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am 25. Oktober 2010
Ich habe bisher jedes Buch von Jodi Picoult gelesen und war von den meisten begeistert - "Das Herz ihrer Tochter" konnte aber leider meine Erwartungen nicht erfüllen.
Der Klappentext verrät, dass es um eine Frau geht, deren Mann und kleine Tochter in ihrem eigenen Haus erschossen werden. Kurz nach der Tat kommt Claire, die zweite Tochter der Frau und ihres ermordeten Mannes zu Welt. Claire leidet an einem unheilbaren Herzfehler, und benötigt dringend ein Spenderherz, um weiter leben zu können. Der Mörder ihres Vaters und ihrer Schwester sitzt in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung, als er von Claires Schicksal hört. Er entschließt sich, nach seiner Hinrichtung sein Herz der kleinen Claire zu spenden - und wie's der Zufall will, passt sein Herz (trotz Größen-, Alters- und sonstigen Unterschieden) ganz hervorragend.
So weit so gut - ein typisches Jodi Picoult-Thema: Will man das Herz eines Mörders annehmen, um das Leben der eigenen Tochter zu retten? Anders gefragt: Will man seine Tochter lieber sterben lassen, als ihr das Herz eines Mörders zu geben? Später kommt die Frage dazu, ob ein verurteilter Mörder in Amerika auf eigenen Wunsch durch den Strang hingerichtet werden kann, weil nach einer Hinrichtung durch die Giftspritze seine Organe nicht mehr verwendbar sind. Allein mit diesen Themen hätte sich meiner Meinung nach ein spannender Roman schreiben lassen, doch die Autorin belässt es nicht dabei: Plötzlich fängt Shay Bourne, der verurteilte Mörder in der Todeszelle, an, Wunder zu vollbringen. Er heilt seinen an AIDS erkrankten Zellennachbarn, erweckt einen toten Vogel zum Leben, heilt die Beschwerden der Gefängniswärter und so weiter. Ich persönlich fühlte mich sehr stark an Stephen Kings "The Green Mile" erinnert, vor allem, als im Buch diskutiert wird, ob dieser Mörder eine Wiedergeburt von Jesus Christus sein könne. Ich hatte mehrfach das Gefühl, die Autorin habe einfach abgekupfert, was sie doch eigentlich gar nicht nötig hat.

Natürlich ist das Buch wieder einmal unheimlich spannend geschrieben, so dass ich es trotz dieser Einwände zu Ende gelesen habe. Natürlich wollte ich wissen, ob - und wenn ja: wie - Shay Bourne stirbt, ob er in den Himmel auffährt und was mit der kleinen Claire passiert. Auch die Bereiche Organspende und Todesstrafe sind in ihren Widersprüchen sehr gut dargestellt und gut zu lesen. Insgesamt ist dieses Buch aber mit der Vielzahl an Themen eindeutig überfrachtet.
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am 2. Januar 2011
Kurzbeschreibung:
June Nealon war eine glückliche Frau. Bis Shay Bourne in einem einzigen Augenblick ihrem Glück ein Ende bereitete. Für den Mord an ihrem Ehemann und ihrer ersten Tochter erwartet Bourne nun die Todesstrafe. Doch mit einer ungeheuerlichen Tat will er das Leben ihrer zweiten Tochter retten und alles wieder gutmachen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Todesstrafe.

Jodi Picoult ist längst in mein virtuelles Regal der Lieblingsautorinnen aufgenommen worden. Doch kann sie mich wirklich jedes Mal überzeugen?

Mit zwei Themen setzt sie sich in diesem Roman intensiv auseinander: der Todesstrafe und verschiedenen Religionen.
Dazu hat sie sich folgendes Szenario ausgedacht: Ein Mann tötet 2 Menschen. Eine Jury verurteilt ihn zum Tode. Der Mörder möchte nun der todkranken Tochter aus der Familie der Opfer sein Herz spenden.
Kann man das verantworten? Kann man das annehmen? Kann man Gesetzte zu Gunsten eines Mörders zu dessen Gunsten verdrehen und nutzen?
Fragen über Fragen, denen sich die Protagonisten stellen müssen.

Konstruktiv diskutiert sie seitenlang über Religionen. Sie führt das Für und Wider auf, gibt Denkanstöße und Stoff zum kurzen Innehalten.
Die Ausführungen klingen fundiert und basieren sicherlich auf vielen nachdenklichen Stunden.
Ebenso sachlich und konstruktiv nähert sie sich der Todesstrafe.

Jodi Picoult schafft es, jeder Figur eine eigene Meinung zu geben. Sie unterlegt sie und unterstreicht dadurch auch die Mannigfaltigkeit der unterschiedlichen Charaktere. Ihr gelingt es, die Fäden bis zum Schluss sicher in der Hand zu halten, ein schlagkräftiges Gerichtsverfahren zu beschreiben, ebenso wie weitgreifende Entscheidungen zu treffen.

Die Autorin greift oft gesellschaftliche Brennpunkte in ihren Romanen auf und beleuchtet diese unter den verschiedensten Gesichtspunkten.
Mich konnte sie auch mit diesem Roman überzeugen - ich möchte das Gelesene auf keinen Fall mehr missen.
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am 25. Juli 2011
June Nealon hat nach einem tragischen Schicksalsschlag ihr Glück wieder gefunden. Ihr erster Mann Jack starb bei einem Autounfall, den sie und ihre Tochter Elizabeth jedoch überlebten. In Kurt Nealon, dem Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettet, fand sie eine zweite Liebe. Alles war perfekt, sie wurde erneut schwanger und freute sich auf ein gemeinsames Leben mir ihren Lieben. Die drei wohnten in einem recht renovierungsbedürftigen Haus und da Kurt auf Schicht arbeitete und June schwanger war, kamen die Arbeiten nur langsam voran. Da tauchte wie aus heiterem Himmel Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bot seine Hilfe bei den Renovierungsarbeiten an, die June gerne annahm.

Kurze Zeit später bietet sich June auf dem Heimweg ein Bild des Grauens. Überall Polizeisperren und Einsatzfahrzeuge - was war passiert? Es stellt sich heraus, dass Shay Elizabeth missbraucht haben soll, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und sie. June hat auf einen Schlag alles verloren, doch sie muss weitermachen, für das ungeborene Kind in ihrem Leib, ihre zweite Tochter. Shay wird in einem Gerichtsverfahren zum Tod durch die Giftspritze verurteilt.

11 Jahre später:
June lebt mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Es scheint ihr kein Glück zu bringen, denn Claire ist herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie braucht dringend ein Spenderherz.

Währenddessen wurde Shays Hinrichtungstermin benannt. Als er in den Nachrichten sieht, dass Claire ein neues Herz benötigt, will er ihr seines schenken. Shay beginnt zu kämpfen, nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit er Claire sein Herz geben kann. Auf seiner Seite stehen Father Michael, der ein schreckliches Geheimnis hüttet und Maggie Bloom, eine junge Anwältin, die gegen die Todesstrafe kämpft. Doch werden sie es schaffen, sich gegen die Mühlen der Justiz zu stellen und Shay seinen letzten Willen zu gewähren und wird June überhaupt das Herz annehmen?

Ein vielgelobtes Buch und was passiert? Es gefällt mir nicht, es gefällt mir so gar nicht, es erinnert mich die ganze Zeit an den Film "The Green Mile" und auch mit keiner handelnden Person konnte ich mich anfreunden. Nachdem ich die Geschichte hinter der Geschichte nach nicht einmal der Hälfte des Buches durchschaut hatte, war ich doch mehr als enttäuscht.
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am 26. November 2015
June Nealons erster Mann Jack starb bei einem Autounfall; den sie und ihre Tochter Elizabeth überleben. Doch selbst nach diesem tragischen Schicksalsschlag gelingt es June wieder glücklich zu werden. Sie verliebt sich in den Polizisten, der sie aus dem Autowrack rettete. Zusammen mit Kurt Nealon erwartet sie nun ein Kind. Zusammen mit ihm wird ein recht renovierungsbedürftiges Haus erworben, in dem die Arbeiten aber nur langsam voran gehen. Wie aus heiterem Himmel taucht aber Isaiah Matthew Bourne, genannt Shay, auf. Er bietet seine Hilfe bei der Renovierung an.

Doch dann bereitet Shay ihrem Glück in einem einzigen Augenblick ein Ende. Der Handwerkter tötet ihren Mann und ihre erste Tochter und erwartet hierfür die Todesstrafe.
Shay soll Elizabeth missbraucht haben, als Kurt ihn zur Rede stellen wollte, erschoss er ihn und und das Kind. June hat erneut (fast) alles verloren, doch im Interesse ihres ungeborenen Kindesmuss sie weitermachen.

11 Jahre später lebt sie mit ihrer zweiten Tochter Claire noch immer in dem Haus. Und als ob June noch nicht genug Schicksalsschläge verkraften musste, ist Claire auch noch herzkrank. Ihr Herz setzt immer wieder aus, sie benötigt dringend ein Spenderherz.

Währenddessen wird Shay der Hinrichtungstermin bekannt gegeben und er beschließt Claire sein Herz zu schenken. Eine Geste der Wiedergutmachung. Er kämpft. Nicht um sein Leben, sondern um seinen Tod, damit Claire sein Herz erhält. Doch wird June dieses „Geschenk“ überhaupt annehmen.

Wieder einmal eine tragische Gesichte, in der erneut alles ganz anders ist, als es auf den ersten Blick scheint. Das Buch hat mich stellenweise stark an "The Green Mile" von Stephen King erinnert. Mit Erzählweise und Dramaturgie ist es dann aber wieder ein typischer Picoult-Roman.
Insgesamt nicht das beste Buch, dass ich von ihr gelesen habe, aber dennoch wert, es in die Hand zu nehmen.
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am 4. Februar 2015
Ich finde das Thema wovon ich ausging das es darum geht, weil es ja so im Klapptext steht. Todesstrafe und Organspende sehr gewagt, weil es einfach ganz viele Meinungen dazu gibt. Aber ich dachte mir wenns eine kann dann Jodi Picoult hab schon viele Bücher von ihr gelesen und die waren alle gut und die Themen immer sehr dramatisch gewählt.

Doch diesesmal tut es mir echt Leid, die Umsetzung ist nicht wirklich gelungen. Wer schonmal " The Green Mile" von Stephen King gelesen hat kommt sich hier manchmal genauso vor, als ob sie abgeschrieben hätte. Denn das mit Wunderen in der Zelle bei einem Insassen der auf die Todesstrafe wartet gabs da zu genüge.

Ich finde das hat sie nicht nötig, wie gesagt echt Schade man hätte bestimmt mehr drauss machen können. Ich kann nur sagen nehmt ein anderes von ihr, denn das ist nicht ihr Bestes
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am 25. August 2013
echt super! hat mir total gut gefallen…mir gefällt wie Jodi Picoult alles so beschreibt… in diesem Buch geht es um die Todesstrafe und um Religion.. mit dem Thema Religion konnte ich mich nicht anfreunden… hat es mir zu ausführlich erzählt hat einfach zu viele Seiten eingenommen… Aber es ist echt ein schönes Buch… würde ich wieder lesen und ist wirklich zum Empfehlen!!
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TOP 500 REZENSENTam 22. Juni 2015
... fällt zunächst der Mörder Shay Bourne und tötet die siebenjährige Elizabeth und ihren Stiefvater, den Polizisten Kurt Nealon. June Nealon, die Mutter und Ehefrau verliert fast alles, was sie hat - es bleibt ihr nur ihr ungeborenes Kind Claire.
11 Jahre später: Claire leidet an einer schweren Herzkrankheit und braucht dringend ein Spenderherz, Shay befindet sich noch immer in der Todeszelle - seit Jahren der einzige zum Tode Verurteilte im Bundesstaat New Hampshire. Er wünscht nicht den Tod durch die Giftspritze, sondern durch den Strang - um so das Herz der Schwester der von ihm ermordeten Elisabeth zu spenden und Vergebung zu erlangen.

So die Ausgangssituation - was folgt, ist ein Hin und Her, in dem religiöse Erkenntnisse eine tragende Rolle spielen. Shay verbringt in seiner Zelle offenbar Wunder. Selbst sein Beichtvater - vor elf Jahren einer der Geschworenen, die ihn zu Tode verurteilt haben, hält es für möglich, dass er der Heiland ist, da auf einmal aus Wasser Wein wird, ein Mithälftling scheinbar von Aids geheilt wird und weitere erstaunliche Dinge geschehen.

Häppchenweise wird der Leser aus unterschiedlichen Erzählperspektiven - aus der Sicht des Priester Michael, Shays Anwältin Maggie, June Nealon, dem Mithäftling Lucius sowie der kleinen Claire Nealon an erstaunliche Entwicklungen herangeführt - vieles ist nicht so, wie es scheint. Oder doch?

Die einzelnen Positionen sind mit großer Eindringlichkeit und sehr plastisch geschildert - jedes einzelne Wort lässt den Leser spüren, welche seelischen Qualen durchlitten, welche Zweifel durchlebt werden.

Jodie Picoult hat mit Worten nicht geschrieben, sondern gemalt und sie ist mit ihrer farbigen Darstellungskraft in mein Leser-Herz eingedrungen. Eine Geschichte, die den Leser packt und festhält. Trotz des grausamen Themas ist sie aus meiner Sicht auch und gerade für Mütter und für Töchter geeignet: Picoult vereint in ihrem Text Schrecken und Spannung mit Herzenswärme. Leider übertreibt sie jedoch zeitweilig und zum Ende des Romans immer mehr. Es ist einfach zu viel des Guten, das die Autorin in ihre Geschichte gepackt hat. Die spannende und eindringlich geschriebene Leseprobe entpuppt sich leider als überladenes Gegenwartsmärchen. Ich kann mir jedoch vorstellen, dass Leserinnen - denn es ist eindeutig eher ein Buch für Frauen - die anders als ich realitätsferne und etwas absurde Entwicklungen zu schätzen wissen, dieses Buch aufgrund der erzählerischen Kraft der Autorin lieben werden.
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am 15. März 2013
Würde ich meine Tochter mit dem Herz des Mörders meines Mannes retten?
Jodi Picoult schreibt aus der Sicht verschiedener Personen, die mit diesem Fall zu tun haben. Daher entstehen Abschnitte, an denen man gerne auch eine Lesepause einlegen kann. Beim Weiterlesen muss man dann nicht nochmal 2 Seiten zurück blättern um wieder zu wissen, um was es grade ging..;)

Noch besser als diesen finde ich den Roman "Zerbrechlich" von Jodi Picoult.
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am 22. Juni 2012
Mein erster Roman von Jodi Picoult und ich liebe ihn. Auf wunderbare Weise erzählt sie die Geschichte eines Mörders, deren Opfer und Angehörige. Geschrieben ist der Roman aus der Sicht von June, Lucius, Maggie und Michael. June ist die Mutter des ermordeten Mädchens Elizabeth und des ebenfalls erschossenen Polizisten Kurt Nealon. Daraufhin wurde zum ersten Mal seit vielen Jahren in New Hampshire die Todesstrafe vollstreckt. Lucius DuFressne ist ein Mithäftling des Mörders Shay Bourne. Dessen Seelsorger ist Father Michael. Maggie Bloom ist Anwältin und vertritt im Laufe der Geschichte Shay Bourne vor Gericht, denn dieser will nach seiner Hinrichtung der zweiten Tochter von June sein Herz spenden. Claire Nealon ist schwer Herzkrank und wartet auf ein Spenderherz. Eine Tatsachte die den ganzen Ort in Aufruhr bringt.

Nach Shay's Verlegung in einen anderen Gefängnistrakt, wo er auf seine Exekution wartet, geschehen einige wundersame Dinge: Wasser verwandelt sich in Alkohol, ein Toter Vogel wird zum Leben erweckt und der Gesundheitszustand des Mithäftling Lucius verbessert sich schlagartig. Shay wird von einigen als Heiligen betrachtet und von Anderen zu tiefst verachtet.

Um das Herz spenden zu können, darf die Hinrichtung von Bourne nicht durch eine tödliche Injektion erfolgen, sondern muss durch erhängen erfolgen, denn nur so kann das Herz im Körper der schwerkranken Claire schlagen. Ihre Mutter June steht nun vor der schwierigen Frage ob sie ihrer Tochter das Herz eines Mörders gibt, oder ob Claire stirbt, denn der Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends. Gericht und Ärzte müssen ebenfalls zustimmen und so beginnt ein neues Verfahren bei dem alle Beteiligten an Ihre Grenzen geraten.

Als Leser taucht man tief in die Geschichte ein und stellt sich selbst viele Fragen die dieses Buch aufwirft: Ist zu glauben wichtig? Welcher ist der wahre Glaube? Kann man einem Menschen verzeihen, der einem das wichtigste im Leben genommen hat? Worin besteht Erlösung?

Mich hat dieser Roman zu tiefst aufgewühlt. Bewegt habe ich die letzten Seite gelesen und musste kurz durchatmen als der letzte Satz endete.

Ein Buch voller Wunder!
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am 25. März 2012
Bücher sind Geschmackssache das ist erwiesen und ich merke immer wieder, das Bücher von Jodi Picoult nicht jeden ansprechen. Ich liebe sie und eins ihrer Bücher möchte ich euch heute vorstellen, da es mich sehr berührt hat. Ich finde das die Autorin einen ganz besonderen und eigenen Stil hat und jedes ihrer Bücher zum Nachdenken anregt. In diesem Buch geht es um die "Todesstrafe" und das ist wahrlich keine leichte Kost!

Das Geschehen in einigen Sätzen kurz angerissen:

June hat ihren ersten Mann durch einen Autounfall verloren, mit ihm hat sie eine kleine Tochter Elizabeth. In den Polizisten der ihr die schreckliche Nachricht überbringt verliebt sie sich und heiratet erneut. Kurz vor der Entbindung stehend, passiert ein schreckliches Verbrechen. Der Handwerker Shay Bourne erschiesst ihren Mann und ihre Tochter Elizabeth. Shay Bourne erwartet nun die Todesstrafe.
Erzählt wird das Buch in mehrern Abschnitten, die immer die sichtweise der jeweiligen Person beleuchtet.

Da ist zum einen Michael, ein Student, der in der Jury über das Urteil über Shay Bourne befinden soll. Nach langem Zögern stimmt er für die Todesstrafe. Da er ein sehr gläubiger Mensch ist, beschliesst er Priester zu werden und wird 11 Jahre später der Seelsorger für Shay Bourne, der in der Todeszelle sitzt und auf die Vollstreckung wartet, denn sein Gnadengesuch wurde abgelehnt und die Strafe soll zur Vollendung kommen.
Lucius:
Der Zellennachbar direkt an Shay. An Aids erkrankt und zu lebenslanger Haft verurteilt, da er seinen Freund Adam durch eine Eifersuchtstat umgebracht hat.

Maggie:
Die Anwältin, die wie eine Löwin darum kämpft, das die Todesstrafe umgewandelt wird. Warum eerkläre ich später.
Maggie ist im jüdischen Glauben erzogen. Ihr Vater ist Rabbi, aber Maggie will vom Glauben nichts wissen und nennt sich selbst eine Atheistin.
Maggie hat Übergewicht und auch kein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

June:
Die Frau und Mutter der beiden Ermordeten.

Claire:
Claire ist die Tochter von June und sehr schwer herzkrank. Nur eine Herztranplation kann ihr Leben retten.

Die beschriebenen Personen sind im nachinein alle miteinander verknüpft.
Es geht viel um Glauben und das hat mich dann teilweise doch ein bisschen verwirrt. Trotzdem ein wirklich spannend geschriebenes Buch, wenn auch ohne Happy End für Shay.

Seitdem Shay im Gefängnis in Concorde einsitzt, passieren da wundersame Dinge. Aus Wasserrohren in Block 1 sprudelt der Wein, ein Kaugummi reicht für alle Insassen, ein Vogel wird aus dem Tode geweckt ...... Da diese Wunder auch nach aussen dringen, gilt Shay als der wiedergeborene Erlöser. Zahlreiche Menschen versammeln sich vor dem Gefängnis und bringen ihre kranken Kinder, Frauen ......... Shay der auf die Vollstreckung seiner Strafe wartet, sieht im Fernsehen Claire, die dringend ein Spenderherz benötigt und nun kämpft er darum, das sie sein Herz bekommen soll. Die eine Schwester konnte er nicht retten, aber Claire könnte er durch die Spende retten. Eine Organspende ist aber durch den Tod einer tödlichen Injektion nicht möglich, da käme dann nur der Tod duch Erhängen in Frage.
Es ist wirklich sehr interessant geschrieben, voller Gefühl, manchmal ein klein wenig lustig, aber auch sehr, sehr traurig. Ich will garnicht so weit darauf eingehen, was hier alles passiert, das würde ich an eurer Stelle selbst lesen wollen.

Was mich hinterher im Anhang sehr fasziniert hat, war die Tatsache, das sich die Autorin sehr intensiv mit der Todesstrafe befasst hat. Sie erzählt, das während der Ausführung durch die tödliche Injektion 3 Spritzen ins Spiel kommen. 2 beiinhalten ein Placebo und eine die tödliche Injektion, die zum Herzstillstand des Häftlings führt. Das macht man deshalb, damit die Vollzugsbeamten, die als Henker fungieren, nicht wissen, wer letztendlich für den Tod des Häftlings verantwortlich ist.
In den USA wird noch heute die Todesstrafe ausgeführt!

Mir hat es einerseits gefallen und andererseits auch abgestossen. Trotzdem würde ich es noch einmal lesen wollen, weil es doch spannend geschrieben ist. Man fiebert richtig mit, ob Claire gerettet werden kann. Was damals wirklich passiert ist. Ob Shay seine Strafe umwandeln kann. Ob Michael irgendwann gesteht, das er mitverantwortlich ist?

Ich wünsche euch einen schönen Leseabend, denn ich empfehle euch das Buch natürlich uneingeschränkt weiter!
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