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am 15. Januar 2017
Kaum zu glauben, aber der Film ist bei Prime in bester HD Qualität zu sehen und dazu noch uncut. Ich habe eben mit den Schnittberichten abgeglichen.
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am 23. März 2017
Den letzten Part der Überschrift (die letzte Silbe bitte wie ein "ch" lesen :D), wie verhält es sich doch gar stets, gedachte ich noch ein wenig auszudehnen, doch nur wenige Zeichen waren uns vergönnt, umso erfreulicher nun also bei einem derart kult- und sagenumwobenen Werke, dass die Rezensionen selbst keinen Grenzen dieser Art unterlägen, mögen die Festivitäten beginnen, der düstere Zauber erwachend, lebend in der Aura seiner ureigenen Welten.

Schneeflocken scheinen vor unserem geistigen Auge schon niederzupeitschen, ehe der eigentliche Film überhaupt beginnt, doch woraus resultiert unser Unbehagen (gleichwohl ich den Schnee so begrüße...) ?
Nun, werte Freunde des italienisch geprägten 80er Jahre Films, wir haben es mit einer Naturgewalt des jenseitigen Abgrundes zu tun, erleben wehende Winde wie sie zu hören-, fortfahrende und jemandes Wesen einsam zurücklassende Busfahrzeuge, wie sie zu sehen sind.
Tief in den Bergen der sagenhaften Serpentinenstraßen, Einsamkeit des Alleinseins, atemberaubende Umgebungen, deren nunmehr nicht erst unlängst erzeugt worden seiende Stimmung jedoch zu Ängsten einzuladen vermag.
Isolation, Abgeschiedenheit, frei von Zugängen zur uns bekannten "Unterwelt", wie wir sie hier, außerhalb der gehobenen Bergpracht, tagtäglich erleben "dürfen".
Die Landstraße als Garant für die Ungewissheit, ob jemals noch einmal ein Wagen wird anzuhalten gewillt sein oder gar überhaupt auftaucht, kurvige Passagen, geradezu sinnbildlich dafür stehend, wie unklar der gegenwärtige Weg der Protagonistin ist, in alle Richtungen könnte er sie führen, uns zum Schicksale geleiten...
Mit von der Partie ist u.a. Patrick Bauchau, dessen Anwesenheit mich wiederkehrend erheitert, seit ich den schauspielerisch brillanten, dialogtechnisch durchdachten Geniestreich "Die Sammlerin" von Éric Rohmer sah, doch auch in Columbo und Bond wirkte er schon mit, ein anderer Darsteller des hiesigen Films kann in seiner persönlichen Filmographie eben dieselbe Kombination für sich verbuchen: Columbo und Bond, Donald Pleasence.
Ein Mädchen fortan allein ihrer Wege gehend, doch WOHIN selbigen Weges?
Zurückgelassen auf des Straßenpflasters Kälte, sich bewegend auf dem Parkett der Furcht, wandelnd über eine Plattform der inneren Unannehmlichkeiten.
Ein alleinstehendes Haus ein Garant für Gewalt, oder aber für Geborgenheit?
Es scheint nur zwei Möglichkeiten zu geben, jeweils liegend im Reiche eines Extrembeispiels.
Betagte Uhren und Bilder, niemandes Munde zu antworten bereit, so flieht sie gar fort, begibt sich in andere Welten der tränendurchtränkten Gewässer nun.
Besagter Donald Pleasence erneut in einem 80er Jahre Kultfilm mitwirkend, d.h. ehe er in John Carpenter's "Die Fürsten der Dunkelheit" hat erscheinen dürfen, hier nun einen Insektenexperten darstellend - diese Verbindung wird noch kostbar sein, um auf Ebenen menschlicher Wellenlängen zur EIGENTLICHEN Hauptprotagonistin durchzudringen, auf welche ich bislang noch nicht habe eingehen können.
Das Wahrzeichen erwacht, herbeigefahren kam sie nun, Jennifer Corvino, besser bekannt als Jennifer Connelly, um letzten Endes doch den Namen außerhalb der Rolle aufzugreifen.
In meinen Augen entstand das uns den Atem raubende Erscheinungsbild ihrerseits erstaunlicherweise "erst" in den 2000er Jahren, rein subjektiv ereilt mich der Eindruck, dass ihre Augen in späteren Jahren stärker zu leuchten vermochten, lebend von einer Art Grünstich, dessen wundersame Schönheit insbesondere in "Haus aus Sand und Nebel" zum Vorschein kam (der 86er Titel "Das grüne Leuchten" wäre somit ebenfalls angebracht gewesen), wie dem auch sei, unsere Phenomena-Jennifer, sie verstand es mit Insekten zu kommunizieren, in ihrer gelebten, oftmals aber auch von ihrer Seite verständlicherweise nicht sonderlich begrüßten Rolle (Rolle innerhalb der Rolle verstünde sich) als Außenseiterin, als andersartig anmutendes Geschöpf, blüht die junge Ausnahmeschauspielerin durchaus auf.
Ein geschätzter Filmfreund meinerseits bemängelt in ihrem Falle ein Stück weit die Synchronstimme innerhalb dieses frühen Films und ebendiese kritischen Stimmen ließen sich aus meiner Sicht auch in Ansätzen nachvollziehen, dennoch empfinde ich die Synchronfassung im Grunde genommen als akzeptabel.
Freilich ist sie fürwahr nicht sonderlich überragend, in der Tat jedoch ausreichend meiner Meinung nach - im Übrigen klingt Italienisch IMMER schöner, falls der Film überhaupt in Argento's Heimatsprache existiert.
Die Winde so allgegenwärtig, selbst im so äußerst strengen Internat, mögen die Lehrkräfte auch noch so hörbar Laut von sich geben, genießen wir das in uns aufatmende Gefühl, dass jeder Wind des Lehrmeisters Wort zu übertönen weiß.
Ihr Vater ist in der Filmbranche tätig, Neider dürften nun umso deutlicher gewillt sein, das auf so faszinierende Art und Weise andere Mädchen aus bestimmten Gruppen auszuschließen, lediglich ihrer Freundin und Zimmergenossin teilt sie einiges mit, entfaltet sich auf dem Altar der Erzählungsfreiheiten, breitet sich seelisch aus, wahrlich spürend, dass ihr Dasein bedauerlicherweise mit einer Art Opferrolle verknüpft zu sein scheint.
Die Bilder für Argento-Verhältnisse recht dunkel erscheinend, was u.a. auch für "Opera" gilt, ferner setzt auch die musikalische Note neue Akzente, begibt sich in die härteren Welten rockig anmutender Extremsounds.
Traumwandlerisch läuft unsere Zaubergestalt daher, des Schlafwandelns Träger abermals sie, traumatische Bilder und Geschehnisse wir erblickend, gleichwohl die Bildqualität der versehentlich von mir erwischten 16 Jahre "jungen" Version von Dragon teilweise zu wünschen übrig ließe, insbesondere in den Traumsequenzen (eine neuere Uncut-Fassung existiert ebenfalls, ferner dürfte in diesem speziellen Falle selbst die gekürzte Variante weniger tragisch sein als bei manch anderem Film, Details hierzu würde ich Sie jedoch bitten, anderen Rezensionen zu entnehmen, so bezöge sich meine Wertung ausschließlich auf die ungekürzte Variante...)
Vollmondnächte der Angst, Schlafwandel als Lebensmodell, denn alles was wir tief in uns tragen, scheint urplötzlich zutage zu kommen, obgleich Jennifer natürlich alles andere als gewillt ist, den nächtlichen Urinstinkten dieser ihrer schlimmsten Wege des Sehens, des schmerzhaften Erkennens und Wahrnehmens zu folgen.
Sogleich träfe sie auf diesen Insektenforscher, es sei ihre erste Schlafwanderung seit Jahren gewesen, fast als handle es sich gegenwärtig um eine Welt, wie sie ihr zu diesen nächtlichen und unfreiwilligen Streifzügen einen ganz bestimmten Grund gibt, hinsichtlich ihrer Eigenheiten, der Details im Allgemeinen, äußert, ja gar ÖFFNET sie sich dem Herrn, während, wie er zu sagen pflegt, die Alpenwinde manch' Menschen konsequent in die Welten des Wahnsinns treiben, oftmals seien die Winde das einzige hörbare Geräusch weit und breit, wie eine Art Orientierungspunkt als einzige Botschaft, die uns mitteilt und verkündet, wo wir uns befinden.
Nach den nächtens stattfindenden Unannehmlichkeiten leidet Jennifer nunmehr auch unter einer gänzlich anderen Belastung, nämlich jener, dass ihr Umfeld sie nun noch weniger in Frieden leben ließe, vielmehr spräche da dieser Arzt von einer Art Bewusstseinsspaltung ihrerseits, redet ihr recht unschöne Dinge ein, wie sie nur mehr bestätigen und untermauern, dass unsere wunderhübsche Fee des komplizierten Denkens von einigen Mädchen oberflächlich als "verrückt" bezeichnet und abgelehnt wird, eine Einzelgängerin ist, über welche unangenehm hässliche Dinge gesagt werden, obwohl sie kein einziges Mal einer Mitschülerin etwas zuleide tat, ... ein gefundenes Fressen für jene menschlichen Gemeinheiten, deren Tragweite bis zur Seele reicht und tief in den Menschen eindringt.
Des Weiteren scheint ihre Protagonistin, zumindest wirkt es so auf mich, ein Stück weit "unter ihrer eigenen Intelligenz zu leiden", tatsächlich genoss ich zumeist den Eindruck, dass sie innerhalb des Films oftmals als einzige Person "den Durchblick" hat - vom Mörder einmal abgesehen, doch Menschen umzubringen und selbiges auch noch gutheißen zu können, ist nicht das, was ich unter "den Durchblick haben" zu verstehen gewillt bin, auch wenn ich keinen Mörder beleidigen möchte, das läge nicht in meiner Absicht.
Kultig ist alsbald die für einen kurzen Augenblick zu erlebende Tagesschau der damaligen Zeit, solch betagte Nachrichtenbilder erlebe ich noch nicht einmal, wenn ich mir im Fernsehen "die Tagesschau (von) vor 20 Jahren" zu Gemüte führe, ein Programm, welches ich Ihnen sehr ans Herz lege.
Die Freundin und Zimmergenossin Sophie, wie sie im Gesamtbilde eigentlich recht angenehm, stellenweise auch überraschend verständnisvoll ist, wohl auch des gemeinsamen Wohnens wegen, macht sich vor ihrem Freund ein Stück weit über des Zaubermädchens Schlafwandel lustig, vermag es aber nicht gänzlich "böse" zu meinen, muss vielmehr zusehen, dass man in Kürze IHR nichts "Böses" (jawohl, da ist dieses Klischeewort wieder!) anzutun gewillt ist.
Der Stil erweist sich insgesamt als weniger rauschhaft, verglichen etwa mit jenem von Suspiria und Tenebrae, hiermit meine ich aber lediglich das Fehlen audiovisueller Wunder und greller Farben, rein traumdeutungstechnisch betrachtet, ist Phenomena eigentlich ein nicht weniger interessanter Trip, ferner gelobe ich das winterliche Setting hervorzuheben, wie es mir mit etwas mehr Schnee und Kälte jedoch noch besser gefiele.
Jennifer wie sie in nicht allzu ferner Bälde einen tunnellangen Flur vor ihrem geistigen Auge sieht, Klänge wie von Engelschören zum Gesange erkoren, zugleich jedoch stets in einen teils schnellen Rhythmus eingebettet, dessen Härte stellenweise seinesgleichen sucht...
Nach wie vor bin ich zwar dankbar nicht mit Schnitten konfrontiert zu werden, könnte mir jedoch in Ansätzen vorstellen, dass zumindest die (Alp-)Traumsprache in ihrer angedeuteten Symbolik und Metaphorik, oder weiß der Himmel was wir noch zusätzlich hineininterpretieren könnten, auch in einer Cut-Fassung spürbar wäre, lediglich die ausgeprägten Kontraste zwischen nackter Gewalt und Abscheu ... und traumwandlerischer Kunst des Schwebens auf der anderen Seite, und ebendiese Kontraste zeichnen einen Argento aus, würden wohl bedauerlicherweise abhanden kommen, daher richtet sich meine "Werbung" für den Film nach wie vor ausschließlich auf die Uncut-Welten.
Schmetterlinge als Symbol für die Seele und das Übersinnliche in uns, führend zu einer Entdeckung hinsichtlich des Verhaltens der 'sensitiven Insekten', deren Spürsinne offenbar recht ausgeprägt sind.
Die Schülerinnen zwar überfordert mit den anspruchsvollen Situationen und teilweise hegen, "genießen", haben sie auch etwas Angst vor Jennifer (die sie gewissermaßen durch das Mobbing kompensieren), doch so sehr ich die Gruppen in dieser Hinsicht auch in Schutz nehme ob des Überfordertseins, rechtfertigt deren Herausforderung innerhalb der Situation noch nicht notwendiger- und auch nicht ansatzweise die ekelhaft-gemeinen Verhaltensweisen gegenüber Jennifer.
Was ich im Vorfelde bei Argento nicht zwangsläufig erwartet hätte und in ebendiesem Punkte läge in meinen Augen die Hauptstärke des Films:
"Phenomena" fungiert in meinen Augen als ein Werk, welches über die hier ja ein Stück weit fehlenden Welten des Bilderrausches hinausgeht, vielmehr funktioniert der Film fast schon als eine Art Charakterstudie, möchte uns wirklich das Gefühl vermitteln, wir mögen doch bitte eine Verbindung zu Jennifer herstellen, ein Gespür aufbauen, wie wir sie, was eigentlich in zwei Stunden nicht möglich ist, uns jedoch suggeriert werden soll, das Mädchen in ihrem schwierigen Leben, wirklich ernsthaft kennenlernen können, ...denn einen Teil ihrer seelischen Welten und Wurzeln zu verstehen, möge unsere Kernaufgabe sein.
Ähnlich wie bei "The Thing", dem zweiten in dieser Rezension genannten Carpenter, würde ich mir tendenziell mehr Außenaufnahmen wünschen, wie sie Phenomena ein noch intensiveres, aussichtsloser anmutendes Gefühl von Isolation hätten angedeihen lassen können - auf der anderen Seite ist sie nirgends so isoliert wie im Internate selbst, wo sie doch (völlig zurecht leider!) das Gefühl hat, dort keineswegs verstanden zu werden, man schenke ihr kaum Gehör, innerhalb des Films käme es mir fast so vor, als seien nur WIR es, die ihren Worten gebannt lauschen.
Viele Zeitgenossen beginnen damit, es sich im Falle Jennifer etwas leicht zu machen, sind gewillt sie sozusagen "im Dienste unser aller Gesundheit sowie der ihren" in geschlossenem klinisch anmutendem Raume (fest-) zu halten, ...wieso dieses?
Nun, weil sie ja "nicht normal" sei...
Pardon, was ist eigentlich normal?
Nun gut, diese Debatte sprengt den Rahmen, fahren wir mit der Rezension fort.
Donald Pleasence verlangt nun Großes von Jennifer, sie nimmt den entsprechenden Auftrag an, a) weil sie bedauerlicherweise nicht viel zu verlieren hat und b) weil ihr Interesse am Geschehen das einzige ist, was den Angstzustand noch überträfe...
Und C, ich vergaß, selbstverständlich wegen Sophie, der Zimmergenossin, deren Verschwinden unserer Seele nicht sehr gelegen kam.
Fraglich bleibt bei alledem recht lange, inwieweit Donald vertrauenswürdig ist, obgleich er immerhin den Sympathiebonus genießt, die Andersartigkeit ein Stück weit mit Jennifer zu teilen, doch womöglich kann ich Sie hier beruhigen - d.h. Nein, lasset euch selbst überraschen, ob er in die Geschehnisse negativ involviert ist oder nicht.
In baldiger Kürze befinden wir uns sozusagen wieder am Anfangspunkte des Films, sind dort angelangt, wo nun Jennifer das fortsetzt, was anderswem mitnichten gelang...
Begebet euch zum Hause, doch wisset:
Wir befinden uns fortan in gewisser Weise IN Jennifer's Psyche, verschmelzen mit ihr zu einer Person.
Die Kamera sie fährt durch das beinahe menschenleere Haus und Jennifer niemandes Worten Glauben schenken oder gar trauen könnend, oh die letzte Nacht erwacht und all dies in der Schweiz bei einer uns alsbald "einladenden" Dame der grausamsten Sorte (die Synchronstimmen urplötzlich etwas anders, offensichtlich handelt es sich um teils nachsynchronisierte Szenen...)
Ist die so "gastfreundliche" Dame die Mörderin...?
Und welche Rolle wird Bauchau's Inspektor Geiger noch spielen?
Die Musik oftmals so anders als das Setting, das in dieser Rezension etwas überstrapazierte Wort "traumwandlerisch" nach wie vor zutreffend, doch die Klänge zumeist hart, mitnichten zart, Hektik sie wird wilder...

Trotz diverser Exzesse der Gewalt, war die einzige unangenehme Szene für mich jene, in welcher Jen schwimmend unterhalb der Wasseroberfläche nicht wusste, wo sie bestimmter Feuerwelten wegen wieder wird auftauchen können (und auch wir sind uns nicht bewusst, ob das Auftauchen noch Sinn ergäbe...), doch meine werten Filmfreunde der Nacht, mehr sei bezüglich dieses teilweise grandiosen, gleichwohl nicht durchgehend perfekten Films nicht verraten, lasset euch fallen und gebet euch Jennifer sowie ihren nächtlichen Reisen hin, erlebet "PHENOMENA"!
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am 9. Juni 2016
ACHTUNG!
Wie schon andere Rezensenten beurteile ich hier nicht diese Edition, sondern die wirklich ungeschnittene Ausgabe von XT VIDEO, über Versand aus Österreich problemloser als bei uns FSK 18 Filme preisgünstig und zügig beziehbar. KEIN Vorwurf an Amazon, aber was manche Firmen als >uncut< anbieten, ist auch für mich strafbarer Betrug, nicht nur Irreführung

Jennifer Corvino (J.Connelly, erst 15 !) ist die Tochter eines berühmten Schauspielers und reist selbständig zu einem Internat in der Schweiz, in eine Region, die wegen des Föhns, der manche Menschen in den Wahnsinn treibe, auch das Transsylvanien der Schweiz genannt. Natürlich steht sie wegen des beschwärmten Vaters zunächst umschwärmt im Mittelpunkt, später, als sie schlafwandelt und ihre Liebe zu Insekten bekannt wird, immer noch im Mittelpunkt, nämlich als Opfer von gemeinem Hohn und Spott, wird ausgegrenzt, gemobt und will unbedingt wieder weg.
In der Region ist ein Mädchenmörder aktiv, dem in gut 8 Monaten schon mehrere Mädchen zum Opfer gefallen sind, und sie hat Albträume (nicht nur in den Alpen kann man sie statt mit P auch mit B schreiben, Alben sind Elfen, Alpen allerdings eher nicht), und auch beim Schlafwandeln, wobei sie in gefährliche Situationen gerät, sehen wir Visionen von unwirklich hell erleuchteten ultramodern wirkenden Fluren mit zahlreichen Türen zu beiden Seiten.
Ein weiter wichtiger Protagonist ist der Entomologe Prof.John McGregor (Donald Pleasance), der schon appetitlich eingeführt wird, als er mit Kollegen im Gespräch auf menschliche Leichenteile zeigt, die in unterschiedlichen Stadien der Verwesung sind. Ein interessanter Zweig der Insektenkunde ist die forensische Entomologie (bekannter Vertreter bei uns Mark Benecke, der in der ganzen Republik Vorträge hält, viele Termine schon ausgebucht). Im Film erklärt McGregor , wie man mit erstaunlicher Genauigkeit, wenn man die Bedíngungen des Auffindens einer Leiche kennt und diese nicht konserviert war, anhand der Besiedlung mit verschiedenen Insekten und deren Larven den Todeszeitpunkt bestimmen kann.
Diesen interessanten nach einem Unfall im Rollstuhl sitzenden Wissenschaftler lernt auch Jennifer kennen, die von Insekten fasziniert ist, und der Professor muss bald erkennen, dass die Insekten eine Affinität zu der hübschen jungen Frau (so muss man die 15jäjhrige Schönheit schon bezeichnen),haben, sie fliegen oder krabbeln zutraulich auf sie zu und reagieren auf ihre Stimmung. - Gratulation einem Vorrezensenten zu der Bezeichnung Insektenflüsterin! -
Außerdem hat McGregor noch eine treue und nützliche Helferin, eine Schimpansin namens Lucy (vielleicht Referenz an ein 1974 in Ostafrika gefundener Skelettteile eines Australopithecus Afarensis, gut 3 Mio.Jahre alt, Vorfahre der Gattung Hominiden mit aufrechtem Gang. Diese Lucy wird für Jennifer gegen Ende des Filmes noch lebenswichtig werden.
Mit Hilfe einer Sarkophaga- Fliege (Sarkophaga aus dem Griech.: Fleischfresserin), die nur menschliche Leichen verzehrt und laut McGegor über telepathische Fähigkeiten wie viele andere Insekten auch verfügen, macht sich Jennifer, die noch auf das Rückreiseticket in die USA wartet, um das sie den Agenten des Vaters gebeten hat, auf die Suche nach Leichen, Opfern des Serienkillers, von denen anzunehmen sei, dass der Täter sie bei sich aufbewahre.
So landet sie, weil sie vor dem Flug noch eine Nacht vor sich hat und diese auf keinen Fall im Internat verbringen will, bei einer Frau, die böse Geheimnisse in ihrem einsamen Haus versteckt.

Eine Einordnung des Filmes aus dem Jahre 1985 in die verschiedenen Perioden des Schaffens eines der berümtesten Regisseurs des Giallo-Genres überlasse ich der eingehefteten kleinen Broschüre in der Klapphülle der BluRay aus dem Hause XT VIDEO, das Cover entspricht dem mit Jennifer Connellys halb aus Insekten bestehendem Gesicht, nur spiegelverkert.
Wir sehen einen sog. Mysterie-Giallo, in dem übersinnliche Phänomene wieTelepathie und prophetische Träume thematisiert und dem für nicht nur bei Argento typischen fantastischen Traumbildern gezeigt werden, und in dem im Gegensatz zu sonst Raben oder anderen Vögeln wie bei Hitchcock Insekten eine Rolle spielen, und zwar hier nich tals eklig, schmutzig-abstoßend gezeigt, sondern in Großaufnahmen zum Teil gar nicht häßlich erscheinend, und nicht nur als wie in der Realität nützliche Indikatoren in der Forensik (und natürlich Aas-Vertilger), sondern auch mit telepathischen Fähigkeiten begabt, die Jennifer sich zunutze machen kann und die ihr sogar einmal aus einer misslichen Situation im Internat helfenund gegen Ende des Filmes den Kampf Gut gegen Böse mitentscheiden. Schöne traumhafte Aufnahmen mit Jennifer in weißem Nachtgewand im Dunkelgrün-fast Schwarz des nächtlichen Waldes oder vollmomdbeschienene Lichtungen, Autoscheinwerder in der Ferne, hell erleuchtete Fenster, ein Glühwürmchen, das durch sein Licht Jennifer hilft, ein wichtiges Indiz zu entdecken.
Neben der Handlung mit mystischen Anklängen und ESW-Phänomemen (übersinnl. Wahrnehmung), nicht immer stringenter Logik. der Kampf Gut gegen Böse, Hell gegen Dunkel, Ratio und rational nicht Erfassbarem. Jennifer hat nicht nur den Mörder, sondern auch die Mitbewohnerinnen als Gegner, die wichtigsten Verbündeten werden Lucy und die Insekten, die als große sich in einzelne Tierchen auflösende Wolke aus dem Himmel kommen und wieder abziehen.Ruhige Musik im Kontrast zu Heavy Metal. laut und dröhnend, Leben gegen Tod und Verwesung, mit der Jennifer durch ein unfreiwilliges manchem den Magen umdrehenden Vollbad kommt, und das Ende des Bösen im Wasser mit Feuer an der Oberfläche, Das Böse verbrennt,da Gute schwimmt ans flach Ufer und steigt allmählich in strahlendem, nicht transparenten Weiß (Jennifer erst 15 !) als gereingte Unschuld aus dem Wasser.

Kritikwürdig fand ich die Synchronisation. Jennifer muss nicht ein Piepsstimmchen haben wie Anna Fischer auch noch deutlich älter (was mich gar nicht mal stört), aber die Synchro war die Stimme einer älteren Frau, und es störte weniger fehlende Synchronizität zu den Lippenbewegungen, nicht das Gesprochene, aber es wurde für mich sehr häufig gekünstelt wirkend uninspiriert geleiert, was die Schauspieler manchmal schlechter wirken ließ als sie tatsächlich waren. Jennifer Connely ist nicht nur bereits im Teenie-Alter von 15 Jahren eine voll entwickelte wunderschöne junge Frau, sondern auch eine tolle Schauspielerin, man muss manchmal versuchen, das Gesprochene auszublenden und mehr auf die Mimik zu achten. Einen regelrechten Bruch meinte ich ab Minute 88 zu hören, ich dachte kurz an andere Mikros oder Aufnahmepanne, hatte dann aber den Eindriuck, dass plötzlich andere Synchronsprecher redeten.

Letztendlich, für die Synchro kann Argento ja auch nichts, habe ich einen doch tollen Film gesehen. Um das Genre, um Dario Argento, Mario Bava und Lucio Fulci zu geniessen, muus man bereit sein, nicht so sehr auf das letzte Tüpfelchen Realität zu achten, sondern sich auf eine Traum-und Albtraumreise in spektakuären Bildern, großartigen Farben und den Kontrast zwischen Anziehend und ekelhaft Abstoßend einzulassen, und wem das gelingt, sieht mit "Phenomena" nicht meinen Favoriten, aber einen gelungnen Vertreter des Genres und mit Jennifer Connelly eine der schönsten Frauen der Filmgeschichte.

Doc Halliday
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am 4. Dezember 2012
Seit kurzem ist Dario Argentos "Phenomena" nicht mehr indiziert. Die Veröffentlichung einer ungekürzten Fassung mit einer FSK-Freigabe wäre also möglich gewesen...

Leider hat sich der Verleih entschieden, eine stark gekürzte Version anzufertigen und diese der FSK vorzulegen. Diese zensierte Fassung bekam sogar die Jugendfreigabe ab 16 Jahren verpaßt. Die DVD ist nun trotzdem ab 18 Jahren freigegeben aufgrund von Trailern und/oder Bonusmaterial. Ein geschickter Täuschungsversuch, der dem ahnungslosen Käufer eine ungekürzte Fassung suggeriert. Leider ist diese betrügerische Masche bei einigen Labels üblich.

Der Betrogene ist der mündige, erwachsene Kunde, der darauf hereinfällt.
Es wird Zeit, daß der Gesetzgeber diesen Betrügereien einen Riegel vorschiebt!
Notwendig sind verbindliche, deutlich am Cover angebrachte Hinweise auf eine gekürzte Fassung in der Größe des FSK-Zeichens.

Dieser Hinweis fehlt hier leider. Somit ist diese DVD und auch die gleichnamige Blueray-Disc von "Phenomena" für den Müll!

Finger weg!
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am 20. Dezember 2016
Zum Film selbst möchte ich nicht viel sagen - kurz: meiner Meinung nach einer der besten Filme des italienischen Kultregisseurs Dario Argento. Sehr atmosphärisch und abgedreht, vor allem im großartigen Finale.

Für viele sicher nicht uninteressant: Der Film ist bei Prime Video ungeschnitten und mit englischer Sprachausgabe (einige Szenen sind auf italienisch, ingesamt sind dies aber nur wenige Sekunden und für das Filmverständnis unerheblich).

Wer auf brutale Horror/Thriller/Mystery Kost aus den 1980ern steht sollte unbedingt mal reinschauen!
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am 1. März 2014
Ich bin seit den '80er Jahren Fan von Fulci und Argento! - Phenomena habe ich schon auf VHS geliebt , aber die Schönheit der Farben haben auf der Blue Ray eine Inzensivität & Ausdruck bekommen wie Meistro Argento es sich gewünscht hätte! Aber Motte der 80er war das ja nicht machbar! Die Handlung ist spannend, die Maske & Tricks noch handgemacht , man nehme mal den supertoll in Szene gesetzten Angriff der Fliegen auf das Internat...für mich einer der schönsten Horrorfilme überhaupt !
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am 16. Oktober 2016
Da sich sämtliche negativen Bewertungen hier lediglich auf die Schnitte beziehen und die positiven auf den Inhalt, möchte ich nun mal meine negative Erfahrung über den Inhalt kund tun, da ich denke das hier ein völlig überbewertetes Machwerk vorliegt.
Es war mein erste Giallo und rein durch die Beschreibung des Films als auch des Genres hatte ich große Hoffnung eine für mich neue Tür aufzutreten, dachte als Horror- und Psychothrillerfan kann ich da wohl nichts falsch machen; Doch weitgefehlt:

Der Anfang ist gut und bereitet darauf vor was man an todesängstlicher Stimmung erwartet.
Dann geht der Puls wie üblich erstmal wieder runter, es muss schließlich eine Geschichte aufgebaut werden als Fundament für Weiteres. In diesem Fall eine junge Frau im späten Teeniealter, die in ein Internat der gehobenen Klasse zieht, die Tochter eines berühmten Schauspielers, der gleichzeitig der Schwarm der Zimmergenossin ist. Fern der Heimat kann sie den Vater nicht erreichen und die Internatsleiterin ist sehr dominant und streng. Doch für ein Aschenputtel dasein reicht es nicht, dafür ist die Hauptprotagonistin einfach zu selbstbewusst und souverän.

Ziemlich früh fängt die Musik an zu nerven; Heavy Metal war nie so meins, es ist ja auch kein amüsanter Teeniefilm in denen es die Mädchen auf heimlichen Parties so richtig krachen lassen; nein die Stimmung dort ist eher bedrückend und dazu diese Musik?

Dann diese schir nicht nachzuvollziehenden Szenen. Erst schlafwandelnd in der Traumwelt befindlich, halluzinierend, dann doch wach genug um Zeugin eines Mordes zu sein, dann aber doch wieder zu abwesend, um ein quadratmetergorßes Loch im Dach zu bemerken durch das man fällt.

Ein Nachts auf der Strasse liegendes, halbnacktes Mädchen wird dann einfach mal grob von ein paar jungen Männern ins Auto gezerrt, die wohl eher die Situation ausnutzen wollen anstatt dem Mädchen zu helfen. Wäre ja garnicht so abwegig, wenn das nicht innerorts geschehen würde und das noch einige andere Autofahrer mitbekommen würden.

Man erwacht mitten in der Nacht, die Zimmergenossin ist verschwunden, man hört draußen ein Mädchen schreien, geht schauen. Alles was man findet ist ein Hanschuh und zwar nicht auf dem Boden liegend sondern tief im Gebüsch wo man gerade so mit voller Armlänger hineinkommt, um ihn herauszufischen. Wie kommt er da hin? Offensichtlich der Handschuh eines Mörder, klar man weiß auch als Nichtkriminolge das Mörderhanschuhe an den daran befindlichen Maden zu erkennen sind, schon während des Mordes legen Fliegen ihre Larven in die gerade sterbende Leiche ;-) Also muss man denken, das der Handschuh vielleicht dort absichtlich tief in das Gebüsch verbracht wurde um serienmörderlike etwas aussagen zu wollen, das macht nach der Handlung auch im nachinein allerdings gar keinen Sinn!
Warum schreit das Mädchen erst im Haus; Wahrscheinlich weil sie erst dort im Licht die Maden sieht! Jippie, es scheint etwas Sinn zu machen, von dem Schrei den man als Betrachter außerhalb des Hauses mitbekommt, scheinen Hausbewohner wach zu werden, denn es gehen Lichter an; Was wird geschehen? Es steigt tatsächlich Spannung auf, plötzlich eine Szene im Bus, dann wieder das Haus von außen, wieder wird geschrien und wieder geht ein Licht an, HM? Keine Spannung mehr, wieder Überlegungen was da eigenltich passiert, warum und was der Künstler mir da sagen möchte. Die Leute im Internat verlieren glaube ich bis zum Schluß kein Wort über das verschwundene Mädchen, vielleicht weil es eine Erklärung für das komische Verhalten der Zimergenossin wäre? Nein, die wird wegen ihres sonderbaren Verhaltens gehänselt und verspottet. Würde evtl. Sinn machen wenn alle im Internat in einer satanischen Sekte wären und alle unter einer Decke stecken würden, dem ist aber nicht so, jedenfalls gibt es keine Hiweise dafür.

Dann immer wieder die völlig unpassend einsetzende Musik, selbst wenn es die Handlung schaffen würde Spannung aufzubauen, so würde diese wieder durch die Musik in den Hintergrund gedrängt; Es wäre eben keine Hintergrundmusik, sie dominiert völlig!
Nichts gegen das peppige Doblebassspiel eines Motörheaddrummers, aber einfach mal so während man ein paar Notarztwagen vor einem Haus stehen sieht. Zugegebener Massen ist der Anblick eines Rettungswagens für manch eine Dorfoma ein gar aufwühlender Anblick. Für mich persönlich allerdings nicht schrecklich genug um es mit derartiger Höllenmusik zu unterlegen. Dann wieder einfach Cut und Höllenmusik weg. Hm? Was war das nun wieder?

Der Film nervt mich mitlerweile so, das ich kurz davor bin in auszumachen, was in meinem Leben wirklich noch nicht oft vorgekommen ist. Ich möchte schließlich eines der Aushängeschilder des Genres verstehen lernen, diese Motivation ist groß, ich möchte ein Genre für mich entdecken!

Das Mädchen verlässt dann verständlicher Weise diesen Ort, dann am Flughafen, oder wars der Bahnhof, kommt dann doch noch eine Mitarbeiterin vom Internat um sie abzuholen, um sie bis zum Flug (Zug) am nächsten Tag zu beherbergen.
Achtung spätestens ab jetzt Spoiler!!!
Erst ganz versöhnlich bekommt sie das Vertrauen der Flüchtenden und sie fährt mit. Doch dann ist diese Frau so unfreundlich und unverschähmt, ja fast gewalttätig, das man selbst ohne die Erfahrungen im Vorfeld nicht dort geblieben wäre! Das Haus ist bis dahin noch völlig offen und jederzeit zu verlassen! Die junge Frau bekommt Tabletten in die Hand gedrückt, die sie Schlucken soll; Ohne Aufsicht im Bad geht kein Zuschauer der Welt davon aus, das sie dieser Aufforderung nochnachkommen wird, da kann kein Vertrauen mehr sein! Im Bad wieder Maden auf den Handtüchern und im Waschbecken. Als seien das noch nicht Zaunpfahlwinker genug, erinnert sich die junge Frau an die Worte des Professors, den sie kennenlernte und der ihre Faszination und guten Draht zu Insenkten dazu nutzte, um mit Hilfe einer Schmeißfliege die Leichen und somit den Mörder zu finden. Der Mörder behält offenbar die Leichen, was die Maden in dessen Umfeld erklären soll.
Dass die junge Frau dann trotzdem eine der Tabletten schluckt, ist schir nichtmehr nachvollziehbar, so doof ist wirklich niemand und spätestens jetzt ärgert man sich richtig über diesen Film. Oh Wunder beginnt die Tablette offenbar ihr erheblichen Schaden zuzufügen, sie schafft es aber sie auszubrechen, dass das die Frau, die ihr diese Tablette verabreichen wollte auch merkt, lässt sie diese auch im Becken liegen und spült sie nicht herunter, das hätte schließlich mal wieder Sinn gemacht ;-)

Die junge Frau ist in einem Zimmer eingesperrt, über der Tür ist ein kleines Fenster was sie öffnen kann und sie sieht vor dem Raum ein Telefon, welches sie mit einer Stange mit einem Haken dran hinauf ins Zimmer ziehen möchte. Sie klettert so hoch, das sie mit der Hälfte des Körpers schon ausserhalb des Zimmers ist. Warum denn dann nicht einfach ganz durch, um dem Verlies zu entkommen, um das Telefon zu erreichen? Nein scheinbar wieder ein kläglicher Versuch des Regisseurs etwas Spannung aufbauen zu wollen. Ich muss fast lachen, denk an eine Komödie in der man die Frau hinausklettern lassen könnte um das Telefon zu holen und um dann wieder hinein in ihr Gefängnis zu klettern, um dort mit dem Telefon Hilfe zu rufen, weil man ja eingesperrt ist ;-) Nein, nein, hier scheint das wohl leider ernst gemeint zu sein und ich kann nicht lachen weil es mich ärgert.
Der Versuch das Telefon hinaufzuziehen scheitert, es fällt herunter in ein Loch im Boden. Ein kurzer Schnitt zu einer anderen Szene, dann wieder Schnitt zurück, die Gefangene dann doch ausserhalb des Zimmers krabbelt in das Loch dem Telefon hinterher. Eine Stimme hinter ihr signalisiert das die Frau, die nun zweifellos böses im Schilde führt, es war ein schreiender Mann zu hören, zurückkommt und das somit Eile geboten ist. Sie kricht einen Schacht entlang, der kaum Gefälle hat und sehr uneben ist. Ein Telefon hat nicht die Möglichkeit dort hinunter zu rutschen, trotzdem muss das Mädchen viele Meter kriechen um das Telefon endlich zu erreichen. Wieder der klägliche Versuch Spannung aufzubauen? Sie ruft, beim Telefon angekommen, nicht einfach den Notruf, nein sie legt den Hörer auf und kriecht wieder zurück in Richtung der Frau, die ihr großen Schaden zufügen möchte; Warum? Achso wei das Telefon nun anfängt zu klingeln! Nein diesmal wohl nichtmehr um Spannung aufzubauen, es ist mitlerweile einfach zu blöd!

Jemand packt sie von hinten und zieht sie in ein anderes Verlies, es ist der Mann, der gerade kurz davor von der Täterin, daran gibt es nun keinen Zweifel mehr, überwältigt und angekettet wurde. Warum spricht er nicht mit ihr und zerrt die verängstigte und durch einen Schacht kriechende junge Frau einfach so grob in das Verlies? Ist er geknebelt? Nein, nichteinmal das macht Sinn, sie schreit natürlich in dem Glauben wieder überwältigt worden zu sein und er brüllt, das sie aufhören soll zu schreien. Das er angekettet ist und blutüberströmt hätte ihr signalisieren können, das er auch ein Opfer ist. Aber nein, sie läuft trotzdem schreiend rückwärts von ihm weg; Warum das denn nun wieder? Achso, weil sie in ein Becken mit Leichenresten fallen muss, für die schönen Bilder!

Diese Bilder sind teilweise sehr gelungen, diese Szene in dem besagten Becken tut was es soll, es ekelt und schockiert den Zuschauer. Ein aufgefundener halbverwester Kopf mit Maden besetzt, die Anfagsszene und ein Insektenschwarm welcher auftaucht als die scheinbar mit Insekten in Verbindung stehende Protagonistin von ihren Internatsmitschülerinnen übel gedisst wird und so sehr emotional reagiert.
Doch ist dieser Insektenschwarm der grandiose Specialeffect von dem hier teilweise in den Rezensionen geschrieben wird? 3 Jahre nach Poltergeist und 1 Jahr nach Terminator?

Noch ein gelungenes Bild ist übrigens das entstellte Gesicht des von der Frau versteckten Kindes, angeblich ihr Sohn, der bei dem vemeintlich finalen Kampf wieder durch einen Schwarm Insekten, der für meinen Geschmack auch für die damalige Zeit nicht gut animiert war und der wieder von den Emotionen der jungen Frau angelockt, den Jungen befallen so dass er sich selbst das Gesicht vom Schädel reisst. Auch das hat eigenltich wieder was, wenn der Junge im Wasser gelandet, dann nicht wieder minutenlang ohne Sauerstoff überleben würde, um die junge Frau die sich ebenfalls ins Wasser begeben muss weil das Boot Feuer fängt, wieder anzugreifen.
Der Unterwasserkampf wird klar zu sehen in einem Pool aufgenommen und nicht in einem See. Als die beiden auftauchen ist der Junge komischer Weise plötzlich 20 Meter hinter der Frau. Warum? Weil der junge so Feuer fangen kann und die Frau von den Flammen unerreicht bleibt!

So hiermit genug und wahrscheinlich schon viel zu viel Details komme ich hier mal zu einem Fazit:

Wäre der Film ein Lowbudget-Horror, könnte man über all diese Ungereimtheiten hinwegsehen. Er ist aber kein Lowbudget und auch kein Horror. Wären diese erwähnten unbeholfenen Szenen noch etwas überspitzter, so wären sie dann recht amüsant. Wäre der Junge ein Dämone, so hätte dies einen interesanten Part im Film, man hätte aber dann viel früher Andeutungen machen müssen, um auf solch eine Thematik hinzuweisen, auch dann wäre es eher ein Horrorfilm. Hier liegt aber ein Subgenre des Thrillers vor, also sehr spannend, bis nervreizendes Terrorkino, sehe ich aber hier nicht. Eine andere Musik hätte auch schon viel ausgemacht denke ich, wenn gerade mal kein Heavy Metal nervt, so ist auch mal eine hohe Opernstimme zu hören, die am Anfang der Bootszene so hoch krächzt, das man fast wieder von einer Komödie ausgeht und fast lachen muss.
Vielleicht war meine Erwartungshaltung auch zu hoch, selbst wenn ich einem anderen die Handlung erzähle, befürchte ich, das ich ihm suggeriere das ich einen interessanten Film beschreibe. Die Story an sich gibt ja auch was her. Letztendlich ist es aber den Film zu schauen eine Tortur, eine Beleidigung an die Intelligenz des Zuschauers; Eben zu viel über das man nicht einfach so hinwegschauen kann!
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am 27. Mai 2017
Mich grad durch die single disc edition von Arrow gequält. Was ein langweiliger Humbug, wie 90% vom "Maestro" (haha, nee is klar). Was ne lächerliche Story, bis auf den Maiden - Song nerviger Soundtrack und der Chimpanzee hat mehr darstellerische Qualität als Pleasance! Einzig Connelly kann halbwegs überzeugen, ansonsten kann ich insgesamt nix Positives an dem Mumpitz finden (bis auf die Bildqualität vielleicht). Null Sterne.
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am 21. April 2012
Liebe Filmfreunde!!! Vorliegende Rezension bezieht sich auf die DVD-Version der Fa. United, die einstmalig hier angeboten und zu der die Rezension ursprünglich verfasst wurde!!! Heue morgen, am 05.02.2016, habe ich bemerkt, daß ursprünglich Rezensiertes nun durch einen Director's Cut, der Fa. Dragon ersetzt wurde. Dieser sollte mit angegebenen 111 Minuten selbstverständlich ungeschnitten sein...

Die Rezension bezieht sich darüberhinaus ausschließlich auf die DVD Version!!! Leider ist diese Rezension auch bei der bereits erschienenen Blu-ray Ausgabe zu lesen. Dies sollte nicht sein, ist aber so und ein Fehler, den Amazon zu verantworten hat. Die Blu-ray Gemeinde bitte ich hiermit um Verständnis und Nachsicht...

Die rezensierte Version der Fa. United ist mit ursprünglich angegebenen 84 Minuten geschnitten. Die Uncut-Version hat eine Laufzeit von exakt 111,11 Minuten und ist erschienen bei XT Video. Zwar weist die Holo-Erstauflage von XT Video ebenfalls nur eine Laufzeit von 85 Minuten auf, was aber lediglich ein Druckfehler auf der Verpackung, sprich dem Steelbook, ist.

XT brachte den Film, genau wie United, als neue Version heraus...in einem edlen Steelbook mit Hologrammcover. Für die vorliegende 16er Version verwendete man das gleiche Cover...möglicherweise auch als Hologramm (das Foto läßt dies vermuten). Ob allerdings im Steelbook oder nicht, hierüber hüllt sich die Amazon-Artikelbeschreibung in Schweigen. Mittlerweile ist in der Amazon-Produktbeschreibung auch keine Vertriebsfirma mehr angegeben (ursprünglich Fa. United), geschweige denn die Laufzeit (ursprünglich 84 Minuten). Das Produktfoto weist einen FSK 16 Artikel aus; in der Produktbeschreibung liest es sich allerdings 'Achtung: Dieser Titel ist nicht FSK-geprüft'. Nichts ist also, wie es scheint, in diesem Angebot. Auch hier obliegt der Fehler eindeutig Amazon. Abgesehen davon ist dies alles auch unwichtig, denn jeder Filmliebhaber haßt nichts mehr als geschnittene Filme und in der Regel ist es leider so, daß geschnittene Filme auf dem jeweiligen Produkt auch nicht als solche deklariert werden...

Zum Film:
Die Schülerin Jennifer Corvino (Jennifer Connelly) kommt in ein Mädcheninternat in die Schweiz. Doch dort in der Gegend treibt bereits ein grausamer Mädchenkiller sein Unwesen. Die von Alpträumen und dem Schlafwandeln heimgesuchte Jennifer wird bei einer ihrer ungewollten nächtlichen 'Exkursionen' Zeugin eines Mordes. Nach und nach entdeckt sie, daß sie außergewöhnliche Fähigkeiten besitzt und daß Insekten scheinbar mit ihr kommunizieren. Mit deren Hilfe und der Unterstützung des Insektenforschers Dr. McGregor (Donald Pleasance) kommt sie schließlich dem Mörder langsam auf die Spur...

Im Gegensatz zur Spannung, welche der Film langsam aufbaut, kommt das Ende überraschend schnell. Leider wirkt sich dies auch negativ auf das Erscheinungsbild des Killers aus, welches gen Schluß erst offenbart wird. So gelungen die Spezialeffekte mit den Insekten sein mögen, so schlecht ist leider die Maske des Mädchenmörders, dessen Erscheinungsbild so ganz und gar nicht zu den Mädchenmorden passen will. Mit einer glaubwürdigeren Figur und einer besseren Maske würden sich sicherlich viel mehr Menschen an diesen Film erinnern und vielleicht wäre auch ein Stammplatz in der ewigen Hall of Fame der Leinwand-Serienmörder, neben Norman Bates, Michael Meyers oder Jason drin gewesen.

Eine sehr junge Jennifer Connelly spielt hier übrigens in einem ihrer ersten Filme und liefert gleich mal, zusammen mit Donald Pleasance, eine grandiose schauspielerische Leistung ab... -Drei Sterne normalerweise für diesen Klassiker des Horror-Altmeisters Dario Argento und dem budgetarmen Killergesamtbild. -Für die geschnittene Fassung leider nur einen!!!
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am 17. Juni 2014
Das Unangenehme gleich zu Anfang:
KAUFEN SIE NICHT DIESE FASSUNG. "Phenomena" ist bis heute, das heißt auch in dieser Neuauflage GESCHNITTEN. Erwerben Sie in ihrem eigenen Interesse diesen Film nur über gute Versandhändler in Österreich oder der Schweiz.
Näheres entnehmen sie bitte der Internet Seite: Schnittberichte.

Rauschend dichte Wälder, ein tödlicher leiser Wind weht über grüne verlassene Hügellandschaften, ein kleines Mädchen an einer einsamen Bushaltestelle, ein verlassenes Haus, das direkt aus den finsteren Märchen der Brüder Grimm stammen könnte.
"Ist jemand da , ich müsste einmal telefonieren". - Schwarze Schatten in verwinkelten Zimmern.
Das Mädchen, das ängstlich und gleichzeit fasziniert die unverschlossene Haustür önffnet , hineingeht in die verwunschene Totenstille.
Die Zeit scheint den Atem anzuhalten. Eine Kuckkucksuhr still starrend an der Wand.
Plötzlich im Gegenschnitt eine eiserne Kette, die irgendwo in den Tiefen des Kellers aus der Verankerung gerissen wird.
Das unfassbare Grauen hat sich befreit.
Bildfolgen, Assoziationen, Interieur, Spannungsaufbau, Entsetzen. Einmal erlebt brennen sich diese Szenefolgen für immer ins Gedächtnis.
Die fulminante Inszenierungskraft eines Regiemeisters, der in höchster Präzision Atmosphäre zu erzeugen weiß.
Ein Musikcrescendo, das ahnungsvoll grollend die Nackenhaare aufstellt.
Ein unsichtbarer Mörder, der in subjektiver rasender Kamerafahrt, dem in Todesfurcht schreienden Mädchen nachstellt, über dunkle halsbrecherisch schmale Waldstege.
Eine böse metallisch glitzernde Schere, die sich durch den Handrücken bohrt . Ein abgeschnittener Kopf der langsam, in grausam morbide schönem Todestaumel durch eine Glasscheibe bricht, grotesk in reißenden Gewässern in tiefe Felsenschluchten hinunterstürzt.
Das ist der Anfang von "Phenomena", dieser einmaligen arabesken, traumumflorten Horrormagie, die nur ein Dario Argento so auf die Leinwand bringen konnte.
Der Giallo- und Horrormeister Italiens, dessen Filme einmal gesehen für immer im Unterbewusstsein ihre schön schrecklich, giftige Verführungskraft entwickeln hat mit "Phenomena" eines der schönsten Kunstwerke seines Filmschaffens entwickelt.
Ein Film, der schwarzfunkelnd mit so vielen Facetten beglückt, der in seinen irrsinnigen, versponnenen Ideen, seiner phantastischen obskuren opernhaften Umsetzung eine Hommage an die surreale Kraft böser Märchen darstellt.
In einem Film wie "Phenomena" ist alles möglich und lassen wir uns in die irrationale farbintensive, artifiziell fiebernde Traumwelt des Meisters entführen erleben wir, wie logisches Erzählkino der beispiellosen Magie soghafter Fabulierkunst, reiner expressionistischer Sinnlichkeit weichen muß.
Dario Argentos "Phenomena" muß man erleben um es zu glauben , muß selbst mitgerissen sein vom "Schweizer Transsilvanien" wie ein Insektenforscher in der Geschichte die Schweizer Berge und ihre unheimlichen Geheimnisse betitelt, muß sich losgelöst auf eine Reise begeben, die weit führt in das Argento- Reich , das hier mehr als sonst an "Alice im Wunderland" erinnert, freilich in zuweilen grimmige und auch ekelhafte Schocks getaucht.
Ein Mädchenmörder geht um in den verwunschenen Schweizer Bergen.
Nicht nur die dänische Touristin der ersten unvergesslichen Szene fällt ihm zum Opfer, viele weitere werden folgen.
Zu dieser Zeit kommt die bildschöne sechzehnjährige Jennifer Corvino in ein in den Bergen gelegenes Mädcheninternat.
Das Flüstern, Wispern, die lauernde Gefahr in riesigen schattenhaften Internatszimmern, verwinkeltem Schulinterieur kennen wir bereits aus Argentos "Suspiria".
Unvergleichlich knisternde Atmosphäre, eine einzige packende delirierende Bild -und Tonkomposition beschert uns Argento in "Phenomena"
Jennifer Corvino ist Schlafwandlerin. Als Verrückte wird sie in der Schule auch abgestempelt weil sie tatsächlich befähigt ist mit Insekten zu kommunzieren.
Bald lernt sie in den abgelegenen Bergen den verschrobenen Insektenforscher McGregor (Donald Pleasance) kennen.
"Ein Killer geht hier noch immer unerkannt um" wird er über seinen Brillenrand Jennifer warnen.
Von der Polizei ist er beauftragt Untersuchungen an den verwesten Mädchenkörpern und Köpfen vorzunehmen.
Fliegen ernähren sich von Leichen. Und anhand des Fliegenbefalls an dem verwesenden Torso ist zu schließen wo und wann das Opfer auf seinen Mörder getroffen ist.
Jennifer, die einsame Außenseiterin in ihrer Schule, die nur die Insekten als ihre besten Freunde bezeichnet, wird sich mit einem fliegenbefallenen Handschuh des unbekannten Mörders, gefunden an einem Tatort selbst auf die unheilvolle Suche machen.
Nicht mit sachlichen Worten ist die Phantasieexplosion, die archaische, zärtliche dann wieder schweisstreibend spannende und volkommen von jeglichen Storyfesseln losgelöste Filmpoesie zu beschreiben. Laßt die Träume leben, so ruft uns Argento zu. Anything goes.
Die Kraft des Märchens, blutig , böse, doch viel zärtlicher, schwebender und feenhafter, als die Vorgängerwerke "Suspiria" ,"Tenebre" ,"Horror Infernal" zieht den Zuschauer vollkommen in ihren Bann.
Argento schafft hier ein weiteres mal Perfektion. Zuschauermanipulation in überragenden Kamerafahrten, bizarren Kulissen, dem untrüglichen Gespür dafür jedes einzelne Bild mit schwirrender, aufregender, poesievoller Kraft aufzuladen.
Atemberaubende Szenen, wenn Jennifer mit Hilfe einer Fliege das unheimliche "Grimms Märchen" Haus findet, wenn unter alten Dielenbalken ein grausiges Geheimnis lauert.
"Der Mörder möchte so lange wie möglich mit seinen Leichen zusammenleben und vereint sein".
Spiegel, die mit schwarzen Vorhängen verdeckt sind, eine Leichengrube voll verwesender Körper. Zimmer, die andere Durchgänge, weitere Räume und Gewölbe verbergen.
Zitternde schwarzbehandschuhte Hände, die ungestüm ein langes tödlich glitzerndes Stillett zusammenschrauben.
Wie in einer mystischen Gegenwelt irrt die unschuldige junge Protagonistin durch ein Labyrinth der unterbewussten hypnotischen Träume.
Blutige Szenen gibt es viele in "Phenomena". Stets sind sie unvergleichlich betörend und gleichzeitig abstoßend inszeniert, wie wir es von dem Giallo Meister, dessen Filme weit über heutige glattgebügelt eindimensionale Filmerlebnisse hinausgehen, gewohnt sind.
Reine hochstilisierte Kunstwerke stellen seine Werke dar. Kompromisslose mutige Visionen eines Filmauteurs, die unglaublich zu fesseln verstehen.
Daro Argentos "Phenomena" dieser Film, der schrankenlos ein Triumph des sinnlichen Fühlens über den sachlichen Intellekt darstellt, funktioniert auch durch den phantastischen Filmscore so überragend.
Schon wenn die schwebende Kamera am Anfang über die rauschenden nickenden Tannenwipfel der Schweizer Alpen steigt, reichen schon ein paar dieser flirrenden unheilschwangeren gleichzeitig wunderschönen Töne, um selbst den kalten Wind, der durch die alten Bäume weht im Gesicht zu spüren.
Jennifer Connelly, diese schwarzhaarige, filigran, faszinierende Schönheit spielt hier ihre zweite grosse Hauptrolle mehr als überzeugend.
"Phenomena" hat all die begeisternden Vorzüge, die den meisten Filme heutzutage fehlen. Er läßt einfach mit offenen Mund staunen, entwirft eine eigene verschrobene Intensität und macht süchtig.
Wie in vielen Argento Filmen ist es weniger die Geschichte , die wichtig ist, und die man natürlich nach einem einmaligen Schauen kennt, es ist die unvergleichliche Atmosphäre, die immer wieder überraschenden und aufs neue zu entdeckenden hypnotischen Zustände, in die man sich immer wieder fallen lassen möchte.
Film als emotionale Exstase, als aufregendes Rauscherlebnis.
Argento kann in dieser Meisterschaft uns auch die krudesten Ideen in seinem Kosmos spielend leicht erfahrbar machen.
Wir folgen ihm durch eine Welt in der kleine Mädchen mit Insekten sprechen, verunstaltete Gnome auf der Jagd nach Opfern sind, wo Schimpansen mit Rasiermessern hantieren und schwarze rauschende Schatten an dunklen Häuserfassaden übernatürlichen Schrecken verheißen.
Wir folgen ihm, weil er uns die Kraft des kindlichen übersprudelnden Staunens auf so hochprofessionelle Weise mit aller cineastischen Manipulationskunst immer wieder zeigt.
Argentos Filme, speziell "Phenomena" zu schauen heißt- zu träumen.
Träume von bösen, maskenhaft, unheimlichen Mördern , von dunklen Legenden, von blutroten fetischisierten Gewaltphantasien und unschuldig verfolgten Jungfrauen. Von Ahnungen, Verboten, verborgenen Zimmern, raunenden Stimmen, guten feenhaften Kräften.
Nichts anderes als die schillernde Farbenpracht böser Märchen- Und wer Märchen liebt, liebt Dario Argento.
Wieder und wieder werden wir uns aufgeregt verirren in dieses Schweizer Transsilvanien, wo der flüsternde Wind die Schrecken gebiert und im Heulen des Sturms ein Mörder lauert.
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