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am 20. April 2017
Habt ihr es auch gehört? fragte ich leise .Da waren Worte im Flügelschlag des Adlers...Es war wie ein wispern.Wie eine geheime Musik.Mein Vater schüttelte den Kopf.Erzähle sie uns ,bat sie.Ich sah die weiße Königin an .Ich sahmeinen Vater an.Sie warteten beide.Da wisperte ich die Worte nach ,die ich im Rauschen der Schwingen gehört hatte:
Ich bin es,Olin.

Ich habe das Buch förmlich verschlungen das ist mit abstand eines der besten Bücher das ich je gelesen habe und das sind ganz schön viele also ich würde udem buch am liebsten wenn es das geben würde 10Sterne geben es ist voller eifersucht eines Vaters der auf diie freiheit der seeadler eifersüchtig ist und das macht ihn krank.Ich kann nur sagen lest es selbst EIN GROßES LOB AN...ANTONIA MICHAELIS!!!!!!!!!!!!!:·)
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am 2. August 2012
KLAPPENTEXT:
In dem kleinen Dorf an der Ostsee gibt es nicht viel. Die meisten Leute sind weggezogen, Arbeit hat kaum einer. Hier lebt Lion allein mit seinem Vater, seit die Mutter die Familie verlassen hat. Doch der Vater leidet sehr unter der Trennung und seiner Arbeitslosigkeit. Immer öfter greift er zum Schnaps und verwandelt sich dann in den schwarzen König - grausam und gewalttätig. Zum Glück gibt es eine alte Frau, die samstags in der Kirche den Kindern vorliest und die Lion die weiße Königin" nennt. Nichts spendet Lion so viel Trost wie die Worte aus ihren Büchern. Und dennoch: Eines Tages hält er es zu Hause nicht mehr aus. Er läuft weg und beginnt ein Leben in den Wäldern, nur in Gesellschaft eines Seeadlers, den er gezähmt hat, und eines seltsamen Mädchens, das ihn begleitet. Doch der Sommer dauert nicht ewig ...

AUTORIN:
(Quelle: Oetinger)
Antonia Michaelis, Jahrgang 1979, in Norddeutschland geboren, in Süddeutschland aufgewachsen, zog es nach dem Abitur in die weite Welt. Sie arbeitete unter anderem in Südindien, Nepal und Peru. In Greifswald studierte sie Medizin und begann parallel dazu, Geschichten für Kinder und Jugendliche zu schreiben. Seit einigen Jahren lebt sie als frei Schriftstellerin in der Nähe der Insel Usedom und hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht - spannend, fantasievoll und äußerst erfolgreich.

EIGENE MEINUNG:
Antonia Michaelis hat eine bitter süße Geschichte geschrieben, die nach einem Märchen klingt und doch so viel von der Realität in sich trägt. Einer Realität, die brutal und grausam ist und nur durch Geschichten, Gedanken und Freundschaften zu ertragen ist.
Nimmt man Die Worte der weißen Königin" in die Hand, sollte man sich warm anziehen, denn Lions Erlebnisse lassen einen unter Gänsehaut frösteln. Er ist ein netter Junge, der allein mit seinem Vater in einem kleinen Dorf lebt. Beide sind verletzt worden durch den Weggang der Mutter, doch während Lion versucht ein noch innigeres Verhältnis zum Vater aufzubauen, kann dieser den Schmerz kaum ertragen, wendet sich vom Sohn ab und dem Alkohol zu. Als Lion dann auch noch eine alte Frau vergöttert, die Geschichten erzählt, gerät der Vater völlig außer sich und begeht einen großen Fehler: er schlägt zu.
Die Worte der weißen Königin" ist von ganz wundervoller Schreibe. Sanft und doch sehr eindrücklich erzählt. Manches ist so zart ausgedrückt, dass die Realität, die beschrieben wird noch härter auftrifft und den Leser bis ins Innerste berührt.
Sowohl Lion als sein Vater haben mit ihren eigenen Schwierigkeiten zu kämpfen. Der Vater ist einsam und fühlt sich verlassen von der Frau. Gibt sich selbst vielleicht sogar die Schuld dafür. Alles was er möchte ist Lion ein gutes Leben bieten, doch das kann er nicht, denn als er auch noch seine Arbeit verliert wird das Geld immer weniger und durch verschiedene Umstände fallen Lions Noten in der Schule ab. Der Vater hat Angst, dass sein Sohn irgendwann so endet wie er selbst. Er fühlt sich unfähig und nutzlos und sucht den Trost im Alkohol. Doch dieser macht alles nur schlimmer, denn er öffnet die Schleusen für all die Wut, die in ihm steckt. Wut auf seine Frau, die Seeadler, sein Leben und vor allem Wut auf sich selbst. Er öffnet sich für den schwarzen König", der nichts mehr von Liebe und Fürsorge in sich hat und sein Kind schlägt, bis dieses wegrennt. Erst dann bemerkt er, was er eigentlich getan hat ...
Ich war Lion, der Junge, der zu wenig Löwe in sich hatte und umso mehr Seeadler."
Lion wird von so vielen Dingen bedrückt, dass es ihm nur schwer gelingt diese alle auszuhalten und so flüchtet er sich in seine eigene Welt. Verzaubert von den Worten einer alten Frau, die ihm mit diesen Geschichten so viel gegeben hat, dass er sie die weiße Königin nennt. Denn sie ist seine Rettung. Ihre Worte holt er hervor, wenn er die Schläge seines Vaters ertragen muss. Außerdem hat er eine besondere Freundschaft aufgebaut. Zu einem jungen Seeadler, den er bewundert dafür, dass er frei ist und fliegen kann wohin er will. Als er ihn eines Tages mit einer Verletzung auffindet und wieder gesund pflegt, baut sich etwas beinahe magisches zwischen ihnen auf und sie werden unzertrennlich. Auch der Seeadler wird Lions Trost in schweren Stunden.
Als wir das Grab verließen, versuchte ich, Tränen zu finden. Doch ich fand keine. Ich fand eine Adlerfeder in meiner Tasche."
Die Worte der weißen Königin" hat mich zutiefst berührt. Vor allem die Beziehung zwischen Lion und dem jungen Seeadler, die keiner Worte bedarf und unabdingbares Vertrauen voraussetzt. Trotz vieler Elemente, von denen man nicht genau weiß, ob es diese nun wirklich gibt oder nicht, weiß ich, dass diese Geschichte mehr als echt ist. Viele Kinder sind in Lions Situation und nicht wenigen dieser Kinder bleibt nichts anderes übrig als die Flucht in eine eigene Welt, um all das ertragen zu können, was schon so schwer auf ihren kleinen Schultern lastet. Dennoch ist es nicht nur ein trauriges Buch, sondern auch eine schöne Geschichte, deren Ende mich zu Tränen rührte.

FAZIT:
Die Worte der weißen Königin" ist eine berührende Geschichte, die mit sanften Worten so stark bewegt. Ein Buch über die Macht der Freundschaft, Mut und den Willen etwas zu ändern, etwas zu erreichen. Ich konnte nichts tun. Oder alles."
Ein Roman für Leser, die ebenso wie Lion in die Welt der Geschichten entfliehen können, sich aber auch mit traurigen Dingen der Realität auseinandersetzen können und ein Buch für alle, die den Mut haben etwas zu verändern. Absolut empfehlenswert!!
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am 23. Dezember 2013
Klappentext
Niemanden beneidet Lion mehr als die Seeadler, wenn er sie beobachtet, wie sie hoch am Himmel kreisen, frei und glücklich. Bei ihm zu Hause, in dem Dorf an der Ostsee, gibt es nicht viel, auf das man neidisch sein könnte. Immer häufi ger verwandelt sein Vater sich im Alkoholrausch in den gewalttätigen schwarzen König. Als Lion es nicht mehr aushält, flüchtet er in den Wald zu den Adlern. Doch das Leben dort ist hart, und immer wieder denkt Lion an die weiße Königin, die alte Frau, die ihm einst so wunderbar vorgelesen hat. Durch sie hat er den Zauber der Worte, ihre Wärme und Kraft entdeckt.

Über den Autor
Antonia Michaelis wurde 1979 in Kiel geboren. Fünf Jahre später begann sie zu schreiben - und hat seitdem nicht mehr damit aufgehört: während ihrer Schulzeit in Augsburg oder auf ihren zahlreichen Auslandsreisen. Sie ließ sich inspirieren von der englischen Literaturgeschichte, die sie in ihrem ersten großen Kinderroman "Die wunderliche Reise von Oliver und Twist" verarbeitete. Antonia Michaelis lebt im Nordosten Deutschlands und hat gerade ihr Medizinstudium abgeschlossen

Schreibstil & Spannung
Die Autorin schafft es, den Leser direkt im ersten Kapitel zu fesseln. Man sit sofort im Geschehen des Buches drin und kann es nicht mehr aus der Hand legen. Aber weniger weil das Thema so toll ist, sondern weil es ganz schlimm ist. Sie schreibt von Gefangenschaft und Misshandlung eines kleinen Jungen. Sehr ernste Themen die einen beschäftigen, aufwühlen. Man leidet mit dem kleinen Jungen mit und muss einfach wissen ob ihm geholfen wird.

Die Charaktere
Die wichtigste Person in diesem Buch ist der kleine Lion. Ein kleiner Junge der sein ganzes Leben vor sich hat und es dennoch nicht geniessen kann. Die Situation zu Hause ist nicht einfach und so flüchtet er nach einigen Vorkommnissen in den Wald und freundet sich mit dem Seeadler an. Ein sehr verletzlicher Junge der eigentlich nur Frieden und Halt sucht.
An seiner Seite Odin, ein tapferes Mädchen was ihm immer wieder Mut zu spricht und für ihn da ist wenn er sie braucht.
Dann spielt die "weiße Königin" noch eine sehr zentrale Rolle. Sie hofft er zu finden weil sie ihm Hoffnung gibt, nur wo ist sie?

Meine Meinung
Ich weiß meine Gedanken zu diesem Buch kaum zu sortieren. Ein sehr ergreifender, bewegender Jugendroman, der einem auch zwischendurch echt die Tränen in die Augen treibt. Ein tapferer Junge mit dem man sehr mitleidet, weil er nicht das erleben sollte was er gerade durchmacht.
Das Buch behandelt ein sehr ernstes Thema, wo auch heut zu Tage leider immer noch weggeschaut wird. Seelische und körperliche Misshandlung von Kindern, gerade auch unter Alkoholeinfluss der Eltern.
Lion erschafft sich daraufhin eine Scheinwelt, versucht seinen Vater weiterhin zu schützen damit er nicht sieht was wirklich geschieht.
Auf der anderen Seite liest man die Liebe zu dem Vater und versucht lange es auszuhalten. Wieso hat es nicht früher jemand gemerkt und ist ihm zu Hilfe gekommen?

Fazit
Ein Buch was kein leichtes ist. Die Autorin schafft es dennoch, es so zu schreiben das es einen in den Bann zieht und man unbedingt erfahren mag wie es Lion ergehen wird. Wer ein leichten Jugendroman erwartet ist hier leider falsch. Aber trotz allem eine absolute Leseempfehlung

Sterne
5/5
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TOP 1000 REZENSENTam 7. August 2013
Lion hat seine eigene Welt. Es gibt in ihr den schwarzen König- der seinen Vater verdrängt, es gibt Olin- die ihn auf seiner Reise begleitet ,es gibt die Seeadler- die seine Familie sind, weil er kein Löwe ist sondern auch ein Seeadler und es gibt die weiße Königin- die mit wundervollen Worten wie: „klingt meine Linde ,singt meine Nachtigall“ Geschichten vorlas. Und nun sucht er diese Worte, so wie er auch die weiße Königin sucht. Wird er beides finden?

Du bist verwirrt? Dann lies diese Buch und du wirst Lions Geschichte verstehen.

Und wieder einmal erwartete mich ein reales Märchen oder war es ein Märchen voller Realität ? ... voll trauriger und ernster Realität einer Kinderseele.
Antonia Michaelis schafft es wieder mich mit ihren Schreibstil zu verzaubern.
Ich war Lion, ich fühlte wie er ,ich dachte wie er , ich war in seiner Welt und ging mit ihm auf eine Reise seines 11 jährigen Lebens, begleitet von Olin, den Seeadlern und den Gedanken.
Diese ruhige Geschichte voller unterschiedlicher Gefühle wie Wut, Trauer, Liebe, Angst und Hass erlebt man persönlich, man fliegt mit ihr dahin und genießt die Magie der Worte, der Sätze und der Beschreibungen. Die Realität verschwimmt in ein märchenähnlichen Zustand ,ohne dass man genau weiß was real ist und was Fiktion. Erst am Ende , wie in all ihren Büchern, gibt die Autorin alles preis. Der Leser ahnt schon viele Dinge vorher ,doch kann er sich nicht sicher sein, denn er taucht so tief in dieses Erlebnis ab, dass er gar nicht neutral nachdenken kann und es auch nicht will, denn er möchte sich in die Welt von Lion nur hineinfallen lassen und den Worten der Poesie lauschen und die Zitate aus Astrid Lindgrens "Klingt meine Linde" und "Die Brüder Löwenherz" sowie Saint- Exuperys "Der kleine Prinz" ,die sich durch das ganze Buch bewegen, genießen ,denn mit ihrer bildgewaltigen Sprache fühlt man mit und verliert sich in den Sätzen und Beschreibungen, man vergisst alles um sich herum und taucht in die Charaktere ein, denn sie sind so real geschrieben, ihre Geschichte ist so dicht gewebt, dass man gar nicht mehr auftauchen möchte.
Ich liebe ihre Art, die Realität in Märchenwolken zu verpacken und den Leser mit der Kraft von Worten und Sätzen zu verzaubern und ihm dann ein märchenhaft-reales Ende zu präsentieren. Man darf nur nicht zu viel Realität erwarten, hier verschwimmt es auf eine Art und Weise, wie ich es es nur von Antonia Michaelis Romanen kenne. Bei ihr brauche ich keine klaren Abgrenzungen, bei ihren „Märchen“ lasse ich mich fallen und genieße es.
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am 30. Juni 2015
Der Schreibstil ist sehr besonders. Es wird sehr viel mit Symboliken gearbeitet. Ich erkenne das auch an, aber ich mag ihn trotzdem nicht wirklich.
Die Handlung ist auch eher langweilig. Es wird wieder ein schweres Thema behandelt, nämlich häusliche Gewalt, verpackt mit dieser märchenhaften Symbolik. Aber um zu unterhalten reicht das nicht.
Es passiert so ziemlich nichts mit Sinn. Im Gegenteil, bei ganz vielen Dingen habe ich mich gefragt was das soll oder wozu das gut war, was man mir damit sagen wollte.
Einen wirklichen roten Faden gibt es nicht, er wirkt eher ausgewaschen. Die Geschichte gibt mit nichts. So gar nichts.
Und auch hier finde ich das Ende wieder fragwürdig – mir fehlt die Moral oder besser, die Moral die ich sehe ist für mich verdreht und zweifelhaft.
Falls es doch einen tieferen Sinn gibt, ist er so tief, dass er mir verborgen bleibt.

Fazit
Dieses Buch ist typisch für Michaelis: nimmt ein schweres Thema (hier häusliche Gewalt), verpackt die Geschichte mit einem fast märchenhaften Schreibstil und verdreht damit die ganze Problematik/Handlung und hinterlässt eine fragwürde Moral bzw. Fazit.
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am 18. März 2012
"Und wenn ich las, sprangen die Worte von den Seiten und flatterten in die Luft auf. Sie konnten fliegen." Antonia Michaelis findet wahrlich stets die rechten Worten für ihre Geschichten. Ich liebe diesen Schreibstil.

Diese Geschichte von Lion, dem Jungen der "zu wenig Löwe und zu viel Seeadler war", ist zutiefst berührend, sehr traurig, aber doch wunderbar schön. Sie erinnert mich an ein Märchen. In anderen Rezensionen habe ich gelesen, dass die Geschichte nicht von allen verstanden wird. Nun, Märchen öffnen sich auch nur demjenigen, der sich einfach darauf einlässt und nicht krampfhaft versucht, den genaueren Sinn zu ergründen ;) Vielleicht erscheint das Ende recht merkwürdig, dass Olin einfach verschwindet und fortan als Seeadler weiterlebt? Fakt ist, dass Olin immer an Lions Seite war und dass sie ihm genau dann erschienen ist, wenn er sie gebraucht hat. Möglicherweise ist ihre Aufgabe am Ende erledigt...
Wie dem auch sei, diese Geschichte steckt voller Grausamkeiten und Schönheiten zugleich. Für Lion beginnt ein Alptraum, als sein Vater anfängt zu trinken und sich in den "schwarzen König" verwandelt, der Lion misshandelt. Trost findet er in den Geschichten, in den Worten der "weißen Königin" - einer älteren Dame, die den Kindern in der Kirche vorliest. Und in der Freundschaft zu einem Seeadler. Lion ist stark, tapfer und mutig und so gibt er auch in der ausweglosesten Situation nicht auf. Trotz der Qualen empfindet er es als Geschenk, dass er nur "seinen" Adler wieder sieht. "Jedes Mal, wenn etwas Schlimmes passierte , passierte auch wieder etwas Gutes."
Lion beschließt irgendwann, jeden Tag zu lachen. "Und wenn es nichts zu lachen gibt, lache ich über mich selbst". Sind das nicht weiße Worte?...

Diese Geschichte bzw. dieses Märchen wird sehr spannend erzählt. Der Leser ist bis zum Schluss gebannt von den Figuren, der Handlung und natürlich den wunderbar klingenden Worten.
Lions Geschichte beginnt in der Dunkelheit. "Denn in der Dunkelheit traf ich die erste wirklich wichtige, wirklich mutige Entscheidung meines Lebens. Es war die Entscheidung, die Dunkelheit zu verlassen. Und meine eigene Geschichte zu beginnen, draußen, im Licht."
Ich denke jeder muss irgendwann für sich in irgendeiner Situation eben genau diese Entscheidung treffen...

Die klugen, klingenden Worte der weißen Königin wurden aus Astrid Lindgrens Geschichten entnommen, sowie von Antoine de Saint-Exupery.
Ein traumhaftes Buch voller Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen eines Jungen.
"Und ich wollte glücklich sein, ganz und rundum glücklich, aber ich traute mich nicht."

Ein wahrer Schatz ist dieses Buch, das ich wärmstens empfehlen kann.
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am 3. Januar 2014
Zum Inhalt:

Lion lebt mit seinem Vater in einem kleinen Haus an der Ostsee und verbringt seine Zeit am liebsten mit den Seeadlern. Er liebt es, sie dabei zu beobachten, wie sie frei und glücklich hoch am Himmel durch die Luft kreisen. Dort findet er auch Trost, wenn sich sein Vater unter Alkoholeinfluss in den schwarzen König verwandelt und ihn misshandelt. Als Lion es zuhause nicht mehr aushält, ist es auch ein Adler, der ihm den Weg in die Freiheit ermöglicht. Er flüchtet in den Wald und lebt dort mit den Seeadlern. Doch Lion ist mit seiner Flucht noch nicht am Ende seines Wegs angekommen. Er möchte unbedingt die weiße Königin wiederfinden – eine alte Frau mit weißen Haaren, die Lion und anderen Kindern vor langer Zeit aus Büchern vorgelesen hat und ihm so die schönsten Worte geschenkt hat. Worte, die ihm Kraft gegeben haben. Worte, die er fast schon vergessen hat…

Meine Meinung:

Nach “Der Märchenerzähler” war “Die Worte der weißen Königin” mein zweites Buch von Antonia Michaelis. Und ich kann vorab schon mal sagen, dass ich wieder absolut begeistert und zutiefst berührt bin.

“Während ich dem Seeadler zusah, sammelte ich alle Kraft in mir, die ich hatte. Kraft, um zu fliehen. Ich wusste: Ich musste an etwas Helles, Schönes, Warmes denken, um diese Kraft zu sammeln. Und ich dachte daran, wie alles gewesen war, bevor es den schwarzen König gab.” (Seite 11)

Lion, den „Helden“ dieser Geschichte (und für mich hat er dieses Attribut wirklich verdient), habe ich bereits nach wenigen Seiten fest in meinem Herzen verankert. Denn Antonia Michaelis hat mit dem aufgegriffenen Thema einen Nerv bei mir getroffen. Und zwar so sehr, dass sich mein Herz während des Lesens gar nicht mehr beruhigen wollte und konnte. Kein Kind sollte als elterlicher Sündenbock herhalten müssen. Kein Kind sollte emotional und/oder körperlich misshandelt werden müssen. Kein Kind sollte den willkürlichen Übergriffen von Eltern ausgesetzt sein müssen, nur weil diese ihr Leben nicht im Griff haben und mit sich selbst unzufrieden sind. Kein Kind sollte das erleben müssen, was Lion aushalten muss. Sollte… Doch leider geschieht das in unserer Welt jeden Tag unzählige Male.

Die Art und Weise der Autorin, wie sie die Geschichte von Lion niedergeschrieben hat, hat mich schlicht fasziniert. Sie schafft es, dass die Wörter, die böse und schreckliche Taten beschreiben, auf den ersten Blick nicht wirklich böse erscheinen. Und dennoch kann man sich als Leser dem Bösen nicht entziehen und es in seinem ganzen Ausmaß erkennen.

“Diesmal war der schwarze König zu weit gegangen.
Als er meinen Vater am nächsten Tag freigab und mein Vater die Küche aufgeräumt hatte, hielt er mich lange fest und weinte. Wirklich, er weinte wie ein kleines Kind.
Dann brachte er mich zur Klinik in der Stadt.” (Seite 66)

Sie erschafft poetisch anmutende Umschreibungen und kreiert so tolle Wörter wie “Schonfrühlingsnachmittag”. Sie lässt Lion seine ganze Fantasie einsetzten um die schrecklichen Erlebnisse ertragen und überleben zu können. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verschwimmen dabei zum Teil, da die Wörter eine ungeheure Macht auf den Leser ausüben und man sich wünscht, dass das alles wirklich wahr ist. Damit Lion es leichter hat. Damit Lion für kurze Zeit dem Schrecken entfliehen kann.

Ich war mit Lion im Keller, hab mit ihm Wald gelebt und mich mit den Seeadlern angefreundet. Ich suchte die weiße Königin und hatte Angst vor dem schwarzen König. Und jetzt, nachdem ich das Buch zugeschlagen habe, trage ich Lion und seine Geschichte in meinem Herzen.

Mit “Die Worte der weißen Königin” hat die „Märchenerzählerin“ Antonia Michaelis ein sprachlich wunderbares Buch geschrieben, in dem das Thema „Gewalt in der Familie“ emotional und berührend – aber auch mit all Schrecken – behandelt wird. Für Fans von “Der Märchenerzähler” meiner Meinung nach ein absolutes Muss.

© bookwives.wordpress.com
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am 6. Juli 2013
Lion lebt mit seinem Vater in einer kleinen Hütte in der Nähe vom Wald. Sie haben nicht viel Geld, es reicht gerade noch um etwas zu essen. Lion und sein Vater laufen in die nächste Stadt, da sein Vater dort Fleisch an einen Mann verkauft. Während Lion auf seinen Vater wartet entdeckt er eine Kirche und begibt sich hinein.

Dort hört er eine wundervolle Stimme. Eine Stimme, die Worte ausspricht, die Lion noch nie zuvor gehört hat. Er begibt sich weiter hinein und entdeckt eine alte Frau - die weiße Königin. Die weiße Königin liest anderen Kindern, in der Kirche, von ihren Büchern vor. Immer wieder kommt Lion zurück zu der Kirche. Er liebt die Worte der weißen Königin.

Eines Tages ist die weiße Königin verschwunden und mit ihr die wunderschönen Worte. Lion tröstet sich mit seinem neu gewonnenen Freund - einem Seeadler. Er zähmt ihn und schon bald weicht der Seeadler nicht mehr von Lions Seite. Er beschützt ihn wie seine Jungen.

Lions Vater verliert seinen Job und fängt an zu Trinken. Er ist verzweifelt und sieht keinen Ausweg mehr. Wie soll er sich und seinen Jungen ernähren? Immer wenn Lions Vater trinkt verwandelt er sich in den schwarzen König. Er ist dann nicht mehr Lions Vater. Denn Lions Vater würde ihn niemals schlagen, er würde ihn niemals mit einem Ziegenstrick verletzten. Das alles würde nur der schwarze König tun.

Lion haut von seinem Vater ab in den Wald. Doch dort ist er nicht allein. Er wird von seinem Seeadler und Olin, seiner verlorenen Schwester, die seid mehreren Jahren im Wald lebt, begleitet. Lion versucht die weiße Königin zu finden und vorallem versucht er sich vor dem schwarzen König zu verstecken. Doch wird er es schaffen zusamen mit seinem besten Freund, dem Seeadler und seiner Schwester Olin die weiße Königin zu finden und sich vor der Wut des schwarzen Königs zu verstecken?

Die Geschichte von Lion, der Junge mit dem seltsamen Namen. Der eher einem Seeadler ähnelt, als einem Löwen.

Dieses Buch hat mich zum Teil schockiert und zum Teil traurig gemacht. Ein Vater, der die Kontrolle verliert und seinen Jungen quält. Ein kleiner Junge, der nur noch einen einzigen Ausweg sieht - in den Wald fliehen und eine Frau finden, die er nicht einmal kennt. Die aber Worte ausspricht, die ihm Kraft und Sicherheit verleihen.

Ich habe von dem Buch "Die Worte der weissen Königin" von Antonia Michaelis noch so gut wie gar nichts gehört. Ich habe es zufällig entdeckt und mir hat das Cover unglaublich gut gefallen, sodass ich es ohne irgendwelchen Erwartungen mitgenommen habe. Das eher bekanntere Werk von Antonia Michaelis wird wohl "Der Märchenerzähler" sein. Dieses Buch habe ich bis jetzt noch nicht gelesen, habe ich aber noch vor.

Der Schreibstil von der Autorin gefällt mir ganz gut. Das Buch lässt sich schnell und leicht lesen und man wird gut in die Geschichte hineinversetzt.

Trotzallem hat mir das Buch nur mittelmäßig gefallen. Die Idee für das Buch finde ich großartig und habe ich in dieser Form noch nicht gelesen. Nur war die Geschichte, obwohl das Buch nur 268 Seiten hat, an manchen stellen langatmig und ich hatte das Gefühl, dass es einfach nicht voran geht.

Ansonsten ein wunderschönes Buch, mit einer Geschichte, die zum nachdenken erregt und mit der nicht zu spaßen ist.
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am 9. Januar 2013
Inhalt:
Nichts und niemanden liebt Lion so sehr wie die 'Weiße Königin' und ihre Geschichte - mit Ausnahme der Seeadler, die alles verkörpern, was er sein möchte. Als sein Vater eines Tages zu weit geht und ihn beinahe bewusstlos schlägt, fasst Lion einen Entschluss: er will im Wald mit seinen geliebten Adlern leben und sich mit ihnen und seiner Schwester Olin auf die Suche nach der weißen Königin machen. Eine abenteuerliche Reise beginnt...

Meine Meinung:
Von Antonia Michaelis kenne ich bereits "Die Nacht der gefangenen Träume". Obwohl beide Romane eher für Kinder geschrieben worden zu sein scheinen, sind sie aufgrund der ernsten Thematik dennoch mehr für Jugendliche bzw. für Erwachsene geeignet.
In "Die Worte der Weißen Königin" geht es vor allem um die Vernachlässigung und Misshandlung eines kleinen Jungen und seiner Sehnsucht nach Freiheit und Liebe, die er in den Worten einer alten Dame und in den Wäldern mit den Seeadlern findet.
Lions Liebe zu den Tieren wird wunderschön dargestellt. Seit sein Vater versucht hat einige von ihnen zu erschießen, zähmt Lion einen von ihnen und nennt ihn fortan 'Rikikikri'.
Für ihn sind die Adler seine Familie und seine einzigen Freunde und er würde alles für sie tun. Selten habe ich von einer so schönen Freundschaft zwischen Mensch und Tier gelesen.
Die alte Frau, die in der Kirche Geschichten vorliest, nennt Lion die 'Weiße Königin'. Ihre Worte und die Sanftheit ihrer Stimme geben Lion Kraft und Wärme, die er zu Hause nicht findet. Sein Vater hat sich nach der Arbeitslosigkeit dem Alkohol hingegeben und schlägt seinen Sohn immer öfter, immer schlimmer. Für Lion ist diese Dunkelheit und diese Wut, die seinen Vater befallen, ein Teil des 'Schwarzen Königs', der unlängst auch ein Teil seines Vaters geworden ist. Immer mehr flüchtet Lion sich in die Wälder, bis er es eines Tages nicht mehr aushält und von zu Hause wegläuft, um sich auf die Suche nach seiner 'Weißen Königin' zu begeben, die in einem Krankenhaus in Berlin liegt.
Dann ist da noch Olin, Lions Schwester. Mir war irgendwie von Anfang an klar, dass sie nicht real ist, sondern nur ein Spiegelbild von Lion selbst. Aber komischerweise war es am Ende doch ein kleiner Schock, als der Leser und Lion selbst, die Wahrheit erfuhren. Ich denke es gibt viele Arten, Olin und ihre Anwesenheit zu interpretieren. Für mich stellt sie Lions Wut auf seinen Vater und die anderen Menschen dar aber sie ist auch die treibende Kraft, die ihn zum Weitermachen bewegt. Vielleicht liege ich damit aber auch vollkommen falsch ;)

Antonia Michaelis beschreibt bildgewaltig, ohne zu erdrücken und mit einer poetischen Sanftheit, wie ich es selten erlebt habe. Kurz: einfach wunderschön.
"Sie saß ganz still und sah aufs Meer hinaus und lauschte. Und ich las flüssiger und schneller, und der Klang der Worte stieg hinauf in den Himmel wie goldene Seifenblasen. Ich konnte es, dachte ich. Ich konnte, was die weiße Königin konnte. Ich konnte Worte zum Klingen bringen." (S. 267)

Über das Ende kann man sicherlich streiten. Ich fand es ein wenig zu konstruiert und teilweise unglaubwürdig. Nach der langen Reise und den Qualen, die Lion durchstehen musste, passte es meiner Meinung nach nicht.

Fazit:
Eine wunderschön erzählte Reise eines kleinen Jungen auf der Suche nach Liebe, Hoffnung und Freiheit.
Ich vergebe 4,5 von 5 Sternen!
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TOP 1000 REZENSENTam 3. Dezember 2014
Wenn Lions Vater zu viel trinkt, verwandelt er sich in den schwarzen König und schlägt Lion, sperrt ihn in den Keller, verletzt ihn. Lion wir damit fertig, indem er zwischen seinem Vater und dem schwarzen König unterscheiden lernt -- bis es nur noch den schwarzen König gibt. Von da an klammert Lion sich an 2 Dinge: an einen Adler, den er gezähmt hat, und an die Worte der weißen Königin. Der Adler schenkt ihm Hoffnung auf Freiheit und Liebe. Die weiße Königin hat ihm Geschichten geschenkt. Sie war sanft und freundlich zu Lion. Zu ihr und ihren magischen Geschichten will er zurück. Also trifft er eines Tages die Entscheidung, den schwarzen König zu verlassen und sich mithilfe des Adlers auf den Weg zur weißen Königin zu machen. Das ist sehr anrührend und realistisch erzählt. Lions Seele hat Antonia Michaelis bis in die tiefste Tiefe erkannt und beschrieben. Ich könnte nichts finden, was es an der Geschichte auszusetzen gibt. Lions Abenteuer, sein Kampf, seine Suche, seine Ängste, all das ist wunderbar, aber auch sehr hart erzählt. "Die Worte der weißen Königin" ist ein kleiner Schatz, wenn man auch einen bedrückenden Weg zurücklegen muss, um dies sagen zu können. Sehr zu empfehlen ab 13 Jahren.
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