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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
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4,5 von 5 Sternen
Coma [Blu-ray]
Format: Blu-ray|Ändern
Preis:7,97 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 10. Februar 2016
....und der Ort urbanen Horrors, der Profitgier und des Schreckens. Davon auf jeden Fall ist der Zuschauer nach Sichtung dieses nervenzerfetzenden Thrillerklassikers mehr als überzeugt. Wohl dem der Nichtschwimmer ist, eine Landratte zudem, keine Fahrstühle benutzt, Wolkenkratzer meidet , nur bei Tante Emma um die Ecke einkauft und gesund ist wie ein Präriehengst. Die Dystopien und Katastrophenszenarien der siebziger Kinoära lehrten uns nach " Jaws"," Die Höllenfahrt der Poseidon " ," Flammendes Inferno" , " Zombies im Kaufhaus" und dem hier vorliegenden Medizin Schocker " Coma" besser muggelig in den vier Wänden zu bleiben und im Hinblick auf letztgenannten Film, bei kleineren und grösseren Unpässlichkeiten lieber wieder die Oma per Handsäge, Nudelholz , Ofenzange und einem kräftigen Obstler selbst zuhause auf dem Küchentisch auseinanderzubauen anstatt sie stationär einliefern zu lassen.
Die siebziger Jahre - das aufregendste und innovativste Filmjahrzehnt überhaupt, stets ein Spiegelbild gesellschaftlicher Umbrüche und Zukunftsängste. Einen besonderen Stellenwert hat hier Autor und Regisseur Michael Crichton. Schon mit seiner gallig bitterbösen Satire " Westworld" legte er den Finger zivilisationsgeisselnd in die Wunde, und mit " Coma " schliesslich erschuf er den Kultklassiker rund um das hochbrisante Thema , illegaler Organhandel und damit verbunden die diffuse, hier allzu berechtigte Angst des Krankenhaus- Patienten, vorsätzlich ins Koma versetzt, als menschliche Organbank für horrende Summen ausgeschlachtet zu werden.
Was wäre wenn ? Ein Szenario, das sicherlich nicht mehr in dieser Art, jedoch noch viel ausgeklügelter vorstellbar ist. Gerade vor nicht allzulanger Zeit machte hierzulande der Skandal um manipulierte Organ Wartelisten Sterbenskranker die Runde, und der Faktor Geld in Verbindung mit den exorbitanten Kosten der modernen Medizin , nebst der Frage nach Ethik, Forschung und Fortschritt, dessen Zweck alle Mittel heiligt , ist heute noch so aktuell wie vor knapp vierzig Jahren, als dieser Thriller- Reisser auf das Publikum losgelassen wurde.

" Du bist paranoid und bildest dir ein Komplott ein ? " Was tun wenn selbst der Partner uns nicht mehr glaubt, stirnrunzelnd uns für überspannt und verrückt erklärt. Was tun, wenn gleichzeitig unheimliche, aussergewöhnliche Geschehnisse nicht mehr als Zufälle abgetan werden können, wenn sich unsichtbar aber unerbittlich ein Netz aus Ablehnung, Ausgrenzung bis hin zu gefährlicher Bedrohung und purer Angst um uns legt und sich stetig zuzieht. Die junge Dr. Susan Wheeler ( Genevieve Bujold) , Ärztin am riesigen Boston Memorial Hospital befindet sich in einer solchen Zwangslage. Fassungslos ist sie als ihre beste Freundin nach einer eingeleiteten Abtreibung, ein Routineeingriff, plötzlich ins Koma fällt und nun als gehirntot auf den Listen des Krankenhauses geführt wird. Die Merkwürdigkeiten häufen sich. Auf eine Wand aus Schweigen und Feindseligkeit trifft die engagierte Ärztin als sie Unterlagen zu dem Fall anfordern will. Auch ihr Partner ( Michael Douglas, in einer erstaunlich austauschbaren Rolle) ) ebenfalls aufstrebender Arzt am Krankenhaus tut ihre hartnäckigen Nachforschungen als Hirngespinste ab. Hat er einen Grund dafür ?
Wie gross ist das Erschrecken, als sich herausstellt, dass es sich hier wohl nicht um einen einmaligen Unglücksfall handelte , sondern bereits zwölf junge organisch gesunde Patienten nach banalen Eingriffen ins Koma fielen und auf der Intensivstation liegen.
Die Suche nach der Wahrheit - voll unerträglicher Spannung und Raffinesse in " Coma " inszeniert. Was hat es mit dem Operationssaal 8 auf sich und wie schnell wird man vom Spürhund zum gejagten hilflosen Opfer, wenn sich fremde Verfolger an die Fersen heften. Nicht nur Susans Karriere steht auf dem Spiel, schneller als sie denkt wird sie um ihr Leben rennen, schraubt sich der langsam sich steigernde Irrsinn hoch zu einem grotesken Horrorszenario, das eine Gänsehaut nach der anderen erzeugt. Über all den dunklen Machenschaften thront Klinikleiter Richard Widmark mit zerfurchten Gesichtszügen und durchdringend eisblauen Augen, dahinter die Finsternis und die Bedrohung, wie Mephisto persönlich, und wenn er am Ende eine alles entscheidende Operation durchführen wird, sich Skalpell und Handschuhe reichen lässt, dann vergessen wir das Atmen vor Anspannung.

Misstände anprangern, Entwicklungen vorwegnehmen , ins Utopische und Futuristische übersteigern, um unangenehm aufzurütteln, das gelingt " Coma" vortrefflich und Crichton packt dies alles in einen typschen siebziger Jahre Suspense Streifen, der Alfred Hitchcock neidisch gemacht hätte.
Zuallerst ist " Coma" Entertainment- und Spannungskino pur, so dicht, pointiert, schweisstreibend, sich immer weiter steigernd , wie wir es heute nur noch selten erleben. Kein Bildschnitt Hickhack, keine lauten Krawummeffekte oder übertriebene Actionsequenzen verwässern die packende Intensität. Einheit von Ort, Zeit und Handlung erzeugt dramaturgische Intensivierung. Die Klaustrophobie hervorrufenden unendlichen Gänge, Korridore, Heizungsräume, sterilen Operationssäle , Treppen, Vorlesungsräume , in ihnen verlieren wir uns selbst, gehen mit Susan auf Spurensuche zu dem Unbekannten.
Kühl und monochrom sind die Farben, eindrucksvoll Kamerarabeit und Schnitt und hinreissend inszeniert die zahlreichen angsterregenden Verfolgungstableaus , die nicht umsonst in der Stilistik an den italienischen Giallo- und Horrorfilm denken lassen. Dazu ertönen nervenstrapazierende Geigenklänge und Klangarrangements , in denen Jerry Goldsmith sich wohl von Bernhard Hermann inspirieren ließ. Susan muss sich vor ihrem tödlichen Verfolger verstecken zwischen Stuhlreihen , kriecht lautlos über Deckenplatten, am Ende ist sie eingezwängt im Kühlraum zwischen Leichensäcken den sicheren Tod vor Augen , das sind aufregende Szenen zum Nägelbeissen , die uns Crichton hier mit vielen Wendungen und Überraschungen kredenzt.
Dazu finden wir in " Coma" auch enorm schwarzen Galgenhumor, wenn über Patienten, Tumore und Operationen in der Ärzteschaft gesprochen wird, als ginge es um die Wettervorhersage, und wenn am OP- Tisch Organe entnommen und dabei beiläufige Urlaubserinnerungen ausgetauscht werden. Zunehmende Gleichgültigkeit der Ärzteschaft und Verdinglichung des Kranken in der alltäglichen stressigen Routine, auch das zeigt " Coma" in zynischer Weise auf. Ein Schaudern überkommt uns, ob des Ausgeliefertseins im Krankheitsfall an diese Institution , an derlei Götter in Weiß. Das Ende ist effektiv, mehr als beklemmend , und stellt Fragen in viele Richtungen.
Schleichendes Unbehagen über Angst zur Paranoia bis wir der unglaublichen Tatsache des Schrecklichen und doch nicht Unwahrscheinlichen ins Auge sehen , mit präzisen Spannungsspitzen und sogartiger finsterer Atmosphäre, die körperlich fast greifbar ist. " Coma" ist einer der eindrücklichsten Thriller der siebziger und bis heute eine Spannungs- Achterbahn.
Wer den gesamten Themenbereich ausschöpfen will, der schaut " Coma" mit Rainer Erlers " Fleisch " im Doppelprogramm und rundet um die Drastik noch zu steigern den Filmabend mit Cronenbergs " Shivers - Parasitenmörder " ab .
Wer dann noch medizinische Hilfe braucht, dem bleibt zur Auswahl nur noch Beten, Bachblüten und Baumwollschlüpfer.
33 Kommentare| 6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. November 2012
Eine Ärztin gerät bei medizinischen Nachforschungen in Lebensgefahr. Genevieve Bujold und Michael Douglas in einem medizinischen Thriller vom "Jurassic Park"-Autor Michael Crichton.

Auf diese Blu Ray habe ich lange gewartet und ich konnte sie mir schon am Dienstag kaufen. Gute schauspielerische Leistungen, eine oft makabre Hintergrundmusik, dramatische Actionszenen und eine beängstigende Grundthematik machen diesen Film zu einem sehr spannenden medizinischen Thriller, der immer wieder aufs Neue fesselt.

Zum Inhalt: Dr. Susan Wheeler (Genevieve Bujold "Der scharlachrote Pirat") ist Ärztin im Boston Memorial Hospital. Als ihre beste Freundin nach einem alltäglichen Eingriff ins Coma fällt, beginnt Susan nachzuforschen und stößt auf weitere unerklärliche Comafälle. Sehr zum Missfallen ihres Vorgesetzten Prof. Harris (Richard Widmark "Cheyenne") und auch ihr Freund Dr. Mark Bellows (Michael Douglas "Die Strassen von San Francisco")hält ihren Verdacht für Hirngespinste. Susan stößt bei ihren Nachforschungen auf das mysteriöse Jefferson-Institute und macht schließlich eine furchtbare Entdeckung und gerät darüber hinaus auch in Lebensgefahr...

Zur Blu Ray: Die Blu Ray präsentiert den Film im Bildformat von 1,78:1 und bietet eine gute Bildqualität. Anfangs sorgen Filmrauschen und Filmkorn für ein grisliges Bild, aber danach wird das Bild zunehmend besser. Filmrauschen ist durchgehend vorhanden, hält sich aber dezent und sorgt zeitweise für einen guten Kinolook. Farben werden durchgehend sehr natürlich wiedergegeben und geben den typischen 70er Jahre Kinoflair wieder. Auffallend ist, das durch eine spezielle Farbgebung die Atmosphäre im Krankenhaus sehr gut ausgedrückt wird. Die Schärfe befindet sich durchgehend auf einem guten Niveau. Schauspieler werden, besonders in Nahaufnahmen, klar und deutlich gezeigt, ohne das nennenswerte Unschärfen zu sehen sind. Also ich bin mit dem Bild der Blu Ray sehr zufrieden und der Wechsel von DVD auf Blu Ray hat sich gelohnt.

Die Tonformate sind Englisch, Deutsch, Französisch und Spanisch und auf Mono zu hören.

Als Bonusmaterial ist nur ein US-Kinotrailer vorhanden.

Von mir eine klare Kaufempfehlung.
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am 19. März 2008
Lange hat es gedauert, dass dieser Thriller endlich auf DVD erscheint. War dringend nötig. Meine vor fast 20 Jahren aus dem Fernsehen aufgenommene VHS Version ist schon völlig abgenudelt, so oft habe ich mir Coma schon angesehen. Dieser Film ist einfach unglaublich spannend. Die Handlung wird von den grandios spielenden Akteuren wirklich sehr überzeugend rübergebracht, allen voran die fantastische Geneviève Bujold, die eine tolle Leistung abliefert. Obwohl nicht im eigentlichen Sinne ein Horrorfilm, lassen einige Szenen einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren. Eine der stärksten Szenen ist sicherlich die Verfolgungsjagd in dem nächtlichen Krankenhaus, welche vor Spannung kaum mehr zu überbieten ist.

Ein wirklich hervorragender Film, der allen Liebhabern dieses Genres, aber auch darüber hinaus, absolut zu empfehlen ist.
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am 16. Dezember 2015
Der Film lebt von einer düsteren, beklemmenden Atmosphäre; vor allem die Szenen im Krankenhauskeller und im Sanatorium, wo die Komapatienten "untergebracht" werden. Auch die Vorstellung der eigenen Hilflosigkeit und die damit verbundene Angst, daß während einer Operation etwas schief gehen könnte, wird hier befeuert. Bis zum Schluss fiebert man mit der Protagonistin mit. Meine Kaufempfehlung.
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am 27. April 2014
Der Autor von "Jurassic Park" und der TV Serie "ER Emergency Room" hat auch als Regisseur kleine Erfolge feiern können.
Neben dem Klassiker "Westworld" drehte er als Regisseur auch "Coma" mit Michael Douglas in der Hauptrolle, die weibliche Hauptdarstellerin Geneviève Bujold dürfte auch einigen bekannt sein, sicherlich eine der schönsten Frauen des 70er Jahre Hollywood Kinos.

Die Erwartungshaltung ist natürlich bei so einem Kaliber von Autor/Regisseur sehr hoch, der Film ist spannend erzählt, kann allerdings nicht verhehlen in den 70er Jahren (Tempo, Schnitte) gedreht worden zu sein. Das muss ja aber kein Nachteil sein, der Film baut einen natürlichen Spannungsbogen auf den er bis zu letzt halten kann.

Zum Inhalt nur soviel (ohne Spoiler) : einer Ärztin und einem Arzt fallen Unregelmäßigkeiten bei der Krankenbehandlung in ihrem Krankenhaus auf - und sie beginnen zu recherchieren...
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am 16. Mai 2007
Endlich, endlich endlich auf DVd erschienen, was für ein Feuerwerk der Gefühle. Schon damals als Teenager hat mich dieser Thriller umgehauen. Noch heute frage ich mich manchmal, ob hinter einer Fabrik oder Halle nicht das grausame Coma-Center verborgen ist! Zehn Fälle, jetzt sind es sogar schon mehr als zehn...junge und gesunde Menschen, die nur für unkomplizierte, einfache Eingriffe ins Hospital eingeliefert wurden, enden plötzlich als Coma-Patient. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen, normal sein....ein Top-Thriller der super Extraklassse, die totale Medizin zur Steigerung eines Blutdrucks! Dieser Titel sollte oder darf in keiner DVD-Sammlung fehlen! Viel Spaß also und Nerven behalten!
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am 13. März 2009
1978 produziert, wirkt Coma auch anno 2009 unvermindert unverbraucht und aktuell, hat nichts von seiner packenden Spannung verloren. Als einer der ersten Filme thematisierte Coma mögliche Fehlentwicklungen im medizinischen Sektor, schildert denkbare Entartungen des Organhandels zum spekulativen Warentermingeschäft - nur dass statt Schweinehälften und Kaffeebohnen Herzen, Lebern und andere menschliche Organe zur Ware werden. Das verwerfliche: die gesunden Organbesitzer werden unfreiwillig und auf kriminelle Weise zu Organspendern gemacht. Während scheinbarer Routine-Operationen werden sie durch verdeckte Zuführung von CO2 bewusst in den comatösen Hirntod geführt, dann in ein futuristisch anmutendes Forschungszentrum verbracht und dort buchstäblich ausgeschlachtet.

Die packende Story lässt die fabelhaft agierende Genevieve Bujold als mutige Ärztin Wheeler gegen die allgegenwärtige Übermacht einer Krankenhaus-Mafia kämpfen. Ihr zur Seite ihr Kollege und Lover Mark, dessen Rolle bis zum Ende gewollt undurchsichtig gehalten wird. Steht er wirklich an ihrer Seite oder kollaboriert er in Wirklichkeit mit der Gegenseite? Bei dieser spielt der Krankenhaus-Chef eine zentrale Rolle - und die wird ganz hervorragend gespielt von Richard Widmark, der hier m.E. seine beste Leistung abliefert.

Bis zum Kauf der DVD hatte ich Coma zig Jahre nicht mehr gesehen - im TV laufen solche Perlen, und überhaupt Spielfilme, ja leider überhaupt nicht mehr. Und trotzdem blieben über all die Jahre einige Szenen und Einstellungen tief in der Erinnerung haften. Vor allem die Szenen im ebenso futuristisch wie kalt und beängstigend wirkenden "Jefferson Institute" blieben bei mir hängen: der Saal mit den schwebenden "Zombies", die abweisende Außenfassade, die geisterhaft wirkende Institutsleiterin - fast wie im Gruselfilm! Aber auch die Szenen mit der grausamen Ermordung des Hausmeisters durch Stromschlag oder jene, wenn Dr. George die unbequeme Dr. Wheeler scheinbar plangemäß in den Tod operiert und diese plötzlich nach der OP wieder zum Leben erwacht. Wenn sowas so lange gedanklich präsent bleibt dann muss etwas dran sein an diesem klasse 70er Thriller!

Fazit: Ein auch nach all den Jahren höchst spannender Medic-Thriller mit einer irgendwie beängstigend vorstellbaren Story. Ein Movie das im Wortsinn an die Nieren geht und ein guter Grund gegen einen Organspenderausweis sein könnte.
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TOP 1000 REZENSENTam 12. April 2012
Das Boston Memorial Hospital hat einen enorm guten Ruf, es gilt sogar als eines der besten Krankenhäuser landesweit.
Dort arbeitet die junge Chirurgin Dr. Susan Wheeler (Genevieve Bujold), sie ist wie ihr gleichsam beruflich engagierter und ehrgeiziger Freund Dr. Mark Bellows (Michael Douglas) beinahe schon mit dem Krankenhaus verheiratet.
Susan hat einen etwas sturen Kopf, das denkt nicht nur ihr Freund, der manchmal leichte Machoallüren aufweist.
Immer wieder gibts mal kleineren Zoff in dieser Beziehung.
Susans beste Freundin Nancy (Lois Chiles) muss sich in diesem rennomierten Krankenhaus einer Operation unterziehen, Susan nimmt ihr die Ängste, denn schliesslich handelt es sich um einen Routineeingriff. Im Operationssaal 8 wird alles für die Operation vorbereitet, der Anästhesist Dr. Cowans (Tom Borut)erklärt zwei angehenden Ärzten die Apparaturen zur Betäubung. Der erfahrene Dr. Richards (Philip G. Brooks) operiert. Dann passiert leider etwas, was alle Anwesenden nicht verstehen können, aber wohl einer dieser seltenen Risikofälle wird: Die junge Patientin wacht nicht wieder auf und fällt ins Koma.
Für Susan extrem schockierend und ebenso unverständlich, sie hat natürlich ein Motiv, sich die Krankenakte näher anzusehen, denn sie kann nicht verstehen, warum gerade ihre Freundin dieses Schicksal ereilt hat.
Obwohl selbst Mark wie alle anderen auch ihr versichern, dass es erwiesenermaßen laut Statistik nichts ungewöhnliches ist, wenn bei soviel Operationen ein paar Todesfälle aufgrund von Nebenwirkungen durchaus im Normalbereich angesiedelt sind, bleibt Susan skeptisch. Sie fängt an zu schnüffeln und findet heraus, dass es innerhalb der letzten zwölf Monate zehn ungeklärte Komafälle von jungen und gesunden Menschen nach solchen Routineeingriffen gegeben hat.
Bei ihren Nachforschungen zieht sie sich den Ärger des enorm einflussreichen Chefs der Anästhesie, Dr. George (Rip Torn) zu.
Auch Chefarzt Dr. Harris (Richard Widmark) versucht, Susan davon zu überzeugen, dass sie unter Schock steht, dringend Urlaub bräuchte und schickt sie zum Gespräch mit dem Krankenhauspsychologen.
Bei einem Gespräch mit den Pathologen wird der Verdacht immer stärker und für ihre Umgebung wird die junge Ärztin immer paranoider...
Grusligste Szene in Michael Crichtons 1978 entstandenen Krankenhaus Thriller "Coma" ist dieses kalte Gebäude des Jefferson Instututs, dieser Comaklinik, wo die Menschen "gelagert" werden, indem sie dort auf den Drähten aufgehängt sind. Dort in diesem riesigen Beton-Komplex, gibt es nur eine Krankenschwester, diese Mrs. Emerson (Elisabeth Ashley) wirkt fast genauso unheimlich wie Miss Danvers in Hitchcocks "Rebecca".
Auch das tägliche Treiben im Boston Memorial Krankenhaus ist sehr authentisch inszeniert, es wird der normale Alltag gezeigt mit den Patienten, dem Personal und auch der interne Konkurrenzdruck unter den Ärzten und den verschiedenen Abteilungen ist allgegenwärtig.
Die Geschichte um eine skrupellose Organmafia, die mit einem lebenden Ersatzteillager kooperiert, ist von Anfang bis Ende spannend inszeniert.
Geneviève Bujold überzeugend als willensstarke bis sture Ärztin, die sich trotz enorm hohem Druck nicht unterkriegen lässt. Mit Michael Douglas, Rip Torn und Richard Widmark hat sie gute Partner zur Seite. Wer gut aufpasst, der wird sogar Tom Selleck und den noch ganz jungen Ed Harris in Nebenrollen entdecken.
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am 9. Dezember 2015
Habe den Film als junger Mann im Kino gesehen und mit Spannung verfolgt. Daran hat sich nichts geändert, die Spannung bleibt und die Handlung ist mehr als aktuell!!
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am 16. März 2007
...warte jetzt schon viele Jahre auf diesen Film. Es ist für mich ein Kult-Krimi, obwohl Michael Crichton durchaus kein brillanter Regisseur ist. So hat er auch hier nicht ganz das Potenzial des Buchs und der Schauspieler ausgereizt. Und die Besetzung kann sich sehen lassen: Michael Douglas, Genevieve Bujold, Richard Widmark, Rip Torn, Elizabeth Ashley.

Dennoch, es ist ein sehr spannender, streckenweise äußerst unheimlicher Krimi. Das Buch, von seinem Mediziner-Kollegen Robin Cook geschrieben, ist sehr logisch und stringent, vor allem aber auch wissenschaftlich absolut korrekt. Man merkt übrigens auch, das Crichton vom Fach ist: hier sieht man korrekten Klinik-Alltag. Auch in einem Anatomie-Labor sieht es genauso aus wie im Film. Selbst dem Killer graust es dort, was durchaus nachvollziehbar ist.

Last but not least: der fantastische Soundtrack von Jerry Goldsmith. Es dauert etwas, bis er einsetzt, aber dann zieht Goldsmith alle Register seines Könnens. Er beherrscht die Kombination von (kleinem) Orchester und Synthesizer-Effekten wie kein zweiter.

Jetzt warte ich noch auf "Kein Mord von der Stange", Chrichtons vierter Film, bei dem er selbst Regie führte; und der letzte, der mir noch fehlt.
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