgespühlte" Sound lässt jetzt gerade diese CD nicht gerade einen Favoriten für ein im Stereodreieck sitzen und genießen sein bei mir.

Und trotzdem gebe ich 5 Sterne! Warum.

Die Auferstehung dieser Ausnahmeband nach so langer Zeit hat mich wieder in alten Zeiten schwelgen lassen. Die Songs haben trotz oben genannter schwächen imer noch so viel Potential in sich, dass Sie verglichen, mit vielem anderen, was musikalisch auf den Markt geworfen wird, immer noch deutlich herausragen.
Die negativen Rezensienten hier vergleichen Gold mit Platin und jammern deswegen auf hohem Niveau (die audiophilen Exhibitionisten mögen noch andere Probleme haben). Aber hier sollten wir doch das Bezugssystem berücksichtigen und das Gold würdigen gegenüber dem anderen Schrott den es noch so gibt.

Danke Lisa und Brendan für dieses neue Album und mit etwas Glück folgt ja noch mehr und Brendan nimmt sich der Kritik an, die er für seine Arbeit trotz allem bekommen hat.
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am 5. Oktober 2014
Dieses Album ist ein Juwel. Nach all den Jahren Chill-Out und Crossover hätte ich nie geglaubt, dass es jemand schaffen würde, in diesem Genre nochmals einen Meilenstein zu setzen. Dead Can Dance haben dies mit "Anastasis" jedoch geschafft. Wer empfänglich ist für die morgenländische, arabeske Ornamentik, entfaltet auf schwerem abendländischen, weihrauchgeschwängerten Klangteppichen, der wird dieses Album lieben wie einen süßen, unvergesslichen Rausch, den er vor Jahrhunderten erlebt hat und zu dem er sich immer wieder zurück sehnt.
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am 17. Oktober 2014
Bevor ich dieses Album empfohlen bekommen habe, kannte ich DCD überhaupt gar nicht, aber ein Freund meinte, es könnte mir gefallen. Ich muss sagen, als ich dieses Album das erste Mal angehört habe, hat es mich direkt umgehauen. Wunderschöne Songs, klasse Stimmen und schöner Sound.

Habe mittlerweile auch andere Alben von DCD für mich entdeckt.
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