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Kundenrezensionen

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Selten habe ich eine derart inspirierende Platte gehört.
Sicherlich ist das hier nicht "schön" oder "grade". Aber wer das will, soll zu den verdammten Baseballs gehen oder so'n Quatsch. Das hier ist Drogengeschwängerter Apokalyptischer Drone-rock mit Punkattitüde und Bob Dylan-gesang, das hier ist einfach nur TVU mit Nico. Im Grunde wurde über diese legendäre PLatte schon alles gesagt, doch ich möchte noch einmal unterstreichen das diese CD weder:
1. Einfallslos noch
2. reiner Krach ist.

Besonders Songs wie "Venus in Furs" und "I'll be your Mirror", sind einfach wundervolle schräge und brutal ehrliche Popsongs die wesentlich mehr reinhauen als alles was ich sonst so kenne.
Das hier ist keine Hausfrauen-bügel-musik und auch nix für den netten Nachbarn. Das hier ist ein pulsierendes aufregendes und inspirierendes Zeitdokument eines aufgekratzten Künstlerhaufens.
Wer das nicht verstehen will, sollte einfach einen großen Bogen um diese CD machen.
Allen anderen rate ich dringend zum Kauf, denn diese Platte hinterlässt wirklich Spuren! Diese CD kann bei richtigem Verständnis direkt Lebensverändernd wirken. Und dazu braucht man nicht einmal Heroin.

Drückts euch rein!
55 Kommentare| 21 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 25. Dezember 1999
Vielleicht eines der besten Debütalben aller Zeiten: Lou Reed (Gesang, Gitarre), John Cale (Viola, Bass, Piano), Sterling Morrison (Gitarre, Bass) und Maureen "Moe" Tucker (Schlagzeug) plus Nico ("Chanteuse") streuten mit diesem Werk im Jahre 1967 unter der Leitung ihres Managers Andy Warhol die Blumen des Bösen in der Popmusik aus: Düstere, aber meist durchaus melodiöse Songs über Drogen ("Heroin"), das exessive New Yorker Nachtleben ("Sunday Morning", "All Tomorrow's Parties"), S/M-Praktiken ("Venus in Furs") oder "Factory"-Mitglied Delmore Schwartz (European Son") waren bis dahin unerhört in puncto Soundradikaltät und Heftigkeit. Die "Velvets" erfüllten auf ihrem ersten Album Warhols Vorstellungen einer "bösen Popband". Es enthält die meisten Klassiker der Band und wird in seiner Radikalität nur vom Nachfolgewerk "White Light/White Heat" übertroffen. Es ist zweifelos das beste und wichtigste der insgesamt vier genialen Studioalben der Band.
0Kommentar| 33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Dieses Album der 'Velvet Underground & Nico' ist ein Meilenstein der Rockgeschichte ... und auch das Bananen-Cover von Andy Warhol ist legendär ... "Peel Slowly And See".
Das vorliegende 6-CD-Set im Hardcover-Buch (30x26 cm) würdigt diesen Klassiker in beeindruckender Weise. Das 88-seitige Buch enthält ein Essay von Richie Unterberger, rare Photos und Dokumente. Die Soundqualität: Sehr Gut.
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Die Musik der Velvet Underground war nie bequem, oft dunkel und auf Konfrontation angelegt. Hochgradig experimentell und voll mit Anspielungen auf Drogen.
Angefangen vom Klassiker "Heroin" (über die Faszination und zugleich die wenig faszinierenden Folgen dieser Droge) über "Venus In Furs" (die fraglichen Freuden von SM) und "I'm Waiting For The Man" (ein scheinbar alltäglicher Song über die Liebe zwischen einem Mann und der U-Bahn) bis hin zu "All Tomorrow's Parties" (die verruchten Seiten des Lebens in New York City).
Velvet Underground sind Wut und Schmerz und sie schildern in ihren Songs die Fähigkeit (bzw. Unfähigkeit) der menschlichen Seele, ihre eigenen Abgründe zu überwinden.
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Zum Inhalt der "45th Anniversary Super Deluxe Edition":
CD 1: The Velvet Underground & Nico (Stereo Version) [1967] + 5 Alternate Versions
CD 2: The Velvet Underground & Nico (Mono Version) [1967] + 4 Single Versions
CD 3: Nico : Chelsea Girl [1967]
CD 4: Scepter Studio Sessions [25. April 1966] + The Factory Rehearsals [3. Januar 1966]
CD 5: Live At Valleydale Ballroom, Columbus, Ohio, 4. November 1966
CD 6: Live At Valleydale Ballroom, Columbus, Ohio, 4. November 1966
[Alle einzelnen Songs/Titel sind bei "amazon" hinterlegt - von daher verzichte ich darauf]
Mein Fazit: Ein beeindruckendes Box-Set zu einem fairen Preis = 5 Sterne = Gefällt mir sehr!
[Reinhard Busse]
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am 18. September 2006
Irgendwann im März 1967: Es erscheint das erste Album der "Velvet Underground".

Irgendwann später: R.E.M. spielen "Pale Blue Eyes", Sisters Of Mercy "Sister Ray", Mott The Hoople "Sweet Jane", David Bowie "White Light/ White Heat", undsoweiterundsofort.

Dies sind nur die bekanntesten Beispiele, wie stark neuere Gruppen oder Künstler von den Velvet Underground beeinflusst wurden, auch wenn ich hier kein einziges Stück dieses ersten Albums genannt habe. Bowie, die frühen Roxy Music, The Cure, Ultravox! (noch mit "!" und John Foxx), keiner von ihnen kam an Velvet Underground vorbei. Es gibt von ihnen nach den Beatles und den Rolling Stones wahrscheinlich die meisten Coverversionen von Songs einer Gruppe und das, obwohl sie im Gegensatz zu den Beatles oder den Stones keinen einzigen Hit hatten und auch erst sehr viel später von anderen Gruppen "entdeckt" wurden.

Lou Reed, John Cale, Maureen Tucker und Sterling Morrison waren die Velvet Underground, die sich im Rahmen der Gruppenentstehung solch illustre Namen wie The Primitives oder The Falling Spikes (wenn auch meist nur mit Lou Reed) gegeben haben. Die ganze Gruppengeschichte hier zu erwähnen, ist schlicht zu umfangreich, und kann deshalb nur grob wiedergegeben werden.

Also, 1965 waren Velvet Underground eine reine Insidergruppe, die sich wohl in meist nur kontrollierten und chaotischen Lärm ergoss. Dann sah sie Andy Warhol und produzierte sie, was immer das in diesem Fall auch heißen mag und brachte Velvet Underground mit Nico zusammen. Nico war gebürtige Kölnerin mit dem Geburtsnamen "Christa Päffgen". Nico wurde von den Velvet Underground überhaupt nicht akzeptiert, so will es ein Teil der Überlieferung, vor allem von Lou Reed nicht.

Anyway, Nico singt bei "I'll Be Your Mirror", "All Tommorrows Parties" (angeblich Andy Warhols Lieblingsstück) und "Femme Fatale". Mit oder ohne Nico, diese Platte ist, wie es so schön heißt, (jetzt müsste ich beim DSF für die Sonntagsmorgenfußballtalkshow – was für ein Wort! – drei Euro blechen) eine LP wie ein Faustschlag!

Die Platte beginnt trügerisch mit dem einschmeichelnden "Sunday Morning", trügerisch deshalb, weil der Text des hübschen Popsongs der Melodie in keiner Weise entspricht, weil sehr depressiv. Ob Lou da einer verflossenen Liebe nachweint oder allgemein schlecht drauf ist, ist nicht so genau auszumachen. Danach folgt mit "Waiting For The Man" der erste Hammer. Bis dahin hatte sich keiner getraut, so offen über Drogendealer zu singen. "Femme Fatale" gehört auch nicht gerade in die Kategorie der positiven Songs (oder sind Textzeilen wie „She's Build You Up Just To Put You Down" etwa positiv?), auch wenn der Song an sich schön ist.

"Venus In Furs" bricht ein weiteres Tabu. Hier wird die Liebe/Abhängigkeit? zu einer Domina deutlich gemacht. Die Musik ist hypnotisch/quälend. Und plötzlich wieder ein Popsong: "Run Run Run".

"All Tomorrow’s Parties" beschreibt eigentlich recht satirisch die Probleme einer Frau, die nicht so recht weiß, was sie anziehen soll, um auf gewissen Parties "in" zu sein. Die Musik zwischen den Versen ist kakophonisch. Wohlweislich wurde das damals auf der Single zusammengekürzt. Ein Erfolg wurde es trotzdem nicht.

"There She Goes Again", "I'll Be Your Mirror" und "The Black Angels Death Song" bringen im Rahmen der Platte nichts mehr, was man noch extra erwähnen muss, obwohl sie für sich gesehen bärenstark sind und bei anderen Platten herausragen würden wegen des "Andersseins", aber hier nicht näher besprochen werden müssen.

Mit "European Son" endet die Platte. Ein geradliniger Rocker eigentlich. Aber dann zerspringt nach dem ersten Drittel ein Glas und danach ist nichts, wie es mal war. Eine Geräuschorgie. Rumms! Damit endet die Welt!!!

Kenner von Velvet Underground haben sofort festgestellt, dass in dieser Besprechung ein Lied gefehlt hat, nämlich "Heroin". Ich habe das bewusst gemacht, weil es er Überhammer ist, der Song, der die Velvet Underground unsterblich macht. "Heroin" ist perfekt. Mit Sicherheit nicht Hitparadentauglich singt Lou Reed über sieben Minuten lang, dass Heroin sein Leben, seine Frau und schließlich sein Tod sein wird. Kann man sich ein Song vorstellen, der deprimierender ist? Und kann man sich vorstellen, dass die Velvet Underground mir dieser Platte je auch nur annähernd einen Hit hatten?

Wohl kaum.
11 Kommentar| 29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Dezember 2002
"Sgt. Pepper's"(Beatles) und "Pet Sounds"(Beach Boys) markieren eine Zeitenwende in der populären Musik.
Das ist allgemeiner Konsens.
Von nun an nimmt die Bedeutung der Studiotechnik für den Kompositionsprozeß in der Pop- und Rockmusik immer stärker zu.
Vergessen wird darüber leicht, dass nahezu zeitgleich ein Album erschien, welches einen anderen Entwicklungsweg aufzeigte. "The Velvet Underground & Nico" verkaufte sich zwar nicht ansatzweise so gut wie die beiden erstgenannten, seine historische Bedeutung kann dennoch nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Dieses Album schuf ein musikalisches Universum,
das Jahre später von Musikjournalisten mit dem Begriff "Independent" zu fassen versucht wurde.
Joy Division, The Cure, Nirvana, JJ72 - ohne The Velvet Underground nicht vorstellbar.
Mehr als 30 Jahre nach Veröffentlichung ist "The Velvet Underground & Nico" mit seiner intensiven Atmosphäre von Verlassenheit und Ausweglosigkeit "Mein Klassiker" der alternativen Musik.
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So jetzt ist bestimmt jeder VU-Fan zufrieden bzw. befriedigt, hat er/sie doch endlich alle Versionen, die irgendwann einmal von diesem Klassiker aufgenommen wurden in den Händen. Zu den einzelnen Stücken muss hier bestimmt nichts mehr gesagt werden, denn das ist an anderer Stelle ausführlichst getan. MeineRezension bezieht sich ausschließlich auf den Inhalt der Super Deluxe Edition bestehend aus sechs CDs und Hardcoverbook und die hat es in sich, ein Schlaraffenland für VU-Fans.
Beginnen wir mit dem Buch, das mit vielen Fotos aus der Zeit glänzt und mit viel Liebe zum Detail gefertigt wurde.
Die CDs wurden neu abgemischt und klingen etwas besser als die bisherigen Remaster-Versionen, hinzu kommen unzählige Alternative-Versions die im Original Monosound abgemischt wurden und dementsprechend zeitgeistig klingen. Und weil das dem echten Fan vielleicht noch nicht genügt, gibt es noch die Scepter Studio Sessions auch nochmals mit Alternative-Versionen dazu.
Alle Alternative-Versionen finde ich, sind sehr gelungen und es ist interessant zu hören, wie sich das eine oder andere Stück entwickelt hat. Vielleicht gefällt manchen Hörern sogar eine dieser Versionen besser als die auf dem entgültigen Album.
Alles was den Titel Factory Rehearsal trägt, ist m.E. vernachlässigungswürdig, weil vom Sound und der Songstruktur einfach zu roh, aber vielleicht finden Fans das auch interessant.
Was auf jeden fall für mich mehr als grenzwertig ist, sind die Liveaufnahmen, denn die klingen wirklich unterirdisch, wie mit einem tragbaren Kassettenrekorder aufgenommen.
Was allerdings wieder sehr begrüßenswert ist, ist die Hinzunahme des Soloalbums von Nico "Chelsea Girl", das auch in sehr gutem Sound abgemischt wurde und irgendwie einfach auch dazu gehört.
Zusammengefasst muss ich sagen, ist diese Box, trotz kleiner Schwächen, jeden Cent wert und für Fans eine Goldgrube!
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am 22. November 2012
Die beiden letzten Rezensionen gehören nicht zu dieser Zusammenstellung. Sie gehören zu Peel slowly and see (alle 4 Originalalben der Velvets plus Bonusmaterial). Im Uebrigen verdienen alle 4 Alben 5 Sterne.
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VINE-PRODUKTTESTERam 7. Juni 2013
Neben der Box "Peel slowly.." ist diese Ausgabe der Andy Warhol konstruierten VU-CD meiner Ansicht nach das wichtigste Release. Der Fan bekommt mehrere Versionen der Stücken, nahezu hat man das Album 4 mal auf 2 CDs (Stereo Mix, Alternate's, Factory Rehearsals und Studio Sessions). für die Zeit sehr gut abgesmischt, sehr spannende Versionen, für mich vor allem von European Son und Heroin. Ganz besonders gut gefällt mir die Factory-Version von There she goes again mit Nico. Top-Zusammenstellung eines der besten und wegweisendsten Alben! hut ab für die gute Zusammenstewllung. Klare Kaufempfehlung an alle, die Musik hören. dieses Album gehört in absolut jede Sammlung.
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am 14. Oktober 2003
Diese Rezension entsteht nur, weil ich zufällig darauf gestossen bin, dass dieses Album lediglich mit einer viereinhalbsternigen Bewertung versehen ist.
Dies muss sich schleunigst ändern!
Für dieses Werk müsste Amazon 7 Sterne verleihen lassen!
Diese Platte in ihrem eigenen Universum von Songs mit *message*, mit den Melodien, die sich nach dem ersten Aufstrahlen unweigerlich für immer auf deine zerebrale Festplatte ätzen (*All Tomorrows Parties*), die hypnotische Nico Päffgen aus Düsseldorf, Onkel Lou als Wort-Scharfrichter: *Heroin* und *Waiting For The Man". Brothers and sisters: das war Mitte der reaktionären 60er! Und dann diese Drums: Moe Tucker ist und bleibt der/die einzige Schlagzeuger(in) auf der ganzen runden Welt, der/die es fertig bringt, einen Rhytmus zu trommeln, bei dem eine Elefantenherde durch deinen Magen trampelt. Von John Cales unglaublichen musikalischen Fähigkeiten ganz zu schweigen.
Missionarisch!
Ein blind audio date mit einem bis dato ahnungslosen 18jährigen , ergab, das "diese Musik wohl Mitte der 90er enstanden sein könnte".
Für die brothers & sisters, die ihre Ohren für *The Velvet Underground & Nico" geputzt haben, wird diese Platte lebenslang ein immer wieder hervorgekramter treuer Begleiter sein.
Danke, Andy Warhol!
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am 22. Juli 2004
Was ist wichtiger für das Album: John Cale mit seiner unkonventionell geniale Instrumentalisierung, Lou Reed, dessen Spektrum als Sänger von einfühlsam("Sunday Morning") über arschcool ("Venus in Furs") bis erschreckend ("Heroin") reicht, oder Nico, die sowieso von einen anderen Stern zu kommen scheint und die mit ihrem nahezu apokalyptischen Gesang Gänsehaut-Feeling erzeugt? Alle drei zusammen!!!
Die Qualität dieses Album ist absolut unbestreitbar! Ein Album wirklich ohne Macken! Ein Song besser als der andere! Natürlich gilt das nur für Leute, die auch was anderes, außerhalb des Mainstreams, zu schätzen wissen.
Bands wie diese Jungs von Andy Wahrholl oder Igggy's Stooges haben damals den Grundstein gelegt für alles, das sich später Alternative oder Punk genannt haben - wer Bands wie Nirvana, Pixies oder Sonic Youth mag sollte sich auch diese CD nicht missen!
Überspitzt könnte man bemerken: Die damaligen Bands haben den Rock n Roll gerettet indem sie ihn getötet haben!
So jetzt hab ich genug kluggeschissen! Viel Spaß beim Hören
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